Was machen die Champions besser?

Waren Sie schon jemals in der Situation, wo Sie für ein Markenwechsel verantwortlich waren? Mussten Sie schon ein Rebranding Projekt machen? Dann wissen Sie sehr genau wie schwierig das sein kann. Auch andere Firmen tun sich bei diesem Thema schwer. Zum Beispiel, seit der Gründung von Weight Watchers in 1963, war der primäre Fokus Kunden zu helfen, Gewicht zu verlieren. Kunden treffen sich, deren Gewicht wird gecheckt und Erfolge und Misserfolge diskutieren Teilnehmer in diesen Selbsthilfegruppen. Gemäss dieser Unternehmensgeschichte und dessen Entwicklung erschien es für das Management ein Kinderspiel, Weight Watchers in WW um zu benennen. Der Fall WW illustriert 2 Dinge:

  • Hart erarbeitete Brand Equity oder gewonnene Markenwert kann man sehr schnell und auch unabsichtlich vernichten.
  • Ein Wort oder Kürzel wie WW kann eine weitere Bedeutung haben, welche der Marke nicht hilft (z.B. WW = World War).

Unser Fallbeispiel hier im Blog zeigt auf, wie wir beim Rebranding von drkpi versucht haben, diese Problematik erfolgreich zu meistern.

1. Was zeichnet erfolgreiche Marken aus

Diese 3 Punkten erklären was erfolgreiche Marken ausmachen:

  • Klare Zuordnung und Bedeutung im relevanten Bereich
  • Authentisches und konsistentes Markenversprechen
  • Entwicklungsfähigkeit im sozialen und Markt-Umfeld

Die erste Herausforderung ist laut Stefan Schmidheiny (Accent.swiss) wenn die Marke zum Gattungsbegriff wird (z.B. Tempo, Tesafilm und Vespa). Dies ist zugleich das Beste und Schlimmste für die Marke. Doch in dieser Situation ist drkpi sicherlich nicht.

Die zweite Problematik ist wenn das Rebranding von Kunden aber auch Journalisten als Flop betrachtet wird. Ein Beispiel ist Weight Watchers (siehe oben) oder aber der relaunch von Douglas mit dem Hashtag #TheNewDouglas. Die dritte Herausforderung ist, dass die Werte der Marke wie auch das Design von allen Mitarbeitern in der Organisation konsequent umgesetzt wie auch angewandt werden.

2. Markenrelaunch klappt kaum ohne Prozess Änderungen

Idealerweise läuft ein Markenrelaunch sehr geeordnet ab, wie z.B. in den unten aufgezeigten 3 Schritten. Jeder wird idealerweise vor dem nächsten Schritt abgeschlossen.

Corporate Image u. Corporate Design:

  • Was sind unsere Werte?
  • Wie setzen wir es um (Logo, Briefpapier, Broschüren, usw.)

Layout erstellen

  • Logo
  • Webseite
  • Briefpapier usw.

Umsetzung

  • Webseite
  • Briefpapier
  • Broschüren usw.

Doch die Praxis weicht vom Ideal fast immer stark ab. Die Erfahrung lehrt uns, dass bei Projekten zur Digitalisierung oder IT es sich auch gleich bezahlt macht, die Prozesse und Arbeitsabläufe unter die Lupe zu nehmen. Oft lohnt es sich dann, einige Dinge besser oder aber anders zu organisieren. Verschiedene Schritte können vielleicht eliminiert werden und neue werden hinzugefügt.

Erst danach beschäftigen wir uns mit Fragen rund um welche Hardware und Software gebraucht wird. Gleiches gilt für die Marke. Hier lohnt es sich wenn wir uns mit Fragen zum Markenwert, Markenstärke und Strategie auseinander setzen. Dabei beeinflusst dies natürlich auch das Angebot in Sachen Produkte. Beispiele sind:

  • Priorität 1: Was wollen wir wirklich dank einem neuen Markennamen, Markenimage, usw. erreichen? Steigern vom Vertrauen unserer Kunden in unsere Marke/Produkte, Verkäufe erhöhen und / oder einfach Kosten sparen?
  • Sinn und Zweck der Übung: Was bezweckt eine allfällige Neupositionierung oder Umbenennung der Marke wie drkpi (oder z.B. Weight Watcher auf WW)?
  • Marketing und Verkauf: Inwiefern passt das Design und unsere Produktepalette zum gewünschten Markenimage?

Es ist klar, dass je nach den Antworten zu den Fragen oben die Dinge anders aussehen. Doch zuerst müssen wir uns einmal klar sein, für was der jetzige Brand steht oder wie die Mitarbeiter dies verstehen. Sehen diese die Firma im gleichen Licht wie Management und Kunden? Unser erster Wurf haben wir kurz in der Tabelle unten aufgezeigt. Nach Diskussionen entstand dann die Phase 2.

Erste Ideen:

  • CyTRAP Labs GmbH, d.h. drkpi – die Marke – führt qualitative und quantitative Analysen durch.
  • Wir optimieren Unternehmen in den Bereichen Unternehmens-kommunikation, Digital- und Content-Marketing sowie Compliance, Datenschutz und Datensicherheit.
  • Darüber hinaus bietet drkpi Schulungen, Kurse und Audits.

Konkretere Vision der Ideen:

  • Wir optimieren Unternehmen in den Bereichen Unternehmens-kommunikation, Digital-, Content- und Impact-Marketing sowie Compliance, Datenschutz und Datensicherheit.
  • drkpi analysiert inwiefern eine definierbare und messbare Wirkung erzielt wurde
  • Darüber hinaus bietet drkpi Schulungen, Kurse und Audits.

3. Repositionierung der Produkte

Die obige Tabelle zeigt natürlich, das ist alles noch ein wenig holprig und unausgereift. Da gab es noch einige Arbeit. Wir haben das dann auch im Team nochmals diskutiert. In diesen Diskussionen wurde klar, dass unsere Ideen dazu führten, dass wir 4 Produkte haben welche wir anbieten. Dabei gibt es 4 Module für jedes Produkt das der Kunde nach Bedarf kauft. Wir haben das in der Tabelle unten aufgeführt.

StrategieAcademyComplianceAnalytics
1. AnalysePriorisierungBedarfsermittlungIST-AnalyseBest-Practice
2. Beratung FokussierungAktionsplanMassnahmenEntwicklung
3. Umsetzung OptimierungSchulungRealisierungSMART-Metrics
4. KontrolleMetricsZielerreichungDatensicherheitBenchmarks

4. Erste Schritte: Brand Equity und mögliches Rebranding

Wie oben in der Tabelle aufzeigt, führten diese Überlegungen zur Marke und deren Werte zu weiteren Änderungen in der Ausrichtung vom Geschäft und unserer Strategie, Produkte, Preispolitik, usw. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir noch nichts in Sachen Branding gemacht. Unten sind unsere ersten Ideen in Sachen Branding oder Marke aufgeführt. Schon vorab, einfach war es nicht.

Themen

  • Bekanntheit der Marke
  • Strategie und Wachstum
  • Organisation, Governance und Prozesse
  • Usability / User-Friendliness oder Benutzerfreundlichkeit der Webseite
  • Usefulness oder Nützlichkeit der Webseite

Fragen

  • Kennen Kunden / Interessenten die Marke?
  • Welche Märkte & Länder mit welchen Produkten?
  • Wie verbessern wir die Abläufe?
  • Wie einfach ist die Webseite zu bedienen und findet man die gesuchte Information schnell?
  • Bieten die Informationen Mehrwert für unsere Zielgruppen?

5. Zwischenbilanz

Dieser Blogeintrag zeigt auf, wie viele verschiedene Aspekte die Beantwortung der Frage nach einer möglichen Neupositionierung einer Marke beeinflussen. Anfangs stand zur Diskussion, ob wir die DrKPI Marke (damals noch so geschrieben, heute als drkpi) rauswerfen sollten oder aber weiter nutzen. Wir entschieden uns aus verschiedenen Gründen diese Marke zu behalten wie z.B.:

  • Der Name ist positiv besetzt,
  • jede Organisation will gute Key Performance Indicators (KPIs) nutzen,
  • wir besitzen die .com Domaine, d.h. drkpi.com, und
  • dank dem kurzen Namen ist auch der Name der Domaine kurz und einprägsam für den Nutzer (nur 5 Buchstaben).

Doch wie wir unsere Produkte heute positionieren wollen hat sich gegenüber der letzten 5 Jahre stark geändert. Erst nachdem die in den obigen Tabellen gestellten Fragen einigermassen gut beantwortet waren, haben wir uns an die eher klassischen Fragen der Grafik und dem Design des CD wie auch CI, usw. herangetastet. Für den Kunden zählt im Endeffekt weniger die Verpackung der Marke als der Inhalt wie beispielsweise:

  • innovative und konkurrenzfähige Produkte;
  • Qualität zu einem fairen Preis; und
  • exzellenter Kundenservice.

Wenn die Firma diese 3 Dinge erfolgreich meistert, ist die Verpackung nur noch das Sahnehäubchen auf dem Kaffee.

6. Was ist Ihre Meinung

Was uns brennend interessiert, sind Ihre Erfahrungen.

  • Wie haben Sie die oben diskutieren Herausforderungen gelöst?
  • Mussten Sie schon einmal ein Logo ändern oder das Corporate Image und / oder den Webauftritt der Firma?
  • Inwiefern haben die Arbeiten an der Marke Veränderungen in den internen Prozessen ausgelöst und Produktangebote verändert?

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar unten.

Wir hatten vor Kurzem die Möglichkeit, im Verein Marketing Club Lago eine App für unsere Mitglieder zu testen.

Hat ein Mitglied die App installiert, so kann der Verein diese Person mit Push-Nachrichten versorgen.

Dabei lassen sich auch die News aus verschiedenen Kanälen bündeln, wie beispielsweise:

  • News aus den Konten des Vereins bei Facebook, Instagram oder Twitter
  • Details zu Veranstaltungen oder neue Blogeinträge, usw.

Eine solche App ermöglicht das Einbinden aller Inhalte aus verschiedenen Kanälen wie z.B. Instagram, Twitter oder Pinterest. Nutzer können mit Hilfe einer solchen App alle Inhalte, egal ob Instagram oder Facebook, in dieser App anschauen. Dies kann dem Nutzer viel Zeit sparen.

Was ist die Herausforderung?

Schon 2015 aber auch heute hat ein Smartphone Nutzer bei weitem mehr Apps, als er regelmässig nutzt.

Messenger Apps (WhatsApp, Threema, Facebook Messenger, Google Talk, etc.) oder Browser Apps (Google Chrome, Firefox, usw.) sind nur einige Beispiele. Grosse Firmen bieten Apps an für das Recruiting, aber auch Sportvereine in den obersten Ligen mit Club Apps für ihre Fans.

Dabei ist bei Pendlern die Messenger App, welche über lokale Störungen zeitnah informiert, sicherlich populär.

Doch die restlichen 30 oder 50 auf dem Smartphone installierten Apps nutzen wir manchmal mehrere Wochen nicht.

Bewusst nutzen wir vielleicht 10 Apps täglich wie z.B.:  Gmail, Instagram, LinkedIn, WhatsApp, usw.  --  Was sind hier die Chancen für unsere neue Club App mit Infos für Mitglieder ?
Bewusst nutzen wir vielleicht 10 Apps täglich wie z.B.: Gmail, Instagram, LinkedIn, WhatsApp, usw. — Was sind hier die Chancen für unsere neue Club App mit Infos für Mitglieder ?

Kern der Marke

Der 4-Länder Marketing Club Lago ist einer von über 60 Vereinen vom Deutschen Marketing Verband (DMV) mit mehr als 15,000 Mitgliedern.

Der Markenkern des MC Lago ist:

Die Differenzierung dank länderübergreifendem Wissensaustausch von Experten in Innovation, Marketing, Strategie und Technologie. Zu diesen Themen veranstaltet der Verein attraktive Events wie Vorträge und die Academy.

Die Mitgliedschaft vom MCLago im DMV bietet dabei dessen Mitgliedern die Möglichkeit zur Teilnahme an hochkarätigen, nationalen Veranstaltungen, Zugang zu White Papers der Competence Circles, usw.

Die Problematik ist also:

Inwiefern hilft eine App dem Verein dem MCLago seinen USP (Unique Selling Proposition oder Alleinstellungsmerkmal) zu stärken?

Projekt Management: Schlüssel zum Erfolg

MCLago Mitglieder und Interessenten erhalten schon heute über andere Kanäle regelmäßig News vom Verein. Dabei handelt es sich z.B. um neue Blogeinträge, Alerts zu in Kürze stattfindenden Veranstaltungen, E-Mails, E-Newslettern oder Webseiten-News.

Der Vorstand hat sich deshalb 2 Fragen gestellt:

  1. Hat eine App genug Mehrwert, sodass das Mitglied (oder Firmenkunde) die Technologie will (d.h. ist er Willens, die App herunterzuladen)?
  2. Resultiert Punkt 1 in einer Situation, in welcher der Nutzer die App mindestens 3 x 5 in der Woche nutzt?

Diese beiden Fragen müssen in der einen Form oder anderen Form für jede Technologie beantwortet werden, bevor in diese investiert wird.

Punkt 2 ist auch davon abhängig, inwiefern ein Unternehmen oder Verein genügend neue Informationen hat, um den Kanal mehrmals die Woche mit Neuigkeiten zu füttern.

Die Grafik unten zeigt, dass solche Stolpersteine schon früh im Projekt berücksichtigt werden müssen.

iVAULT 6 Punkte Checkliste für erfolgreiche Blockchain Projekte.
iVAULT 6 Punkte Checkliste für erfolgreiche Blockchain Projekte.

Projektbegleitung verlangt Ressourcen

Bei der Einführung einer solchen App fallen Nutzungskosten an. Ebenfalls braucht es Ressourcen, um die Inhalte bereitstellen zu können. Die verschiedenen Kanäle müssen oft genug bespielt werden, sodass es etwa einmal täglich News in der App gibt.

Diese Problematik stellt sich auch schon in der Testphase und es braucht den Willen der Mitglieder, Mitarbeiter oder Kunden um sich an einem solchen Test zu beteiligen.

Winner takes it all, Wechselkosten zu hoch

Nach sorgfältiger Überprüfung der oben aufgeführten Faktoren entschloss sich der MC Lago Vorstand, diese App nicht einzusetzen.

Wir glauben, dass die meisten Mitglieder und Interessenten für eine Mitgliedschaft schon diverse Informationskanäle nutzen, wie beispielsweise

Das zeigt, dass die meisten Nutzer oder Vereinsmitglieder schon heute über einen oder sogar mehrere digitale Kanäle erreicht werden können (z.B. Instagram für Millennials)

Ob MCLago Mitglieder oder mögliche Vereinsmitglieder dann überhaupt noch eine spezielle News App brauchen, erschien uns fraglich. Nach einem Social Media Audit – kurzes Inventar darüber, was bereits effizient funktioniert – führte zu dem Fazit, dass der Nutzen für unsere Mitglieder zu gering ist.

Marketing Club Rhein-Neckar: Interessante Veranstaltungen sind einer der Schlüsselfaktoren für den Vereinserfolg.
Marketing Club Rhein-Neckar: Interessante Veranstaltungen sind einer der Schlüsselfaktoren für den Vereinserfolg.

Hierfür könnte es zwei Gründe geben:

„Winner takes it all“: Bedeutet hier, dass in jedem Land einige wenige Apps dominieren. Zum Beispiel ist WhatsApp als Messenger App in unseren Breitengraden die Nummer 1. Dies wird wohl noch länger so bleiben, auch wenn andere Apps wie Threema mehr Sicherheit bieten.

Wechselkosten (Switching Costs): Dies sind Kosten, die einem Verbraucher durch den Wechsel von Marken, Geräten oder Social Networks entstehen. Das bedeutet, auch wenn wir unsere Instagram Inhalte in die App einspeisen, werden Mitglieder weiterhin primär Instagram nutzen.

In dieser Winner takes all Wirtschaft ist es für Nutzer attraktiv, bei einem etwaigen Wechsel von einer Plattform/Service/Technologie zur anderen die Kosten miteinzubeziehen. Sind diese finanziell, psychologisch oder anderweitig zu hoch, hat eine neue Technologie, wie die mögliche neue MC Lago App für Push Nachrichten, nur wenig Chancen. Dies hat, jedoch wenn überhaupt nur wenig mit der Qualität der App, dem Produkt oder der neuen Technologie zu tun.

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Ihre Meinung

Ihre Meinung ist uns wichtig

  • Welche 3 Apps benutzen Sie am Meisten?
  • Nutzen Sie bestimmte Kriterien, um sich zu entscheiden, bevor Sie eine neue App auf ihrem Smartphone installieren?
  • Wie entscheiden Sie, ob eine neue App oder Technologie in ihrem Unternehmen genutzt werden soll oder eben nicht?

♥ Bitte teilen Sie die News zum MCLago Fallbeispiel mit diesem URL: https://blog.drkpi.de/?p=9992

Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

PS. Interessanter Beitrag zu Markenrelaunch – Markenkern – Markgraf von Baden.

Ein Einblick hinter die Kulissen der Video Produktion von DrKPI.

In Kürze: Bundesrätin Simonetta Samaruga – Justizministerin der Schweiz – hat ein Ziel. Sie will, dass mindestens die Hälfte der Flüchtlinge innerhalb 7 Jahre eine Stelle haben. Hadya Khalil ist nur ein Beispiel, das zeigt, wie es gelingen kann.
DrKPI hat ein besonderes Video zu diesem Thema produziert. Im Fokus ist Hadya Khalil, eine Auszubildende bei Alpiq InTec in Zürich.
Hadya hat uns und allen Begeisterten, die ihr Video bereits gesehen haben, ihre Lebensgeschichte erzählt. Wir hatten gemeinsam viel Spaß bei den Dreharbeiten und das Resultat kann sich sehen lassen.
Und nebenbei ist dies auch ein Beispiel, das 2 Dinge gut illustriert:

  1. Es braucht Motivation für eine Integration
  2. Öffentliche Stellen, private Unternehmen und der Flüchtling – alle sind gefordert.

Hier eine kleine Übersicht:

DrKPI Videos: Das Making-Of vom Alpiq InTec Video über Hadya Khalil, eine motivierte Auszubildende, die mit ihren Eltern aus Syrien in die Schweiz geflüchtet ist.

DrKPI Videos: Das Making-Of vom Alpiq InTec Video über Hadya Khalil, eine motivierte Auszubildende, die mit ihren Eltern aus Syrien in die Schweiz geflüchtet ist.


Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein und bleiben Sie auf dem Laufenden, um keine neuen Videos von DrKPI zu verpassen.

