Tipp und Ratgeber: Wie machen wir es besser.
FOKUS: Checkliste, Tipps, Tricks, Warentest, usw.

Dies ist ein weiterer Beitrag in der Serie zum Thema Schlüsselkennzahlen oder Key Performance Indicator(s) – kurz KPIs.

Kürzlich fragte mich jemand:

Ich berate eine Firma und bin dabei, die Social Media aufzustellen und mit den notwendigen KPIs zu versehen… 

Welche KPIs sind für den Anfang am Besten geeignet?

Was kannst du empfehlen?

Mit dieser Frage werde ich mich im Folgenden befassen.

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1. Schritt: Inventar des Weinkellers

Ich erinnere mich an meine Jugend, als ich in einer Weinkellerei gearbeitet habe. Der Kellermeister erklärte mir, dass er einmal im Jahr ein Inventar mache. Obwohl es interessant sei zu wissen, wie viele Flaschen vorhanden sind, sei dies jedoch nicht von primärem Interesse.

Sicherlich wollte er Kennzahlen oder Indikatoren, die ihm Informationen lieferten, um die Umsatz- und Gewinnziele erreichen zu können.

Doch ihn interessierte vor allem, wie gut sich die Weine zu welchen Preisen verkaufen ließen. Auch der Profit jeder Flasche war von Interesse.

Diese Angaben zeigten auf, welche Weine sich vielleicht besser verkauften und grössere Gewinne abwarfen als andere.

Ebenfalls wollte er natürlich ganz genau wissen, bei welchen Weinen wir Reklamationen oder auch Lob von den Kunden erhalten hatten.

Hierzu führte er ein kleines rotes Notizbuch, indem er alljenes noch von Hand eintrug.

Heute können wir dies mit Hilfe von Technologien leichter notieren. Nichtdestotrotz ist auch heute entscheidend, dass wir diese relevanten Daten sammeln, um danach anhand dessen die besten Entscheidungen treffen zu können.

Generell zeigt das Beispiel aus der Weinkellerei, dass es wichtig ist zu wissen, welche Kennzahlen oder Indikatoren wir heutzutage sammeln und nutzen.

Vielleicht benötigen wir gar keine neuen und müssen uns nicht überlegen, welche besser sein könnten. Wie die untere Illustration aufzeigt, ist das entwickeln von KPIs ein komplexer Vorgang.

Nicht einfach ist es KPIs zu entwickeln, die der Managerin klare Erkenntnisse bieten.
KPIs zu entwickeln, die Managern klare Ergebnisse bieten, ist ein komplexer Vorgang.

2. Schritt: Strategie und Planung

Wenn wie in diesem Fall die Verkaufsstrategie für die nächsten 3 Jahre eine hohe Steigerung des Verkaufs vorsieht, gilt es dies zu berücksichtigen. Mit anderen Worten, hier wird eine Kennzahl benötigt, um den Vorstand zufriedenstellen zu können.

Beim Weinkeller bedeutet dies, dass der jetzige Kundenstand erhöht werden muss, indem beispielsweise:

  1. Neukunden gewonnen werden.
  2. Aktuelle Kunden wieder häufiger zum Kauf unserer Ware bewegt werden.

Dabei ist es von Interesse, dass klar ersichtlich ist, inwiefern Werbeaktivitäten und Social Media Posts hierbei von Nutzen sind. Den Vorstand interessieren Social Media Posts jedoch wenig, ob die geplanten Verkaufszahlen erreicht wurden dafür jedoch umso mehr.

3. Schritt: Meine 3 wichtigsten Kennzahlen

Der letzte und wichtigste Schritt ist, die 3 wichtigsten Indikatoren oder Kennzahlen zu bestimmen. Das bedeuted auch, die Frage zu stellen: „Sind die genutzten Kennzahlen wirklich relevant?“

Sind die genutzten Kennzahlen für den Vorstand irrelevant, so ist das natürlich problematisch. So kann es passieren, dass ich neben meinen 3 Favoriten noch 2 Kennzahlen oder Leistungsindikatoren nutzen muss, die für meinen Vorstand von Bedetutung sind.

Ein gutes Beispiel hierfür ist: „Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization.“ kurz EBITA genannt. Das bedeutet Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände wie Lizenzen, Patente oder Software.

Für meinen Teil des Geschäftes kann das EBITA aus Sicht des Vorstandes enorm wichtig sein. Für meine Arbeit könnte dies jedoch weniger relevant und beispielsweise die Neukundengewinnung von größerer Bedeutung sein.

Die richtige Balance zwischen Genauigkeit und Tiefe der Kennzahlen ist der Schlüssel zum Erfolg.
Die richtige Balance zwischen Genauigkeit und Tiefe der Kennzahlen ist der Schlüssel zum Erfolg.

Zusammenfassung: Was ist Ihre Meinung?

Das Weinbusiness hat mehr Gemeinsamkeiten mit Social Media, als man denkt. Um sich zu verbessern, ist ein Inventar oder ein Audit enorm hilfreich.

Wenn wir verstehen, was wir mit Hilfe eines KPI’s lernen möchten oder welche Leistung wir zu verbessern gedenken, ist der erste Schritt getan. Mit Hilfe eines Audits im Social Media Bereich erhalten wir noch mehr Antworten zu Fragen wie beispielsweise:

  • Welche Weine verkaufen sich am Besten und welchen Deckungsbeitrag (DB) (d.h. Verkaufspreis minus variable Kosten = DB) können wir damit realisieren?
  • Welche Art von Instagram Posts (oder Tweets, Xing Posts) generieren gutes Engagement in Form von Likes, Kommentaren, etc.
  • Über welche Weine haben sich die Leute in Social Media, eMail, Reviews Online, etc. positiv oder negativ geäussert?
  • Welche Produkte oder Weine erhalten viele Word-of-Mouth Empfehlungen über Social Media durch Tweets oder Kommentaren auf Einträgen unserer Webseite?

Bei Transfers von Fussballstürmern war für Arsène Wenger bei Arsenal die Antrittsschnelligkeit eine schlüsselrelevante Kennzahl. Dank dieser konnte beispielsweise Thierry Henri mehr Ballduelle gewinnen, weil er schneller war. Ballgewinn war für Wenger also eine Voraussetzung, um Tormöglichkeiten erspielen zu können.

KPIs spielen im Digital Marketing wie im Weinhandel eine Rolle.
KPIs spielen im Digital Marketing wie im Weinhandel eine Rolle.

Gibt es im Rahmen Deiner DrKPI Beratung einen guten Ansatz?

Wie zeige ich dem Management, welche KPIs im Social Media Bereich von Nutzen sind?

Zitat

Kennzahlen stellen Zahlen dar, die in aggregierter Form über relevante Sachverhalte und Entwicklungen informieren.

Key Performance Indicators sind kritische Erfolgsfaktoren, die in Kennzahlen abgebildet werden. Diese stellen also eine Auswahl an Kennzahlen dar. Anhand derer ermitteln wir mögliche Fortschritte hinsichtlich wichtiger Zielsetzungen oder kritischer Erfolgsfaktoren innerhalb einer Organisation.

Das Ziel im obigen Beispiel war es, Tore zu schießen. Ein KPI im digitalen Marketing oder Social Media Marketing muss definieren, was das Endziel sein soll, wie z.B. ein neuer Kundenauftrag, Eintrag für den Newsletter der Firma, usw.

Wenn der Spieler die Antrittsschnelligkeit nicht hat, ist die Konsequenz, dass er nicht als Stürmer übernommen wird. Ob der KPI erfüllt ist oder nicht muss eine Konsequenz nach sich ziehen. Wird die Kennzahl erreicht, können wir uns verbessern. Was pasiert, wenn wir dies wollen, und geht es auch mit weniger Ressourcen?

Wird der Metrik nicht erreicht, müssen wir rausfinden warum und welche Auswirkungen dies beisielsweise auf den Verkauf oder den Sales Funnel gehabt hat.

Der Schlüssel zum Erfolg sind 3 bis maximal 5 Kennzahlen die uns nicht ablenken, sonder helfen zielorientiert zu arbeiten.

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Wenn die Chefs dann die Kennzahlen sehen, machen diese in deren Augen Sinn?
Sind die Kennzahlen in den Augen des Chefs sinnvoll?

Wir freuen uns über Ihre Fragen und Kommentare unten:

  • Welche KPIs nutzen Sie in Ihrer Arbeit am Liebsten?
  • Welcher KPI hat sich bei Ihnen im Social Media Marketing bewährt?
  • Haben Sie ein Beispiel, bei dem eine Kennzahl Sie wirklich enttäuscht hat oder einfach nicht hilfreich war?

Hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar, wir freuen uns immer, von Ihnen zu hören.

Offenlegung: Die Autorin / Bloggerin weist darauf hin, dass einige der erwähnten Organisationen Kunden von CyTRAP Labs GmbH sind und / oder DrKPI® Services und Produkte abonniert haben / beziehen.

#CSCH19 Barcamp Elodie Caucigh mit Aurelie Litynski im Gespräch.

Hier geht es um

  1. Digitales Zeitalter: Warum Konferenzen wichtig sind!
  2. KPIs: Es hapert mit dem Campaigning 3.0

Dieser Beitrag gehört zu unserer Serie der Themen Big Data, Crossmedia, Crowdsourcing sowie Konferenzberichten.

Konferenz im digitalen Zeitalter

Heute ist das Streamen von Musik wie auch Vorträgen gang und gäbe. Also kann man sich doch fragen, warum eine Konferenz, wie das #CSCH19 nötig sein soll…

Das #CSCH19 versprach auch dieses Jahr sehr nahrhafte Kost.

Es zeigte sich wieder, dass die Moderation teils sehr gut war und sogar Höhenflüge machte, aber manchmal eben auch zu wünschen übrig ließ. Sie verstand es leider nicht, dem Ganzen die notwendige Struktur zu bieten. Gute Moderatoren, die anstatt sich selbst die Vortragenden ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellen, schaffen es fast immer, mit fachspezifischen Fragen die „gold nuggets“ herauszusieben. Ebenfalls gelingt es ihnen, mit ihren Fragen unterschiedliche Nuancen auszuloten. Das gelang Klapproth auch dieses Jahr bei weitem nicht.

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Lucero Oyarzun war unsere erste Referentin. Sie wies darauf hin, dass Millennials es nicht lieben, wenn man ihnen vorschreibt, was zu tun sei. Als Beispiel gab es eine Checkliste.

Interessanterweise gab die Referentin eine Checkliste mit ca. 11 Punkten zum Besten, die zeigten, wie man Millennials am Besten erreichen könnte. Doch wenn Millennials solche Vorlagen nicht lieben, wieso denkt Lucero dann, dass Millennials ihrer Checkliste folgen würden?

Auch ob Social Media hier langfristig effektiv ist, kann mit KPIs nicht untermauert werden. Sogenannte „erwünschte Resultate“ sind oft nur ein Sturm im Wasserglas. Weder ändern Wähler aufgrund dessen ihre Meinung oder Stimme, noch kaufen Konsumenten deshalb ein Produkt dank einer Social Media Kampagne.

Zur Illustration: Es ist beispielsweise unbestritten, dass Russland sich über Facebook in die US Präsidentschaftswahlen eingemischt hat und dadurch viele Stimmberechtigte erreichen konnte. Leider weiß aber niemand, inwiefern diese Einmischungsversuche das Wählerverhalten tatsächlich beeinflusst hat (siehe auch Roger McNamee, Zucked, waking up to the Facebook catastrophe).

Das heisst ob die Crowd oder Crowdsourcing mit Social Media wirklich Abstimmungsresultate beeinflusst muss noch überprüft werden, Studien gibt es bis jetzt keine… oder kennt Ihr eine?

Bei Harnaam Kaur war es so, dass ich nur vom oberen Stock aus zuhörte, mich ansonsten aber darauf konzentrierte, Emails zu beantworten. Dies sollte man als Konferenzteilnehmer natürlich nicht tun, doch das interessante Thema passte irgendwie nicht zum Fokus von #CSCH19: Campaigning.

#CSCH19 - Twitter @SoniaGuez @DrKPIcom @InfoSecHarnaam Kaur mit einer persönlichen Story - doch inwiefern ist dies relevant für einen Kongress zum Thema Campaigning und Marketing?
#CSCH19 – Twitter @SoniaGuez @DrKPIcom @InfoSecHarnaam Kaur mit einer persönlichen Story – doch inwiefern ist dies relevant für einen Kongress zum Thema Campaigning und Marketing?

Goldstückchen wie Sand am Meer

Nach den beiden ersten Vorträgen wurden die Beiträge für mich dann jedoch sehr relevant. Zum Beispiel fand ich die Barcamps (hier einfach Beiträge von Teilnehmern die sich freiwillig vorher mit deren Themen bewarben) äußerst informativ.

Der Barcamp Beitrag von Nicole M. Pfeffer war natürlich wieder Klasse (siehe Foto unten). Aber nach ihrem tollen Vortrag in 2018 am #CSCH18 hatte ich nichts anderes erwartet :-)

#CSCH19 Campaigning Summit Switzerland 2019 #Barcamp: Nicole M. Pfeffer erklärt Kreativ oder tot - Darf es eine Portion Unternehmenszukunft sein?
#CSCH19 Campaigning Summit Switzerland 2019 #Barcamp: Nicole M. Pfeffer erklärt Kreativ oder tot – Darf es eine Portion Unternehmenszukunft sein?

Aurelie Litynski folgte mit dem Thema Happiness. Zwar war vielleicht nicht alles neu, doch wie Aurelie uns dabei half, die wichtigsten Säulen herauszuarbeiten, war sehr interessant. Merci!

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#CSCH19 Campaigning Summit Switzerland 2019 Barcamp: Aurelia Litynski zum Thema From happiness at work to performance - 2
#CSCH19 Campaigning Summit Switzerland 2019 Barcamp: Aurelia Litynski zum Thema From happiness at work to performance

Pausen sind ideal zum Netzwerken

Auch war ich wie immer über die Pausen erfreut. Diese waren lang genug, um einem die Möglichkeit zu bieten, sich mit anderen Teilnehmern austauschen zu können.

#CSCH19 Campaigning Summit Switzerland 2019: Auch die Events Mgmt. Crew geniesst Stehlunch.
#CSCH19 Campaigning Summit Switzerland 2019: Auch die Events Mgmt. Crew genießt Stehlunch.

Zwischendurch hatten Elodie Caucigh und ich viel Zeit, um uns beim Mittagessen – Stehlunch (wir saßen auf einer Couch) – zu unterhalten, bei den Vorbereitungen für ihren Vortrag war ich auch dabei.

#CSCH19 Campaigning Summit Switzerland 2019 Barcamp: Vorbereitung von Elodie Caucigh Thema - Campaigning kostet Nerven. Wei behalte ich einen kühlen Kopf und Fokus von der Idee/Briefing bis zum Launch.
#CSCH19 Campaigning Summit Switzerland 2019 Barcamp: Vorbereitung von Elodie Caucigh Thema – Campaigning kostet Nerven. Wie behalte ich einen kühlen Kopf und Fokus von der Idee bis zum Launch?

