Verkauf fokussiert auf den Tauschprozess, wobei der Käufer Geld für das Produkt bezahlt.
Marketing beschäftig sich mit den Werten und Bedürfnissen des Käufers welches den Kaufprozess signifikant beeinflusst.

Bewegtbild für Lehrlinge ist eine wirksamer Ansatz um Jugendliche anzusprechen.

In Kürze: Nach Teil 1 unserer Reihe zu erfolgreichem Video Marketing folgt Teil 2.
Zuvor besprachen wir hier, warum wir ein Video machen, wen und was wir erreichen wollen. Und was der beste Content für eine gelungene Social Media Marketing Strategie ist.
Nun bekommen Sie weitere besondere Tipps mit Beispielen zur Vorbereitung Ihrer Produktion.
Wir gehen ins Detail, denn auch unsere Erfahrungen als Filmcrew sind durch ein „Trail and Error“ gekennzeichnet. Die Reflexion der Projekte verhilft auch uns regelmäßig, unsere Prozesse zu optimieren. Das Lernen ist nie vorbei und wir sind motiviert!
Dieses Mal erwarten Sie vielseitige Antworten auf diese 4 Fragen (Punkte unten einfach anklicken und Sie erhalten sofort eine Antwort):

  1. 1. Welches Equipment brauchen wir?
  2. 2. Wer ist beteiligt und für was verantwortlich?
  3. 3. Und rechtliche Aspekte?
  4. 4. Wo drehen?
  5. 5. Was ist Ihre Meinung?

Mehr Informationen finden Sie auch hier:
[su_box title=“Wie ein erfolgreiches Marketing Video produzieren?“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
Video Marketing: 4 Tipps zur Content Optimierung
Video Marketing: 4 Tipps, um Probleme zu vermeiden (Sie sind hier)
Video Marketing: 4 Geheimnisse, die Experten selten verraten
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Lesen Sie den englischen Beitrag hier.
Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein und erhalten Sie weitere wichtige Tipps, wie Sie ein erfolgreiches Marketing Video produzieren.

1. Welches Equipment brauchen wir?

Die Technik

Die Kamera, klar! Doch vergessen Sie nicht, dass auch Licht und Ton eine essentielle Rolle spielen. Denn diese beiden Komponenten werden viel zu oft unterschätzt.
Ein Movie lässt sich heute auch professionell mit der integrierten iPhone-Kamera drehen. Die Bildqualität an sich lässt kaum zu wünschen übrig. Aufnahme outdoor sind bei sonnigen Tagen (beste natürliche Lichtverhältnisse) dann gar kein Problem.
Doch achten Sie unbedingt darauf, hier ein professionelles Mikrofon einzusetzen, denn ohne dieses kann ein Video so gut aussehen wie es will, es wirkt amateurhaft, wenn Sie sich nicht um die Akustik kümmern.
Das Video kann auch im Tonstudio nach-synchronisiert werden. Dies ist oft jedoch noch schwieriger und erfordert noch mehr technisches Know-How und eine erfahrene Stimme hinter dem Aufnahmegerät.
Arbeiten Sie drinnen, reicht das Licht, das durch die Fenster kommt, oft nicht aus und das Bild ist zu dunkel. Auch dann bekommen Sie Aufnahmen, die unprofessionell wirken.
Professionelle Scheinwerfer sind fast immer ein Muss in diesem Fall, denn auch das künstliche Licht in den meisten Räumen reicht dann nicht aus, um Raum sowie Personen und gefilmte Objekte auf eine sinnvolle Weise auszuleuchten.

3 Scheinwerfer brauch es meistens: Diese Standardsituation zeigt Ihnen, wie Sie in Ihrem Video eine professionelle Belichtung schaffen.

3 Scheinwerfer brauch es meistens: Diese Standardsituation zeigt Ihnen, wie Sie in Ihrem Video eine professionelle Belichtung schaffen.


Noch besser werden die Aufnahmen natürlich mit einer Filmkamera oder einem guten Camcorder, wie wir sie bei DrKPI benutzen, z.B. die P2HD-Lösungen von Panasonic.
Beachten Sie hier, dass ein solches Gerät meistens mehr Zubehör erfordert wie das Stativ, das Speichermedium oder je nach dem auch Kompatibilitätslösungen zur Übertragung von Daten.
Zudem erfordert eine Profi-Kamera auch ein gewisses technisches Know-How. Sie wollen schließlich keine verwackelten, zu dunklen oder überbelichteten Aufnahmen, die einfach nicht gut wirken.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser Frage eine besondere Gewichtung zukommt, denn hier dreht sich alles um ein Wort und dieses ist „Professionalität“.
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Tip

Scheinwerfer und iPhone sind das Minimum. Auch solch eine Produktion kann erfolgreich sein. Benutzen Sie in diesem Fall aber beispielsweise ein Accessoire zur Stabilisierung Ihres iPhones beim Filmen. Denn verwackelte Bilder wirken einfach unprofessionell.
Konsultieren Sie danach einen Profi, um Ihre Aufnahmen mit diesem zu besprechen und zu sehen, ob daraus ein kleine Marketing Film zusammengeschnitten werden kann.[/su_note]
Hier noch eine kleine Liste, die Ihnen zusätzlich weiterhelfen kann:

  • Equipment-Checkliste schreiben, damit Sie den Überblick behalten.
  • Fahrzeuge und Parkmöglichkeiten?
  • Anschlüsse und Adapter (Kompatibilität im Ausland?)
  • Lagermöglichkeiten für Equipment, um Logistik zu vereinfachen?
  • Special Equipment: Drohnen, Dolly, Schienen für Kamera, etc.?
Mehr als nur der technische Kram

Wenn Sie mit einem Kamerateam zusammenarbeiten, können Sie diese Aufgaben den Profis überlassen. Sie haben mehr Zeit, sich den Kopf über andere Dinge zu zerbrechen, wie z.B.:

  • Welche Requisiten brauche ich?
  • Welche Kleidung sollen die im Video gezeigten Personen tragen?
  • Ist an den Drehtagen für Verpflegung gesorgt?

Für LomMedical (für mehr Infos hier klicken) haben wir beispielsweise die besagte innovative Sicherheitsspritze mit automatischer Retraktion für den einmaligen Gebrauch mit ins Bild genommen.

Natürlich mussten wir darauf achten, dass das Bild nicht überladen ist, sondern zur neutral-fachlichen, informativen Tonalität des Investoren-Videos passt: Auf Blumen und andere Tischdekoration haben deshalb verzichtet. In anderen Projekten wären diese vielleicht gar nicht schlecht.
Das Beispiel oben zeigt übrigens auch, was passieren kann, wenn es vor den Dreharbeiten keine Möglichkeit gibt, eine Lichtprobe vor Ort durchzuführen.
Dieser war schlecht beleuchtet; die Fenster waren am Ende des langen und schmalen Raums, sodass wir auch mit Scheinwerfern leider nicht das Optimum aus dem Bild herausholen…
Lassen Sie sich von Kameramann und Regisseur (visuelle Kompetenz) beraten, welche Kleidung Sie brauchen. Denken Sie dabei unbedingt auch an das Corporate Design, das in die Wahl mit einfließen muss.
Auch über Speisen und Trunk sollten Sie sich Gedanken machen, insbesondere wenn Sie einen langen Drehtag vor sich haben.
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Tip

Wenn Sie Fotos von den Dreharbeiten auf Facebook, Instagram und Co. posten wollen (und das sollten Sie!), oder – noch besser – wenn Sie ein kleines Making-Of von den Dreharbeiten zusammenschneiden wollen,  achten Sie darauf:
Gläser, Flaschen, Teller etc. gehören mit zu den „Requisiten“. Denken Sie über den repräsentativen Charakter dieser Dinge auch ein wenig nach, es lohnt sich meistens.[/su_note]

2. Wer ist beteiligt und wer für was verantwortlich?

Hier können wir uns fragen,

  1. wen wir vor der Kamera einsetzen und
  2. wen wir hinter den Kulissen brauchen.

Influencer, CEO oder ein Mitarbeiter „wie du und ich“? Die falsche Wahl kann das Video ruinieren.
Auch hinter den Kulissen kann es Probleme geben, wenn die Kompetenzfelder nicht klar verteilt sind. Expertise ist in allen Gebieten gefragt. Einen Film selbst zu drehen gestaltet sich daher oft schwierig.

Alle Beteiligten sind am Drehtag anwesend (von L nach R): Peter Johann, CEO von Lumendi Ltd.; Corina Rieflin, zuständig für Investor Relations bei Lumendi; Patrizia Sinistra, Kamera und Schnitt bei DrKPI; Urs E. Gattiker, Produzent und Regisseur von DrKPI.


Beispielsweise kann ein Beauftragter des Unternehmens selbst die organisatorischen Aufgaben eines Produzenten übernehmen, er wird aber nicht zwingend das technische Know-How haben, um Kamera, Licht und Ton richtig einzusetzen.
Es wäre frustrierend, erst während oder nach den Dreharbeiten festzustellen, dass die Aufnahmen einfach nicht gut aussehen. Dann wird vielleicht auch der beauftragte Cutter von Extern sagen, dass das Material einfach nicht verwendbar ist.
Und Sie bleiben auf den Produktionskosten sitzen.
Wir müssen uns also vor den ersten praktischen Schritten Gedanken machen und alle Beteiligten von Anfang an in die Planung miteinbeziehen. Dazu gehören:

  • Schauspieler/innen, Sprecher, Statisten etc. (vor der Kamera), sowie
  • Produzent/in,
  • Regisseur/in,
  • Kamerafrau/mann,
  • Experten für Licht und Ton,
  • evtl. Zuständige für rechtliche Fragen,
  • Finanz-Beauftragte
  • Cutter/in und
  • Marketing-Beauftragte, plus ggf. die externe Werbe-Agentur.

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Tip

Es muss ein aktiver Austausch stattfinden und die Kommunikation muss sowohl intern als auch zu externen Beteiligten funktionieren, damit alle von Beginn an mitdenken. So kann sich ein Cutter schon vor den Dreharbeiten das benötigte Material ansehen (z.B. Logos und CD) und sich Gedanken über die Animation machen.[/su_note]

3. Und rechtliche Aspekte?

Verträge sollten mit allen Beteiligten abgeschlossen werden. Insbesondere bezüglich der Personenrechte müssen Sie Einwilligungen derjenigen Personen, die vor der Kamera zu sehen sind, einholen.
Sollten Sie Ihr Marketing Video im Freien drehen, benötigen Sie eventuell Statisten. Achten Sie darauf, dass Sie keine Personen filmen, die nicht gefilmt werden wollen. Erkundigen Sie sich in diesem Fall auch unbedingt bei der Stadt nach einer Drehgenehmigung, damit es keine Probleme gibt.
Falls Sie eine bestimmte Location bevorzugen, brauchen Sie vielleicht auch eine schriftliche Nutzungserlaubnis für die betreffenden Räumlichkeiten. Achten Sie hier darauf, dass man im Hintergrund nichts zu sehen ist, dass nicht gezeigt werden soll, beispielsweise Markennamen oder Logos.
Dies kann sich natürlich ändern, wenn die Abgeltung dadurch geregelt ist, dass der Raum für den Dreh gesponsert wird.
Zuletzt müssen Sie sich noch um Unfall-, Haftpflicht- und Ausfallversicherungen kümmern.
Erst dann sind Sie rechtlich umfassend abgesichert. Ärgerlich wäre es, wenn Sie das fertige Video nicht veröffentlichen können, weil Sie mit diesem unwillentlich z.B. Personenrechte verletzen…
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Tip

Beginnen Sie mit einer Aufzählung aller Verschriftlichungen, die Sie (vielleicht) brauchen werden. Vorerst besser davon ausgehen, dass Sie mehr benötigen, als Sie dann tatsächlich drucken werden.[/su_note]

4. Wo drehen?

Haben Sie eine Idee, die zu Ihrem Video passt, d.h. einen Ort, der eine bestimmte Atmosphäre hat oder Ihre Philosophie sehr gut widerspiegeln kann, testen Sie unbedingt vor dem Dreh die Lichtverhältnisse und die Akustik vor Ort.
Gegebenenfalls müssen Sie dementsprechend entweder Ihr Equipment erweitern (z.B. mehr Scheinwerfer, Windschutz für das Mikrofon, etc.) oder aber die Ortswahl noch einmal überdenken.
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Tip

Achten Sie auch unbedingt auf den Wetterbericht. Planen Sie hier eventuell einen Alternativtermin ein, damit der Dreh nicht wortwörtlich ins Wasser fällt.[/su_note]
Die Veröffentlichung des Videos kann sich um Wochen verzögern, wenn Sie erst dann beginnen einen neuen Termin zu suchen, an dem alle Beteiligten Zeit haben…
Wollen Sie uns auch Ihre Meinung zum Thema weitergeben? Haben diese Tipps geholfen? Hinterlassen Sie unten einen Kommentar. Oder lesen Sie gleich hier Teil 3 (folgt in Kürze) und erhalten Sie mehr Antworten zu wichtigen Fragen bei der Vorbereitung von Ihrem Marketing Video.

5. Was ist Ihre Meinung?

Bei unseren Produktionen ereilen uns oft Aha-Erlebnisse, die wir hier als unsere „Geheimtipps“ mit Ihnen teilen wollen. Wir hoffen, dass auch Sie etwas davon haben und Ihre Prozessabläufe ebenfalls optimieren können.

  • Hatten Sie selbst schon einmal ein solches Aha-Erlebnis? Wir lernen gerne dazu! Verraten Sie uns und unseren Lesern doch ihren persönlichen Tipp.
  • Haben Sie bereits Erfahrungen mit Video Marketing gemacht? Positive oder negative? Was würden Sie beim nächsten Projekt anders und vielleicht besser machen?
  • Sind Sie interessiert daran ein Video für das eigene Unternehmen, ein Event oder ein passendes Video zu einem Blogbeitrag zu produzieren? Dann lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen. Gerne antworten wir Ihnen so schnell wie möglich.

In Kürze: In Teil 1 unserer Reihe zum Thema Video Marketing zeigen wir, was es braucht, damit Video Marketing erfolgreich ist.
Hier geht es allein um die Vorarbeit, die Sie leisten müssen.
Wir können mit einigen Geheimtipps behilflich sein…
Lesen Sie weiter und nutzen Sie diese 4 Tipps für das nächste Video.
In den letzten Jahren stieg die Anzahl der täglichen Views auf YouTube auf über 4 Milliarden, denn – das ist uns sicher allen klar – die Menschen mögen es Videos anzuschauen.
So sehen auch 52% der Marketing-Professionals weltweit das Video als den Content-Typ mit der besten ROI an.
Eine gute Vorbereitung ist dabei (fast) alles. Denn unglaublich viel Zeit und Geld geht verloren, wenn Sie während der Produktion oder gar der Post-Produktion feststellen, dass Ihr Projekt wohl doch nicht gut genug durchdacht war…
Deshalb haben wir für Sie eine Checkliste zusammengestellt mit 12 Fragen, die Sie sich unbedingt stellen müssen, bevor Sie sich Hals über Kopf in die Dreharbeiten stürzen.
Die ersten 4 grundlegenden Fragen können Sie unten einfach anklicken und Sie erhalten sofort eine Antwort:

  1. 1. Warum ein Video?
  2. 2. Wer ist unsere Zielgruppe?
  3. 3. Was ist unser Ziel?
  4. 4. Um was geht es?
  5. 5. Was ist Ihre Meinung?

Mehr Informationen finden Sie auch hier:
[su_box title=“Wie ein erfolgreiches Marketing Video produzieren?“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
Video Marketing: 4 Tipps zur Content Optimierung (Sie sind hier)
Video Marketing: 4 Tipps, um Probleme zu vermeiden
Video Marketing: 4 Geheimnisse, die Experten selten verraten
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Lesen Sie den englischen Beitrag hier.
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1. Warum ein Video?

Wir können ja mal ein Video machen, ist leichter gesagt als getan. Der Grund für das Video, das Warum, ist der erste Schritt, um klar zu formulieren, was wir überhaupt machen möchten.
Wir können uns auch fragen, warum wir gerade dieses Mal ein Video statt z.B. wie immer einen Blogeintrag machen?
Ganz klar, ein Video geht einfach leichter in den Kopf als ein Blogeintrag, der manchmal ganz schön schwere Kost sein kann. Vor allem dann, wenn wir komplizierte Sachverhalte erklären wollen, tun wir dies besser in einem Video statt in einem Text, der vom Leser vielleicht zu viel Konzentration abverlangt.
Aber insbesondere darüber, was wir zeigen wollen, müssen wir uns Gedanken machen.
Ein Video ist ein audiovisuelles Medium, dessen besondere mediale Qualitäten auch als solche genutzt werden wollen.
Ein Beispiel?
Dreht sich unser Marketing Video um eine Liste von Informationen, sind diese vielleicht besser in einem Blogtext aufgehoben, in dem die Leser alles problemlos auch mehrmals nachlesen können.
In einem Video müssten die Zuschauer die betreffende Stelle erst einmal wiederfinden – es gibt keine Unterüberschrift, die beim Durchscrollen leicht wiedergefunden werden kann. Da bietet ein Text vielleicht die bessere Struktur.
Beispielsweise kann dann aber ein spezifischer Punkt im Text, der z.B. einen komplexen Sachverhalt umschreibt, durch ein Erklärvideo begleitet werden. Im Video wird dann nicht nur erklärt, sondern auch anhand eines Beispiels demonstriert, was gemeint ist.
Ist dieses Video von vielleicht 2 Minuten erst einmal in den Beitrag eingebettet, ist dieser auch – man könnte sagen – „getunet“. Für mich als Leserin jedenfalls interessanter, da vielseitiger und leichter zu verdauen.
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Tipp

Ein Marketing Video zu produzieren nur um des Videos Willen, ist nicht ohne Weiteres sinnvoll.
Dagegen ist ein kurzer Video Clip fast immer nutzbar, wenn es einen Blogbeitrag begleiten soll.
Das Video kann eine super Ergänzung zu reinem Text sein.[/su_note]

2. Wer ist meine Zielgruppe?

Produzieren wir für bestehende Kunden, Key-Accounts vielleicht, bestehende Partnerunternehmen oder Mitarbeiter? Oder versuchen wir Neue ins Boot zu holen?
Besteht unsere Zielgruppe aus Schülern und Ausbildungssuchenden, aus möglichen Investoren oder Unternehmen für etwaige Joint Ventures? Oder wollen wir mit unserem Video direkt auf die Endnutzer zukommen?
Kinder? Ärzte? Sportler? Tierliebhaber? Sie wissen, was ich meine.