1. Unser Projekt mit Hadya Khalil und viel Herzblut

Nach der einen oder anderen Schnupperlehre hat Hadya Khalil sich für eine Lehrstelle als Bürokauffrau bei der Firma Alpiq InTec in Zürich entschieden.
Ihr Weg war nicht leicht: Sie musste eine neue Sprache lernen und hat ihre Prüfung bestanden.
Jetzt ist sie Azubi und erzählt uns ihre beeindruckende Lebensgeschichte. Mit ihrer Ausbildungswahl ist sie sehr glücklich.
Natürlich möchte die Firma Alpiq InTec mit diesem Video zeigen, dass alles möglich ist. Ob als Flüchtling oder auch nicht, das spielt dabei keine Rolle.
Wir hatten wirklich viel Spaß bei den Dreharbeiten. Dieser Moment, wenn man einmal eine kurze Pause einlegen muss, weil keiner vor Lachen mehr ernst bleiben kann.
Aber eine gesunde Portion Humor gehört nunmal dazu und das Video ist natürlich gelungen, da sich alle Beteiligten motiviert und ambitioniert ins Zeug gelegt.
[su_box title=“Wir starteten bei Hadya zu Hause“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]
Angekommen in Winterthur, holte Hadya Urs und mich vom Bahnhof hab, schwer bepackt mit der Kameraausrüstung.
Wir fuhren zu Hadya nach Hause, wo wir auch ihre Eltern kennenlernten, die ihrer Tochter begeistert bei ihrem Auftritt vor der Kamera zusahen.

DrKPI Videoproduktion: Hadya Khalil flüchtete aus Syrien und macht nun eine Ausbildung zur Bürokauffrau bei Alpiq Intec

DrKPI Videoproduktion: Hadya Khalil flüchtete aus Syrien und macht nun eine Ausbildung zur Bürokauffrau bei Alpiq InTec


Hadya erzählte uns fast 2 Stunden vor der Kamera ihre Geschichte. Keine Frage, das war sehr anstrengend für sie. Auch deshalb, weil sie ihre Formulierungen immer wieder korrigieren wollte.
Sie hat Spaß am Deutschsprechen und das haben wir ihr auch angesehen. Vor allem aber hat sie uns gezeigt, dass ihre Lehrstelle als Bürokauffrau bei der Firma Alpiq Intec sehr wichtig ist.
Für Sie ist es die beste Lehrstelle und das konnten wir ganz gut nachvollziehen, denn wir waren selbst dort: Wir haben ihren Arbeitsplatz gesehen, ihre Kolleginnen und Kollegen kennengelernt und stellen fest, kein Wunder, dass Ausbildungssuchende sich bei der Alpiq um eine Lehrstelle bewerben.
Und auch Rolf Siebold ist sehr glücklich, eine Auszubildende wie Hadya in der Firma zu haben, denn sie hat Durchhaltevermögen und einen starken Willen.  [/su_box]
Hadya hatte von uns allen sicher die schwierigste Aufgabe. Sie musste immerhin den ganzen Tag vor der Kamera stehen:

Das ist das erste Mal für mich, dass ich so ein Video mache. Am Anfang war es sehr schwierig, zum Beispiel immer in die Kamera zu schauen. Aber mit der Hilfe von der Kamerafrau habe ich es dann geschafft. Wenn ich das Video jetzt sehe, bin ich sehr stolz auf mich. Und es freut mich sehr, dass wir es geschafft haben.

 2. Ein langer Tag, ein tolles Team

Nachdem wir bei Hadyas Familie den größten Teil des Videos im Kasten hatten, zogen wir weiter.
Das Treffen mit Kathrin Neukomm, Sozialpädagogin bei der Stadt Winterthur, war bereits eine Stunde früher geplant. Aber unsere Vorarbeit war intensiv und wir waren natürlich bemüht, das allerbeste aus diesem Video zu machen.
Für Frau Neukomm war das allerdings kein Problem, denn sie unterstützte unsere Arbeit ebenfalls mit ganzem Herzen.

Als Sozialpädagogin unterstützt Frau Neukomm Hadya dabei, ihre Ziele zu erreichen.

Als Sozialpädagogin unterstützt Frau Neukomm Hadya dabei, ihre Ziele zu erreichen.


Und das tat auch Irène Pauli, Job-Coach bei der aoz Zürich, die nächste Station auf unserem Ablaufplan für die Dreharbeiten. Sie ist zuständig für Integrationsbegleitung und gab uns einen interessanten Einblick in ihre Tätigkeit.
Frau Pauli spielt außerdem eine entscheidende Rolle in Hadyas Lebenslauf, denn ohne ihre Unterstützung hätte Hadya es noch schwerer gehabt, eine Lehrstelle zu finden.
Spät nachmittags trafen wir in den Büroräumen der Alpiq ein, wo wir mit Jasmin Knöri bekannt gemacht wurden.
Frau Knöri ist Leiterin Human Ressources der Alpiq Intec Management AG und begleitet Hadya an ihrem Ausbildungsplatz mit viel Engagement.
Auch uns begrüßte sie mit einem starken Kaffee, denn wir waren bereits den ganzen Tag auf den Beinen. Dann bauten wir ein letztes Mal das Kamera Equipment auf und filmten die beiden bei ihrem Gespräch.
Im Making-Of unten sind ein paar lustige Szenen dabei, die wir in den Pausen aufnahmen. Das war wieder besonders amüsant.
Natürlich sind noch mehr Menschen an unserem Projekt beteiligt gewesen, nicht alle tauchen vor der Kamera auf.
Doch alle haben eines gemeinsam: Sie haben durch ihre Motivation und ihr Engagement ein tolles Video mitproduziert mit Story auf dem Firmenblog, das unbedingt gesehen werden sollte.

3. Warum haben wir dieses Video eigentlich gemacht?

Das ist ganz einfach.
Wir wollen zeigen, was möglich ist.
Es ist für junge Ausbildungssuchende oft schwer sich für eine Lehrstelle zu entscheiden. Und das gilt nicht nur für Hadya, die sicher mehr geleistet hat als so manch anderer.
Schüler fragen sich oft, was ist die beste Lehrstelle für mich? Doch oft stehen die Unternehmen den Suchenden selbst im Weg, indem sie es ihnen nicht leicht machen.
Webseiten sind unübersichtlich gestaltet, der Schüler findet nicht alle Informationen, die er braucht und ist nach der langen, intensiven Suche noch verzweifelter als vorher.
Die Firma Alpiq Intec bietet auch Schnupperlehren an, damit sich Schüler orientieren können und einen Einblick in das Unternehmen und die Ausbildung erhalten.
Schnupperlehren sind sehr wichtig, das zeigt auch das Beispiel Hadya Khalil, die jetzt sehr zufrieden ist mit ihrer Entscheidung für die Ausbildung bei der Alpiq.
Auch Hadya will mit ihrem Video eine ganz klare Message vermitteln:

Ich habe bei dem Video mitgemacht, damit ich den Leuten zeigen kann: Wenn man ein Ziel hat, kann man es schaffen, aber man muss schon dran bleiben. Eine gute Zukunft kommt nicht von allein.

Und hier gibt es auch einen Blogeintrag mit dem Alpiq Video, das auf dem Corporate Blog hier zu finden ist.
Das Making-Of Video sehen sie gleich hier.  Über einen Kommentar würden wir uns natürlich freuen.

4. … und was ist Ihre Meinung?

Wir haben viel Zeit und Ideen in das Video investiert und hatten Freude an den Dreharbeiten. Und das ist noch lange nicht alles, denn Hadya plant auch, ihre eigenen Beiträge im Lernenden-Blog von Alpiq zu schreiben.
Hier ist wichtig, das wir erwähnen, dass etwa 85 % der anerkannten Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen Sozialhilfe beziehen. Eine große finanzielle Bürde für Gemeinden und Kantone. Deshalb ist die schnelle und erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt wichtig.
Wie Bundesrätin – Justizministerin Simonetta Sommaruga am Montag (2018-04-30) vor den Medien in Bern erklärte: „Diese Investition zahlt sich aus.“
Der Bund will, dass der Förderbedarf und das Potenzial für jeden Flüchtlinge individuell ermittelt wird. Dazu wird er jährlich CHF 18,000 an die Kantone und Gemeinden je Flüchtling bezahlen, zusätzlich zur Pauschale für die Unterbringung.
Diese Arbeit beinhaltet auch die tatkräftige Unterstützung der Flüchtlinge inklusive Sprachkurse, Coaching, Praktika, usw. Diese Unterstützung hat Hadya bekommen. Sie hat die Chance genutzt und sich einen Ausbildungsplatz gesichert.
Ein Resultat innerhalb von knapp 3 Jahren und neun Monaten.  Etwas mehr als die Hälfte der Zeit – 7 Jahre – in der der Bund will, dass mindestens 50%  der Flüchtlinge eine Stelle haben werden. Chapeau! Ausgezeichnet.
Haben Sie das Video oben schon angeguckt? Wie ist ihre Meinung dazu?

  • Können Sie sich vorstellen, so hart zu arbeiten wie Hadya an ihrer Zukunft?
  • Kennen Sie eine Ausbildungssuchende, die einen ähnlichen Weg gegangen ist?
  • Finden Sie das Vorhaben des Bundes realistisch, wie stehen Sie dazu?

Hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar. Wir freuen uns sehr darüber, Ihnen schon bald antworten zu können.
Offenlegung: Die Autorin / Bloggerin weist darauf hin, dass einige der erwähnten Organisationen Kunden von CyTRAP Labs GmbH sind und / oder DrKPI® Services und Produkte abonniert haben / beziehen.

Wir besuchen einander und reden Angesicht zu Angesicht, spart Zeit | Urheber Death to Stock

Was nützt mir die beste Social Media Marketing Strategie? Was bringt mehr Earned Media oder Word-of-Mouth dank eines Influencers, wenn alles im Datengau endet wie bei Facebook und Cambridge Analytica?
Den derzeitigen Status meiner Beziehung mit dem sozialen Netzwerk Facebook, WhatsApp, Instagram, usw. könnt man nur als „es ist kompliziert“ umschreiben.
Ich brauche den WhatsApp Messenger Service. Doch Mark Zuckerbergs Besuch vor den Gremien im amerikanischen Senat flösste mir kein Vertrauen ein. Die Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) wird auch in Zukunft dieses Unternehmen kaum daran hindern, die Privatsphäre seiner Kunden zu missachten.
John Edwards, Neuseelands Datenschutzbeauftragter beschreibt dies sehr genau in einem Artikel. Er wies Neuseelands 2.5 Mio Facebook Nutzer nach dem Cambridge Analytica Fall darauf hin, dass ein NZ Nutzer sein Recht auf Auskunft welche Daten Facebook über ihn speichert nicht einfordern könne.
Er hatte versucht dies für einen NZ Nutzer zu tun, war aber bei Facebook auf Granit gestossen. Auch der USA Regulator, die Federal Trade Commission, hat sich  Facebook, Dr. Kogut und Cambridge Analytica Datengau angenommen.
Der australische Datenschutzbeauftragte hat nachgefragt „please explain„.  Wie kompliziert der Fall ist und wieviele Firmen involviert sind wird hier im Register sehr gut beschrieben.

Non-Compliant

Aus den obigen Gründen macht es Sinn, die Whats App oder auch Facebook Messenger Service App nicht mehr zu nutzen.
Betriebe dürfen dies sowieso nicht. Facebook wie auch WhatsApp erlauben nur die private Nutzung.
Facebook bietet keinen Auftragsverarbeitungsvertrag an, somit kann ein Unternehmen weder Facebook Messenger noch WhatsApp nutzen.
Ohne Auftragsverarbeitungsvertrag ist die Nutzung einer solchen App auf dem Handy des Unternehmens oder zu Kommunikationszwecken im Betrieb nicht DSGVO compliant.
Aus diesem Grunde stellen wir Ihnen Alternativen vor.  1 Gewinner mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag gibt es ebenso!

Update gefällig?

Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein, bleiben Sie auf dem Laufenden und erhalten Sie jeweils eine Reminder-Mail, sobald ein neues Thema zum EU Datenschutz, Marketing und Compliance veröffentlicht wird.
[su_box title=“Weitere wichtige News zum EU Datenschutz“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
2018 EU Datenschutz: Marketing aufgepasst
2018 EU Datenschutz: Personalrekrutierung oder kostenlose Pizza gefällig?
2018 EU Datenschutz: KMU, was nun?
2018 EU Datenschutz Ratgeber: Facebook Likes und DSGVO: Ist der Bewerber drogensüchtig?
2018 EU Datenschutz Compliance mit Google Analytics 
5 Alternativen zu Facebook Messenger und WhatsApp  (sie sind hier)
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing – September 2017
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing Trends – März 2018
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Compliance Ressource Seite – Tools, Checklisten (April 2018 regelmässige Updates)
MC Stuttgart-Heilbronn – DSGVO: Tipps
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Workshop für Marketing Fachleute – 8. März 2018
[/su_box]
Punkte einfach anklicken und Sie kommen sofort zur Antwort weiter unten.

Digital Online FAQs: So helfen wir dem Nutzer.

Digital Online FAQs: So helfen wir dem Nutzer.

1. Welche WhatsApp Alternativen stehen zur Diskussion?

Hier 5 häufig genutzte Alternativen zum WhatsApp Messenger. Wir empfehlen aber keine von diesen. Wir erklären auch kurz warum.
[su_box title=“Tabelle 1: 5 WhatsApp Chat Alternativen die wir nicht empfehlen “ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]

SIMSme

Grundsätzlich muss man die Datenschutzregeln dieser Services genau studieren.
Dies hat die Verbraucherzentrale NRW getan. Z.B. bei der SIMSme App der Deutschen Post.
Nicht ideal: Die SIMSm verlangt die Verbindung mit der Telefonnummern und weiteren Angaben des Nutzers.
Auch die von David Snowden oder Bruce Schneier gepriesenen Signal App funktioniert auf diese Weise, d.h. in beiden Fällen ist die Nutzung nur bei einer Verknüpfung mit der Telefonnummer möglich.
Gut ist, dass bei fast allen Messenger Apps die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung Standard ist.

Surespot

Die Applikation Surespot bietet ebenfalls End-to-End-Verschlüsselung an und basiert auf Open Source Code. Sie wird als sicher eingestuft.
Gut: Open Source.

Kik

Diese Messenger App wurde für die Nutzergruppe Teenagers entwickelt und ist für Chatting. Diese App gibt es auch auf dem Google Play Store und der iApp Plattform
Der Service hat neben der Sicherheit den Vorteil, dass keine Telefonnummer angegeben werden muss. Man nutzt einen Username.
Nicht ideal: Keine End-to-End-Verschlüsselung außer im Secret Chat Modus.
Beide oben aufgeführten Messenger Apps sind nicht mit dem Telefon des Nutzers verbunden. D.h. die Registrierung kann ohne Telefonnummer erfolgen.

Persönliche Daten müssen angegeben werden

Signal

Die App Signal von Open Whisper Systems besitzt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Mit dem Messenger können Nutzer Textnachrichten und abhörsichere Telefonate führen. Auch für den Desktop wird ein Client angeboten.
Sicherheit ist natürlich wichtig. WhatsApp wie auch die Nachrichten-Option auf Google Allo-Messenger basieren auf der Open Source Verschlüsselung, die von Signal genutzt wird.

Telegram

Verschlüsselt Daten auf dem Handy, zentral wird kein Schlüssel gespeichert. Das hat dem Service mit dem russischen Inlandgeheimdienst FSB Probleme eingehandelt. Hier findest du Telegram Messenger App für Android, iPhone und Windows.
Der Service wird vor allem in Kriegsgebieten und in totalitären Staaten wie z.B. Syrien und Iran von Bürgern für Informationszwecke genutzt.  [/su_box]
Viele Messenger Applikationen sind über die letzten 3 Jahre verschwunden.
Swisscom lancierte 2013 deren io App für Chat und Telefonie. Aber nicht einmal ein Video mit Tina Turner verhinderte die Einstellung der App im August 2017.
Laut Swisscom Corporate Communication war der Grund mangelnde Marketakzeptanz der io App.
Doch mit ein bisschen mehr Geduld und der Swisscom PayApp integriert, wäre das sicherlich was geworden. Aber das braucht Geduld und eine Vision, um den Walk durch das Valley of Death durchzuhalten. Das scheint der Swisscom sowie auch bei anderen abhanden gekommen zu sein.
Die 10 Vollzeit Mitarbeiter wurden anderweitig eingesetzt.

2.  3 tolle Alternativen für WhatsApp

Noch bessere Alternativen finden Sie hier.
[su_box title=“Tabelle 2: Zwei WhatsApp Chat Alternativen die wir empfehlen “ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]

Threema

Den Service für Google Android, iPhone und Windows kann hier runtergeladen werden. Threema Web auf dem PC gibt es auch. Auch verschlüsselte Internet Telefonie ist möglich. Die Anmeldung kann anonym, ohne Telefonnummer oder E-Mail-Adresse bewerkstelligt werden.
Kontakte werden in drei Sicherheitsstufen dargestellt. Um die sicherste Stufe zu erreichen, müssen beide Gesprächspartner deren Identitäten über das Scannen eines QR-Codes bestätigen.
2014 hat die Stiftung Warentest diesen aus 5 Services als den einzig sicheren klassifiziert.

Hoccer

Auch dies ist ein Service, der die anonyme Registrierung wie bei Kik und Threema zulässt. Auch dieser ist sicher wie Threema laut Stiftung Warentest.

Teamwire

Diese App bietet eine Enterprise Solution an. DSGVO konform mit Checkliste, d.h. dieses System ist nicht für den privaten Gebrauch konzipiert. Inwiefern die Datenauftragsverarbeitung festgelegt ist, konnten wir auf der Webseite aber nicht eruieren.

Fazit

Threema und Hoccer verlangen keine Daten bei der Registrierung und halten sich an die DSGVO Datenschutzrichtlinien.
Wichtig ist auch, dass das Adressbuch nicht synchronisiert wird. D.h. es wird nicht mit bereits vorhandenen Messenger-Nutzern abgeglichen. Wenn Daten anfallen, werden diese umgehend wieder gelöscht.
Threema und Teamwire bieten eine Work oder Enterprise Solution an.

Die Threema und Teamwire kann DSGVO konform aufgesetzt werden.  Threema empfiehlt sich im Enterprise wie auch privaten Umfeld.