Interessante Gäste

Sophie Hundertmark und Christoph Süess hatten die schwierige Aufgabe, uns nach dem Mittagessen mit ihrem Vortrag zu ihrem Chatbot wach zu halten. Das schafften die beiden ohne Probleme :-)

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Und Steffen Konrath gab uns einen Einblick, inwieweit Daten analysiert werden können um Kampagnen effektiver zu gestalten.

Interessant was Steffen vortrug, doch leider war nicht genug Zeit um in die technischen Details einzutauchen in Sachen Big Data.

Das letzte Wissen, das ich mitnahm an diesem Tage, war die Barcamp-Session von Elodie Caucigh. Thema war: Wie behalte ich Ruhe und Fokus wenn unter Druck. Dabei gab es noch 2 Tipps mit Atem- und Balance-Übungen, welche helfen, die Konzentration wiederzufinden, wenn es im Kopf surrt… :-) Habe ich gestern Abend umgesetzt, funktioniert für mich bestens. Danke Elodie!

Danach verließ ich den Kongress – um mich noch zu einem Meeting zu begeben.

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Konferenzen gibt es viele, manche sind sehr gut und andere ein wenig besser. Ich war froh, am #CSCH19 teilgenommen zu haben.  Interessant war auch, das Crossmedia dieses Jahr eigentlich kein Thema war. Doch das nutzen von Radio, Social Media, Webinhalten, wie auch der Klimastreit der Jungen in vielen Städten kann helfen Zielvorgaben zu erreichen. 

Die Veranstaltung zeigte, dass wir im Bereich Campaigning, digitalem Marketing und Social Media einiges tun, doch die steuerungsrelevanten KPIs sind immer noch selten im Zentrum der Diskussion.

Stattdessen geht es oft um Meinungen, Gefühle und persönliche Erfahrungen. Solche lassen selten eine Generalisierung und Rückschlüsse über z.B. Bürger oder Kundengruppen zu und die Kennzahlen sind nicht aufschlussreich (z.B. Pageviews, Zuschauer, usw.) wenn es um Verkäufe oder Profit geht.

Was ist Ihre Meinung?

  • Welchen Congress oder welche Konferenz haben Sie zuletzt besucht?
  • Was machen Konferenzen für Sie wertvoll?
  • Wie überzeugen Sie den Chef oder Chefin dazu, Sie für eine Tagesveranstaltung anzumelden?
  • Waren Sie am #CSCH19? Was war Ihr Eindruck?

Erzählen Sie uns gerne von Ihren Erfahrungen in einem Kommentar. Wir freuen uns immer über Ihr Feedback!

♥ Bitte teilen Sie die News zum Campaigning Summit Switzerland 2019 mit diesem URL auf den Social Networks wie LinkedIn, Snapchat, Twitter, usw.: https://blog.drkpi.de/de?p=10339 Vielen Dank ! ♥

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In Kürze: Im dritten Teil der Reihe zu erfolgreichem Video Marketing gibt es weitere besondere Tipps mit Beispielen. Denn auch wir fragen uns immer wieder, wie die Produktion eines guten Marketing Videos effektiver und besonders aussichtsreich ablaufen kann.
Lesen Sie hier von unseren Antworten und Erfahrungen zu diesen 4 Fragen (Punkte unten einfach anklicken und Sie erhalten sofort eine Antwort):

  1. 1. Wie finanzieren wir das alles?
  2. 2. Wo soll das fertige Video gelaunched werden?
  3. 3. Wie lang darf das Video dauern?
  4. 4. Epilog: Das eigentliche Geheimrezept lautet: Langfristig planen!
  5. 5. Was ist Ihre Meinung?

Noch mehr zum Thema gibt es auch hier:
[su_box title=“Wie ein erfolgreiches Marketing Video produzieren?“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
Video Marketing: 4 Tipps zur Content Optimierung
Video Marketing: 4 Tipps, um Probleme zu vermeiden
Video Marketing: 4 Geheimnisse, die Experten selten verraten (Sie sind hier)
[/su_box]
Lesen Sie den englischen Beitrag hier.
Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein und erhalten Sie weitere wichtige Tipps, wie Sie ein erfolgreiches Marketing Video produzieren.

1. Wie finanzieren wir das alles?

  • Haben wir das nötige Kleingeld, eine Produktion zu finanzieren?
  • Haben wir alles durchkalkuliert und ggf. noch einen Puffer?
  • Wie können wir Sponsoren von Extern finden und wie können Abgeltungen aussehen?

[su_note note_color=“#86bac5″]

Tipp

Planen Sie einen Puffer ein: Sie brauchen garantiert alles Geld, das Sie einplanen und stellen bei den ersten Produktionen oft fest, dass es doch noch mehr bedarf… [/su_note]
Doch besonders der letzte Punkt in der Aufzählung oben dürfte für uns alle sehr interessant sein. Ist es möglich als Unternehmen oder Organisation die eigene Marketing Video Produktion selbst zu finanzieren? No problem!
Machen Sie sich aber unbedingt Gedanken darüber, dass es nicht bei einem einzigen Video bleiben sollte (mehr dazu weiter unten!). Es macht daher Sinn auch ohne die dringende Notwendigkeit der Fremdfinanzierung mit Sponsoren zu arbeiten, die Ihre Produktionen auch in Zukunft unterstützen.
Wie kann ein Sponsoring aussehen?
Natürlich kann es sich um eine rein finanzielle Unterstützung handeln. Vielleicht haben Sie UND ihr Sponsor aber auch gleichzeitig einen größeren Vorteil, wenn es um nicht-monetäre Leistungen geht.
Beispiel: Der Sponsor hat im Geschäftsgebäude nachmittags nie alle Konferenzräume belegt, während Sie eine Lösung für die Finanzierung eines geeigneten Raumes für ein beispielsweise ein Video für Ihre Investoren suchen.
Die Lösung liegt auf der Hand und präsentiert sich uns ganz klar als eine Win-Win-Situation.
Die Abgeltung könnte dann darin bestehen, dass Sie Unternehmenslogos Ihres Sponsors in das Video einflechten und so ein wenig Werbung für diesen machen. Oft reicht auch eine Danksagung.
Schriftliche Verträge sind dabei nicht immer nötig. Für unser DMV-Video des Marketing Club Lago (#MCLago) zum Thema DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung), stellte uns ein Mitglied  freundlicherweise einen freien Konferenzraum der Credit Suisse zur Verfügung.
Auch hier mussten wir übrigens einen neuen Termin festlegen, weil wir vor Ort merkten, dass die Kleidung (weiß mit hellgrünen Punkten) sich zu wenig vom Hintergrund abhob.
Alles wurde (glücklicherweise nur) um etwas mehr als eine Woche verschoben und wir wählten ein hellblaues Hemd, dass zum dunkelblauen Logo des DMV (Deutscher Marketing Verband) und unseres Marketing Clubs passt. Gleichzeitig sollte es einen ausreichenden Kontrast zum hellen Hintergrund geben.
What is the secret behind videos gone viral?

2. Wo soll das fertige Video gelaunched werden?

Auch diese Frage stellen wir uns nicht nur, sondern arbeiten mögliche Antworten theoretisch konkret aus, bevor wir irgendetwas in die Praxis umsetzen.

  • Auf welche Video Platform können wir unser Video lancieren? YouTube, Vimeo, andere?
  • Gibt es bereits einen Unternehmenskanal z.B. auf YouTube, im Corporate Design, oder müssen wir diesen anlegen?
  • Schreiben wir noch einen Beitrag zum Video? (Wir: Ja, immer!)
  • Können wir das Video auch im Blog unseres Sponsors einbetten, z.B. wenn eine Verwandtschaft der vermarkteten Produkte oder Dienstleistungen besteht?
  • Haben wir andere Seiten, z.B. auf Facebook, Instagram, Twitter? Dort können wir das Video posten, oder aber teasern und mehr Leser auf unsere Seite holen, die das ganze Video sehen wollen.

[su_note note_color=“#86bac5″]

Tipp

Eine andere Frage lautet, wie wir das Video launchen wollen. Ist es zum Beispiel ein 10-minütiger Film, lohnt es sich vielleicht, einen Trailer von einer halben Minute zusammenzuschneiden (oder zusammenschneiden zu lassen).
Dieser könnte beispielsweise mit einem Countdown versehen werden, bis das eigentliche Video rauskommt und dementsprechend früher auf allen Seiten und Kanälen verbreitet werden.[/su_note]
Vielleicht gibt es darüber hinaus sogar die Möglichkeit, das Video auf einem lokalen Fernsehsender oder in einem Kino in der Umgebung vor dem Film zu zeigen. Dies hängt natürlich von allen anderen Fragen ab, von unserem Ziel, unserer Zielgruppe etc.
Und nicht zuletzt von unserem Budget, versteht sich.

3. Wie lang darf das Video dauern?

In den ersten 15 Sekunden müssen Sie Ihr Video für die Zuschauer so interessant wie möglich machen. Denn in diesen ersten Augenblicken entscheiden die Zuschauer, ob sie Ihrem Video mehr Zeit schenken oder weiter klicken.
Besser noch: Gehen Sie mit der folgender Mentalität an die Planung Ihres Filmprojekts:
„Die ersten 5 Sekunden des Videos entscheiden über Leben und Tod.“
Wir bei DrKPI brauchen für die Takes des ersten Teils am längsten. Hier lohnt es sich perfektionistisch zu sein.
Der Rest ergibt sich (fast) von selbst: Vermitteln Sie wichtige Informationen? Dann sollte das Video wohl länger sein, packen Sie es aber keinesfalls zu voll, denn das könnte das Video langatmig und uninteressant machen.
Allgemein gilt:
[su_note note_color=“#86bac5″]

Tipp

So kurz wie möglich, so lang wie nötig.
Denken Sie an die Aufmerksamkeits-Bereitschaft Ihres Zuhörers, der sich ja schon entschieden hat, ein Video anzuschauen, statt einen Text zu lesen…[/su_note]

4. Epilog: Das eigentliche Geheimrezept lautet: Langfristig planen!

Produzieren wir nur ein Marketing Video, muss dieses schon etwas ganz besonderes sein, um einfach so erfolgreich zu sein. Meist wird das Erfolgspotential eines Videos erst durch eine Kampagne deutlich.
Wir fragen uns daher: Ist unser Projekt geeignet, um eine Reihe von Videos im ähnlichen Stil zu produzieren? Haben wir noch mehr Ideen, die wir umsetzen können?
Haben Sie nur eine Idee für eine super Story, die sich um Ihr Unternehmen oder Produkt dreht, merken aber, dass diese nicht ausbaufähig ist? Dass weitere ähnliche Videos sehr viel weniger aussagekräftig werden würden? Dann müssen Sie diese Idee unbedingt überdenken.
Unser Beispielvideo unten zeigt, dass ein Video allein auch einfach schnell veraltet ist – besonders wenn es um aktuelle Themen wie die DSGVO geht.
Das dürfte jedem einleuchtend erscheinen, der weiß, dass jede Minute 400 Stunden Videomaterial auf YouTube hochgeladen werden. Am Tag sind das 576.000 Stunden… diese Menge ist für unsere Gehirne gar nicht mehr erfassbar.
Hier geht es nur um eine einzige Aussage bezüglich EuGH-Urteil und Facebook-Fanpages (lesen Sie hier mehr dazu), die so nicht mehr ganz stimmt.

Das Urteil vom 05.06.2018 machte den Betrieb einer Unternehmens-Fanpage auf Facebook problematisch, wenn nicht illegal, doch jetzt arbeitet auch Facebook an einer DSGVO-konformen Lösung, damit nicht Millionen Seiten gelöscht werden müssen.
Was wir daraus lernen:
[su_note note_color=“#86bac5″]

Tipp

Unser Content muss regelmäßig aktualisiert werden, ein Video allein reicht so gut wie nie aus, um erfolgreich zu sein. Es kommen mit der Zeit tendenziell immer weniger Views dazu.[/su_note]
Auch wenn das Marketing Video ein absoluter Renner war, wird es irgendwann uninteressant werden. Selbst dann, wenn der Content theoretisch auch nach Wochen, Monaten, vielleicht sogar nach Jahren noch aktuell ist.
Machen Sie sich also unbedingt schon vor der ersten Produktion Gedanken darüber, wie es weitergehen soll.
Wir bei DrKPI testen immer schon vorher das Potential einer Produktion darauf, wie es weitergehen kann. Unsere Ideen teilen wir gerne mit unseren Auftraggebern und Kunden, denn es ist unglaublich wichtig den eigenen Content regelmäßig zu aktualisieren.
Vielleicht gewinnen Sie mit ihrer ersten Video Produktion auf einen Schlag eine erfreuliche Menge an Neukunden. Sie haben es geschafft, Ihren Zuschauern unmissverständlich klarzumachen, wie gut Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung, Ihre Idee ist.
Doch bleiben Ihnen diese Kunden treu, wenn Ihre Konkurrenz regelmäßig Videos über die Verbesserungen, neue Entwicklungen und noch mehr Innovationen ins Netz lädt? Wenn alle anderen Ihnen einen großen Schritt voraus sind?
Das wird sicher problematisch…

5. Was ist Ihre Meinung?

  • Würden Sie selbst gerne eine Reihe kleiner Videos machen, haben aber keine Idee oder es hapert an der Umsetzung?
  • Haben Sie bereits Erfahrungen mit Video Marketing? Positive oder negative? Was würden Sie beim nächsten Projekt anders und vielleicht besser machen?
  • Sind Sie interessiert daran ein Video für das eigene Unternehmen, ein Event oder ein passendes Video zu einem Blogbeitrag zu produzieren? Dann lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen. Gerne antworten wir Ihnen so schnell wie möglich.
  • Sie haben bereits ein erfolgreiches Marketing Video gemacht? Verlinken Sie es doch in einem Kommentar unten und zeigen uns und unseren Lesern, wie es funktionieren kann.

Wir freuen uns auf Ihre vielseitige Antworten und Beispiele.

Bewegtbild für Lehrlinge ist eine wirksamer Ansatz um Jugendliche anzusprechen.

In Kürze: Nach Teil 1 unserer Reihe zu erfolgreichem Video Marketing folgt Teil 2.
Zuvor besprachen wir hier, warum wir ein Video machen, wen und was wir erreichen wollen. Und was der beste Content für eine gelungene Social Media Marketing Strategie ist.
Nun bekommen Sie weitere besondere Tipps mit Beispielen zur Vorbereitung Ihrer Produktion.
Wir gehen ins Detail, denn auch unsere Erfahrungen als Filmcrew sind durch ein „Trail and Error“ gekennzeichnet. Die Reflexion der Projekte verhilft auch uns regelmäßig, unsere Prozesse zu optimieren. Das Lernen ist nie vorbei und wir sind motiviert!
Dieses Mal erwarten Sie vielseitige Antworten auf diese 4 Fragen (Punkte unten einfach anklicken und Sie erhalten sofort eine Antwort):

  1. 1. Welches Equipment brauchen wir?
  2. 2. Wer ist beteiligt und für was verantwortlich?
  3. 3. Und rechtliche Aspekte?
  4. 4. Wo drehen?
  5. 5. Was ist Ihre Meinung?