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Tipp

Hier kann es helfen, sich zu fragen, welche Videos Ihre Zielgruppe gerne ansieht.
Zu beachten ist aber auch, dass die jeweiligen Zuschauer von Ihnen vielleicht ein ganz anderes Video erwarten.[/su_note]
Beispielsweise schauen Schüler privat sicher gerne witzige Vines (7-Sekunden-Videos) von ihren Lieblings-YouTubern an. Doch wollen wir diese für unser Unternehmen rekrutieren, wird die Sache ernster:
Produzieren wir ein witziges Video im Stil eines derartigen viralen Internethits, am besten noch mit Influencer (Achtung: Ironie…), ist eine Schülerin von uns als Arbeitgeber vielleicht eher abgeneigt.
Denn auch sie möchte von ihrem zukünftigen Arbeitgeber ernstgenommen werden. Dieser muss also zeigen, dass er die vielleicht bestehende Unsicherheit der Ausbildungssuchenden hinsichtlich der eigenen Zukunft versteht.
Ergo vermitteln wir doch besser seriös, wie gut unsere Azubis abgesichert sind, wie wir ihnen beim Lernen zur Seite stehen. Und wie wir sie mit unseren besonderen Qualitäten als Arbeitgeber unterstützen können.
Ein Beispiel hierfür (Video unten) ist unsere Produktion mit Hadya Khalil für die Bouygues E&S Intec AG, damals noch Alpiq Intec genannt, in Zürich. Hadya war keine bekannte Influencerin, sondern selbst eine junge Ausbildungssuchende. Sie musste sich einige Steine aus dem Weg räumen, bis sie bei der Alpiq eine Ausbildungsstelle gefunden hat.

Aus der Zielgruppe ergibt sich natürlich auch die Tonalität des Videos. Soll es eher emotional, sachlich oder informativ sein?
Was unser Ziel ist, wozu wir unsere Zielgruppe bewegen möchten, können wir jetzt erst genauer formulieren.

3. Das Ziel konkret werden lassen

Denken wir über unser allgemeines Ziel nach, müssen wir uns erst einmal das fragen:

Soll ein Image-Video produziert werden, um unsere Philosophie an den Mann zu bringen?
Will ich ein Produkt bewerben, um mehr potentielle Käufer darauf aufmerksam zu machen?
Oder ein Unternehmen, um das Recruiting zu verbessern?
Oder wird das Ganze eine Event-Dokumentation, um bei der nächsten Veranstaltung höhere Besucherzahlen zu generieren?

Wir brauchen ein klares Ziel vor Augen, um genauestens planen zu können.
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Tipp

Es kann dann sehr hilfreich sein, Referenzvideos ähnlicher Projekte zu suchen und anzuschauen.[/su_note]
Auch ein Profi kann zu Rate gezogen werden oder eine bereits bestehende Idee evaluieren bezüglich der technischen Möglichkeiten oder des Marketingpotentials.

4. Um was geht es?

Ganz klar, ein Video über eine Spielzeuglokomotive ist nicht gleich ein Video über ein innovatives medizinisches Gerät wie hier.
Dies muss ebenfalls die Tonalität des Videos bestimmen. Spricht beispielsweise ein CEO über das Produkt eines Start-Up-Unternehmens, soll das ganze authentisch und neutral wirken.
Es geht hier aber auch darum, die Inhalte über die beworbenen Produkte, das Unternehmen oder Dienstleistungen hinaus genau zu definieren.
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Tipp

Erzählen Sie eine Geschichte. Das gilt sowohl beim Bloggen als auch bei Videos. Emotionaler  Gehalt wird meistens als wertvoller empfunden.[/su_note]
Ein Beispiel ist die Story von Hadya Khalil im Video oben. Oft möchten wir den Zuschauern aber auch Informationen über ein komplexes Thema klar und verständlich erklären.
Es gilt hier, das Skript von vornherein unbedingt gut zu strukturieren, damit später auch der Zuschauer den Überblick behält. Ich garantiere Ihnen, er wird sehr schnell auf ein anderes Video klicken, wenn Sie ihm die kleinste Gelegenheit bieten, die Orientierung zu verlieren…
Wollen Sie uns auch Ihre Meinung zum Thema weitergeben? Haben diese Tipps geholfen? Hinterlassen Sie unten einen Kommentar. Oder lesen Sie gleich hier Teil 2 (folgt in Kürze) und erhalten Sie mehr Antworten zu wichtigen Fragen bei der Vorbereitung von Ihrem Marketing Video.

5. Was ist Ihre Meinung?

  • Was denken Sie, wie viele Minuten verbringen Sie damit, Videos auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop anzusehen?
  • Haben Sie bereits Erfahrungen mit Video Marketing gemacht? Positive oder negative? Was würden Sie beim nächsten Projekt anders und vielleicht besser machen?
  • Sind Sie interessiert daran, ein Video für das eigene Unternehmen, ein Event oder ein passendes Video zu einem Blogbeitrag zu machen? Dann lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen. Gerne antworten wir Ihnen so schnell wie möglich.
Ein Einblick hinter die Kulissen der Video Produktion von DrKPI.

In Kürze: Bundesrätin Simonetta Samaruga – Justizministerin der Schweiz – hat ein Ziel. Sie will, dass mindestens die Hälfte der Flüchtlinge innerhalb 7 Jahre eine Stelle haben. Hadya Khalil ist nur ein Beispiel, das zeigt, wie es gelingen kann.
DrKPI hat ein besonderes Video zu diesem Thema produziert. Im Fokus ist Hadya Khalil, eine Auszubildende bei Alpiq InTec in Zürich.
Hadya hat uns und allen Begeisterten, die ihr Video bereits gesehen haben, ihre Lebensgeschichte erzählt. Wir hatten gemeinsam viel Spaß bei den Dreharbeiten und das Resultat kann sich sehen lassen.
Und nebenbei ist dies auch ein Beispiel, das 2 Dinge gut illustriert:

  1. Es braucht Motivation für eine Integration
  2. Öffentliche Stellen, private Unternehmen und der Flüchtling – alle sind gefordert.

Hier eine kleine Übersicht:

DrKPI Videos: Das Making-Of vom Alpiq InTec Video über Hadya Khalil, eine motivierte Auszubildende, die mit ihren Eltern aus Syrien in die Schweiz geflüchtet ist.

DrKPI Videos: Das Making-Of vom Alpiq InTec Video über Hadya Khalil, eine motivierte Auszubildende, die mit ihren Eltern aus Syrien in die Schweiz geflüchtet ist.


Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein und bleiben Sie auf dem Laufenden, um keine neuen Videos von DrKPI zu verpassen.

1. Unser Projekt mit Hadya Khalil und viel Herzblut

Nach der einen oder anderen Schnupperlehre hat Hadya Khalil sich für eine Lehrstelle als Bürokauffrau bei der Firma Alpiq InTec in Zürich entschieden.
Ihr Weg war nicht leicht: Sie musste eine neue Sprache lernen und hat ihre Prüfung bestanden.
Jetzt ist sie Azubi und erzählt uns ihre beeindruckende Lebensgeschichte. Mit ihrer Ausbildungswahl ist sie sehr glücklich.
Natürlich möchte die Firma Alpiq InTec mit diesem Video zeigen, dass alles möglich ist. Ob als Flüchtling oder auch nicht, das spielt dabei keine Rolle.
Wir hatten wirklich viel Spaß bei den Dreharbeiten. Dieser Moment, wenn man einmal eine kurze Pause einlegen muss, weil keiner vor Lachen mehr ernst bleiben kann.
Aber eine gesunde Portion Humor gehört nunmal dazu und das Video ist natürlich gelungen, da sich alle Beteiligten motiviert und ambitioniert ins Zeug gelegt.
[su_box title=“Wir starteten bei Hadya zu Hause“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]
Angekommen in Winterthur, holte Hadya Urs und mich vom Bahnhof hab, schwer bepackt mit der Kameraausrüstung.
Wir fuhren zu Hadya nach Hause, wo wir auch ihre Eltern kennenlernten, die ihrer Tochter begeistert bei ihrem Auftritt vor der Kamera zusahen.

DrKPI Videoproduktion: Hadya Khalil flüchtete aus Syrien und macht nun eine Ausbildung zur Bürokauffrau bei Alpiq Intec

DrKPI Videoproduktion: Hadya Khalil flüchtete aus Syrien und macht nun eine Ausbildung zur Bürokauffrau bei Alpiq InTec


Hadya erzählte uns fast 2 Stunden vor der Kamera ihre Geschichte. Keine Frage, das war sehr anstrengend für sie. Auch deshalb, weil sie ihre Formulierungen immer wieder korrigieren wollte.
Sie hat Spaß am Deutschsprechen und das haben wir ihr auch angesehen. Vor allem aber hat sie uns gezeigt, dass ihre Lehrstelle als Bürokauffrau bei der Firma Alpiq Intec sehr wichtig ist.
Für Sie ist es die beste Lehrstelle und das konnten wir ganz gut nachvollziehen, denn wir waren selbst dort: Wir haben ihren Arbeitsplatz gesehen, ihre Kolleginnen und Kollegen kennengelernt und stellen fest, kein Wunder, dass Ausbildungssuchende sich bei der Alpiq um eine Lehrstelle bewerben.
Und auch Rolf Siebold ist sehr glücklich, eine Auszubildende wie Hadya in der Firma zu haben, denn sie hat Durchhaltevermögen und einen starken Willen.  [/su_box]
Hadya hatte von uns allen sicher die schwierigste Aufgabe. Sie musste immerhin den ganzen Tag vor der Kamera stehen:

Das ist das erste Mal für mich, dass ich so ein Video mache. Am Anfang war es sehr schwierig, zum Beispiel immer in die Kamera zu schauen. Aber mit der Hilfe von der Kamerafrau habe ich es dann geschafft. Wenn ich das Video jetzt sehe, bin ich sehr stolz auf mich. Und es freut mich sehr, dass wir es geschafft haben.

 2. Ein langer Tag, ein tolles Team

Nachdem wir bei Hadyas Familie den größten Teil des Videos im Kasten hatten, zogen wir weiter.
Das Treffen mit Kathrin Neukomm, Sozialpädagogin bei der Stadt Winterthur, war bereits eine Stunde früher geplant. Aber unsere Vorarbeit war intensiv und wir waren natürlich bemüht, das allerbeste aus diesem Video zu machen.
Für Frau Neukomm war das allerdings kein Problem, denn sie unterstützte unsere Arbeit ebenfalls mit ganzem Herzen.

Als Sozialpädagogin unterstützt Frau Neukomm Hadya dabei, ihre Ziele zu erreichen.

Als Sozialpädagogin unterstützt Frau Neukomm Hadya dabei, ihre Ziele zu erreichen.


Und das tat auch Irène Pauli, Job-Coach bei der aoz Zürich, die nächste Station auf unserem Ablaufplan für die Dreharbeiten. Sie ist zuständig für Integrationsbegleitung und gab uns einen interessanten Einblick in ihre Tätigkeit.
Frau Pauli spielt außerdem eine entscheidende Rolle in Hadyas Lebenslauf, denn ohne ihre Unterstützung hätte Hadya es noch schwerer gehabt, eine Lehrstelle zu finden.
Spät nachmittags trafen wir in den Büroräumen der Alpiq ein, wo wir mit Jasmin Knöri bekannt gemacht wurden.
Frau Knöri ist Leiterin Human Ressources der Alpiq Intec Management AG und begleitet Hadya an ihrem Ausbildungsplatz mit viel Engagement.
Auch uns begrüßte sie mit einem starken Kaffee, denn wir waren bereits den ganzen Tag auf den Beinen. Dann bauten wir ein letztes Mal das Kamera Equipment auf und filmten die beiden bei ihrem Gespräch.
Im Making-Of unten sind ein paar lustige Szenen dabei, die wir in den Pausen aufnahmen. Das war wieder besonders amüsant.
Natürlich sind noch mehr Menschen an unserem Projekt beteiligt gewesen, nicht alle tauchen vor der Kamera auf.
Doch alle haben eines gemeinsam: Sie haben durch ihre Motivation und ihr Engagement ein tolles Video mitproduziert mit Story auf dem Firmenblog, das unbedingt gesehen werden sollte.

3. Warum haben wir dieses Video eigentlich gemacht?

Das ist ganz einfach.
Wir wollen zeigen, was möglich ist.
Es ist für junge Ausbildungssuchende oft schwer sich für eine Lehrstelle zu entscheiden. Und das gilt nicht nur für Hadya, die sicher mehr geleistet hat als so manch anderer.
Schüler fragen sich oft, was ist die beste Lehrstelle für mich? Doch oft stehen die Unternehmen den Suchenden selbst im Weg, indem sie es ihnen nicht leicht machen.
Webseiten sind unübersichtlich gestaltet, der Schüler findet nicht alle Informationen, die er braucht und ist nach der langen, intensiven Suche noch verzweifelter als vorher.
Die Firma Alpiq Intec bietet auch Schnupperlehren an, damit sich Schüler orientieren können und einen Einblick in das Unternehmen und die Ausbildung erhalten.
Schnupperlehren sind sehr wichtig, das zeigt auch das Beispiel Hadya Khalil, die jetzt sehr zufrieden ist mit ihrer Entscheidung für die Ausbildung bei der Alpiq.
Auch Hadya will mit ihrem Video eine ganz klare Message vermitteln:

Ich habe bei dem Video mitgemacht, damit ich den Leuten zeigen kann: Wenn man ein Ziel hat, kann man es schaffen, aber man muss schon dran bleiben. Eine gute Zukunft kommt nicht von allein.

Und hier gibt es auch einen Blogeintrag mit dem Alpiq Video, das auf dem Corporate Blog hier zu finden ist.
Das Making-Of Video sehen sie gleich hier.  Über einen Kommentar würden wir uns natürlich freuen.

4. … und was ist Ihre Meinung?

Wir haben viel Zeit und Ideen in das Video investiert und hatten Freude an den Dreharbeiten. Und das ist noch lange nicht alles, denn Hadya plant auch, ihre eigenen Beiträge im Lernenden-Blog von Alpiq zu schreiben.
Hier ist wichtig, das wir erwähnen, dass etwa 85 % der anerkannten Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen Sozialhilfe beziehen. Eine große finanzielle Bürde für Gemeinden und Kantone. Deshalb ist die schnelle und erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt wichtig.
Wie Bundesrätin – Justizministerin Simonetta Sommaruga am Montag (2018-04-30) vor den Medien in Bern erklärte: „Diese Investition zahlt sich aus.“
Der Bund will, dass der Förderbedarf und das Potenzial für jeden Flüchtlinge individuell ermittelt wird. Dazu wird er jährlich CHF 18,000 an die Kantone und Gemeinden je Flüchtling bezahlen, zusätzlich zur Pauschale für die Unterbringung.
Diese Arbeit beinhaltet auch die tatkräftige Unterstützung der Flüchtlinge inklusive Sprachkurse, Coaching, Praktika, usw. Diese Unterstützung hat Hadya bekommen. Sie hat die Chance genutzt und sich einen Ausbildungsplatz gesichert.
Ein Resultat innerhalb von knapp 3 Jahren und neun Monaten.  Etwas mehr als die Hälfte der Zeit – 7 Jahre – in der der Bund will, dass mindestens 50%  der Flüchtlinge eine Stelle haben werden. Chapeau! Ausgezeichnet.
Haben Sie das Video oben schon angeguckt? Wie ist ihre Meinung dazu?

  • Können Sie sich vorstellen, so hart zu arbeiten wie Hadya an ihrer Zukunft?
  • Kennen Sie eine Ausbildungssuchende, die einen ähnlichen Weg gegangen ist?
  • Finden Sie das Vorhaben des Bundes realistisch, wie stehen Sie dazu?

Hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar. Wir freuen uns sehr darüber, Ihnen schon bald antworten zu können.
Offenlegung: Die Autorin / Bloggerin weist darauf hin, dass einige der erwähnten Organisationen Kunden von CyTRAP Labs GmbH sind und / oder DrKPI® Services und Produkte abonniert haben / beziehen.

Ralf Strauss eröffnet den Deutschen Marketing Tag 2017 in Frankfurt.

Fazit: Der Deutsche Marketing Tag 2017 war mit 1,500 Teilnehmern der bis jetzt grösste organisierte Event vom Deutschen Marketing Verband.
Download – Agiles Management – Slides
Viele interessante Keynotes, Breakout Sessions und inspirierende Gespräche.
Meine Eindrücke mit einigen Fotos.