[/su_box]
Ich habe auch einige Fragen an Threema gestellt, denn ich wollte wissen, inwiefern die Applikation DSGVO compliant ist.
Vor allem ging es mir auch darum, welche Art von Vertrag Threema offeriert, damit die Auftragsverarbeitung von persönlichen Daten wie z.B. Telefonnummern von Mitarbeitern, klar festgelegt ist.
Das heisst, als Unternehmen kann ich die Work Threema Lösung kaufen. Um diese jedoch DSGVO compliant einzusetzen, brauche ich einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit Threema. Das ist die erste Hürde auf dem Wege zur Erreichung der DSGVO Compliance.
Die Antwort, welche ich erhielt ist unten:

From: „Threema Support“ <support@threema.ch>
Subject: [#544459] Datenverarbeitung
Date: 10 April 2018 at 16:35:18 CEST
To:
— write your reply above this line —
Ihre Supportanfrage #544459 wurde untenstehend beantwortet. Bitte lassen Sie die
Ticketnummer im Betreff stehen, wenn Sie auf diese E-Mail antworten.
———-

Guten Tag

Grüezi Herr Gattiker

Vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Interesse an Threema Work. Gerne gehe ich nachfolgend
auf Ihre Fragen ein:

1. Informationen zur DSGVO-Konformität
Bei Threema stehen Sicherheit und Schutz der Privatsphäre der Nutzer seit jeher im
Zentrum. Um den Anforderungen der DSGVO zu genügen, waren keinerlei technische Anpassungen
nötig. Der Konformität mit der DSGVO liegen formale Aspekte zugrunde. Zwei Beispiele: Das
Gesetz gibt Eckpunkte vor, die in einer Datenschutzerklärung vorhanden sein müssen. Die
Zustimmung zur Datenschutzerklärung ist Voraussetzung zur Nutzung unserer Dienstleistung,
was auf eine Vorgabe der DSGVO zurückgeht. Die Vorgaben der DSGVO finden Sie unter

2. Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung
In der Regel senden wir ein solsches Dokument kurz vor der eigentlichen Beschaffung zu.
Daher möchten wir Sie gerne bitten, nähere Angaben zu Ihrem Use-Case zu notieren:

• Erwartete Anzahl Nutzer nach Abschluss der Testphase (sofern nicht die verbandsweite
Verteilung greift)
• Betriebssysteme der mobilen Endgeräte
• Skizzierung der wichtigsten Kommunikationsszenarien
• Eingesetzte MDM Lösung, falls vorhanden
• Vorgesehener Zeitraum für das POC, aktueller Stand der Evaluation
• Anforderungen / Vorgehen bei Fluktuation der Mitglieder in Bezug auf Chat-Inhalte und
App-Zugang

Unser Merkblatt Sicherheit und Datenschutz enthält übrigens alle wichtigen Punkte:
https://work.threema.ch/de/docs/resources.

Weitere nützliche Links:
– Ratgeber zu Bestellprozess, Rollout, Konfiguration etc.: https://work.threema.ch/hilfe
– Details zu App Funktionen, Sprachanrufen und Desktopverwendung: https://threema.ch/faq

Mit freundlichen Grüssen,
Threema Support

———-

Die Antwort zeigt, dass wir noch einiges an Arbeit vor uns haben, wenn wir dies DSGVO compliant mit Threema Support umsetzen wollen. Ich hätte die Informationen gerne vorher eingesehen, bevor ich anfange, die App als Unternehmen oder Verein zu testen.
Aber Kundenservice ist eine hohe Kunst…

Threema App: DSGVO konform/compliant.

Threema App: DSGVO konform/compliant.

3. Was ist Ihre Meinung?

Die neue  EU Datenschutz Grundverordnung (EU DS-GVO oder DSGVO) wie auch die ePrivacy-Verordnung stellen neue Anforderungen an die Compliance.
Wir haben hier auf die Herausforderung in Sachen Compliance und Messenger Apps hingewiesen.
Was sich nicht empfiehlt, ist die WhatsApp Messenger App oder auch die weiteren in Tabelle 1 oben aufgelisteten Apps zu nutzen. Da keine Vereinbarung für die Verarbeitung der Daten mit dem Provider gemacht werden kann, sind die Dinge nicht DSGVO compliant.
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde, wäre Ihre Meinung:

  • Haben Sie schon überprüft, ob Ihre Messenger App DSGVO compliant ist?
  • Wie werden Sie diese Herausforderung angehen?
  • Haben wir eine wichtige Messenger App hier vergessen welche Sie kennen?  Weisen Sie uns auf diese unten hin.
  • Nutzen Sie WhatsApp oder Skype auf dem Firmenhandy?

Obwohl Threema für Firmen eine gute Lösung ist, ist es schwierig die notwendigen Dokumente online zu finden inklusive Auftragsverarbeitungsvertrag.
Wie diese letztendlich aussehen, müsste Threema den Kunden Online zum Download anbieten. Das machen andere Firmen wie Salesforce oder Amazon Cloud Services schon lange.
Offenlegung: Der Autor / Blogger weist darauf hin, dass einige der erwähnten Unternehmen Kunden von CyTRAP Labs GmbH sind und / oder DrKPI® Services und Produkte abonniert haben / beziehen.

4. Weitere Ressourcen

Hier noch weitere Informationen, die wichtig sind.
[su_box title=“Tabelle 3: Weitere interessante Häppchen zur Problematik Datenschutz “ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]
Es gibt mehr zum Thema Influencer Marketing, Measurement und Word-of-Mouth Marketing und nochmals mehr zu Word-of-Mouth Marketing.
Der Datenschützer für Neuseeland hat eine Seite, die erklärt, wie man seine Seite auf Facebook löscht.
Doch auch Daten wie Fotos und Likes von gelöschten Seiten auf Facebook sind hier noch erhältlich.

Risk Assessment in der Cloud

Der Fall Dr. Aleksandr Kogan, Facebook and Cambridge Analytics illustriert ebenfalls, dass ein Unternehmen kaum überprüfen kann, ob Facebook die notwendigen Vorkehrungen zur Datensicherheit vorgenommen hat. Das müsste die Firma, denn nur durch Überprüfung kann der Betrieb sicherstellen, dass der Datenschutz der persönlichen Daten seiner Fans von der Firmenseite auf Facebook nach der DSGVO genüge getan wird.
Ob ein Unternehmen in der Lage ist, die Einhaltung der Richtlinien oder der DSGVO für deren Cloud Computing bei Amazon, Dropbox, Google, Microsoft oder Salesforce zu überprüfen, darf hinterfragt werden.
Apple hat dies in den iCloud Nutzungsbedingungen gelöst, nur private Nutzer sind zugelassen. Unter „Ziffer IV. Nutzung des Dienstes durch dich.“ Abschnitt A „Dein Account“ schreibt Apple:
Außerdem stimmst du zu, dass der Dienst nur für den privaten Gebrauch bestimmt ist (…) https://www.apple.com/legal/internet-services/icloud/de/terms.html
iCloud is not DSGVO compliant, nach Apple Nutzungsbedingungen [/su_box]

30 Jahre Chat Apps: Was hat sich geändert? Wenige sind erfolgreich, noch mehr wurden eingestellt. Noch weniger sind DSGVO compliant.

30 Jahre Chat Apps: Was hat sich geändert? Wenige sind erfolgreich, noch mehr wurden eingestellt. Noch weniger sind DSGVO compliant.

5. Facebook / Cambridge Analytica Datengau: Durch DSGVO /GDPR verhindert?

Das ist sicherlich eine interessante Frage, welche wir in 3 Punkten unten in der Tabelle beantworten.
[su_box title=“Hätte die DSGVO die Facebook Data Analytica Geschichte verhindern können? “ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]

1. Schritt: Dr. Aleksandr Kogan von der Cambridge Universität

Er würde unter der DSGVO oder GDPR von den Teilnehmern seiner kurzen Umfrage das Einverständnis benötigen, bevor er Zugang zu deren persönlichen Daten auf Facebook bekommt.

2. Schritt: Dr. Kogan braucht die Zustimmung von Facebook

Dr. Kogan müsste die Einwilligung von Facebook einholen, um diese Daten an Cambridge Analytica weiter geben zu können.
Dies hätte er auch nach den Facebook Bestimmungen tun müssen.

3. Schritt: Cambridge Analytica muss betroffene Facebook Nutzer informieren

Cambridge Analytica müsste alle betroffenen Nutzer informieren, d.h. laut Facebook wären dies 82 Mio. Nutzer auf der ganzen Welt, dass deren Informationen für politische Zwecke genutzt werden sollen.
Diese könnten aber nach DSGVO deren Zustimmung verweigern.
Laut DSGVO können Personendaten für politische Kampagnen genutzt werden, jedoch nur zur Zusammenstellung von Newsletters oder aber Wahllisten. Erwägungsgrund 56 der DSGVO sagt dazu:

Wenn es in einem Mitgliedstaat das Funktionieren des demokratischen Systems erfordert, dass die politischen Parteien im Zusammenhang mit Wahlen personenbezogene Daten über die politische Einstellung von Personen sammeln, kann die Verarbeitung derartiger Daten aus Gründen des öffentlichen Interesses zugelassen werden, sofern geeignete Garantien vorgesehen werden.

PS. Im Weiteren wäre Facebook unter der DSGVO verpflichtet gewesen, das Wissen zu diesem Datenmissbrauch dem für sie zuständigen Datenschutzbeauftragten in Irland innerhalb von 72 Std. zu melden.
Das gilt auch als Zeitfenster und innerhalb dieses Zeitfensters hätten die betroffenen Nutzer, d.h. Kunden von Facebook, informiert werden müssen.
Wohlgemerkt, Facebook wusste dies seit spätestens 2015!
[/su_box]
Bitte nicht vergessen: Wenn Sie ein Geschäftshandy nutzen, dann sollten Sie WhatsApp nicht nutzen.
Es kann okay sein, die App auf dem privaten Handy für private Chats nutzen.
Doch auch hier empfiehlt sich Threema.

Message auf dem Handy eingeben | Death to Stock, Wired9

Message auf dem Handy eingeben | Death to Stock, Wired9

Teenagers gucken sich was an auf dem Smartphone - mobiles Internet | Urheber: ViewApart |auf Fotolia #76987797

In Kürze:  In der Schweiz wurden  2017 rund 90,000 Lehrstellen besetzt.
7,000 Lehrstellen konnten nicht besetzt werden
.
Hier hilft die Social Media Marketing Strategie dem Unternehmen offene Lehrstellen zu besetzen.
Kennzahlen, ROI, aber auch Word-of-Mouth spielen eine Rolle.
Wir zeigen hier anhand einiger Beispiele, wie die Dinge im Online Recruiting verbessert werden können.
Mehr zu Employer Branding, Recruiting und Markenstärke gibt es hier.
Punkte unten einfach anklicken und Sie kommen sofort zur Antwort weiter unten.

Eine lange Liste mit gewünschten Qualifikationen im Anforderungsprofil ist nicht unbedingt effektiv. Besser ist, wenn zwischen notwendigen Qualifikationen, die ein Bewerber mitbringen muss, und Eigenschaften, die irgendwie schon ganz nett wären, unterschieden wird.
Aber es gibt noch andere Dinge, die es lohnt nicht zu vergessen und die wir daher unten genauer erläutern.

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1. Berufspraktika machen den Unterschied

Schnupperlehren oder Berufspraktika von 1 bis 3 Tagen sind bei Schülern in der Schweiz sehr beliebt.
Doch nur wenige Unternehmen bieten Schülern diesen Berufs- und Betriebseinblick in der Form von Betriebspraktika (auch Schnupperlehren genannt) an.
Einige wie die ZKB (Zürcher Kantonalbank) bieten einen Informationstag oder einen Nachmittag (Infotag) an. Diese Informationstage gibt es z.B. auch bei der Swisscom, Sunrise oder der Bank Julius Baer.
Ohne einen besseren Einblick in den gewünschten Beruf ist es jedoch für Schüler nicht einfach, sich ein realistisches Bild machen zu können. Wenn man mit Schülern spricht, gibt es auch bei der Organisation und dem Ablauf dieser Informationstage oder Halbtage erhebliche Unterschiede.
Der Rekrutierungsprozess wie auch ein Informationstag sind die ersten Eindrücke, die ein Schüler vom Unternehmen erhält. Die Forschung zeigt, der erste Eindruck ist fast immer richtig und wird auch selten geändert. Da lohnt es sich als Unternehmen die Sache richtig anzupacken.

Linke Grafik: Nettoerträge für Betriebe über die gesamte Zeit der Ausbildung zur Fachkraft. Ebenfalls aufgeführt die gesparten Rekrutierungs- und Einarbeitungskosten bei Übernahme des Lehrlings nach Abschluss.

Linke Grafik: Nettoerträge für Betriebe über die gesamte Zeit der Ausbildung zur Fachkraft. Ebenfalls aufgeführt: die gesparten Rekrutierungs- und Einarbeitungskosten bei Übernahme des Lehrlings nach Abschluss.


Dass sich die Rekrutierung von Lehrlingen lohnt, die motiviert an die Ausbildung gehen und zum Unternehmen passen, versteht sich von selbst. Abgesehen davon können bei deren Übernahme nach Abschluss nochmals rund CHF 16.000 oder mehr der Rekrutierungskosten gespart werden.
Fazit: Berufspraktika sind aufwendig, doch wenn sie gut vorbereitet und durchgeführt werden, sind sie für Bewerber und Unternehmer ein ideales Unterstützung im Recruiting.
Man lernt voneinander und kann somit besser einschätzen, was für Konsequenzen ein Ausbildungsvertrag (3-4 Jahre) hat. Das heisst, Risiken für den Misserfolg während der Ausbildung können für beide Parteien gesenkt werden.

Download der Slides – AEVO Webinar – Optimiertes Azubi Recruiting: Diese Tipps machen den Unterschied – PDF Datei, 15 MB.

2. Recruiting Funnel richtig nutzen

12 bis 18 Monate können vergehen zwischen dem ersten Besuch der Webseite eines Unternehmens und dem Zeitpunkt, zu dem die Schülerin dann die Lehrstelle antritt.
Experten weisen schon lange darauf hin, dass sich die Betriebe hier anstrengen müssen. Will heissen, in dieser eher langen Phase bis zum Antritt kann viel passieren. Und auch viel getan werden! Gute Bewerber können eher zwischen mehreren Angeboten wählen. Da muss eine Beziehung zwischen Ausbildungsbetrieb und Lehrling bestehen, sodass dieser die Stelle bevorzugt.
Doch hier hapert es bei grossen wie auch kleineren Firmen. Als Beispiel, da besuchte die Person z.B. bei der Sunrise im Dezember einen „Infomorgen“. Doch von der Firma hat man anschließend nichts mehr gehört, auch wenn der Bewerber sich via eMail bedankte, wie es sich gehört.
Auch wird kaum nachgefasst mit Hilfe des Telefons. Bei einem Unternehmen der Mobiltelefonie würde man dies ja eigentlich erwarten.
Aus der Verkaufslehre kennen wir den Sales Funnel. Dieser sagt uns, dass wir den Kunden von der Frühphase (Interesse, will sich informieren) bis zum Kauf (Bestellung wird gemacht und z.B. gleich online bezahlt) begleiten müssen.
Amazon oder auch FedEx erlauben es dem Kunden, seine Bestellung online zu verfolgen. Ebenfalls bieten immer mehr Logistik Unternehmen den Kunden Updates via SMS oder aber Email. Diese Informationen zeigen auf Wunsch an, wo sich ein Paket gerade befindet oder wann es an den Empfänger abgegeben wurde.
In der Ausbildung sind die Dinge ein wenig anders. Z.B. kann es passieren, dass eine Schülerin dem Unternehmen eine Email schickt. In dieser fragt sie an, wie sie sich für eine Schnupperlehre bewerben kann.
Sie erhält Antwort. Daraufhin schickt die Schülerin die Bewerbung für dieses Berufspraktikum umgehend via eMail an ein grosses Unternehmen in der Schweiz wie z.B. die Migros. Doch auch nach 14 Tagen hat sie:

  • weder eine Bestätigung, dass die Bewerbung eingetroffen ist,
  • noch eine Zusage, dass sie ein Berufspraktikum machen darf.

Oft macht z.B. eine Schülerin im Frühjahr Praktika bei mehreren Unternehmen (z.B. 2017). Doch die Bewerbung für eine Stelle erfolgt vielleicht erst im August (z.B. 2017) für eine Ausbildung, welche im folgenden Jahr anfängt (z.B. August 2018).
In jeder Phase, siehe Chart unten, vergehen mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate, bis dann vielleicht wieder etwas passiert. Da gilt es, sicherzustellen dass die Ausbildungsfirma und der gewünschte Beruf bei der Schülerin präsent bleiben.
Hierzu kann eine Email helfen.

Ohne regelmässigen Follow-Up ist das Talent Sourcing weniger effektiv als es sein muss.

Ohne regelmässigen Follow-Up ist das Talent Sourcing weniger effektiv als es sein muss.


Im Verkauf würde es ja nie einem Verkäufer in den Sinn kommen, die am Messestand eingesammelten Visitenkarten nicht zu nutzen. Er arbeitet diese ab, indem er die möglichen Kunden innerhalb von 2 Wochen nach dem Event anruft. Dabei informiert er sich, ob der Interessent noch Informationen braucht, vereinbart Termine usw.
Doch neulich war ich mit einer Gruppe von Schülern an einer Berufsmesse. Mehrere Schüler haben sich bei verschiedenen Ständen informiert. Sie machten in einigen Fällen sogar einen Test, welcher gut ausfiel, haben mit Lehrlingen gesprochen, usw.
Doch denken Sie, es wurden Adressen gesammelt oder aber den Schülern wurden weitere Informationen via Email angeboten? Nein. Weder die Bank, Versicherung noch der Internet Gigant haben sich nochmals gemeldet.
Das mag kein Problem sein, denn die Plätze werden sicherlich mit qualifizierten Bewerbern gefüllt. Doch werden damit vielleicht einige hoch motivierte und gut ausgebildete Kandidaten abgeschreckt. Diese werden sich nicht bewerben und demzufolge in diesem Betrieb keine Ausbildung machen.
Wenn man den Ausbildungsbetrieb aus den Augen verliert, kann es schon passieren, dass der junge Mensch bei einer anderen Firma unterschreibt. Verständlich.
Wenn man nichts mehr hört, wird ein möglicher Ausbildungsplatz einfach vergessen.
Fazit: Rekrutierungsprozesse müssen wie Verkaufsprozesse anhand der Touchpoints optimiert werden.
Das bedeutet, dass wir den Bewerber über eine Zeit von 18 bis vielleicht fast 24 Monate hinweg begleiten müssen.
Regelmäßige Anrufe, Emails, Events, Newsletter, usw. sollten hier genutzt werden.
Nur damit bleiben wir für den Schüler präsent und können ihn bei der Stange halten.
Das erhöht die Chancen, dass der Schüler sich bewirbt und bei uns einen Ausbildungsvertrag unterschreibt.