Mehr Informationen finden Sie auch hier:
[su_box title=“Wie ein erfolgreiches Marketing Video produzieren?“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
Video Marketing: 4 Tipps zur Content Optimierung
Video Marketing: 4 Tipps, um Probleme zu vermeiden (Sie sind hier)
Video Marketing: 4 Geheimnisse, die Experten selten verraten
[/su_box]
Lesen Sie den englischen Beitrag hier.
Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein und erhalten Sie weitere wichtige Tipps, wie Sie ein erfolgreiches Marketing Video produzieren.

1. Welches Equipment brauchen wir?

Die Technik

Die Kamera, klar! Doch vergessen Sie nicht, dass auch Licht und Ton eine essentielle Rolle spielen. Denn diese beiden Komponenten werden viel zu oft unterschätzt.
Ein Movie lässt sich heute auch professionell mit der integrierten iPhone-Kamera drehen. Die Bildqualität an sich lässt kaum zu wünschen übrig. Aufnahme outdoor sind bei sonnigen Tagen (beste natürliche Lichtverhältnisse) dann gar kein Problem.
Doch achten Sie unbedingt darauf, hier ein professionelles Mikrofon einzusetzen, denn ohne dieses kann ein Video so gut aussehen wie es will, es wirkt amateurhaft, wenn Sie sich nicht um die Akustik kümmern.
Das Video kann auch im Tonstudio nach-synchronisiert werden. Dies ist oft jedoch noch schwieriger und erfordert noch mehr technisches Know-How und eine erfahrene Stimme hinter dem Aufnahmegerät.
Arbeiten Sie drinnen, reicht das Licht, das durch die Fenster kommt, oft nicht aus und das Bild ist zu dunkel. Auch dann bekommen Sie Aufnahmen, die unprofessionell wirken.
Professionelle Scheinwerfer sind fast immer ein Muss in diesem Fall, denn auch das künstliche Licht in den meisten Räumen reicht dann nicht aus, um Raum sowie Personen und gefilmte Objekte auf eine sinnvolle Weise auszuleuchten.

3 Scheinwerfer brauch es meistens: Diese Standardsituation zeigt Ihnen, wie Sie in Ihrem Video eine professionelle Belichtung schaffen.

3 Scheinwerfer brauch es meistens: Diese Standardsituation zeigt Ihnen, wie Sie in Ihrem Video eine professionelle Belichtung schaffen.


Noch besser werden die Aufnahmen natürlich mit einer Filmkamera oder einem guten Camcorder, wie wir sie bei DrKPI benutzen, z.B. die P2HD-Lösungen von Panasonic.
Beachten Sie hier, dass ein solches Gerät meistens mehr Zubehör erfordert wie das Stativ, das Speichermedium oder je nach dem auch Kompatibilitätslösungen zur Übertragung von Daten.
Zudem erfordert eine Profi-Kamera auch ein gewisses technisches Know-How. Sie wollen schließlich keine verwackelten, zu dunklen oder überbelichteten Aufnahmen, die einfach nicht gut wirken.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser Frage eine besondere Gewichtung zukommt, denn hier dreht sich alles um ein Wort und dieses ist „Professionalität“.
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Tip

Scheinwerfer und iPhone sind das Minimum. Auch solch eine Produktion kann erfolgreich sein. Benutzen Sie in diesem Fall aber beispielsweise ein Accessoire zur Stabilisierung Ihres iPhones beim Filmen. Denn verwackelte Bilder wirken einfach unprofessionell.
Konsultieren Sie danach einen Profi, um Ihre Aufnahmen mit diesem zu besprechen und zu sehen, ob daraus ein kleine Marketing Film zusammengeschnitten werden kann.[/su_note]
Hier noch eine kleine Liste, die Ihnen zusätzlich weiterhelfen kann:

  • Equipment-Checkliste schreiben, damit Sie den Überblick behalten.
  • Fahrzeuge und Parkmöglichkeiten?
  • Anschlüsse und Adapter (Kompatibilität im Ausland?)
  • Lagermöglichkeiten für Equipment, um Logistik zu vereinfachen?
  • Special Equipment: Drohnen, Dolly, Schienen für Kamera, etc.?
Mehr als nur der technische Kram

Wenn Sie mit einem Kamerateam zusammenarbeiten, können Sie diese Aufgaben den Profis überlassen. Sie haben mehr Zeit, sich den Kopf über andere Dinge zu zerbrechen, wie z.B.:

  • Welche Requisiten brauche ich?
  • Welche Kleidung sollen die im Video gezeigten Personen tragen?
  • Ist an den Drehtagen für Verpflegung gesorgt?

Für LomMedical (für mehr Infos hier klicken) haben wir beispielsweise die besagte innovative Sicherheitsspritze mit automatischer Retraktion für den einmaligen Gebrauch mit ins Bild genommen.

Natürlich mussten wir darauf achten, dass das Bild nicht überladen ist, sondern zur neutral-fachlichen, informativen Tonalität des Investoren-Videos passt: Auf Blumen und andere Tischdekoration haben deshalb verzichtet. In anderen Projekten wären diese vielleicht gar nicht schlecht.
Das Beispiel oben zeigt übrigens auch, was passieren kann, wenn es vor den Dreharbeiten keine Möglichkeit gibt, eine Lichtprobe vor Ort durchzuführen.
Dieser war schlecht beleuchtet; die Fenster waren am Ende des langen und schmalen Raums, sodass wir auch mit Scheinwerfern leider nicht das Optimum aus dem Bild herausholen…
Lassen Sie sich von Kameramann und Regisseur (visuelle Kompetenz) beraten, welche Kleidung Sie brauchen. Denken Sie dabei unbedingt auch an das Corporate Design, das in die Wahl mit einfließen muss.
Auch über Speisen und Trunk sollten Sie sich Gedanken machen, insbesondere wenn Sie einen langen Drehtag vor sich haben.
[su_note note_color=“#86bac5″]

Tip

Wenn Sie Fotos von den Dreharbeiten auf Facebook, Instagram und Co. posten wollen (und das sollten Sie!), oder – noch besser – wenn Sie ein kleines Making-Of von den Dreharbeiten zusammenschneiden wollen,  achten Sie darauf:
Gläser, Flaschen, Teller etc. gehören mit zu den „Requisiten“. Denken Sie über den repräsentativen Charakter dieser Dinge auch ein wenig nach, es lohnt sich meistens.[/su_note]

2. Wer ist beteiligt und wer für was verantwortlich?

Hier können wir uns fragen,

  1. wen wir vor der Kamera einsetzen und
  2. wen wir hinter den Kulissen brauchen.

Influencer, CEO oder ein Mitarbeiter „wie du und ich“? Die falsche Wahl kann das Video ruinieren.
Auch hinter den Kulissen kann es Probleme geben, wenn die Kompetenzfelder nicht klar verteilt sind. Expertise ist in allen Gebieten gefragt. Einen Film selbst zu drehen gestaltet sich daher oft schwierig.

Alle Beteiligten sind am Drehtag anwesend (von L nach R): Peter Johann, CEO von Lumendi Ltd.; Corina Rieflin, zuständig für Investor Relations bei Lumendi; Patrizia Sinistra, Kamera und Schnitt bei DrKPI; Urs E. Gattiker, Produzent und Regisseur von DrKPI.


Beispielsweise kann ein Beauftragter des Unternehmens selbst die organisatorischen Aufgaben eines Produzenten übernehmen, er wird aber nicht zwingend das technische Know-How haben, um Kamera, Licht und Ton richtig einzusetzen.
Es wäre frustrierend, erst während oder nach den Dreharbeiten festzustellen, dass die Aufnahmen einfach nicht gut aussehen. Dann wird vielleicht auch der beauftragte Cutter von Extern sagen, dass das Material einfach nicht verwendbar ist.
Und Sie bleiben auf den Produktionskosten sitzen.
Wir müssen uns also vor den ersten praktischen Schritten Gedanken machen und alle Beteiligten von Anfang an in die Planung miteinbeziehen. Dazu gehören:

  • Schauspieler/innen, Sprecher, Statisten etc. (vor der Kamera), sowie
  • Produzent/in,
  • Regisseur/in,
  • Kamerafrau/mann,
  • Experten für Licht und Ton,
  • evtl. Zuständige für rechtliche Fragen,
  • Finanz-Beauftragte
  • Cutter/in und
  • Marketing-Beauftragte, plus ggf. die externe Werbe-Agentur.

[su_note note_color=“#86bac5″]

Tip

Es muss ein aktiver Austausch stattfinden und die Kommunikation muss sowohl intern als auch zu externen Beteiligten funktionieren, damit alle von Beginn an mitdenken. So kann sich ein Cutter schon vor den Dreharbeiten das benötigte Material ansehen (z.B. Logos und CD) und sich Gedanken über die Animation machen.[/su_note]

3. Und rechtliche Aspekte?

Verträge sollten mit allen Beteiligten abgeschlossen werden. Insbesondere bezüglich der Personenrechte müssen Sie Einwilligungen derjenigen Personen, die vor der Kamera zu sehen sind, einholen.
Sollten Sie Ihr Marketing Video im Freien drehen, benötigen Sie eventuell Statisten. Achten Sie darauf, dass Sie keine Personen filmen, die nicht gefilmt werden wollen. Erkundigen Sie sich in diesem Fall auch unbedingt bei der Stadt nach einer Drehgenehmigung, damit es keine Probleme gibt.
Falls Sie eine bestimmte Location bevorzugen, brauchen Sie vielleicht auch eine schriftliche Nutzungserlaubnis für die betreffenden Räumlichkeiten. Achten Sie hier darauf, dass man im Hintergrund nichts zu sehen ist, dass nicht gezeigt werden soll, beispielsweise Markennamen oder Logos.
Dies kann sich natürlich ändern, wenn die Abgeltung dadurch geregelt ist, dass der Raum für den Dreh gesponsert wird.
Zuletzt müssen Sie sich noch um Unfall-, Haftpflicht- und Ausfallversicherungen kümmern.
Erst dann sind Sie rechtlich umfassend abgesichert. Ärgerlich wäre es, wenn Sie das fertige Video nicht veröffentlichen können, weil Sie mit diesem unwillentlich z.B. Personenrechte verletzen…
[su_note note_color=“#86bac5″]

Tip

Beginnen Sie mit einer Aufzählung aller Verschriftlichungen, die Sie (vielleicht) brauchen werden. Vorerst besser davon ausgehen, dass Sie mehr benötigen, als Sie dann tatsächlich drucken werden.[/su_note]

4. Wo drehen?

Haben Sie eine Idee, die zu Ihrem Video passt, d.h. einen Ort, der eine bestimmte Atmosphäre hat oder Ihre Philosophie sehr gut widerspiegeln kann, testen Sie unbedingt vor dem Dreh die Lichtverhältnisse und die Akustik vor Ort.
Gegebenenfalls müssen Sie dementsprechend entweder Ihr Equipment erweitern (z.B. mehr Scheinwerfer, Windschutz für das Mikrofon, etc.) oder aber die Ortswahl noch einmal überdenken.
[su_note note_color=“#86bac5″]

Tip

Achten Sie auch unbedingt auf den Wetterbericht. Planen Sie hier eventuell einen Alternativtermin ein, damit der Dreh nicht wortwörtlich ins Wasser fällt.[/su_note]
Die Veröffentlichung des Videos kann sich um Wochen verzögern, wenn Sie erst dann beginnen einen neuen Termin zu suchen, an dem alle Beteiligten Zeit haben…
Wollen Sie uns auch Ihre Meinung zum Thema weitergeben? Haben diese Tipps geholfen? Hinterlassen Sie unten einen Kommentar. Oder lesen Sie gleich hier Teil 3 (folgt in Kürze) und erhalten Sie mehr Antworten zu wichtigen Fragen bei der Vorbereitung von Ihrem Marketing Video.

5. Was ist Ihre Meinung?

Bei unseren Produktionen ereilen uns oft Aha-Erlebnisse, die wir hier als unsere „Geheimtipps“ mit Ihnen teilen wollen. Wir hoffen, dass auch Sie etwas davon haben und Ihre Prozessabläufe ebenfalls optimieren können.

  • Hatten Sie selbst schon einmal ein solches Aha-Erlebnis? Wir lernen gerne dazu! Verraten Sie uns und unseren Lesern doch ihren persönlichen Tipp.
  • Haben Sie bereits Erfahrungen mit Video Marketing gemacht? Positive oder negative? Was würden Sie beim nächsten Projekt anders und vielleicht besser machen?
  • Sind Sie interessiert daran ein Video für das eigene Unternehmen, ein Event oder ein passendes Video zu einem Blogbeitrag zu produzieren? Dann lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen. Gerne antworten wir Ihnen so schnell wie möglich.

In Kürze: In Teil 1 unserer Reihe zum Thema Video Marketing zeigen wir, was es braucht, damit Video Marketing erfolgreich ist.
Hier geht es allein um die Vorarbeit, die Sie leisten müssen.
Wir können mit einigen Geheimtipps behilflich sein…
Lesen Sie weiter und nutzen Sie diese 4 Tipps für das nächste Video.
In den letzten Jahren stieg die Anzahl der täglichen Views auf YouTube auf über 4 Milliarden, denn – das ist uns sicher allen klar – die Menschen mögen es Videos anzuschauen.
So sehen auch 52% der Marketing-Professionals weltweit das Video als den Content-Typ mit der besten ROI an.
Eine gute Vorbereitung ist dabei (fast) alles. Denn unglaublich viel Zeit und Geld geht verloren, wenn Sie während der Produktion oder gar der Post-Produktion feststellen, dass Ihr Projekt wohl doch nicht gut genug durchdacht war…
Deshalb haben wir für Sie eine Checkliste zusammengestellt mit 12 Fragen, die Sie sich unbedingt stellen müssen, bevor Sie sich Hals über Kopf in die Dreharbeiten stürzen.
Die ersten 4 grundlegenden Fragen können Sie unten einfach anklicken und Sie erhalten sofort eine Antwort:

  1. 1. Warum ein Video?
  2. 2. Wer ist unsere Zielgruppe?
  3. 3. Was ist unser Ziel?
  4. 4. Um was geht es?
  5. 5. Was ist Ihre Meinung?

Mehr Informationen finden Sie auch hier:
[su_box title=“Wie ein erfolgreiches Marketing Video produzieren?“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
Video Marketing: 4 Tipps zur Content Optimierung (Sie sind hier)
Video Marketing: 4 Tipps, um Probleme zu vermeiden
Video Marketing: 4 Geheimnisse, die Experten selten verraten
[/su_box]
Lesen Sie den englischen Beitrag hier.
Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein und erhalten Sie weitere wichtige Tipps, wie Sie ein erfolgreiches Marketing Video produzieren.