Das war mein zweiter Deutscher Marketing Tag vom Deutschen Marketing Verband (DMV).
Drei Dinge fielen mir dabei auf:

    1. Die Organisation (Programm Ralf Strauss, Organisation Deutscher Marketing Verband – Büro Düsseldorf das ganz Team! und Management Forum) hat sich nochmals im Vergleich zu 2016 überboten.
      Für mich als Teilnehmer lief alles perfekt ab und die Frankfurter Messe tat das ihre inklusive Catering. Chapeau! Merci!
    2. Der #DMT17 war mit mehr als 1,500 Teilnehmern nochmals um einige hundert Teilnehmer grösser als der 43. Deutsche Marketing Tag in Leipzig.
    3. Dieses Jahr waren meine Kolleginnen, Kollegen und ich das 1. Mal als Mitglieder vom #MCLago dabei.

Natürlich waren auch einige Dinge für mich persönlich ganz anders als 2016. Letztes Jahr hatte ich das Privileg mit Mark Leinemann den DMT16 besuchen zu können (auch er heute Mitglied beim #MCLago). Wir verbrachten den Nachmittag zusammen beim Stadtbummel in Leipzig – eine schöne wie auch interessante Stadt.
In Frankfurt habe ich einige der Leute, die ich im letzten Jahr traf, auch hier wieder angetroffen. Das macht eine Veranstaltung immer noch besser. Ich durfte viele neue und sehr interessante Menschen kennen lernen.
Hier meine Synopsis. Diese erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Deep Dive

2017 begann der Deutsche Marketing Tag schon am Vortage, d.h. Mittwochs um 17:30 Uhr. Mehrere Deep Dive Sessions waren auf dem Programm.
Ich hatte die Ehre, eine Deep Dive Session moderieren zu dürfen – siehe Fotos unten.
[su_slider source=“media: 8510,8499,8500,8504″]
Agile Organisation … von der strategischen Sichtweise zur erfolgreichen Umsetzung.[/su_slider]
Taina Temmen und Steffen Köster waren meine Referenten. Super interessant, wie sich Agilität in Sachen Marketing und Innovation auf verschiedenen Ebenen abspielen kann.
Hier gibt es meine Slides… Einführung und Zusammenfassung – Session Agiles Marketing.

Ryanair grüsst Lufthansa

Ralf Strauss, der Präsident vom Deutschen Marketing Verband (DMV) eröffnete den Kongress auf der grossen Bühne. Nach seiner eloquenten Einführung ging es dann gleich los im Programm.
Im Vortrag von Matthias Wenk (Ryanair), wurde mit einigen Mythen aufgeräumt.
Ein tolles Beispiel dafür war, dass Ryanair den digitalen Plattformen abgeschworen hat. Ryanair nutzt weder Google AdWords noch Plattformen wie Booking.com
Das Unternehmen ist der Meinung, dass die Nutzung solcher Instrumente die Gewinnmarge unnötigerweise schmälert.
Ebenfalls besteht z.B. bei Booking.com die Gefahr, dass der Ryanair Kunde die Webseite der Airline meidet. Dies ist weder für das Loyalty Marketing noch das Branding, welches Ryanair anstrebt, hilfreich.
[su_slider source=“media: 8503,8501″]
Ryanair … Google ist eine Steuer die es nicht braucht. Nutzen alle Google AdWords, verteuert sich das Produkt und die Marge verringert sich. [/su_slider]
Ryanair sieht Google AdWords wie auch Booking.com als eine Art Verbrauchssteuer, welche weder Kunden schätzen. Noch Ryanair. Ryanair steigert die Marge lieber und lässt Kunden von niedrigeren Preisen profitieren.

McKinsey: Axa oder Aral – es macht keinen Unterschied

Der erste Moderator auf der grossen DMT17 Bühne war Jesko Perrey. Er stellte die einzige Teilnehmerin in dieser Gruppe als Marketingchefin von Axa vor. Sandra Schwimbersky wies ihn charmant auf diesen Faux-pas hin. Er schien dies mit dem Hinweis relativieren zu wollen, dass Axa und Aral ja beide im Commodity Business tätig seien.
Unter den Zuhörern ging dabei ein Raunen durch die Runde. Wir waren verwundert.
Auch ein Moderator muss sich gut vorbereiten, d.h. Einzelheiten, Werdegang, Steckenpferde, usw. der Referenten oder Diskussionsteilnehmer verstehen. Dies hatte bei diesem McKinsey Consultant, dem viel beschäftigten Moderator wohl aus zeitlichen Gründen nicht geklappt.
Doch eines schien er gut zu verstehen, wie man den eigenen Kunden – sprich Telekom – in Szene setzen kann. Schade, wenn der Kunde scheinbar nicht fähig ist, von diesen Chancen mit Hilfe von Fakten Vorteile zu gewinnen (siehe ganz links auf dem Foto).
[su_slider source=“media: 8514,8505″]Deutscher Marketing Tag – Eindrücke, Faux-Pas und Kreativität sind immer nahe beinander [/su_slider]
Auch der Repräsentant der E.ON Energie war blass.
Die Selbstgefälligkeit der 3-er Gruppe von Männern wurde aber durch Sandra auf intelligente, witzige und auf charmante Weise durchbrochen. Dabei setzte sie Nägel mit Köpfen ein. Sie demonstrierte dabei auch ihre Kenntnisse über das Commodity Business.
Glücklicherweise war dies die einzige Session, wo die männlichen Referenten kläglich von der Qualität der Referentin in den Schatten gestellt wurden. Ansonsten war ich mit der Qualität der Referenten und Moderatoren in den von mir besuchten Sessions sehr zufrieden.

Content Marketing: Vorleben der Strategie ist die Devise

Natürlich wollte ich mir auch den Vortrag von Ralf Geiger von VAUDE Sport, seines Zeichens Beirat des MCLago, anhören.
2 Wochen vor seinem Auftritt haben wir mit ihm zum Thema seines #DMT17 Vortrages ein lesenswertes Interview auf dem MCLago Blog veröffentlicht.
Die Unternehmensphilosophie von VAUDE Sport und deren CEO Antje von Dewitz wurde auch in der brand eins Ausgabe vom November 2017 im Beitrag – „Ausser Konkurrenz“ – beschrieben. Ein lesenswerter Artikel von Daniela Schröder mit Fotos von Jens Schwarz.
Ralf Geiger hat das an diesem Event nochmals mit klaren Worten erklärt. Beispiel, warum trotz Amazon und deren immer grösserem Engagement im Activewear Bereich, VAUDE Sport weiterhin auf Erfolgskurs ist.
[su_slider source=“media: 8512,8511,8507,8506″]
Marketing Club Lago Beirat Ralf Geiger (VAUDE Sport), im vollgepackten Vortragssaal zum Thema Vision[/su_slider]
Die interessierten Versammelten hatten dann das Vergnügen, Patrick Dinger von DS Automobiles zuhören zu dürfen. Er erläuterte die Herausforderung, eine neue Automarke im Premium Segment lancieren zu dürfen.
Auf interessante Weise erklärte er, wie z.B. DS Automobiles Influencers einsetzt, um die Marke einem grösseren Publikum bekannt zu machen.
Inwiefern hier der Brand-Influencer-Fit zufriedenstellend sein kann, ist nicht ganz offensichtlich. Lassen sich erfolgreiche Marketer in der Zuschauermenge am Deutschen Marketing Tag von einem 42 jährigen „something“ Fotomodell beeinflussen?
PS: wir dachten alle kann ja nicht sein, die Haut oder Photoshop? 26 max.
Vielleicht ja. Doch scheint mir, in dieser Altersgruppe von 35 bis 50 jährigen erfolgreichen Managers (d.h. die Zielgruppe welche DS Automobiles versucht zu erreichen) hat keiner die Zeit, noch die Lust den Blog der Selbstdarstellerin Alexandra Lapp zu lesen.
Unsere Daten (siehe DrKPI Benchmark Overview, Image unten) zeigen z.B. wie das Engagement Level, ein wichtiger Indikator für ein erfolgreiches Content Marketing, von Alexandra Lapp verbessert werden kann.

DS Automobiles nutzt Influencers zum Marken Launch: Wie gut ist der Brand-Influencer Fit aber wirklich?

DS Automobiles nutzt Influencers zum Marken Launch: Wie gut ist der Brand-Influencer Fit aber wirklich (z.B. Altersgruppe)?

PS: Bis Anfangs 2016 hiess der Blog noch „stylesandwich.de“. Doch dann hat Alexandra auf persönliches Branding gesetzt und die Webpage auf Alexandralapp.com umgetauft.

DOWNLOAD: FAQ zur Kennzeichnung von INFLUENCER MARKETING – Werbung VON DEN Medienanstalten Deutschlands, November 2017
Alexandra hat über die DS Automobiles gebloggt. Interessanterweise ist der Blogeintrag nicht als Werbung, wie in Deutschland gemäss Gesetz Pflicht, prominent am Anfang gezeichnet.
Das Beispiel zeigt deshalb auch, Sponsoren müssen von Agenturen und deren vermittelten Influencers verlangen, dass die Compliance der Gesetze sichergestellt wird.
Komplex wird es wenn der Hersteller nicht direkt die Bloggerin bezahlt. Doch hat er hier einen Vertrag mit dem Verlag und der Zeitung… Wenn der Verlag / Magazin dann wieder die Bloggerin finanziert oder ihr kostenlose „goodies“ gibt…. muss der Blogeintrag als Werbung (oben – prominent platziert) deklariert sein.
Vertrauen heisst, dass solche Dinge klar deklariert werden. Dies wie auch vom Gesetz verlangt. Verstösse auf Social Media und in Blogs in Sachen unlautere Werbung führen immer mehr zu Abmahnungen von Sponsoren und Influencers. Das kommt nicht nur teuer, es schadet auch der Reputation des Unternehmens.
Im vollgepackten Raum sassen einige Repräsentanten aus der Zielgruppe der DS Automobiles und somit potentielle Käufer. Leider waren keine Kopien vom Markenmagazin Divine von DS Automobiles – Content Marketing der feinsten Art in Papierform –  vorhanden.
Patrick hat mir aber versprochen, mir baldmöglichst eine Kopie zukommen zu lassen. Auf diese Lektüre bin ich sehr gespannt!
Den Abschluss machte Heiko Klauer von IKEA Deutschland mit einer kurzen Präsentation über das Marketing bei seinem Arbeitgeber. Hier waren die Zuschauer vielleicht ein wenig überrascht, dass es auch mit 50 Marketing Spezialisten viel Arbeit ist, genau den Content zu produzieren, welche für die Zielgruppe wirklich relevant ist.
Obwohl Artificial Intelligence und Big Data helfen können, müssen auch Kundenverständnis und Kreativität richtig ineinander greifen, um den gewünschten Content erstellen zu können.

Fazit – Ihre Meinung ist gefragt

Eine ausgezeichnete Veranstaltung mit aufschlussreichen und überraschenden Beiträgen und noch interessanteren persönlichen Gesprächen mit Referenten und Teilnehmern. Doch was mich interessiert ist Ihre Meinung.

  1. Was war Ihre letzte Konferenz? Was hat Ihnen dabei am meisten Eindruck gemacht?
  2. Wie bereiten Sie sich als Moderator oder Referent gut auf einen Auftritt vor?
  3. Was waren die wichtigsten „Take-Aways“, welche Sie von Ihrer zuletzt besuchten Konferenz / Messe mit nach Hause genommen haben?
  4. Und was nervt Sie bei solchen Veranstaltungen am meisten?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar den ich natürlich beantworten werde.
PS. Das White Paper zur DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) vom DMV Competence Circle Digital Marketplaces wurde ebenfalls am Deutschen Marketing Tag lanciert: Check it out!
PPS. Besonders interessant fand ich auch als Detlef Braun (seines Zeichens Geschäftsführer der Messe Frankfurt) die Teilnehmer bei der Begrüssung darauf hinwies, dass die Messe Frankfurt seit dem 11. Juli 1240 mit einem Messeprivileg versehen ist.
Das heisst, Bürger durften während der Herbstmesse auch Reisende und Händler (d.h. Fremde) zu Hause beherbergen (Airbnb is calling), was sonst nicht erlaubt war.

Marketingplan: Die Gruppe plant

In Kürze: Influencer Marketing ist wichtig.
Hol Dir die Slides here als Download.
Doch mit „Navel Gazing Metrics“ werden wir unser Ziel wohl kaum erreichen.
Dafür müssen wir den #InfluencerBrandFit schaffen.
PS. Dies war ein am 7 Nov. gehaltener Vortrag bei der MarComSuisse. Das Event bot wieder einmal Gelegenheit für interessante Gespräche.
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Fragen unten einfach anklicken und Sie können sogleich die Antwort lesen.

Doch bevor wir loslegen, gibt es noch ein wenig Arbeit.
[su_box title=“Ohne Definitionen geht es kaum“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]

Was ist ein Influencer – eine 3-Punkte-Definition
Wichtige Definitionen rund ums Influencer Marketing
Was ist Influencer Marketing?
Marketing für Nobelmarken: Was ist Influencer Reichweite?
Influencer Marketing: TV, Instagram oder Blog?
#MCLago Event: Influencer Marketing
#MCLago: Influencer Marketing feiert Erfolge im B2B Bereich
[/su_box]

1. Sind Influencer wichtig?

Durchforschen wir das Internet ein bisschen, finden wir natürlich einige Antworten, z.B.:

    1. Nur 15% der Konsumenten nutzen Influencers bei der Suche von Information über ein Produkt. 35% der Teilnehmer in der Studie gaben an, Familie, enge Freunde und ein paar Kollegen würden Sie beeinflussen (DigitasLBi, 2016).
    2. „Influencer Marketing wirkt nicht nur bei den ganz jungen Zielgruppen. … Produktplatzierungen von YouTubern, Instagrammern & Co. werden bereits von mehr als einem Viertel aller Internetnutzer in Deutschland wahrgenommen. Influencer Marketing hat dabei eine stark verkaufsfördernde Wirkung – und das nicht nur bei Teenagern“ (Influry, August 2017, siehe Chart unten).
Die Studie insinuiert Kausalität ohne für diese zu testen. Die Formulierung der Frage führt zu einem Halo Effekt, wobei einige der Teilnehmer mit Ja antworten weil sie denken, das wird gewünscht, ist cool. Nebenbei ist unklar wie lange nach Ansicht des YouTube Videos der Einfluss war der zum Einkauf führte. Wegen eines Videos oder Instagram Fotos bin ich also 2 Wochen später hingegangen und habe im Laden oder Online eine Kaffeemaschine gekauft im Wert von 800 Euro? PS. der Durchschnitt der Teenies sieht mehr als 10 Videoclips und sicherlich 20 Instagram Updates pro Tag). D.h. wie wichtig sind solche Videos und Updates. Sind vielleicht andere Faktoren wichtiger und haben Sie mehr beeinflusst als das Video oder die Instagram Foto?

Die Studie insinuiert Kausalität ohne für diese zu testen. Die Formulierung der Frage führt zu einem Halo Effekt. Das heisst, einige Teilnehmer werden alleine deshalb diese Frage mit Ja beantworten, weil sie denken, dass ist die erwünschte Antwort…. oder es ist ganz einfach cool.

  1. Die Daten der Grafik unten zeigen, dass die Familie den grössten Einfluss ausübt, während TV Werbung oder Berühmtheiten wie George Clooney laut Konsumenten keinen Einfluss auf deren Kaufentscheidungen ausüben (pulse Marktforschung, Juli 2017, siehe Chart gleich unten).

Die Studie zeigt, YouTube, Instagram und Twitter Influencers bringen wenig bis gar nichts.

Die Studie zeigt: YouTube, Instagram und Twitter Influencers bringen wenig bis gar nichts.


Doch bevor ich die obigen Zahlen akzeptieren kann, muss ich an einigen Stellen nachhaken. Ich frage mich z.B.:

      1. Sind die Teilnehmer der obigen Studien repräsentativ für die gewünschte Zielgruppe?
      2. Können die Teilnehmer die Ihnen gestellten Fragen genau beantworten? Dies hängt z.B. vom Grade der Selbsteinschätzung und dem Erinnerungsvermögen ab.
      3. Wurde den befragten Personen gesagt, in welcher Phase des Customer Journey’s sie sind (d.h. Abklärung, Selektion möglicher Produktoptionen, 1 Woche oder weniger vor dem Kauf, usw.), um dann genau zu markieren, wer sie wie beeinflusst?

Diese oben genannten 3 Punkte sind in den meisten Studien (auch den oben zitierten) methodisch nicht sauber gelöst. Demzufolge sind die Daten nicht aussagekräftig. So einfach ist das.
Natürlich, es kann ohne weiteres sein, dass das folgende Zitat stimmt:

„Influencers werden beim Kaufprozess nicht konsultiert.“

Dennoch sollte das Zitat um eine Perspektive erweitert werden:

Jeder Konsument ist ein Influencer. Dessen Einfluss wird gestärkt, wenn das Votum für ein Produkt auf Experiential Word-of-Mouth basiert.

2. Influencer Marketing: Was ist das Ziel?

Wenn die Daten oben nicht unbedingt vertrauenswürdig sind, was können wir dann tun, um unser Influencer Marketing zu optimieren?
Natürlich nutzen wir Marketing nicht auf die gleiche Weise für Konsum- und Investitionsgüter. Das Image unten zeigt diese Problematik auf.

Konsumgut oder Investitionsgut, Bekanntheit steigern und/oder Verkauf erhöhen. Was darf es sein?

Konsumgut oder Investitionsgut, Bekanntheit steigern und/oder Verkauf erhöhen. Was darf es sein?


Die Stärke Facebook’s war ihr Potential für mehr „earned“ Konversation und Engagement. Doch heute ist es weniger als 1 % und es sinkt auch auf Instagram rasant in den letzten 12 Monaten.
Auch für eine Influencer Kampagne müssen Ziele festgelegt werden. Klappt dies nicht, ist es schwierig den „perfekten“ Influencer für das Produkt oder die Marke zu finden.