3. Apps gibt es wie Sand am Meer

Nutzer nutzen im Schnitt rund 25 Apps. Doch dies bedeutet nicht, dass die Welt unsere App nicht braucht.
Trotzdem ist eine App mit offenen Stellen und weiteren Informationen über das Unternehmen nur dann von Erfolg und die Investitionen wert, wenn diese sich im Markt durchsetzt.
Das würde heissen, möglichst viele wollen diese App nutzen. Doch werden Schüler kaum eine solche App herunter laden wollen. Warum Speicherplatz abgeben für eine weitere App ,die man sowieso kaum nutzt.
Deshalb ist das Risiko, dass die App ein Flop wird relativ gross, wenn wir berücksichtigen, dass je nach Land gut 40% der Zeit im mobilen Internet mit etwa 3 Apps genutzt wird.
Was bedeutet dies? Konkreter: Haben wir eine Chance, dass sich die App zum Renner mausert?

Facebook dominiert die App Szene: Da kommt unsere Chat, News, oder Job App kaum an.

Facebook dominiert die App Szene: Da kommt unsere Chat, News, oder Job App kaum an.


Fazit: Weniger ist mehr. Fokus auf den Mehrwert der Inhalte auf der Sektion Karriere der Webseite der Firma lohnt sich. Chat oder Job Apps sind nicht unbedingt notwendig. Es funktioniert auch dann, wenn man die Fehler in unserer Checkliste unten vermeidet.

4.  Checkliste für das erfolgreiche Azubi Recruiting

Hier sind unsere Tipps für die Optimierung vom Recruiting im Bereich Ausbildung. Einfache Grundsätze, an die wir uns immer wieder erinnern sollten.
[su_box title=“11-Punkte Checkliste Rekrutierung: Ausbildung, Azubi, Lehrstelle, Berufspraktikum, Schnupperlehre“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]
Diese 12 Punkte Checkliste für das digitale Recruiting macht den Unterschied.

Grundsätzliches

1. Altersgruppe:  Diese definieren und falls notwendig Inhalte anpassen. 14-jährige haben andere Bedürfnisse als 18-jährige Jugendliche. Wird leider oft vergessen.
2. Bildungsniveau-Ausbildungsberuf-Fit: Welche Anforderungen für welchen Ausbildungsgang im Unternehmen und warum muss auf der Webseite klar ersichtlich sein.
Dies bedeutet ebenfalls, dass die Inhalte auf Bildungsniveau und Alter abgestimmt sein müssen.
3. Flüchtlinge und wenig vertretene Gruppen: Beispiel einer Bank: 04.04.18 Zürich-Hard 09:00 – 16:00 Uhr (nur für Mädchen). Spezielle Events für Minderheiten empfehlen sich fast immer.

Digitales Ausbildungsmarketing

4. Links überprüfen:  Alle URLs anklicken oder mit Hilfe eines Tools diese überprüfen.
Nichts ist für einen Schüler so ärgerlich, als wenn der weiterführende Link nirgendwo hinführt (d.h. Error 404 Seite wird angezeigt).
5. Usability Webseite: Amazon und Zalando haben uns gelehrt, Kunden wollen Informationen oder die Bezahlung vom Einkauf mit höchstens 2 Clicks sicherstellen.
Leider machen es Karriere-Seiten Interessenten oft viel schwieriger.
Bis die gewünschte Information angezeigt wird, braucht es oft 5 bis 10 Clicks. Das ist zu viel. Maximal 3 Clicks sind das Ziel.
6. Mehrwert der Inhalte der Webseite: Inwiefern helfen diese den KandidatInnen einen besseren Einblick in die Ausbildung in unserem Betrieb zu erhalten?
Bieten die Inhalte Schülern Hilfestellung in Sachen Bewerbung (z.B. wie muss ich was machen, Vorlage Lebenslauf, usw.)?
Ebenfalls müssen diese Inhalte der Zielgruppe und dem Bildungsniveau dieser angepasst sein (siehe Punkte 1 bis 3).

Recruiting oder Talent Sourcing

7. Durchführung von Veranstaltungen: Diese müssen gut organisiert sein.
Beispiele: Sind Namensschilder für Teilnehmer vorhanden? Oder findet der Berufsbildner Namen des Schülers auf seiner vollständigen Liste der Teilnehmer, usw.
Auch die Geräte im Veranstaltungsraum sollten alle funktionieren. Dies ist z.B. bei PCs nicht immer der Fall. Das gibt dem Schüler sicherlich einen falschen Eindruck…
8. Prozess Optimierung: Eine Vollbewerbung vor dem 2-tägigen Betriebspraktikum zu verlangen, schreckt viele Schüler ab.
Das kann Betrieben, welche bei jungen Menschen sehr beliebt sind, helfen die Anzahl der Berufspraktikanten zu reduzieren.
Doch kann eine solche Anforderung auch Talente davon abhalten, sich zu bewerben.
PS. Viele Unternehmen verlangen von Bewerbern, dass sie ein Berufspraktikum gemacht haben. Doch selber bieten sie keines an! Da zeigt sich auf jeden Fall Potential zur Optimierung…
9. Follow-Up: Einen Schüler auf dem Handy anrufen, z.B. mit einer guten Nachricht, kommt immer gut an. Emails erfüllen denselben Zweck. Natürlich kann eine besonders wichtige Information auch mit der Post zugestellt werden.
Was zählt ist, dass der Schüler in jeder Phase des Recruiting Prozesses weiss, wie es gerade steht. Das kann das Unternehmen nur dank Zustellung wichtiger Informationen im Follow-Up machen.

Kosten und Nutzen der Ausbildung

10. Ausbildung: Die Bemessung von Kosten und Nutzen nach Lehrdauer zeigt in der Schweiz, dass bei 3- oder 4-jähriger Grundausbildung der Nutzen über CHF 8’000 pro Lehrling beträgt (Staatsekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), 2017, S. 24).
Hier zeigt sich auch, dass Unternehmen mit Hilfe der Vollkostenrechnung genau eruieren sollten, wieviel Ihnen die Ausbildung bringt.
Viele Investitionen werden hier getätigt. Ohne genaue Kosten- und Ertragsrechnung fliegt man jedoch blind und kürzt unter Umständen dort – bei der Ausbildung – wo man nicht sollte.
11. Übernahme nach Abschluss: In der Schweiz werden die Arbeitsmarkt Rekrutierungs- und Einarbeitungskosten auf durchschnittlich über CHF 21’000 beziffert (siehe Strupler und Wolter (2012, S. 56) sowie Die Volkswirtschaft, 2014, Nr 9, S. 9).
Inwieweit der gesamte Betrag gespart werden kann, hängt vom Betrieb ab. Nichtdestotrotz wird dieser Betrag bei grösseren Betrieben schnell gegen CHF 20’000 betragen.

Fazit

Die Punkte 10 und 11 illustrieren, Ausbildung kann vor allem bei Übernahme nach Abschluss des Lehrlings helfen, Kosten zu sparen und die Produktivität zu steigern. Dies zeigt aber auch, dass Unternehmen eine Vollkostenrechnung in Sachen Ausbildung an die Hand nehmen müssen.
Z.B. ist hier nicht berücksichtigt, dass die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen verlangt, dass der Betrieb ausbildet. Dies verbessert die Möglichkeit für das Unternehmen an solche Aufträge ranzukommen.
Doch auch diese Chancenverbesserung für den Erhalt öffentlicher Aufträge muss irgendwo in der Vollkostenkalkulation berücksichtig sein. Ansonsten ergibt diese ein völlig ungenaues Bild der Situation.
[/su_box]
CLICK - more information about: Gattiker, Urs E. (2013). Social Media Audit: Measuring for Impact – ISBN 978-1-4614-3602-7

Ihre Meinung – mit diskutieren

Die beste Social Media Marketing Strategie hilft im Recruiting für die Ausbildung. Doch spielen auch ROI und Kennzahlen eine Rolle wie oben aufgezeigt.
Natürlich hilft beim Talent Sourcing Word of Mouth Marketing. Heutige und ehemalige Lehrlinge sind hier eine grosse Hilfe. Auch sind heute Auszubildende als Referenten und Teilnehmer bei Schnuppertagen oder Informationsveranstaltungen für Schüler wichtige Markenbotschafter und Influencer.
Earned Media – dass über die Ausbildung in der Firma in den Medien berichtigt wird, oder Inhalte auf der Webseite auf anderen Seiten verlinkt werden – spielt ebenfalls eine Rolle.
Ihre Meinung zu diesem Thema und vielleicht auch persönliche Erfahrungen würden uns hier als Kommentar interessieren, wie z.B.:

  1. Wie haben Sie als Schüler oder Elternteil die Suche für eine Lehrstelle erlebt?
  2. Haben Sie ein Beispiel eines Rekrutierungsprozesses der bestens funktioniert?
  3. Offeriert Ihr Unternehmen ein Betriebspraktikum / Schnupperlehre für Schüler?
  4. Wie eruieren sie die Kosten und Nutzen in der Ausbildung bei der Unternehmung?

Offfenlegung: Der Autor / Blogger weist darauf hin, dass einige der erwähnten Unternehmen Kunden von CyTRAP Labs GmbH sind und / oder DrKPI® Services und Produkte abonniert haben / beziehen.

Download die Slides – AEVO Webinar – Optimiertes Azubi Recruiting: Diese Tipps machen den Unterschied – PDF Datei, 15 MB.

In Kürze: Frohes Neues Jahr wünschen wir allen unseren Lesern.
2018 müssen sich Unternehmen im Online Recruiting von Airbnb, Amazon und Zalando inspirieren lassen.
Für die „ShaRenting“ Generation, d.h. bis 20 Jährige welche vermehrt Filme, Kleider und Musik mieten (z.B. Netflix, Dimi, Spotify streaming statt CD oder DVD zu kaufen) oder car sharing dem Autokauf vorziehen (z.B. Lyft, Uber, Mobility, rent the car, share the ride), ist Usability und User-Friendliness der Karriereseite einer Firma sehr wichtig.
ERGO, Swiss-Life oder Swisscom tun sich hier etwas schwer. Andere, wie z.B. DHL oder UBS machen es besser.
Hier die Resultate und Tipps in unserem Ratgeber
Hier geht es zur Registrierung zum Online Ausbilderkongress 2018 – kostenlos.
Weitere Events mit DrKPI Staff als Referent/in können Sie hier einsehen.
Die Fragen unten einfach anklicken und Sie kommen sofort zur Antwort weiter unten.

Viele von uns shoppen bei Amazon oder Zalando. Oder wir bestellen uns am Freitagabend nach der Party eine Fahrt auf Uber. Das Wichtigste, was diese Dienstleister dabei verbindet, ist, dass ihre Webseite und / oder ihre App einfach zu bedienen ist.
1 oder 2 Clicks und schon ist der Uber Fahrer unterwegs oder das gewünschte Kleid im Warenkorb von Zalando. 2 Dinge fallen auf:

  1. Bei einigen e-Commerce Webseiten oder Apps klappt das sehr gut. Doch manchen Dienstleistern fällt dies schwerer. Beispielsweise sind bei ERGO mehr als 6 Clicks nötig, um Informationen zu einem Versicherungsangebot zu finden.
  2. Was bei Online Bestellungen sehr gut funktioniert, wird auf der Karriereseite einiger Unternehmen schwieriger. Suche ich hier einen Ausbildungsplatz, sind die Informationen oft nicht einfach zu finden.

So zeigt die Seite der ERGO Group unten gut auf: Auch wenn Karriere prominent im Reiter aufgeführt ist, heisst dies nicht, dass die Inhalte dieser Seite gut strukturiert sind.

Wenn ein Kunde Probleme hat, die Infos zum Produkt zu finden oder dieses zu bestellen, wie schwierig wird es dann für einen Schüler Angaben zur Ausbildung zu finden?

Wenn ein Kunde Probleme hat, Infos zu einem Produkt zu finden oder dieses zu bestellen, wie schwierig wird es dann für einen Schüler Angaben zu einer Ausbildung zu finden?


Bei ERGO ist der Schüler nach 6 Clicks dort, wo er sein sollte. Doch die Angaben zur dualen Ausbildung sind bei verschiedenen Berufen eher spärlich.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen, die zeigen, wie es geht. So z.B. die DHL (Deutsche Post).
Hier wird es Schülern sehr einfach gemacht, die relevanten Informationen für einen möglichen Ausbildungsplatz auf der Webseite mit 2 Clicks zu finden (siehe unten).
DHL spurt vor: 2 Clicks und der Schüler weiss welche Ausbildung DHL anbietet und wann und wie man sich zum Schnuppertag anmeldet.

DHL spurt vor: 2 Clicks und der Schüler weiss, welche Ausbildung DHL anbietet und wann und wie man sich zum Schnuppertag anmelden kann.


Hier ist es der DHL gelungen, den Bewerber Journey einfach aufzuzeigen. Und das obwohl sich jedes Land der Corporate Struktur der DHL Webseite anpassen muss. Das heisst, grosse Flexibilität, welche eine Anpassung an nationale Gegebenheiten und Erfordernisse ermöglicht, hat man hier nicht.
Trotz dieser Einschränkungen sind die Informationen zu den Ausbildungsangeboten auch für die DHL Schweiz sehr schnell auffindbar. Eine klare Strukturierung inklusive Daten zu den Events. Chapeau!

1. Wie hilfreich ist unsere Webseite?

Warum haben Amazon oder Zalando Erfolg?
Der wichtigste Grund ist, dass man das Produkt, das man kaufen möchte, mit etwa 2 Clicks finden kann. 2 – 4 weitere Clicks, je nach dem, ob man Neukunde ist oder nicht, dann ist der Checkout auch schon bewältigt.
Es kann nur als logisch erscheinen, dass auch Stellensuchende die Informationen auf der Webseite schnell finden wollen. Doch dieses Usability Prinzip wird oft vernachlässigt.
DHL macht hier vor, wie man dies erfolgreich umsetzt. Und das obwohl die Corporate Webseite die Möglichkeiten in Sachen Gestaltung und Inhalten für die Länderorganisation Schweiz stark einschränkt.
Einen flexibleren Weg ist die Alpiq InTec (siehe unten) gegangen. Sie hat eine neue Webseite mit eigener Domaine für die Ausbildungsressorts in 2014 lanciert. Den direkten Zugang zu dieser Seite erhält man dabei auch über die Corporate Webseite. Darüber hinaus sind die meisten Informationen der Azubi Webseite auch auf der Corporate Webseite zu finden.
Ende 2017 ist diese Seite einem Redesign und einer Umstrukturierung unterzogen worden, um zukünftig noch besser auf die Bedürfnisse der Zielgruppe von 14 bis 16 jährigen Schülern, wie auch deren Eltern und Lehrern eingehen zu können.
Die Azubi Webseite von Alpiq InTec (einem Unternehmen der Alpiq Gruppe) kommt farbiger daher als die Corporate Webseite. Zudem spielen Bewegtbild / Videos eine viel wichtigere Rolle als auf der Firmenwebseite.
Der Leserdialog ist auf der Azubi Webseite möglich. Lehrer und Eltern stellen Fragen oder kommentieren. Auch Schüler und ehemalige Auszubildende lassen von sich hören und hinterlassen Kommentare.
Noch besser ist, dass all diese Leserkommentare fachkundig beantwortet werden.

Was Schüler wissen müssen bei der Bewerbung für einen Ausbildungsplatz.

Was Schüler bei der Bewerbung für einen Ausbildungsplatz wissen müssen.


Jugendliche gezielt und zeitsparend anzusprechen in Sachen Ausbildung klappt bei vielen Unternehmen wie DHL gut. Bei einigen wie der Alpiq InTec sogar sehr gut – Bewerbung.
Doch oft ist die Navigation auf Webseiten nicht einfach. Wenn Lehrer oder Eltern den Jugendlichen helfen können, klappt dies meistens. Doch ohne deren Hilfe wird es für Schüler oft schwierig, die benötigten Informationen zu finden.
Deshalb sollte sich ein Unternehmen in Sachen Nutzerfreundlichkeit oder User-Friendliness immer diese Fragen stellen:

  • Findet eine 13 bis 16 jährige Schülerin sich auf unserer Webseite auch ohne fachkundige Eltern zurecht?
  • Sind die Informationen, welche wir offerieren, vollständig?
  • Beantworten wir die Fragen via Email oder Telefon altersgerecht?

Oft können diese 3 Punkte allesamt mit nein beantwortet werden. Nur zur Illustration, wenn ich z.B. die Seite von Roche besuche, finde ich auf den ersten Blick keine Informationen zum Thema Karriere. Erst wenn ich auf Menu klicke, zeigt es mir eine Seite „Karriere“ zur Auswahl.
Klicke ich dann auf Karriere, finde ich einige Informationen zum Thema Karriere bei Roche. Leider jedoch kaum Angaben zur Ausbildung. Gebe ich eine Suchanfrage ein wie „Lehrstelle“, ist das Resultat = 0.
Es sollte ja nicht sein, dass die Schüler zuerst eine Suchmaschine nutzen müssen, um den notwendigen Link zur richtigen Seite auf der Firmenwebseite zu finden. Erst recht nicht, wenn es dann, wie in den meisten Fällen, mehrere Versuche und Clicks braucht.
Doch in dieser Sache ist Roche leider in sehr guter Gesellschaft. Auch bei Bayer braucht es viele Clicks. Unter „Berufseinsteiger“ findet man keine Informationen zu den Ausbildungsprogrammen. Erst unter Arbeiten bei Bayer findet man das Wort Berufseinstieg wieder. Für einen 14-Jährigen ist dies nicht einfach zu überschauen.
Doch von Amazon, Zalando, Uber oder Airbnb wissen wir, dass es besser geht. Usability 101 verlangt, dass wir es einfacher machen, wenn wir die von uns gewünschte Zielgruppe erreichen möchten.
Doch auch Swiss Life tut sich schwer. In unserem Kurztest mit 3 Schülern war es keinem von diesem klar, ob das Unternehmen von ihnen erwartet, dass sie eine Schnupperlehre machen. Sie fragten sich ebenfalls, ob eine solche Schnupperlehre oder ein mehrtägiges Praktikum ein Teil vom Selektionsprozess darstellt, oder eben nicht.

Der Kunden oder Customer Journey ist hoffentlich nicht so kompliziert wie der Azubi Journey. Wäre dem so, würden wohl zu viele mögliche Kunden die Swiss-Life Webseite nach 5 Sek. verlassen. 

