Überwacht die korrekte Abwicklung der Geschäfte und die Einhaltung von Vorschriften und Gesetzen. Auch die Intention oder Sinn der Vorschriften muss umgesetzt werden.

Datenschutz wird immer wichtiger - EU DSGVO | Urheber iStock

In Kürze: Wie plant ein KMU jetzt und trifft rechtzeitige Vorkehrungen für den 25. Mai 2018, wenn die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft tritt?
Die Anpassungen sind für Deutsche, Österreichische und Schweizer KMU kompliziert und kostenaufwendig.
Dieser Beitrag zeigt auf, wo die Probleme liegen.
Nutzen Sie unsere Checkliste und machen Sie den Fitness Test.
Der nachfolgende Beitrag aus unserer Reihe zur neuen Datenschutzgrundverordnung kurz DSGVO oder auf englisch General Data Protection Regulation (GDPR) zeigt auf, welche Dinge Marketing-, Personalfachleute und Manager berücksichtigen müssen.
[su_box title=“Weitere wichtige News zum EU Datenschutz“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
2018 EU Datenschutz:  Marketing aufgepasst
2018 EU Datenschutz:  Personalrekrutierung oder kostenlose Pizza gefällig?
2018 EU Datenschutz: KMU, was nun? (sie sind hier)
2018 EU Datenschutz Ratgeber: Facebook Likes und DSGVO: Ist der Bewerber drogensüchtig?
2018 EU Datenschutz Compliance mit Google Analytics 
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing – September 2017
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing Trends – März 2018
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Compliance Ressource Seite – Tools, Checklisten (April 2018 regelmässige Updates)
MC Stuttgart-Heilbronn – DSGVO: Tipps
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Workshop für Marketing Fachleute – 8. März 2018
Download White Paper:  Gattiker, Urs E., Temmen, Taina, & Sinistra, Patrizia (2017-11). EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO): Was ist Sache für Marketing Manager, Geschäftsleitung und Vorstand? White Paper Serie. Düsseldorf: Deutscher Marketing Verband e.V. (DMV). Aufgerufen am 2017-12-01 auf http://MCLago.com/download/13/
[/su_box]
Am 4. Mai 2016 wurde die Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung) kundgemacht.
Fragen einfach anklicken und Sie kommen sofort zur Antwort weiter unten.

Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Dinge, die sie wissen sollten.

1. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Kleinstunternehmen definiert die Kommission (siehe 6. Mai 2003/361/EC) anhand von drei Kennzahlen:

– Anzahl Angestellte (Vollzeitäquivalenz),
– Bilanzsumme, und
– Umsatz

Ein KMU beschäftigt weniger als 250 Personen Vollzeit und erziehlt höchstens einen Jahresumsatz von 50 Mio. oder deren Jahresbilanzsumme beläuft sich auf höchstens 43 Mio. Euro.
Das Kleinstunternehmen hat weniger als 10 Personen in Vollzeit eingestellt und der Jahresumsatz / Jahresbilanz überschreitet keine 2 Mio. Euro.

Definition von: COMMISSION RECOMMENDATION of 6 May 2003 concerning the definition of micro, small and medium-sized enterprises [notified under document number C(2003) 1422] (Text with EEA relevance) (2003/361/EC) (May 20, 2003).

Ein Vollzeitäquivalent  (Abkürzung: VZÄ, englisch: Full-Time Equivalent – FTE) ist eine wichtige Kennzahl, welche die relative Anzahl an Personen beschreibt, die ein 100% Pensum in der Firma arbeiten.

Teilzeitkräfte, Saisonniers und andere Nicht-Vollzeit-Kräfte werden dabei addiert, um das Vollzeitäquivalent für alle Arbeitsplätze zu erhalten.

2. Wie werden KMU von der DSGVO tangiert?

Ungefähr 99% aller 23 Mio Unternehmen in der EU sind Micro, Kleine und mittlere Unternehmen.

Sie beschäftigen fast zwei Drittel aller Arbeitnehmer, d.h. sie sind laut EU Commission für mehr als 75 Mio. Arbeitsplätze verantwortlich.

In einigen Sektoren wie z.B. Textil, Bau und Möbel sind rund 80% aller Arbeitskräfte in Micro, Kleinen und Mittleren Unternehmen beschäftigt.  

Siehe auch: International Finance Corporation: Micro, Small, and Medium Enterprises: A Collection of Published Data (MS Excel file, 17 May 2005).
Doch inwiefern werden KMU von der neuen Datenschutz Grundverordnung in Europa tangiert?
Stärker als man denkt.
Zuerst einmal müssen wir die Dokumentation auf Vordermann bringen, was Datenschutz und Datensicherheit betrifft. Nur dann können die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Englisch General Data Protection Regulation (GDPR) sowie die e-Privacy Verordnung eingehalten werden.
Im weiteren ist dies auch mit Kosten verbunden. Die Abläufe müssen klar strukturiert sein. Doch auch die Dokumentation zum Thema muss fast in allen Fällen verbessert werden.
Diese Dinge sollten ebenfalls helfen, um das Sicherheitsdispositiv zu verbessern.
Das Alles hat seinen Preis.

Sicherheit und Datenschutz ist Pflicht - EU DSGVO | Urheber iStock

Sicherheit und Datenschutz ist Pflicht – EU DSGVO | Urheber iStock

3. Umsetzung des DSGVO im KMU: Fitness Checkliste

Kürzlich war ich in einem Unternehmen, um mich mit dem Experten und den Aufsichtsratsmitgliedern zu treffen. Unser Thema war, wie die DSGVO das Direktmarketing, Mailings, aber auch das Nutzen von Cookies beeinträchtigen könnte. Mit schrecken stellten die Teilnehmer fest, dass das Unternehmen noch nicht fit war, um DSGVO-compliant zu sein.
Aus diesem Grunde sah ich mich gezwungen, eine Checkliste mit Fragen auszuarbeiten. Diese machte ich dem Team schmackhaft, indem ich sie daran erinnerte, es wie einen Fitness Test zu sehen.  Es würde uns aufzeigen:

  1. wo wir Schwächen hätten,
  2. ob es aber auch Stärken geben würde, durch die wir weit über dem Durchschnitt seien, was die DSGVO-Fitness betrifft und
  3. welche „low hanging fruit“ (Projekte, die mit wenig Aufwand grosse Wirkung generieren) zuerst realisiert werden sollten.

Hier ist unsere Checkliste mit 12 Fragen, die Ihnen weiterhelfen wird.
Wenn Sie die Antworten schriftlich ausarbeiten, haben Sie einen ersten wichtigen Schritt unternommen, um vor dem 25 Mai 2018 DSGVO Compliance sicher stellen zu können.
Das heisst, die Antworten sind wie das Resultat Ihres Inventars des Weinkellers. Wo sind wir gut versorgt und wo müssen wir nachbestellen – in diesem Fall nachbessern, um ein akzeptables Niveau für den Datenschutz zu erreichen.
[su_box title=“Checkliste: Ist unser Unternehmen fit für die DSGVO? “ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]
Versuchen Sie diese Antworten schriftlich zu erstellen. Dabei ist es immer wichtig, dass sie auch dokumentieren, warum sie mit bestimmten Dinge noch nicht fertig sind. Erklären Sie dabei bitte auch, wieso eine Lösung X vorgenommen wurde und nicht eine andere.
Nur somit können Sie nachher genau feststellen, welche kritischen Dinge als nächstes umgesetzt werden müssen.
1. Wie viele personenbezogene Daten, die Sie in Ihrem Unternehmen sammeln, speichern und nutzen, können Sie derzeit mit eigenen Mitteln ausfindig machen? Haben Sie dies vielleicht bereits dokumentiert?
2. Können Sie erkennen und wurde dokumentiert, wer personenbezogene Daten einsehen oder bearbeiten kann? Auch wer welche Bearbeitungen vorgenommen hat zu welchem Zeitpunkt muss dokumentiert sein.
3. In Sachen personenbezogene Daten können Sie bereits:

  • dokumentieren, wer welche Daten im Unternehmen verwaltet?,
  • den Zeitpunkt und Art des Austausches von Daten aufzeigen/ermitteln?
  • Zeitpunkt und Form des Austausches mit Dritten aufzeigen (d.h. Sie haben eine Übersicht über die Auftragsverarbeiter von Ihren Daten, wie z.B. Buchhaltung und Computing in der Cloud)?

4. Ist dies in den vielen Fällen, in denen die Verarbeitung von personenspezifischen Daten auf die Einwilligung des Betroffenen beruht, ebenfalls dokumentiert (liegt z.B. die Einwilligung vor wie beim Double Opt-In beim Marketing Newsletter des Unternehmen)?
5. Haben Sie abgeklärt ob Sie einen Datenschutzbeauftragten benötigen?
Grundlegend ist wenigstens in DE, dass wenn 10 oder mehr Personen mit einem mobilen Endgerät oder PC arbeiten, muss in der Regel ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter bestellt werden.
Öffentliche Stellen sind in DE verpflichtet, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen.
Dieser Datenschutzbeauftragte kann auch ein externer Dienstleister sein.
6. Sind für Aktivitäten mit personenbezogenen Daten Datenschutz- und Sicherheitsmechanismen eingebaut?
Das heisst z.B., dass dank speziell eingesetzter Technologie die Datenschutz- und Sicherheitsmechanismen gestärkt werden.
Mindestens jährlich werden Penetration Tests durchgeführt. Die Einspielung von Sicherheitsupdates für Software und Systeme werden gemäss Wichtigkeit zeitgemäss (z.B. innerhalb 24 Std. auch an langen Wochenenden) veranlasst und schriftlich dokumentiert.
7. Haben Sie, wie im DSGVO vorgeschlagen, eine Verschlüsselung sensibler Personendaten von z.B. Kunden oder Mitarbeitern vorgenommen?
8. Nach der DSGVO müssen personenbezogene Daten gelöscht werden, wenn sie für den ursprünglichen Zweck nicht mehr benötigt werden und keine gesetzliche Pflicht zur Aufbewahrung besteht. Setzen Sie diese Anforderungen bereits um?
9. Die DSGVO sieht vor, dass Ihr Unternehmen geeignete Technologien und/oder Prozesse einsetzt, um personenbezogene Daten zu sichern und gegen Angriffe zu verteidigen. Wenn Sie einen Vorfall identifizieren, müssen Sie nicht nur die entsprechenden Regulierungsbehörden, sondern auch die betroffenen Personen benachrichtigen. Für welche dieser Pflichten haben Sie bereits Prozesse etabliert?
10. Haben Sie eine geeignete Risikomethode, um die Datenschutz-Folgeabschätzung vorzunehmen und wurde der Prozess für die Datenschutz-Folgeabschätzung schon einmal getestet?
11. Haben Sie eine Kosten-Nutzen Analyse durchgeführt und auch die „Implementierungskosten“ als Abwägungskriterium berücksichtigt?
PS. Da der Schutz der Betroffenen im Vordergrund steht (siehe Punkt 10), sind wohl ausser bei existentiellen Bedrohungen die wirtschaftlichen Erwägungen zur Lockerung des Schutzstandards als Rechtfertigung kaum zulässig.
12. Haben Sie ein Inventar der Social Media Konten und Nutzer dieser Firmenkonten?
Sind Sie sich den Verpflichtungen im Bereich des Schutzes personenbezogener Daten auf diesen Plattformen bewusst? Welche Vorkehrungen haben Sie getroffen?
PS. Am 24.10.2017 hat der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) seine Schlussanträge in der Rechtssache C‑210/16 vorgelegt. Falls der EuGH den Schlussanträgen folgt, ist das Unternehmen, welches eine Facebook Seite betreibt

… für die in der Erhebung von personenbezogenen Daten durch Facebook bestehende Phase der Verarbeitung gemeinsam mit Facebook verantwortlich.

Ausgelöst hatte den Rechtsstreit eine Anordnung des Schleswig-Holsteinischen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) im Jahr 2011. Dieses verlangte von der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein (WAK) die Deaktivierung von deren Fanpage aufgrund datenschutzrechtlicher Verstösse.
PPS. Auswirkungen kann dieser Rechtsstreit auch auf ein derzeit vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verhandelten Verfahren haben. Dort geht es um den Facebook Like-Button und die Frage, ob der Betreiber eines solchen Buttons mitverantwortlich ist für etwaige Datenschutzverstösse.
[/su_box]
Grundsätzlich verfolgt die DSGVO gemäß Art. 32 Abs.1 b), ob Vertraulichkeit, Integrität und die Verfügbarkeit der verarbeitenden Systeme und Dienste sicher gestellt sind.
Der Artikel 32 DSGVO verlangt auch die Gewährleistung der „Belastbarkeit“ der Systeme und Dienste. Dies bedeutet, dass die Dienste und System gegen ungewollte und gewollte, zufällige und geplante Störungen abgesichert sind (siehe auch Punkt 11 oben).
Punkt 12 zeigt ebenfalls auf, dass wenn der EuGH den Schlussanträgen vom Generalanwalt folgt, das Unternehmen für eventuelle Datenschutzverstösse von Facebook hinter der Fanpage verantwortlich ist. Nach DSGVO macht dies Sinn, denn Facebook könnte hier auch als Auftragsverarbeiter eingestuft werden. Damit würde die Verantwortung wiederum beim Unternehmen liegt.

Sicherheit und Datenschutz ist Pflicht - doch für KMU ist es nicht einfach - EU DSGVO | Urheber iStock

Sicherheit und Datenschutz ist Pflicht – doch für KMU ist es nicht einfach – EU DSGVO | Urheber iStock

4. Ressourcen für KMU

Hier noch ein paar Ressourcen, welche Ihnen helfen sollten, sich auf den 25. Mai 2018 vorzubereiten. Es lohnt sich hier ca 4 Stunden zu investieren und sich schlau zu machen. Das hilft auch dem Marketing Spezialisten, Ihre Standpunkte im Zusammenhang mit der DSGVO besser zu kommunizieren.
[su_box title=“EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Ressourcen für KMU“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]
1. Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gilt ab 25. Mai 2018 unmittelbar. Der Text ist im Amtsblatt der EU veröffentlicht: http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX%3A32016R0679
2. Die Seite der Wirtschaftskammer Österreich. Klar formuliert und verständlich: https://www.wko.at/service/wirtschaftsrecht-gewerberecht/EU-Datenschutz-Grundverordnung:-Der-Datenschutzbeauftragt.html/
3. Die Position des Datenschutzbeauftragten und wie dessen Unabhängigkeit gesichert wird vom Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB):
4. Gut erklärt, mit Checklisten von der Bayrischen Datenschutzbehörde: https://www.lda.bayern.de/de/datenschutz_eu.html
5. EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO; englisch: General Data Protection Regulation, GDPR): Tipps für Mittelständler im e-Book von Microsoft (auch sehr hilfreich): https://info.microsoft.com/DE-SCRTY-CNTNT-FY18-10Oct-06-SohaltderMittelstanddieEU-MGC0001185_01Registration-ForminBody.html

Dokumente der Artikel-29-Gruppe (künftig: EU-DS-Ausschuss) zur DSGVO

6. Leitlinien zum Recht auf Datenübertragbarkeit (deutsche Vorversion)
7. Leitlinien zum Recht auf Datenübertragbarkeit (deutsche Vorversion)
Zur Zeit werden die Informationen der Artikel-29-Gruppe (die Datenschutzbeauftragten der Mitgliedsländer der EU), welche sich bald EU-DS-Auschuss nennt) auf einer neuen Webseite integriert.
http://ec.europa.eu/newsroom/just/item-detail.cfm?item_id=50083 (sollte man bald über diesen Link bekommen)
8. Verständliche und transparente Datenschutzhinweise: 1-Pager vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz – IT-Gipfel 2015  – Der 1-Pager 
[/su_box]
Wenn Sie weitere Ressourcen benötigen, nutzen Sie die Liste der weiteren Beiträge zum Thema Datenschutz ganz oben in diesem Beitrag.

