Neue Ideen, Produkte, Lösungen, Patente, usw.
Fokus: Produktinnovation

Zusammenfassung: Immer mehr Menschen arbeiten wegen dem Coronavirus, auch Covid-19 genannt, zu Hause, im Home Office.
Marketingfachleute bekommen weniger Aufträge, Selbständigen sagen die Kunden ab, kleine Betriebe müssen Personal freistellen, KMU können Rechnungen an andere KMU nicht zahlen.
Als Hilfestellung in dieser schwierigen Zeit wollen wir in diesem Beitrag aufzeigen, was wir bei Erwerbsausfall, Kurzarbeit oder Schliessung tun können. Unser Ratgeber gibt Ihnen die relevanten Links zu Formularen und Tipps.

Digitalisierung und die öffentliche Verwaltung in der Corona-Krise

Digitalisierung und Technologie Management sind seit Jahren in aller Munde. Sie sind ein Teil der technischen Revolution oder Industrie 4.0. Im Marketing sind diese ein muss – siehe Marketing Trends 2020. Wie weit nicht nur Betriebe, sondern auch öffentliche und amtliche Stellen mittlerweile mit der Digitalisierung sind, offenbart sich in Zeiten, wie z.B. während der der Corona-Krise.

Wir haben schon früher darauf hingewiesen, das Ärzte teilweise ihre Daten zu Coronavirus Patienten per Fax übermitteln. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) offeriert zur Zeit keine Möglichkeit, solche Daten elektronisch zu übermitteln. Das hat z.B. auch zur Folge, das “Big Data” zur Corona-Krise nur zeitversezt und mit einer grossen Dunkelziffer vom BAG veröffentlicht werden.

Dieser Fall hat sich nun über das letzte Wochenende auf eine etwas andere Art wiederholt. Am Freitag 20.2.2020 um 15 Uhr hat der Bund veröffentlicht, wie die Entschädigung für Erwerbsausfall und Kurzarbeit wegen Covid-19 stattfinden soll. Ämter hatten 2.5 Tage Zeit, um ihre Seiten mit Formularen bis Montag morgen 8 Uhr bereit zu stellen. Dabei mussten z.B. die Ausgleichskassen auch die Skalierung der System so umsetzen, dass diese einem fast garantierten Ansturm Montag morgen standhalten konnten.

In den ersten Tagen waren die Server bei vielen Ausgleichskassen und anderen Behörden dermassen überlastet, dass man oft stundenlang die Seite weder aufrufen noch Formulare online ausgefüllen konnte. Dennoch, vielleicht haben Sie Glück, wenn sie es nach 18 Uhr während des Abendessens versuchen oder vor 7 Uhr morgens (siehe Links unten) probieren.

Wie bekommen Unternehmer, Selbständige und Angestellte Hilfe in der Schweiz?

Neu können Kleinfirmen und Selbständige Taggeld für Erwerbsausfälle beantragen. Die Löhne für das Personal entfallen Dank der Kurzarbeitsentschädigung, wenn diese beantragt wurde. Die anderen Fixkosten aber bleiben und werden monatlich weiterhin fällig. 

Der Schweizer Bundesrat hat ein Hilfsprogramm verabschiedet – Coronavirus: Massnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen.

Bei welcher Ausgleichskasse soll ich mich melden, welche ist für mich für die Beantragung für Kurzarbeit oder Erwerbsausfall zuständig ? Liste der kantonalen Ausgleichskassen mit URLs/Links

Wegen grosser Nachfrage waren die Seiten in den ersten Tagen überlastet. Es empfiehlt sich diese an Randzeiten oder später zu nutzen.

Das Hilfspaket

Der Bund schnürt ein Hilfspaket von 39 Milliarden Franken, um die Folgen der Corona-Krise abzufedern:

  • 20,6 Mrd. Überbrückungshilfe für Unternehmen in der Form von verbürgten Krediten
  • 14,0 Mrd. Kurzarbeitsentschädigung
  • 4,0 Mrd. Erwerbsausfall Selbständige
  • 0,4 Mrd. Kultur und Sport (d.h. z.B. für Events die abgesagt wurden)

Versicherung

Versicherer in der Schweiz verweigern Zahlungen für Corona-Schäden z.B. bei Restaurants und Lebensmittelläden. Viele KMU (Klein- und Mittlere Unternehmen) haben eine Epidemieversicherung z.B. von der Helvetia. Doch diese zahlt nicht, denn am 11. März hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Corona-Seuche zur Pandemie erklärt. Leider sind aber Pandemien in Epidemieversicherungen ausgeschlossen, z.B. auch bei der AXA.

SCHWEIZ Erklärungen
Erwerbsausfall
für
Selbständige
In der Schweiz suchen Sie die Webseite Ihrer Ausgleichskasse auf, d.h. wo die AHV einbezahlt wird. Dort haben Sie, unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Entschädigung für den Erwerbsausfall. Dies kann sein wegen Betriebseinstellung, Kinderbetreuung, Quarantäne und Annullation von Veranstaltungen.
Die Entschädigung kann frühestens und rückwirkend am 17. März 2020 beginnen.
Entschädigung für einen Selbständigen: Pro Tag höchstens CHF 196.00
Wie lange die Entschädigung bezahlt wird, ist bei Selbständigen heute noch nicht ersichtlich.
Erklärungen als PDF Datei
Seite z.B. der Ausgleichskasse SVA Zürich mit Erklärungen
Zuerst müssen Sie für ihr Unternehmen Kurzarbeit beantragenBevor Sie die Kurzarbeitsentschädigung (KAE) beantragen können, muss diese bewilligt werden. Zuständig für die Bewilligung von Kurzarbeit in einer Firma sind die Behörden der Arbeitslosenversicherung. Die Adressen und weitere Informationen finden Sie unter www.arbeit.swiss.
Das Unternehmen muss die Voranmeldung noch mindestens 3 Tage vor Beginn der Kurzarbeit (früher war die Frist z.B. 10 Tage) bei der zuständigen kantonalen Amtsstelle einreichen. Rückwirkend ab 17 März ist möglich.
– Seite mit Infos: Wo melde ich Kurzarbeit in meinem Kanton an?
Erst wenn Kurzarbeit bewilligt wurde, kann das Unternehmen Entschädigungsansprüche für Kurzarbeit einreichenUnternehmer können eine Entschädigung beantragen, doch es gilt: keine Entschädigungsansprüche für Home Office.
Musste der Betrieb wegen dem Coronavirus geschlossen werden oder konnte der Mitarbeiter wegen Kinderbetreuung seiner Tätigkeit nicht nachkommen, kann eine Entschädigung beantragt werden.
Der Anspruch für Kurzarbeitergeld beginnt frühestens mit dem 17. März 2020. Der Anspruch endet mit Aufhebung der Quarantäne.
Achtung: Zur Zeit endet der Anspruch nachdem 10 Taggelder ausbezahlt worden sind.
– Seite mit Erklärungen wann und wie die Entschädigung für Arbeitgeber angewendet wird
– Beantragung bei Ihrer kantonalen Ausgleischkasse – Liste aller Kassen
Zahlungsaufschub bei Sozialversicherungs-beiträgenDen von der Krise betroffenen Unternehmen kann ein vorübergehender, zinsloser Zahlungsaufschub für die Beiträge an die Sozialversicherungen (AHV/IV/EO/ALV) gewährt werden. Die Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, die Höhe der regelmässigen Akontobeiträge an die AHV/IV/EO/ALV anpassen zu lassen, wenn die Summe ihrer Löhne wesentlich gesunken ist.
Dasselbe gilt für Selbstständige, deren Umsätze eingebrochen sind. Zuständig für die Prüfung der Zahlungsaufschübe und der Reduktion der Akontobeiträge sind die AHV-Ausgleichskassen.
Doch sind hier die Abläufe, d.h. welche Formulare ausgefüllt werden müssen, zur Zeit noch nicht Online erhältlich.
Achtung: Aufschub ohne Verzugszinsen/Strafgebühren bei der AHV/IV heisst, der geschuldete Betrag wird zu einem späteren Zeitpunkt fällig – aufgeschoben ist nicht aufgehoben!
Corona-Krise: Eine Selbstständige, ein Firmeninhaber und ein Mitarbeiter auf Abruf erhalten nun Unterstützung. Doch diese löst nicht all ihre finanziellen Probleme.
Corona-Krise: Eine Selbstständige, ein Firmeninhaber und ein Mitarbeiter auf Abruf erhalten nun Unterstützung. Doch diese löst nicht all ihre finanziellen Probleme.