Der Customer Journey ist hoffentlich nicht so kompliziert wie der Azubi Journey. Wäre dem so, würden wohl zu viele mögliche Kunden die Swiss-Life Webseite nach 5 Sek. wieder verlassen…

2. Sind wir „kundenfreundlich“?

Die obigen Ausführungen zeigen, viele Unternehmen behandeln die Aufarbeitung der Informationsseite zum Thema Ausbildung wie ein Stiefkind.
Es ist weder einfach die notwendigen Infos schnell zu finden, noch sind diese immer gut strukturiert und aussagekräftig.
Stellen Sie sich vor, ein Unternehmen hat über 1,450 Bewerbungen im Jahr für ca. 290 Lehrstellen in 12 Berufen. Das es hier eine gewisse Systematisierung der Abläufe im Rekrutierungsprozess braucht, ist klar.
Würden Sie einen Kunden auffordern, in 2 Monaten nochmals vorbeizukommen, weil:

  • wir die Daten, wann, wo und wie man sich bewirbt (oder ein Auto kauft), erst in 2 Monaten haben?

Auch bei Swiss Life muss man z.B. mehrmals vorbeikommen. Ende Jahr sollten z.B. die Termine laut der Webseite für die Schnuppertage feststehen. Dies war jedoch an Weihnachten noch nicht der Fall, was ich als Ende des Jahr bezeichnen würde.
Also blieb den Schülern in dieser Klasse nichts anderes übrig als bis Januar 2018 zu warten, um mehr Informationen erhalten zu können. Leider waren dann aber schon mehrere der Schüler mit anderen Möglichkeiten konfrontiert. Das heisst sie bewarben sich erfolgreich anderswo.
Wie beim Customer Journey müssen wir auch beim Bewerber Journey für Azubis die Dinge sorgfältig aufgleisen. Auch hier wollen wir keine Leads verlieren.
Bei der Zürcher Kantonalbank ZKB kann man z.B. an einer Messe einen Test machen. Wenn man diesen dann beendet hat und eine hohe Punktzahl erreicht, was dann? Niemand will die Adresse der Schüler.
Diese Sales Funnel Technik ist, so scheint es, bei den meisten Rekrutierungsabteilungen kein bekanntes Konzept. Auch das Word Leads ist hier wohl unbekannt.
Im Verkauf würden wir z.B. mit Hilfe der eMail Adresse den Interessenten für das neue Produkt relevante Informationen zukommen lassen. Warum tun wir dies nicht auch mit interessierten Schülern, welche uns auf einer Messe besuchen? Mit der Adresse können wir diesen informieren über einen Informationstag für den man sich registrieren kann, usw.

Customer Journey und Customer Touchpoints: Praktische Vorlage für den Erfolg im Recruiting für Ausbildungsplätze.

Customer Journey und Customer Touchpoints: Praktische Vorlage für den Erfolg im Recruiting für Ausbildungsplätze.


Google sieht das Recruiting von Auszubildenden nicht als einen Journey mit wichtigen Touchpoints.
Doch so ohne weiteres finden wir auf der Google Webseite keine Informationen zu den Ausbildungsangeboten beim Unternehmen. Auch im Ranking der Suchmaschine gibt es unter den ersten 10 Einträgen nichts zur Ausbildung bei Google.
Finden lassen sich die spärlichen Informationen nur über die Berufsberatung.ch Webseite.
Hier kommt die eher spartanische Google Recruiting Webseite für Ausbildung – Lehrstellen die man mit Hilfe des Links findet:
Recruiting 1 x 1 - Google braucht Nachhilfeunterricht. Spärliche Informationen in keiner der Landessprachen.

Recruiting 1 x 1 – Google braucht Nachhilfeunterricht. Spärliche Informationen in keiner der Landessprachen.


Nich nur die Webseite ist in Englisch, auch die Anfrage und Antworten sind in keiner der Landessprachen verfasst.
Die Infos unten zeigen, Google tut sich noch schwer das ganze zu personalisieren.
Aber das Image der Firma macht die Fehler in Sachen Usability und dem schlechten Recruiting Funnel Management sicherlich wett.

Dez. 9, 2018
Dear Sir or Madam
I am very interested in doing an apprenticeship with Google Switzerland in the area of Informatiker/in (EFZ) Applikationsentwicklung.

However, to give me and you the opportunity to get to know each other better, I was wondering if there is an opportunity for:

– an Infonachmittag and
– a Schnupperlehre for Informatiker/in (EFZ) Applikationsentwicklung

I would appreciate to get some additional information.
Cordially
Name
P.S. I will be ready to start my apprenticeship August 2019.

Dez. 9., 2018 Automatische Antwort

From: Apprenticeship ZRH <apprenticeship.zrh+noreply@google.com>
Date: 2017-12-09 10:39 GMT+01:00
Subject: Re: Schnupperlehre for Informatiker/in (EFZ) Applikationsentwicklung
To: Adresse

Thank you for your interest in the apprenticeship program with Google Switzerland.
Please note that we won’t be conducting interviews for the remainder of the year, and your application will be reviewed in January. We will get in touch with you for next steps.

Happy Holidays!

Dez 12, 2018 personalisierte Antwort an Schülerin von Google Ausbildung.
From: Person <apprenticeship.zrh@google.com>
Date: 2017-12-11 10:20 GMT+01:00
Subject: Re: [apprenticeship.zrh] Schnupperlehre for Informatiker/in (EFZ) Applikationsentwicklung
To: Person

Hi Name,

Thank you for your interest in apprenticeships at Google Switzerland.

We currently don’t have any taster days scheduled, but would be happy to update you as soon as we organize one in the future. I have added you to our list of contacts now.

Best regards,
Janina
Google Switzerland Apprenticeships Team

Ein Informationstag bei Google ist interessant. Ein Schüler will sich ein Bild machen über den Beruf für den man sich interessiert und wie es sich so fühlt bei Google zu arbeiten. Reicht diese kurze Zeit?
Fragen welche sich ein Schüler und Unternehmen stellen müssen sind z.B.:

  1. Kann sich ein Schüler ohne Arbeitserfahrung hier nach 3 Stunden ein klares Bild machen, was die Zustimmung zu einer 4-Jahre dauernden Ausbildung für ihn oder sie bedeutet?
  2. Fühlt man sich da vielleicht wie derjenige, der die Katze im Sack kauft?
  3. Ist diese Situation optimal für das auszubildende Unternehmen? Man „verkauft“ die Ausbildung als möglichst attraktiv, aber ist das realistisch?

3.  Den Bewerber auf dem Laufenden zu halten, ist Pflichtprogramm

Doch wenn der Kunde oder auch der mögliche Lehrling dann einmal in Kontakt steht mit dem Unternehmen, braucht es viel Arbeit um diesen zu gewinnen.
Dieses Bedürnis nach Information entdeckte 1994 FedEx als möglichen USP den es zu nutzen galt. Das Unternehmen führte  die Sendungsverfolgung für Kunden über das Internet ein. Dieser damals neuartige Service des Tracking einer Lieferung erfreute sich schnell wachsender Beliebtheit bei Kunden.
Heute werden solche Möglichkeiten z.B. auch von Amazon, DHL oder der Post angeboten. Wir empfehlen einen ähnlichen Ansatz wenn es um die Rekrutierung von Auszubildenden geht.
Nach Eingang einer Bewerbung oder Anfrage generiert das System z.B. bei Google (siehe oben) eine Standardmitteilung, welche bestätigt, dass die Kontaktaufnahme erfolgreich war.

Betreff: Eingangsbestätigung Bewerbung für eine Schnupperlehre als Informatiker/in EFZ Fachrichtung Applikationsentwicklung
An: ….
Cc:

Sehr geehrte Frau
Wir bestätigen Ihnen hiermit, dass wir die Bewerbung für eine Schnupperlehre als ……. EFZ Fachrichtung ……. erhalten haben.
Wir werden Sie in den nächsten Tagen kontaktieren und den Termin bestätigen.
Sollten Sie innerhalb von 14 Tagen keine Nachricht von uns erhalten, wenden Sie sich bitte an die untenstehende Adresse.

Adresse

Freundliche Grüsse
Berufsbildung Name Unternehmen AG

Ein Tag später kommt vielleicht eine weitere Email, die um Ergänzungsinformationen bittet. Nach deren Erhalt kommt 72 Std. später die Bestätigung, dass man das Praktikum oder die Schnupperlehre am gewünschten Datum machen kann. Zur Sicherheit kommt dies dann auch noch 2 Tage später als Brief mit der Post.
Das obige Beispiel zeigt: Der Schüler wird immer wieder informiert und weiss ungefähr, wie lange er noch warten muss. Dabei sollte aber auch kommuniziert werden, welche Hürde er oder sie im Bewerbungsprozess noch zu bewältigen hat, wie z.B. Prüfungen. Dies umso mehr, wenn es mehr Ausbildungsplätze zu besetzen gilt, als Schüler, die eine Berufslehre absolvieren wollen. In 2017  waren je nach Beruf, 5 – 15% der offenen Ausbildungsplätze in der Schweiz nicht besetzt.
Ganz besonders schwierig ist es, alle offenen Ausbildungsplätze im MINT (d.h. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) Bereich mit qualifizierten Bewerberinnen zu besetzen.

Roche Basel versucht den Fluss von Bewerbern zu kanalisieren, d.h. z.B. Selektionierung gleich zu Beginn.

Roche Basel versucht den Fluss von Bewerbern zu kanalisieren, d.h. z.B. Selektionierung gleich zu Beginn.

4. Ihre Meinung zähltCLICK - more information about: Gattiker, Urs E. (2013). Social Media Audit: Measuring for Impact – ISBN 978-1-4614-3602-7

Die obigen Beispiele zeigen, dass bei einigen Unternehmen die Online Kommunikation zum Thema Rekrutierung und Ausbildung deutlich verbessert werden kann.
Kommunikation über Instagram, Twitter oder Facebook macht vielleicht auf den ersten Blick Sinn. Fragt man jedoch Schüler, wollen sie auf diesen Plattformen nicht zum Thema Ausbildung mit Unternehmen kommunizieren.
Deshalb muss die Usability (Nutzbarkeit) und Usefulness (Nützlichkeit) der Informationen auf der eigenen Webseite sehr viel besser werden. 2 Clicks müssen zur gewünschten Information zur Ausbildung oder Lehrstelle im Unternehmen führen.
Die ShaRenting Generation (bis 20 Jahre alt) will alle Information möglichst mit wenig Aufwand und übersichtlich präsentiert. Wenn sie es nicht kriegt, sind sie von unserer Webseite weg
Was ist Ihre Meinung oder Antwort zu den Fragen unten:

  1. Wie gut oder klar strukturiert sind die Informationen zu offenen Ausbildungsplätzen auf Webseiten, welche Sie besucht haben?
  2. Welche Erfahrungen haben Sie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz gemacht?
  3. Wie und wo war Ihre Hilfe als Mutter oder Vater gefragt bei der Sondierung von Online Informationen zur dualen Ausbildung in einem Unternehmen?
  4. Wie hat Ihr Unternehmen in den letzten 12 Monaten versucht den Rekrutierungsprozess zu verbessern? Welche Kennzahl war bei dieser Arbeit wichtig?

Offfenlegung: Der Autor / Blogger weist darauf hin, dass einige der erwähnten Unternehmen Kunden von CyTRAP GmbH sind und / oder DrKPI® Services und Produkte abonniert haben / beziehen.
PS. Bitte registrieren Sie sich für den nächsten Event / Workshop in Konstanz beim Südkurier, Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) oder General Data Protection Regulation (DSPR): Erfahrungsberichte und technische, juristische Feinheiten zur optimalen Umsetzung im Unternehmen

Ralf Strauss eröffnet den Deutschen Marketing Tag 2017 in Frankfurt.

Fazit: Der Deutsche Marketing Tag 2017 war mit 1,500 Teilnehmern der bis jetzt grösste organisierte Event vom Deutschen Marketing Verband.
Download – Agiles Management – Slides
Viele interessante Keynotes, Breakout Sessions und inspirierende Gespräche.
Meine Eindrücke mit einigen Fotos.

Das war mein zweiter Deutscher Marketing Tag vom Deutschen Marketing Verband (DMV).
Drei Dinge fielen mir dabei auf:

    1. Die Organisation (Programm Ralf Strauss, Organisation Deutscher Marketing Verband – Büro Düsseldorf das ganz Team! und Management Forum) hat sich nochmals im Vergleich zu 2016 überboten.
      Für mich als Teilnehmer lief alles perfekt ab und die Frankfurter Messe tat das ihre inklusive Catering. Chapeau! Merci!
    2. Der #DMT17 war mit mehr als 1,500 Teilnehmern nochmals um einige hundert Teilnehmer grösser als der 43. Deutsche Marketing Tag in Leipzig.
    3. Dieses Jahr waren meine Kolleginnen, Kollegen und ich das 1. Mal als Mitglieder vom #MCLago dabei.

Natürlich waren auch einige Dinge für mich persönlich ganz anders als 2016. Letztes Jahr hatte ich das Privileg mit Mark Leinemann den DMT16 besuchen zu können (auch er heute Mitglied beim #MCLago). Wir verbrachten den Nachmittag zusammen beim Stadtbummel in Leipzig – eine schöne wie auch interessante Stadt.
In Frankfurt habe ich einige der Leute, die ich im letzten Jahr traf, auch hier wieder angetroffen. Das macht eine Veranstaltung immer noch besser. Ich durfte viele neue und sehr interessante Menschen kennen lernen.
Hier meine Synopsis. Diese erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Deep Dive

2017 begann der Deutsche Marketing Tag schon am Vortage, d.h. Mittwochs um 17:30 Uhr. Mehrere Deep Dive Sessions waren auf dem Programm.
Ich hatte die Ehre, eine Deep Dive Session moderieren zu dürfen – siehe Fotos unten.
[su_slider source=“media: 8510,8499,8500,8504″]
Agile Organisation … von der strategischen Sichtweise zur erfolgreichen Umsetzung.[/su_slider]
Taina Temmen und Steffen Köster waren meine Referenten. Super interessant, wie sich Agilität in Sachen Marketing und Innovation auf verschiedenen Ebenen abspielen kann.
Hier gibt es meine Slides… Einführung und Zusammenfassung – Session Agiles Marketing.

Ryanair grüsst Lufthansa

Ralf Strauss, der Präsident vom Deutschen Marketing Verband (DMV) eröffnete den Kongress auf der grossen Bühne. Nach seiner eloquenten Einführung ging es dann gleich los im Programm.
Im Vortrag von Matthias Wenk (Ryanair), wurde mit einigen Mythen aufgeräumt.
Ein tolles Beispiel dafür war, dass Ryanair den digitalen Plattformen abgeschworen hat. Ryanair nutzt weder Google AdWords noch Plattformen wie Booking.com
Das Unternehmen ist der Meinung, dass die Nutzung solcher Instrumente die Gewinnmarge unnötigerweise schmälert.
Ebenfalls besteht z.B. bei Booking.com die Gefahr, dass der Ryanair Kunde die Webseite der Airline meidet. Dies ist weder für das Loyalty Marketing noch das Branding, welches Ryanair anstrebt, hilfreich.
[su_slider source=“media: 8503,8501″]
Ryanair … Google ist eine Steuer die es nicht braucht. Nutzen alle Google AdWords, verteuert sich das Produkt und die Marge verringert sich. [/su_slider]
Ryanair sieht Google AdWords wie auch Booking.com als eine Art Verbrauchssteuer, welche weder Kunden schätzen. Noch Ryanair. Ryanair steigert die Marge lieber und lässt Kunden von niedrigeren Preisen profitieren.

McKinsey: Axa oder Aral – es macht keinen Unterschied

Der erste Moderator auf der grossen DMT17 Bühne war Jesko Perrey. Er stellte die einzige Teilnehmerin in dieser Gruppe als Marketingchefin von Axa vor. Sandra Schwimbersky wies ihn charmant auf diesen Faux-pas hin. Er schien dies mit dem Hinweis relativieren zu wollen, dass Axa und Aral ja beide im Commodity Business tätig seien.
Unter den Zuhörern ging dabei ein Raunen durch die Runde. Wir waren verwundert.
Auch ein Moderator muss sich gut vorbereiten, d.h. Einzelheiten, Werdegang, Steckenpferde, usw. der Referenten oder Diskussionsteilnehmer verstehen. Dies hatte bei diesem McKinsey Consultant, dem viel beschäftigten Moderator wohl aus zeitlichen Gründen nicht geklappt.
Doch eines schien er gut zu verstehen, wie man den eigenen Kunden – sprich Telekom – in Szene setzen kann. Schade, wenn der Kunde scheinbar nicht fähig ist, von diesen Chancen mit Hilfe von Fakten Vorteile zu gewinnen (siehe ganz links auf dem Foto).
[su_slider source=“media: 8514,8505″]Deutscher Marketing Tag – Eindrücke, Faux-Pas und Kreativität sind immer nahe beinander [/su_slider]
Auch der Repräsentant der E.ON Energie war blass.
Die Selbstgefälligkeit der 3-er Gruppe von Männern wurde aber durch Sandra auf intelligente, witzige und auf charmante Weise durchbrochen. Dabei setzte sie Nägel mit Köpfen ein. Sie demonstrierte dabei auch ihre Kenntnisse über das Commodity Business.
Glücklicherweise war dies die einzige Session, wo die männlichen Referenten kläglich von der Qualität der Referentin in den Schatten gestellt wurden. Ansonsten war ich mit der Qualität der Referenten und Moderatoren in den von mir besuchten Sessions sehr zufrieden.

Content Marketing: Vorleben der Strategie ist die Devise

Natürlich wollte ich mir auch den Vortrag von Ralf Geiger von VAUDE Sport, seines Zeichens Beirat des MCLago, anhören.
2 Wochen vor seinem Auftritt haben wir mit ihm zum Thema seines #DMT17 Vortrages ein lesenswertes Interview auf dem MCLago Blog veröffentlicht.
Die Unternehmensphilosophie von VAUDE Sport und deren CEO Antje von Dewitz wurde auch in der brand eins Ausgabe vom November 2017 im Beitrag – „Ausser Konkurrenz“ – beschrieben. Ein lesenswerter Artikel von Daniela Schröder mit Fotos von Jens Schwarz.
Ralf Geiger hat das an diesem Event nochmals mit klaren Worten erklärt. Beispiel, warum trotz Amazon und deren immer grösserem Engagement im Activewear Bereich, VAUDE Sport weiterhin auf Erfolgskurs ist.
[su_slider source=“media: 8512,8511,8507,8506″]
Marketing Club Lago Beirat Ralf Geiger (VAUDE Sport), im vollgepackten Vortragssaal zum Thema Vision[/su_slider]
Die interessierten Versammelten hatten dann das Vergnügen, Patrick Dinger von DS Automobiles zuhören zu dürfen. Er erläuterte die Herausforderung, eine neue Automarke im Premium Segment lancieren zu dürfen.
Auf interessante Weise erklärte er, wie z.B. DS Automobiles Influencers einsetzt, um die Marke einem grösseren Publikum bekannt zu machen.
Inwiefern hier der Brand-Influencer-Fit zufriedenstellend sein kann, ist nicht ganz offensichtlich. Lassen sich erfolgreiche Marketer in der Zuschauermenge am Deutschen Marketing Tag von einem 42 jährigen „something“ Fotomodell beeinflussen?
PS: wir dachten alle kann ja nicht sein, die Haut oder Photoshop? 26 max.
Vielleicht ja. Doch scheint mir, in dieser Altersgruppe von 35 bis 50 jährigen erfolgreichen Managers (d.h. die Zielgruppe welche DS Automobiles versucht zu erreichen) hat keiner die Zeit, noch die Lust den Blog der Selbstdarstellerin Alexandra Lapp zu lesen.
Unsere Daten (siehe DrKPI Benchmark Overview, Image unten) zeigen z.B. wie das Engagement Level, ein wichtiger Indikator für ein erfolgreiches Content Marketing, von Alexandra Lapp verbessert werden kann.