5. #Trends2Watch

Wir möchten hier auf 2 #Trends2Watch hinweisen.

  1. Datenschutzrechtliche Informationspflichten auf Facebook (Skype, WhatsApp, Instagram, Xing, etc.) nachzukommen, ist unmöglich:  Im Regelfall haben Unternehmen keine Kenntnis darüber, welche Daten Facebook, für welche Zwecke für eine Fanpage verarbeitet.
    Doch das Unternehmen ist in Sachen Datenschutz mitverantwortlich für Daten seiner Fans und wie diese von Facebook verarbeitet werden (siehe Checkliste, Punkt 12).
    Facebook wird diese Informationen kaum offenlegen wollen, da diese ein Teil ihres Geschäftsmodells repräsentieren.
  2. Administrativer wie auch finanzieller Mehraufwand ist signifikant: Kunden profitieren vom DSGVO, was gut ist.
    Das Verarbeiten von personenspezifischen Daten wird markant teurer für Unternehmen.
    Prozesse müssen verbessert werden und diese wichtige Arbeit muss genauestens dokumentiert sein.
    Skalierungen oder „economies of scale“ reduzieren diese Kosten pro Kunden für Konzerne.
    Damit wird die immer wichtiger werdende Nutzung von Algorithmen und grossen Datensätzen für Innovation, Marktbearbeitung, usw. sehr viel teurer für KMU mit z.B. weniger als 50 Vollzeit Arbeitsplätzen.
    Das erschwert den Markteinstieg von Start-Ups und die Konkurrenzfähigkeit der KMU. Dies fördert damit auch die weitere Marktkonzentration, was Konsumenten nicht freuen dürfte.

Obwohl die DSGVO gute Dinge bringt, resultiert es für alle Unternehmen in einem grossen Mehraufwand. Die Kosten für das Sammeln, Verarbeiten und Nutzen von Big Data geht signifikant in die Höhe. Prozesse müssen verbessert werden und diese müssen genauestens dokumentiert sein. Skalierungen oder „economies of scale“ reduzieren diese Kosten pro Kunden für Konzerne. Doch für KMU wird es viel teurer.

6. Was ist Ihre Meinung

Die obigen Ausführungen zeigen, dass Compliance in Sachen Datenschutz für KMU kein Zuckerschlecken ist.  Die neue  EU Datenschutz Grundverordnung (EU DS-GVO oder DSGVO) wie auch die ePrivacy-Verordnung stellen neue Anforderungen an die Compliance.
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde, wäre Ihre Meinung:

  • Ist Ihre Organisation für die DSGVO bereit?
  • Wie haben Sie mit der Umsetzung für die DSGVO begonnen?
  • Welche Checklisten und Tools nutzen Sie bei dieser Arbeit?
1991 gaben DK Studenten Daten preis für kostenlose SMS Angebote, 2017 geben US Studenten eMail Adressen von Freunden preis für eine gratis Pizza.

In Kürze. Warum Datenschutz mehr wert ist als eine kostenloses Stück Teig.
Wie lösen wir das Problem, wenn Konsumenten willens sind die Privatsphäre für kostenlose Pizza zu verletzen.
Was sind die Herausforderungen für Employer Branding, Marketing und Recruiting mit der neuen DSGVO?
Der nachfolgende Beitrag aus unserer Reihe zum neuen Bundesdatenschutzgesetz zeigt auf, welche Dinge Marketing, Personalfachleute und Manager berücksichtigen müssen.

Update gefällig?

Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein, bleiben Sie auf dem Laufenden und erhalten jeweils eine Reminder-Mail, sobald ein neues Thema zum EU Datenschutz, Marketing und Compliance veröffentlicht wird.
[su_box title=“Weitere wichtige News zum EU Datenschutz“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
2018 EU Datenschutz:  Marketing aufgepasst
2018 EU Datenschutz:  Personalrekrutierung oder kostenlose Pizza gefällig? (sie sind hier)
2018 EU Datenschutz: KMU, was nun?
2018 EU Datenschutz Ratgeber: Facebook Likes und DSGVO: Ist der Bewerber drogensüchtig?
2018 EU Datenschutz Compliance mit Google Analytics 
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing – September 2017
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing Trends – März 2018
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Compliance Ressource Seite – Tools, Checklisten (April 2018 regelmässige Updates)
MC Stuttgart-Heilbronn – DSGVO: Tipps
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Workshop für Marketing Fachleute – 8. März 2018
Download White Paper:  Gattiker, Urs E., Temmen, Taina, & Sinistra, Patrizia (2017-11). EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO): Was ist Sache für Marketing Manager, Geschäftsleitung und Vorstand? White Paper Serie. Düsseldorf: Deutscher Marketing Verband e.V. (DMV). Aufgerufen am 2017-12-01 auf http://MCLago.com/download/13/
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Am 4. Mai 2016 wurde die Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung) kundgemacht.
Fragen unten einfach anklicken und Sie können sogleich die Antwort lesen.

Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Dinge welche sie wissen sollten.
Die Verordnung ist in der deutschen Fassung 88 Seiten lang und hat 173 Erwägungsgründe und 99 Artikel.
Die potenziellen Bußgelder bei zuwider handeln können bis zu 20 Millionen Euro beziehungsweise vier Prozent des globalen Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahrs ausmachen.

Am 10 Januar, 2017 wurde die finale Version der geplanten ePrivacy-Verordnung als offizieller Vorschlag der EU Kommission veröffentlicht. Die neue e-Privacy-Verordnung soll die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) flankieren, die zum 25. Mai 2018 in Kraft tritt.
Als EU Verordnung ist die DS-GVO wie auch die ePrivacy-Verordnung in jedem EU-Mitgliedstaat grundsätzlich unmittelbar anwendbar. Weil sie allerdings zahlreiche Öffnungsklauseln hat, ermöglicht z.B. die DS-GVO dem nationalen Gesetzgeber gewisse Spielräume.
Deshalb ist damit zu rechnen, dass es auch noch eine Änderung der nationalen Gesetze geben wird.Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) muss bis zum 5 Mai 2018 in die jeweilige nationale Gesetzgebung einfliessen. Das DS-GVO tritt dann am 25. Mai 2018 in Kraft.

1. Recruiting mit Social Media: DSGVO Verletzung möglich

In den letzten Jahren sind Social Media immer mehr Werkzeuge des täglichen Lebens geworden.
Für jede Art von Nutzer gibt es etwas wie Twitter oder Snapchat, Instagram oder Pinterest, LinkedIn oder Xing, usw. wir alle, mit wenigen Ausnahmen, nutzen eind oder sogar gleich mehrere dieser Plattformen.
Mit der neuen DSGVO werden hier einige Meinung von Datenschutzbeauftragten der EU Mitgliedstaaten fast ein wenig klammheimlich dazu genutzt, Regeln zu machen.
Article 29 Working Party, unter Letters, Opinions and other documents ==> Opinion 2/2017 on data processing at work – wp249 cpdf Datei

Die Article 29 Working Party had in Sachen DSGVO angegangen die Dinge auszulegen. RIESENPROBLEM: Social Media Profiles von Bewerbern und Nutzung bei der Arbeit. AUFGEPASST.

Die Article 29 Working Party had in Sachen DSGVO angegangen die Dinge auszulegen.
RIESENPROBLEM: Social Media Profiles von Bewerbern und Nutzung bei der Arbeit. AUFGEPASST.


Siehe ganz unten das zur Einsicht angefügte Dokument, S. 11 …

2. Recruiting mit Hilfe von Social Media, aber dann richtig

Doch heute findet man fast alle Jobs Online, d.h. in Social Networks wie z.B. Xing – Diskussiongruppe Markenstärke und Markenimage.

Stelle frei, Eintrag in Social Network Gruppe auf Xing

Stelle frei, Eintrag in Social Network Gruppe auf Xing


Angestellte verteilen Informationen über offene Stellen über ihre privaten Social Media Konten. Das ist heute „normal.“
Interessant ist ebenfalls, dass dies fast unweigerlich dazu führt, dass ein Bewerber über die offene Stelle über eines der Social Networks wie Xing, Facebook oder Instagram erfährt.
Oft nimmt man dann auch über das Netzwerk Kontakt mit der Person auf, welche die Information gepostet hat.
Der unten aufgezeigte Beschrieb der offenen Stelle führt auf, dass ein Bewerber eine Social Media Affinität mitbringen muss. Doch das neue Datenschutz Regularium legt fest (wie oben aufgezeigt und mit Gelb markiert):

Only if it is necessary for the job to review information about a candidate on social media, for example, in order to be able to assess specific risks regarding candidates for a specified function, and the candidates are correctly informed (for example, in the text of the job advert) the employer may have a legal basis under Article 7(f) to review publicly-available information about candidates.
(Nur wenn notwendig für die Arbeit, kann Information über einen Bewerber auf Social Media eingesehen werden, zum Beispiel, für Kandidaten welche sich für eine Funktion mit speziellen Risiken bewerben, und die Kandidaten wurden korrekterweise informiert (z.B. in der Stellenausschreibung), dann könnte der Arbeitgeber eine Rechtsgrundlage haben unter Artikel 7(f) um frei zugängliche Informationen über Kandidaten zu evaluieren)

Die Stellenbeschreibung unten zeigt, dass dies nicht genau erklärt wird. Das heisst Gruner & Jahr und deren Firmen müssen sich hier noch verbessern um DSGVO konforme Stellenbeschriebe über Social Networks zu verteilen.
Der Screenshot macht keinen Hinweis, dass man Social Media bei der Arbeit nutzen muss in Zusammenhang mit seiner Arbeit.
Doch das Image unten zeigt sehr schön, dass eine Affinität mit Social Media Pflicht ist – hier die Anzeige Online.

Gruner + Jahr AG & Co KG ist Europa's grösstes Druck- und Verlaugshaus. Was der Bewerber haben muss: Affinität zu Social Media - ist das gemäss DSGVO compliant?

Gruner + Jahr AG & Co KG ist Europa’s grösstes Druck- und Verlaugshaus. Was der Bewerber haben muss:
Affinität zu Social Media – ist das gemäss DSGVO compliant?


Die Teilung oder das Sharing von solchen Stellen ist populär aber stösst oft auf wenig Gegenliebe wie diese Kennzahlen zeigen. Von 3000 Mitgliedern in der Xing Gruppe sind kaum 5 Clicks von diesen gekommen. Resonanz, obwohl die Ausschreibung relevant ist für das Thema der Gruppe ist = 0.
Trotzdem ist klar, dass das Unternehmen auch die Social Media Profile der Bewerber zu Rate ziehen wird. Doch dies müsste laut den neuen Regeln im Stelleninserat offen gelegt werden.

3. Folgeabschätzung

Die Datenschutz-Folgeabschätzung (DSFA) ist grundsätzlich eigentlich nichts anderes, als die bisher im deutschen Datenschutzrecht schon bekannte Vorabkontrolle (§ 4d Abs. 5 BDSG).
Diese ist immer dann durchzuführen, wenn besonders sensible Daten nach § 3 Abs. 9 BDSG verarbeitet werden oder die Datenverarbeitung dazu bestimmt war, die Persönlichkeit des Betroffenen, einschließlich seiner Fähigkeiten, Leistungen oder seines Verhaltens zu bewerten. In diesen Fällen prüft der Datenschutzbeauftragte die dem Verfahren innewohnenden besonderen Risiken für die Rechte und Freiheiten des Betroffenen und gibt am Ende dieser Prüfung eine Stellungnahme zur Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung ab.
Wie die Vorabkontrolle dient die Datenschutz-Folgeabschätzung der Bewertung von Risiken und deren mögliche Folgen für die persönlichen Rechte und Freiheiten der Betroffenen. Nach Abschnitt 3, Artikel 35 ist das Unternehmen verpflichtet eine Folgeabschätzung zu machen.
Gemäss Art 35 Absatz 1 muss der Auftraggeber bei Formen der Verarbeitung von Personendaten vorab eine Abschätzung der Folgen einer Datenanwendung für den Schutz personenbezogener Daten durchführen.
Dies gilt dann, wenn die aufgrund der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für die persönlichen Rechte und Freiheiten haben, insbesondere bei Verwendung von Technologien.

4. Tools und Ressourcen

Friedewald, Michael; Obersteller, Hanna; Nebel, Maxi; Bieker, Felix & Rost, Martin (Mai 2016). White Paper Datenschutz-Folgenabschätzung: Ein Werkzeug für einen besseren Datenschutz. Aufgerufen, Mai 10, 2017 auf https://www.forum-privatheit.de/forum-privatheit-de/publikationen-und-downloads/veroeffentlichungen-des-forums/themenpapiere-white-paper/Forum_Privatheit_White_Paper_Datenschutz-Folgenabschaetzung_2016.pdf
Sievers, Jacqueline & Vasella, David (15. April 2017). Datenschutz-Folgenabschätzung: Leitlinien der Artikel-29-Arbeitsgruppe (Entwurf) Blogeintrag aufgerufen 2017-05-10  http://datenrecht.ch/datenschutz-folgenabschaetzung-leitlinien-der-artikel-29-arbeitsgruppe/
Article 29 Data Protection Working Party. 17/EN WP 248 (Arbeitspapier 248 zur DSFA). Guidelines on Data Protection Impact Assessment (DPIA) and determining whether processing is “likely to result in a high risk” for the purposes of Regulation 2016/679 Aufgerufen am 2017-05-10 auf http://ec.europa.eu/newsroom/document.cfm?doc_id=44137 (PDF Datei).
Die neue E-Privacy-Verordnung ist als Ergänzung zur bereits beschlossenen EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DS-GVO). Sie soll idealerweise ebenfalls am 25 Mai 2018 in Kraft treten.
Doch dabei braucht es systematische Werkzeuge um die Sache richtig aufzugleisen.
Dies um so mehr da die Sanktionen für das EU-DS-GVO wie auch der e-Privacy Regelung ähnlich ausgestaltet sind. Sie beinhalten Geldbussen von bis zu 20 Mio. EUR oder 4% des gesamten weltweiten Jahresumsatzes eines Unternehmens.
[su_box title=“Tools für die Folgeabschätzung“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
Die französische Commission Nationale de l’Informatique et des Libertés ( CNIL) hat Arbeitshilfen für eine Datenschutz-Folgeabschätzung gemacht.

Das ganze ist gut erklärt aber geht nicht ohne viel Arbeit um regelkonform zu sein. Die Compliance Abteilung wird sich über die Mehrarbeit freuen.
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5. Was ist wertvoller? Gratis-Pizza oder die Privatspähre der Freunde?

Schwierig wenn schon Studenten bereit sind, die Privatsphäre ihrer Freunde zu verletzen:

Wir halten unsere Privatsphäre für wichtig und geben auch immer an, dass wir willens sind diese zu verteidigen. Doch wir handeln so als wäre diese nicht viel wert. Die obige Studie zeigt, dass es Menschen oft wenig kümmert wie gut geschützt ihre persönlichen Daten sind, wenn sie durch deren Freigabe Vorteile erhalten.
Die Studie testete auch inwiefern die Studenten für Bitcoin eine sichere Verschlüsselung wählen um deren Daten besser zu schützen. Doch sie waren nicht bereit mehr Zeiteinbussen hinzunehmen, indem sie eine bessere Verschlüsselung wählten (siehe auch Metzler, Beat – 2017-08-17. Verraten für ein Stück Teig.Tabes-Anzeiger, Analyse & Debatte, S. 11 https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/verraten-fuer-ein-stueck-teig/story/28941962.

5. Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: 2018 EU Datenschutz: Kostenlose Pizza gefällig
Die obigen Ausführungen zeigen, dass auch bei der Personalrekrutierung und im Umgang mit Daten von Arbeitnehmern die neue EU Datenschutz Grundverordnung (EU DS-GVO or DSGVO) wie auch die ePrivacy-Verordnung neue Anforderungen an die Compliance stellen.
Wie Social Media Profile genutzt werden dürfen bei der Auswahl von Bewerbern ist stark limitiert, was nicht unbedingt den heutigen Realitäten entspricht. Ob sich der Ausschluss solcher Daten vom Bewerbungsprozess durchsetzen lässt erscheint mir fraglich.
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Wie managen Sie Datenschutz im Employer Branding?
  • Wie haben Sie sich auf die neue Verordnung vorbereitet?
  • Welche Checklisten und Tools nutzen Sie bei dieser Arbeit?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werde.

Lesenswert

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Women als Influencer: Wie funktioniert das genau? | Urheber Death to Stock Photo

In Kürze: Inwiefern hilft es Tezenis, Nike, Triumpf  mit Influencern zusammen zu arbeiten?
Lässt sich ein Fernsehsternchen zum Social Media Influencer machen?
Unser Faktencheck bringt Licht ins Dunkel UND zeigt wie es besser funktionieren kann für das Label.
Hier ist auch das Thema Compliance wichtig: Siehe Leser Kommentar / Diskussion unten.

Beim Influencer-Marketing suchen Unternehmen den direkten Kontakt zu Meinungsführern. Denn sie können aufgrund ihrer Reputation und ihrer Reichweite entscheidend zum Erfolg eines Produktes beitragen. (t3n Magazin)

Betonung liegt hier auf „können“.
Hier die Links welche Sie gleich zum Topik bringen

Denn das Influencer dank Ihrer Reputation (muss man definieren) wirklich den Erfolg für mein Produkt bringen, kann mir niemand garantieren.
Und ob ein Influencer hilft mehr Produkt zu verkaufen ist schwierig zu messen. Denn es kann sein, dass

  1. der Verbraucher eigentlich sowieso mein Produkt kaufen wollte, und nun
  2. dank dem Influencer einen Rabatt erhält (z.B. Affiliate Link, Gutschein Code, etc.)

In diesem Falle verkaufe ich zwar was. Meine Einnahmen sind jedoch wegen dem Rabatt tiefer als diese sonst währen. Hier hat mir der Influencer nur beschränkt wenn überhaupt geholfen.
Diese Thema erläutern wir hier im Blog. Zusätzlich offerieren wir Ihnen die exklusive Teilnahme an einer  Studienumfrage zum Thema wie Influencer Marketing in der Praxis funktioniert.
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1. Influencer Marketing: Hoppla, so klappt es nicht

Kürzlich wurde mir ein Chart weitergereicht, welches ich mir mit Interesse angesehen habe (siehe unten)

Wie sollen wir diese Panel Daten verstehen. Z.B. sind Leute die sich für ein Panel registrieren lassen, um Surveys zu beantworten, eine repräsentative Stichprobe? Was heisst Dienstleistung beanspruchen? Wegen einer Empfehlung eines Produktes von einem YouTuber kaufe ich mir dieses Paar Schuhe in den nächsten 10 Tagen? Der Teufel ist im Detail.

Wie sollen wir diese Panel Daten verstehen. Z.B. sind Leute die sich für ein Panel registrieren lassen, um Surveys zu beantworten, eine repräsentative Stichprobe? Was heisst Dienstleistung beanspruchen? Wegen einer Empfehlung eines Produktes von einem YouTuber kaufe ich mir dieses Paar Schuhe in den nächsten 10 Tagen? Der Teufel ist im Detail.

1.1 Methodik

Die obige Studie „Youtuber und Blogger laufen TV- und Radiowerbung den Rang ab“ vom Faktenkontor basiert auf einer nicht-repräsentativen Stichprobe:

Für den aktuellen Social-Media-Atlas (Hamburg, Januar 2017) wurden 3.500 nach Alter, Geschlecht und Bundesland repräsentative Internetnutzer ab 14 Jahren in Form eines Online-Panels zu ihrer Social-Media-Nutzung befragt. Erhebungszeitraum war das vierte Quartal 2016.

Inwieweit die Daten der Teilnehmer deren wirkliches Verhalten abbilden, darf hier sicherlich bezweifelt werden. Kurz: Leute welche sich für ein Online Panel registrieren, stellen sicherlich nicht ein Abbild der Bevölkerung dar…. wer hat für sowas schon Zeit oder ist willens hier mitzumachen…. inwieweit sind diese Menschen ein Spiegelbild der Gesellschaft?
Warum diese Panels nicht funktionieren? Da gibt es tolle Beispiele aus der Brexit Abstimmung wo der Wahlausgang falsch vorausgesagt wurde basierend auf solchen „räpresentativen“ Panel Daten. Weitere Beispiele sind die Schottischen Wahlen:

Ebenfalls ist die in der Grafik oben aufgeführte Frage, welche Faktenkontor den Teilnehmern des Panel präsentierte, sehr empfindlich was „social desirability bias“ betrifft.

1.1.1  Was ist Social Desirability Bias?

Das oben beschriebene ist was Sozialwissenschaftler Social Desirability Bias nennen. Ein Störfaktor bei Befragungen in Sozialwissenschaft und Marktforschung, der zu einer Verzerrung der Resultate führt.
Das heisst, Panel Teilnehmer versuchen so zu antworten, wie es ihre Freunde auch tun, es cool finden oder weil es der Fragesteller vielleicht so möchte.
Kurz, die Antworten spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Teilnehmer wider.

1.1.2  Was ist eine Double-Barreled Question?

Dies sind sogenannte doppelte Fragen.
Für oben heisst dies, wir wissen nicht genau auf was der Teilnehmer antwortet.
Bezieht er sich auf die YouTuberin, irgendeinen Blogger oder aber eine prominente Politikerin wenn er antwortet?
Das sehe ich in den Daten für die Antwort nicht. Deshalb ist deren Interpretation fragwürdig um dies mal diplomatisch auszudrücken.

Lesenswert
1.1.3  Was heisst sich beeinflussen lassen?

Neben der Problematik, dass man die Antworten auf eine solche Frage wie oben in der Grafik nicht klar interpretieren kann, ist unklar was „sich beeinflussen lassen“ bedeutet.
Das könnte unser Sohn mit ja beantworten.  Wirklich?
Ja. Er würde vielleicht finden, dass er sich von einem Gamer beeinflussen lässt. Was der Gamer in seinem Live Stream auf Twitch sagt, was Game Strategie und Tricks zum Spiel betrifft, findet er interessant.
Ob unser Sohn sich die Turnschuhe, Badehose oder Unterhose kauft weil, z.B. sie vom Gamer getragen werden, wage ich zu bezweifeln. Sein gestriger Einkaufstour die wir zusammen machten bestätigt meine Vermutung…  Er hat andere Prioritäten als auf einen Influencer zu hören was Turnschuhe als Lifestyle und Badehose wie auch Unterwäsche und T-shirts betrifft.  Natürlich will er einen „coolen“ Turnschuh – auch „Sneaker“ genannt. Aber meisens ist dies ein solcher, welche seine Freunde auch cool finden, finden könnten oder sogar ebenfalls besitzen. Da kommt kein Influencer mit in seine Kaufentscheidung.
Auch Firmen, welche viel in die Werbung investieren äussern Zweifel, ob digitale Influencer eine Rolle spielen. Wenn Sie es dann noch mit einem sehr respektablen Budget testen, und die Zahlen ernüchternd sind, lässt dies aufhorchen (z.B. Christian Meyer von müllermilch mit Fakten während seiner Präsentation beim MCLago).
PS: Statistia liefert mir Daten wie die obigen für relativ viel Geld.  Alles sekundär Daten, d.h. solche welche andere Organisationen gesammelt haben. Einiges ist sehr gut, anderes wie das obige ist irreführend.
Basierend auf solchen Angaben, lässt mich dies an der Qualität der Services von Statista Zweifel aufkommen.
D.h. wenn immer ich was sehe glaube ich den Angaben erst, wenn ich die Originaldaten gecheckt habe. Das lässt mich die Studie dann oft ignorieren. Grund: Nicht repräsentative Stichprobe. Fragen waren schlecht formuliert.

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Inwieweit lassen SIE  oder Ihre Freunde / Freundinnen sichvon Influencers auf Instagram, YouTube oder einem Blog beeinflussen?
Den Selbsttest finden Sie in unserer Umfrage

2. Online Influencer: Rekrutierung

Recruiter kennen das, einen talentierten und motivierten Kandidaten zu finden ist nicht einfach. Ob nach Einstellung sich der rekrutierte Kandidat auch als guter Mitarbeiter bewährt, ist nicht immer garantiert.
Aus diesem Grunde versucht man den Rekrutierungsprozess möglichst systematisch aufzubauen. Damit hofft man die Fehlerquoten klein zu halten.
Doch im Modebereich und Influencer Marketing wird hier oft nach dem Schema Daumen mal Pie vorgegangen. Der Glaube scheint zu sein, dass es schon gut gehen wird: „Schauen wir mal.“
Beispiel: Anna Maria Damm, WAS MACHT EIGENTLICH DIE EX-GNTM-KANDIDATIN? im Cosmopolitan (9. Oktober 2015). Da wird jemand als Star porträtiert. Auch ihr Modeblog wird angepriesen. Natürlich promoted aus irgend einem Grunde Cosmopolitan auch deren YouTube Kanal und das Instagram Konto.
Doch ist die Anna Maria Damm eine Influencerin? Ist eine Zusammenarbeit für unser Modelabel eine gute Lösung?

2.1  Es braucht Stamina und Ideen

Influencer zu sein braucht ein gewisses Stamina. Kim Kardashian ist sowas von unausstehlich wie Sie Ihren Hintern zur schau stellt. Doch egal ob uns dies gefällt, es gibt Labels welche viel Geld dafür bezahlen, dass Sie deren Produkt trägt, dieses in Tweets erwähnt, usw.
Doch im Gegensatz zu Kim Kardashian, viele dieser Sternchen kommen und gehen. Ein Beispiel ist Anna Maria Dam mit ihrem Anka Blog. Der letzte Eintrag vom Mai 2016 zeigt sie im Bikini am Strand. Seither ist tote Hose.
Dieses Beispiel zeigt , dass es gar nicht so einfach ist, regelmässig zu bloggen. Es gibt aber auch lobenswerte Gegensätze welche regelmässig interessante Inhalte publizieren, wie z.B.:

Doch um dieses Niveau zu erreichen, investieren diese Damen viel Herzblut, Zeit, Kreativität und Ideen über Jahre hinweg.
All dies hatte die Anna Maria Damm nicht zu genüge für ihren Blog. Das Manko an Herzblut spiegelt sich wieder im Instagram Konto von Anna Maria Damm.

2.2 Ein Fernsehauftritt reicht nicht

Was der Nutzen von Influencers noch mehr in Frage stellt, ist eine neue Studie. Diese zeigt,  die Transportierung von Aufmerksamkeit, welche eine Person auf TV oder Print Medien erhält schwappt nicht automatisch rüber in die Social Networks.
Dies ist in der Grafik unten aus einer 2017 publizierten Studie illustriert. Hier wurden Hollywood Stars und deren Ripple in Social Networks untersucht. Wie dieser Ripple oder die Resonanz auf deren Social Media Aktivitäten möglicherweise auf Printmedien oder TV rüber schwappt war ebenfalls ein wichtiges Thema.
Die Resultate sind ernüchternd.

Quadrant 1 (oben rechts) zeigt Hilary Swank und Sandra Bullock, wo Social Media Nachrichten auf traditionelle Medien übernommen werden und umgekehrt. Quadrant 3 mit Jodie Foster, Denzel Washington oder Whoopi Goldberg in Quadrant 3 sind Beispiele, wo die Reaktion in einem Medium wie z.B. TV, auf Informationen in Social Medien und umgekehrt, eher gering ist.

Quadrant 1 (oben rechts) zeigt Hilary Swank und Sandra Bullock, wo Social Media Nachrichten auf traditionelle Medien übernommen werden und umgekehrt. Quadrant 3 mit Jodie Foster, Denzel Washington oder Whoopi Goldberg in Quadrant 3 sind Beispiele, wo die Reaktion in einem Medium wie z.B. TV, auf Informationen in Social Medien und umgekehrt, eher gering ist.


Die oben angezeigte Grafik von Joshi und Trusovjacr (März 2017) zeigt, wie sich Viralität zwischen Medien manifestiert. Das heisst, Nachrichten in Print werden nicht automatisch auf Social Media weitergereicht. Gleiches gilt auch in umgekehrter Richtung.
Die Studie illustriert, dass eine Person welche an einer Fernsehshow teilnimmt, wie z.B. Germany’s Next Top Model oder ein Teilnehmer vom DSDS 2017 | Deutschland sucht den Superstar | 14. Staffel – RTL.de, nicht automatisch zum Social Media Influencer mutiert.

Lesenswert

Joshi, Amit, A. & Trusovjacr, Michael (April 2017). Are you a “viral star”? Conceptualizing and modeling inter-media virality. JACR, 2(2), 196-215. Retrieved, July 18, 2017, http://dx.doi.org/10.1086/691215

3.  Unterwäsche und Influencer

Wir wissen jetzt also, dass wenn über einen Filmstar im Fernsehen gesprochen wird, dies nicht unbedingt grosse Wellen auf Social Media wirft. Das umgekehrte ist ebenfalls der Fall.
Das zeigt natürlich, dass vieles was als effektives Influencer Marketing verkauft wird, leider nicht auf knallharten Fakten und steuerungsrelevanten Kennzahlen basiert.
Auch ist unklar inwieweit sich Verbraucher oder Konsumenten von solchen Influencers beeinflussen lassen. Es kann ja sein, dass ich was auf einer Foto schön finde, aber kaufen wir nun dieses Badekleid? Haben wir es in ein paar Tagen schon wieder vergessen?
Diese und andere Fragen sind der zentrale Teil einer Umfrage welche Marie-Luis Uibel als Teil ihrer Bachelor Thesis gestartet hat. Sie will Antworten …

Helfen sie Marie-Luise, machen Sie mit:
Haben Sie mit Mode was am Hut? Dann interessiert Sie diese Umfrage!

Sie hat dazu die tatkräftige Unterstützung  vom Marketing Club Lago e.V. (#MCLago).
Ebenfalls wird sie vom Competence Circle Digital Marketplaces (#CCdigitalM) vom Deutschen Marketing Verband e.V. (#DMV) unterstützt.

Influencer und Selfie: ein Buch mit 7 Siegeln | Urheber Death to Stock Photo

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Machen Sie bitte mit in der Umfrage zur Mode – Influencers und Mode

3.1  Influencer und Word-of-Mouth

Was vielen Firmen Probleme bereitet ist die besten Markenbotschafter zu finden und dann auch auszuwählen.
Ist es eher der Instagram User oder aber jemand der auf YouTube Videos einstellt?
Grundsätzlich kann ich natürlich sagen, dass mir etwas gefällt welches die Influencerin auf einem Foto auf Instagram zeigt. Doch lasse ich mich soweit beeinflussen, dass ich das Produkt auch kaufen möchte?
Mit anderen Worten, wenn ich sehe wie ein Influencer coole Unterwäsche trägt, gehe ich dann hin und:

  1. Kaufe mir das gleiche Produkt im Laden?
  2. Kaufe mir die gleiche Unterhose online?
  3. Überlege ein wenig um mich dann aber gegen einen Kauf zu entscheiden?
  4. Lasse ich mich nicht von solche Dingen wie der Anpreisung von Produkten auf YouTube beeinflussen?