Schlussfolgerungen

Diese Massnahmen sind sehr willkommen. Doch aufgepasst, die Ausgleichskassen gehen davon aus, dass die Gelder erst ab Mitte April fliessen werden. Natürlich, hier muss jeder eine kurze Kosten-Nutzen Analyse erstellen, d.h. lohnt sich der Aufwand. Wir glauben es lohnt sich auf jeden Fall.

Firmen, die weniger Löhne auszahlen, und Selbständige, die tiefere Einkommen haben, können dies ihrer Ausgleichskasse melden. Laut Ausgleichskassen sollen dann auch die Akontozahlungen unkompliziert reduziert werden, wie die Ausgleichskassen mitteilten.

Wie sich das manifestiert, werden die betroffenen Selbständigen, Unternehmen und Angestellte selber erfahren nachdem sie das notwendige Formular eingereicht haben.

Haben Sie hier Erfahrungen? Wie schnell haben Sie Antwort von der AHV, Bank, usw. erhalten? Kommentare unten.

Es werden weitere Massnahmen kommen, z.B. vom Bund bereitgestellte Mittel für Überbrückungskredite zur Zahlung von Verpflichtungen wie Mietzins. Erste Erfahrungen zeigen, dass dies bei Betriebsschliessung von Kleinstbetrieben (bis 9 Vollzeitangestellte) wegen dem Coronavirus nicht gut funktioniert. Wir halten sie auf dem Laufenden.

Bei Selbständigen gibt es bei Banken kaum Hilfe in Sachen Überbrückungskredit. Credit Suisse hat dazu keine Informationen online gestellt, die ZKB ist hier sehr transparent.

PS. Was die Digitalisierung und Technologie Management betrifft zeigt auch dieses Beispiel, dass die öffentliche Verwaltung sich immer noch verbessern muss. Dass 14’000 Seitenaufrufe einen Server in die Knie zwingen, ist möglich. Doch das kann mit Spiegelungen der Inhalte auf mehreren Servern und weiteren technischen Vorkehrungen einfach gelöst werden. Dass öffentliche Verwaltungen so etwas über ein Wochenende in einer Notfallsituation wie der Corona-Krise nicht schaffen, ist ein wenig bedenklich.

In unserer neuen Reihe 2020 Marketing Trends wollen wir die unterschiedlichen Technologien und ihre Auswirkungen auf Marketing untersuchen. Heute widmen wir uns dem Thema Künstliche Intelligenz (AI oder KI) und den Key Performance Indicators (KPI oder Kennzahlen).

Am Jahresende schaut man gern auf das alte Jahr zurück und reflektiert, was im Bereich, wo man tätig ist, passiert ist. Damit man vielleicht eine Tendenz ausmacht, wohin die Reise im nächsten Jahr geht, auf was soll man sich vorbereiten, wo braucht man nachzurüsten. Wir laden Sie ein, mit uns einen Ausflug in einige Trends 2019 und ihre Auswirkungen auf 2020 zu unternehmen. Unser Fokus gilt den Themen

  • AI / KI (Artificial Intelligence oder Künstliche Intelligenz) sowie
  • KPIs (Key Performance Indicators oder Schlüsselkennzahlen).

Die Welt des Marketings und online Aktivitäten wird immer wieder von politischen und ökonomischnen Ereignissen beeinflusst. Das Jahr 2019 war unter anderem von Handelsstreitigkeiten geprägt. Diese hatten z.B. zu Folge, dass Nutzer in Venezuela von Programmen wie Photoshop, InDesign oder Acrobat ihre Dateien vor dem 28. Oktober 2019 sichern mussten.

Grund: US-Regierung verbietet ab diesem Datum Geschäftsbeziehungen mit Venezuela. Adobe war deshalb gezwungen, venezolanische Nutzerkonten zu deaktivieren.

Weiteres Beispiel ist der Handelsstreit zwischen China und den USA. Peking hat alle Regierungsstellen und öffentliche Einrichtungen angewiesen, ausländische Computerausrüstung und Software bis 2022 zu entfernen. 30% im Jahr 2020, 50% im Jahr 2021 und 20% im Jahr 2022. Dies ist ein harter Schlag gegen HP, Dell und Microsoft.

Wir wiesen auch bereits 2018 darauf hin, dass neben der GAFA Steuer in Frankreich andere Länder mit einer Digital Steuer folgen würden. Die USA und andere Länder haben einen OECD Kompromiss in dieser Steuersache im Dezember 2019 verhindert. Zur Zeit will Österreich eine solche digitale Verkaufssteuer für Plattformen wie Facebook im Januar 2020 einführen. Australien, Kanada und Indonesien überlegen noch, was sie tun wollen.

Doch welche wichtigen Trends sehen wir neben vielen anderen für das Marketing? Wir haben eine Übersicht erstellt und listen hier die ersten zwei auf. In kommenden Blogs werden wir weitere Trends präsentieren.

Artificial Intelligenz: Transparenz und Nachvollziehbarkeit verbessern

Der Stanford AI Index (Referenz siehe unten) zeigt für die letzten 18 Monaten eine Verschiebung, wo die grössten KI-Fortschritte realisiert werden. Algorithmen machen nicht mehr die Sprünge, wie in den vergangenen Jahren. Stattdessen sind es das Chipdesign und speziell entwickelte Systeme, die uns helfen, die Vorteile der viel zu hohen Erwartungen an KI in der Praxis zu nutzen.

Artificial Intelligence war am 46. Deutschen Marketing Tag #DMT19 ein wichtiges Thema. Auch in unserer #Blockchain Session vom #ccTIM ging es um Algorithmen. Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hat 2018 247 Digitalexperten seiner Mitgliedsunternehmen befragt. Deren Meinung war schon damals, dass für 2019 das Thema der Branche Künstliche Intelligenz (KI) sein wird.

Doch es zeigt sich, dass wir einige Herausforderungen lösen müssen, um von AI wirklich profitieren zu können.

Zum Beispiel ermöglich uns AI, aus Big Data wichtige Informationen herauszulesen über Kunden. Jedoch birgt diese Technologie auch eine Gefahr. Beispielsweise, wenn ein Algorithmus selbständig handelt und entscheidet, ist der Mensch nur noch eine Schnittstelle. Diese Entwicklung wird zur Zeit weniger diskutiert. Doch wenn Maschinen für uns entscheiden, sollten wir immer sehr vorsichtig sein.

In den Gesprächen nach meinem Vortrag bei dem DMT und anderen Vorträgen zum Thema AI ist mir Einiges klar geworden. So denke ich, dass wir uns über drei Angaben unterhalten sollen:

  1. Was ist eigentlich AI? Was darunter zu verstehen ist wird offen noch diskutiert und vielfach anders verstanden.
  2. Wenn wir von AI reden, dann geht es vereinfacht gesagt um Technik, welche autonom entscheidet und sich zudem autonom weiterentwickelt.
  3. Die meisten heute bekannten Ansätze zu AI sind jedoch Computational Intelligence, was bedeutet, dass sie sich nicht selber weiter entwickeln.