3.  Der perfekte Influencer

Twitter versuchte seinen Werbekunden zu erklären, warum Influencer Marketing etwas bringt. Unter anderem stand in einer Email:

Twitter ist eine leistungsstarke Plattform für wichtige Influencer und weniger bekannte Personen, die aber mit treuen Followern aufwarten können. Wenn du den Einfluss eines Influencers für deine Botschaft nutzen möchtest, solltest du folgende Punkte bedenken:
• Wichtiger als die Anzahl der Follower ist, wie aktiv die Follower sind.

• Schau dir an, wie sie ähnliche Produkte oder Services in der Vergangenheit beworben haben, und überlege, ob das zu deiner Botschaft passt.

Aktive Followers erwähnen vielleicht schon meine Marke. Wenn diese jedoch schon ähnliche Produkte beworben haben, ist das auch eine Frage der Glaubwürdigkeit und Authentizität in den Augen von Konsumenten.
Anders ausgedrückt, ein Influencer der noch keine meiner Konkurrenzprodukte beworben hat, ist glaubwürdiger als ein Sternchen, dass diese Woche Softdrink A und nächsten Monat für Softdrink B wirbt.
Zur Illustration: Wenn ich heute für Opel, morgen für Renault und dann für Fiat als Influencer arbeite, sind mögliche Konflikte und Missverständnisse vorprogrammiert.

Der erfolgreiche Influencer repräsentiert eine persönliche Marke oder "personal brand" . Diese persönliche Marke muss interessant, nützlich, einzigartig und widerspruchsfrei sein. Desto eher dies zutrifft, desto besser.

Der erfolgreiche Influencer repräsentiert eine persönliche Marke oder „personal brand“ . Diese persönliche Marke muss interessant, nützlich, einzigartig und widerspruchsfrei sein. Desto eher dies zutrifft, desto besser.


Wenn wir mit Influencers wie Petra Drissen arbeiten möchten, dann sollten wir einmal abklären, auf was wir Wert legen. Mit anderen Worten:

      • Ist das Image des Influencers attraktiv für unsere Zielgruppe?
      • Wie können wir den Content verschiedener Influencer vergleichen anhand der Qualität, der Resonanz bei Lesern, usw.
      • Sind die Fans / Leser des Influencer’s die von uns gesuchte Zielgruppe.

Nur Zahlen wie die Anzahl an Facebook Likes oder auch Instagram Followers werden zu diesen 3 Fragen keine Antwort liefern. Da müssen wir uns mehr auf die Inhalte der Webseite oder des Blogs konzentrieren.

Sind meine Inhalte optimiert und stösst meine Stories und Kampagnen auch BrandBuzz im Social Web generieren.

Sind meine Inhalte optimiert? Stossen meine Stories und Kampagnen auf Interesse? Werden meine Inhalte und #Hashtags in Texten erwähnt, d.h. stossen meine Inhalte auf Resonanz.


Tipp: Der Deutsche Marketing Tag 2017 vom Deutschen Marketing Verband steht vor der Tür —- Download vom Programm (PDF Datei, 2.9MB) –JETZT registrieren für den Marketing Tag

4. Nabelschau / „Navel Gazing“ Metrics helfen nicht

Influencer Marketing funktioniert immer weniger. Teilweise basiert dies darauf, dass wir unsere Hausaufgaben nicht immer richtig machen. Manchmal werden Entscheidungen getroffen ohne solide Fakten auf der Hand zu haben.
Dabei kommen alternative Fakten oder Navel Gazing / Nabelschau Metrics immer mehr zum Einsatz. Solche auf nicht repräsentativen Daten basierte Analysen, welche nicht immer gut gemacht sind, ergeben falsche Resultate. Hier werden KPIs empfohlen, deren Steuerungsrelevanz meist zweifelhaft erscheint.

4.1 Nabelschau Jung von Matt und Brandnew IO?

Z.B. führten die Agenturen Jung von Matt and Brandnew IO eine interessante Studie durch, in der versucht wurde mit Hilfeeiner Methode – Random Forests – Daten von gut 655 Influencers über 2 Jahre hinweg zu analysieren.
Die Studie umfasst Instagram Influencers. Man findet Aussagen wie:

      • „The sample is thus not entirely random and presents a self-selection bias.“

Entweder ist eine Stichprobe repräsentativ oder nicht. Die Studie basiert also auf einer nicht randomisierten Stichprobe, welche zu Selektionsbasis führt.
Weiter wird erwähnt:

      • „the response: the business KPI we are interested in; e.g. engagement rate or number of likes per post.“
      • „the predictors: the factors, metrics or dimensions that we aim to investigate in order to understand
        whether they have any impact on the response; e.g. age of poster, average income of audience, or the day of week the post went live.“

Doch gerade für mehrere Faktoren, wie oben erwähnt braucht es eine multivariate Erweiterung der Methodik von Strobl, Malley und Tutz, wie sie die Gradient Boosted Regression Trees von Friedman bietet.
Darüber hinaus liest man Schlussfolgerungen wie:

      • die beste Zeit für Influencer zum Posten auf Instagram ist 18:30 Uhr (wie wissen die Autoren, dass dies nicht von den Followers abhängt und deren Alter, Land, Interessen/Thema des Influencers, usw.?).
      • Fragezeichen, Titel mit 35 Wörtern auf Instagram und 3 Hashtags sind die magische Formel für Engagement (und inwiefern sind diese Faktoren korreliert und eliminieren sich dabei vielleicht gegenseitig?).

Die im Report gemachten Angaben erwecken den Eindruck, dass die von den Autoren gemachten Schlussfolgerungen auf falsch angewendete Methodik oder Nichteliminierung von gewissen Effekten beruhen. Das führt zu unserem Fazit:

Einer Agentur die Verantwortung für die Auswahl der Influencer erteilen, ist nicht effektiv.
Hier braucht es systematische Arbeit für die Erarbeitung der steuerungsrelevanten Kennzahlen.
Die Marke muss in diesen Prozess involviert sein.

Checkliste: So wählt man Influencers aus welche zur Marke passen.

Checkliste: So wählt man Influencers aus welche zur Marke passen.

4.2 Andy Lippner: Reichen Zahlenspielereien, wenn es um Geld geht?

Andy versucht die Sache anhand eines Pakets, bestehend aus einem Blogeintrag und 2 Social Posts (z.B. 2 Fotos auf Instagram), zu illustrieren. Er nimmt z.B. an, ein Mikro-Influencer hätte 5,000 bis ca. 50’000 Followers (was er als Reichweite bezeichnet). Beispiele sind:

  • $ 200 bis $ 1.500, mit Standard Nutzungsrechten und ohne Exklusivität und
  • 400 bis 4000 US-Dollar mit erweiterten Nutzungsrechten und Exklusivität.

Für einen Top-Level Influencer (ein nicht-prominenter Influencer mit mehr als 100,000 Followers) sieht dies wie folgt aus:

  • 4.000 bis 20.000 US-Dollar, mit Standard Nutzungsrechten und ohne Exklusivität und
  • $ 15.000 bis $ 50.000-plus, mit erweiterten Nutzungsrechten und Exklusivität.

Der Autor betont dabei, dass ein Influencer wenig mehr verlangen wird, um es auf verschiedenen zusätzlichen Plattformen zu publizieren. Doch stellt sich die Frage, ob unser Zielpublikum es dort auch sehen will – oder es dieses dort überhaupt erreicht. Facebook Nutzer bilden nicht unbedingt auch dieselbe Nutzergruppe wie auf Snapchat oder Instagram.
Natürlich, einen Blogeintrag auf der Webseite vom Unternehmen zu publizieren, ist gut. Doch denselben auch auf der Seite der Influencerin zu zeigen, das goutiert Google nicht. Diese Strategie ist aus SEO-Gründen nicht zu empfehlen.
Ein ganzheitlicher Ansatz ist interessant, aber je nach Land oder sogar Region (z.B. Kalifornien vs. mittlerer Westen der USA) muss der Ansatz angepasst werden.
Im Vordergrund steht die langfristige Zusammenarbeit mit dem Influencer und nicht ein „flash in the pan“ (wie beim Flambieren). Die langfristige Wirkung ist unser Ziel.
So wie oben dargestellt, erreichen Sie eine Preisvorstellung und können schnell ein Budget erstellen. Ob dieser Ansatz Ihnen jedoch eine effektive und erfolgreiche Kampagne bringt, ist zu bezweifeln.

4.3 Der Influencer-Brand-Fit ist sehr wichtig

Nur wenn mein Influencer zu meinem Brand passt (z.B. ähnliche Werte und bleibt diesen Werten dabei über Jahre treu), sollte eine Zusammenarbeit in Betracht gezogen werden.
Natürlich helfen hier auch Kennzahlen. Diese nutzen wir, um unseren Kunden aufzuzeigen, wieso ein Influencer sich für die Zusammenarbeit empfiehlt.
Die für Sie richtigen Kennzahlen zu entwickeln ist essentiell. Und nein, eine Nabelschau mit Followers auf Instagram zu betreiben (Problematik Fake, Leute vergessen zu schnell, usw.), ist kein professioneller Audit zur Evaluation der Influencer Marketing Aktivitäten.
Packen Sie es richtig an, es lohnt sich.

Der Influencer-Brand-Fit ist Match entscheidend.

Der Influencer-Brand-Match ist entscheidend.

Schlussfolgerungen: Was sind die nächsten Schritte?

Facebook Likes korrelieren nicht mit mehr Business oder Engagement (d.h. es besteht keine Kausalität im Sinne von „mehr Likes = mehr Verkauf“). Das gleiche gilt auch für Instagram Likes.
Doch können Influencers helfen, die Bekanntheit der Marke zu steigern. Aber dies hilft nur dann, wenn der Bekanntheitsgrad auch in der gewünschten Zielgruppe erhöht wird.
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde, wäre Ihre Meinung:

      • Welche Marke ist für Sie ein tolles Beispiel, wie man das Influencer Marketing richtig macht?
      • Lassen Sie sich von Influencers in Ihrem Verkaufverhalten beeinflussen?
      • Wie nutzen Sie digitale Kanäle oder auch Influencer zur Stärkung der Marke?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werde.

Download die Slides von der DrKPI®  Präsentation bei MarComSuisse in Zug: 10 MB, PDF Datei

[embeddoc url=“http://blog.drkpi.de/wp-content/files/DrKPI-Influencer-Marketing-MarcomSuisse-Download.pdf“ width=“100%“ viewer=“google“]
Die Grafik unten inklusive das Video für den Fernsehspot illustrieren, was passieren kann, wenn man einen Star in der Werbung als Markenbotschafter nutzt. Clicks, Gespräche, usw.
Doch hat die Kampagne für das viele Geld mehr Kunden dazu bewegt, vom Auto oder Flugzeug auf die Bahn umzusteigen, um von Berlin nach München oder umgekehrt zu reisen?
Wenn dies geschah, chapeau an die Bahn. Wenn nicht, was lief falsch?
Ganz einfach, ich erkläre es Ihnen bei einer Tasse Tee im Büro oder am Deutschen Marketing Tag 2017 #DMT17, in Frankfurt. Wir sehen uns.

€15 Mio Kampagne mit Nico Rosberg als Influencer: Ein Flop?

€15 Mio Kampagne mit Nico Rosberg als Influencer: Ein Flop?

Auch in Holland wird Personal gesucht. Fast immer jedoch nur stundenweise Teilzeit Anstellung zu unregelmässigen Zeiten.

In Kürze: Employer Branding ist ein beliebtes Schlagwort wie auch Word-of-Mouth (WOM) Marketing oder Markenstärke.
Doch was tun wenn es an Motivation und Hilfsbereitschaft mangelt?
Das Wissen über das Produkt das verkauft wird beim Verkaufspersonal zu wünschen übrig lässt?
Das hilft dem Employer Brand kaum.
Das Word-of-Mouth über den Service wird Online und Offline sicherlich nicht besser.
Einige Eindrücke von Shopfloors welche wir in den letzten Wochen besucht haben.
Fragen unten einfach anklicken und Sie können sogleich die Antwort lesen.

Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Dinge welche sie wissen sollten. Uebrigens:

  • Was war Ihr letztes tolles Einkaufserlebnis? Können Sie sich noch erinnern?

1.  Wo bleibt das tolle Einkaufserlebnis?

Was einem in einem Laden von Esprit, Adidas, Nike, usw. sofort auffällt ist:

  1. Mitarbeiter finden sich selber sehr cool (extremes Beispiel siehe Adidas Store in Antwerpen), und
  2. haben es sehr lustig miteinander.

Eigentlich toll nur das Problem ist, dass der Service vom Personal zu wünschen übrig lässt.
Abgesehen davon, viele dieser „coolen Typen“ kenn die eigenen Produkte nur sehr ungenau. Das heisst, wie diese gemacht sind, warum das tragen dieses Schuhes ein Vorteil ist, usw. kann einem niemand erklären. Traurig aber war.

Bei Adidas geht die eigene Rauchpause vor. Resultat: einige Kunden helfen sich selber, andere haben den Laden schon verlassen. Word-of-Mouth ist: Service nicht zufriedenstellend.

Bei Adidas geht die eigene Rauchpause vor. Resultat: einige Kunden helfen sich selber, andere haben den Laden schon verlassen. Word-of-Mouth ist: Service nicht zufriedenstellend.


Da liebe ich den Levi Strauss & Co. Store in Antwerpen. Gleich neben Adidas. Der Verkäufer weiss welche Produkte er hat. Deren Vor- wie auch Nachteile sind ihm geläufig. Er ist freundlich, springt für alle Kunden, sucht die richtige Grösse raus. Sagt einem auch wenn es nicht gut genug sitzt. Hat Ideen was besser sitzen könnte.
Schlechter Service im Einzelhandel stärkt die Marke auf keinen Fall. Guter Service Offline und Online schon eher.
Noch schlimmer kommt es, wenn der Service zu negativem Word-of-Mouth Marketing führt. Es könnte ja sein, dass ich meine schlechten Erfahrungen an meine Freunde weitergebe.
Das stärkt auch meinen Employer Brand keinesfalls. Wer ist schon wirklich enthusiastisch bei Adidas zu arbeiten, wenn deren Service Niveau weit unter dem Durchschnitt ist?
Der Timberland Laden in Antwerpen war da ein Vorbild für das Thema Einkaufserlebnis mit Mehrwehrt

  • Freundlichkeit, Schnelligkeit, Hilfsbereitschaft und sogar Humor von allen der 3 Verkäufer von 3 verschiedenen Leuten von uns getestet.

Timberland in Antwerpen: Exzellenter Service, Vom Chef bis zum Verkäufer, mit Humor, Wissen und Hilfsbereitschaft

Timberland in Antwerpen: Exzellenter Service, Vom Chef bis zum Verkäufer, mit Humor, Wissen und Hilfsbereitschaft


Aber manchmal klappt das nicht einmal von einem Laden einer Kette zum nächsten. Antwerpen war sehr gut was Service, Freundlichkeit und Wissen der MitarbeiterInnen angeht.
Ganz im Gegensatz zum Timberland Shop in Den Haag. Warum wohl. Das ist doch der Vorteil einer Marke, einheitlicher Service egal in welchem Ort ich einen Laden betrete.
Aber der Manager oder die Managerin macht vielleicht den Unterschied?
Fazit: Der Einzelhandel sucht qualifizierte Arbeitskräfte.
Doch guter Service is in Ladenketten nich immer einfach zu bekommen.
Auch ist das Niveau und Qualität der Dienstleistung zwischen verschiedener Ableger von Ketten nicht unbedingt vergleichbar.

2.  Einzelhandel: Wo sind die motivierten Mitarbeiter ?

Seit ca. 3 Monaten besuche ich des öfteren Läden aus privaten aber auch beruflichen Gründen.  Zum Beispiel in den Niederlanden fand ich sehr interessant dass:

  • im Einzelhandel anscheinend ein nicht zu unterschätzender Bedarf nach qualifiziertem und motiviertem Personal besteht.

An vielen Schaufenstern war eine Notiz zu finden (siehe Beispiel unten von Esprit) mit einer Aufforderung, dass man sich bewerben solle.
Doch jedesmal, wenn ich mich dann im Laden erkundigte, für wieviele Stunden die Arbeit denn sei, hiess es Flexibilität sei gefragt.
Nach meinem genaueren Nachfragen kam dann fast immer raus, dass die Stelle keine garantierte Anzahl Stunden je Woche hätte. Das heisst, die Person müsse flexibel je nach Bedarf auf Abruf von Montag bis Samstag einsetzbar sein.

Enthusiastische Mitarbeiter sucht auch mein Unternehmen. Doch diese nach deren Einstellung motiviert zu halten ist SEHR schwierig. MEHRWERT bietet dem Kunden der Laden nur dann, wenn dessen Mitarbeiter, motiviert, hilfsbereit und freundlich mit viel Wissen über das Produkt dem Kunden tatkräftig zur Seite stehen.

Enthusiastische Mitarbeiter sucht auch mein Unternehmen. Doch diese nach deren Einstellung motiviert zu halten ist SEHR schwierig. MEHRWERT bietet dem Kunden der Laden nur dann, wenn dessen Mitarbeiter, motiviert, hilfsbereit und freundlich mit viel Wissen über das Produkt dem Kunden tatkräftig zur Seite stehen.


Fazit: Was vom Verkäufer gefordert ist wird oft mehr oder weniger klar definiert (inklusive Foto… wird da vielleicht bei Esprit diskriminiert?).
Doch wie wertvoll dieses Humankapital dem Unternehmen wirklich ist, bleibt bei meinen Recherchen mit Ladenchefs und deren MitarbeiterInnen oft etwas unklar.