Was wir heute schon wissen ist, dass eine Auswahl von einem Influencer basierend auf z.B. Instagram Followers der falsche Ansatz ist.
Wenn wir unsere Influencers gewählt haben, ist die Frage ob diese die #Hashtags wie z.B. #MCLago, #BrandBuzz, #DrKPI oder  was bringen. Unsere Analysen zeigen z.B., dass Influencer diese Hashtags oft nicht richtig nutzen.
Wahrnehmung der Marke, Glauben über die Marke und Einstellung zum Modelabel wie Dolce & Gabbana sind wichtig. Doch um wahrgenommen zu werden braucht es gute Arbeit.

4. Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: Bademode und Unterwäsche: Was bringen Influencer?
Wenn wir Influencer Marketing nicht richtig einsetzen, können die Dinge nicht richtig funktionieren.
Das Resultat ist, dass wir nicht beweisen können, wie Influencer Marketing die wichtigen Kennzahlen beeinflusst. Steuerungsrelevante Kennzahlen  wie z.B. Umsatz und Ertrag: Werden diese durch Influencer Marketing positiv beeinflusst?
So einfach ist das und doch wiederum so schwierig :-)  Viel Erfolg wünscht Ihr DrKPI.
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Welche Marke ist für Sie ein tolles Beispiel wie man das Influencer Marketing richtig macht?
  • Lassen Sie sich von Influencern in Ihrem Verkaufverhalten beeinflussen?
  • Wie nutzen Sie digitale Kanäle oder auch Influencer zur Stärkung der Marke?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werde.

Lesenswert

Die Studienresultate erhalten sie als Teilnehmer exklusiv im Oktober und kostenlos.

Machen Sie mit:  Umfrage zur Mode – wie kaufen ich und meine Freundin besser ein
EU Datenschutz 2018 e-privacy - Was bedeutet das für Werber und Marketing Experten? | Urheber: akoppo1 | Fotolia #118430415

In Kürze. Sind die neuen europäischen Normen ein administrativer GAU?
Wie vermeiden wir Fehler, welche rigorose Strafen und Bussen zu Folge haben können?
Welche Vorteile bringt diese weitere Regulierung der Digitalisierung?
Der nachfolgende Beitrag aus unserer Reihe zum neuen Bundesdatenschutzgesetz zeigt auf, welche Dinge Marketing Fachleute berücksichtigen müssen.

Update gefällig?

Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein, bleiben Sie auf dem Laufenden und erhalten jeweils eine Reminder-Mail, sobald ein neues Thema zum EU Datenschutz, Marketing und Compliance veröffentlicht wird.
[su_box title=“Weitere wichtige News zum EU Datenschutz“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
2018 EU Datenschutz:  Marketing aufgepasst (sie sind hier)
2018 EU Datenschutz:  Personalrekrutierung oder kostenlose Pizza gefällig?
2018 EU Datenschutz: KMU, was nun?
2018 EU Datenschutz Ratgeber: Facebook Likes und DSGVO: Ist der Bewerber drogensüchtig?
2018 EU Datenschutz Compliance mit Google Analytics 
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing – September 2017
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing Trends – März 2018
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Compliance Ressource Seite – Tools, Checklisten (April 2018 regelmässige Updates)
MC Stuttgart-Heilbronn – DSGVO: Tipps
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Workshop für Marketing Fachleute – 8. März 2018
Download White Paper:  Gattiker, Urs E., Temmen, Taina, & Sinistra, Patrizia (2017-11). EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO): Was ist Sache für Marketing Manager, Geschäftsleitung und Vorstand? White Paper Serie. Düsseldorf: Deutscher Marketing Verband e.V. (DMV). Aufgerufen am 2017-12-01 auf http://MCLago.com/download/13/
[/su_box]
Am 4. Mai 2016 wurde die Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung) kundgemacht.
Die Verordnung ist in der deutschen Fassung 88 Seiten lang und hat 173 Erwägungsgründe und 99 Artikel.

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Fragen unten einfach anklicken und Sie können sogleich die Antwort lesen.

Am 10 Januar, 2017 wurde die finale Version der geplanten ePrivacy-Verordnung als offizieller Vorschlag der EU Kommission veröffentlicht. Die neue Verordnung soll die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) flankieren, die zum 25. Mai 2018 in Kraft tritt.
Als EU Verordnung ist die DS-GVO wie auch die ePrivacy-Verordnung in jedem EU-Mitgliedstaat grundsätzlich unmittelbar anwendbar. Weil sie allerdings zahlreiche Öffnungsklauseln hat, ermöglicht z.B. die DS-GVO dem nationalen Gesetzgeber gewisse Spielräume.
Deshalb ist damit zu rechnen, dass es auch noch eine Änderung der nationalen Gesetze geben wird.Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) muss bis zum 5 Mai 2018 in die jeweilige nationale Gesetzgebung einfliessen. Das DS-GVO tritt dann am 25. Mai 2018 in Kraft.

1. Grundsätzliches in der EU DS-GVO

Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO oder DSGVO) auch unter der englischen Bezeichnung General Data Protection Regulation (GDPR) bekannt kann man als das Schneidern am Datenschutz-Schirm bezeichnen.
Was einem sofort auffällt ist Artikel 6, und weitere im EU DS-GVO.
Rechtmäßigkeit der Verarbeitung. Hier eine Liste der Dinge die wir berücksichtigen müssen.
(1) Die Verarbeitung ist nur rechtmäßig, wenn mindestens eine der nachstehenden Bedingungen erfüllt ist:

a) Die betroffene Person hat ihre Einwilligung zu der Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten für einen oder mehrere bestimmte Zwecke gegeben (Artikel 7);

b) die Verarbeitung ist für die Erfüllung eines Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich, die auf Anfrage der betroffenen Person erfolgen;

c) die Verarbeitung ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich, der der Verantwortliche unterliegt;

d) die Verarbeitung ist erforderlich, um lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person zu schützen;

e) die Verarbeitung ist für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde;

f) die Verarbeitung ist zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich, sofern nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person, die den Schutz personenbezogener Daten erfordern, überwiegen, insbesondere dann, wenn es sich bei der betroffenen Person um ein Kind handelt.

Unterabsatz 1 Buchstabe f gilt nicht für die von Behörden in Erfüllung ihrer Aufgaben vorgenommene Verarbeitung.

2.  Grundsätzliches in der EU ePrivacy Verordnung

Ein Cookie (engl. für Plätzchen) ist eine winzige Textdatei. Diese ermöglicht es einer Webseite den Nutzer nach dem ersten Besuch wieder zu erkennen.
Cookies werden auf der Festplatte in einer Textdatei gespeichert. Wenn ich dann das nächste mal meinen PC und den Browser starte, wird diese Textdatei wieder aufgerufen.
Diese Cookie-Dateien sind ein wenig wie ein Gedächtnis, sodass eine Webseite mich wieder erkennt wenn ich diese besuche.
Die neue E-Privacy Verordnung von Jan 2017, sollte mit derEU-DS-GVO am 25 Mai 2018 in Kraft treten. Die neue E-Privacy Verordnung soll die bisher geltende „Cookie-Richtlinie“ ersetzen.
Künftig sollen Nutzer den Einsatz von Cookies generell über die Privatsphäre-Einstellungen ihres Webbrowsers regeln können. Der bekannte Cookie-Warn-Banner, soll mit der neuen e-Privacy Verordnung der Vergangenheit angehören.
Doch ist nicht alles so einfach wie es einem auf den ersten Blick erscheint (siehe Factsheet des Bundesverbandes der Digitalen Wirtschaft BVDW).
Die E-Privacy-Verordnung soll grundsätzlich zur Anwendung gelangen, wenn Daten von Bürgern mit Wohnsitz in der EU bearbeitet werden. Das heisst, die Verordnung ist deshalb auch für Schweizer oder USA Unternehmen von Bedeutung.
Regelmässige Updates zur ePrivacy Verordnung gibt es beim BVDW

Wohin wird uns die EU Datenschutz Veordnung und ePrivacy Verordnung führen | Urheber: Mark Lamontagne Virginia | Death To Stock Photo

Wohin wird uns die EU Datenschutz Veordnung und ePrivacy Verordnung führen | Urheber: Mark Lamontagne Virginia | Death To Stock Photo


[su_box title=“3. Checkliste EU Datenschutz 2018: 3 Punkte die es zu berücksichtigen gilt“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]

1. Nachweisbares Datenschutzmanagement: Accountability Prinzip

Wer ist zuständig für was. Wir müssen somit unsere Abläufe noch genauer dokumentieren als heute. Das heisst Prüfungs- und Protokollierung-Software wird hier eingesetzt werden müssen.
Wie das bei innovativen Marketing Anwendungen geschehen soll, wissen wir bis Mai 2018 wohl kaum im Detail.

2. Meldepflicht und Compliance: Fast alle Pannenlecks müssen gemeldet werden

In der Praxis war bis heute die Regel, dass Pannenlecks im Bereich Marketing nicht gemeldet werden mussten. Grund war, dass diese Daten gewöhnlich nicht verarbeitet wurden wie z.B. bei Banken.
Ab 2018, egal welche Kategorie von Daten wir nutzen (z.b. für das Direct Marketing), die Panne muss bei der zuständigen Datenschutzbehörde gemeldet werden !

3. Auslegung der Regelung: Zentralisierter und langsamer

Datenschutzrechtliche Fragen werden in Zukunft nicht mehr definitiv von der Landesdatenschutzbehörde behandelt.
Mit Inkrafttreten der Verordnung im Jahre 2018 wird zu solchen Fragen zukünftig nur in Brüssel abschliessend Stellung genommen.
Dieses internationale Gremium, d.h. der Europäische Datenschutzausschuss oder kurz EDSA soll dann ab 25. Mai 2018 zu Fragen eines Datenschutzbeauftragten – welche heute direkt an die Landesdatenschutzbehörde gestellt werden – abschliessend behandeln und Stellung nehmen.
Das dies mehr Zeit braucht und die Dinge komplizierter und bürokratischer machen könnte als diese heute der Fall ist, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten.
PS. Kritik gibt es auch daran, dass die Bundesbeauftragte für den Datenschutz alleinige Vertreterin für alle deutschen Datenschutzbehörden im Europäischen Datenschutzausschuss (EDSA sein soll.[/su_box]

4. Ändert sich auch die nationale Gesetzgebung in der Schweiz?

Der Schweizer Bundesrat hat der Übernahme der neuen EU-Richtlinie bereits am 31. August 2016 zugestimmt und das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) beauftragt, die zur Umsetzung der Richtlinie erforderlichen Änderungen in die Totalrevision des DSG (aus 1993) aufzunehmen.
Der Vorschlag für das revidierte schweizerische Datenschutzgesetz (DSG) wurde Ende 2016 präsentiert. Das „Motto“ ist auch hier mehr Transparenz und stärkere Kontrolle über die eigenen Daten.
Der aktuelle Entwurf ist insbesondere darauf ausgerichtet, die schweizerische Gesetzgebung der Verordnung (EU) 2016/679 anzunähern. Die Totalrevision des DSG wird folglich auch eine umfassende Revision bestimmter Bundesgesetze zur Folge haben.
Die Datenschutzgrundverordnung (EU-DS-GVO)  wie auch die e-Privacy Regulierung werden im Mai 2018  in Kraft treten. Diese ist nach Einschätzung der economiesuisse ein „Musterbeispiel für eine praxisferne und unausgegorene Regulierung“.
Die schweizerische Lobbyisten Organisation für Grossunternehmen sind der Meinung, das neue Gesetz bringe Rechtsunsicherheit und einen erheblichen administrativen Mehraufwand. Frage ist natürlich,  in wie weit der Schutz der Privatsphäre überhaupt gestärkt wird.
Zur Zeit ist noch nicht genau ersichtlich, inwiefern der schweizerische Gesetzgeber einen praktikablen Zwischenweg finden wird.
Lesenswert: Keller, Claudia & Tschudin, Miachael (2017-04). Datenschutzrecht – Wo geht es hin? CH-D Wirtschaft 1/2017. Aufgerufen 2017-05-12 auf

4. Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: 2018 EU Datenschutz: Marketing
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Wie managen Sie Datenschutz im Marketing?
  • Wie haben Sie sich auf die neue Verordnung vorbereitet?
  • Welche Checklisten und Tools nutzen Sie bei dieser Arbeit?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werde.

Lesenswert

Vertrauen erhalten braucht viel Arbeit über längere Zeit, verlieren kann man es in Minuten | Urheber: anyaberkut |auf Fotolia #74048678

2017-07 Update: Bademode und Unterwäsche: Was bringen Influencer?
Sponsored Blogeintrag: Dies ist ein von DrKPI gesponserter Blogeintrag
Siehe Update 2016-09-26 ganz unten wie auch 2017-03-18 und die Kommentare.

In Kürze: Haftung & Vertrauensverlust: Sponsor Deals müssen wir offenlegen.
Aber wie erfüllen wir das Gesetz nach Geist und Buchstaben (letter and spirit of the law) und stellen sicher, dass es trotzdem noch authentisch rüber kommt?
Tipps und Tricks aus der Praxis von DrKPI.

Vor kurzem schieben wir über die Compliance Probleme beim Digital Marketing und Influencer Marketing von Unternehmen wie z.B. Buzzfeed, Henkel, Dyson, usw.
Nun bekam ich vor kurzem die folgenden Informationen was man als Blogger tun sollte:

Unsere Kooperationen werden ausnahmslos und immer zu Beginn eines Posts als Werbung gekennzeichnet. Die Begriffe „Werbung“, „Anzeige“ oder „Reklame“ sind rechtlich sichere Varianten.

Was heisst nun Kooperation. Das Geld die Hand gewechselt hat oder vielleicht ein Produkt zur Verfügung gestellt wurde?  Ist das Werbung?
Kann ich da wegen unlauterem Wettbewerb verklagt werden?
Die im obigen Statement aufgezeigte Problematik haben wir versucht unten ein wenig genauer zu analysieren.

Unlauterer Wettbewerb

Nach Gesetz ist Kooperationen sicherlich nicht das gleiche wie Werbung. Die Problematik basiert auf dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) § 4 Nr. 3. Dies definiert, dass Schleichwerbung unzulässig ist. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (letztmals in DE revidiert Feb. 2016) macht uns dann auf Dinge aufmerksam wie z.B. das Pendant in der Schweiz UWG, Art. 1.
Das bedeutet z.B., dass der Preis gut sichtbar und deutlich lesbar direkt auf dem Button (Buy) zur Annahme des jeweiligen Angebots bekannt gegeben werden. Indirekt kann dies auch in der Nähe gemacht werden.
Aber wo sind da die Stolpersteine für Blogger?  Wir erklären dies unten genauer. Nur soviel, ein Text wie dieser ist sicherlich zu ungenau:

In freundlicher Kooperation mit Müller BV.

Was heisst dies: Hat der Blogger Geld bekommen? Ein Testprodukt? Sonstige Goodies (siehe weiter unten).

Beispiel für den unlauteren Wettbewerb

Werbetext in der Form eines Artikels (redaktionelle Anzeige oder auch Advertorial genannt) muss als solches gekennzeichnet werden. Normalerweise ist der Text in einer Werbung oder Anzeige vom Unternehmen oder dessen Werbetexter geschrieben.
In einem Advertorial oder redaktionellen Anzeige wie im Beispiel von Buzzfeed in England wurde der Text teilweise von Buzzfeed Autoren verfasst. Doch es war eine Werbung für das Produkt. Deshalb hat die Advertising Standards Authority (eine Selbstregulierungsbehörde der Werbebranche) Buzzfeed bestraft. Grund war, die Werbung war nicht ganz klar als solche gekennzeichnet.

Ist ein Sponsored Post Werbung?