DS Automobiles nutzt Influencers zum Marken Launch: Wie gut ist der Brand-Influencer Fit aber wirklich?

DS Automobiles nutzt Influencers zum Marken Launch: Wie gut ist der Brand-Influencer Fit aber wirklich (z.B. Altersgruppe)?

PS: Bis Anfangs 2016 hiess der Blog noch „stylesandwich.de“. Doch dann hat Alexandra auf persönliches Branding gesetzt und die Webpage auf Alexandralapp.com umgetauft.

DOWNLOAD: FAQ zur Kennzeichnung von INFLUENCER MARKETING – Werbung VON DEN Medienanstalten Deutschlands, November 2017
Alexandra hat über die DS Automobiles gebloggt. Interessanterweise ist der Blogeintrag nicht als Werbung, wie in Deutschland gemäss Gesetz Pflicht, prominent am Anfang gezeichnet.
Das Beispiel zeigt deshalb auch, Sponsoren müssen von Agenturen und deren vermittelten Influencers verlangen, dass die Compliance der Gesetze sichergestellt wird.
Komplex wird es wenn der Hersteller nicht direkt die Bloggerin bezahlt. Doch hat er hier einen Vertrag mit dem Verlag und der Zeitung… Wenn der Verlag / Magazin dann wieder die Bloggerin finanziert oder ihr kostenlose „goodies“ gibt…. muss der Blogeintrag als Werbung (oben – prominent platziert) deklariert sein.
Vertrauen heisst, dass solche Dinge klar deklariert werden. Dies wie auch vom Gesetz verlangt. Verstösse auf Social Media und in Blogs in Sachen unlautere Werbung führen immer mehr zu Abmahnungen von Sponsoren und Influencers. Das kommt nicht nur teuer, es schadet auch der Reputation des Unternehmens.
Im vollgepackten Raum sassen einige Repräsentanten aus der Zielgruppe der DS Automobiles und somit potentielle Käufer. Leider waren keine Kopien vom Markenmagazin Divine von DS Automobiles – Content Marketing der feinsten Art in Papierform –  vorhanden.
Patrick hat mir aber versprochen, mir baldmöglichst eine Kopie zukommen zu lassen. Auf diese Lektüre bin ich sehr gespannt!
Den Abschluss machte Heiko Klauer von IKEA Deutschland mit einer kurzen Präsentation über das Marketing bei seinem Arbeitgeber. Hier waren die Zuschauer vielleicht ein wenig überrascht, dass es auch mit 50 Marketing Spezialisten viel Arbeit ist, genau den Content zu produzieren, welche für die Zielgruppe wirklich relevant ist.
Obwohl Artificial Intelligence und Big Data helfen können, müssen auch Kundenverständnis und Kreativität richtig ineinander greifen, um den gewünschten Content erstellen zu können.

Fazit – Ihre Meinung ist gefragt

Eine ausgezeichnete Veranstaltung mit aufschlussreichen und überraschenden Beiträgen und noch interessanteren persönlichen Gesprächen mit Referenten und Teilnehmern. Doch was mich interessiert ist Ihre Meinung.

  1. Was war Ihre letzte Konferenz? Was hat Ihnen dabei am meisten Eindruck gemacht?
  2. Wie bereiten Sie sich als Moderator oder Referent gut auf einen Auftritt vor?
  3. Was waren die wichtigsten „Take-Aways“, welche Sie von Ihrer zuletzt besuchten Konferenz / Messe mit nach Hause genommen haben?
  4. Und was nervt Sie bei solchen Veranstaltungen am meisten?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar den ich natürlich beantworten werde.
PS. Das White Paper zur DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) vom DMV Competence Circle Digital Marketplaces wurde ebenfalls am Deutschen Marketing Tag lanciert: Check it out!
PPS. Besonders interessant fand ich auch als Detlef Braun (seines Zeichens Geschäftsführer der Messe Frankfurt) die Teilnehmer bei der Begrüssung darauf hinwies, dass die Messe Frankfurt seit dem 11. Juli 1240 mit einem Messeprivileg versehen ist.
Das heisst, Bürger durften während der Herbstmesse auch Reisende und Händler (d.h. Fremde) zu Hause beherbergen (Airbnb is calling), was sonst nicht erlaubt war.

Auch in Holland wird Personal gesucht. Fast immer jedoch nur stundenweise Teilzeit Anstellung zu unregelmässigen Zeiten.

In Kürze: Employer Branding ist ein beliebtes Schlagwort wie auch Word-of-Mouth (WOM) Marketing oder Markenstärke.
Doch was tun wenn es an Motivation und Hilfsbereitschaft mangelt?
Das Wissen über das Produkt das verkauft wird beim Verkaufspersonal zu wünschen übrig lässt?
Das hilft dem Employer Brand kaum.
Das Word-of-Mouth über den Service wird Online und Offline sicherlich nicht besser.
Einige Eindrücke von Shopfloors welche wir in den letzten Wochen besucht haben.
Fragen unten einfach anklicken und Sie können sogleich die Antwort lesen.

Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Dinge welche sie wissen sollten. Uebrigens:

  • Was war Ihr letztes tolles Einkaufserlebnis? Können Sie sich noch erinnern?

1.  Wo bleibt das tolle Einkaufserlebnis?

Was einem in einem Laden von Esprit, Adidas, Nike, usw. sofort auffällt ist:

  1. Mitarbeiter finden sich selber sehr cool (extremes Beispiel siehe Adidas Store in Antwerpen), und
  2. haben es sehr lustig miteinander.

Eigentlich toll nur das Problem ist, dass der Service vom Personal zu wünschen übrig lässt.
Abgesehen davon, viele dieser „coolen Typen“ kenn die eigenen Produkte nur sehr ungenau. Das heisst, wie diese gemacht sind, warum das tragen dieses Schuhes ein Vorteil ist, usw. kann einem niemand erklären. Traurig aber war.

Bei Adidas geht die eigene Rauchpause vor. Resultat: einige Kunden helfen sich selber, andere haben den Laden schon verlassen. Word-of-Mouth ist: Service nicht zufriedenstellend.

Bei Adidas geht die eigene Rauchpause vor. Resultat: einige Kunden helfen sich selber, andere haben den Laden schon verlassen. Word-of-Mouth ist: Service nicht zufriedenstellend.


Da liebe ich den Levi Strauss & Co. Store in Antwerpen. Gleich neben Adidas. Der Verkäufer weiss welche Produkte er hat. Deren Vor- wie auch Nachteile sind ihm geläufig. Er ist freundlich, springt für alle Kunden, sucht die richtige Grösse raus. Sagt einem auch wenn es nicht gut genug sitzt. Hat Ideen was besser sitzen könnte.
Schlechter Service im Einzelhandel stärkt die Marke auf keinen Fall. Guter Service Offline und Online schon eher.
Noch schlimmer kommt es, wenn der Service zu negativem Word-of-Mouth Marketing führt. Es könnte ja sein, dass ich meine schlechten Erfahrungen an meine Freunde weitergebe.
Das stärkt auch meinen Employer Brand keinesfalls. Wer ist schon wirklich enthusiastisch bei Adidas zu arbeiten, wenn deren Service Niveau weit unter dem Durchschnitt ist?
Der Timberland Laden in Antwerpen war da ein Vorbild für das Thema Einkaufserlebnis mit Mehrwehrt

  • Freundlichkeit, Schnelligkeit, Hilfsbereitschaft und sogar Humor von allen der 3 Verkäufer von 3 verschiedenen Leuten von uns getestet.

Timberland in Antwerpen: Exzellenter Service, Vom Chef bis zum Verkäufer, mit Humor, Wissen und Hilfsbereitschaft

Timberland in Antwerpen: Exzellenter Service, Vom Chef bis zum Verkäufer, mit Humor, Wissen und Hilfsbereitschaft


Aber manchmal klappt das nicht einmal von einem Laden einer Kette zum nächsten. Antwerpen war sehr gut was Service, Freundlichkeit und Wissen der MitarbeiterInnen angeht.
Ganz im Gegensatz zum Timberland Shop in Den Haag. Warum wohl. Das ist doch der Vorteil einer Marke, einheitlicher Service egal in welchem Ort ich einen Laden betrete.
Aber der Manager oder die Managerin macht vielleicht den Unterschied?
Fazit: Der Einzelhandel sucht qualifizierte Arbeitskräfte.
Doch guter Service is in Ladenketten nich immer einfach zu bekommen.
Auch ist das Niveau und Qualität der Dienstleistung zwischen verschiedener Ableger von Ketten nicht unbedingt vergleichbar.

2.  Einzelhandel: Wo sind die motivierten Mitarbeiter ?

Seit ca. 3 Monaten besuche ich des öfteren Läden aus privaten aber auch beruflichen Gründen.  Zum Beispiel in den Niederlanden fand ich sehr interessant dass:

  • im Einzelhandel anscheinend ein nicht zu unterschätzender Bedarf nach qualifiziertem und motiviertem Personal besteht.

An vielen Schaufenstern war eine Notiz zu finden (siehe Beispiel unten von Esprit) mit einer Aufforderung, dass man sich bewerben solle.
Doch jedesmal, wenn ich mich dann im Laden erkundigte, für wieviele Stunden die Arbeit denn sei, hiess es Flexibilität sei gefragt.
Nach meinem genaueren Nachfragen kam dann fast immer raus, dass die Stelle keine garantierte Anzahl Stunden je Woche hätte. Das heisst, die Person müsse flexibel je nach Bedarf auf Abruf von Montag bis Samstag einsetzbar sein.

Enthusiastische Mitarbeiter sucht auch mein Unternehmen. Doch diese nach deren Einstellung motiviert zu halten ist SEHR schwierig. MEHRWERT bietet dem Kunden der Laden nur dann, wenn dessen Mitarbeiter, motiviert, hilfsbereit und freundlich mit viel Wissen über das Produkt dem Kunden tatkräftig zur Seite stehen.

Enthusiastische Mitarbeiter sucht auch mein Unternehmen. Doch diese nach deren Einstellung motiviert zu halten ist SEHR schwierig. MEHRWERT bietet dem Kunden der Laden nur dann, wenn dessen Mitarbeiter, motiviert, hilfsbereit und freundlich mit viel Wissen über das Produkt dem Kunden tatkräftig zur Seite stehen.


Fazit: Was vom Verkäufer gefordert ist wird oft mehr oder weniger klar definiert (inklusive Foto… wird da vielleicht bei Esprit diskriminiert?).
Doch wie wertvoll dieses Humankapital dem Unternehmen wirklich ist, bleibt bei meinen Recherchen mit Ladenchefs und deren MitarbeiterInnen oft etwas unklar.

3. Was ist der Mehrwert für den Ladenbesucher?

Die obige Situation ist auch mit derjenigen in deutschen oder schweizerischen Ladenketten vergleichbar. Doch nirgendwo in der D-A-CH Region hörte ich Wörter wie –  motiviert, engagiert, flexibel, usw. –  so oft wie in Holland. Ladenmanagement oder Recruiter betonen diese Buzzwords. Aber wie funktioniert dies in der Praxis?
Motivierte und freundliche Mitarbeiter wollen wir alle. Wenn ich Kleider, Geräte wie Kaffeemaschinen, PCs, oder Haushaltgeschirr im Laden mit gutem Service kaufe, gibt es 3-primäre Gründe warum ich dies im Laden tue und nicht auf einem Digital Marketplace:

  1. Ich kann mir die Dinge zuerst einmal angucken, d.h. diese anfühlen, anprobieren im Fall von Kleidern, usw.
  2. Ich habe die Möglichkeit den gut ausgebildeten Verkäufer Dinge über das Produkt zu fragen (Vorteile gegenüber Produkt X, Materialien, usw.).
  3. Wenn ich was suche hilft die Verkäuferin mir das vielleicht passende Gerät, Kleid, Paar Schuhe oder Werkzeuge wie Schraubenzieher zu finden. Manchmal macht mich das Verkaufspersonal auch auf eine attraktive Alternative aufmerksam.

Doch leider werden diese 3 Punkte öfters nicht erfüllt. Zum Beispiel, bei Nachfrage nach dem Material im Produkt weiss die Verkäuferin keinen Bescheid. Also gehe ich nach Hause, nutze das Internet des Herstellers und finde die Informationen selber.
Das obige Beispiel zeigt, wenn ich dann auf der Internetseite bin, kann ich ja gleich dort bestellen. Warum soll ich z.B. in Alkmaar topshelf.nl ein zweites Mal besuchen um die Regenjacke zu kaufen?
Die Vorteile der persönlichen und fachkundigen Bedienung im Laden gegenüber dem Einkauf auf dem Digital Marketplace muss genutzt werden.
Als Ladenbesitzer heisst dies aber auch, ich muss in mein Personal investieren und versuchen mit deren Hilfe meine Markenstärke zu steigern und den Employer Brand noch attraktiver zu machen.
Fazit: Wenn ich genau weiss was ich will – Samsung Galaxy 10 S oder BlackBerry 12 – hängt der Entscheid oft auch vom Preis ab. Dann ist der Einkauf auf dem Digital Marketplace bequem und möglicherweise sehr attraktiv.
Beim Kleid, verderblichen Lebensmitteln, usw. hat der Händler um die Ecke einen Vorteil.
Doch diese Vorteile kann der Händler nur mit gut ausgebildetem, motiviertem und freundlichem wie auch hilfsbereitem Personal nutzen das sich sicher ist, dass der Arbeitgeber dessen Leistung zu würdigen weiss.
Der Laden muss dem Kunden klaren Mehrwert im Verhältnis zum Digital Marketplace bieten. Ansonsten fallen die Umsätze spätestens morgen wenn nicht schon heute Nachmittag.

Wenn im Einzelhandel die Angestellten mehr mit sich selber beschäftigt sind als mit den Kunden: Vorteil von Service und Beratung im Laden gegenüber Selbstservice auf dem Digital Marketplace geht flöten. Bsp Topshelf.nl in Alkmaar.

Wenn im Einzelhandel die Angestellten mehr mit sich selber beschäftigt sind als mit den Kunden: Vorteil von Service und Beratung im Laden gegenüber Selbstservice auf dem Digital Marketplace geht flöten. Bsp topshelf.nl in Alkmaar.

4. Markenstärke: Reputation und Vertrauen

Kundenservice wie auch eine tolle Garantieleistung kommt nicht ohne erhebliche Kosten. Das gilt für den Grosshändler, Hersteller und / oder den Verkäufer der über den Digital Marketplace verkauft oder einen e-Shop betreibt..
Heute gibt es sicherlich 3 Möglichkeiten Service zu bekommen:

  1. Man besucht den Laden und bringt das Produkt zur Reparatur.
  2. Das Produkt wird an den Internet Händler zur Reparatur gesandt.
  3. Alle Garantiearbeiten werden vom Hersteller ausgeführt, d.h. das Produkt muss dort eingereicht werden (spart dem Händler die Umtriebe).

Auch bei den obigen 3 Varianten gibt es verschiedene Lösungsansätze. Zum Beispiel, Apple will als Hersteller die Garantiearbeiten selber ausführen. Da kann es passieren, das das Produkt welches man bei einem Händler gekauft hat, von diesem nach Holland zu Apple zur Begutachtung  und Reparatur geschickt wird.
Natürlich kann hier der Apple Store die Garantiearbeit womöglich gleich vor Ort ausführen oder das Kabel wird gleich ersetzt. Spart dem Kunden Zeit und sichert, dass er den Apple Store besucht und nicht den Händler welcher ihm das Produkt ja verkauft hat.
Apple spekuliert natürlich, dass man sich die Produkte im Laden gut anschaut. Noch besser ist wenn man das nächste Apple Produkt dann gleich oder baldmöglichst im Apple Store einkauft.
Beim Einkauf auf dem Internet muss der Kunde sein beschädigtes Produkt einsenden an den E-Commerce Händler. Dann kann dann das passieren wie unten beschrieben.

Von: PC-Ostschweiz.ch
Gesendet: Mittwoch, 19. Juli 2017 13:55
An: U.Gattiker
Betreff: PC-Ostschweiz Information (Kundennummer 30902561)
Sehr geehrter Herr Gattiker,
vielen Dank für die Einsendung des Defekten Artikels.
Bei der Prüfung haben wir festgestellt, dass die Kontakte, wo das Kabel am Controller eingesteckt wird, verbogen sind.
Dies ist eine mechanische Beschädigung und die Garantie wird durch den Hersteller deshalb abgelehnt.
Dürfen wir den Artikel für Sie entsorgen oder an Sie zurück senden?
Bitte um eine Rückmeldung wie wir mit dem Artikel umgehen dürfen.
Bei Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Freundliche Grüsse
Ihr Team von PC-Ostschweiz

PC Ostschweiz macht Vorinspektion und legt fest ob die Garantieansprüche berechtigt sind. In diesem Falle sagte man zuerst nein .... und fragt den Kunden ob er das Produkt zurückhaben will oder ob man es entsorgen darf. 

PC Ostschweiz macht Vorinspektion und legt fest ob die Garantieansprüche berechtigt sind. In diesem Falle sagte man zuerst nein …. und fragt den Kunden ob er das Produkt zurückhaben will oder ob man es entsorgen darf.


Natürlich habe ich argumentiert, dass auch wenn ein Kontakt nicht mehr 100% gerade raussticht, sollte der Kontakt noch funktionieren.  Nach weiterem insistieren, sah sich der Händler genötigt das beschädigte Produkt dem Hersteller zukommen zu lassen. Dieser hat dann ein Materialfehler gesehen und das Produkt repariert / ersetzt.