3. Was ist der Mehrwert für den Ladenbesucher?

Die obige Situation ist auch mit derjenigen in deutschen oder schweizerischen Ladenketten vergleichbar. Doch nirgendwo in der D-A-CH Region hörte ich Wörter wie –  motiviert, engagiert, flexibel, usw. –  so oft wie in Holland. Ladenmanagement oder Recruiter betonen diese Buzzwords. Aber wie funktioniert dies in der Praxis?
Motivierte und freundliche Mitarbeiter wollen wir alle. Wenn ich Kleider, Geräte wie Kaffeemaschinen, PCs, oder Haushaltgeschirr im Laden mit gutem Service kaufe, gibt es 3-primäre Gründe warum ich dies im Laden tue und nicht auf einem Digital Marketplace:

  1. Ich kann mir die Dinge zuerst einmal angucken, d.h. diese anfühlen, anprobieren im Fall von Kleidern, usw.
  2. Ich habe die Möglichkeit den gut ausgebildeten Verkäufer Dinge über das Produkt zu fragen (Vorteile gegenüber Produkt X, Materialien, usw.).
  3. Wenn ich was suche hilft die Verkäuferin mir das vielleicht passende Gerät, Kleid, Paar Schuhe oder Werkzeuge wie Schraubenzieher zu finden. Manchmal macht mich das Verkaufspersonal auch auf eine attraktive Alternative aufmerksam.

Doch leider werden diese 3 Punkte öfters nicht erfüllt. Zum Beispiel, bei Nachfrage nach dem Material im Produkt weiss die Verkäuferin keinen Bescheid. Also gehe ich nach Hause, nutze das Internet des Herstellers und finde die Informationen selber.
Das obige Beispiel zeigt, wenn ich dann auf der Internetseite bin, kann ich ja gleich dort bestellen. Warum soll ich z.B. in Alkmaar topshelf.nl ein zweites Mal besuchen um die Regenjacke zu kaufen?
Die Vorteile der persönlichen und fachkundigen Bedienung im Laden gegenüber dem Einkauf auf dem Digital Marketplace muss genutzt werden.
Als Ladenbesitzer heisst dies aber auch, ich muss in mein Personal investieren und versuchen mit deren Hilfe meine Markenstärke zu steigern und den Employer Brand noch attraktiver zu machen.
Fazit: Wenn ich genau weiss was ich will – Samsung Galaxy 10 S oder BlackBerry 12 – hängt der Entscheid oft auch vom Preis ab. Dann ist der Einkauf auf dem Digital Marketplace bequem und möglicherweise sehr attraktiv.
Beim Kleid, verderblichen Lebensmitteln, usw. hat der Händler um die Ecke einen Vorteil.
Doch diese Vorteile kann der Händler nur mit gut ausgebildetem, motiviertem und freundlichem wie auch hilfsbereitem Personal nutzen das sich sicher ist, dass der Arbeitgeber dessen Leistung zu würdigen weiss.
Der Laden muss dem Kunden klaren Mehrwert im Verhältnis zum Digital Marketplace bieten. Ansonsten fallen die Umsätze spätestens morgen wenn nicht schon heute Nachmittag.

Wenn im Einzelhandel die Angestellten mehr mit sich selber beschäftigt sind als mit den Kunden: Vorteil von Service und Beratung im Laden gegenüber Selbstservice auf dem Digital Marketplace geht flöten. Bsp Topshelf.nl in Alkmaar.

Wenn im Einzelhandel die Angestellten mehr mit sich selber beschäftigt sind als mit den Kunden: Vorteil von Service und Beratung im Laden gegenüber Selbstservice auf dem Digital Marketplace geht flöten. Bsp topshelf.nl in Alkmaar.

4. Markenstärke: Reputation und Vertrauen

Kundenservice wie auch eine tolle Garantieleistung kommt nicht ohne erhebliche Kosten. Das gilt für den Grosshändler, Hersteller und / oder den Verkäufer der über den Digital Marketplace verkauft oder einen e-Shop betreibt..
Heute gibt es sicherlich 3 Möglichkeiten Service zu bekommen:

  1. Man besucht den Laden und bringt das Produkt zur Reparatur.
  2. Das Produkt wird an den Internet Händler zur Reparatur gesandt.
  3. Alle Garantiearbeiten werden vom Hersteller ausgeführt, d.h. das Produkt muss dort eingereicht werden (spart dem Händler die Umtriebe).

Auch bei den obigen 3 Varianten gibt es verschiedene Lösungsansätze. Zum Beispiel, Apple will als Hersteller die Garantiearbeiten selber ausführen. Da kann es passieren, das das Produkt welches man bei einem Händler gekauft hat, von diesem nach Holland zu Apple zur Begutachtung  und Reparatur geschickt wird.
Natürlich kann hier der Apple Store die Garantiearbeit womöglich gleich vor Ort ausführen oder das Kabel wird gleich ersetzt. Spart dem Kunden Zeit und sichert, dass er den Apple Store besucht und nicht den Händler welcher ihm das Produkt ja verkauft hat.
Apple spekuliert natürlich, dass man sich die Produkte im Laden gut anschaut. Noch besser ist wenn man das nächste Apple Produkt dann gleich oder baldmöglichst im Apple Store einkauft.
Beim Einkauf auf dem Internet muss der Kunde sein beschädigtes Produkt einsenden an den E-Commerce Händler. Dann kann dann das passieren wie unten beschrieben.

Von: PC-Ostschweiz.ch
Gesendet: Mittwoch, 19. Juli 2017 13:55
An: U.Gattiker
Betreff: PC-Ostschweiz Information (Kundennummer 30902561)
Sehr geehrter Herr Gattiker,
vielen Dank für die Einsendung des Defekten Artikels.
Bei der Prüfung haben wir festgestellt, dass die Kontakte, wo das Kabel am Controller eingesteckt wird, verbogen sind.
Dies ist eine mechanische Beschädigung und die Garantie wird durch den Hersteller deshalb abgelehnt.
Dürfen wir den Artikel für Sie entsorgen oder an Sie zurück senden?
Bitte um eine Rückmeldung wie wir mit dem Artikel umgehen dürfen.
Bei Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Freundliche Grüsse
Ihr Team von PC-Ostschweiz

PC Ostschweiz macht Vorinspektion und legt fest ob die Garantieansprüche berechtigt sind. In diesem Falle sagte man zuerst nein .... und fragt den Kunden ob er das Produkt zurückhaben will oder ob man es entsorgen darf. 

PC Ostschweiz macht Vorinspektion und legt fest ob die Garantieansprüche berechtigt sind. In diesem Falle sagte man zuerst nein …. und fragt den Kunden ob er das Produkt zurückhaben will oder ob man es entsorgen darf.


Natürlich habe ich argumentiert, dass auch wenn ein Kontakt nicht mehr 100% gerade raussticht, sollte der Kontakt noch funktionieren.  Nach weiterem insistieren, sah sich der Händler genötigt das beschädigte Produkt dem Hersteller zukommen zu lassen. Dieser hat dann ein Materialfehler gesehen und das Produkt repariert / ersetzt.

From: PC-Ostschweiz.ch
Subject: AW: PC-Ostschweiz Information (Kundennummer 30902561) RMA 61184999
Date: 21 August 2017 at 16:40:24 GMT+2
To: U.Gattiker
Guten Tag Herr Gattiker
Vielen Dank für Ihre Nachricht.
Wir haben Ihr Gerät heute zurückerhalten.
Es wurde durch den Hersteller in Garantie repariert.
Freundliche Grüsse
Ihr Team von PC-Ostschweiz

Das ganze Prozedere hat gut einen Monat gedauert. Übrigens, dass war das 2 Mal wo wir innerhalb der 2-jährigen Garantieperiode dieses Produkt retournieren mussten.
Das heisst für uns 2 x Umtriebe und Kosten. Nebenbei mussten wir noch die Verpackung organisieren, sodass wir das Produkt per Post retournieren konnten.
Einfacher ist da wenn ich die Ware einfach dem Händler zurück bringe und dieser es einschickt. Spart mir Zeit und Geld.
Trotzdem, PC-Ostschweiz hat die Arbeit gut erledigt, der Service funktionierte, das Produkt läuft wieder bestens.
Fazit:  Den Verkäufer gegenüber zu stehen und das Garantieproblem zu erklären ist für mich einfacher als dies mit einer eMail tun zu müssen.
Die Reputation des Laden oder der Online Plattform basiert auf des Kunden Erfahrung mit dem Lieferanten. Laut Jeff Bezos hängt dies z.B. davon ab, wie gut Garantiefälle gelöst werden.

5. Schlussfolgerungen: Müssen wir uns an der Nase nehmen?

An vielen Orten hört man, dass der Einzelhandel zu kämpfen hat. Wer es nicht glaubt lese einfach diesen Report:
Credit Suisse (Januar 2017). Economic Research Retail Outlook 2017. Swiss Issues Branchen
Schweizer Detailhandel im Umbruch. Aufgerufen am 2017-09-04 auf https://business-easy.credit-suisse.com/media/pdf/retail-outlook-de.pdf
Credit Suisse ist ebenfalls der Meinung, das z.B. dieses Jahr rund 8640 Läden in den USA die Tore schliessen dürften. Viele reden vom Einkaufserlebnis. Sicher kann dies wichtig sein doch wenn ich das für mich definiere heisst dies:

Ein gutes Einkaufserlebnis erlebe ich, wenn ich einen Laden betrete und dort fachkundigen Service bekomme von einem unaufdringlichen, freundlichen und hilfsbereiten Verkäufer oder Verkäuferin.

Sicher, auch der Kunde hat die Verantwortung den Verkäufer mit Respekt und Freundlichkeit zu behandeln. Wobei ein Dankeschön für den guten Service wirklich Pflicht ist.
Was motiviert einen Verkäufer mehr als vom Kunden zu hören, dass er zufrieden ist. Das heisst jedoch auch:

  • Laden besuchen, Schuhe probieren, Foto machen und dann im Internet kauf geht nicht…

Mein Vorschlag, suchen wir uns einen Laden wo es tollen Service gibt. Wenn es 5% mehr kostet als auf dem Digital Marketplace, was soll das? Der Service mit dem gut informierten und hilfsbereiten Verkäufer ist es allemal wert.
Trotzdem, die beschriebenen Beispiele zeigen jedoch, dass nicht alles richtig zu funktionieren scheint im Einkaufsparadies. Löbliche Ausnahmen wie Timberland und vor allem Ketten die kleiner sind (z.B. 2 oder 3 Läden) muss ich hier auch erwähnen.
Solange mir der Digital Marketplace die englischsprachigen Bücher schneller und kostengünstiger liefert als der Buchhändler, nutze ich den Service. Will und brauche ich Beratung, erhalte ich diese in meinen Lieblingsläden. Natürlich Beratung im Laden und dann Kauf im Netz, dass geht gar nicht :-(   Das empfinde ich als unverschämt.
Service hat seinen Preis. Wenn wir weiterhin guten Service bekommen möchten, dann müssen wir dort unser Geld ausgeben, wo wir guten Service auch bekommen. Beispiel siehe Fussball-Corner Oechslin – Fussballschuhe – Fanartikel.
QuelleEinzelhandel: Weniger in der Kasse
Offenlegung: Der Autor gibt an, dass keine der hier genannten Brands oder Läden Kunden sind. Es ergeben sich somit keine Interessenkonflikt hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

    1. Wann kaufen Sie im Laden?  Wann und warum auf dem Digital Marketplace / Plattform?
    2. Wann hatten sie das letzte Mal ein tolles Einkaufserlebnis? Was war besonders gut?
    3. Haben Sie ein Beispiel von einem Online Einkauf wo es mit der Erfüllung der Garantie nicht klappte?
    4. Welchen Aspekt den Sie als wichtig empfinden haben wir hier vergessen?

Herzlichen Dank für den Kommentar den ich natürlich beantworten werde.

Auch bei Oger.NL braucht es neue Mitarbeiter welche motiviert sind... doch verstehen sie das Produkt, sind freundlich ... und werden vom Arbeitgeber geschätzt.

Auch bei Oger.NL braucht es neue Mitarbeiter welche motiviert sind… doch verstehen sie das Produkt, sind freundlich … und werden vom Arbeitgeber geschätzt?

1991 gaben DK Studenten Daten preis für kostenlose SMS Angebote, 2017 geben US Studenten eMail Adressen von Freunden preis für eine gratis Pizza.

In Kürze. Warum Datenschutz mehr wert ist als eine kostenloses Stück Teig.
Wie lösen wir das Problem, wenn Konsumenten willens sind die Privatsphäre für kostenlose Pizza zu verletzen.
Was sind die Herausforderungen für Employer Branding, Marketing und Recruiting mit der neuen DSGVO?
Der nachfolgende Beitrag aus unserer Reihe zum neuen Bundesdatenschutzgesetz zeigt auf, welche Dinge Marketing, Personalfachleute und Manager berücksichtigen müssen.

Update gefällig?

Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein, bleiben Sie auf dem Laufenden und erhalten jeweils eine Reminder-Mail, sobald ein neues Thema zum EU Datenschutz, Marketing und Compliance veröffentlicht wird.
[su_box title=“Weitere wichtige News zum EU Datenschutz“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
2018 EU Datenschutz:  Marketing aufgepasst
2018 EU Datenschutz:  Personalrekrutierung oder kostenlose Pizza gefällig? (sie sind hier)
2018 EU Datenschutz: KMU, was nun?
2018 EU Datenschutz Ratgeber: Facebook Likes und DSGVO: Ist der Bewerber drogensüchtig?
2018 EU Datenschutz Compliance mit Google Analytics 
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing – September 2017
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing Trends – März 2018
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Compliance Ressource Seite – Tools, Checklisten (April 2018 regelmässige Updates)
MC Stuttgart-Heilbronn – DSGVO: Tipps
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Workshop für Marketing Fachleute – 8. März 2018
Download White Paper:  Gattiker, Urs E., Temmen, Taina, & Sinistra, Patrizia (2017-11). EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO): Was ist Sache für Marketing Manager, Geschäftsleitung und Vorstand? White Paper Serie. Düsseldorf: Deutscher Marketing Verband e.V. (DMV). Aufgerufen am 2017-12-01 auf http://MCLago.com/download/13/
[/su_box]
Am 4. Mai 2016 wurde die Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung) kundgemacht.
Fragen unten einfach anklicken und Sie können sogleich die Antwort lesen.

Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Dinge welche sie wissen sollten.
Die Verordnung ist in der deutschen Fassung 88 Seiten lang und hat 173 Erwägungsgründe und 99 Artikel.
Die potenziellen Bußgelder bei zuwider handeln können bis zu 20 Millionen Euro beziehungsweise vier Prozent des globalen Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahrs ausmachen.

Am 10 Januar, 2017 wurde die finale Version der geplanten ePrivacy-Verordnung als offizieller Vorschlag der EU Kommission veröffentlicht. Die neue e-Privacy-Verordnung soll die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) flankieren, die zum 25. Mai 2018 in Kraft tritt.
Als EU Verordnung ist die DS-GVO wie auch die ePrivacy-Verordnung in jedem EU-Mitgliedstaat grundsätzlich unmittelbar anwendbar. Weil sie allerdings zahlreiche Öffnungsklauseln hat, ermöglicht z.B. die DS-GVO dem nationalen Gesetzgeber gewisse Spielräume.
Deshalb ist damit zu rechnen, dass es auch noch eine Änderung der nationalen Gesetze geben wird.Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) muss bis zum 5 Mai 2018 in die jeweilige nationale Gesetzgebung einfliessen. Das DS-GVO tritt dann am 25. Mai 2018 in Kraft.

1. Recruiting mit Social Media: DSGVO Verletzung möglich

In den letzten Jahren sind Social Media immer mehr Werkzeuge des täglichen Lebens geworden.
Für jede Art von Nutzer gibt es etwas wie Twitter oder Snapchat, Instagram oder Pinterest, LinkedIn oder Xing, usw. wir alle, mit wenigen Ausnahmen, nutzen eind oder sogar gleich mehrere dieser Plattformen.
Mit der neuen DSGVO werden hier einige Meinung von Datenschutzbeauftragten der EU Mitgliedstaaten fast ein wenig klammheimlich dazu genutzt, Regeln zu machen.
Article 29 Working Party, unter Letters, Opinions and other documents ==> Opinion 2/2017 on data processing at work – wp249 cpdf Datei

Die Article 29 Working Party had in Sachen DSGVO angegangen die Dinge auszulegen. RIESENPROBLEM: Social Media Profiles von Bewerbern und Nutzung bei der Arbeit. AUFGEPASST.

Die Article 29 Working Party had in Sachen DSGVO angegangen die Dinge auszulegen.
RIESENPROBLEM: Social Media Profiles von Bewerbern und Nutzung bei der Arbeit. AUFGEPASST.


Siehe ganz unten das zur Einsicht angefügte Dokument, S. 11 …

2. Recruiting mit Hilfe von Social Media, aber dann richtig

Doch heute findet man fast alle Jobs Online, d.h. in Social Networks wie z.B. Xing – Diskussiongruppe Markenstärke und Markenimage.