Die Rechtssprechung hat weder in den USA, UK, AT, DE noch der Schweiz Klarheit geschaffen was ein „Sponsored Post“ ist. Deshalb ist Vorsicht geboten.
Wir alle kennen diese Problematik auch aus Tageszeitungen. Neulich stellte ich nach Nachforschungen fest, dass die Journalistin vorgefertigte Textbausteine aus einer Pressemitteilung in einen redaktionellen Beitrag eingebaut hatte.
Natürlich war dieser Beitrag weder als „Werbung“ noch als „Anzeige“ gekennzeichnet. Mir als zahlendem Leser wurde das Ganze als redaktioneller Inhalt verkauft.
Gleiches gilt für Blogger auch wenn einige wenige Rechtsanwälte dies nicht so sehen.
Ein Zitat, als solches gekennzeichnet in Blogeintrag, aus der Pressemitteilung des Unternehmens macht einen Blogeintrag rechtlich noch nicht zur Werbung.
Wie unten aufgeführt, entscheidend ist, wieviel der wirklich redaktionelle Teil im Blogeintrag darstellt.

1. Geld bekommen: Warum ist das keine Werbung?

Ich habe von einem Hersteller Geld bekommen um einen Blogeintrag zu schreiben. Dafür teste ich dessen Produkt welches ich kostenlos zugestellt bekam.
Wenn ich den Beitrag selber schreibe, d.h. meine eigenen Worte nutze liegt keine Werbung vor. Aber ein Sponsored Post.
Anders ausgedrückt, es gibt meines Wissens in keinem der 3 Länder in der D-A-CH Region ein Gesetz oder mir bekanntes Rechtsurteil  welches mich auffordert das Wort Werbung oben am Beitrag anzustellen.
Verwende ich im Text ein Zitat das ich während der Pressekonferenz bekommen habe oder in der Pressemitteilung aufgeführt wurde, ist mein Blogeintrag immer noch keine Werbung.
Unten schreibe ich dann meine Offenlegung auch Disclaimer genannt. Darin gebe ich an, dass dies ein gesponserter Post ist. Ich habe für diesen Post ein Beispiel unten aufgeführt.
Fazit:  Wenn ich Geld und Tstprodukt bekommen habe muss ich dies in der Offenlegung angeben. Ebenfalls muss ich den Post oben als Sponsored Post bezeichnen.

2. Produkt kostenlos erhalt: Ist dies nun Werbung?

Wenn ich ein Produkt zu Testzwecken erhalten habe, muss ich natürlich unten im Blogeintrag dies erwähnen.
Das Beispiel für den Text für die Offenlegung / Disclaimer, welches auch zu Deinem speziellen Fall passt findest du hier in diesem früheren Blogeintrag in der Tabelle 2, garantiert.
Ich kann über meine ASICS Laufschuhe schreiben. Wenn ich diese nicht als Testprodukt bekam, sondern selber gekauft habe, dann würde ich das ebenfalls im Blog angeben.  Solche Produkte-Evaluationen mögen Leser besonders, da diese wirklich als authentisch rüber kommen..
Fazit:  Produkt kostenlos erhalten, in der Offenlegung erwähnt: Keine Werbung, du kannst es als Sponsored Post markieren, gibt kein Urteil der uns sagt du musst.

Ist eine Hotel oder Flug Bewertung ein Advertorial, sponsored Post oder was...? | Urheber: Daniel Ernst |auf Fotolia #50499836

Ist eine Hotel oder Flug Bewertung ein Advertorial, sponsored Post oder was…? | Urheber: Daniel Ernst |auf Fotolia #50499836

3. Andere Zuwendungen – Neudeutsch Goodies: Jetzt ist das aber Werbung?

Ein Unternehmen kann dem Blogger auch Naturalien zukommen lassen wie z.B. Wein. In einem anderen Falle bezahlt der Sponsor die Hotelrechnung und meine Anreise an eine Messe.
Dies muss dann im Blogeintrag erwähnt werden. Das heisst neben „Sponsored Post“ ganz oben muss es noch eine Offenlegung unten am Text haben welche darauf hinweist (siehe Beispiele). Diese habe ich auch hier unten erwähnt.
Fazit:  Spesen bekommen oder anderweitige Dinge welche mir einen Vorteil verschaffen. Deklarieren lohnt sich. Keine Werbung.

3.1 Wer ist der Autor beim Sponsored Post?

Bei einem Sponsored Post wird unten oder oben der Blogger als Autor aufgeführt.
Dies ist ein „sponsored Post“ (siehe Markierung ganz oben) und dies ist auch in der Offenlegung (kleingedrucktes ganz unten) aufgeführt.

3.2 Wer ist der Autor bei Werbung

Wenn der Text von der Agentur oder dem Unternehmen geschrieben ist, muss neben dem Wort Werbung ganz oben auch die Agentur/Firma als Autor aufgeführt sein.

Wann ist ein Link ein sponsored oder affiliate Link?

Meines erachtens ist die Unterscheidung zwischen Sponsored Post und Werbung relativ einfach, wenn wir vorsichtig sind und alles klar deklarieren. Es geht hier um Transparenz, d.h. der Kunde darf nicht in die Irre geführt werden. Auch dürfen wir keine falschen Tatsachen vorspiegeln, usw.

Aber was tun mit den Links in einem Sponsored Post?

Verweist mein Link auf ein Forschungspapier an der Universität Potsdam, ist dies sicherlich kein bezahlter Link.
Deshalb ist ein solcher Satz wie der folgende für ein Blogger mehr verwirrend als hilfreich.

2. Wir kennzeichnen zusätzlich alle Werbe-Links innerhalb eines Beitrags (Grundlage: Beschluss v. 23.2.2011, Az. 6 W 111/10, BeckRS 2011, 06931).

Das obige Gerichtsurteil hat eigentlich mit Werbe-Links überhaupt nichts zu tun. Wichtig war hier für das Gericht, das ein Mouseover Hinweis (z.B. dies führt auf eine e-Commerce Seite) keine ausreichende Aufklärung für den Konsumenten sei. Er würde dies sowieso nicht beachten oder sehen. Das reichte dem Gericht um es als unzureichend einzustufen.
Trotzdem gibt es einen Rechtsfall in Deutschland, der in Sachen Links die Dinge klärt:

2. Die Website, auf die von der Beklagten verlinkt wurde, enthält keinen redaktionellen Beitrag sondern Werbung.  LG München I, Urteil v. 31.07.2015 – 4 HK O 21172/14

Das entscheidende bei einem Link ist nicht unbedingt in welcher Art von Beitrag ich diesen Link vorfinde, z.B.  Advertorial oder eine Werbeanzeige.

Entscheidend ist wohin der Link den Leser führt.

Hätte im obigen Falle der Link auf die Stiftung Warentest verlinkt, mit einer Rangliste der Haarprodukte die getestet wurden, dann hätte die Klage keinen Erfolg gehabt.
Das heisst niemand hätte angenommen, dass dies ein Werbe-Link, bezahlter Link oder affiliate Link sei für das getestete Produkt. Wir wissen ja, dass Test-Resultate von der Stiftung Warentest fair und glaubwürdig sind.
Die unten aufgeführten Regeln sind jedoch sehr wichtig und bedürfen noch einer Erklärung:

– Hinter den von DrKPI bezahlten Link wird in Klammern das Wort (Werbung) gesetzt – NoFollow zwingend
– Verwendete Affiliate Links müssen gesondert gekennzeichnet werden (Affiliate-Link) – NoFollow zwingend

Zum Beispiel kann der Link einen Verweis auf den Webshop inklusive einem Code mit welchem ich einen Discount als Leser bekomme enthalten. Vielleicht bekommt dann der Blogger auch eine Kommission für die verkaufte Ware. In beiden diesen Beispielen ist dies dann ein sogenannter Affiliate Link.  Dieser Link muss dann als Werbe-Link gekennzeichnet sein.
Wie LG München I, Urteil v. 31.07.2015 – 4 HK O 21172/14 klar aufzeigt, ein Mouseover Text genügt dem Gericht nicht. Das es ein Affiliate Link ist muss im Text markiert sein.
Ob wir diesem Link ein no-follow geben, wie oben verlangt, hat weder mit unseren Gesetzen noch der Rechtssprechung in der D-A-CH Region was zu tun.
Das no-follow liebt Google. Warum das Google gerne hätte, erklären wir Dir in Tabelle 1 hier.
Fazit: Wenn ich einen Link aus meinem Blogeintrag schalte, ist entscheidend laut Gesetz und Rechtssprechung wohin dieser führt.
Führt der URL oder Link zu mehr Informationen zum Thema auf einer Webseite – d.h. gibt dem Leser Mehrwert – geht dies in Ordnung. Führt er auf die Seite wo das Produkt verkauft wird (auch wenn ich für den Link kein Geld erhielt aber z.B. für den Blogeintrag), muss der Link als Affiliate Link gekennzeichnet sein.
Wer sind die besten Bloggers – Beispiel Rechtsanwälte in der D-A-CH Region.

Die besten Jura Blogs - Rechtsanwälte als Schreiberlinge - DrKPI #BuzzRank in der D-A-CH Region.

Die besten Jura Blogs – Rechtsanwälte als Schreiberlinge – DrKPI #BuzzRank in der D-A-CH Region.

Was ist Ihre Meinung? Mitdiskutieren!

Am Ende geht es um Vertrauen und Authentizität. Dies wollen wir mit unseren Lesern nicht verlieren.
Auch gilt es darauf zu achten, dass wir nicht mit 2 konkurrierenden Marken in Verbindung gebracht werden. Das hilft nicht mit unseren Sponsoren.
Was denkt Ihr?

–  Wie bewerkstelligen Sie als Unternehmen diese rechtliche Gratwanderung mit Bloggern?

–  Haben Sie ein Beispiel wo dies Compliance / Offenbarungs-Deklaration gut gehandhabt wurde?

–   Was raten Sie einer Bloggerin wie die rechtlichen Hürden am Besten umschifft werden können?

Dieser Blogeintrag setzt die Resultate des DrKPI BlogRank der besten LifeStyle Blogger in Austria, Deutschland und der Schweiz in den Kontext der Compliance in Sachen Werbung, Advertorials und Sponsorship.

Gut zu wissen

Best Practice und e-Commerce
Ausführungen zu unlauterem Wettbewerb – gilt für D-A-CH Region
Wenn ein Disclaimer kein Sinn macht – zwecks Links auf die wir verlinken
es gibt leider noch kein Gerichtsurteil zum Thema
2 Anwälte beantworten die Fragen – es ist nicht 100% klar was man tun soll
Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich des Inhalts in diesem Beitrag (oder dieses Beitrags) und dessen Publikation.
Juristischen Hinweise in diesem Blogeintrag sind allgemeiner Art und stellen keine Rechtsberatung dar.
Die notwendige Zeit für das Schreiben dieses Eintrages wurde von DrKPI bezahlt.
 

Zu Guter Letzt

Nicht hilfreich ist es, wenn Quellen nicht richtig interpretiert, sprich – das Original nicht genau studiert wird.
Im Urteil vom Lt. Landgericht München I (Urteil vom 31. Juli 2015, Az. 4 HK O 21172/14) ist weder die Rede von Sponsored noch Irreführung in Sachen Sponsored die Rede.
Der Text unten ist ein Zitat von einem Blogeintrag von Anja welche den interessanten Castlemaker Blog schreibt. Leider kann laut Münchner Urteil ein solcher Schluss – den anscheinend e-Recht24 gezogen haben soll (Infos wo sie dies taten kann ich nicht finden) aus dem Schuldspruch nicht gezogen werden:

So reicht es z.B. nicht aus, einen “sponsored”-Hinweis anzubringen – weder in der Überschrift noch irgendwo im Text. Lt. Landgericht München I (Urteil vom 31. Juli 2015, Az. 4 HK O 21172/14) sei der Hinweis “sponsored” irreführend und nicht eindeutig, weil es ein englischer Begriff sei.  Außerdem sei der Hinweis nicht unbedingt so zu verstehen, dass es sich um eine Anzeige handelt. Der normale Leser könne dies evtl. nicht verstehen und somit in die irre geleitet werden. (Quelle: e-Recht24)

Machen wir es richtig, doch bleiben wir dabei pragmatisch.
Wenn wir unseren Text selber schreiben, ist dies laut Rechtssprechung noch keine Werbung. Doch eine Offenlegung wenn wir Geld erhielten, Spesen bezahlt wurden, ein Muster erhielten versteht sich von selbst. Das Vertrauen unseres Lesers verlangt dies. Ende der Durchsage.
Das wir dabei authentisch bleiben und unsere Leser nicht vergraulen wollen, dies versteht sich von selbst.
Übrigens, diese Problematik haben auch Blogger die schon fast „ewig im Geschäft“ sind. Sowas wie unten ist ein pragmatischer Ansatz, der aber auch zeigt, dass es in verschiedenen Gebieten wie bei Travelblogs anders läuft

Hinweis: Unser Besuch in Vorarlberg fand im Rahmen einer Bloggerreise auf Einladung von Österreich Tourismus, Lech Zürs Tourismus und Klostertal Tourismus statt. Wie immer gibt es hier ausschliesslich meine persönlichen Eindrücke und Meinungen.

Die Offenlegung oben ist klar. Nur ich habe es leider erst gemerkt wo mich jemand am Telefon darauf aufmerksam gemacht hat.
Der Blogger hat eine Reise angetreten für welche er oder sie eine Übernachtung bekam, vielleicht auch Spesen. Davon sind dem Blogger aber keine Vorteile zugeflossen. Will heissen, übernachten muss man irgendwo und Essen ebenso. Klar ist hier, dass dies kein Sponsored Post ist.
Der Post ist vergleichbar mit einem Style Post der eine neue Tasche vorstellt. Doch im Gegensatz zum letzteren, hat eine Reiseblogger oder Fotograf nur seine Eindrücke nach der Reise. Ein zusätzlicher Nutzen wie bei einer Tasche oder einem paar Schuhe gibt es nicht.
[su_box title=“Tabelle 1: Update 2016-09-26: Pragmatischer und rechtlich korrekter Ansatz für die Bloggerin“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]
Nach den Diskussionen (siehe unten) wie auch solchen via eMail und Telefon schlage ich die folgende Variante vor:
Unter dem Titel klar gekennzeichnet:
Werbung: Dieser Artikel ist gesponsered.
Unten im Beitrag würde ich dann noch ein Offenbarungstext hinzu fügen wie z.B.:
Notiz: Der Autor hat für diesen Beitrag ein Honorar erhalten sowie ein Testprodukt. Der redaktionelle Text wurde in Eigenregie erstellt und wiedergibt meine Meinung. Sie wurde in keiner Weise vom Sponsor beeinflusst.
Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation.

Wenn das Testprodukt zurückging an den Hersteller, unbedingt oben angeben.
Petra Drissen’s Frage nach Gesetzen. Meine Antwort mit dem Gesetzestext hier.
[/su_box]

2017-03-17 Zusatz – 3 Dinge inkl. Affiliate Links

[su_box title=“Offenlegung – à la Google“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]

1. Impressum / Kontakt: D-A-CH Region
Z.B. im UWG (Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) geht es insbesondere um Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe s der sagt:
„Unlauter handelt insbesondere, wer:….
s.10 Waren, Werke oder Leistungen im elektronischen Geschäftsverkehr anbietet und es dabei unterlässt:
1. klare und vollständige Angaben über seine Identität und seine Kontaktadresse einschliesslich derjenigen der elektronischen Post zu machen,…“
Wenn der Blog irgendwie kommerziell genutzt wird (z.B. wir erhalten Produkte und veröffentlichen Tests), ist ein Impressum zwingend. Dieses empfiehlt sich aber auch sonst.
Das Wort Impressum kann aber, z.B. in der Schweiz durch das Wort Kontakt ersetzt werden.