Wir haben heute immer kostengünstigerer Datenspeicher und können immer grössere Datensätze noch schneller sammeln und analysieren. Mit Hilfe von Algorithmen schaffen wir es aus riesigen Datenmengen wichtige Informationen zu gewinnen. Doch es gilt, wie unten aufgezeigt, einige Herausforderungen zu lösen.

Ordnung in die Daten bringen

Neben der Gefahr, dass Maschinen für uns Entscheide treffen, müssen wir überprüfen, anhand welcher vorhandenen Daten welche Art von Entscheiden getroffen werden. Das heisst, der existierende Datenschatz muss nach neuen relevanten Zusammenhängen untersucht werden. Diese Aufgabe ist sehr umfangreich, denn die Daten selbst stellen noch keinen Informationsgewinn dar. Novartis hat z.B. 20 Petabytes von Daten aus der Forschung und Entwicklung. Dies entspricht etwa 40,000 Jahren Musik als Datenvolumen auf einem MP3 Player. Schwer vorstellbar.

Die Daten müssen also zuerst gesäubert, gefiltert oder priorisiert werden bevor sie bearbeitet werden können. Beispielsweise können 20 bis 25 verschiedene Merkmale für die Variable Geschlecht genutzt werden wie “m”, “M” für männlich oder “male” im englischen Sprachgebrauch. Der Algorithmus muss also in der Lage sein, alle Merkmale dem korrekten Zusammenhang zuzufügen. Erst dann sind wir in der Lage, die Daten mit Hilfe der Algorithmen zu analysieren.

Richtige Fragestellung ist der Schlüssel zum Erfolg

Die Pharmaindustrie gibt viel Geld für die Datensammlung aus. Einige Berater schätzen die weltweiten Ausgaben für AI im Gesundheitswesen für 2017 auf rund USD 1.5 Milliarden. Dieser Betrag soll in 2020 auf ca. USD 6 Milliarden ansteigen.

Auch die Ausgaben für Forschung und Entwicklung bis zur Markteinführung für ein Medikament haben sich drastisch erhöht. 2010 waren es noch ca. USD 1.188 Milliarden pro Medikament. Bis 2018 hat sich dieser Betrag fast verdoppelt auf USD 2.168 Milliarden. Kein Wunder versucht die Pharmaindustrie mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz diese Kosten besser zu managen.

Die grosse Herausforderung ist hier die Algorithmen die richtigen Fragen beantworten zu lassen. Bei falscher Fragestellung gibt es leider falsche oder sogar unsinnige Antworten.

Zur Illustration, es ist einfach einen Algorithmus zu schreiben der uns aufzeigt, ob eine Person glücklich am Arbeitsplatz ist oder gerade unter Grippesymptomen leidet. Aber was sagt es uns? Beantwortet das Ergebnis unsere Fragen? Das heisst wir müssen verstehen, auf welche Frage der Algorithmus programmiert ist. Ebenfalls ist wichtig zu wissen, welche Datenquellen der Algorithmus für die Analyse heranzieht. Ohne ein klares Verständnis dieser Dinge kann man kein aussagekräftiges Ergebnis bekommen.

AI Trend 2020

Selbst der raffinierteste Algorithmus bringt nichts, wenn die Qualität der Datenverarbeitung mangelhaft ist. Das Verständnis der Algorithmen – was machen sie denn genau – wird immer wichtiger. Doch die Überprüfung wird immer schwieriger und zeitaufwendiger. Vielleicht hilft ein neuer Beruf: Algorithmen Prüfer oder Algorithmen Auditor, das Pendant zum Wirtschaftsprüfer/Revisor.

KPIs im digitalen Marketing: TikTok und Instagram

Neben Artificial Intelligence im Pharmabereich wächst auch deren Nutzung im Marketing und Social Media Bereich stark.

Vor einigen Jahren (2010) schlug die Stadtpolizei Zürich Wellen in den Medien weil sie ein Konto auf Twitter eröffnete (heute 95 800 Nutzer). Dieses wird zu Informationszwecken von der Polizei genutzt und ist bei vielen Bürgern wie auch den Medien sehr populär. Es informiert zeitnah bei wichtigen Ereignissen wie Unfällen oder Demonstrationen. Die Stadtpolizei Zürich war hier ein Vorreiter.

Der Twitter Account der Stadtpolizei Winterthur allerdings besteht seit 2012 und hat heute nur 1520 Nutzer. Seit 2019 nutzt die Stadtpolizei Winterthur TikTok (82 000 Nutzer) und Instagram (2 076 Nutzer), um gezielt Jugendliche auf Themen der Sicherheit aufmerksam zu machen, wie man sich gegen Stalker schützt oder strafbare Aktivitäten vermeidet, unter anderem. Auch für die Image-Arbeit wird die Plattform genutzt. Am Beispiel von Twitter sehen wir, dass der erste im Markt in unserem Fall Die Stadtpolizei Zürich die Oberhand behält.

TikTok Konto der Stadtpolizei Winterthur: Betreut von Rahel Egli
TikTok Konto der Stadtpolizei Winterthur: Betreut von Rahel Egli

Performance Marketing und Social Media Plattformen

Die Popularität von TikTok bei Jungen wächst seit 2018 stark, zwei Drittel der Nutzer sind jünger als 30 Jahre. TikTok ist eine Social-Media-App entstanden als eine Kombination von Snapchat und Vine (6-Sek. Video-App, 2012 von Twitter gekauft, 2018 eingestellt). Sie ermöglicht den Nutzern kurze 10-15 Sekunden Videos (maximal 60 Sekunden) von sich zu erstellen. Im Clip tanzen sie dann beispielsweise oder bewegen die Lippen zu einem Song.

Einen Clip kann man in der TikTok App mit der Öffentlichkeit oder mit den mit meinem Profil verbundenen Freunden teilen. Reaktionen sind z.B. wenn Videos mit Likes oder virtuellen Geschenken versehen werden. Wenn jemand auf mein Video mit seinem eigenen reagiert, werden beide nebeneinander als Duett angezeigt.

Kürzlich war wieder einmal ein TikTok Video populär bei Primarschülern in einem Schulhaus in Zürich (Screenshot unten). Der Herr isst Huhn und filmte sich dabei, solche Videos postet er öfters. Dieses war bei den jungen Schülern einfach populär, warum weiss eigentlich keiner genau. Gerade deshalb ist es schwierig diese Plattform für das Marketing zu nutzen. Wie die chinesische Plattform TikTok mit Nutzerrechten und Datenschutz umgeht, ist gemäss einigen Experten nicht gemäss DSGVO.

TikTok-Benutzer @Ulhaskamathe teilt regelmässig Videos von sich selbst, wie er in lecker aussehende Lebensmittel eintaucht. Aber er teilte kürzlich ein super einfaches, Video von sich selbst, wie er ein Hühnerbeine ist, das populär wurde.
TikTok-Benutzer @Ulhaskamathe teilt regelmässig Videos von sich selbst, wie er in lecker aussehende Lebensmittel eintaucht. Aber er teilte kürzlich ein super einfaches, Video von sich selbst, wie er ein Hühnerbeine ist, das populär wurde.