Stelle frei, Eintrag in Social Network Gruppe auf Xing

Stelle frei, Eintrag in Social Network Gruppe auf Xing


Angestellte verteilen Informationen über offene Stellen über ihre privaten Social Media Konten. Das ist heute „normal.“
Interessant ist ebenfalls, dass dies fast unweigerlich dazu führt, dass ein Bewerber über die offene Stelle über eines der Social Networks wie Xing, Facebook oder Instagram erfährt.
Oft nimmt man dann auch über das Netzwerk Kontakt mit der Person auf, welche die Information gepostet hat.
Der unten aufgezeigte Beschrieb der offenen Stelle führt auf, dass ein Bewerber eine Social Media Affinität mitbringen muss. Doch das neue Datenschutz Regularium legt fest (wie oben aufgezeigt und mit Gelb markiert):

Only if it is necessary for the job to review information about a candidate on social media, for example, in order to be able to assess specific risks regarding candidates for a specified function, and the candidates are correctly informed (for example, in the text of the job advert) the employer may have a legal basis under Article 7(f) to review publicly-available information about candidates.
(Nur wenn notwendig für die Arbeit, kann Information über einen Bewerber auf Social Media eingesehen werden, zum Beispiel, für Kandidaten welche sich für eine Funktion mit speziellen Risiken bewerben, und die Kandidaten wurden korrekterweise informiert (z.B. in der Stellenausschreibung), dann könnte der Arbeitgeber eine Rechtsgrundlage haben unter Artikel 7(f) um frei zugängliche Informationen über Kandidaten zu evaluieren)

Die Stellenbeschreibung unten zeigt, dass dies nicht genau erklärt wird. Das heisst Gruner & Jahr und deren Firmen müssen sich hier noch verbessern um DSGVO konforme Stellenbeschriebe über Social Networks zu verteilen.
Der Screenshot macht keinen Hinweis, dass man Social Media bei der Arbeit nutzen muss in Zusammenhang mit seiner Arbeit.
Doch das Image unten zeigt sehr schön, dass eine Affinität mit Social Media Pflicht ist – hier die Anzeige Online.

Gruner + Jahr AG & Co KG ist Europa's grösstes Druck- und Verlaugshaus. Was der Bewerber haben muss: Affinität zu Social Media - ist das gemäss DSGVO compliant?

Gruner + Jahr AG & Co KG ist Europa’s grösstes Druck- und Verlaugshaus. Was der Bewerber haben muss:
Affinität zu Social Media – ist das gemäss DSGVO compliant?


Die Teilung oder das Sharing von solchen Stellen ist populär aber stösst oft auf wenig Gegenliebe wie diese Kennzahlen zeigen. Von 3000 Mitgliedern in der Xing Gruppe sind kaum 5 Clicks von diesen gekommen. Resonanz, obwohl die Ausschreibung relevant ist für das Thema der Gruppe ist = 0.
Trotzdem ist klar, dass das Unternehmen auch die Social Media Profile der Bewerber zu Rate ziehen wird. Doch dies müsste laut den neuen Regeln im Stelleninserat offen gelegt werden.

3. Folgeabschätzung

Die Datenschutz-Folgeabschätzung (DSFA) ist grundsätzlich eigentlich nichts anderes, als die bisher im deutschen Datenschutzrecht schon bekannte Vorabkontrolle (§ 4d Abs. 5 BDSG).
Diese ist immer dann durchzuführen, wenn besonders sensible Daten nach § 3 Abs. 9 BDSG verarbeitet werden oder die Datenverarbeitung dazu bestimmt war, die Persönlichkeit des Betroffenen, einschließlich seiner Fähigkeiten, Leistungen oder seines Verhaltens zu bewerten. In diesen Fällen prüft der Datenschutzbeauftragte die dem Verfahren innewohnenden besonderen Risiken für die Rechte und Freiheiten des Betroffenen und gibt am Ende dieser Prüfung eine Stellungnahme zur Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung ab.
Wie die Vorabkontrolle dient die Datenschutz-Folgeabschätzung der Bewertung von Risiken und deren mögliche Folgen für die persönlichen Rechte und Freiheiten der Betroffenen. Nach Abschnitt 3, Artikel 35 ist das Unternehmen verpflichtet eine Folgeabschätzung zu machen.
Gemäss Art 35 Absatz 1 muss der Auftraggeber bei Formen der Verarbeitung von Personendaten vorab eine Abschätzung der Folgen einer Datenanwendung für den Schutz personenbezogener Daten durchführen.
Dies gilt dann, wenn die aufgrund der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für die persönlichen Rechte und Freiheiten haben, insbesondere bei Verwendung von Technologien.

4. Tools und Ressourcen

Friedewald, Michael; Obersteller, Hanna; Nebel, Maxi; Bieker, Felix & Rost, Martin (Mai 2016). White Paper Datenschutz-Folgenabschätzung: Ein Werkzeug für einen besseren Datenschutz. Aufgerufen, Mai 10, 2017 auf https://www.forum-privatheit.de/forum-privatheit-de/publikationen-und-downloads/veroeffentlichungen-des-forums/themenpapiere-white-paper/Forum_Privatheit_White_Paper_Datenschutz-Folgenabschaetzung_2016.pdf
Sievers, Jacqueline & Vasella, David (15. April 2017). Datenschutz-Folgenabschätzung: Leitlinien der Artikel-29-Arbeitsgruppe (Entwurf) Blogeintrag aufgerufen 2017-05-10  http://datenrecht.ch/datenschutz-folgenabschaetzung-leitlinien-der-artikel-29-arbeitsgruppe/
Article 29 Data Protection Working Party. 17/EN WP 248 (Arbeitspapier 248 zur DSFA). Guidelines on Data Protection Impact Assessment (DPIA) and determining whether processing is “likely to result in a high risk” for the purposes of Regulation 2016/679 Aufgerufen am 2017-05-10 auf http://ec.europa.eu/newsroom/document.cfm?doc_id=44137 (PDF Datei).
Die neue E-Privacy-Verordnung ist als Ergänzung zur bereits beschlossenen EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DS-GVO). Sie soll idealerweise ebenfalls am 25 Mai 2018 in Kraft treten.
Doch dabei braucht es systematische Werkzeuge um die Sache richtig aufzugleisen.
Dies um so mehr da die Sanktionen für das EU-DS-GVO wie auch der e-Privacy Regelung ähnlich ausgestaltet sind. Sie beinhalten Geldbussen von bis zu 20 Mio. EUR oder 4% des gesamten weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmens.
[su_box title=“Tools für die Folgeabschätzung“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
Die französische Commission Nationale de l’Informatique et des Libertés ( CNIL) hat Arbeitshilfen für eine Datenschutz-Folgeabschätzung gemacht.

Das ganze ist gut erklärt aber geht nicht ohne viel Arbeit um regelkonform zu sein. Die Compliance Abteilung wird sich über die Mehrarbeit freuen.
[/su_box]

5. Was ist wertvoller? Gratis-Pizza oder die Privatspähre der Freunde?

Schwierig wenn schon Studenten bereit sind, die Privatsphäre ihrer Freunde zu verletzen:

Wir halten unsere Privatsphäre für wichtig und geben auch immer an, dass wir willens sind diese zu verteidigen. Doch wir handeln so als wäre diese nicht viel wert. Die obige Studie zeigt, dass es Menschen oft wenig kümmert wie gut geschützt ihre persönlichen Daten sind, wenn sie durch deren Freigabe Vorteile erhalten.
Die Studie testete auch inwiefern die Studenten für Bitcoin eine sichere Verschlüsselung wählen um deren Daten besser zu schützen. Doch sie waren nicht bereit mehr Zeiteinbussen hinzunehmen, indem sie eine bessere Verschlüsselung wählten (siehe auch Metzler, Beat – 2017-08-17. Verraten für ein Stück Teig.Tabes-Anzeiger, Analyse & Debatte, S. 11 https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/verraten-fuer-ein-stueck-teig/story/28941962.

5. Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: 2018 EU Datenschutz: Kostenlose Pizza gefällig
Die obigen Ausführungen zeigen, dass auch bei der Personalrekrutierung und im Umgang mit Daten von Arbeitnehmern die neue EU Datenschutz Grundverordnung (EU DS-GVO or DSGVO) wie auch die ePrivacy-Verordnung neue Anforderungen an die Compliance stellen.
Wie Social Media Profile genutzt werden dürfen bei der Auswahl von Bewerbern ist stark limitiert, was nicht unbedingt den heutigen Realitäten entspricht. Ob sich der Ausschluss solcher Daten vom Bewerbungsprozess durchsetzen lässt erscheint mir fraglich.
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Wie managen Sie Datenschutz im Employer Branding?
  • Wie haben Sie sich auf die neue Verordnung vorbereitet?
  • Welche Checklisten und Tools nutzen Sie bei dieser Arbeit?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werde.

Lesenswert

DOWNLOAD PDF Datei dieser Opinion der Article 29 Working Group – 850 KB

[embeddoc url=“http://blog.drkpi.de/wp-content/files/Artcile-29-Working-Party-WP-249-Opinion-2-2017-on-data-processing-at-work.pdf“ width=“100%“ height=“780px“ viewer=“google“]

EU Datenschutz 2018 e-privacy - Was bedeutet das für Werber und Marketing Experten? | Urheber: akoppo1 | Fotolia #118430415

In Kürze. Sind die neuen europäischen Normen ein administrativer GAU?
Wie vermeiden wir Fehler, welche rigorose Strafen und Bussen zu Folge haben können?
Welche Vorteile bringt diese weitere Regulierung der Digitalisierung?
Der nachfolgende Beitrag aus unserer Reihe zum neuen Bundesdatenschutzgesetz zeigt auf, welche Dinge Marketing Fachleute berücksichtigen müssen.

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2018 EU Datenschutz:  Marketing aufgepasst (sie sind hier)
2018 EU Datenschutz:  Personalrekrutierung oder kostenlose Pizza gefällig?
2018 EU Datenschutz: KMU, was nun?
2018 EU Datenschutz Ratgeber: Facebook Likes und DSGVO: Ist der Bewerber drogensüchtig?
2018 EU Datenschutz Compliance mit Google Analytics 
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing – September 2017
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing Trends – März 2018
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#MCLago 2018 EU Datenschutz: Workshop für Marketing Fachleute – 8. März 2018
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[/su_box]
Am 4. Mai 2016 wurde die Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung) kundgemacht.
Die Verordnung ist in der deutschen Fassung 88 Seiten lang und hat 173 Erwägungsgründe und 99 Artikel.

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Am 10 Januar, 2017 wurde die finale Version der geplanten ePrivacy-Verordnung als offizieller Vorschlag der EU Kommission veröffentlicht. Die neue Verordnung soll die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) flankieren, die zum 25. Mai 2018 in Kraft tritt.
Als EU Verordnung ist die DS-GVO wie auch die ePrivacy-Verordnung in jedem EU-Mitgliedstaat grundsätzlich unmittelbar anwendbar. Weil sie allerdings zahlreiche Öffnungsklauseln hat, ermöglicht z.B. die DS-GVO dem nationalen Gesetzgeber gewisse Spielräume.
Deshalb ist damit zu rechnen, dass es auch noch eine Änderung der nationalen Gesetze geben wird.Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) muss bis zum 5 Mai 2018 in die jeweilige nationale Gesetzgebung einfliessen. Das DS-GVO tritt dann am 25. Mai 2018 in Kraft.

1. Grundsätzliches in der EU DS-GVO

Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO oder DSGVO) auch unter der englischen Bezeichnung General Data Protection Regulation (GDPR) bekannt kann man als das Schneidern am Datenschutz-Schirm bezeichnen.
Was einem sofort auffällt ist Artikel 6, und weitere im EU DS-GVO.
Rechtmäßigkeit der Verarbeitung. Hier eine Liste der Dinge die wir berücksichtigen müssen.
(1) Die Verarbeitung ist nur rechtmäßig, wenn mindestens eine der nachstehenden Bedingungen erfüllt ist:

a) Die betroffene Person hat ihre Einwilligung zu der Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten für einen oder mehrere bestimmte Zwecke gegeben (Artikel 7);

b) die Verarbeitung ist für die Erfüllung eines Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich, die auf Anfrage der betroffenen Person erfolgen;

c) die Verarbeitung ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich, der der Verantwortliche unterliegt;

d) die Verarbeitung ist erforderlich, um lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person zu schützen;

e) die Verarbeitung ist für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde;

f) die Verarbeitung ist zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich, sofern nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person, die den Schutz personenbezogener Daten erfordern, überwiegen, insbesondere dann, wenn es sich bei der betroffenen Person um ein Kind handelt.

Unterabsatz 1 Buchstabe f gilt nicht für die von Behörden in Erfüllung ihrer Aufgaben vorgenommene Verarbeitung.

2.  Grundsätzliches in der EU ePrivacy Verordnung

Ein Cookie (engl. für Plätzchen) ist eine winzige Textdatei. Diese ermöglicht es einer Webseite den Nutzer nach dem ersten Besuch wieder zu erkennen.
Cookies werden auf der Festplatte in einer Textdatei gespeichert. Wenn ich dann das nächste mal meinen PC und den Browser starte, wird diese Textdatei wieder aufgerufen.
Diese Cookie-Dateien sind ein wenig wie ein Gedächtnis, sodass eine Webseite mich wieder erkennt wenn ich diese besuche.
Die neue E-Privacy Verordnung von Jan 2017, sollte mit derEU-DS-GVO am 25 Mai 2018 in Kraft treten. Die neue E-Privacy Verordnung soll die bisher geltende „Cookie-Richtlinie“ ersetzen.
Künftig sollen Nutzer den Einsatz von Cookies generell über die Privatsphäre-Einstellungen ihres Webbrowsers regeln können. Der bekannte Cookie-Warn-Banner, soll mit der neuen e-Privacy Verordnung der Vergangenheit angehören.
Doch ist nicht alles so einfach wie es einem auf den ersten Blick erscheint (siehe Factsheet des Bundesverbandes der Digitalen Wirtschaft BVDW).
Die E-Privacy-Verordnung soll grundsätzlich zur Anwendung gelangen, wenn Daten von Bürgern mit Wohnsitz in der EU bearbeitet werden. Das heisst, die Verordnung ist deshalb auch für Schweizer oder USA Unternehmen von Bedeutung.
Regelmässige Updates zur ePrivacy Verordnung gibt es beim BVDW

Wohin wird uns die EU Datenschutz Veordnung und ePrivacy Verordnung führen | Urheber: Mark Lamontagne Virginia | Death To Stock Photo

Wohin wird uns die EU Datenschutz Veordnung und ePrivacy Verordnung führen | Urheber: Mark Lamontagne Virginia | Death To Stock Photo


[su_box title=“3. Checkliste EU Datenschutz 2018: 3 Punkte die es zu berücksichtigen gilt“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]

1. Nachweisbares Datenschutzmanagement: Accountability Prinzip

Wer ist zuständig für was. Wir müssen somit unsere Abläufe noch genauer dokumentieren als heute. Das heisst Prüfungs- und Protokollierung-Software wird hier eingesetzt werden müssen.
Wie das bei innovativen Marketing Anwendungen geschehen soll, wissen wir bis Mai 2018 wohl kaum im Detail.

2. Meldepflicht und Compliance: Fast alle Pannenlecks müssen gemeldet werden

In der Praxis war bis heute die Regel, dass Pannenlecks im Bereich Marketing nicht gemeldet werden mussten. Grund war, dass diese Daten gewöhnlich nicht verarbeitet wurden wie z.B. bei Banken.
Ab 2018, egal welche Kategorie von Daten wir nutzen (z.b. für das Direct Marketing), die Panne muss bei der zuständigen Datenschutzbehörde gemeldet werden !

3. Auslegung der Regelung: Zentralisierter und langsamer

Datenschutzrechtliche Fragen werden in Zukunft nicht mehr definitiv von der Landesdatenschutzbehörde behandelt.
Mit Inkrafttreten der Verordnung im Jahre 2018 wird zu solchen Fragen zukünftig nur in Brüssel abschliessend Stellung genommen.
Dieses internationale Gremium, d.h. der Europäische Datenschutzausschuss oder kurz EDSA soll dann ab 25. Mai 2018 zu Fragen eines Datenschutzbeauftragten – welche heute direkt an die Landesdatenschutzbehörde gestellt werden – abschliessend behandeln und Stellung nehmen.
Das dies mehr Zeit braucht und die Dinge komplizierter und bürokratischer machen könnte als diese heute der Fall ist, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten.
PS. Kritik gibt es auch daran, dass die Bundesbeauftragte für den Datenschutz alleinige Vertreterin für alle deutschen Datenschutzbehörden im Europäischen Datenschutzausschuss (EDSA sein soll.[/su_box]

4. Ändert sich auch die nationale Gesetzgebung in der Schweiz?

Der Schweizer Bundesrat hat der Übernahme der neuen EU-Richtlinie bereits am 31. August 2016 zugestimmt und das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) beauftragt, die zur Umsetzung der Richtlinie erforderlichen Änderungen in die Totalrevision des DSG (aus 1993) aufzunehmen.
Der Vorschlag für das revidierte schweizerische Datenschutzgesetz (DSG) wurde Ende 2016 präsentiert. Das „Motto“ ist auch hier mehr Transparenz und stärkere Kontrolle über die eigenen Daten.
Der aktuelle Entwurf ist insbesondere darauf ausgerichtet, die schweizerische Gesetzgebung der Verordnung (EU) 2016/679 anzunähern. Die Totalrevision des DSG wird folglich auch eine umfassende Revision bestimmter Bundesgesetze zur Folge haben.
Die Datenschutzgrundverordnung (EU-DS-GVO)  wie auch die e-Privacy Regulierung werden im Mai 2018  in Kraft treten. Diese ist nach Einschätzung der economiesuisse ein „Musterbeispiel für eine praxisferne und unausgegorene Regulierung“.
Die schweizerische Lobbyisten Organisation für Grossunternehmen sind der Meinung, das neue Gesetz bringe Rechtsunsicherheit und einen erheblichen administrativen Mehraufwand. Frage ist natürlich,  in wie weit der Schutz der Privatsphäre überhaupt gestärkt wird.
Zur Zeit ist noch nicht genau ersichtlich, inwiefern der schweizerische Gesetzgeber einen praktikablen Zwischenweg finden wird.
Lesenswert: Keller, Claudia & Tschudin, Miachael (2017-04). Datenschutzrecht – Wo geht es hin? CH-D Wirtschaft 1/2017. Aufgerufen 2017-05-12 auf

4. Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: 2018 EU Datenschutz: Marketing
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Wie managen Sie Datenschutz im Marketing?
  • Wie haben Sie sich auf die neue Verordnung vorbereitet?
  • Welche Checklisten und Tools nutzen Sie bei dieser Arbeit?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werde.