2. Produkt/Beauty Box zum Test erhalten

Erhält ein Blogger ein Produkt wie eine Tasche oder Make-up kostenlos, in der Hoffnung, dass er dieses testet, muss dies unten im Blogeintrag angegeben werden (für Beispiele – siehe Tabelle)

3. Affiliate Links wie ein Amazon-Partner Link

Wer Affiliate Links mit denen man Provisionen bekommt schaltet, der handelt gewerblich. Das heisst ein Impressum ist Pflicht.
Ebenfalls sollten diese Links gekennzeichnet. Ein Beispiel ist ein Sternchen * Unter dem Beitrag sollte dann sowas stehen wie:

  • * = gesponsorter Link“

[/su_box]

Teenagers gucken sich was an auf dem Smartphone - mobiles Internet | Urheber: ViewApart |auf Fotolia #76987797

In Kürze: Tipps für WhatsApp, Instagram, Facebook, usw. inklusive kostenlose TOOLS für das Handy.
Hilfe zur besseren Konzentration in der Schule, minimierte Risiken in Sachen Mobbing und Bullying, sowie ein verbesserter Datenschutz. 

Diesen Freitag habe ich die Möglichkeit, mich mit 11 bis ca 13 Jahre alten Schülern und Schülerinnen über Sicherheit, Datenschutz, Nutzung usw. in Sachen mobiles Internet auszutauschen.  Ich habe mir für diesen Tag viele Gedanken gemacht. Dabei fand ich auch Jugendmedienschutz: Empfehlungen der Carl-Schurz-Schule an Eltern wo es heisst:

Sammeln Sie Handys und mobile Spielkonsolen abends ein! In einer 5. Klasse laufen in deren WhatsApp- Gruppe an Wochentagen zwischen 22 und 6 Uhr bis zu 500 Nachrichten auf. Handys und Spielkonsolen über Nacht im Kinderzimmer führen unweigerlich zu Schlafmangel (platzieren Sie also auch keinen internetfähigen Computer im Kinderzimmer).

Das Telefon oder die Spielkonsole wegnehmen, ist oft nicht unbedingt praktikabel oder man vergisst es!
Auch scheint mir dies nicht notwendig.  Langfristig hilfreicher ist es, wenn wir unseren Kindern helfen, ihr Verhalten mit diesen Geräten zu optimieren. Nur ein solches Vorgehen hilft, ihnen die Technologie in den Griff zu bekommen, d.h.

nicht die Technologie kontrolliert den Schüler sondern die Schülerin kontrolliert die Technologie (d.h wann nutze ich diese, wie lange, wozu, usw. siehe Gattiker, 2001).

Dieser Beitrag ist ein Ratgeber für Schüler und Schülerinnen und hilft diesen die Handynutzung zu verbessern. Mit der Umsetzung der Tipps hier verringern sie das Risiko für Belästigungen, verbessern den Schutz der eigenen Daten und vermeiden Schlafstörungen (siehe auch  CH Studie).
Dieser Beitrag ist wie folgt strukturiert (eine Überschrift unten anklicken um diesen Teil zu lesen oder einfach weiter scrollen):

1. Gesundheit – Tipps & Tools
2. Datenschutz und Sicherheit – Tipps & Tools
3. Zeit Management- Tipps
4. Belästigungen minimieren: Checkliste & Einstellungen Handy
5. Mitdiskutieren – Slides runterladen
6. Cyberbullying vermeiden
7. Österreich stimmt uns nachdenklich

1.  Gesundheit hat einen Preis

Handynutzung beeinflusst unseren Schlaf, Konzentration, usw. (siehe detaillierte Daten einer Studie über Handynutzung).
Die Studiendaten zeigen, dass es sich für Schüler und Teenies lohnt, die folgenden 6 Punkte zu berücksichtigen.
[su_box title=“6 Punkte um die stetige Strahlenbelastung vom Handy zu minimieren“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]
Handystrahlen sind ungesund, deshalb sollten wir die folgenden Dinge tun:
1.  Mobile Internetnutzung einschränken: Es empfiehlt sich zu Hause immer das WLAN (drahtloses Netzwerk) zu nutzen.
2.  Handy am rechten Ohr halten:  Laut Forschung schwächt ein langes Telefongespräch auf dem linken Ohr unser verbales Gedächtnis für einige Zeit. Das heisst, am nächsten Morgen können wir uns bei der Prüfung weniger gut an die französischen oder englischen Vokabeln erinnern, welche wir gestern Abend so mühsam gelernt haben.
3.  Nachts das Handy  komplett ausschalten:  Ein eingeschaltetes Mobiltelefon stört unseren Tiefschlaf: Beispielsweise wenn es vibriert, tönt wenn eine SMS oder Snapchat-Mitteilung angekommen ist. Das Resultat ist, dass wir am Morgen früh weniger gut ausgeruht sind oder sogar Kopfschmerzen haben. Deshalb: Handy komplett ausschalten.
4.  Strahlung: Handy nicht ganz nahe am Körper tragen (z.B. Hosentasche oder am Gürtel angemacht). Zu Hause gut einen Meter weg auf dem Tisch oder der Kommode platzieren.
5.  Lange Telefongespräche vermeiden:  Wir rufen die Schulfreundin deshalb vom Festnetz auf ihr Festnetz an. Ansonsten nutzen wir den Computer und rufen mit Hilfe von Facetime, Google Hangout, Skype, usw. an.
6. Schlechte Verbindungen abbrechen: Die Strahlung ist bei schlechten Verbindungen höher. Entweder nochmals anrufen oder noch besser, Gespräch ganz kurz halten.
[/su_box]
Für unseren besten Schlaf und Höchstleistungen in der Schule gehen wir wie folgt vor:

Ab 20:00  Uhr ist das Handy/PC/IPad, etc. komplett ausgeschaltet.

Warum? Für den besseren Schlaf sollten wir 45 Minuten vor dem ins Betten Gehen das Handy nicht mehr nutzen. Ansonsten kann dies zu Schlafstörungen führen. Diese wiederum reduzieren dann am nächsten Tage unsere Konzentrationsfähigkeit in der Schule.
Aber was tun wenn wir Abends noch Hausaufgaben am PC oder Mac machen? Dann müssen wir das blaue Licht welches der Monitor oder Handy Bildschirm ausstrahlt minimieren. Das sogenannte blaue Licht, welches der Monitor ausstrahlt, ist dafür verantwortlich, dass wir länger wach bleiben.
Dies können wir mit Hilfe einer Software tun. Diese filtert Abends das blaue Licht aus und passt die sogenannte „Farbentemperatur“ auf unserem Monitor an.

Resultat: Die installierte Software hilft Dir schneller einschlafen zu können. Trotzdem, 45 Minuten vor deiner Bettzeit ist Schluss!

f.lux Software – am Abend blaues Licht vom Monitor verringern = besseren Schlaf.
Kostenlos für Android Mac und PC …. etwas schwierige Installation für iOS

Übrigens, bevor wir abends im Bett das Licht löschen, empfiehlt es sich ca. 10 – 20 Minuten was auf Papier zu lesen (nein nicht auf dem Handy!). Dies hilft beim Einschlafen garantiert !
Oftmals müssen wir den Batterie-Sparmodus auf dem Handy ausmachen, damit der Google Play Store richtig funktioniert – so wird es gemacht wie hier angezeigt von #DrKPI

2. Datenschutz kostet

WhatsApp kostet nichts, weil Facebook (die Besitzerin) Daten über unser Nutzungsverhalten sammelt (mit wem chattest du, wie oft, wann, schickst du Fotos, usw.)
Mit der Akzeptierung der Nutzungsbedingungen haben wir dieser Datensammlung zugestimmt.
Diese Informationen werden  auf YouTube, Facebook, usw. genutzt, um uns Werbung zu zeigen, die uns vielleicht interessieren dürfte.
Swisscom, Deutsche Telekom, A-1 oder z.B. Sunrise wissen genau, wo wir um welche Zeit mit dem Handy gewesen sind (z.B. Schulweg, Fussballplatz, Migros beim Einkaufen).
Auch das GPS nur dann auf dem Smartphone einschalten, wenn wir es wirklich brauchen.
Wir können die Flut der Informationen, welche wir diesen Plattformen mit ihren Apps übermitteln teilweise einschränken wie z.B.:

  • Plattform nicht nutzen oder nur 1 für Chats,
  • Handy ausschalten – warum nicht, und
  • Facebook gewisse Dinge nicht erlauben (z.B. Fotos mit uns als Person dürfen nicht mit unserem Namen getagt werden).
Wichtig ist, dass wir immer zuerst überlegen, bevor wir etwas tun wie z.B.: Wenn ich das tue, wie findet das Oma, Grossvater, Mutter, Vater, Lehrerin, Kollegen, Arbeitgeber ….

Ein unvorteilhaftes Foto auf Facebook oder Instagram kann uns in der Zukunft schaden.  Beispielsweise, was antworten wir beim Interview für einen Ausbildungsplatz / Lehrstelle, wenn uns der mögliche Arbeitgeber fragt:

Was hast du dir dabei gedacht, als du diesen Schnappschuss aufs Netz hochgeladen hast?

Tool für User: Hilft Dir Deine Privatsphäre besser zu schützen

Wenn du Deine Privatsphäre schützen oder den Datenschutz verstärken willst, gibt es seit ein paar Monaten die kostenlose App Privacy Fix .
Installation auf http://privacyfix.com/start/install
2016-05-20 — Leider wurde Privacy Fix von AVG vom Netz genommen, es kann deshalb nicht mehr runter geladen werden.

3. Zeit Management

Online Games spielen ist toll. Doch all dies braucht viel Zeit.
Somit müssen wir den Zeitverbrauch einteilen. Ansonsten kommen die Eltern nach Hause und der Geschirrspüler ist immer noch nicht ausgeräumt. Und dies obwohl uns die Eltern dieses kleine Amt heute Morgen zugeteilt haben.
Oder noch schlimmer, die Hausaufgaben habe ich heute nach der Schule nicht gemacht…  Doch all dies können wir vermeiden, wenn wir die folgenden 4 Tipps befolgen.
[su_box title=“4 Punkte die uns helfen das Handy effektiver zu nutzen UND Ärger zu vermeiden“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]
Zeit sparen und Sicherheit verbessern
1. Weniger ist besser: Nur 1 oder 2 WhatsApp, Snapchat Gruppen beitreten (d.h. jede Gruppe hat gut 200 WhatsApp Mitteilungen am Tag – lenkt ab, braucht Zeit).
2. Fragen nicht über WhatsApp oder SMS: Fragen stellen und über diese Technologie beantworten – z.B. über Schulaufgaben – sind immer zeitaufwendig.  Direkt anrufen und Frage stellen. Das geht fast immer schneller.
3. Konzentration auf das Wichtigste: In der Kirche, Schule, beim Frühstück oder Nachtessen das Telefon ausschalten oder aber auf lautlos (nicht auf vibrieren) einstellen.
Legt das Handy weg vom Tisch auf das Pult oder die Kommode. Das erlaubt uns, uns besser zu konzentrieren oder mit den Anderen am Tisch zu reden.  Lassen wir uns nicht ablenken.
4.Zeitlimiten setzen: Beschränken wir das Gamen auf die gleiche Anzahl Minuten welche wir uns täglich sportlich betätigen. Das heisst, 1  Std. Sport gemacht, jetzt Gamen wir eine Stunde.
Aus Eigeninteresse, beschränke das Gamen auf 2 Std. am Tag. Rede lieber mit Freundinnen oder sei draussen.
[/su_box]

4.  Belästigungen vermindern

Auch als Ausbildner, Lehrer, Schulpsychologe müssen wir uns Gedanken machen, was wir auf Facebook oder Instagram posten.
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.
[su_custom_gallery source=“media: 5330″ limit=“7″ link=“image“ target=“blank“ class=“alignleft“ width=“780px“ margin=“2px“ height=“435px“ Title=“Instagram: Schnappschüsse von sich selber mit viel Haut sind nicht empfehlenswert“ alt=“Instagram: Schnappschüsse von sich selber mit viel Haut sind nicht empfehlenswert“]
Fotos (siehe oben) welche zu viel Haut zeigen sind auch für Erwachsene Ausbildner oder Lehrmeister nicht empfehlenswert.
Für Kinder und junge Erwachsene sind solche ein Tabu.
[su_custom_gallery source=“media: 5332″ limit=“7″ link=“image“ target=“blank“ class=“alignleft“ width=“780px“ margin=“2px“ height=“622px“ Title=“ Linus hat seit er 11 ist ein Konto auf Instagram – zeigt aber keine Schnappschüsse von sich selber“ alt=“Linus hat seit er 11 ist ein Konto auf Instagram – zeigt aber keine Schnappschüsse von sich selber“]
Das obige Instagram Konto eines 12 jährigen Buben zeigt nur Fussballschuhe. Er postet die für ihn besten Modelle. Keine persönlichen Fotos.
Ebenfalls hat er sich entschieden, je nach Inhalt eine anderes Konto auf Instagram zu nutzen. Doch gibt er nie seinen persönlichen Namen an.
Übrigens, du kannst ganz einfach auf dem Handy von einem auf das andere Instagram Konto wechseln.
Was wir berücksichtigen müssen, um mögliche Belästigungen zu minimieren, zeigt die folgende Checkliste.
[su_box title=“Bullying, Belästigungen: 6 Tipps wie wir dieses Risiko minimieren können“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]

1. Alle Inhalte, welche wir aufs Netz posten (z.B. Instagram), sind für LANGE Zeit einsehbar.

Ein dummes Foto, mit welchem dein Freund blossgestellt wird, sollten wir nicht hochladen oder mit dem Handy mit Freunden teilen.
Diese Foto könnte dem Freund/Freundin sogar Probleme bei der Suche nach einer Lehrstelle verursachen, wenn es z.B. der mögliche Arbeitgeber sieht.
Tipp: Am besten nur Fotos welche auch in einer Zeitung erscheinen könnten, keine Personen, nur Spielzeug, Landschaften, Zug, Flugzeug, Puppe, etc.

2. Tief durchatmen: Abklären ob Personen in Foto / Video einverstanden sind, dass dieses publiziert werden.

Haben wir einen Freund entdeckt, wie er was Blödes tut? Ist es wirklich schlau ein Foto zu machen, welches ihn in dieser misslichen Lage zeigt? Noch schlimmer, sollen wir dies dann über Facebook, Instagram Snapchat oder Lime teilen?
Tipp: Niemals eine Bekannte oder einen Bekannten in einer peinlichen Situation fotografieren. Alles was auf Facebook hochgeladen wird ist, öffentlich egal wie Eure Einstellungen sind (siehe Gerichtsurteile).
Ohne ausdrückliche Zustimmung der in der Foto aufgeführten Kinder / Erwachsenen, dürfen wir eine Foto, in dem sie zu sehen sind weder auf Facebook posten, noch über WhatsApp versenden.  
Für Kinder – da minderjährig – heisst dies, wir brauchen die Einwilligung der Eltern, ob wir ein Foto posten dürfen. Klar, das ist mühsam oder ätzend, aber Gesetz ist Gesetz!

3. Bevor wir etwas posten, die Sache überschlafen

Es lohnt sich fast nie von der Tanzfläche oder der Familienparty eine Foto sofort ins Netz zu stellen. Schaut Euch die Fotos morgen nochmals in aller Ruhe und ausgeschlafen an. Vielleicht will eine Person in der Foto gar nicht, dass die Foto ins Netz gestellt wird.
Tipp:  Grundsätzlich gehören Partyfotos nicht auf das Netz. Jemand kann diese dann kopieren und für andere Dinge nutzen. Das kann sehr grosse Probleme verursachen wie z.B. Belästigungen der Person über Chat, eMail, SMS, usw.