1. Warum ein Video?

Wir können ja mal ein Video machen, ist leichter gesagt als getan. Der Grund für das Video, das Warum, ist der erste Schritt, um klar zu formulieren, was wir überhaupt machen möchten.
Wir können uns auch fragen, warum wir gerade dieses Mal ein Video statt z.B. wie immer einen Blogeintrag machen?
Ganz klar, ein Video geht einfach leichter in den Kopf als ein Blogeintrag, der manchmal ganz schön schwere Kost sein kann. Vor allem dann, wenn wir komplizierte Sachverhalte erklären wollen, tun wir dies besser in einem Video statt in einem Text, der vom Leser vielleicht zu viel Konzentration abverlangt.
Aber insbesondere darüber, was wir zeigen wollen, müssen wir uns Gedanken machen.
Ein Video ist ein audiovisuelles Medium, dessen besondere mediale Qualitäten auch als solche genutzt werden wollen.
Ein Beispiel?
Dreht sich unser Marketing Video um eine Liste von Informationen, sind diese vielleicht besser in einem Blogtext aufgehoben, in dem die Leser alles problemlos auch mehrmals nachlesen können.
In einem Video müssten die Zuschauer die betreffende Stelle erst einmal wiederfinden – es gibt keine Unterüberschrift, die beim Durchscrollen leicht wiedergefunden werden kann. Da bietet ein Text vielleicht die bessere Struktur.
Beispielsweise kann dann aber ein spezifischer Punkt im Text, der z.B. einen komplexen Sachverhalt umschreibt, durch ein Erklärvideo begleitet werden. Im Video wird dann nicht nur erklärt, sondern auch anhand eines Beispiels demonstriert, was gemeint ist.
Ist dieses Video von vielleicht 2 Minuten erst einmal in den Beitrag eingebettet, ist dieser auch – man könnte sagen – „getunet“. Für mich als Leserin jedenfalls interessanter, da vielseitiger und leichter zu verdauen.
[su_note note_color=“#86bac5″]

Tipp

Ein Marketing Video zu produzieren nur um des Videos Willen, ist nicht ohne Weiteres sinnvoll.
Dagegen ist ein kurzer Video Clip fast immer nutzbar, wenn es einen Blogbeitrag begleiten soll.
Das Video kann eine super Ergänzung zu reinem Text sein.[/su_note]

2. Wer ist meine Zielgruppe?

Produzieren wir für bestehende Kunden, Key-Accounts vielleicht, bestehende Partnerunternehmen oder Mitarbeiter? Oder versuchen wir Neue ins Boot zu holen?
Besteht unsere Zielgruppe aus Schülern und Ausbildungssuchenden, aus möglichen Investoren oder Unternehmen für etwaige Joint Ventures? Oder wollen wir mit unserem Video direkt auf die Endnutzer zukommen?
Kinder? Ärzte? Sportler? Tierliebhaber? Sie wissen, was ich meine.

[su_note note_color=“#86bac5″]

Tipp

Hier kann es helfen, sich zu fragen, welche Videos Ihre Zielgruppe gerne ansieht.
Zu beachten ist aber auch, dass die jeweiligen Zuschauer von Ihnen vielleicht ein ganz anderes Video erwarten.[/su_note]
Beispielsweise schauen Schüler privat sicher gerne witzige Vines (7-Sekunden-Videos) von ihren Lieblings-YouTubern an. Doch wollen wir diese für unser Unternehmen rekrutieren, wird die Sache ernster:
Produzieren wir ein witziges Video im Stil eines derartigen viralen Internethits, am besten noch mit Influencer (Achtung: Ironie…), ist eine Schülerin von uns als Arbeitgeber vielleicht eher abgeneigt.
Denn auch sie möchte von ihrem zukünftigen Arbeitgeber ernstgenommen werden. Dieser muss also zeigen, dass er die vielleicht bestehende Unsicherheit der Ausbildungssuchenden hinsichtlich der eigenen Zukunft versteht.
Ergo vermitteln wir doch besser seriös, wie gut unsere Azubis abgesichert sind, wie wir ihnen beim Lernen zur Seite stehen. Und wie wir sie mit unseren besonderen Qualitäten als Arbeitgeber unterstützen können.
Ein Beispiel hierfür (Video unten) ist unsere Produktion mit Hadya Khalil für die Bouygues E&S Intec AG, damals noch Alpiq Intec genannt, in Zürich. Hadya war keine bekannte Influencerin, sondern selbst eine junge Ausbildungssuchende. Sie musste sich einige Steine aus dem Weg räumen, bis sie bei der Alpiq eine Ausbildungsstelle gefunden hat.

Aus der Zielgruppe ergibt sich natürlich auch die Tonalität des Videos. Soll es eher emotional, sachlich oder informativ sein?
Was unser Ziel ist, wozu wir unsere Zielgruppe bewegen möchten, können wir jetzt erst genauer formulieren.

3. Das Ziel konkret werden lassen

Denken wir über unser allgemeines Ziel nach, müssen wir uns erst einmal das fragen:

Soll ein Image-Video produziert werden, um unsere Philosophie an den Mann zu bringen?
Will ich ein Produkt bewerben, um mehr potentielle Käufer darauf aufmerksam zu machen?
Oder ein Unternehmen, um das Recruiting zu verbessern?
Oder wird das Ganze eine Event-Dokumentation, um bei der nächsten Veranstaltung höhere Besucherzahlen zu generieren?

Wir brauchen ein klares Ziel vor Augen, um genauestens planen zu können.
[su_note note_color=“#86bac5″]

Tipp

Es kann dann sehr hilfreich sein, Referenzvideos ähnlicher Projekte zu suchen und anzuschauen.[/su_note]
Auch ein Profi kann zu Rate gezogen werden oder eine bereits bestehende Idee evaluieren bezüglich der technischen Möglichkeiten oder des Marketingpotentials.

4. Um was geht es?

Ganz klar, ein Video über eine Spielzeuglokomotive ist nicht gleich ein Video über ein innovatives medizinisches Gerät wie hier.
Dies muss ebenfalls die Tonalität des Videos bestimmen. Spricht beispielsweise ein CEO über das Produkt eines Start-Up-Unternehmens, soll das ganze authentisch und neutral wirken.
Es geht hier aber auch darum, die Inhalte über die beworbenen Produkte, das Unternehmen oder Dienstleistungen hinaus genau zu definieren.
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Tipp

Erzählen Sie eine Geschichte. Das gilt sowohl beim Bloggen als auch bei Videos. Emotionaler  Gehalt wird meistens als wertvoller empfunden.[/su_note]
Ein Beispiel ist die Story von Hadya Khalil im Video oben. Oft möchten wir den Zuschauern aber auch Informationen über ein komplexes Thema klar und verständlich erklären.
Es gilt hier, das Skript von vornherein unbedingt gut zu strukturieren, damit später auch der Zuschauer den Überblick behält. Ich garantiere Ihnen, er wird sehr schnell auf ein anderes Video klicken, wenn Sie ihm die kleinste Gelegenheit bieten, die Orientierung zu verlieren…
Wollen Sie uns auch Ihre Meinung zum Thema weitergeben? Haben diese Tipps geholfen? Hinterlassen Sie unten einen Kommentar. Oder lesen Sie gleich hier Teil 2 (folgt in Kürze) und erhalten Sie mehr Antworten zu wichtigen Fragen bei der Vorbereitung von Ihrem Marketing Video.

5. Was ist Ihre Meinung?

  • Was denken Sie, wie viele Minuten verbringen Sie damit, Videos auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop anzusehen?
  • Haben Sie bereits Erfahrungen mit Video Marketing gemacht? Positive oder negative? Was würden Sie beim nächsten Projekt anders und vielleicht besser machen?
  • Sind Sie interessiert daran, ein Video für das eigene Unternehmen, ein Event oder ein passendes Video zu einem Blogbeitrag zu machen? Dann lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen. Gerne antworten wir Ihnen so schnell wie möglich.
Wir besuchen einander und reden Angesicht zu Angesicht, spart Zeit | Urheber Death to Stock

Was nützt mir die beste Social Media Marketing Strategie? Was bringt mehr Earned Media oder Word-of-Mouth dank eines Influencers, wenn alles im Datengau endet wie bei Facebook und Cambridge Analytica?
Den derzeitigen Status meiner Beziehung mit dem sozialen Netzwerk Facebook, WhatsApp, Instagram, usw. könnt man nur als „es ist kompliziert“ umschreiben.
Ich brauche den WhatsApp Messenger Service. Doch Mark Zuckerbergs Besuch vor den Gremien im amerikanischen Senat flösste mir kein Vertrauen ein. Die Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) wird auch in Zukunft dieses Unternehmen kaum daran hindern, die Privatsphäre seiner Kunden zu missachten.
John Edwards, Neuseelands Datenschutzbeauftragter beschreibt dies sehr genau in einem Artikel. Er wies Neuseelands 2.5 Mio Facebook Nutzer nach dem Cambridge Analytica Fall darauf hin, dass ein NZ Nutzer sein Recht auf Auskunft welche Daten Facebook über ihn speichert nicht einfordern könne.
Er hatte versucht dies für einen NZ Nutzer zu tun, war aber bei Facebook auf Granit gestossen. Auch der USA Regulator, die Federal Trade Commission, hat sich  Facebook, Dr. Kogut und Cambridge Analytica Datengau angenommen.
Der australische Datenschutzbeauftragte hat nachgefragt „please explain„.  Wie kompliziert der Fall ist und wieviele Firmen involviert sind wird hier im Register sehr gut beschrieben.

Non-Compliant

Aus den obigen Gründen macht es Sinn, die Whats App oder auch Facebook Messenger Service App nicht mehr zu nutzen.
Betriebe dürfen dies sowieso nicht. Facebook wie auch WhatsApp erlauben nur die private Nutzung.
Facebook bietet keinen Auftragsverarbeitungsvertrag an, somit kann ein Unternehmen weder Facebook Messenger noch WhatsApp nutzen.
Ohne Auftragsverarbeitungsvertrag ist die Nutzung einer solchen App auf dem Handy des Unternehmens oder zu Kommunikationszwecken im Betrieb nicht DSGVO compliant.
Aus diesem Grunde stellen wir Ihnen Alternativen vor.  1 Gewinner mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag gibt es ebenso!

Update gefällig?

Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein, bleiben Sie auf dem Laufenden und erhalten Sie jeweils eine Reminder-Mail, sobald ein neues Thema zum EU Datenschutz, Marketing und Compliance veröffentlicht wird.
[su_box title=“Weitere wichtige News zum EU Datenschutz“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
2018 EU Datenschutz: Marketing aufgepasst
2018 EU Datenschutz: Personalrekrutierung oder kostenlose Pizza gefällig?
2018 EU Datenschutz: KMU, was nun?
2018 EU Datenschutz Ratgeber: Facebook Likes und DSGVO: Ist der Bewerber drogensüchtig?
2018 EU Datenschutz Compliance mit Google Analytics 
5 Alternativen zu Facebook Messenger und WhatsApp  (sie sind hier)
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing – September 2017
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing Trends – März 2018
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Compliance Ressource Seite – Tools, Checklisten (April 2018 regelmässige Updates)
MC Stuttgart-Heilbronn – DSGVO: Tipps
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Workshop für Marketing Fachleute – 8. März 2018
[/su_box]
Punkte einfach anklicken und Sie kommen sofort zur Antwort weiter unten.

Digital Online FAQs: So helfen wir dem Nutzer.

Digital Online FAQs: So helfen wir dem Nutzer.

1. Welche WhatsApp Alternativen stehen zur Diskussion?

Hier 5 häufig genutzte Alternativen zum WhatsApp Messenger. Wir empfehlen aber keine von diesen. Wir erklären auch kurz warum.
[su_box title=“Tabelle 1: 5 WhatsApp Chat Alternativen die wir nicht empfehlen “ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]

SIMSme

Grundsätzlich muss man die Datenschutzregeln dieser Services genau studieren.
Dies hat die Verbraucherzentrale NRW getan. Z.B. bei der SIMSme App der Deutschen Post.
Nicht ideal: Die SIMSm verlangt die Verbindung mit der Telefonnummern und weiteren Angaben des Nutzers.
Auch die von David Snowden oder Bruce Schneier gepriesenen Signal App funktioniert auf diese Weise, d.h. in beiden Fällen ist die Nutzung nur bei einer Verknüpfung mit der Telefonnummer möglich.
Gut ist, dass bei fast allen Messenger Apps die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung Standard ist.

Surespot

Die Applikation Surespot bietet ebenfalls End-to-End-Verschlüsselung an und basiert auf Open Source Code. Sie wird als sicher eingestuft.
Gut: Open Source.

Kik

Diese Messenger App wurde für die Nutzergruppe Teenagers entwickelt und ist für Chatting. Diese App gibt es auch auf dem Google Play Store und der iApp Plattform
Der Service hat neben der Sicherheit den Vorteil, dass keine Telefonnummer angegeben werden muss. Man nutzt einen Username.
Nicht ideal: Keine End-to-End-Verschlüsselung außer im Secret Chat Modus.
Beide oben aufgeführten Messenger Apps sind nicht mit dem Telefon des Nutzers verbunden. D.h. die Registrierung kann ohne Telefonnummer erfolgen.

Persönliche Daten müssen angegeben werden

Signal

Die App Signal von Open Whisper Systems besitzt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Mit dem Messenger können Nutzer Textnachrichten und abhörsichere Telefonate führen. Auch für den Desktop wird ein Client angeboten.
Sicherheit ist natürlich wichtig. WhatsApp wie auch die Nachrichten-Option auf Google Allo-Messenger basieren auf der Open Source Verschlüsselung, die von Signal genutzt wird.

Telegram

Verschlüsselt Daten auf dem Handy, zentral wird kein Schlüssel gespeichert. Das hat dem Service mit dem russischen Inlandgeheimdienst FSB Probleme eingehandelt. Hier findest du Telegram Messenger App für Android, iPhone und Windows.
Der Service wird vor allem in Kriegsgebieten und in totalitären Staaten wie z.B. Syrien und Iran von Bürgern für Informationszwecke genutzt.  [/su_box]
Viele Messenger Applikationen sind über die letzten 3 Jahre verschwunden.
Swisscom lancierte 2013 deren io App für Chat und Telefonie. Aber nicht einmal ein Video mit Tina Turner verhinderte die Einstellung der App im August 2017.
Laut Swisscom Corporate Communication war der Grund mangelnde Marketakzeptanz der io App.
Doch mit ein bisschen mehr Geduld und der Swisscom PayApp integriert, wäre das sicherlich was geworden. Aber das braucht Geduld und eine Vision, um den Walk durch das Valley of Death durchzuhalten. Das scheint der Swisscom sowie auch bei anderen abhanden gekommen zu sein.
Die 10 Vollzeit Mitarbeiter wurden anderweitig eingesetzt.

2.  3 tolle Alternativen für WhatsApp

Noch bessere Alternativen finden Sie hier.
[su_box title=“Tabelle 2: Zwei WhatsApp Chat Alternativen die wir empfehlen “ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]

Threema

Den Service für Google Android, iPhone und Windows kann hier runtergeladen werden. Threema Web auf dem PC gibt es auch. Auch verschlüsselte Internet Telefonie ist möglich. Die Anmeldung kann anonym, ohne Telefonnummer oder E-Mail-Adresse bewerkstelligt werden.
Kontakte werden in drei Sicherheitsstufen dargestellt. Um die sicherste Stufe zu erreichen, müssen beide Gesprächspartner deren Identitäten über das Scannen eines QR-Codes bestätigen.
2014 hat die Stiftung Warentest diesen aus 5 Services als den einzig sicheren klassifiziert.

Hoccer

Auch dies ist ein Service, der die anonyme Registrierung wie bei Kik und Threema zulässt. Auch dieser ist sicher wie Threema laut Stiftung Warentest.