From: PC-Ostschweiz.ch
Subject: AW: PC-Ostschweiz Information (Kundennummer 30902561) RMA 61184999
Date: 21 August 2017 at 16:40:24 GMT+2
To: U.Gattiker
Guten Tag Herr Gattiker
Vielen Dank für Ihre Nachricht.
Wir haben Ihr Gerät heute zurückerhalten.
Es wurde durch den Hersteller in Garantie repariert.
Freundliche Grüsse
Ihr Team von PC-Ostschweiz

Das ganze Prozedere hat gut einen Monat gedauert. Übrigens, dass war das 2 Mal wo wir innerhalb der 2-jährigen Garantieperiode dieses Produkt retournieren mussten.
Das heisst für uns 2 x Umtriebe und Kosten. Nebenbei mussten wir noch die Verpackung organisieren, sodass wir das Produkt per Post retournieren konnten.
Einfacher ist da wenn ich die Ware einfach dem Händler zurück bringe und dieser es einschickt. Spart mir Zeit und Geld.
Trotzdem, PC-Ostschweiz hat die Arbeit gut erledigt, der Service funktionierte, das Produkt läuft wieder bestens.
Fazit:  Den Verkäufer gegenüber zu stehen und das Garantieproblem zu erklären ist für mich einfacher als dies mit einer eMail tun zu müssen.
Die Reputation des Laden oder der Online Plattform basiert auf des Kunden Erfahrung mit dem Lieferanten. Laut Jeff Bezos hängt dies z.B. davon ab, wie gut Garantiefälle gelöst werden.

5. Schlussfolgerungen: Müssen wir uns an der Nase nehmen?

An vielen Orten hört man, dass der Einzelhandel zu kämpfen hat. Wer es nicht glaubt lese einfach diesen Report:
Credit Suisse (Januar 2017). Economic Research Retail Outlook 2017. Swiss Issues Branchen
Schweizer Detailhandel im Umbruch. Aufgerufen am 2017-09-04 auf https://business-easy.credit-suisse.com/media/pdf/retail-outlook-de.pdf
Credit Suisse ist ebenfalls der Meinung, das z.B. dieses Jahr rund 8640 Läden in den USA die Tore schliessen dürften. Viele reden vom Einkaufserlebnis. Sicher kann dies wichtig sein doch wenn ich das für mich definiere heisst dies:

Ein gutes Einkaufserlebnis erlebe ich, wenn ich einen Laden betrete und dort fachkundigen Service bekomme von einem unaufdringlichen, freundlichen und hilfsbereiten Verkäufer oder Verkäuferin.

Sicher, auch der Kunde hat die Verantwortung den Verkäufer mit Respekt und Freundlichkeit zu behandeln. Wobei ein Dankeschön für den guten Service wirklich Pflicht ist.
Was motiviert einen Verkäufer mehr als vom Kunden zu hören, dass er zufrieden ist. Das heisst jedoch auch:

  • Laden besuchen, Schuhe probieren, Foto machen und dann im Internet kauf geht nicht…

Mein Vorschlag, suchen wir uns einen Laden wo es tollen Service gibt. Wenn es 5% mehr kostet als auf dem Digital Marketplace, was soll das? Der Service mit dem gut informierten und hilfsbereiten Verkäufer ist es allemal wert.
Trotzdem, die beschriebenen Beispiele zeigen jedoch, dass nicht alles richtig zu funktionieren scheint im Einkaufsparadies. Löbliche Ausnahmen wie Timberland und vor allem Ketten die kleiner sind (z.B. 2 oder 3 Läden) muss ich hier auch erwähnen.
Solange mir der Digital Marketplace die englischsprachigen Bücher schneller und kostengünstiger liefert als der Buchhändler, nutze ich den Service. Will und brauche ich Beratung, erhalte ich diese in meinen Lieblingsläden. Natürlich Beratung im Laden und dann Kauf im Netz, dass geht gar nicht :-(   Das empfinde ich als unverschämt.
Service hat seinen Preis. Wenn wir weiterhin guten Service bekommen möchten, dann müssen wir dort unser Geld ausgeben, wo wir guten Service auch bekommen. Beispiel siehe Fussball-Corner Oechslin – Fussballschuhe – Fanartikel.
QuelleEinzelhandel: Weniger in der Kasse
Offenlegung: Der Autor gibt an, dass keine der hier genannten Brands oder Läden Kunden sind. Es ergeben sich somit keine Interessenkonflikt hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

    1. Wann kaufen Sie im Laden?  Wann und warum auf dem Digital Marketplace / Plattform?
    2. Wann hatten sie das letzte Mal ein tolles Einkaufserlebnis? Was war besonders gut?
    3. Haben Sie ein Beispiel von einem Online Einkauf wo es mit der Erfüllung der Garantie nicht klappte?
    4. Welchen Aspekt den Sie als wichtig empfinden haben wir hier vergessen?

Herzlichen Dank für den Kommentar den ich natürlich beantworten werde.

Auch bei Oger.NL braucht es neue Mitarbeiter welche motiviert sind... doch verstehen sie das Produkt, sind freundlich ... und werden vom Arbeitgeber geschätzt.

Auch bei Oger.NL braucht es neue Mitarbeiter welche motiviert sind… doch verstehen sie das Produkt, sind freundlich … und werden vom Arbeitgeber geschätzt?

Women als Influencer: Wie funktioniert das genau? | Urheber Death to Stock Photo

In Kürze: Inwiefern hilft es Tezenis, Nike, Triumpf  mit Influencern zusammen zu arbeiten?
Lässt sich ein Fernsehsternchen zum Social Media Influencer machen?
Unser Faktencheck bringt Licht ins Dunkel UND zeigt wie es besser funktionieren kann für das Label.
Hier ist auch das Thema Compliance wichtig: Siehe Leser Kommentar / Diskussion unten.

Beim Influencer-Marketing suchen Unternehmen den direkten Kontakt zu Meinungsführern. Denn sie können aufgrund ihrer Reputation und ihrer Reichweite entscheidend zum Erfolg eines Produktes beitragen. (t3n Magazin)

Betonung liegt hier auf „können“.
Hier die Links welche Sie gleich zum Topik bringen

Denn das Influencer dank Ihrer Reputation (muss man definieren) wirklich den Erfolg für mein Produkt bringen, kann mir niemand garantieren.
Und ob ein Influencer hilft mehr Produkt zu verkaufen ist schwierig zu messen. Denn es kann sein, dass

  1. der Verbraucher eigentlich sowieso mein Produkt kaufen wollte, und nun
  2. dank dem Influencer einen Rabatt erhält (z.B. Affiliate Link, Gutschein Code, etc.)

In diesem Falle verkaufe ich zwar was. Meine Einnahmen sind jedoch wegen dem Rabatt tiefer als diese sonst währen. Hier hat mir der Influencer nur beschränkt wenn überhaupt geholfen.
Diese Thema erläutern wir hier im Blog. Zusätzlich offerieren wir Ihnen die exklusive Teilnahme an einer  Studienumfrage zum Thema wie Influencer Marketing in der Praxis funktioniert.
Die Studienresultate erhalten sie als Teilnehmer exklusiv im Oktober und kostenlos.

Machen Sie mit:  Umfrage zur Mode – wie kaufen ich und meine Freundin besser ein

1. Influencer Marketing: Hoppla, so klappt es nicht

Kürzlich wurde mir ein Chart weitergereicht, welches ich mir mit Interesse angesehen habe (siehe unten)

Wie sollen wir diese Panel Daten verstehen. Z.B. sind Leute die sich für ein Panel registrieren lassen, um Surveys zu beantworten, eine repräsentative Stichprobe? Was heisst Dienstleistung beanspruchen? Wegen einer Empfehlung eines Produktes von einem YouTuber kaufe ich mir dieses Paar Schuhe in den nächsten 10 Tagen? Der Teufel ist im Detail.

Wie sollen wir diese Panel Daten verstehen. Z.B. sind Leute die sich für ein Panel registrieren lassen, um Surveys zu beantworten, eine repräsentative Stichprobe? Was heisst Dienstleistung beanspruchen? Wegen einer Empfehlung eines Produktes von einem YouTuber kaufe ich mir dieses Paar Schuhe in den nächsten 10 Tagen? Der Teufel ist im Detail.

1.1 Methodik

Die obige Studie „Youtuber und Blogger laufen TV- und Radiowerbung den Rang ab“ vom Faktenkontor basiert auf einer nicht-repräsentativen Stichprobe:

Für den aktuellen Social-Media-Atlas (Hamburg, Januar 2017) wurden 3.500 nach Alter, Geschlecht und Bundesland repräsentative Internetnutzer ab 14 Jahren in Form eines Online-Panels zu ihrer Social-Media-Nutzung befragt. Erhebungszeitraum war das vierte Quartal 2016.

Inwieweit die Daten der Teilnehmer deren wirkliches Verhalten abbilden, darf hier sicherlich bezweifelt werden. Kurz: Leute welche sich für ein Online Panel registrieren, stellen sicherlich nicht ein Abbild der Bevölkerung dar…. wer hat für sowas schon Zeit oder ist willens hier mitzumachen…. inwieweit sind diese Menschen ein Spiegelbild der Gesellschaft?
Warum diese Panels nicht funktionieren? Da gibt es tolle Beispiele aus der Brexit Abstimmung wo der Wahlausgang falsch vorausgesagt wurde basierend auf solchen „räpresentativen“ Panel Daten. Weitere Beispiele sind die Schottischen Wahlen:

Ebenfalls ist die in der Grafik oben aufgeführte Frage, welche Faktenkontor den Teilnehmern des Panel präsentierte, sehr empfindlich was „social desirability bias“ betrifft.

1.1.1  Was ist Social Desirability Bias?

Das oben beschriebene ist was Sozialwissenschaftler Social Desirability Bias nennen. Ein Störfaktor bei Befragungen in Sozialwissenschaft und Marktforschung, der zu einer Verzerrung der Resultate führt.
Das heisst, Panel Teilnehmer versuchen so zu antworten, wie es ihre Freunde auch tun, es cool finden oder weil es der Fragesteller vielleicht so möchte.
Kurz, die Antworten spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Teilnehmer wider.

1.1.2  Was ist eine Double-Barreled Question?

Dies sind sogenannte doppelte Fragen.
Für oben heisst dies, wir wissen nicht genau auf was der Teilnehmer antwortet.
Bezieht er sich auf die YouTuberin, irgendeinen Blogger oder aber eine prominente Politikerin wenn er antwortet?
Das sehe ich in den Daten für die Antwort nicht. Deshalb ist deren Interpretation fragwürdig um dies mal diplomatisch auszudrücken.

Lesenswert
1.1.3  Was heisst sich beeinflussen lassen?

Neben der Problematik, dass man die Antworten auf eine solche Frage wie oben in der Grafik nicht klar interpretieren kann, ist unklar was „sich beeinflussen lassen“ bedeutet.
Das könnte unser Sohn mit ja beantworten.  Wirklich?
Ja. Er würde vielleicht finden, dass er sich von einem Gamer beeinflussen lässt. Was der Gamer in seinem Live Stream auf Twitch sagt, was Game Strategie und Tricks zum Spiel betrifft, findet er interessant.
Ob unser Sohn sich die Turnschuhe, Badehose oder Unterhose kauft weil, z.B. sie vom Gamer getragen werden, wage ich zu bezweifeln. Sein gestriger Einkaufstour die wir zusammen machten bestätigt meine Vermutung…  Er hat andere Prioritäten als auf einen Influencer zu hören was Turnschuhe als Lifestyle und Badehose wie auch Unterwäsche und T-shirts betrifft.  Natürlich will er einen „coolen“ Turnschuh – auch „Sneaker“ genannt. Aber meisens ist dies ein solcher, welche seine Freunde auch cool finden, finden könnten oder sogar ebenfalls besitzen. Da kommt kein Influencer mit in seine Kaufentscheidung.
Auch Firmen, welche viel in die Werbung investieren äussern Zweifel, ob digitale Influencer eine Rolle spielen. Wenn Sie es dann noch mit einem sehr respektablen Budget testen, und die Zahlen ernüchternd sind, lässt dies aufhorchen (z.B. Christian Meyer von müllermilch mit Fakten während seiner Präsentation beim MCLago).
PS: Statistia liefert mir Daten wie die obigen für relativ viel Geld.  Alles sekundär Daten, d.h. solche welche andere Organisationen gesammelt haben. Einiges ist sehr gut, anderes wie das obige ist irreführend.
Basierend auf solchen Angaben, lässt mich dies an der Qualität der Services von Statista Zweifel aufkommen.
D.h. wenn immer ich was sehe glaube ich den Angaben erst, wenn ich die Originaldaten gecheckt habe. Das lässt mich die Studie dann oft ignorieren. Grund: Nicht repräsentative Stichprobe. Fragen waren schlecht formuliert.

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Inwieweit lassen SIE  oder Ihre Freunde / Freundinnen sichvon Influencers auf Instagram, YouTube oder einem Blog beeinflussen?
Den Selbsttest finden Sie in unserer Umfrage

2. Online Influencer: Rekrutierung

Recruiter kennen das, einen talentierten und motivierten Kandidaten zu finden ist nicht einfach. Ob nach Einstellung sich der rekrutierte Kandidat auch als guter Mitarbeiter bewährt, ist nicht immer garantiert.
Aus diesem Grunde versucht man den Rekrutierungsprozess möglichst systematisch aufzubauen. Damit hofft man die Fehlerquoten klein zu halten.
Doch im Modebereich und Influencer Marketing wird hier oft nach dem Schema Daumen mal Pie vorgegangen. Der Glaube scheint zu sein, dass es schon gut gehen wird: „Schauen wir mal.“
Beispiel: Anna Maria Damm, WAS MACHT EIGENTLICH DIE EX-GNTM-KANDIDATIN? im Cosmopolitan (9. Oktober 2015). Da wird jemand als Star porträtiert. Auch ihr Modeblog wird angepriesen. Natürlich promoted aus irgend einem Grunde Cosmopolitan auch deren YouTube Kanal und das Instagram Konto.
Doch ist die Anna Maria Damm eine Influencerin? Ist eine Zusammenarbeit für unser Modelabel eine gute Lösung?

2.1  Es braucht Stamina und Ideen

Influencer zu sein braucht ein gewisses Stamina. Kim Kardashian ist sowas von unausstehlich wie Sie Ihren Hintern zur schau stellt. Doch egal ob uns dies gefällt, es gibt Labels welche viel Geld dafür bezahlen, dass Sie deren Produkt trägt, dieses in Tweets erwähnt, usw.
Doch im Gegensatz zu Kim Kardashian, viele dieser Sternchen kommen und gehen. Ein Beispiel ist Anna Maria Dam mit ihrem Anka Blog. Der letzte Eintrag vom Mai 2016 zeigt sie im Bikini am Strand. Seither ist tote Hose.
Dieses Beispiel zeigt , dass es gar nicht so einfach ist, regelmässig zu bloggen. Es gibt aber auch lobenswerte Gegensätze welche regelmässig interessante Inhalte publizieren, wie z.B.:

Doch um dieses Niveau zu erreichen, investieren diese Damen viel Herzblut, Zeit, Kreativität und Ideen über Jahre hinweg.
All dies hatte die Anna Maria Damm nicht zu genüge für ihren Blog. Das Manko an Herzblut spiegelt sich wieder im Instagram Konto von Anna Maria Damm.

2.2 Ein Fernsehauftritt reicht nicht

Was der Nutzen von Influencers noch mehr in Frage stellt, ist eine neue Studie. Diese zeigt,  die Transportierung von Aufmerksamkeit, welche eine Person auf TV oder Print Medien erhält schwappt nicht automatisch rüber in die Social Networks.
Dies ist in der Grafik unten aus einer 2017 publizierten Studie illustriert. Hier wurden Hollywood Stars und deren Ripple in Social Networks untersucht. Wie dieser Ripple oder die Resonanz auf deren Social Media Aktivitäten möglicherweise auf Printmedien oder TV rüber schwappt war ebenfalls ein wichtiges Thema.
Die Resultate sind ernüchternd.

Quadrant 1 (oben rechts) zeigt Hilary Swank und Sandra Bullock, wo Social Media Nachrichten auf traditionelle Medien übernommen werden und umgekehrt. Quadrant 3 mit Jodie Foster, Denzel Washington oder Whoopi Goldberg in Quadrant 3 sind Beispiele, wo die Reaktion in einem Medium wie z.B. TV, auf Informationen in Social Medien und umgekehrt, eher gering ist.

Quadrant 1 (oben rechts) zeigt Hilary Swank und Sandra Bullock, wo Social Media Nachrichten auf traditionelle Medien übernommen werden und umgekehrt. Quadrant 3 mit Jodie Foster, Denzel Washington oder Whoopi Goldberg in Quadrant 3 sind Beispiele, wo die Reaktion in einem Medium wie z.B. TV, auf Informationen in Social Medien und umgekehrt, eher gering ist.


Die oben angezeigte Grafik von Joshi und Trusovjacr (März 2017) zeigt, wie sich Viralität zwischen Medien manifestiert. Das heisst, Nachrichten in Print werden nicht automatisch auf Social Media weitergereicht. Gleiches gilt auch in umgekehrter Richtung.
Die Studie illustriert, dass eine Person welche an einer Fernsehshow teilnimmt, wie z.B. Germany’s Next Top Model oder ein Teilnehmer vom DSDS 2017 | Deutschland sucht den Superstar | 14. Staffel – RTL.de, nicht automatisch zum Social Media Influencer mutiert.

Lesenswert

Joshi, Amit, A. & Trusovjacr, Michael (April 2017). Are you a “viral star”? Conceptualizing and modeling inter-media virality. JACR, 2(2), 196-215. Retrieved, July 18, 2017, http://dx.doi.org/10.1086/691215

3.  Unterwäsche und Influencer

Wir wissen jetzt also, dass wenn über einen Filmstar im Fernsehen gesprochen wird, dies nicht unbedingt grosse Wellen auf Social Media wirft. Das umgekehrte ist ebenfalls der Fall.
Das zeigt natürlich, dass vieles was als effektives Influencer Marketing verkauft wird, leider nicht auf knallharten Fakten und steuerungsrelevanten Kennzahlen basiert.
Auch ist unklar inwieweit sich Verbraucher oder Konsumenten von solchen Influencers beeinflussen lassen. Es kann ja sein, dass ich was auf einer Foto schön finde, aber kaufen wir nun dieses Badekleid? Haben wir es in ein paar Tagen schon wieder vergessen?
Diese und andere Fragen sind der zentrale Teil einer Umfrage welche Marie-Luis Uibel als Teil ihrer Bachelor Thesis gestartet hat. Sie will Antworten …

Helfen sie Marie-Luise, machen Sie mit:
Haben Sie mit Mode was am Hut? Dann interessiert Sie diese Umfrage!