4. Positive Einträge kommen bei Lesern gut an.

Schreibt keine negativen Sachen im Netz. Obszönitäten, Fluchwörter, usw. sind bei vielen Nutzern verpönt. Cool ist wer Positives schreibt (siehe Forschung).
Tipp:  Alles, was wir auf Instagram, WhatsApp oder Facebook posten, kann vor Gericht gegen uns verwendet werden (siehe z.B. FR, CH und DE Gerichtsurteile).

5. Der Test: Grossmutter, Freund/Freundin, Lehrer/In, Tante/Onkel, Freunde

Würde dein Vater oder die Grossmutter es als cool finden, wenn du diese Foto publizierst, in welcher Dein Freund auf der Toilette sitzt oder in der Nase bohrt?
Tipp:  Immer überlegen was die Freunde oder die Familie denken, wenn sie erfahren, dass Du dieses Foto hochgeladen hast oder der Autor dieses Beitrages bist. Wenn diese die Nasen rümpfen könnten, Finger weg…. es gibt sonst Ärger.

6. Wenn immer möglich – Handy aus

Spätestens 45 Minuten bevor wir ins Bett gehen wird unser Handy, PC und Game Console ausgeschaltet, d.h. runtergefahren und weg vom Netz.
Tipp: Ausmachen der Geräte. Danach diese über Nacht mindestens 3 Meter vom Bett weg entfernt deponieren. Morgens erst nach dem Frühstück EIN Gerät einschalten und keine Zeit unnötig damit verbringen, WhatsApp, etc. zu checken.
[/su_box]
[su_custom_gallery source=“media: 6049″ limit=“7″ link=“image“ target=“blank“ class=“alignleft“ width=“780px“ margin=“2px“ height=“550px“ Title=“Jungs schauen sich was an auf dem Handy| Urheber: ViewApart |auf Fotolia #97351679″ alt=“Jungs schauen sich was an auf dem Handy| Urheber: ViewApart |auf Fotolia #97351679″]
Hier noch 3 Dinge.
[su_box title=“Tipps in Sachen Datenschutz und Sicherheit – Einfach erklärt“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]

1.  Facebook

Die wichtigesten Einstellungen müssen wir unter Datenschutz Privacy machen.  Wenn Du Hilfe brauchst, das Migros Magazin hat das mit Screenshots toll erklärt.
Übrigens, ein versteckter Link ermöglich das Löschen des Facebook Konto.

2. Instagram

Auf der Instagram-Website klickt man nach der Anmeldung zunächst auf „Profil bearbeiten“. Ganz unten können wir einstellen, ob die Beiträge öffentlich und für jeden Instagram-Benutzer sichtbar sind oder ob die Posts privat und nur von zugelassenen Kontakten eingesehen werden können.
Ist der Schalter “Posts are private “ auf der rechten Seite – bei Android-Geräten kann man das Kontrollkästchen aktivieren – dann sind Posts privat. ABER aufgepasst, ob es dann jemand kopiert und über Facebook verteilt, können wir damit nicht verhindern!
Das Konto kann gelöscht werden, indem wir nach unten scrollen. Da finden wir auf der rechten Seite den Link „Ich möchte mein Konto löschen“.

3. WhatsApp

Hier die Erklärungen zu den wichtigsten Einstellungen.
Achtung! WhatsApp ermittelt Telefonnummern des Anrufers und des Angerufenen, Beginn des Anrufs und Dauer des Anrufs und weitere Dinge. Anhand solcher Metadaten kann man sehr genaue User Profile erstellen.

PS.

All diese 3 Applikationen gehören Facebook. Also Vorsicht: Inwieweit die Daten über Nutzer zwischen diesen Plattformen von Facebook genutzt werden, ist noch nicht ganz klar.[/su_box]

Interessante Links

Schüler und Eltern Infos: Seite der Primarschule Holderbach – Stadt Zürich
Mackenzie Dawson(2016-02-26). How social media is destroying the lives of teen girls. New York Post. Aufgerufen am 2017-02-29 auf http://nypost.com/2016/02/21/how-social-media-is-destroying-the-lives-of-teen-girls/
Higgins, Kathryn (2016-02-25). Judges need social media savvy, warns new research. Aufgerufen am 29. Februar, 2016 von http://www.globallegalpost.com/global-view/judges-need-social-media-savvy-warns-new-research-10550122/#.VtNDyKYsICY.twitter
CH – Bundesamt für Gesundheit – Merkblatt Mobiltelefon
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Handy ohne Risiko? Mit Sicherheit mobil – ein Ratgeber für Eltern. https://www.jugendundmedien.ch/digitale-medien/smartphones-tablets.html
Peter K. Smith, Helen Cowie, Ragnar F. Olafsson, and Andy P. D. Liefooghe (July/August 2002). Definitions of bullying: Differences, in a fourteen-country international comparison. Child Development, Vol. 73, Number 4, p.1119–1133
Weitere Information zum Thema Cyberbullying aus Forschungsarbeiten

5. Mitdiskutieren – Slides runter laden

– Welche App nütz du öfters als andere? Was ist an der App so toll?
– Welchen Tipp hast Du für Schüler (eine App, Tipp zum Zeit sparen, usw.)?
– Wievielen Gruppen bist du auf WhatsApp beigetreten?
– Wie lange gamest du am Tag auf dem Handy, PC, Play Station 4 oder Xbox One?

Slides zum Anschauen / Downloaden

Download der Folien – PDF Datei – 315 KB

[embeddoc url=“http://blog.drkpi.de/wp-content/files/2016-05-11-DrKPI-6-Klasse-Helene-Hora-Schulhaus-Zurich.pdf“ width=“100%“ viewer=“google“]

6. Wie vermeide ich Cyberbullying

Hier erklären wir, was Cyberbullying ist und wie Schüler es schnell selber identifizieren können.
Auch wie wir vermeiden, dass wir selber Cyberbullying betreiben, ist erklärt.
[su_box title=“Tipps in Sachen Datenschutz und Sicherheit – Einfach erklärt“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]
Was ist Cyberbullying? Forschung mit Schülern in 14 Ländern mit verschiedenen Sprachen zeigt, dass Cyberbullying und Cybermobbing als Synonyme verwendet werden (siehe Smith, Cowie, Olaffson…) . Das heisst sie meinen dasselbe.
Dabei werden die Worte genutzt, um eine Situation am Arbeitsplatz oder im Schulkontext zu beschreiben.
CyberBulling ist, wenn eine Erwachsener, ein Kind oder ein Teenager einen anderen Menschen bedroht, quält oder erniedrigt. Dabei nutzt er oder sie das Internet wie z.B. PC, iPad oder Handy um z.B. denunzierende, kompromittierende oder falsche Informationen zu verbreiten..
Beispiel ist eine WhatsApp Mitteilung die z.B. falsche Dinge über die andere Person verbreitet. Auch kann eine SMS Lügen oder peinliche Wahrheiten über den gemobbten Schüler verbreiten. Bsp. Robi auf der Toilette / WC.
Wichtig. Ob etwas dem Mobbing oder Cyberbullying entspricht, hängt primär von der Wahrnehmung / dem Empfinden der belästigten, lächerlich gemachten und blamierten Person ab.
D.h. wenn Robi es eine Blamage findet, dass dieses Foto von ihm auf der Toilette auf WhatsApp an alle Klassenmitglieder verschickt wird, dann sind wir schon beim Cyber-Mobbing (oben wäre dies Robi).
Zuerst überlegen. Die Dinge überschlafen, bevor wir was versenden. Fragen wir uns erst einmal, wie sich der auf den Arm genommene Schüler fühlen wird, wenn er die WhatsApp Message sieht.
Haben wir Zweifel? Finger weg und keine Nachricht versenden.
Strafrecht und Freunde: Derjenige, der mobbt, riskiert auch ganz schnell seine Freunde zu verlieren! Strafrechtliche Konsequenzen hat cyber-mobbing in vielen Ländern. Auch in der Schweiz (siehe ganz am Ende hier im Beitrag – Bundesrat).
Deshalb, wenn du das Gefühl hast, dass du gemobbt wirst, dann unverzüglich Eltern und Lehrerin informieren.[/su_box]

Bsp. Österreich stimmt uns nachdenklich

Strohmeier und Gradinger (2013) schlagen vor, um von Bullying zu sprechen, brauche es 3 konstituierende Kriterien folgender Art, nämlich:

1.  Vorliegen einer bewussten aggressiven Handlung;
2.  das wiederholte Vorkommen dieser Handlungen und
3.  ein Machtungleichgewicht zwischen Beteiligten, d.h. Täter und Opfer

Gradinger Petra, & Strohmeier Dagmar. (2013). Cyberbullying – Mobbing in neuen Medien: Prävalenzen, Komorbidität und Motive. Psychologie in Österreich, Nr. 1, 7-12. Aufgerufen am 16 Mai, 2016 von
https://www.boep.or.at/download/54f0a5cd6461357e62040000/Gradinger_Strohmeier_Cyberbulling_01.pdf
In Österreich wird die obige Definition von der Schulpsychologie in Materialien an Eltern weiter empfohlen. Da regen sich bei mir Zweifel, ob unsere Nachbarn aus Österreich sich auf dem richtigen Pfad befinden.
Die Definition anhand der obigen 3 Kriterien erinnert an die 60er Jahre in Sachen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz. Derjenige der belästigt oder mobbt ist sich nicht unbedingt bewusst, dass er dies tut.
Auch muss die Belästigung oder das Mobbing nicht mehrmals vorkommen, um dem Betroffen Schaden zuzufügen. Schon das Versenden der Foto und das immer wieder aufkommende Getuschel in der Klasse darüber, empfindet die Schülerin sicher als Schikane und fühlt sich gequält.
Zu guter Letzt, auch wenn der Kollege oder Mitschüler nicht mehr Macht besitzt als der Betroffene, kann er trotzdem ein Bully sein und/oder die andere Person mobben.
Natürlich, die rechtliche Definition von Cyber-Mobbing oder Cyberbullying wird sich anhand der Gerichtspraxis entwickeln müssen. Da sind wir noch am Anfang.
Bei Cyberbulling kann es sich um eine Straftat handeln wenn z.B. Erpressung (Art. 156 StGB), üble Nachrede (Art 173 StGB), Verleumdung (Art 174 StGB), Beschimpfung (Art. 177 StGB), Drohung (Art. 180 StGB) oder Nötigung (Art. 181 StGB) vorliegen (siehe Bericht des Bundesrates, 26. Mai, 2010. Schutz vor Cyberbullying, S. 22).

noch mehr Shopping dank neuer Technologie

Weitere Beispiele inkl. Gerichtsurteile und Tipps für Blogger – Stolperstein Werbung

In Kürze: Haftung & Vertrauensverlust: Sponsor Deals offenlegen.
Ebenfalls 5 Fragen zum Sponsoring Thema an Petra Drißen – Gründerin von http://zeitlos-bezaubernd.de/.

Vor kurzem habe ich mit einer Journalistin die Frage von Sponsorship, Transparenz und Ethik bei einer Zugfahrt diskutiert. Sie erklärte mir die Problematik wie folgt:

Als Journalistin im Bereich Mode / Reisen / Lifestyle einer führenden Modezeitschrift werde ich immer wieder zu Events eingeladen. Natürlich erhalte ich kleine Geschenke wie Parfum, Handschuhe, Gutscheine, aber auch Schuhe von den Labels.
Die Schuhe oder Handtasche trage ich auch oft bei der Arbeit.
Manchmal schreibe ich über die Handtasche oder die Schuhe im privaten Style-Blog.
Diese Dinge lege ich eigentlich nicht offen, denn diese haben ja nicht direkt mit dem Schreiben zu tun.

Die im obigen Statement aufgezeigte Problematik haben wir versucht unten ein wenig genauer zu analysieren.

1. Sponsoring und Webinhalte: Die Regeln einhalten

Im  Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) § 4 Nr. 3 ist definiert, dass Schleichwerbung unzulässig ist. In der Praxis bedeutet dies, dass jede Werbemassnahme so beschaffen sein muss, dass sie vom Betrachter als solche erkannt wird. Deshalb müssen in Deutschland Beiträge mit Werbung mit „Werbung“, „Sponsored Post“ oder „Advertorial“ gekennzeichnet sein.

In der Schweiz ist der Sinn des Gesetzes wie folgt:

Dieses Gesetz bezweckt, den lauteren und unverfälschten Wettbewerb im Interesse aller Beteiligten zu gewährleisten. (UWG, Art. 1)

Ein Beispiel haben wir aus Grossbritannien, wo Dylon, eine Marke von der Firma Henkel, Ärger bekam weil ein bezahlter Blogeintrag auf BuzzFeed nicht als solcher gekennzeichnet war. Die runtergenommen Dylon Seite auf BuzzFeed sah so aus:

[su_custom_gallery source=“media: 5204″ limit=“7″ link=“image“ target=“blank“ width=“780px“ height=“482px“ Title=“Henkel-brand-Dyson-Buzzfeed-UK-Artikel-unlauterer-Wettbewerb-Webseiten-Eintrag-Regulator-verlangt-dessen-Loeschung“ alt=“Henkel-brand-Dyson-Buzzfeed-UK-Artikel-unlauterer-Wettbewerb-Webseiten-Eintrag-Regulator-verlangt-dessen-Loeschung“]

Die Advertising Standards Authority (eine Selbstregulierungsbehörde der Werbebranche) bestrafte Buzzfeed wegen Unterlassung der klaren Kennzeichnung (obviously identifiable) dieses Beitrages als gesponsorten Inhalt. Dies verletze den „Advertising Practices Code“.

2. Goodies und Sponsorship: Aufgepasst

Früher haben wir die Reichen und Schönen ins Palace Hotel in St. Moritz zum Winter Polo eingeladen. Heute laden wir die Schönen und Einflussreichen zum legendären Hahnekamm Rennen auf der Streif in Kitzbühel ein. Oder noch einfacher, wir offerieren ihnen aus unserem Angebot die Ferienreise nach Costa Rica. Dies erlaubt ihnen, dass sie darüber im Blog oder der Zeitung berichten können.
Heute ist alles weniger transparent und die Compliance verlangt, dass wir diese Dinge klar deklarieren. Dies gilt für die Bloggerin wie auch die Marketing Fachfrau.
[su_box title=“Offenlegung – à la Google“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]Offenlegung / Disclaimer nach den Google Webmaster Richtlinien
1.  Der Beitrag ist als „Sponsored Post“ gekennzeichnet. Der Link ist mit dem Attribut rel=”nofollow” ausgezeichnet = Google-konform.
Beispiel
<a href=“https://drkpi.de/rank/*/www.zeitlos-bezaubernd.de“ target=“_blank“ rel=“nofollow“>Der DrKPI BlogRank für den Zeitlos-Bezaubernd Blog</a>
2.  Der Beitrag ist als “Sponsored Post” gekennzeichnet. Der Link ist NICHT mit dem Attribut rel=”nofollow” ausgezeichnet = Verstoss gegen die Google Webmaster Richtlinien.
[/su_box]
Diese Problematik wird auch von Bloggern intensiv diskutiert wie dieser Facebook Eintrag der Gruppe Schweizer Blogger zeigt.
[su_custom_gallery source=“media: 5029″ limit=“7″ link=“image“ target=“blank“ class=“aligncenter“ width=“700px“ margin=“2px“ height=“1744px“ Title=“DrKPI BlogRank: 100 Besten Style Bloggers aus Deutschland“ alt=“DrKPI BlogRank: 100 Besten Style Bloggers aus Deutschland“]

3.  Praxishilfe für Blogger und Firmen

Diese Problematik betrifft jedoch nicht nur Grossbritannien oder die D-A-CH Region, wie ein Beispiel aus den USA zeigt. Hier platzierten 2 Fernsehkommentatoren während des laufenden Programmes einen Tweet über Domino’s Pizza. Sie hatten mit der Firma einen Sponsoring Vertrag.
Dies hätte laut der Federal Trade Commission (FTA) offengelegt werden müssen. Doch wurde dies nicht gemacht. Die Reaktionen zeigen jedoch, dass dies beim Publikum sehr schlecht angekommen ist.
LESENSWERT: Dieser Artikel im Wall Street Journal erklärt den Domino’s Pizza Fall – sehr interessant: http://mem.to/t/g/98xEIR753
[su_box title=“Disclaimer – Offenlegung: Hilfestellung aus der Praxis“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]Hier sind Beispiele welche sich in der Praxis bewährt haben. Diese helfen das Problem der Offenlegung und Compliance für Blogger wie auch Brands und Firmen zu lösen.
Version 1: Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation.
Version 2: Für diesen Blogeintrag haben wir ein Testexemplar vom Hersteller erhalten. Dieses wurde nach der Erstellung dieses Beitrages wie vereinbart an das Unternehmen zurückgesandt.
Der Autor gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation.