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Die interessanten Themen fallen bei den Teilnehmern auf hohes Interesse. | Urheber: Sandra Blaser Photography

In Kürze: Wie meistern die Medien die digitalen Herausforderungen?
Medienschaffende diskutierten am Medien #Barcamp SRF MAZ die Trends.
Content Strategie von Spiegel Online, FAZ oder Tages Anzeiger mit Mehrwert für zahlende Leser?
2018-01-27 Update:  Das MedienBC 2018 findet statt – unsere Eindrücke zum #MedienBC 2018 gibt es dann am am 4.März in diesem Blog. Am besten gleich den Newsletter hier abonnieren, dann verpassen Sie es nicht

5. 2017-02-10 Update – Fake News und NZZ anklicken

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Barcamps sind immer wieder ganz tolle Orte. Ich treffe alte Bekannte, Freunde und neue sehr interessante wie auch kreative Teilnehmer.
Die Vorträge oder Workshops sind lehrreich. Da hört man keine Vorträge die versuchen einem ein Produkt schmackhaft zu machen.Hier geht es um das „sharen“ und lernen von anderen Teilnehmern.
Okay, manchmal überschätzen die Teilnehmer sich vielleicht etwas und reden über ein Thema, über welches sie vielleicht nicht allzu viel verstehen.
Doch dann gibt es ja noch die „Zuhörer“ die ihr geballtes Wissen einbringen im Workshop, der Diskussionsrunde, usw. Diese durfte ich auch selber in meiner Session (siehe Punkt 4 unten) erfahren, das war wirklich eine Bereicherung für mich und die Teilnehmenden.
In der Zwischenzeit habe ich schon gar nicht mehr gezählt, wieviele Barcamps ich besucht habe seit etwa 2008. 10 waren es schon.

PS. Warum die Domaine medienbarcamp.ch dann auf eveni.to/Medienbarcamp verweist, ist mir schleierhaft. Da dieses Barcamp nächstes Jahr auch wieder stattfindet, sollte man aus SEO und Gründen des Branding wohl dies schleunigst rückgängig machen.
Will heissen, die Domain führt auf die eigene Webseite :-)  Und wenn das nicht geht, technisch lösen oder Tool schnellstens durch ein Zusatztool ersetzen.

#SRFmazMeBa das SRF maz Medien Barcamp - das Programm. Sehr interessant und lehreich. DrKPI Gold, Leser, Print, Digital: Wieso brauchen Medienhäuser Blogs? | Urheber: Sandra Blaser Photography

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Was bewegt die Medienschaffenden?

Gestern morgen wurden wiederum eine Vielzahl von interessanten Themen vorgeschlagen. Die meisten ergatterten sich ein Zeitfenster.
In diesem Beitrag diskutieren auf die interessanten Sessions die ich besuchen konnte (leider viel zu wenig).

1. Besseres „One Shot“ Video

Kai Rüsberg gabe eine Einführung zum one shot Video.

Kai Rüsberg erklärt, was es mit dem #OneShot Video mit sich hat. Interessanter Trend. | Urheber: Sandra Blaser Photography

Kai Rüsberg erklärt, was es mit dem #OneShot Video mit sich hat. Interessanter Trend. | Urheber: Sandra Blaser Photography


Was mich natürlich faszinierte waren die Angaben in Sachen wie man Videos besser machen kann.  Hier zeigte er uns anhand einiger Beispiele (Geräte) ein paar Tricks. Auch illustrierte er seine Angaben anhand praktischer Beispiele, d.h. Videos :-)
Übrigens seinen Blog kannte ich nicht. Da gibt es viele interessante Dinge zu lesen und zu sehen wie z.B.:

2. Fake News – Health News

In dieser Session mit Cornelia Caviglia ging es um Gesundheitsinformationen und Themen wie Patient Empowerment.
Dabei wies Cornelia geschickt auf die Problematik der Qualitätsüberprüfung der Informationen hin.
Wie weiss der Kunde das diese Angaben stimmen?
Transparenz wie auch die Freilegung von Interessenskonflikten war hier ein Thema.  Dabei kamen mir die Blogger in den Sinn – 10 Tipps – Compliance Stolpersteine für Blogger.

Cornelia Cavaglia erklärt die Stolpersteine - wie überprüft der Konsument / Patient die Validität einer Studie? Nich einfach... | Urheber: Sandra Blaser Photography

Cornelia Cavaglia erklärt die Stolpersteine – wie überprüft der Konsument / Patient die Validität einer Studie? Nich einfach… | Urheber: Sandra Blaser Photography


Natürlich wurde auch der Careum Blog (unser Kunde) erwähnt. Für Leser bietet dieser anhand der vielen Verlinkungen auf weitere Ressourcen Mehrwert. Dabei werden die Interessen von Forschern wie auch Patienten. Zum Beispiel, ein Erfahrungsbericht über Brustkrebs, beschreibt interessante Dinge und verweist auf weitere Ressourcen für Ärzte aber auch Patienten. Patient empowerment puur.
Die Diskussion zeigten ebenfalls auf, dass Journalisten natürlich andere Möglichkeiten besitzen als Patienten um sich Informationen zu beschaffen.
Für mich interessant war auch die Frage:

„Wie repräsentativ“ sind die Stichproben in medizinischen Studien?

Auch dort ergibt sich die Problematik der Kosten. Stichproben welche dieses Wort verdienen sind oft teuer. Zur Illustration, das österreichische Bundesamt für Statistik zeigt dies immer wieder gut auf. In den Studien und Pressemitteilungen wird die Methodik sehr genau beschrieben, siehe z.B. für die Gesundheitsstudie in Österreich (Allergien, Bluthochdruck, etc.).
Um eine gute Stichprobe zu erhalten (nach Alter, Geschlecht… usw. wo jeder die gleich Chance hat reinzukommen, von Wien bis zur weniger besiedelten Randregion), braucht es gut 15,700 Telefoninterviews.  Natürlich, in anderen Ländern kann es weniger oder mehr sein, das hängt von vielen Faktoren ab.  Klar ist, dass solche Studien sehr teuer sind !
Da wäre ich als Patient schon froh, wenn deren Berichte usw, einfacher am Web einsehbar sein würden. Vor allem höher platziert wären in den organischen Suchresultaten.

3. Lunch – Möglichkeit für vertiefende Gespräche

Nach dieser sehr lehrreichen Session war es dann Zeit für den Lunch Break.
Die Möglichkeiten sich während des Tages zu verköstigen war sehr gut.  Frisch, kalt, heiss, gesund und etwas weniger gesund war alles möglich.
Wer die Wahl hat, hatte die Qual an diesem Event. Danke.

Fuer tolles Essen war gesorgt, vom Frühstück bis zu den Snacks. | Urheber: Sandra Blaser Photography

Fuer tolles Essen war gesorgt, vom Frühstück bis zu den Snacks. | Urheber: Sandra Blaser Photography


Älplermagronen gab es zum Mittagessen, vielleicht nicht gerade nach dem Tiptopf Rezept auf S. 243 gekocht, doch eine interessante Variation die regen Zuspruch bei den Teilnehmern fand. Am Ende war nichts mehr übrig.

4. Print und Online Blogs der Medienhäuser: Faktencheck

Das war meine eigene Session. Ich versuchte mich ein wenig auf dieses für mich wichtige Barcamp vorzubereiten. Also habe ich nach weiteren Fakten recherchiert.
Das Problem ist ja nicht neu. Zum Beispiel hat erst kürzlich der Verleger Mark Thompson der New York Times, Mark Thompson (ehemaliger Chef der BBC) sich ein Ziel gesetzt:

Doch wie die Daten unten von der Rheinzeitung aufzeigen, ist dies nicht gerade einfach. Die Preise für die Werbung auf digitalen Kanälen sind im Keller und viele der Leser sind nicht willens, für Inhalte zu bezahlen.

Bsp. Rhein-Zeitung: es ist nicht einfach mit digitalen Inhalten die Einkünfte zu erhöhen.

Bsp. Rhein-Zeitung: es ist nicht einfach mit digitalen Inhalten die Einkünfte zu erhöhen.


Hartes Pay Gate: Rhein-Zeitung.de im Herbst 2016

4.1 Klare Strategie – Beispiel The Guardian

Einige Zeitung bauen auf ihre Alleinstellungsmerkmale (Unique Selling Propositions) wie z.B. der Guardian welcher von einer Stiftung geleitet/teilweise finanziert wird.
Dabei baut man auf das eigene Image, welches das Produkt als neutral und mit Qualität portraitiert.
Die USPs zu verteidigen versucht man, indem man im Falle des Guardian auf die Leserwünsche eingeht. Es werden deshalb auch lokale Themen mit mehrteiligen und längeren Reportagen abdeckt. Beispielsweise, warum wählt ein Wahlbezirk 2 x Obama und dann plötzlich Trump, Bsp. Pennsylvania).
Der Screenshot unten zeigt dabei, wie The Guardian seine Strategie im Marketing und Verkauf umsetzt. Er verkauft nicht Abonnements, sondern bittet seine Leser um Support.

The Guardian bittet seine Leser um eine Spende - Dieser Aufruf war der erfolgreichste in einer Testbatterie. Die Anzahl der bezahlten digitalen Abos ist stark gestiegen.

The Guardian bittet seine Leser um eine Spende – Dieser Aufruf war der erfolgreichste in einer Testbatterie. Die Anzahl der bezahlten digitalen Abos ist stark gestiegen.


Mehr Infos zu den Einnahmen des Guardian im digitalen Bereich

4.2 Unklare Strategie:  NZZ

Die NZZ hat eine lange Geschichte von Versuchen und Flops in Sachen Social Media. Im Juli 2016 wurden z.B. die Blogs abgeschaltet (siehe Slides unten). Die Begründung war, dass dies für die Leser besser sein sollte. Heute kann man die Blogs kaum mehr finden. Die Kolumnen sind wiederum nicht für den Online Konsum auf dem Handy richtig aufbereitet.
Gestern (d.h. auf dem Wege zum Barcamp) las ich dann in meiner NZZ Ausgabe Print, dass es nur noch 2 bis 3 Artikel geben würde pro Tag welche die Kommentarfunktion eingeschaltet haben werden.
Natürlich weiss hier die NZZ und ihr Social Media Chef Oliver Fuchs einfach mehr als die NYT, The Guardian, Financial Times, The Economist, Le Monde, usw. Denn diese haben seit Jahren entweder für alle Inhalte die Kommentarfunktion eingeschaltet (z.B. Financial Times) oder aber für gut 70% der Artikel (z.B. NYT). Mit Erfolg, wie deren Verleger anhand der publizierten Ertragszahlen im digitalen Bereich den Aktionären immer wieder vor führen.
Bei der NZZ ist das alles anders. Ich bin gespannt, aber die Ertragszahlen stimmen mich nicht unbedingt optimistisch wenn man immer dem Trend hinterher rennt ohne klare Konzepte und einer klaren Strategie.
PS. NZZ am Sonntag hat ca 121’000 in Print, mit 450’000 Lesern davon 32’000 digitale Version, wie sieht dies wohl ertragsmässig aus?
[embeddoc url=“http://blog.drkpi.de/wp-content/files/Medien-Blogs-Strategie-Quo-Vadis.pdf“ width=“100%“ viewer=“google“]

Download der Slides – PDF Datei – 8.8 MB wegen den Grafiken

Interessant war das die Diskussion so lange ging, dass der nachfolgenden Workshop Leiterin mit ihren 5 Teilnehmern nur noch 5 Minuten blieben um sich vorzubereiten. Für diesen Faux-Pas meinerseits möchte ich mich bei  Frau Dr. Barbara B. Peter nochmals entschuldigen. Natürlich tat ich dies auch schon vor Ort.
Was mich jedoch erstaunte ist wie sich manche Menschen verhalten (z.B. Kaffee aus dem Automaten rauslassen während jemand anderes noch präsentiert und Zwischenruf – knallhart. C’est le ton qui fait la musique… oder wie man seinen eigenen Brand zerstören kann, super Beispiel).

4.3 Wie balanciert man die Qualität? Tages Anzeiger

Wie die NZZ haben wir auch den Tages Anzeiger abonniert. Der Tages Anzeiger ist recht erfolgreich in Sachen Blogs unterwegs (siehe Performance Charts in der Präsentation oben).
Doch was mich erstaunt sind die wenigen Kommentare und Diskussionen die auf den Blogs stattfinden. In den Diskussion während der Session wurde ich natürlich darauf aufmerksam gemacht, das z.B. der Mamablog sehr bekannt sei und viele Leser anziehe.
Dem musste ich natürlich zustimmen.  Doch warum dessen Inhalte oft als „stream of consciousness“ (Bewusstseinsstrom) rüberkommt und dann auf S. 2 in einer Ausgabe (Auslandsbund) publiziert wird, ist mir als zahlender Leser der Print Ausgabe ein Rätsel.

Wisst ihr vielleicht warum?
Daten zum Mamablog vom Tages Anzeiger

5. Was Journalisten von Bloggern lernen können

Eric Mächler war hier wieder in seinem Element. Er schaffte es die Zuhörer abzuholen mit diesem brisanten Thema. Wobei er natürlich auch versuchte, uns alle auf clevere Art und Weise zu provozieren.

Koennen Journalisten was von Bloggern lernen? Ja, auf Leser eingehen und sich auch mal entschuldigen wenn man einen Fehler macht. | Urheber: Sandra Blaser Photography

Koennen Journalisten was von Bloggern lernen? Ja, auf Leser eingehen und sich auch mal entschuldigen wenn man einen Fehler macht. | Urheber: Sandra Blaser Photography


Das interessante in dieser Session war natürlich wie fast immer beim Eric die hitzigen Debatten.
Das ging zwischen den Teilnehmern selber, aber auch zwischen diesen und Eric. Diese Argumente, Erklärungen und Fakten welche von den Teilnehmenden geteilt wurden waren für mich sehr aufschlussreich. Interessant bis zur letzten Minute.

6. Wie finde ich meine Zielgruppe

Diese Session war für mich sehr interessant. Neben Tools wurden auch Methoden kurz angesprochen. Dabei zeigte sich anhand der Kommentare der Teilnehmer, dass wir alle mit dieser Herausforderung konfrontiert sind.
Die Zielgruppe zu finden ist ein nimmer endender Prozess. Auch neue Kundengruppen anzusprechen ist nicht einfach.

Jimmy Sauter und Janosch Troehler führen die Diskussion: Wie erreiche ich die Zielgruppe: Definition, Aktivierung... Tools, Stolpersteine | Urheber: Sandra Blaser Photography

Vicenzo Tremonte und Janosch Troehler führen die Diskussion: Wie erreiche ich die Zielgruppe: Definition, Aktivierung… Tools, Stolpersteine | Urheber: Sandra Blaser Photography

7. Autorin im Rampenlicht

Ich dachte ja, dass ich zu dieser eher späteren Stunde an einem Samstag nicht mehr fähig sein würde, was zu lernen.
Doch Claudia Imfeld stellte sicher, das mir das Gegenteil in ihrer Session passierte.

Claudia Imfeld diskutiert und notiert die Insights der Teilnehmer in ihrem Workshop am SRF maz Medien Barcamp #SRFmazMeBa | Urheber: Sandra Blaser Photography

Claudia Imfeld diskutiert und notiert die Insights der Teilnehmer in ihrem Workshop am SRF maz Medien Barcamp #SRFmazMeBa | Urheber: Sandra Blaser Photography


Dabei stellte ich fest, dass auch bei mir ein Foto und Kurzbiographie über den Journalisten auf Interesse stossen.
Etwas mehr über einen Journalisten zu wissen, ohne dass eine solche Information zu einer Selbstinzenierung des Journalisten werden könnte, ist bei vielen Lesern von Interesse.
Auch wie Stories zustande kommen interessiert. Oder ein Link zu Daten, Studien und Fakten welche die Journalistin zu Rate gezogen hat beim schreiben des Artikels wäre von Interesse. Machen aber in der Schweiz zur Zeit die wenigsten Zeitungen oder Zeitschriften wenn überhaupt.

4. Schlussfolgerungen: Digitalisierung 4.0

Es gab noch einige interessante Sessions die ich einfach nicht gleichzeitig besuchen konnte. Wie z.B.  Influencer Marketing von Stefanie Holenweg und Kevin Kyburz (auch der Kevin hat einen tollen Blog), Virtual Reality und sogar eine Lesung war im Programm von Clemens Schuster. Er traute sich aus Platons Politea zu lesen, auf der Bühne: Die Entstehung der Tyrannei aus der Demokratie. Oder das ich Andreas von Gunten’s Session ebenfalls verpasste.
Ebenfalls tut es mir leid, den Beitrag von Marie-Christine Schindler über den Newsroom verpasst zu haben.
Aber den Organisatoren – ein tolles Team – müssen wir hier ein Kränzchen winden. Alles lief sehr gut und für die Organisatoren dieses Corporate Barcamp, d.h. SRF und maz war es eine Meisterleistung. Sie demonstrierten wie man unaufdringlich seine Marke beim Zielpublikum auf coole Art und Weise einbringen kann. Dabei offeriert man diesen noch echten Mehrwert. Chapeau !