TikTok mag vielleicht für die Winterthurer Stadtpolizei funktionieren, doch wie das @Ulhaskamathe Video zeigt, gewisse Firmen und Marken sind nicht unbedingt interessiert hier Inhalte zu teilen und Werbung zu machen. Zusätzlich wird das Messen der Erfolge und das Engagement oder Resonanz der Inhalte bei der Zielgruppe schwieriger. Einerseits, weil sich die Leute auf immer mehreren Social Media Plattformen verteilen. Eines der Beispiele ist Twitch (gegründet 2011, heute bei Amazon, täglich 15 Mio Viewers) bietet Live Streaming von Profi-Gamespielern bei Starcraft oder Fortnite, von denen man lernen kann. Ein Markt der auf über USD 120 Milliarden geschätzt wird.

Andererseits, wird es immer schwieriger Engagement zu sehen. Kürzlich hat Instagram entschieden, Likes (Gefällt mir) Angaben nicht mehr anzuzeigen. In Australien beispielsweise werden in einem Test von Facebook die Anzahl “Gefällt mir” bei Posts nicht mehr angezeigt. Die Likes bleiben für den Verfasser eines Beitrages weiterhin sichtbar, nicht jedoch für das breite Publikum oder auch für interessierte Sponsoren. Die Besucher oder Followers sehen nur ein paar ausgewählte Namen von Nutzern, die den Beitrag mit einem Herz markiert haben.

Das Foto- und Video-Netzwerk Instagram weitet seinen bereits in mehreren Ländern laufenden Test auf den ganzen Globus aus. Likes werden nicht mehr angezeigt. Instagram und Facebook hoffen, dass sich die Nutzer mehr auf das Zeigen von Fotos und Videos fokussieren anstatt auf die Anzahl der Likes. Sind diese Zahlen verborgen, hofft man damit den Druck vom Nutzer zu nehmen und den Stress zu vermeiden. Ist das Verstecken der Likes sinnvoll oder völlig nutzlos? Die grossen Anbieter machen ohnehin was sie wollen.

Neben Facebook experimentieren auch Twitter und YouTube mit dem Verbergen von Abruf- und anderen Kennzahlen auf der Plattform. Man hofft offiziell, dass die Erfahrungen der Nutzer verbessert wird ohne dass positive Interaktionen beschnitten werden.

Nach dem Unterdrücken der Likes ist es jedoch für Influencer oder Werber wesentlich schwieriger, den Kunden – also zahlenden Sponsoren – aussagekräftige Zahlen (KPI) zu liefern.

Aussagekräftige KPIs sind keine Zufallszahlen

Wenn mir als Autor diese Kennzahlen wie Likes oder Herzchen, Seitenaufrufe, usw. nicht mehr kostenlos auf Facebook oder Instagram und Youtube angezeigt werden, welche messbaren Kennzahlen stehen mir dann noch zur Verfügung?

Prinzipiell kann man sich fragen, ob Likes, Views wie auch Followers als Kennzahl überhaupt Sinn machen. Selbstverständlich werden die Social Media Plattformen uns Kennzahlen wie “Views” “Reach” “Likes” usw. für Bezahlung anbieten. Zu überprüfen wie diese Daten gesammelt wurden und ob die Resultate stimmen, wird aber weiterhin ein Ding der Unmöglichkeit sein. Mit anderen Worten, weder TikTok noch Facebook und andere geben uns wie vorher schon Zugang zu den Algorithmen und der genauen Methodik, wie die Zahlen erhoben werden. Somit leider nichts Neues. Es geht nach dem Motto: “Take it or leave it.”

Doch auch bei eher klassischen Kampagnen wie für die Energy Challenge in der Schweiz, ist das Erstellen von guten Kennzahlen oder KPI nicht einfach. Bei «20 Minuten», der Gratiszeitung des Tamedia-Verlags, erschienen regelmässig bezahlte PR-Beiträge zum Thema Klima und Energie für die Kampagne Energy Challenge. Können wir dann davon ausgehen, dass Views dieser Artikel, Views der geschalteten Werbung, usw. den messbaren Effekt repräsentieren? Messen diese KPIs den Erfolg oder Misserfolg einer Kampagne?

Hier soll man sich nicht fragen, wie viele Klicks ich da generiere, sondern welche nachhaltigen Auswirkungen diese Kampagne von mehreren Millionen Schweizer Franken bewirkt hat.

  • Habe ich mein Verhalten dank dieser Kampagne geändert?
  • Bin ich mir mehr als vorher bewusst, dass man Energie sparen soll, tue aber in dieser Hinsicht wenig oder nichts?

Was immer unsere Antworten sind und ob sie von der Kampagne Energy Challenge beeinflusst wurden, kann man trotz aller Daten und KPI kaum beweisen.

Nicht nur mit Online Digitalwerbung und Social Media Kampagnen sind die Kennzahlen nicht ideal. Auch Google liefert uns “Bingo Metrics” (Zufallszahlen) die wenig Nutzen bringen. Zum Beispiel, die Grafik unten links zeigt, dass alle Profile im Google My Business mit Bild 30% mehr Anrufe erhalten werden als solche ohne Bild. Nun, was sagt mir diese Zahl von 30%, stimmt sie überhaupt? Wie hat sie Google ermittelt, woher weiss das Unternehmen, wie viele Anrufe ich vorher hatte? Hilft mir diese Zahl, mein Marketing zu verbessern?

Doch wenn es wie heute morgen ist, dass die Anrufer aus Asien mir einfach etwas verkaufen wollen, bringt mir diese Kennzahl wenig bis gar nichts für mein Geschäft. Zweitens ist mir schleierhaft, wie Google diese wohl attraktive Kennzahl von 30% eruiert hat.

Auch die Liste der Trending Videos, welche Google für Youtube sortiert nach Land zur Verfügung stellt macht mich stutzig (siehe rechtes Foto unten). Kann es sein, dass wir Schweizer ausschliesslich Nachrichten von deutschen Medienhäusern lesen wollen? Die Trending Liste beinhaltet nur Nachrichtenangebote aus Deutschland. Doch am Montag nach einem Schweizer Wahlsonntag (wo ich diesen Screenshot gemacht habe) ist es unwahrscheinlich, dass in der Schweiz das meist populäre Video nichts mit den Wahlergebnissen zu tun hätte.

KPI Trend 2020

Die obige Diskussion zeigt, die Social Media Plattformen machen es uns Marketingfachleuten nicht einfach. Erstens wird es schwieriger Kennzahlen zu bekommen (z.B. Anzahl Likes) oder es gibt diese nur gegen Bezahlung. Zweitens, auch 2020 wird es für uns kaum möglich sein, die Qualität der Daten auf welchen die angebotenen KPIs basieren, zu überprüfen.

Deshalb ist es für 2020 besonders wichtig, dass wir uns mit den von uns genutzten KPIs oder Metrics genau auseinander setzen und kritische Fragen stellen:

  • Wie wurden die Kennzahlen erhoben?
  • Können wir die Berechnungen nachvollziehen?

Diese Fragen sollen wir klären, bevor wir Kennzahlen und “Fakten” von z.B. Google trauen. Die Tabelle unten stellt einige Beispiele im Crossmedia Marketing auf (z.B. digital, Print und TV):

Schritt für SchrittMarketing und Social Media – wichtigste Devise für 2020: Mehr Verständnis über die Methodik, Art der Daten, usw.
Ziel für Kennzahl definierenSinn und Zweck der Anwendung der Daten?
Für welche Fragen brauchen wir Antworten?
Welches Problem wird mit Hilfe der Kennzahl gelöst?
Wie werden die Ziele und deren Erreichung gemessen?
Indikatoren entwickelnGibt es Zieldefinitionen die beschreiben, was gute oder unbefriedigende Leistung/Zielerreichung beinhaltet?
Können die Kennzahlen überprüft werden (bei Facebook und TikTok ist dies z.B. nicht möglich)?
Kontrolle durchführenWie werden die Algorithmen, Kalkulationen, Kennzahlen, Smart Contracts, usw. überprüft?
Ist klar ersichtlich, dass diese Kennzahlen und Metrics weder voreingenommen (d.h. unberechtigt gegen bestimmte Dinge/Personen diskriminieren), noch die Algorithmen Fehler machen?
Welche Entscheidungen und nachfolgende Konsequenzen basieren auf den Kennzahlen?