Teamwire

Diese App bietet eine Enterprise Solution an. DSGVO konform mit Checkliste, d.h. dieses System ist nicht für den privaten Gebrauch konzipiert. Inwiefern die Datenauftragsverarbeitung festgelegt ist, konnten wir auf der Webseite aber nicht eruieren.

Fazit

Threema und Hoccer verlangen keine Daten bei der Registrierung und halten sich an die DSGVO Datenschutzrichtlinien.
Wichtig ist auch, dass das Adressbuch nicht synchronisiert wird. D.h. es wird nicht mit bereits vorhandenen Messenger-Nutzern abgeglichen. Wenn Daten anfallen, werden diese umgehend wieder gelöscht.
Threema und Teamwire bieten eine Work oder Enterprise Solution an.

Die Threema und Teamwire kann DSGVO konform aufgesetzt werden.  Threema empfiehlt sich im Enterprise wie auch privaten Umfeld.

[/su_box]
Ich habe auch einige Fragen an Threema gestellt, denn ich wollte wissen, inwiefern die Applikation DSGVO compliant ist.
Vor allem ging es mir auch darum, welche Art von Vertrag Threema offeriert, damit die Auftragsverarbeitung von persönlichen Daten wie z.B. Telefonnummern von Mitarbeitern, klar festgelegt ist.
Das heisst, als Unternehmen kann ich die Work Threema Lösung kaufen. Um diese jedoch DSGVO compliant einzusetzen, brauche ich einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit Threema. Das ist die erste Hürde auf dem Wege zur Erreichung der DSGVO Compliance.
Die Antwort, welche ich erhielt ist unten:

From: „Threema Support“ <support@threema.ch>
Subject: [#544459] Datenverarbeitung
Date: 10 April 2018 at 16:35:18 CEST
To:
— write your reply above this line —
Ihre Supportanfrage #544459 wurde untenstehend beantwortet. Bitte lassen Sie die
Ticketnummer im Betreff stehen, wenn Sie auf diese E-Mail antworten.
———-

Guten Tag

Grüezi Herr Gattiker

Vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Interesse an Threema Work. Gerne gehe ich nachfolgend
auf Ihre Fragen ein:

1. Informationen zur DSGVO-Konformität
Bei Threema stehen Sicherheit und Schutz der Privatsphäre der Nutzer seit jeher im
Zentrum. Um den Anforderungen der DSGVO zu genügen, waren keinerlei technische Anpassungen
nötig. Der Konformität mit der DSGVO liegen formale Aspekte zugrunde. Zwei Beispiele: Das
Gesetz gibt Eckpunkte vor, die in einer Datenschutzerklärung vorhanden sein müssen. Die
Zustimmung zur Datenschutzerklärung ist Voraussetzung zur Nutzung unserer Dienstleistung,
was auf eine Vorgabe der DSGVO zurückgeht. Die Vorgaben der DSGVO finden Sie unter

2. Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung
In der Regel senden wir ein solsches Dokument kurz vor der eigentlichen Beschaffung zu.
Daher möchten wir Sie gerne bitten, nähere Angaben zu Ihrem Use-Case zu notieren:

• Erwartete Anzahl Nutzer nach Abschluss der Testphase (sofern nicht die verbandsweite
Verteilung greift)
• Betriebssysteme der mobilen Endgeräte
• Skizzierung der wichtigsten Kommunikationsszenarien
• Eingesetzte MDM Lösung, falls vorhanden
• Vorgesehener Zeitraum für das POC, aktueller Stand der Evaluation
• Anforderungen / Vorgehen bei Fluktuation der Mitglieder in Bezug auf Chat-Inhalte und
App-Zugang

Unser Merkblatt Sicherheit und Datenschutz enthält übrigens alle wichtigen Punkte:
https://work.threema.ch/de/docs/resources.

Weitere nützliche Links:
– Ratgeber zu Bestellprozess, Rollout, Konfiguration etc.: https://work.threema.ch/hilfe
– Details zu App Funktionen, Sprachanrufen und Desktopverwendung: https://threema.ch/faq

Mit freundlichen Grüssen,
Threema Support

———-

Die Antwort zeigt, dass wir noch einiges an Arbeit vor uns haben, wenn wir dies DSGVO compliant mit Threema Support umsetzen wollen. Ich hätte die Informationen gerne vorher eingesehen, bevor ich anfange, die App als Unternehmen oder Verein zu testen.
Aber Kundenservice ist eine hohe Kunst…

Threema App: DSGVO konform/compliant.

Threema App: DSGVO konform/compliant.

3. Was ist Ihre Meinung?

Die neue  EU Datenschutz Grundverordnung (EU DS-GVO oder DSGVO) wie auch die ePrivacy-Verordnung stellen neue Anforderungen an die Compliance.
Wir haben hier auf die Herausforderung in Sachen Compliance und Messenger Apps hingewiesen.
Was sich nicht empfiehlt, ist die WhatsApp Messenger App oder auch die weiteren in Tabelle 1 oben aufgelisteten Apps zu nutzen. Da keine Vereinbarung für die Verarbeitung der Daten mit dem Provider gemacht werden kann, sind die Dinge nicht DSGVO compliant.
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde, wäre Ihre Meinung:

  • Haben Sie schon überprüft, ob Ihre Messenger App DSGVO compliant ist?
  • Wie werden Sie diese Herausforderung angehen?
  • Haben wir eine wichtige Messenger App hier vergessen welche Sie kennen?  Weisen Sie uns auf diese unten hin.
  • Nutzen Sie WhatsApp oder Skype auf dem Firmenhandy?

Obwohl Threema für Firmen eine gute Lösung ist, ist es schwierig die notwendigen Dokumente online zu finden inklusive Auftragsverarbeitungsvertrag.
Wie diese letztendlich aussehen, müsste Threema den Kunden Online zum Download anbieten. Das machen andere Firmen wie Salesforce oder Amazon Cloud Services schon lange.
Offenlegung: Der Autor / Blogger weist darauf hin, dass einige der erwähnten Unternehmen Kunden von CyTRAP Labs GmbH sind und / oder DrKPI® Services und Produkte abonniert haben / beziehen.

4. Weitere Ressourcen

Hier noch weitere Informationen, die wichtig sind.
[su_box title=“Tabelle 3: Weitere interessante Häppchen zur Problematik Datenschutz “ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]
Es gibt mehr zum Thema Influencer Marketing, Measurement und Word-of-Mouth Marketing und nochmals mehr zu Word-of-Mouth Marketing.
Der Datenschützer für Neuseeland hat eine Seite, die erklärt, wie man seine Seite auf Facebook löscht.
Doch auch Daten wie Fotos und Likes von gelöschten Seiten auf Facebook sind hier noch erhältlich.

Risk Assessment in der Cloud

Der Fall Dr. Aleksandr Kogan, Facebook and Cambridge Analytics illustriert ebenfalls, dass ein Unternehmen kaum überprüfen kann, ob Facebook die notwendigen Vorkehrungen zur Datensicherheit vorgenommen hat. Das müsste die Firma, denn nur durch Überprüfung kann der Betrieb sicherstellen, dass der Datenschutz der persönlichen Daten seiner Fans von der Firmenseite auf Facebook nach der DSGVO genüge getan wird.
Ob ein Unternehmen in der Lage ist, die Einhaltung der Richtlinien oder der DSGVO für deren Cloud Computing bei Amazon, Dropbox, Google, Microsoft oder Salesforce zu überprüfen, darf hinterfragt werden.
Apple hat dies in den iCloud Nutzungsbedingungen gelöst, nur private Nutzer sind zugelassen. Unter „Ziffer IV. Nutzung des Dienstes durch dich.“ Abschnitt A „Dein Account“ schreibt Apple:
Außerdem stimmst du zu, dass der Dienst nur für den privaten Gebrauch bestimmt ist (…) https://www.apple.com/legal/internet-services/icloud/de/terms.html
iCloud is not DSGVO compliant, nach Apple Nutzungsbedingungen [/su_box]

30 Jahre Chat Apps: Was hat sich geändert? Wenige sind erfolgreich, noch mehr wurden eingestellt. Noch weniger sind DSGVO compliant.

30 Jahre Chat Apps: Was hat sich geändert? Wenige sind erfolgreich, noch mehr wurden eingestellt. Noch weniger sind DSGVO compliant.

5. Facebook / Cambridge Analytica Datengau: Durch DSGVO /GDPR verhindert?

Das ist sicherlich eine interessante Frage, welche wir in 3 Punkten unten in der Tabelle beantworten.
[su_box title=“Hätte die DSGVO die Facebook Data Analytica Geschichte verhindern können? “ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]

1. Schritt: Dr. Aleksandr Kogan von der Cambridge Universität

Er würde unter der DSGVO oder GDPR von den Teilnehmern seiner kurzen Umfrage das Einverständnis benötigen, bevor er Zugang zu deren persönlichen Daten auf Facebook bekommt.

2. Schritt: Dr. Kogan braucht die Zustimmung von Facebook

Dr. Kogan müsste die Einwilligung von Facebook einholen, um diese Daten an Cambridge Analytica weiter geben zu können.
Dies hätte er auch nach den Facebook Bestimmungen tun müssen.

3. Schritt: Cambridge Analytica muss betroffene Facebook Nutzer informieren

Cambridge Analytica müsste alle betroffenen Nutzer informieren, d.h. laut Facebook wären dies 82 Mio. Nutzer auf der ganzen Welt, dass deren Informationen für politische Zwecke genutzt werden sollen.
Diese könnten aber nach DSGVO deren Zustimmung verweigern.
Laut DSGVO können Personendaten für politische Kampagnen genutzt werden, jedoch nur zur Zusammenstellung von Newsletters oder aber Wahllisten. Erwägungsgrund 56 der DSGVO sagt dazu:

Wenn es in einem Mitgliedstaat das Funktionieren des demokratischen Systems erfordert, dass die politischen Parteien im Zusammenhang mit Wahlen personenbezogene Daten über die politische Einstellung von Personen sammeln, kann die Verarbeitung derartiger Daten aus Gründen des öffentlichen Interesses zugelassen werden, sofern geeignete Garantien vorgesehen werden.

PS. Im Weiteren wäre Facebook unter der DSGVO verpflichtet gewesen, das Wissen zu diesem Datenmissbrauch dem für sie zuständigen Datenschutzbeauftragten in Irland innerhalb von 72 Std. zu melden.
Das gilt auch als Zeitfenster und innerhalb dieses Zeitfensters hätten die betroffenen Nutzer, d.h. Kunden von Facebook, informiert werden müssen.
Wohlgemerkt, Facebook wusste dies seit spätestens 2015!
[/su_box]
Bitte nicht vergessen: Wenn Sie ein Geschäftshandy nutzen, dann sollten Sie WhatsApp nicht nutzen.
Es kann okay sein, die App auf dem privaten Handy für private Chats nutzen.
Doch auch hier empfiehlt sich Threema.

Message auf dem Handy eingeben | Death to Stock, Wired9

Message auf dem Handy eingeben | Death to Stock, Wired9

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Kürzlich wurde ich auf dieses Resultat angesprochen:

Influencer Marketing wirkt: Ein Sechstel der 14 bis 29-Jährigen Onliner kaufen Produkte, nachdem sie diese durch Produktplatzierungen von Influencern wahrgenommen haben (Influry Studie 2017-08-16).

Dann vor 3 Wochen die Frage eines neuen Kunden, ob wir helfen könnten deren Influencer Marketing zu optimieren?
Die Frage ist verständlich. Influencer Marketing ist auch am Deutschen Marketing Tag 2017 vom Deutschen Marketing Verband ein prominentes Thema das viel Aufmerksamkeit bekommt.
Zum Einstieg möchte ich Ihnen diese beiden Fragen stellen. Versuchen Sie diese unten in einem Kommentar zu beantworten. Ich bin gespannt:

  1. Haben Sie schon Influencers in Ihrem Marketing genutzt?
  2. Wie haben Sie deren Wirksamkeit und Impakt gemessen?

Weil das Thema so bedeutungsvoll scheint (siehe auch unsere 2014 Einträge zum Influencer Marketing), haben wir hier noch einige wichtige Punkte hinzuzufügen.
Liste anklicken und Sie können sogleich die Antwort lesen.

1. Was ist nun ein Influencer?

Wir haben schon früher definiert, was ein Meinungsmacher ist. Viel hat sich seither geändert. Doch noch mehr ist gleich geblieben wie die Tabelle unten zeigt.
[su_box title=“Influencer: 3 Typen von Influencers“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]
Influencer ist nicht gleich Influencer. Sicherlich müssen wir zwischen drei Kategorien unterschieden.

  1. Markenfürsprecher, auch Brand Advocate genannt, sind Personen wie z.B. George Clooney für Nespresso aber auch Kunden.
    Einige Leute unterscheiden hier noch zwischen dem Markenfürsprecher (unbezahlter Kunde der gut über die Marke redet) und den bezahlten Markenbotschafter, wie z.B. Roger Federer. Im angelsächsischen Raum sind dies beides Brand Advocates, der eine bezahlt und der andere eben nicht.
  2. Meinungsbildner, auch Opinion Leader, wie Freizeitsportler, Technik-Freaks und Fachleute wie Fashion Bloggerin Petra Drissen nutzen, besprechen oder empfehlen / reden / schreiben über unser Produkt
  3. Lead Users / Creators  setzen die Trends. Sind auch Personen oder Unternehmen welche unser Produkt innovativ einsetzen. Sie können auch Verbesserungen oder kleine Modifikation an unserer Maschine anbringen, welche wir später in unser Produkt integrieren.

Die obigen 3 Kategorien überschneiden sich zu einem gewissen Grade. [/su_box]
Es ist klar, dass ein George Clooney oder Jürgen Klopp (Opel) als Markenfürsprecher nicht unbedingt die kostengünstigste Variante ist (siehe auch Video ganz unten zum Fall Nespresso).
Meinungsbildner werden immer wichtiger. Sie sind auch ein Teil des Word-of-Mouth Marketing, d.h. wo Freunde es an Freunde oder Bekannte weitergeben.
Wenn der Bekannte eine Kaffeemaschine kaufen möchte, fragt er vielleicht was ich habe und ob ich zufrieden bin. Vielleicht sage ich ihm ja, dass ich eine Jura nutze. Wobei neben dem tollen Kaffee auch der Service am Telefon – bei Fragen telefoniere ich mit Frau Meister und es klappt – lobenswert ist.
Vielleicht kauft dann mein Kollege auch eine solche Maschine. Das ist in meinem Falle schon einige Male passiert.

2. Influencer Marketing für Capital Goods

Influencer Marketing für ein Investitionsgut (Capital Good) ist ein spezielles Paar Schuhe. Anders ausgedrückt, wie sich Einkäufer oder Ingenieure von Influencern beeinflussen lassen im Bereiche Landmaschinenverkauf, ist sicherlich speziell.
Da scheint es einfacher den Familienvater zu beeinflussen, was die Wahl der Zahnpasta oder des Waschmittels für die Familie betrifft.

30 verschiedene Damenschuhe: Jeder Typ in 20 Farben.