Sie hat dazu die tatkräftige Unterstützung  vom Marketing Club Lago e.V. (#MCLago).
Ebenfalls wird sie vom Competence Circle Digital Marketplaces (#CCdigitalM) vom Deutschen Marketing Verband e.V. (#DMV) unterstützt.

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Machen Sie bitte mit in der Umfrage zur Mode – Influencers und Mode

3.1  Influencer und Word-of-Mouth

Was vielen Firmen Probleme bereitet ist die besten Markenbotschafter zu finden und dann auch auszuwählen.
Ist es eher der Instagram User oder aber jemand der auf YouTube Videos einstellt?
Grundsätzlich kann ich natürlich sagen, dass mir etwas gefällt welches die Influencerin auf einem Foto auf Instagram zeigt. Doch lasse ich mich soweit beeinflussen, dass ich das Produkt auch kaufen möchte?
Mit anderen Worten, wenn ich sehe wie ein Influencer coole Unterwäsche trägt, gehe ich dann hin und:

  1. Kaufe mir das gleiche Produkt im Laden?
  2. Kaufe mir die gleiche Unterhose online?
  3. Überlege ein wenig um mich dann aber gegen einen Kauf zu entscheiden?
  4. Lasse ich mich nicht von solche Dingen wie der Anpreisung von Produkten auf YouTube beeinflussen?

Was wir heute schon wissen ist, dass eine Auswahl von einem Influencer basierend auf z.B. Instagram Followers der falsche Ansatz ist.
Wenn wir unsere Influencers gewählt haben, ist die Frage ob diese die #Hashtags wie z.B. #MCLago, #BrandBuzz, #DrKPI oder  was bringen. Unsere Analysen zeigen z.B., dass Influencer diese Hashtags oft nicht richtig nutzen.
Wahrnehmung der Marke, Glauben über die Marke und Einstellung zum Modelabel wie Dolce & Gabbana sind wichtig. Doch um wahrgenommen zu werden braucht es gute Arbeit.

4. Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: Bademode und Unterwäsche: Was bringen Influencer?
Wenn wir Influencer Marketing nicht richtig einsetzen, können die Dinge nicht richtig funktionieren.
Das Resultat ist, dass wir nicht beweisen können, wie Influencer Marketing die wichtigen Kennzahlen beeinflusst. Steuerungsrelevante Kennzahlen  wie z.B. Umsatz und Ertrag: Werden diese durch Influencer Marketing positiv beeinflusst?
So einfach ist das und doch wiederum so schwierig :-)  Viel Erfolg wünscht Ihr DrKPI.
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Welche Marke ist für Sie ein tolles Beispiel wie man das Influencer Marketing richtig macht?
  • Lassen Sie sich von Influencern in Ihrem Verkaufverhalten beeinflussen?
  • Wie nutzen Sie digitale Kanäle oder auch Influencer zur Stärkung der Marke?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werde.

Lesenswert

Die Studienresultate erhalten sie als Teilnehmer exklusiv im Oktober und kostenlos.

Machen Sie mit:  Umfrage zur Mode – wie kaufen ich und meine Freundin besser ein
Planen wir diese Dinge genau oder machen wir dies ohne Plan?| Urheber: Foster & Asher |auf Death to Stock Photo

In Kürze: Inwiefern hilft die Marke Amazon und Zalando deren Verkäufe zu steigern?
Wir zeigen ein paar Beispiele, welche Unternehmen in Sachen Markenaufbau die Dinge clever angehen.
Unser Faktencheck bringt Licht ins Dunkel UND zeigt welche Lektionen KMUs für sich rausziehen können.

♥ Neugierig? Machen Sie es wie unsere 1,000 Abonnenten, tragen Sie Ihre eMail hier ein and lesen Sie weiter ♥

Gerade neulich las ich, dass der Online-Kleiderhändler Zalando zweistellig wächst – 23% – und im letzten Vierteljahr knapp 980 Mio. € umgesetzt hat. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wurde zu Jahresbeginn auf ca 20 Mio. € geschätzt, was einer Marge von 2% entspricht.
Doch die Jagd nach neuen Kunden geht weiter und in den meisten Kleiderläden pfeift ein kalter Wind. Yendi musste diesen Monat die Bilanz beim Konkursverwalter deponieren.
Der Trend zeigt, dass es immer bessere Argumente braucht wie gute Beratung, vorteilhaftes Preis-Leistungs-Verhältnis, usw. um Einkäufer in Läden zu locken. Denn immer mehr lieben es von der Couch aus über das Internet zu shoppen.

1. Beispiel Coop und Migros

Diesem Trend haben sich auch Coop und Migros in der Schweiz nicht verschliessen können. Will heissen, die beiden Grossverteiler bieten immer weitere Plattformen, Produkte und Dienstleistungen über das Internet an.
Mit all diesen Produkten ist natürlich die richtige Namensgebung ebenfalls sehr wichtig. Immer mehr Produkte brauchen immer noch griffigere oder einprägsamere Namen. Ansonsten erhalten sie keine Aufmerksamkeit vom Kunden und sind dann sehr schnell dem „Tode“ geweiht.
Natürlich gibt es hier eine bewährte Strategie. Zum Beispiel kann ich eine ganz Palette von ähnlichen Namen kreieren. Nestlé hat dies vorgemacht, Beispiel einer Familie von Brands: Nescafe, Nespresso, usw.  Aber auch hier gibt es wie bei Volkswagen weitere Marken die wenig wie nichts mit den anderen verbindet.
Migros versucht sich hier ebenfalls, Beispiel: Platform Migipedia oder die neue Kochplattform Migusto.
Dabei wollen Hersteller wie auch Grossverteiler die möglichen neuen Trends nicht verschlafen.
Beispiele sind diese 2 Kochplattformen von 2 Grossverteilern, welche in der Schweiz online gegangen sind. All dies geschah im Februar 2o17, innerhalb von 2 Tagen:

In Tabelle 1 habe ich 3 wichtige Dinge aufgelistet. Diese müssen beim Branding und Aufbau einer Marke wie Migusto oder Fooby berücksichtigt werden.
[su_box title=“Tabelle 1: Was Marketing Expertinnen zu schätzen wissen“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]

1.1 Guter Name macht den Unterschied

Ein guter einprägsamer Name, der sich sogar vielleicht noch in mehreren Ländern nutzen lässt ist der richtige Ansatz (zu.B. Red Bull). Doch zeigt sich auch hier, dass dies nicht so einfach ist.
Mit anderen Worten, auch wir haben Lehrgeld bezahlt.
1.1.1 Bsp.  Unser Firmennamen: CyTRAP – Cyber Threat Reduction and Prevention – Abkürzung ruft bestimmte Assoziationen hervor (z.B. Hacking, Phishing, Bots).  Ist aber im Bereich Social Media oder Marketing nicht gerade ein hilfreicher Name :-)

1.2. Ist die Internet-Domaine frei?

Wenn eine Domaine (z.B. .com) nicht frei ist im eigenen Lande oder einem wichtigen Markt (z.B. DE), dann sollte man es sich genau überlegen, ob nicht ein anderer Name genutzt werden sollte. Ansonsten muss dieser wohl gekauft werden (z.B. Lumendi.fr).
1.2.1 DiLumen ist z.B. ein Produkt wo die Internet Domaine .com nicht frei war.
Vielleicht hätte man dies vorher abchecken müssen oder aber besser eine andere Variation des Firmennamen Lumendi genutzt?

1.3. Kann der Markenname geschützt werden?

Manchmal kann man zwar die Domaine für den Namen erhalten, aber die Marke lässt sich nicht schützen.
Es kann auch passieren, dass der Name leicht zu Verwechslungen führt.
1.3.1 Bsp. Commetrics konnten wir in der Schweiz schützen aber nicht in den USA
1.3.2 Bsp. Fooby von Coop Basel, habe ich schon falsch eingetippt als Foody und Foodie …. und in einigen Ländern wird diese Marke von einem Fashion Label genutzt.
[/su_box]

2.  Amazon macht viele Dinge sehr gut

1994 hat Jeff Bezos Amazon gegründet. Im ersten Aktionärsbrief in 1997 wies er darauf hin

… Amazon.com passed many milestones in 1997: by year-end, we had served more than 1.5 million customers, yielding 838% revenue growth to $147.8 million, and extended our market leadership despite aggressive competitive entry.
But this is Day 1 for the Internet and, if we execute well, for Amazon.com.

Das zeigt, das Amazon wohl etwas riskierte aber vielleicht auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Heute glaubt die Credit Suisse, dass z.B. in diesem Jahr in den USA rund 8’640 Läden die Tore schliessen dürften.
Amazon Web Services (AWS) hat 2006 angefangen und ist heute eine Division welche $12 Milliarden jährlich umsetzt – mit einer Wachstumsrate von gut 50% jährlich. Tendenz steigend.
Auch die neue Amazon Logistics bäckt zur Zeit, wie in 2006 die AWS, noch kleine Kuchen. Aber wie auch bei AWS wurde der Amazon Logistics+ Service (für kleine Firmen in China – egal ob diese über die Amazon Plattform verkaufen oder nicht) zuerst für Amazon selber genutzt. Im November 2016 hat der Service angefangen zwischen 10 bis 13 Container pro Woche mit Ware von Kunden von China in die USA zu bringen. Amazon selber nutzt diesen Service für 350 Container die Woche.
Der neueste Service ist der Amazon Trade Counter welche in den USA, UK und Deutschland zur Zeit expandiert. Hier versucht die Plattform Firmen anzusprechen, den B2B Bereich.
400,000 amerikanische Firmen haben sich zum Einkaufen auf dieser Plattform schon im ersten Jahr registriert. In Deutschland haben sich seit Dezember 2016 (Launch) bis April 2017 schon mehr als 10,000 Firmen eingetragen. Da entwickelt sich ein gewaltiger virtueller Markt im B2B Bereich.
Amazon hat ebenfalls einen Lieferservice Amazon Pantry in Deutschland genannt Amazon Prime Pantry in den USA.  Dieser soll vielleicht 2017 auch in die Schweiz kommen. Da könnte Amazon ja vielleicht noch von Coop at Home oder Le Shop von Migros lernen. Wer weiss.
PS. Pantry bedeutet ein kleiner Raum oder Küchenschrank wo man Esswaren und / oder  Besteck, aufbewahrt. Hier hat der Name eine Bedeutung in der englischen Sprache.

Fooby Webseite Domaine .com gesichert aber Umleitung nicht richtig eingestellt. Fehler für Anfänger?

Fooby Webseite Domaine .com gesichert aber Umleitung nicht richtig eingestellt. Fehler für Anfänger?

3.  Marketing Trend: Digitale Kopfschmerzen

Was Amazon klar demonstriert ist, dass ein früher Markteintritt – wenn nicht zu früh – es einem einfacher macht den Markt zu erobern. Das hat relativ wenig mit Marketing zu tun…aber nur auf den ersten Blick, denn ein gutes Branding macht Amazon alleweil.
Beispielsweise hat Amazon immer den Firmennamen vorne angestellt. Produktnamen beginnen also immer mit dem Wort Amazon.
1 bis 3 weiteren Wörter, welches das Produkt beschreiben wie z.B. Amazon Web Services, werden hinten angestellt.
Migros versucht eine ähnliche Strategie mit migusto.migros.ch or migipedia.migros.ch
Apple macht es mit dem kleinen i das by iPhone, iTunes, usw. vorne ansteht.
Was Social Media wie Instagram oder Twitter betrifft, ist Amazon fast gleich wie Apple, Funkstille. Anstatt es selber zu tun oder Influencers einzustellen, lässt man diese aus Eigeninitiative über die Firma und deren Produkte schreiben. Das tun diese sowieso. Somit hat man die Werbung oder auch Aufmerksamkeit gesichert, ohne dafür zu bezahlen.
Trotzdem spielt Branding auch bei diesen grossen Firmen eine Rolle. Dabei sind laut A. Aaker 3 Dinge wichtig:

  1. Wahrnehmung (Awareness) der Marke, d.h. kennen wir die Marke, auch vom Brand Buzz (d.h. haben die Leute schon was gehört über diesen Brand oder diesen Club) abhängig.
  2. Assoziation und Glauben (z.B. über das Produkt oder die Marke).
  3. Einstellung zur Marke (positiv, negative oder keine Meinung).

Man kann dies sicherlich sehr gut mit digitalem Content lösen. Doch auch die Migros, Tchibo oder Coop sind Webhinhalte immer wichtiger. D.h. diese müssen von der Zielgruppe angeguckt werden und diesen Mehrwert bieten (siehe auch Tabelle 2).
[su_box title=“Was ist ein Blog“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]
Definieren können wir dies wie folgt:

  1. Regelmässige Publikation neuer Inhalte: Blogger schreiben regelmässig Text zu einem Thema (z.B. Essen, Kochen, Fashion, Technologie oder Gaming).
  2. Texte mit Substanz: Die Texte sind pro Blogeintrag fast immer mehr als 400 Worte lang und haben auch Fotos oder Grafiken um die Sache visuell attraktiv zu machen.
  3. Kommentar- / Dialogfunktion aufgeschaltet: Der Blog gibt Leser nicht nur die Möglichkeiten Inhalte einfach auf Social Networks zu teilen. Viel wichtiger ist, das Leserinnen Kommentare zu einem Beitrag schreiben können.

Man kann auch sehr schnell rausfinden ob ein Blog die obigen Kriterien erfüllt oder nicht. Ein Blog ohne Dialogfunktion oder Kommentarfunktion ist ist kein Blog (siehe diesen Kommentar zum Thema was ist ein Blog).
Siehe auch Definition in meinem Buch: Social Media Audit. Achieving deep impact…  S. 5
[/su_box]
Es ist klar, dass es ganz verschiedene Blogger gibt. Man bloggt zum Spass  (z.B. Sabine Gimm). Andere auch um dank dem Blog ein wenig Geld Geld zu verdienen (z.B. gesponserte Posts, Einladungen zu Events, Reisen, usw.)
Manche versuchen sich als Influencer zu etablieren (z.B. Fanny Frey tolle Fotos, klassisches Broadcasting – null Dialog).
Anderen ist es egal ob sie Influencer sind oder nicht. Doch dank deren authentischen Stil sind sie zu 150% Stars auf ihrem Gebiete  (z.B. Michèle Krüsi oder Petra Drissen – ganz verschieden aber 100% authentisch und interessant).

3.1  Influencer richtig auswählen

Was vielen Firmen Probleme bereitet ist die besten Markenbotschafter zu finden und dann auch auszuwählen. Wenn weder bei Coop noch Migros die Verantwortlichen genau verstehen,  was ein Blog ist (siehe hier für Beispiele und oben), wird es schwierig.
Coop-Marketingchef Thomas Schwetje versteht es die Foodbloggerin in den Mittelpunkt zu rücken.
Doch sollte es nicht die Geschichte und die „interviewte“ Person sein welche wir im Blogeintrag in Mittelpunkt setzen sollten?

Sprechen solche Inhalte das Zielpublikum an? Noch wichtiger ist dann auch ob diese angesprochenen Kunden dann die dazugehörigen Coop Produkte kaufen?
Hier hätte man wohl mit der richtigen Methode systematisch vorgehen sollen, und nicht 2 Bloggerinnen auswählen welche:

  • Im gleichen Alter sind.
  • Beide Personen sind weiblich;
    ===> d.h. Männer und ihre Kochkünste sollen nicht angesprochen werden? Kaufen die keine Coop Produkte?
    Wohl kaum der Tatsache entsprechend, also warum diese Gruppe ausschliessen?
  • Den Bloggerinnen wird nicht erlaubt im Coop Fooby Blog authentisch rüber zu kommen, im Gegensatz zu deren privaten Blogs –Fanny Frey und  Nadia Damaso!

Influencer auswählen bringt was. Doch primär als Auswahlfaktor Schönheit oder Alter zu nutzen, dass kann es ja wohl nicht sein? | Urheber: Foster & Asher |auf Death to Stock Photo

Influencer auswählen bringt was. Doch primär als Auswahlfaktor Schönheit oder Alter zu nutzen, dass kann es ja wohl nicht sein? | Urheber: Foster & Asher |auf Death to Stock Photo


Die obigen Beispiele zeigen, auch wenn wir einen Trend nicht verpassen wollen, sollten wir dies systematisch, langfristig und sorgfältig angehen. Eine Auswahl von einem Influencer basierend auf z.B. Instagram Followers ist der falsche.
Im weiteren ist es bei der Zusammenarbeit auch wichtig, dass man einen #Hashtag plant und diesen gut einsetzt.  Das gilt auch für nicht kommerzielle Organisation wie ein Verein wie der #MCLago
Wenn niemand über Dich redet in der digitalen Welt, wie hilft dies dann dein Produkt zu verkaufen? Wie oben erwähnt, Wahrnehmung, Glauben über die Marke und Einstellung sind wichtig. Doch um wahrgenommen zu werden braucht es gute Arbeit.

Der Hashtag Check für Fooby

Wenn diese Dinge nicht richtig funktionieren, können sie auch nicht die wichtigen Kennzahlen wie Umsatz und Ertrag positiv beeinflussen. So einfach ist das und doch wiederum so schwierig :-)  Viel Erfolg wünscht Ihr DrKPI.

4. Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: Was haben Amazon, Migros und Coop gemeinsam
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Welche Marke ist für Sie ein tolles Beispiel wie man es richtig macht?
  • Wie haben Sie Produktenamen ausgesucht und aufgebaut?
  • Was würden Sie vielleicht heute anders angehen basierend auf Ihren Erfahrungen?
  • Wie nutzen Sie digitale Kanäle oder auch Influencer zur Stärkung der Marke?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werde.

Lesenswert

Offenlegung: Der Autor gibt an, dass einige der hier genannten Brands seine Kunden sind. Jedoch ergeben sich hier keine Interessenkonflikt hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 

5.  Authentizität Quo Vadis: Beispiele aus der Praxis

  1.   Migipedia Blog – Dialog ist bescheiden, Werbung ist Trumpf
  2.   A1 Corporate Blog – Blogbeiträge geschrieben von Freelancern, nicht Miarbeitern: Schafft das Vertrauen?
  3.   Philips – Da läuft was schief, gesehen?
  4.   Coop muss hier die Schulbank drücken   – Fooby Wenn weder der Auftraggeber noch der „Influencer“ / Blogger verstehen um was es geht – Coop rückt die Bloggerin statt den Gast in den Mittelpunkt der Fotos und der Story … spricht man so die Zielgruppe an?