Was ist Ihre Meinung

Viele AI-Systeme präsentieren sich als eine Blackbox. Sie sind nicht transparent, d.h. ihre innere Funktionsweise ist für Menschen nicht nachvollziehbar. Macht Amazon einen Fehler in welchem Buch es mir empfiehlt ist dies vielleicht okay. Sind der Fehler beim Software-Programm, welches meine Kreditanfrage wegen Problemen bei der Nachvollziehbarkeit, Neutralität und Transparenz ablehnt, die vielleicht eine Weiterentwicklung des rechtlichen Rahmens erfordern.

Steve Bartlett (erstes Foto im Beitrag) erwähnte in seinem Talk am Deutschen Marketing Tag vom Deutschen Marketing Verband, dass Social Media weniger wichtig werden als andere Kanäle wie z.B. die Firmenwebseiten oder die klassischen SMS. Die Interaktion und das Engagement ohne Bezahlung von Social Media Nutzern mit Inhalten wird laut seinen Messungen immer kleiner.

So schnell wie TikTok Videos wieder verschwinden, so schnell sind 8 – 16 -jährige Nutzer zu einer anderen Plattform weiter gezogen. Niemand weiss welchen Social-Media-Hit das Jahr 2020 bringt.

Was uns brennend interessiert ist Ihre Meinung.

Zum Beispiel PwC schätzt, das bis 2029, in den industrialisierten Ländern viele Jobs durch Automation und AI wegrationalisiert werden wie:

  1. 30% der Arbeitsplätze im Finanz- und Versicherungsbereich, sowie
  2. 50% der Bürostellen.

Denken Sie PwC liegt richtig mit deren Schätzungen?

Welche KPIs sind in Ihrer Arbeit ein Thema? Beispiele die Top sind und Flops repräsentieren? Bitte um Antwort unten.

Zu guter letzt wünschen wir Ihnen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins 2020.

DSGVO / Marketing / Technologie Beratung

drkpi® ist Spezialist für Datenschutz, Marketing und neue Technologien. Wir verstehen die Herausforderungen, vor denen Unternehmen stehen. Gerne teilen wir unser Wissen mit Ihnen. Kontaktieren Sie uns unter info at drkpi.com 

Interessante Ressourcen

Die Business Innovation Week 2019 wurde zum ersten Mal Anfang Oktober 2019 in Oerlikon, Zürich durchgeführt. Von Dienstag bis Donnerstag gab es Vorträge und Vorführungen, Netzwerken-Möglichkeiten und aktiven Austausch. Auf dem Programm waren auch 2 Vorträge zum Thema Blockchain, beide am Mittwoch.

Hier meine Eindrücke von der Future-Conference @Stage One während der Business Innovation Week.

Grundsätzliches

Die Business Innovation Week mit Hashtag #BIW19 offerierte den Teilnehmern an 3 Tagen Präsentationen zu verschiedenen Themen:

  • Dienstag: InnovationCulture, Co-Working, Leadership, HR, New Work
  • Mittwoch: Technology, ICT, IoT, AI, Data, Cyber Security, Finance 4.0
  • Donnerstag: Marketing, Sales, Brands, Live Communication, Retail

Ich selber schaffte es mit Monika Fischer am Mittwoch dabei zu sein. Um 11 Uhr habe ich dann einen Vortrag gehalten:

Ranglisten von Rednern: Picken Sie sich die Rosinen raus

Seit einigen Jahren weiss ich, dass die Beschreibungen, mit welchen sich die Vortragenden selber beschreiben, oft etwas übertrieben sind. Das war auch dieses Mal sicherlich wieder so bei Titeln wie z.B.:

  • Vordenker
  • Human Resource Capital Evangelist (ein Prediger?)
  • Wirtschaftsphilosoph (früher nannten wir das vielleicht “Futurist” oder Zukunftsforscher, mit Philosophie à la Ralf Dahrendorf, Emanuel Kant oder Ed Locke hat die Arbeit solcher Leute aber sehr wenig gemeinsam)
  • Ikone, usw.

Dabei werden Speakers dann auch oft mit Hilfe von Ranglisten angepriesen, sie sind dann in der Liste der innovativsten Köpfe Europa’s augeführt, und Vieles mehr.

Solche Listen sind sicherlich interessant, wenn man das Thema der Konferenz berücksichtigt. Algorithmen bestimmen den Wert eines Menschen. Eine der Listen ist jedoch für uns von gewisser Bedeutung: Die Liste der innovativsten Länder. Laut WIPO ist die Schweiz die globale Nummer 1 in 2018 was die Anzahl der Innovationen betrifft (siehe Image unten links, da zählen auch Patente, Anzahl Forscher, usw.).

Wie werden solche Ranglisten denn erstellt? Wie qualifiziert man sich für die 2020 Rangliste der Bilanz? Z.B. siehe #digitalshapers19
Wie werden solche Ranglisten denn erstellt? Wie qualifiziert man sich für die 2020 Rangliste der Bilanz? Z.B. siehe #digitalshapers19
2018 WIPO Rangliste für die innovativsten Länder der Welt.
2018 WIPO Rangliste für die innovativsten Länder der Welt.

Es gibt dann auch Listen für die wichtigsten Management Philosophen der Welt und andere teilweise esoterischen Behauptungen. Für fast alles gibt es eine Rangliste. Solche Listen haben eher einen Unterhaltungswert, sind einfach zu verstehen, geben mir einen raschen ersten Eindruck. Sie können uns auch dazu anspornen, besser zu werden in dem was wir tun.

Doch diese Ranglisten sind mit Vorsicht zu geniessen, denn die Vielfalt der Faktoren, welche z.B. ein Land innovativ machen, einen Menschen zu einem wichtigen Philosophen, usw. können nicht alle mit einbezogen werden. Ohne Mut zu starken Vereinfachungen, Lücken und mehr oder weniger willkürlichen Gewichtungen kann dies nicht in eine einzige Indexzahl gepresst werden.

Auch Zeitungen machen liebend gerne solche Ranglisten (siehe z.B. die #digitalshapers19 von der Bilanz oben rechts als Image).

Leider ist die Aufnahme einer Person in eine Rangliste kein Garant, dass wir einen Vortrag bekommen, der sich durch Tiefgang, Wissen und Qualität auszeichnet :-( .

Bei der Future-Conference @StageOne war es sogar der Fall, dass ich von dem Speaker, der sich mit tollen Rankings hervorgehoben hat, im Vortrag besonders enttäuscht wurde. Auf der anderen Seite, wenn die glühende Vorstellung lediglich auf das Thema – nicht auf die Person – zugeschnitten war (was wird erläutert, wie, warum ist es wichtig) , fand ich die Qualität des Vortrag meistens recht gut.

Trotz aller Technologie, oder vielleicht auch gerade deswegen, hat man die Qual der Wahl und muss sich bei vielen paralellen Sessions für etwas entscheiden. Zur Not verlässt man nach ein paar Minuten den Raum wieder, oder, hoffentlich, man sitzt gebannt und hört zu.

Mit dicken Pinselstrichen

Neben guten Vorträgen gibt es an solchen Events aber auch immer wieder andere innovativen Sachen zu sehen , z.B. in den Hallen für Aussteller wo sich auch viele Besucher aufhalten.