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Auch haben die oben erwähnten Produkte – Landmaschine oder Zahnpasta – ganz andere Zielgruppen. Ausser vielleicht noch Autos, Motorräder, usw. werden Investitionsgüter kaum über Instagram beworben.
Die Tabelle unten zeigt 3 wichtige Faktoren, die es ebenfalls gilt zu berücksichtigen, wenn wir mit Influencers arbeiten möchten.
[su_box title=“Influencer Marketing: 3 Faktoren, die den Unterschied machen“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]
3 Faktoren beeinflussen, wie wir mit welcher Kategorie von Influencer zusammen arbeiten:

  • Produkt – für ein Elektro Auto empfiehlt es sich vielleicht einen Kunden als Brand Advocate einzusetzen.
  • Zielgruppe – Anhand von Gender, Alter, Beruf, usw. Hier stellt sich dann heraus, ob wir uns einen Neymar leisten wollen / können, oder wegen dem Wirkungsgrad und Preis den Junioren Fußballer von Borussia Dortmund vorziehen?
  • Kanal – Fernsehwerbung können wir sicher mit George Clooney als Markenfürsprecher machen. Auf Social Media Kanälen ist sein Influencer Impakt aber erwiesenermaßen eher bescheiden (siehe 3. Resonanz für den TV Werbespot heisst nicht wir bekommen auch Resonanz auf Social Media).

[/su_box]

3. Wirkungsgrad Quo Vadis?

Glauben wir der Studie – mit Grafik unten zu sehen – dann lassen sich 14 bis 29-Jährige eher von Influencers beeinflussen als andere Menschen.
Doch bei Umfragen sind die Angaben nicht unbedingt vergleichbar mit der Realität. Ich sage vielleicht Ja, um nicht uncool zu erscheinen (i.e. unsere Studie wird zu einem Opfer von Social Desirability Bias).

Die Studie insinuiert Kausalität ohne für diese zu testen. Die Formulierung der Frage führt zu einem Halo Effekt, wobei einige der Teilnehmer mit Ja antworten weil sie denken, das wird gewünscht, ist cool. Nebenbei ist unklar wie lange nach Ansicht des YouTube Videos der Einfluss war der zum Einkauf führte. Wegen eines Videos oder Instagram Fotos bin ich also 2 Wochen später hingegangen und habe im Laden oder Online eine Kaffeemaschine gekauft im Wert von 800 Euro? PS. der Durchschnitt der Teenies sieht mehr als 10 Videoclips und sicherlich 20 Instagram Updates pro Tag). D.h. wie wichtig sind solche Videos und Updates. Sind vielleicht andere Faktoren wichtiger und haben Sie mehr beeinflusst als das Video oder die Instagram Foto?

Die Studie insinuiert Kausalität ohne für diese zu testen. Die Formulierung der Frage führt zu einem Halo Effekt. Das heißt, einige Teilnehmer werden alleine deshalb diese Frage mit Ja beantworten, weil sie denken, dass ist die erwünschte Antwort…. oder es ist ganz einfach cool.


Die obige Studie resultiert in mehr Fragen, als das diese Antworten gibt.
Ich gebe sofort zu, dass ich mich von einem Fußballstar in meiner Auswahl von Fußballschuhen beeinflussen lasse. Kaufe ich dann wirklich diesen Schuh?
Wenn ein Mädchen oder ein Knabe einen Fußballschuh kauft, dann spielen diese 3 Kriterien eine Rolle:

  1. Looks: Sieht der Schuh gut aus…. hier kann es sein, dass der Kunde von einem Influencer beeinflusst ist in Sachen, was er cool findet. Aber schon bei Kriterium 2 kann es passieren, dass der vom Influencer empfohlene Schuh aus der engeren Auswahl ausscheidet.
  2. Sitzt perfekt: Der Schuh muss perfekt sitzen (d.h. er tut auch nicht weh). Ansonsten kann ich weder schmerzfrei Fußball spielen noch die heiß ersehnten Tore schießen.
  3. Lieblingsfarbe: Die Farbe muss stimmen (mein Sohn mag z.B. nicht unbedingt die Farbe Rosa).

Ähnliche Kriterien nutzen wir alle, wenn wir Halbschuhe oder Schuhe mit Stilettos kaufen. Vielleicht sind die obigen Kriterien ein wenig anders arrangiert. Aber sie können unter Umständen den Einfluss eines Influencer zunichte machen.
Interessant:
Deutscher Marketing Tag 2017 vom Deutschen Marketing Verband  Download Programm (PDF Datei, 2.9MB)

3. Schlussfolgerungen: Mit diskutieren

Alle sagen Influencer Marketing funktioniert.
Darauf habe ich sogleich zwei Fragen die Sie hoffentlich beantworten können, denn Ihre Meinung interessiert mich sehr:

  • Wie messen Sie die Effektivität von Influencer Kampagnen?
  • Welche Erfahrungen haben Sie mit Influencers in Ihrer Branche gemacht?

Hier noch 3 Tipps wie Sie für die Sie relevanten Kennzahlen im Influencer Marketing entwickeln können
[su_box title=“Wirkungsgrad von Influencer Marketing: 3 Fragen, um der Sache auf den Grund zu gehen“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]
1.  Aussagekräftige Kennzahlen: Views machen es noch nicht aus. Mehr Newsletter Abonnenten sind schon ein besserer Indikator eines gewissen Erfolges dank dem Influencer Marketing.
2. Kontrolle möglicher anderer Effekte, die zum Kauf geführt haben: 10’000 Clicks auf das Influencer Foto mit unserem T-Shirt sind toll. Auch 50 weitere Instagram Users, welche ein Foto von sich im neuen, von uns verkauften T-Shirt posten, ist sehr gut.
Aber wie können wir sicher sein, dass diese Leute das neue Kleidungsstück nicht sowieso gekauft hätten, auch ohne den Instagram Post einer Influencerin?
3. Influencer Marketing kann helfen unsere Bekanntheit zu verbessern: Jürgen Klopp’s Arbeit als Brand Ambassador für Opel kann zu Folge haben, dass ich die Marke in mein Set der möglichen Alternativen für einen Neuwagen mit einbeziehe. Könnte sein, dass ich ohne ihn die Marke schlichtweg als nicht witzig oder cool genug empfinde. Ohne ihn als Markenbotschafter würde ich vielleicht Opel gar nicht in mein 5-er Set der engeren Wahl einbeziehen.
Aber bei Verbrauchsgütern wie Bleistiften, Toilettenpapier, Käse, Handtüchern oder Bettwäsche ist diese Wirkung dank Influencer Marketing eher fraglich.
[/su_box]
Das Obige zeigt, eine Kausalität zwischen Influencer Marketing in Social Networks und besseren Verkaufszahlen zu insinuieren, ist einfach.
Diese Kausalität aber zu demonstrieren, ist eine Herkules Aufgabe.

George Clooney und Jürgen Kloop „to the rescue“?

George Clooney als Nespresso Brand Advocate ist etwas in den Hintergrund getreten. In dem Brand Image Video unten spricht er nur noch den ihm vorgegebenen Text.
Der Kaffeebauer Humberto steht dabei im Mittelpunkt der Story.
Nespresso Brand Managers sind der Meinung, dass die Aluminium Kapseln die beste Lösung seien, z.B. im Vergleich zu biologisch abbaubaren Kapseln (siehe Ethical Coffee Company, deren Kapseln sich in ca. 8 Monaten zersetzen). Zwei Gründe führt Néstlé an, warum Aluminium Kapseln die beste Lösung sind:

  1. Es sei das beste Material, sodass die köstlichen Aromen erhalten bleiben, und
  2. das Aluminium lässt sich endlos recyclen.

Nespresso Kunden: Bitte Hand aufs Herz

Das stimmt sicherlich…. doch ist das alles umweltfreundlich?
Wieviele Kunden haben Sie schon mit eigenen Augen gesehen, die deren leere Kapseln in den Nespresso Store gebracht haben?
Was denken Sie, wieviele sind es am Tag? Ihre Schätzung in einem Kommentar unten.
Aber sicher doch, die restlichen Kunden retournieren deren gebrauchte Kapseln mit der Post.
Haben Sie schon einmal ihre gebrauchten Nespresso Kapseln retourniert für das Recycling?

Offenlegung: Der Autor gibt an, dass keine der hier genannten Brands oder Unternehmen Kunden sind. Es ergeben sich somit keine Interessenkonflikte hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation.

Wie sprechen wir junge Talente an. Funktioniert unsere Strategie im Rekrutierungsbereich? | Urheber: Eugenio Marongiu | Fotolia #95011937

In Kürze: Helfen Webinhalte die Marke zu stärken?
Wie verbessern wir das Personalmarketing?
Unser Faktencheck bringt Licht ins Dunkel.
Update 2017-06-21 DrKPI BlogRank: Die Besten Corporate HR-Blogs

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Weiterer brisanter Lesestoff:

Warum Ziele keine Strategie ausmachen

Im täglichen Sprachgebrauch nutzen wir das Wort Strategie sehr oft.  Von der Preisstrategie über die Content Strategie im Marketing oder aber die Verkaufsstrategie.
Doch Michael Porter – ein Fachmann für Strategie – findet das wir in den meisten Fällen eigentlich von Planung und nicht Strategie reden. Er hat dabei viele Beispiele welche er in Büchern braucht, bei seinen vielen Auftritten oder an einer seiner Vorlesungen an der Harvard Business School.
Zum Beispiel, die Idee das beste Produkt X herzustellen ist sicherlich ein guter Plan. Doch laut Michael Porter hat dies wenig mit einer Strategie zu tun.
Im Prinzip befasst sich eine Strategie mit den Alleinstellungsmerkmalen oder Unique Selling Propositions (USPs). Hier einige Beispiele der USPs die unsere Ausbildung für Schüler auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz attraktiv machen können:

      • 98% unserer Auszubildenden bestehen die Abschlussprüfung, UND
      • 87% von unseren Absolventen bestehen die Schlussprüfung mit der Note „sehr gut“.

Dies könnten 2 USPs sein die aufzeigen, dass wir bei uns die Ausbildung sehr ernst nehmen. Dabei kann, z.B. die Webseite Inhalte bringen, die dies auf praktische Weise illustrieren für die Zielgruppe – Schüler die einen Ausbildungsplatz suchen. Alpiq Intec macht dies z.B. hier:

      1. Endspurt für die Lehrabschlussprüfung 2016
      2. Zwischenprüfung bei Alpiq InTec (das bringt den Lernenden sehr viel…)

Solche Beiträge machen es für Interessenten einfacher, solche wichtigen Informationen zur Ausbildung, dem Praktikum, usw. in unserem Unternehmen zu finden.
Ebenfalls muss dem Team klar sein, inwiefern diese Aktivitäten helfen, unsere einzigartigen Vorteile (unique advantages) zu stärken oder vor unserer Konkurrenz zu schützen.
Z.B. wie kann Content Marketing helfen, noch mehr gute qualifizierte und motivierte Bewerbungen zu erhalten?
Dabei müssen wir klar ausformulieren, wie Inhalte auf der Webseite oder Updates auf Social Media helfen diese Vorteile besser rüber zu bringen.

Beispiel: Employer Branding bringt was, aber nur dann, wenn … ?

Die Vorgabe aus der Führungsetage lautet, den Umsatz für die nächsten 3 Jahre um jährlich 5% zu erhöhen. Das hatte in diesem Falle zu Folge, dass Ausbildungsplätze und Praktikumsplätze  um rund 7% im Jahr ansteigen würden. Ebenfalls sollte die Übernahmequote der Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss von 82% auf 87% erhöht werden.
Konkret müssen die Inhalte auf Webseiten und Aktivitäten im Social Media Bereich wie folgt überprüft werden:

      1. Wie können unsere Erfolge in der Ausbildung noch besser an die Zielgruppe kommuniziert werden, sodass die Bekanntheit der Marke als Ausbildner überregional gestärkt wird.
      2. Wie kann Content Marketing helfen die Anzahl von qualifizierten Schülern / Studenten eingereichten Bewerbungen zu steigern?
      3. Wie können wir dank effektiverer Online Kommunikation, die Akzeptanz der von uns an Bewerber offerierten Ausbildungsverträge, oder Übernahmeangebote nach Lehrabschluss, erhöhen?

Der Azubi oder Trainee Blog oder die Webseite Karriere muss helfen, die für uns gesteckten Ziele schnell zu erreichen. Ganz spezifisch geht es darum,  inwiefern Content Marketing hilft, unsere Leistungen zu verbessern. Das diese in Verbindung zu den Unternehmenszielen (z.B. Verkauf) gebraucht werden müssen versteht sich.
Wie Volker Mayer in seinem Blogeintrag gut aufzeigt, und mir in einem Kommentar erklärt gibt es sicherlich 2 grosse Herausforderungen denen wir uns stellen müssen:

…von der Erstansprache potenzieller Berufseinsteiger bis zur vollwertigen Ausfüllung eines Arbeitsplatzes können ca. fünf Jahre vergehen.
… Korrelationen beschränken sich daher – wenn überhaupt möglich – auf ausbildungs-interne Überlegungen; die notwendige Verbindung mit Finanzdaten bleibt aus; der Beitrag der Berufsausbildung zum unternehmerischen Erfolg damit auch!

Den Beitrag der Berufsausbildung nicht mit dem unternehmerischen Erfolg zu verbinden, dass macht es schwierig zu demonstrieren, wieviel solche Leistungen zum Erfolg des Unternehmens beitragen.  Dies umso mehr, da Ausbildung eine langfristige Investition ist welche geplant werden muss.

Markenimage & Markenstaerke müssen wir im Recruiting nutzen. | Urheber DrKPI® und peshkov | DrKPI 92836831

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[su_box title=“4 Punkte Checkliste: Definition unser Strategie in der Ausbildung – Employer Branding und Recruiting“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]

1. Welches ist unsere Zielgruppe?

Wen will ich ansprechen (Alter, Geschlecht, Sprache, Region, Interessen / Beruf, usw.).
Repräsentieren meine Auszubildenden diese Zielgruppe?
Tipp:  Ein Polymechaniker hat oft andere Interessen und persönliche Charakteristiken als eine Physiklaborantin oder eine Lastwagenfahrerin. Das muss beim Recruiting berücksichtigt werden, falls wir solche unterschiedliche Zielgruppen ausbilden.

2. Was sind unsere Alleinstellungsmerkmale (Unique Selling Propositions oder USPs) in der Ausbildung?

Energielieferant X ermöglicht es Schülern einen attraktiven Ausbildungsplatz in abgelegenen Gebieten zu erhalten (z.B. Bergregion, Nordseeinsel, usw.).
Tipp:  In abgelegenen Gebieten kann oftmals ein Teil der Ausbildung in der Filiale gemacht werden. Der Rest in einer grösseren Filiale oder am Hauptsitz – inklusive Unterbringung im Lehrlingsheim.
Diese zukünftigen Fachkräfte stellen ein Pool der oft dringend benötigten Arbeitskräfte für die Filiale in der Randregion dar.