Übrigens, die SRF soll nicht mehr cool sein bei jungen Journalisten.

Deshalb muss sich diese auch vermehrt bei den Jungen besseres Branding machen, haben mich 2 SRG Mitarbeiter aufgeklärt. Das ging inklusive von Beispielen. Ich bin echt erschrocken. Ich liebe und hasse die SRG (typischer Schweizer) zugleich. Aber die Liebe überwiegt bei weitem und ich will diese auf keinen Falle missen.

Wieviel Einfluss hat dieser Blog? Antwort gleich hier:

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: #SRFmazMeBa Das SRF maz Medien Barcamp 2017 – freue mich schon auf 2018
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Was fandest Du am #SRFmazMeBa eine tolle Session?
  • Was sind die 2 wichtigsten Dinge welche du an deinem letzten Barcamp gelernt hast?
  • Wie erreichen Sie Gelegenheitskäufer effektiv im digitalen Raum?

Offenlegung: Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 

Übrigens

Wir treffen uns beim Blogger Point am 18. März in Düsseldorf.  Ich freue mich auf Ihren Besuch an unserem Stand.
PS. ich bin übrigens nie so müde wie nach einem tollen Barcamp. Ich lerne fortwährend von allen Teilnehmern und gehe mit einem weinenden und lachenden Auge nach Hause.  Weinend weil es vorbei ist, lachend weil ich mich auf mein Bett freue, total kaputt, ausgepumpt aber sehr zufrieden.

Links

Hier werde ich dann noch Links zu weiteren Blogbeiträgen posten.
Ich freue mich auf möglichst viele Links ?

  1. Eric Mächler – Rückblick Mediencamp 2017 vom Chefblogger
  2. Oliver Lutz – Beitrag auf Linkedin – das Medien Barcamp 2016
  3. Martin Steiger – Bilder in den Medien: Legal oder illegal?
  4. dd

5. 2017-02-10 Update – Fake News und NZZ

2017-09-02 las ich „Ein wahrer Kampf gegen Fake News“ in der NZZ.
Als Print Leser fand ich es schade, das die NZZ in der gedruckten Ausgabe nicht darüber informiert, dass es auf der digitalen Version noch zusätzliche Informationen gibt. Dieser Artikel hat z.B. viele Verlinkungen zu sehr interessanten weiteren Ressourcen zum Thema. Auf diese bin ich als Print Leser nur per Zufall gestossen.
Beim Studium der verlinkten Forschungsarbeiten stellte ich jedoch fest, dass einige der von Anne-Sophie Galli (gga) gemacht Interpretationen sich nicht anhand der verlinkten Studien ergeben.
Z.B.die im Artikel erwähnte Studie welche in den PNAS publiziert wurde zeigt auf, dass wir News tendenziell weiterreichen, wenn uns das Thema stark interessiert. Primär werden diese News im Netz auch in sozial homogenen Gruppen, d.h. von Leuten mit ähnlichen Interessen, geteilt oder weitergereicht (Del Vicario und weitere Autoren, Jan. 2016, S. 558).
Dies bedeutet aber nicht unbedingt, dass sich Fake Nes deshalb schnell verbreiten, weil Nutzer nur Artikel anklicken welche ihrem Weltbild entsprechen. Zu diesem Schluss kommen die Autoren nicht. Ihre Daten würden dies auch nicht zulassen.
Auch die Angaben zur “Universität Stanford” Studie (Sam Wineberg und weitere Autoren, Education Week, Nov. 30, 2016) stimmt nur teilweise. Sicherlich haben Schüler in den USA Schwierigkeiten schlecht recherchierte News von gut recherchierten News im Netz zu unterschieden: D.h. die Mehrheit der Schüler kann redaktionelle News, verifiziertes Facebook Konto, usw. nicht von gesponserten Geschichten, nicht verifizierten Facebook Seiten, wie auch Falschmeldungen unterscheiden.
Aber diese Resultate lassen mich kaum zur Schlussfolgerung kommen: “Eine wachsende Minderheit traut demnach auch etablierten Medien nicht mehr…”. Das zeigen uns die Ergebnisse nun wirklich nicht. Auch daraus zu folgern, dass sich Verschwörungsgeschichten “oft schneller als Artikel von etablierten Medien…” verbreiten, erscheint mir sehr weit her geholt zu sein.
Diese Interpretation des Schreibers mag unserem Gefühl entsprechen. Es kann sogar in einzelnen Fällen zutreffen (z.B. Foto von Angela Merkel mit Flüchtling… oder Terrorist). Aber solche, zum Glück noch Einzelfälle, sollten uns nicht zu Verallgemeinerungen verleiten. Die im Artikel erwähnten beiden Studien haben dies weder getestet, noch würden die Autoren diese Rückschlüsse aus ihren Ergebnissen ziehen.
Natürlich, vielleicht bekam die Journalistin nicht all den Platz welche sie gebraucht hätte. Einige Schlüsse könnte sie auch aus Gesprächen mit Experten gezogen haben. Doch um die Glaubwürdigkeit der Arbeit zu sichern muss hier vorsichtig vorgegangen werden. Das ich als informierter Leser der sich auch die Mühe macht alle Studien nachzulesen verwirrt wurde, hilft nicht. Da hätte ich mir bessere Arbeit in der Schlussredaktion gewünscht. Im Zeitalter der immer beschränkteren Ressourcen nicht einfach.

Erfolgreiches Controlling mit Hilfe von Kennzahlen setzt ein gewisses Grundwissen voraus um es richtig anzuwenden. | Urheber lassedesignen| Fotolia #1084691147

In Kürze: Ist jemand mit vielen Followers auf Instagram ein Influencer?
Steigert die Reichweite meiner Influencers die Anzahl Verkäufe?
Unser Faktencheck bringt Licht ins Dunkel.

Lesenswert

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Kürzlich wollte eine Agentur eine Liste von den Besten Style Bloggers. Die Frage hiess so in etwa:

Können Sie uns regelmässig die besten Style Bloggers vermitteln? Wir brauchen dazu deren Reichweite, Followers, usw.

Was ist ein gute Kennzahl?

Eine Kennzahl ist für mich nützlich, wenn ich diese verstehe. Dies bedeutet, die Definition muss ich lesen können. Dann weiss ich mehr über die Definition. Wenn diese für mich ein Buch mit 7 Siegeln ist, traue ich der Kennzahl nicht.  Gute Kennzahlen entwickeln verlangt viel Arbeit wie auch Zeit. Deshalb ist das Entwickeln von guten Kennzahlen und Rankings auch teuer  – Bsp. FT Global MBA Ranking 2017.
In diesem Beitrag diskutieren wir die folgenden 3 Punkte.

  1. 1.  Was sagt mir die Kennzahl?
  2. 2. Stimmen die Fakten = FaktenCheck
  3. 3. Hilft die Kennzahl oder ist diese nur Nabelschau in Sachen Reichweite?
  4. 4. Schlussfolgerung – Definition von Reichweite im Digital Marketing?

1. Hinterfrage alle Kennzahlen

Mit Kennzahlen kann ich viel erreichen. Doch wenn ich nicht verstehe wie diese berechnet werden, ist es schwierig diesen zu trauen. Validität (misst das Instrument was es sollte) und Reliabiliät (z.B. kann jemand dieses Ergebnis mit einer neuen Studie bestätigen) sind wichtig.
Google offeriert mir z.B. jede Woche Daten in Sachen Werbung auf YouTube, Smartphones, etc. Doch ist immer unklar, wie Google diese Daten erhoben hat. So stellen sich dem informierten Leser Fragen wie z.B.:

  • Waren dies USA Nutzer oder solche aus Deutschland?
  • Wieviele Leute wurden befragt (d.h. Grösse der Stichprobe)?
  • Welche Fragen wurden gestellt (d.h. wo kann ich die Liste der gestellten Fragen einsehen)?
  • Wurden diese Fragen Online, via Telefon oder aber in Face-to-Face Interviews den Teilnehmern gestellt?
WAS IST Validität der Daten und Räresentativität dieser Stichprobe. Kann ich Rückschlüsse auf mein Business ziehen? Wie setze ich die Erkenntnisse um?

WAS IST Validität der Daten und Räpresentativität dieser Stichprobe. Kann ich Rückschlüsse auf mein Business ziehen? Wie setze ich die Erkenntnisse um?

2. FactCheck

Die 2 Problematik ist, das wir nicht allen Zahlen oder Fakten trauen können. Ein Problem sind z.B. die gefälschten Online Besprechungen von Produkten.
Ein australischer Geschäftsmann wollte hierzu den Beweis antreten und hat ein Instagram und Twitter Konto für ein Catering Geschäft eröffnet, welches es nicht gibt. Unten ein Screenshot vom Twitter Konto welches es nicht mehr gibt.

Social Bites won awards and was feted by social media ‘influencers’ but it was a fake

Social Bites won awards and was feted by social media ‘influencers’ but it was a fake


Er hat dabei einige schöne Fotos von Essen eingekauft auf Stockphoto. Diese toll angeschrieben mit Sprüchen (Was wir mit gefälschenten Online Bewertungen erreichen können -auf Englisch).
Falsche Produktbesprechungen oder Empfehlungen von Hotels, Büchern, Veranstaltern sind wirklich ein Problem.
Deshalb hat die UK Competition and Markets Authority (CMA) eine Untersuchung gemacht. Anhand dieser Daten weist der Regulator auf verschiedene Missstände hin (lies den Report auf UK Competition and Markets Authority (CMA) takes enforcement action against fake online reviews).
What do you need to do if you are a business whose products are being reviewed?

What do you need to do if you are a business whose products are being reviewed?


Konsumenten sollten sich hier immer die Mühe machen zu überprüfen wer was geschrieben hat basierend auf welchen Fakten. Das gleiche gilt auch für Unternehmen. Ansonsten ist man vor bösen Überraschungen nicht gefeit.

3. Reichweite & Influence: Magie oder Mogelpackung?

Die Reichweiten können verschiedenartig definiert werden. Prinzipiell sind jedoch 2 sicherlich wichtig in der Werbebranche.

  1. Qualitative Reichweite: zeigt ob, z.B. die Zeitung, die Instagram Follower / Facebook Fans, d.h. der Werbeträger den gewünschten Personenkreis erreicht (z.B. Leute welche Schminke kaufen oder Jeans).
  2. Quantitative Reichweite: Dies zeigt uns, wie viele Personen z.B. über das Wochenende mit der NZZ am Sonntag – Stil Beilageheft, dem Werbeträger, in Kontakt kommen.

Zur Diskussion steht natürlich immer die Brutto Reichweite, d.h. die Einzel Reichweiten der verschiedenen Kanäle wie z.B. Twitter oder Pinterest. Z.B. Nick hat im Image unten 813 018 Followers auf den verschiedenen Kanälen.
Doch diese wird reduziert auf die Netto-Reichweite, wobei Reichweitenüberschneidungen eliminiert werden. Das heisst, es folgt mir jemand auf Twitter und Instagram, wird dies nur 1 x gezählt.
Wieviel das beim Nick ausmacht wissen wir nicht genau. Nach ersten  Überprüfungen sind dies ca. 25 – 35%.  Damit verbleibt aber immer noch gut 500’000 – 600’000. Dies ist immer noch eine hohe Zahl im Vergleich mit der NZZ am Sonntag (ca 121’000 Ausgaben mit 450’000 Lesern davon 32’000 digitale Version).
Dabei spiel der LpC (Leser per Content) wie Zeitungsartikel/Seite, Blogeintrag, Tweet, Facebook Update  oder VpC (Viewer per Content) wie z.B. Instagram Foto eine Rolle.
Reichweiten sind wichtig, doch nicht unbedingt effektive Kennzahlen. Will heissen, wir bekommen heute eine Unzahl von bezahlten und kostenlosen Medien mit News und Inhalten. Einige sind besser, einige sind schlechter recherchiert. Doch alles was wir erhalten z.B. in der Tages-Zeitung oder aber über den Social Feed wird sicherlich nicht gelesen.
Dies ist eine Erklärung warum auch Falschmeldungen immer grössere Kreise ziehen können in Social Networks. Ein Grund  ist, dass Leute die Nachrichten im Social Feed nicht zuerst genau lesen und überprüfen, bevor sie diese weiter verbreiten.

3.1  Wie wirkungsvoll sind Influencer

Prinzipiell will ich natürlich einen „Influencer“ oder Werbeträger, der das Werbemittel (d.h. mein Produkt) dank meinen Ressourcen (Werbebudget) am wirkungsvollsten an mein Zielpublikum heranträgt.
Kürzlich las ich einen Bericht von einem meiner Lieblings Journalisten der Modebranche, Jeroen van Rooijen (2017-01-29) Mode, NZZ am Sonntag, Stil, S. 18 & 19 wo er unter anderem schrieb:

Nick Wooster, 56, ist Modeberater und hat 687 000 Follower auf Instagram… einer der Stars und Mega-Influencer der Branche…

Fohrcard behauptet ein Influencer zu sein ist ein Lifestyle. Das kann sein. Doch als Brand frage ich mich was ist Reichweite und Influence, verkauft das Produkt?

Fohrcard behauptet ein Influencer zu sein ist ein Lifestyle. Das kann sein. Doch als Brand frage ich mich: WAS IST REICHWEITE & INFLUENCE? VERKAUFT das Produkt?

Die meisten Tweets oder Re-Tweets verweisen auf Instagram. Wenn Nick Wooster einen Tweet zu seinen 47,000 Followers Retweetet, dann klicken vielleicht 0.0169% auf diesen URL wie z.B. diese Bit.ly Angaben zu den Clicks aufzeigen.

Das heisst, vielleicht 100 bis 200 der 600’000 Fans/Follower (Netto Reichweite) von Nick sehen und reagieren auf seinen Post auf Instagram, Twitter, usw.? Vielleicht sind es auch 1,000 die Kommentieren.

Beim Foto welches die Tasche mit dem Supreme Brand zeigt sind es fast 300 „Kommentare“ einige davon sind jedoch unter der Gürtellinie

Helfen Instagram "Influencers" wirklich das Image der Marke zu stärken? - Problem = z.B. obszöne oder diskriminierende Sprache.

Helfen Instagram „Influencers“ wirklich das Image der Marke zu stärken? – Problem = z.B. obszöne oder diskriminierende Sprache.


Das Foto oben von Nick ist eines mit „hohem“ Engagement gemäss Instagram. Aber 2.57 % der Followers klicken auf Like für einen Post. Ist eine solche Engagement Rate zufriedenstellend?
Wenn man noch berücksichtig das viele der Instagram Konten inaktiv sind….

4. Schlussfolgerungen: Reichweite

Rein grundsätzlich wissen wir oder sollten wenigstens die folgenden Dinge hinterfragen.
[su_box title=“Fakten überprüfen, der Wahrheit ins Auge sehen“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]

Was bedeuten diese Instagram Kennzahlen? Entweder Likes oder Kommentare beides gibt es nur für ....

Was bedeuten diese Instagram Kennzahlen? Entweder Likes oder Kommentare beides gibt es nur für ….

4.1  Reichweite, was heisst das?

Sind dies die möglichen Leser (die Welt)?
Ist mir wichtiger ob ich Likes oder Kommentare bekommen auf Instagram, warum?
Brutto Reichweiten, etc. sind Zahlenspielereien und „navel gazing metrics“. Sie bringen wenig Licht in das dunkle Wasser der Kennzahlen.

4.2  Steigert der Influencer die Bekanntheit meiner Marke / Nobelmarke?

Es kann sein das Brand Equity, Markenstärke und Markenimage mit einem Star oder Sternchen verbessert wird.
Aber wie lassen sich diese Zahlen in Beziehung zu meinem Deckungsbeitrag, Verkäufen, usw. bringen?

4.3  Bekannt wie ein bunter Hund: Wo ist das Geld für die Miete?

Bekanntheit hilft meiner Marke.
Doch wenn zu wenig Leute  in meinem Online Shop oder im Laden im Zentrum einkaufen, was dann?
Weder Miete noch Gehälter können bezahlt werden (siehe z.B. American Apparel).
Vielleicht sind viele „kleine“ oder weniger bekannte Influencer bessere Partner. Sie helfen sicherlich ebenfalls die Bekanntheit meiner Marke zu steigern.
Kleine Influencer wie Blogger kreieren die positiven Assoziationen mit meinem Produkt. Dank deren Tests, Besprechungen und Evaluationen hören viele Nutzer – hoffentlich sehr gute Dinge – über mein Produkt :-)
[/su_box]
Diese Beispiele zeigen, dass wir die Dinge

  • definieren was eine Kennzahl bedeutet, UND
  • die Methodik wie die Kennzahl erhoben wurde verständlich dargelegt werden kann.

Diese beiden Dinge minimieren das Risiko für Missverständnisse. Dies ist auch speziell von Interesse, wenn es um das Influencer Marketing geht: DrKPI Wissen: Was ist Influencer Marketing?.

Wieviel Einfluss hat dieser Blog? Antwort gleich hier:

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: DrKPI Wissen – Nobelmarken und Marketing: Wird Influencer Reichweite überschätzt?
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Spielt Reichweite eine Rolle für Sie?
  • Wie entscheiden Sie sich welche Plattformen für Ihren Brand am besten funktionieren?
  • Wie erreichen Sie Gelegenheitskäufer effektiv im digitalen Raum?

Offenlegung: Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 

Lesenswert

Übrigens

Wir treffen uns beim Blogger Point am 18. März in Düsseldorf.  Ich freue mich auf Ihren Besuch an unserem Stand.