Innovativ fand ich diesmal die Idee der “Artwall on Tour”, die in der Future Conference Halle vorgestellt wurde. Diese Idee ermöglicht es Firmen, eine mobile Wand behangen mit Kunststücken zu mieten und diese in der Firma – zum Beispiel im Eingansbereich – aufzustellen. Diese Bilder können dann bis zu 4 x im Jahr ausgewechselt werden. Bei der Business Innovation Week standen einige dieser Wände in der Halle und man konnte die Kunststücke bewundern oder auch erwerben.

Hier ein kurzes Video dazu und was ich darüber denke. Artwall-Initiantin ist Petra Rüegg und ihre Vision war: “Schaffen Sie Raum für inspirierende Oasen zum Eintauchen und Innehalten!”

Gut finde ich, dass so die Kunst z.B. die Eingangshalle verschönert, die Mitarbeiter sich inspirieren lassen oder einfach die Kunst geniessen können und der Künstler eine Ausstellungsfläche bekommt.

Schlussfolgerungen und Ihre Meinung

Was ist Ihre Meinung?

Mein Fazit ist, dass sich der Besuch an der Business Innovation Week 2019 gelohnt hat. Die Thementage haben es mir erlaubt, meinen Besuch auf einen Tag zu limitieren und einige wenige weitere Vorträge online zu verfolgen.

Ich traf interessante Leute, besuchte inspirierende Vorträge und gewann neue Ideen. Ich freue mich auf eine weitere Veranstaltung der Business Innovation Week in 2020.

Hier meine Fragen an Sie:

  • Welches sind die Top 2 oder 3 Kriterien anhand deren Sie sich entscheiden, ob Sie an einer Konferenz teilnehmen wollen oder eben nicht? Was zeichnet für Sie eine gute Konferenz aus?
    Für mich: Vorträge bei denen ich neue Dinge, Fakten, Forschungsresultate, usw. erhalte.
  • Wann haben Sie das Gefühl das es Ihnen zu anstrengend wird?
    Für mich: Nach 8 Std. bin ich nicht mehr aufnahmefähig was Vorträge betrifft. Vielleicht empfinde ich sogar sensorische Überbelastung.
  • Was bringen Ihnen die Social Events wie z.B. Abends ein Apéro oder bevorzugen Sie ein Abendessen zum Netzwerken.

Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA erteilte am 26. August 2019 der Sygnum und Seba Crypto je eine Bank und Effektenhändlerbewilligung. Doch was ist der Status Quo der Blockchain Technologie? Kann der Geldwäschereigesetzgebung und der “Know Your Customer” Regulierung genüge getan werden?

Diese Woche hatte ich das Privileg mich mit einer Gruppe von Finanzexperten der Credit Suisse treffen zu dürfen. Ich hielt einen Vortrag über Blockchain Technologie. In den persönlichen Gesprächen und Diskussionen mit den Teilnehmern haben wir zusammen interessante Details zum Blockchain Banking diskutiert. Dies ist der 4. Beitrag in unserer Serie zum Thema Blockchain und baut auf unserer Einführung über Blockchain auf. Hier stelle ich auch Teile der von mir gemachten Präsentation zur Distributed-Ledger Technologie vom 27. August 2018 vor.

Im Blogeintrag erkläre ich die Unterschiede der zur Zeit meist genutzten Arten von Blockchains. Zur Behauptung in der NZZ, dass der Krypto-Finanzplatz Schweiz nun Tatsache ist, äussern wir uns ebenfalls.

Wie funktioniert Blockchain?

Blockchain ist eine dezentrale Datenbank, die auch Distributed-Ledger Technologie (dezentral geführte Kontobuchtechnologie) oder DLT bezeichnet wird.  DLT oder das digital verteilte Kassenbuch erlaubt die transparente Dokumentation von Transaktionen. Anstatt nur ein einziges Kassenbuch an einem einzigen Ort gibt es viele gleichberechtigte Kassenbücher an verschiedenen Orten. Diese Kopien der Kassenbücher werden in einem automatisierten Konsensprozess konsistent gehalten. Das stellt sicher, dass diese identische Kopien sind.

Sobald zwischen einem Absender und einem Empfänger eine Datentransaktion stattfindet, wird erst mit den anderen Computern im Netzwerk verglichen, ob diese Änderung gültig ist. Ist die Änderung gültig, wird die Transaktion in einen neuen Block gepackt und an den letzten Block, d.h. an die Transaktion, drangehängt. Jede Transaktion ist ein Datensatz, welcher einen Hashwert, also einen eindeutigen, digitalen Fingerabdruck hat.

Dieser Hashwert des vorangegangenen Datensatzes wird ebenfalls mit dem nächsten Datensatz gespeichert. So entsteht eine Verkettung von Blöcken. Die Blockchain.

Dank dem Hashwert ist eine nachträgliche Änderung der Daten nicht möglich. Erzwingt man dies, ist die Integrität des Gesamtsystems beschädigt. Das wird dokumentiert und jeder Nutzer kann es sehen und nachvollziehen.

Blockchain ist neuer: Doch zentrale Elemente wie Distributed Computing (seit 1960 und 1970 das Ethernet) sowie asymmetrische Kryptografie (1974 Merkle's Puzzle und 1977 Rivest, Shamir & Adelman) gibt es schon eine Weile.
Blockchain ist neuer: Doch zentrale Elemente wie Distributed Computing (seit 1960 und 1970 das Ethernet) sowie asymmetrische Kryptografie (1974 Merkle’s Puzzle und 1977 Rivest, Shamir & Adelman) gibt es schon eine Weile.

Öffentliche oder private Blockchain: Was sind die Gemeinsamkeiten?

Öffentliche und private Blockketten haben viele Dinge gemeinsam, wie z.B.:

  • Bei öffentlichen wie auch privaten Blockchains handelt es sich um dezentrale Peer-to-Peer-Netzwerke, bei denen jeder Teilnehmer eine Kopie eines gemeinsamen Nur-Anhang-Ledgers von digital signierten Transaktionen führt.
  • Beide halten die Replikate der Transaktionen über ein Protokoll, das als Konsens bezeichnet wird, synchron. Das heisst, jeder Teilnehmer in der Blockchain hat dieselben Transaktionen oder dieselbe Kopie eines Kassenbuches auf seinem Server.
  • Beide, öffentliche und private Blockchains, bieten bestimmte Garantien für die Unveränderlichkeit des Ledgers. Ein Beispiel ist das Konsensprotokoll, welches hilft, die Transaktionen zu verifizieren.

Eine Blockchain wird privat oder halbprivat genannt, wenn der Konsens-Prozess nur von einer begrenzten und vordefinierten Teilnehmerzahl erreicht werden kann. Schreibzugriff wird von einem Unternehmen vergeben und Leserechte können öffentlich oder eingeschränkt sein. Natürlich gibt es noch weitere wichtige Faktoren, die unten erklärt werden.

Public Blockchain

Eine public Blockchain (oder öffentliche Blockchain) ermöglicht jedem, im offenen Ökosystem zu partizipieren. Dabei muss das Protokoll des Netzwerkes genutzt werden. Die Peer-To-Peer (P2P) Transaktionen finden im dezentralisierten Netz statt, d.h. kein Mittelsmann ist nötig.

Das zugrundeliegende Blockchain-Protokoll bietet ein Betriebssystem, das es einer Gruppe von Personen, die sich nicht kennen oder sich vertrauen, ermöglicht, sich mit einem Ziel vor Augen zu organisieren. Bei Blockchains die Bitcoin, Litcoin oder Zcash handeln, können z.B. Produkte mit diesen Cryptowährungen bezahlt werden. Das geschieht, ohne das man die wirkliche Identität des Lieferanten oder des Kunden kennt.