3.  Welche Ressourcen nutzen wir zur effektiven Umsetzung der Alleinstellungsmerkmale (USPs)?

Ikea stellt weder Einzelstücke noch Kleinserien für seine Produkte her. Die attraktiven „Economies of Scale“ ermöglichen es Ikea, Produkte zu attraktive Preisen anzubieten
PS. Im Geschäftsjahr 2015/2016 hatte Ikea weltweit 34.2 Mrd. € Umsatz.  Davon 4.75 Mrd. € auf seinem grössten Einzelmarkt, DE. Der Gewinn weltweit war 4.2 Mrd. €.
Im Ausbildungsbereich heisst dies, bilden wir auf zu vielen Berufen aus, können wir kaum ein „Economies of Scale“ erreichen. Wenn wir uns auf ein paar konzentrieren in denen wir ausbilden, kann sich dies positiv auf die Qualität der Ausbildung auswirken.
Tipp:  Ausbildner müssen die notwendigen Ressourcen erhalten. Neben didaktischen Schlüsselqualifikationen braucht ein Ausbildner oder Ausbildnerin auch Zeit, um Lehrlinge betreuen zu können. Ohne die richtigen Werkzeuge, kann weder ein Chirurg noch eine Fachfrau/Fachmann Gesundheit die Arbeit fachgerecht ausführen.

4. Wie schützen oder verteidigen wir diese Vorteile, ja bauen diese vielleicht sogar aus?

Hier sind einige Möglichkeiten:

  • Ausbildner didaktisch noch besser schulen;
  • Ausbildner mindestens 2 Std. anstatt 1 Std. je Woche mit dem ihnen zugeteilten Lehrling arbeiten
  • Arbeit der Ausbildnerin in deren halbjährlichen Mitarbeitergespräch einfliessen, d.h. mit bewertet werden. Z.B. wie erfolgreich waren die dem Ausbildner zugeteilten Auszubildenden in der Schule, beim Lehrabschluss, usw.
    Das steigert die Karriereaussichten der Lehrlinge und macht eine Ausbildung beim Unternehmen noch attraktiver.

Die obigen Punkte zeigen aber auch der Ausbildnerin, dass ihre Leistung geschätzt wird.
Die Gefahr besteht leider, dass wir zwar Ausbildner wollen und brauchen, aber neben Herzblut von solchen Fachkräften viel zusätzlich nicht honorierten Einsatz erwarten.
Deren Wertschätzung bleibt dabei oft auf der Strecke.
Tipp:  Die Resultate unserer Ausbildung müssen auf der Webseite kommuniziert werden. Unsere Vorteile müssen gestärkt werden. Dabei ist die einfache und schnelle Auffindung dieser Webinhalte über Suchmaschinen Pflicht.  [/su_box]

4 Schritte zur besseren Kommunikation auf der Karriere Webseite | Urheber: DrKPI®

4 Schritte zur besseren Kommunikation auf der Karriere Webseite | Urheber: DrKPI®

Steter Tropfen höhlt den Stein

Manchmal hilft es auch wenn wir mehrere Einträge zu einem Thema machen. Zum Beispiel Tipps zum Thema Prüfungsvorbereitung. Diese sind immer wieder hochaktuell, denn jedes Jahr finden Prüfungen statt.
Manchmal muss jemand aus der Zielgruppe auch mehrmals etwas zum Thema lesen, bevor er oder sie von etwas überzeugt ist.
Aus der Forschung wissen wir, dass Menschen auf mehrmalige Exposure positiv reagieren. Dass heisst:

  • mehr „exposure“ = desto mehr wir etwas sehen, desto eher denken wir es ist ein schönes Bild, gutes Produkt, usw.

Zajonc, Robert (1968).  Attitudinal effects of mere exposure, Journal of Personality and Social Psychology, 9, S. 1-27.
Da hilft es natürlich auch wenn wir ein Thema aus dem Ausbildungsbereich mehrmals diskutieren. Ein gutes Beispiel is wie man sich auf eine Prüfung vorbereitet. Tipps zu diesem Thema sind sicherlich jedes Jahr populär.
Ebenfalls kann der Beschrieb wie der Betrieb eine Zwischenprüfung nutzt um zu überprüfen ob Auszubildende das notwendige Leistungsniveau erreicht hat. Die Resultate sagen aber auch dem Ausbildner, wo die Person im Ausbildungsprogramm vielleicht noch spezielle Betreuung braucht um die erforderlichen Ziele zu erreichen.
Es ist auch bekannt, dass wenn man öfters Mitteilungen über eine Firma und deren Ausbildungsprogramme liest, wir das Unternehmen und seine Marke eher positiv beurteilen. Das heisst, Schüler sehen diese Firmen eher als möglicher Ort für eine Ausbildung.
Karl K. Szpunar, E. Glenn Schellenberg, and Patricia Plinar, “Liking and Memory for Musical Stimuli as a Function of Exposure,” Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition, 30 (2004), 370-381. 12
Wahrnehmung (Awareness) der Marke, d.h. kennen wir die Marke. Dies ist auch vom Brand Buzz (d.h. haben die Leute schon was gehört über diesen Brand oder diesen Club) abhängig.
Die Einstellung und Wahrnehmung entwickelt sich am ehesten positiv, wenn man die Dinge nicht zu oft sieht oder nicht zu oft einen Werbespot serviert bekommt.
Overexposure ist natürlich nicht zu empfehlen (erklärt Cutting James sehr eloquent).

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: HR-Blogs: Ohne Strategie klappt es nicht
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

    1. Wie nutzen Sie Personalmarketing im Online Bereich? Schaffen Sie es #BrandBuzz zu kreieren?
    2. Wie nutzen Sie Hashtags in ihrem Marketing (z.B. #Azubi #Ausbildung #MINT #skills)?
    3. Welches sind die USPs Ihres Betriebes für Schüler welche einen Ausbildungsplatz suchen?
    4. Wie messen Sie die Erfolge mit Ihrem Content Marketing im Recruiting Bereich?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werden.

Tabelle 1: 3 SEO Fehler die Profis nicht machen

===>   siehe auch Tabelle 2 (ab 20 Juni, 2017)

Problematik Resultat
1.1  Die Einstellung wurde so gesetzt, dass Webseite von Suchmaschinen nicht indexiert werden darf.
PS. Robots.txt Datei richtig aufgesetzt.
Diese Einstellung ermöglicht es der Suchmaschine nicht, die Einträge nach Datum, Fachgebiet, etc. einzuordnen.
Das verhindert das Auftauchen der Einträge in den organischen Suchresultaten (z.B. IxQuick) der NutzerInnen von einer Suchmaschine.
Auch der #DrKPI #BlogRank kann diese Einträge nicht erfassen.
1.2  Texteinträge auf der Webseite oder dem Blog sind nicht mit einem Datum versehen. Suchmaschinen können die News nicht nach Datum einordnen.
Da die neueren Einträge in Suchresultaten besser platziert sind als alte, geniessen unsere neuen Einträge diesen Vorteil nicht bei z.B. DuckDuckGo.
1.3  Die Webseite ist hinter Java-Script versteckt oder viel Java Script wird genutzt um die Webseite zu zeigen. 1. Google schreibt, viel Java oder Ajax Script auf einer Webseite macht es für seine Crawler nicht einfach, die Seite vollständig und korrekt zu indexieren.
2. Besucher via Smartphone bekommen eine relative langsame Webseite da das CPU der Geräte stärker beansprucht wird als bei z.B. CSS Code.
Grosse CPU Beanspruchung steigert den Stromverbrauch und verkürzt die Nutzungsdauer der Batterie.

Suche auf Google – Einträge zu DrKPI vom letzten Monat – Einstellungsbeispiel – check it out !

Kosten – Nutzen Analyse

Hier noch einige interessante Daten, wieviel auszubildende Betriebe aus der Ausbildung von Lehrlingen (beruflichen Grundbildung) im Schnitt realisieren – Nettoerträge.
Quelle für die Grafik links im Image unten: Berufsbildung in der Schweiz, Fakten und Zahlen 2017, S. 17
Quelle Grafik unten rechts im Image: Strupler und Wolter (2012, S. 56) / sowie Die Volkswirtschaft, 2014, Nr 9, S. 9

Linke Grafik: Nettoerträge für Betriebe über die gesamte Zeit der Ausbildung zur Fachkraft. Ebenfalls aufgeführt die gesparten Rekrutierungs- und Einarbeitungskosten bei Übernahme des Lehrlings nach Abschluss.

Linke Grafik: Nettoerträge für Betriebe über die gesamte Zeit der Ausbildung zur Fachkraft. Ebenfalls aufgeführt die gesparten Rekrutierungs- und Einarbeitungskosten bei Übernahme des Lehrlings nach Abschluss.

EU Datenschutz 2018 e-privacy - Was bedeutet das für Werber und Marketing Experten? | Urheber: akoppo1 | Fotolia #118430415

In Kürze. Sind die neuen europäischen Normen ein administrativer GAU?
Wie vermeiden wir Fehler, welche rigorose Strafen und Bussen zu Folge haben können?
Welche Vorteile bringt diese weitere Regulierung der Digitalisierung?
Der nachfolgende Beitrag aus unserer Reihe zum neuen Bundesdatenschutzgesetz zeigt auf, welche Dinge Marketing Fachleute berücksichtigen müssen.

Update gefällig?

Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein, bleiben Sie auf dem Laufenden und erhalten jeweils eine Reminder-Mail, sobald ein neues Thema zum EU Datenschutz, Marketing und Compliance veröffentlicht wird.
[su_box title=“Weitere wichtige News zum EU Datenschutz“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
2018 EU Datenschutz:  Marketing aufgepasst (sie sind hier)
2018 EU Datenschutz:  Personalrekrutierung oder kostenlose Pizza gefällig?
2018 EU Datenschutz: KMU, was nun?
2018 EU Datenschutz Ratgeber: Facebook Likes und DSGVO: Ist der Bewerber drogensüchtig?
2018 EU Datenschutz Compliance mit Google Analytics 
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing – September 2017
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing Trends – März 2018
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Compliance Ressource Seite – Tools, Checklisten (April 2018 regelmässige Updates)
MC Stuttgart-Heilbronn – DSGVO: Tipps
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Workshop für Marketing Fachleute – 8. März 2018
Download White Paper:  Gattiker, Urs E., Temmen, Taina, & Sinistra, Patrizia (2017-11). EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO): Was ist Sache für Marketing Manager, Geschäftsleitung und Vorstand? White Paper Serie. Düsseldorf: Deutscher Marketing Verband e.V. (DMV). Aufgerufen am 2017-12-01 auf http://MCLago.com/download/13/
[/su_box]
Am 4. Mai 2016 wurde die Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung) kundgemacht.
Die Verordnung ist in der deutschen Fassung 88 Seiten lang und hat 173 Erwägungsgründe und 99 Artikel.

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Fragen unten einfach anklicken und Sie können sogleich die Antwort lesen.

Am 10 Januar, 2017 wurde die finale Version der geplanten ePrivacy-Verordnung als offizieller Vorschlag der EU Kommission veröffentlicht. Die neue Verordnung soll die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) flankieren, die zum 25. Mai 2018 in Kraft tritt.
Als EU Verordnung ist die DS-GVO wie auch die ePrivacy-Verordnung in jedem EU-Mitgliedstaat grundsätzlich unmittelbar anwendbar. Weil sie allerdings zahlreiche Öffnungsklauseln hat, ermöglicht z.B. die DS-GVO dem nationalen Gesetzgeber gewisse Spielräume.
Deshalb ist damit zu rechnen, dass es auch noch eine Änderung der nationalen Gesetze geben wird.Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) muss bis zum 5 Mai 2018 in die jeweilige nationale Gesetzgebung einfliessen. Das DS-GVO tritt dann am 25. Mai 2018 in Kraft.

1. Grundsätzliches in der EU DS-GVO

Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO oder DSGVO) auch unter der englischen Bezeichnung General Data Protection Regulation (GDPR) bekannt kann man als das Schneidern am Datenschutz-Schirm bezeichnen.
Was einem sofort auffällt ist Artikel 6, und weitere im EU DS-GVO.
Rechtmäßigkeit der Verarbeitung. Hier eine Liste der Dinge die wir berücksichtigen müssen.
(1) Die Verarbeitung ist nur rechtmäßig, wenn mindestens eine der nachstehenden Bedingungen erfüllt ist:

a) Die betroffene Person hat ihre Einwilligung zu der Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten für einen oder mehrere bestimmte Zwecke gegeben (Artikel 7);

b) die Verarbeitung ist für die Erfüllung eines Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich, die auf Anfrage der betroffenen Person erfolgen;

c) die Verarbeitung ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich, der der Verantwortliche unterliegt;

d) die Verarbeitung ist erforderlich, um lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person zu schützen;

e) die Verarbeitung ist für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde;

f) die Verarbeitung ist zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich, sofern nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person, die den Schutz personenbezogener Daten erfordern, überwiegen, insbesondere dann, wenn es sich bei der betroffenen Person um ein Kind handelt.

Unterabsatz 1 Buchstabe f gilt nicht für die von Behörden in Erfüllung ihrer Aufgaben vorgenommene Verarbeitung.

2.  Grundsätzliches in der EU ePrivacy Verordnung

Ein Cookie (engl. für Plätzchen) ist eine winzige Textdatei. Diese ermöglicht es einer Webseite den Nutzer nach dem ersten Besuch wieder zu erkennen.
Cookies werden auf der Festplatte in einer Textdatei gespeichert. Wenn ich dann das nächste mal meinen PC und den Browser starte, wird diese Textdatei wieder aufgerufen.
Diese Cookie-Dateien sind ein wenig wie ein Gedächtnis, sodass eine Webseite mich wieder erkennt wenn ich diese besuche.
Die neue E-Privacy Verordnung von Jan 2017, sollte mit derEU-DS-GVO am 25 Mai 2018 in Kraft treten. Die neue E-Privacy Verordnung soll die bisher geltende „Cookie-Richtlinie“ ersetzen.
Künftig sollen Nutzer den Einsatz von Cookies generell über die Privatsphäre-Einstellungen ihres Webbrowsers regeln können. Der bekannte Cookie-Warn-Banner, soll mit der neuen e-Privacy Verordnung der Vergangenheit angehören.
Doch ist nicht alles so einfach wie es einem auf den ersten Blick erscheint (siehe Factsheet des Bundesverbandes der Digitalen Wirtschaft BVDW).
Die E-Privacy-Verordnung soll grundsätzlich zur Anwendung gelangen, wenn Daten von Bürgern mit Wohnsitz in der EU bearbeitet werden. Das heisst, die Verordnung ist deshalb auch für Schweizer oder USA Unternehmen von Bedeutung.
Regelmässige Updates zur ePrivacy Verordnung gibt es beim BVDW

Wohin wird uns die EU Datenschutz Veordnung und ePrivacy Verordnung führen | Urheber: Mark Lamontagne Virginia | Death To Stock Photo

Wohin wird uns die EU Datenschutz Veordnung und ePrivacy Verordnung führen | Urheber: Mark Lamontagne Virginia | Death To Stock Photo


[su_box title=“3. Checkliste EU Datenschutz 2018: 3 Punkte die es zu berücksichtigen gilt“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]

1. Nachweisbares Datenschutzmanagement: Accountability Prinzip

Wer ist zuständig für was. Wir müssen somit unsere Abläufe noch genauer dokumentieren als heute. Das heisst Prüfungs- und Protokollierung-Software wird hier eingesetzt werden müssen.
Wie das bei innovativen Marketing Anwendungen geschehen soll, wissen wir bis Mai 2018 wohl kaum im Detail.