Version 3: Der Blogger hat für diesen Test auf eigene Kosten ein Produktexemplar erstanden.
Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation.

Wenn wir das Produkt (z.B. Kamera, Router, Tasche oder Kleid) nach dem Test behalten dürfen, sollte der Disclaimer wie folgt formuliert werden:
Version 4: Der Blogger hat für diesen Test ein Produktexemplar erhalten und dieses an einen Leser verschenkt (behalten, usw.) .
Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation.

Was tun, wenn Kosten übernommen würden oder aber weitere Goodies Richtung Blogger geflossen sind? Hier eine kleine Liste von Beispielen welche wir beliebig ergänzen können.
Version 5: Die Reise inklusive Hotel und Spesen wurden vom Reiseveranstalter / Fluggesellschaft / Hotel bezahlt.
Der Autor / Blogger gibt an, dass er für die Erstellung des Beitrages kein Honorar erhalten hat.

Version 6: Der Blogger war Gast der XYZ Airline und des Hotel Alpha. Der Beitrag wiedergibt seine Eindrücke und Erlebnisse auf dieser Reise. Der Blogger hat einen Unkostenbeitrag (und ein Honorar) für diesen Beitrag erhalten.
Version 7: Der Blogger weist darauf hin, dass er ein Produktexemplar erhalten hat sowie ein Honorar / Einladung / Reisespesen vom Hersteller.
Version 8: Der Blogger war Gast des Autoherstellers X. Dieser hat alle Unkosten übernommen und Spesen-Entgelt entrichtete (plus Honorar, usw).
Wenn der Beitrag im im Blog in einem Bezug steht zum Produkt des Arbeitgebers, sollte dies immer deklariert werden. Auch wenn ich einen Leser-Kommentar in einem Blog schreibe, zu einem Beitrag über eines der Produkte der Firma, sollte dies offengelegt werden.
Version 9: Der Blogger weist darauf hin, dass er Teilzeit/Vollzeit (oder als Berater, Mandatsvertreter) für den Hersteller / Unternehmen X arbeitet.
Version 10: Die Autorin / Bloggerin weist darauf hin, dass sie für die Erstellung des Beitrages ein Honorar erhalten hat.
Die Beispiele von BuzzFeed (siehe oben) zeigt, dass der oben aufgeführte Disclaimer womöglich nicht den Compliance Anforderungen genüge tut. Deshalb muss Sponsorship oder „Native Advertising“ für einen Beitrag für den Leser am Anfang des Textes klar ersichtlich sein. Ein Beispiel ist:

Sponsored Post – Hermes Halstücher machen das Rennen

Oder als Untertitel

Hermes Halstücher machen das Rennen

Sponsored Post

Wenn der Beitrag von einer Agentur oder dem Unternehmen geschrieben wurde, müssen wir dies für Leser transparent machen.
Zum Beispiel, die Agentur muss als Verfasser/Autor des Beitrages aufgeführt sein.

Hermes Halstücher machen das Rennen

Sponsored Post
Autor: Name der Agentur oder des Hersteller

Unterhalb des Beitrages braucht es ebenfalls eine ähnliche Notiz wie hier:
Version 11: Der Autor / Blogger weist darauf hin, dass dieser Beitrag von der Agentur X verfasst wurde. Für dessen Publikation hat diese ein Honorar entrichtet. 
Diese Liste baut auf meinem Kommentar zum Thema auf welche ich im Heise Regio Blog hinterlassen habe.
[/su_box]
Die Beispiele oben machen klar, dass es sich weder für den Blogger noch das Unternehmen lohnt, wenn das letztere oder die Agentur einen Beitrag schreibt und für dessen Publikation ein Honorar entrichtet (wird auch ’native advertising‘ genannt). Abgesehen vom möglichen Vertrauensverlust für die Bloggerin hat BuzzFeed schon selber gelernt, dass ‚Native Advertising‘ nicht skalierbar ist.
LESENSWERT: Financial Times: Creating custom content for brands is not scalable

4 Fragen an die LifeStyle Bloggerin Petra Drissen
ANKLICKEN - Dana Drissen bloggt sehr Erfolgreich seit einem Jahr - Sponsoren zu Hauf - Aufsteiger Nr. 1 im ersten Halbjahr 2016 der deutschen Style Blogger

Wie oben erwähnt ist Sponsoring und Transparenz wie auch Ethik ein Thema für Blogger. Vor allem im Lifestyle, Travel und Consumer-Marketing Bereich steigt der Einfluss von Bloggern rasant.
Doch welche Gefahren und Risiken bringen die Zusammenarbeit mit Sponsoren für den Blogger?
Wie gehe ich mit dem Sponsoring um?
Wie generiere ich Einkommen / Erträge aber behalte das Vertrauen meiner lieben Leser?
Wie das so alles vor sich geht wollte ich von der Ü30 Bloggerin Petra Drissen etwas genauer wissen.

4.1 Liebe Petra. Sie haben vor gut 1 Jahr den Blog Zeitlos Bezaubernd  ins Leben gerufen. Warum?

Es war für mich ein dringendes Anliegen das die Best Ager Generation besser vertreten wird. Ich kann mich nicht mit einer Bloggerin um die 20 identifizieren. Auch wenn die Themen recht ähnlich sind, ist es für mich unglaubwürdig wenn eine junge faltenfreie Frau Werbung für Antifaltencreme macht, oder für Haarfarbe mit Grauabdeckung. Bei Mode ist es noch spezieller.
Im Alter kann ich mich auch noch fesch und jugendlich kleiden, aber in Massen. Ein extrem kurzer Minirock, oder Hotpants geht gar nicht. Sneakers und Jogpants richtig gestylt aber schon.

4.2 Ist für Sie in ihrem Blog Sponsorship ein Thema?

Auf jeden Fall! Das ist ein Ritterschlag für jeden Blogger.
Einen Blog erfolgreich zu betreiben bedeutet viel Arbeit. Viele Leser wissen gar nicht wie viel Engagement und Recherche hinter so einem Blog steckt. Daher freut sich jeder Blogger wenn er Kooperationsverträge erhält, quasi als Anerkennung für einen erfolgreichen Internetauftritt.

4.3  Was empfehlen Sie einem Luxury Brand oder Fashion Label wie man Blogger Relations / Sponsorship effektiv managed?

Bei Kooperationsanfragen werden immer wieder die gleichen Fragen gestellt:
– Wieviel Klicks und
– wieviel Follower hat der Blog.
Ich finde das sehr kurzsichtig. Follower und Klicks können beeinflusst sein. Ich finde es viel wichtiger wie sich der Blog präsentiert.
Ein gut gestalteter Blog entwickelt sich zum Selbstläufer, wenn das Potenzial vorhanden ist. Darum sollten nicht nur die Klicks berücksichtigt werden, sondern das Gesamtpaket.

4.4 Wie bleibt ein Brand Ambassador neutral (Interessenskonflikt) wenn er Einladungen, Kleider, Parfums usw. auch Geld von Brands erhält in der Hoffnung, dass er oder sie darüber schreibt?

Ich persönlich finde das sich daraus kein Interessenkonflikt ergibt. Jede Firma die einem Blogger etwas zur Verfügung stellt, muss damit rechnen, dass ein Test auch negativ ausfallen kann. Natürlich wünscht sich das niemand.
Ich teste immer die Ware die mir zur Verfügung gestellt wird und dann erst berichte ich. Meine Urteil ist immer ehrlich, so wie ich es empfinde.
Eine „gekaufte“ Meinung fällt immer auf, wenn sie nicht zum Produkt passt und die Bloggerin verliert ihre Glaubwürdigkeit.
Jedoch ist es nicht unüblich und das betrifft im Besonderen den Bereich Kosmetik, dass einige gleiche Produkte von verschiedenen Firmen, hintereinander als empfehlenswert beurteilt werden.
Der Ehrenkodex ist hier ja auch, dass wir Blogger auf einen gesponsorten Artikel hinweisen.

4.5 Petra, Dein / Ihr  Wunsch an Sponsoren und Leser für 2016?

Ich wünsche mir etwas mehr Mut von den Labels. Mehr Mut nicht immer nur mit dem Strom zu schwimmen, einmal etwas anderes auszuprobieren und den Lesern das bieten, was sie sich wünschen.
Denn im Alter wird Frau nicht unsichtbar, sonder ist zeitlos bezaubernd.  :-)
Liebe Frau Petra Drissen, danke für dieses Gespräch.

5. Was ist Ihre Meinung? Mitdiskutieren!

–  Welchen Life Style Blog lesen sie regelmässig?

–  Welche Tipps haben Sie für LifeStyle Bloggers?

–  Haben sie eine Frage an Petra Drissen  z.B. zum Thema Social Influencer für Luxury Brands, Blogger Relations, usw.?

Dieser Blogeintrag setzt die Resultate des DrKPI BlogRank der besten LifeStyle Blogger in Austria, Deutschland und der Schweiz in den Kontext des Blogger Relations Marketing.

Schlussfolgerung

Die obigen Diskussionen zeigen sehr schön auf, das die Vermischung zwischen Inhalten und gesponsorten Beiträgen (auch “native advertisements” genannt) die Grenzen zwischen journalistischen und kommerziellen Inhalten immer mehr verwischt werden.
Jessica Rich, Direktorin der Federal Trade Commission (FTA, USA) – Bureau of Consumer Protection hat kürzlich erklärt,

we’re living in an era where the line between advertising and objective content is increasingly blurry and confusing“ (wir leben in einer Zeit in der die Trennung zwischen Werbung und objektiven Inhalten immer unklarer und verschwommener wird)

Die FTA hat aus diesem Grund auch 2 Dinge publiziert die hier recht hilfreich sind:
1.  Enforcement Policy Statement on Deceptively Formatted Advertisements (Enforcement Policy Statement), mit einem
2. Native Advertising: A Guide for Businesses (Guidelines oder Ratgeber).
Diese Dokumente zeigen Firmen, Agenturen, Herausgebern, Bloggern und Journalisten, wie mögliche Irreführung oder Täuschung von Konsumenten vermieden werden kann. Dabei sind nicht gekennzeichnete kommerzielle Inhalte der grosse Stolperstein.
Durch richtige Kennzeichnung können wir das Risiko für mögliche Haftungsansprüche minimieren. Das ist uns allen klar, aber wir müssen die Beiträge kennzeichnen :-)
Auch für Petra Drissen ist das Vertrauen der Leser ein wichtiges Asset. Dieses gilt es mit Vorsicht zu managen. Keine Offerte in „Native Advertising“ ist das Risiko Wert, das Vertrauen der Leser zu verspielen.
Aber auch für das Unternehmen kann ein unvorsichtiges Vorgehen der Marke oder dem Brand unnötigen Schaden zufügen. Dass muss nicht sein!

Mehr erfahrenANKLICKEN - der DrKPI Blog Health Check

60-Minuten Health Check: Content Marketing
Corporate Blog: 5 Tipps für knackige Überschriften
3 Trends im Social Media Monitoring
10 kostenlose Social Media Monitoring Tools
Ratgeber Strategie: 6 Regeln von den Profis

2017-03-17 3 Dinge inkl. Affiliate Links – siehe ganz unten hier.

Update 2014-07-01 1. Kommentar mit Link zum Artikel zum Thema – pdf Hotelbroschüren, 2. Weiterer Kommentar mit Adoba Acrobat Alternative (kostengünstig), 3.  Kostenloses Tool: Test – sind unsere PDF Dateien behindertengerecht?

Google HAT ähnliche Bedürfnisse wie Menschen mit einer Behinderung!  Search Engine Optimization (SEO) 101 – Video und Präsentation / Slides
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Ziel: Verbesserung der Resonanz von Social Media Aktivitäten.

User-Friendliness – Nutzerfreundlichkeit will der Gesetzgeber.
Daran ist aber auch Google interessiert – Warum?

– Vermasselt das nicht einfügen der Meta Tags Ihrer PDF Datei den Erfolg im Netz? – Hat Ihre nicht behindertengerechte PDF Datei zu Folge das rund 15 Prozent der Bevölkerung diese nicht nutzen können?

Unser Ratgeber gibt Ihnen die notwendigen Informationen um dies zu verhindern!

Abonnieren Sie wie 1500 andere unseren NewsletterTrend Analysen, kostenlose Tools / Fallstudien zum Thema Content Strategie, Marketing und Corporate Blogs Click on Image - view inside - DOI 10.1007/978-1-4614-3603-4 Gattiker, Urs E. Social Media Audit: Measure for Impact. New York: Springer.Das PDF-Format ist ein plattformunabhängiges Format. Das heisst es funktioniert auf einem PC oder aber einem Apple, Smartphone, usw. Damit kann man problemlos Text- und Bild-Dokumente kompatibel und in hoher Qualität publizieren. Daher die Bezeichnung:

  • „PDF = Portable Document Format“

Doch wenn man die Datei speichert um diese dann zum Download anzubieten, müssen ein paar Dinge berücksichtigt werden. Dies geht einfach und schnell – auch für Nicht Techies. Wir zeigen Ihnen wie.

1. Blinde Computer Nutzer: Erstellung barrierefreier PDF-Dokumente

Barrierefreie PDF-Dokumente bestehen immer aus ‚echtem‘ Text. Das heisst da sind eine Menge ‚echter‘ Zeichen drin. Somit kann man hier nach Texpassagen suchen. Ebenfalls kann man aus grafischen Dateien ein PDF erstellen. Doch kann man diese nur mit Hilfe spezieller Texterkennungsprogramme zugänglich machen.  Interessant: Wie sich blinde Nutzer PDF Dokumente zugänglich machen (langer Beitrag) Am einfachsten ist es in Word selber (oder Powerpoint) ein PDF zu erstellen. Sie wählen auf dem Reiter: Datei – Speichern unter. Dann wählen Sie als Option zum speichern der Datei das Format pdf – nicht Word oder Powerpoint. Diese von Word genererierte pdf Datei sollte man in einem Programm wie Adobe Acrobat überprüfen. Das letztere Programm hilft zu sehen ob alle Informationen vorhanden sind. Nach Ansicht oder Bearbeitung in Adobe Acrobat sollte man die Datei nochmals speichern.

Mit Hilfe von Adobe Acrobat und anderen Programmen lassen sich zugängliche PDF-Dokumente erstellen. Ebenfalls gelingt dies mit Open Source Software (siehe kostenloses Beispiel unten). Sicherheitsmechanismen erlauben es einem Autor, das Ausdrucken und kopieren von Dokumenteninhalten unterbinden. Dabei kann es des öfteren vorkommen, dass ein Autor dem Screenreader der Zugriff auf sämtlichen Dokumentinhalt verweigert. Somit kann man das Dokument zwar sehen, aber es kann von blinden Nutzern nicht mittels Screenreader gelesen werden. 

Unser Video UNTEN zeigt genau auf, was Sie tun müssen um diesen Fehler zu vermeiden. Continue reading “Ratgeber Suchmaschine: Barrierefreie PDF Datei für Behinderte” »