Vorteile sind eine erhöhte Sicherheit, die jedoch zu Lasten der Geschwindigkeit von Transaktionen geht und viel Energie verbraucht (auch Overhead genannt). Das Bitcoin-Protokoll ist Open Source, jeder kann das Protokoll nehmen, es teilen (den Code ändern) und seine eigene Version von P2P-Geld starten.

Bitcoin Geldwäscherei und “Know your Customer” Regulierung

Am 26. August 2019 hat die Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) zwei Blockchain-Dienstleistern die Banklizenz erteilt, was weltweit einmalig zu sein scheint. Dabei agieren Seba und Sygnum nicht als Börse, sondern als Gegenpartei bei Geschäften ihrer Kunden mit Kryptowährungen. Doch könnte dies eine Hintertür für schmutziges Geld bedeuten. Der Handel von Bitcoin wird auf einer öffentlichen Blockchain abgewickelt. Demzufolge kennen beim Originaleinkauf weder Seba noch Sygnum die Verkäufer. Auch wenn sie diese von einer Person kaufen, welche sie vielleicht kennen, hat diese die Bitcoins oder Tokens vielleicht von jemandem gekauft, der in einen Korruptionsfall verwickelt ist.

Das heisst, wenn Seba oder Sygnum diese Kryptowährungen wie Bitcoin auf deren öffentlichen Blockchain gekauft haben, um diese ihren Kunden anbieten zu können, wie waren sie in der Lage die Anti-Geldwäscherei und die “Know Your Customer” Regulierung zu erfüllen? Die FINMA schreibt dazu:

 … dürfen die von der FINMA beaufsichtigten Institute Kryptowährungen oder andere Token grundsätzlich nur an externe Wallets ihrer eigenen, bereits identifizierten Kunden schicken und auch nur von solchen Kryptowährungen oder Token entgegennehmen.

FINMA-Aufsichtsmitteilung: Konsequente Geldwäschereibekämpfung im Blockchain-Bereich (26. August 2019).

Diese zwei Dinge erscheinen uns unklar:

  • Woher kommen die ersten Tokens, welche diese beiden Bankinstitute sich zulegten, um ihren Kunden Kryptowährung überhaupt anbieten zu können? Wenn sie aus der Blockchain wie Bitcoin stammen, müssen wir uns fragen, wie dem Geldwäschereigesetz genüge getan wurde.
  • Wenn die ersten Tokens von Kunden kommen, mit denen die Bank jetzt Geschäftsbeziehungen aufbaut, fragen wir: Woher haben sich diese Parteien die Bitcoins verschafft? Sind sie aus einer Public Blockchain wie Bitcoin gekommen, stellt sich die Frage: Was wissen wir über die Gegenpartei? Weil beide Verkäufer und Käufer anonym sind, wissen wir nichts.

In diesem Zusammenhang bekräftigt die FINMA, wie robust ihr Verfahren zur Bekämpfung der Geldwäscherei ist. Doch die obigen Fragen werden in den publizierten Unterlagen nicht klar beantwortet. Die genau gleiche Diskussion findet zur Zeit auch in London statt. Hier bieten Visa und Coinbase eine neuartige Kreditkarte an. Der Kunde begleicht seine monatliche Kreditkartenrechnung mit Hilfe der im Coinbase Depot gehaltenen Kryptowährungen. Auch hier wird noch daran gezweifelt, ob Coinbase und Visa mit diesem Angebot Geldwäschereigesetze oder “Know your Customer” Regulierungen erfüllen.

Jeder Nutzer verschlüsselt seine Nachricht mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers. Nur dieser kann die Nachricht lesen, indem er seinen privaten Schlüssel für die Entschlüsselung nutzt. Diesen privaten Schlüssel teil er mit niemandem, er bleibt geheim.
Jeder Nutzer verschlüsselt seine Nachricht mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers. Nur dieser kann die Nachricht lesen, indem er seinen privaten Schlüssel für die Entschlüsselung nutzt. Diesen privaten Schlüssel teil er mit niemandem, er bleibt geheim.

Private Blockchain

Diese steht einer bestimmten Gruppe zur Verfügung, mit zentralen Verantwortlichen wie z.B. innerhalb eines Unternehmens mit Tochtergesellschaftern und Länderniederlassungen. Der Verantwortliche kümmert sich um die Instandhaltung der Blockchain. Das Unternehmen bestimmt z.B., wer welche Aktionen ausführen darf und wer Zugang zu bestimmten Daten auf der Blockchain erhält.

Hier wird der Konsens über die Abstimmung der zentralen Verantwortlichen erzielt, die Nutzern innerhalb des Netzwerks Miningrechte gewähren oder auch entziehen kann. Dadurch ist die private Blockchain zentralisierter als die Public Blockchain aber dennoch kryptographisch gesichert.

Das Unternehmen behält die Kontrolle über die Einsicht der internen Unternehmensaktivitäten. Bei einer öffentlichen Blockchain hätte die Konkurrenz theoretisch ebenso Einblick in die privaten Geschäfte der Firma.

Semi Private (Halbprivate) Blockchain

Halbprivate kettenbasierte oder Blockchain Anwendungen werden von einem einzigen Unternehmen ausgeführt. Dieses gibt jedem Benutzer, der sich qualifiziert, Zugriff. In der Regel richtet sich diese Applikation an Business-to-Business-Anwender.

Als Beispiele können wir eine Marke oder Unternehmen nennen, das seine Lieferanten oder Anbieter wie auch Distributoren auf die Blockchain nimmt. Dies erlaubt die genaue Nachverfolgung eines Komponenten für eine Maschine, den Aufzug, das Medikament von dessen Herstellung bis zum Verkauf. Auch Wartungsarbeiten können eingebaut werden, d.h. wenn ein Techniker ein Ersatzteil ersetzt, kann auch diese Information in die Blockchain eingegeben werden.

Konsortium / Federated Blockchain

Eine Konsortium Blockchain bringt oft z.B. Banken zusammen, welche einen für sie wichtigen und oft getätigten Service schneller und genauer abwickeln wollen. Beispielsweise plant JPMorgan Chase ein bestehendes Blockchain-Projekt, um Abwicklungsfunktionen zu erweitern. Das auf Blockchain Technologie basierte Interbank Information Network (IIN) wurde 2017 von JPMorgan Chase, der australischen ANZ-Bank und der Royal Bank of Canada eingerichtet. Es ermöglicht Probleme wegen fehlerhaften oder aus Compliance-Gründen aufgehaltenen Zahlungen schneller zu lösen. Dies kann sonst manchmal Wochen dauern, wenn mehrere Banken entlang der gesamten Zahlungskette involviert sind.

Rund 5 bis 20% der Zahlung scheitern an Fehlern oder Compliance Problemen laut JPMorgan Chase und deren Experten. Neue Blockchain Features sollen deshalb bis zum Ende September 2019 von den 220 Bankmitgliedern genutzt werden können.

Bei einer Konsortium Blockchain wie dem Interbank Information Network wird ein Konsensmechanismus genutzt. In einem Code ist z.B. festgelegt, dass eine Transaktion bzw. ein Block oder eine Entscheidung innerhalb des Netzwerks nur als wahr angenommen werden darf, wenn mehr als eine festgesetzte Anzahl beteiligter Institute diese bestätigen. Dies hilft dem Konsortium einen Konsens zu erzielen. Dies bedeutet, dass man nicht wie in der privaten Blockchain auf die Entscheidung eines Einzelnen warten muss. Da wir hier in der Federated Blockchain eine definierte Mehrheitsentscheidung brauchen, sind betrügerische Aktivitäten von einzelnen Teilnehmern verhindert.