2. Meldepflicht und Compliance: Fast alle Pannenlecks müssen gemeldet werden

In der Praxis war bis heute die Regel, dass Pannenlecks im Bereich Marketing nicht gemeldet werden mussten. Grund war, dass diese Daten gewöhnlich nicht verarbeitet wurden wie z.B. bei Banken.
Ab 2018, egal welche Kategorie von Daten wir nutzen (z.b. für das Direct Marketing), die Panne muss bei der zuständigen Datenschutzbehörde gemeldet werden !

3. Auslegung der Regelung: Zentralisierter und langsamer

Datenschutzrechtliche Fragen werden in Zukunft nicht mehr definitiv von der Landesdatenschutzbehörde behandelt.
Mit Inkrafttreten der Verordnung im Jahre 2018 wird zu solchen Fragen zukünftig nur in Brüssel abschliessend Stellung genommen.
Dieses internationale Gremium, d.h. der Europäische Datenschutzausschuss oder kurz EDSA soll dann ab 25. Mai 2018 zu Fragen eines Datenschutzbeauftragten – welche heute direkt an die Landesdatenschutzbehörde gestellt werden – abschliessend behandeln und Stellung nehmen.
Das dies mehr Zeit braucht und die Dinge komplizierter und bürokratischer machen könnte als diese heute der Fall ist, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten.
PS. Kritik gibt es auch daran, dass die Bundesbeauftragte für den Datenschutz alleinige Vertreterin für alle deutschen Datenschutzbehörden im Europäischen Datenschutzausschuss (EDSA sein soll.[/su_box]

4. Ändert sich auch die nationale Gesetzgebung in der Schweiz?

Der Schweizer Bundesrat hat der Übernahme der neuen EU-Richtlinie bereits am 31. August 2016 zugestimmt und das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) beauftragt, die zur Umsetzung der Richtlinie erforderlichen Änderungen in die Totalrevision des DSG (aus 1993) aufzunehmen.
Der Vorschlag für das revidierte schweizerische Datenschutzgesetz (DSG) wurde Ende 2016 präsentiert. Das „Motto“ ist auch hier mehr Transparenz und stärkere Kontrolle über die eigenen Daten.
Der aktuelle Entwurf ist insbesondere darauf ausgerichtet, die schweizerische Gesetzgebung der Verordnung (EU) 2016/679 anzunähern. Die Totalrevision des DSG wird folglich auch eine umfassende Revision bestimmter Bundesgesetze zur Folge haben.
Die Datenschutzgrundverordnung (EU-DS-GVO)  wie auch die e-Privacy Regulierung werden im Mai 2018  in Kraft treten. Diese ist nach Einschätzung der economiesuisse ein „Musterbeispiel für eine praxisferne und unausgegorene Regulierung“.
Die schweizerische Lobbyisten Organisation für Grossunternehmen sind der Meinung, das neue Gesetz bringe Rechtsunsicherheit und einen erheblichen administrativen Mehraufwand. Frage ist natürlich,  in wie weit der Schutz der Privatsphäre überhaupt gestärkt wird.
Zur Zeit ist noch nicht genau ersichtlich, inwiefern der schweizerische Gesetzgeber einen praktikablen Zwischenweg finden wird.
Lesenswert: Keller, Claudia & Tschudin, Miachael (2017-04). Datenschutzrecht – Wo geht es hin? CH-D Wirtschaft 1/2017. Aufgerufen 2017-05-12 auf

4. Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: 2018 EU Datenschutz: Marketing
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Wie managen Sie Datenschutz im Marketing?
  • Wie haben Sie sich auf die neue Verordnung vorbereitet?
  • Welche Checklisten und Tools nutzen Sie bei dieser Arbeit?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werde.

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Kürzlich wollte eine Agentur eine Liste von den Besten Style Bloggers. Die Frage hiess so in etwa:

Können Sie uns regelmässig die besten Style Bloggers vermitteln? Wir brauchen dazu deren Reichweite, Followers, usw.

Was ist ein gute Kennzahl?

Eine Kennzahl ist für mich nützlich, wenn ich diese verstehe. Dies bedeutet, die Definition muss ich lesen können. Dann weiss ich mehr über die Definition. Wenn diese für mich ein Buch mit 7 Siegeln ist, traue ich der Kennzahl nicht.  Gute Kennzahlen entwickeln verlangt viel Arbeit wie auch Zeit. Deshalb ist das Entwickeln von guten Kennzahlen und Rankings auch teuer  – Bsp. FT Global MBA Ranking 2017.
In diesem Beitrag diskutieren wir die folgenden 3 Punkte.

  1. 1.  Was sagt mir die Kennzahl?
  2. 2. Stimmen die Fakten = FaktenCheck
  3. 3. Hilft die Kennzahl oder ist diese nur Nabelschau in Sachen Reichweite?
  4. 4. Schlussfolgerung – Definition von Reichweite im Digital Marketing?

1. Hinterfrage alle Kennzahlen

Mit Kennzahlen kann ich viel erreichen. Doch wenn ich nicht verstehe wie diese berechnet werden, ist es schwierig diesen zu trauen. Validität (misst das Instrument was es sollte) und Reliabiliät (z.B. kann jemand dieses Ergebnis mit einer neuen Studie bestätigen) sind wichtig.
Google offeriert mir z.B. jede Woche Daten in Sachen Werbung auf YouTube, Smartphones, etc. Doch ist immer unklar, wie Google diese Daten erhoben hat. So stellen sich dem informierten Leser Fragen wie z.B.:

  • Waren dies USA Nutzer oder solche aus Deutschland?
  • Wieviele Leute wurden befragt (d.h. Grösse der Stichprobe)?
  • Welche Fragen wurden gestellt (d.h. wo kann ich die Liste der gestellten Fragen einsehen)?
  • Wurden diese Fragen Online, via Telefon oder aber in Face-to-Face Interviews den Teilnehmern gestellt?

WAS IST Validität der Daten und Räresentativität dieser Stichprobe. Kann ich Rückschlüsse auf mein Business ziehen? Wie setze ich die Erkenntnisse um?

WAS IST Validität der Daten und Räpresentativität dieser Stichprobe. Kann ich Rückschlüsse auf mein Business ziehen? Wie setze ich die Erkenntnisse um?

2. FactCheck

Die 2 Problematik ist, das wir nicht allen Zahlen oder Fakten trauen können. Ein Problem sind z.B. die gefälschten Online Besprechungen von Produkten.
Ein australischer Geschäftsmann wollte hierzu den Beweis antreten und hat ein Instagram und Twitter Konto für ein Catering Geschäft eröffnet, welches es nicht gibt. Unten ein Screenshot vom Twitter Konto welches es nicht mehr gibt.

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Er hat dabei einige schöne Fotos von Essen eingekauft auf Stockphoto. Diese toll angeschrieben mit Sprüchen (Was wir mit gefälschenten Online Bewertungen erreichen können -auf Englisch).
Falsche Produktbesprechungen oder Empfehlungen von Hotels, Büchern, Veranstaltern sind wirklich ein Problem.
Deshalb hat die UK Competition and Markets Authority (CMA) eine Untersuchung gemacht. Anhand dieser Daten weist der Regulator auf verschiedene Missstände hin (lies den Report auf UK Competition and Markets Authority (CMA) takes enforcement action against fake online reviews).
What do you need to do if you are a business whose products are being reviewed?

What do you need to do if you are a business whose products are being reviewed?


Konsumenten sollten sich hier immer die Mühe machen zu überprüfen wer was geschrieben hat basierend auf welchen Fakten. Das gleiche gilt auch für Unternehmen. Ansonsten ist man vor bösen Überraschungen nicht gefeit.

3. Reichweite & Influence: Magie oder Mogelpackung?

Die Reichweiten können verschiedenartig definiert werden. Prinzipiell sind jedoch 2 sicherlich wichtig in der Werbebranche.

  1. Qualitative Reichweite: zeigt ob, z.B. die Zeitung, die Instagram Follower / Facebook Fans, d.h. der Werbeträger den gewünschten Personenkreis erreicht (z.B. Leute welche Schminke kaufen oder Jeans).
  2. Quantitative Reichweite: Dies zeigt uns, wie viele Personen z.B. über das Wochenende mit der NZZ am Sonntag – Stil Beilageheft, dem Werbeträger, in Kontakt kommen.

Zur Diskussion steht natürlich immer die Brutto Reichweite, d.h. die Einzel Reichweiten der verschiedenen Kanäle wie z.B. Twitter oder Pinterest. Z.B. Nick hat im Image unten 813 018 Followers auf den verschiedenen Kanälen.
Doch diese wird reduziert auf die Netto-Reichweite, wobei Reichweitenüberschneidungen eliminiert werden. Das heisst, es folgt mir jemand auf Twitter und Instagram, wird dies nur 1 x gezählt.
Wieviel das beim Nick ausmacht wissen wir nicht genau. Nach ersten  Überprüfungen sind dies ca. 25 – 35%.  Damit verbleibt aber immer noch gut 500’000 – 600’000. Dies ist immer noch eine hohe Zahl im Vergleich mit der NZZ am Sonntag (ca 121’000 Ausgaben mit 450’000 Lesern davon 32’000 digitale Version).
Dabei spiel der LpC (Leser per Content) wie Zeitungsartikel/Seite, Blogeintrag, Tweet, Facebook Update  oder VpC (Viewer per Content) wie z.B. Instagram Foto eine Rolle.
Reichweiten sind wichtig, doch nicht unbedingt effektive Kennzahlen. Will heissen, wir bekommen heute eine Unzahl von bezahlten und kostenlosen Medien mit News und Inhalten. Einige sind besser, einige sind schlechter recherchiert. Doch alles was wir erhalten z.B. in der Tages-Zeitung oder aber über den Social Feed wird sicherlich nicht gelesen.
Dies ist eine Erklärung warum auch Falschmeldungen immer grössere Kreise ziehen können in Social Networks. Ein Grund  ist, dass Leute die Nachrichten im Social Feed nicht zuerst genau lesen und überprüfen, bevor sie diese weiter verbreiten.

3.1  Wie wirkungsvoll sind Influencer

Prinzipiell will ich natürlich einen „Influencer“ oder Werbeträger, der das Werbemittel (d.h. mein Produkt) dank meinen Ressourcen (Werbebudget) am wirkungsvollsten an mein Zielpublikum heranträgt.
Kürzlich las ich einen Bericht von einem meiner Lieblings Journalisten der Modebranche, Jeroen van Rooijen (2017-01-29) Mode, NZZ am Sonntag, Stil, S. 18 & 19 wo er unter anderem schrieb:

Nick Wooster, 56, ist Modeberater und hat 687 000 Follower auf Instagram… einer der Stars und Mega-Influencer der Branche…

Fohrcard behauptet ein Influencer zu sein ist ein Lifestyle. Das kann sein. Doch als Brand frage ich mich was ist Reichweite und Influence, verkauft das Produkt?

Fohrcard behauptet ein Influencer zu sein ist ein Lifestyle. Das kann sein. Doch als Brand frage ich mich: WAS IST REICHWEITE & INFLUENCE? VERKAUFT das Produkt?

Die meisten Tweets oder Re-Tweets verweisen auf Instagram. Wenn Nick Wooster einen Tweet zu seinen 47,000 Followers Retweetet, dann klicken vielleicht 0.0169% auf diesen URL wie z.B. diese Bit.ly Angaben zu den Clicks aufzeigen.

Das heisst, vielleicht 100 bis 200 der 600’000 Fans/Follower (Netto Reichweite) von Nick sehen und reagieren auf seinen Post auf Instagram, Twitter, usw.? Vielleicht sind es auch 1,000 die Kommentieren.

Beim Foto welches die Tasche mit dem Supreme Brand zeigt sind es fast 300 „Kommentare“ einige davon sind jedoch unter der Gürtellinie

Helfen Instagram "Influencers" wirklich das Image der Marke zu stärken? - Problem = z.B. obszöne oder diskriminierende Sprache.

Helfen Instagram „Influencers“ wirklich das Image der Marke zu stärken? – Problem = z.B. obszöne oder diskriminierende Sprache.


Das Foto oben von Nick ist eines mit „hohem“ Engagement gemäss Instagram. Aber 2.57 % der Followers klicken auf Like für einen Post. Ist eine solche Engagement Rate zufriedenstellend?
Wenn man noch berücksichtig das viele der Instagram Konten inaktiv sind….

4. Schlussfolgerungen: Reichweite

Rein grundsätzlich wissen wir oder sollten wenigstens die folgenden Dinge hinterfragen.
[su_box title=“Fakten überprüfen, der Wahrheit ins Auge sehen“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]

Was bedeuten diese Instagram Kennzahlen? Entweder Likes oder Kommentare beides gibt es nur für ....

Was bedeuten diese Instagram Kennzahlen? Entweder Likes oder Kommentare beides gibt es nur für ….

4.1  Reichweite, was heisst das?

Sind dies die möglichen Leser (die Welt)?
Ist mir wichtiger ob ich Likes oder Kommentare bekommen auf Instagram, warum?
Brutto Reichweiten, etc. sind Zahlenspielereien und „navel gazing metrics“. Sie bringen wenig Licht in das dunkle Wasser der Kennzahlen.

4.2  Steigert der Influencer die Bekanntheit meiner Marke / Nobelmarke?

Es kann sein das Brand Equity, Markenstärke und Markenimage mit einem Star oder Sternchen verbessert wird.
Aber wie lassen sich diese Zahlen in Beziehung zu meinem Deckungsbeitrag, Verkäufen, usw. bringen?

4.3  Bekannt wie ein bunter Hund: Wo ist das Geld für die Miete?

Bekanntheit hilft meiner Marke.
Doch wenn zu wenig Leute  in meinem Online Shop oder im Laden im Zentrum einkaufen, was dann?
Weder Miete noch Gehälter können bezahlt werden (siehe z.B. American Apparel).
Vielleicht sind viele „kleine“ oder weniger bekannte Influencer bessere Partner. Sie helfen sicherlich ebenfalls die Bekanntheit meiner Marke zu steigern.
Kleine Influencer wie Blogger kreieren die positiven Assoziationen mit meinem Produkt. Dank deren Tests, Besprechungen und Evaluationen hören viele Nutzer – hoffentlich sehr gute Dinge – über mein Produkt :-)
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Diese Beispiele zeigen, dass wir die Dinge

  • definieren was eine Kennzahl bedeutet, UND
  • die Methodik wie die Kennzahl erhoben wurde verständlich dargelegt werden kann.

Diese beiden Dinge minimieren das Risiko für Missverständnisse. Dies ist auch speziell von Interesse, wenn es um das Influencer Marketing geht: DrKPI Wissen: Was ist Influencer Marketing?.

Wieviel Einfluss hat dieser Blog? Antwort gleich hier:

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: DrKPI Wissen – Nobelmarken und Marketing: Wird Influencer Reichweite überschätzt?
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Spielt Reichweite eine Rolle für Sie?
  • Wie entscheiden Sie sich welche Plattformen für Ihren Brand am besten funktionieren?
  • Wie erreichen Sie Gelegenheitskäufer effektiv im digitalen Raum?

Offenlegung: Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 

Lesenswert

Übrigens

Wir treffen uns beim Blogger Point am 18. März in Düsseldorf.  Ich freue mich auf Ihren Besuch an unserem Stand.