Wie ist Ihre Meinung dazu?

Blockchain ist ein dezentrales Buchführungssystem. Die Blockchain oder Blockkette hat verschiedene Bestandteile (Blöcke), die zu einer Kette verbunden sind. Zur Zeit geht die Entwicklung rasant voran. Blockchains sind ein Nischenprodukt, welches sich speziell für die Sicherung und Optimierung von Lieferketten im B2B Bereich eignen.

Natürlich können Krypto-Währungen in traditionelle Finanzprodukte verpackt werden. Doch sind Krypto-Assets keine Alternative zum seriösen Bankgeschäft. Da ändern auch die zwei Banklizenzen an Schweizer Blockchain-Dienstleister wenig. Nein, ein Stromstoss für den Finanzplatz ist dies nicht, auch wenn die NZZ dies behaupten mag. Denn ob überhaupt und auch wie sich spekulative Kryptowährungen wie Bitcoin oder Coinbase langfristig bei seriösen Anlegern behaupten können, steht in den Sternen. Jedoch können Blockchain Technologien helfen, die Dienstleistungen im Finanzsektor effizienter und effektiver zu machen. Das auf Blockchain Technologie basierte Interbank Information Network (IIN), das 2017 von JPMorgan Chase, der australischen ANZ-Bank und der Royal Bank of Canada gegründet wurde, beweist dies sehr gut.

Was uns natürlich interessiert ist Ihre Meinung. Schreiben Sie Ihr Kommentar unten am Beitrag.

  1. Kennen Sie Beispiele von erfolgreichen Blockchains, welche helfen, Transaktionsprozesse (siehe Bsp. JPMorgan Chase oben) oder Lieferketten zu beschleunigen oder Fehler zu minimieren?
  2. Haben Sie schon einmal Daten in eine Blockchain eingetragen? Was sind Ihre Erfahrungen in Sachen Nutzerfreundlichkeit, usw.?
  3. Was sind Ihre Erfahrungen mit Crypto-Währungen? Als Zahlungsmittel oder Instrument zur Spekulation?

Danke an Oliver Christen, Claude Lüthi und Josef (Sepp) Zellweger für die Organisation des Events. More about Credit Suisse.

CS Event zum Thema Alfred Escher an der ETH © ETH Zürich / Alessandro Della Bella.

Im Geschäftsleben wird man oft zu Veranstaltungen eingeladen. Diese können rein zu Verkaufszwecken gedacht sein. Andere dienen eher der Verbesserung der Markenstärke oder der Verbesserung des Markenimages.

Kürzlich organisierte die Credit Suisse ein Event, welches zur Stärkung der Marke beim Zielpublikum diente.

An der Agenda unten erkenntlich, versprach der Abend sehr interessant zu werden.

Wie mein Kurzbericht zeigt, ist dies Hans Baumgartner und seinem Team auch voll gelungen. Danke.

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CS Event zum Thema Alfred Escher an der ETH: Agenda
CS Event zum Thema Alfred Escher an der ETH: Agenda

Alfred Escher: Strategie ist wichtig

Nach einer kurzen Einführung sprach Josef Jung über Johann Heinrich Alfred Escher vom Glas, bekannt als Alfred Escher. Dieser wurde am 20 Februar 1819 geboren und verstarb am 6. Dezember 1882.

Escher hatte verschiedene politische Ämter inne und spielte eine wichtige Rolle, was Gründung und Management der ETH Zürich, Credit Suisse, Swiss Life und dem Gotthard Tunnel anbelangt.

Er ist eine Ausnahmefigur in der Geschichte der Schweiz. Escher war unter anderem auch ein Eisenbahnpionier und die treibende Kraft hinter dem 1882 eröffneten ersten Gotthard Tunnel. Am Gotthard wurde er jedoch zum Sündenbock.

Während der kurzen Präsentation wurde uns Zuhörern klar, dass Escher sicherlich zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen war. Er konnte im damaligen Entwicklungsland Schweiz vieles bewegen, eckte dabei jedoch auch an und machte sich Feinde.

Klar wurde auch, dass bei all seiner Arbeit immer eine Strategie oder ein Plan Pate gestanden hatte. Der Referent Professor Jung betonte dabei, dass es auch heute noch wichtig sei, die richtige Strategie möglichst gut umsetzen zu können.

Das Thema, von der Idee zur Innovation zu entwickeln und diese dank guter Strategien erfolgreich auf dem Markt umzusetzen, beschäftigte uns auch für den Rest des Abends (siehe unten).

SCEWO AG: Innovation und Entrepreneurship

Als nächsten Teil des Abends gab es eine Einführung in ein innovatives Projekt – der SCEWO Rollstuhl – welcher es schafft, Treppen zu erklimmen.

Dabei handelt es sich um ein Escher Beispiel par excellence. Erfindung mit Technik, geschützt durch Patente. Doch jetzt braucht es die richtige Strategie, um dieses Unternehmen zum Erfolg führen zu können. Auf Neudeutsch: Execution, Execution…

Bernhard Winter und Pascal Buholzer (zwei der Mitgründer – Thomas Gemperle ist der Dritte im Bunde – der SWECO AG – ETH / Zürcher Hochschule der Künste Spinoff) demonstrierten den neuen Rollstuhl, der Treppen erklimmen kann (siehe auch das zugehörige YouTube Video weiter unten).

CS Event: ETH Robotics Lab Demo - Bernhard Winter - Miterfinder - SCEWO Rollstuhl meistert auch Treppen.
CS Event: ETH Robotics Lab Demo – Bernhard Winter – Miterfinder – SCEWO BRO Rollstuhl meistert auch Treppen.

Pascal und Bernhard waren bis vor kurzem Pioneer Fellows der ETH. Als solche erhielten sie 150 kCHF über 12-18 Monate, sowie ein umfangreiches Mentoring und Trainingsprogramm. Während der Dauer des Programms wurden sie im ieLab betreut, inklusive kostenlosem Büro und Zugang zu Ressourcen und Geräten.

P.S: Das Programm wird von der ETH Foundation (d.h. Spendern) und der ETH finanziert.

Diese Art von Unterstützung kenne ich noch von meiner Zeit an der Aalborg Universität. Die Erfinder werden neben der Betreuung von Entrepreneurship Experten auch von Professoren und Professorinnen verschiedener Fachgebiete unterstützt. Der Zugang zu technischen Geräten hilft ebenfalls dabei, die Kosten möglichst tief zu halten.

Die Idee hinter dem Scewo Rollstuhl finde ich spitze und bin überzeugt, dass die Produktzielgruppe auf eine solche Erfindung gewartet hat. Wenn mit dem Rollout alles klappt wie geplant, sollte den Erfindern der Erfolg gewiss sein.

Ich hatte die Möglichkeit, die Technologie gleich selber kurz zu testen und war sehr beeindruckt (siehe unten).

CS Event: ETH Robotics Lab Demo - SCEWO Rollstuhl selber ausprobieren und mit App steuern.
CS Event: ETH Robotics Lab Demo – SCEWO BRO Rollstuhl selber ausprobieren und mit App steuern. Foto Heinz Studer.

Robotics Lab

Neben der Demonstration des innovativen SCEWO BRO Rollstuhl bekamen wir ebenfalls eine kurzen Einblick in die Robotic.

Während der kurzen Präsentation wurden wir mehrmals darauf hingewiesen, dass der Programmierungsaufwand nicht unterschätzt werden sollte. Es bedarf unzähliger Linien von Codes und Monate andauernde Kodierung durch diverse Leute, bis dann der Minimal Viable Prototype steht. Danach stehen Verbesserungen an, die wiederum viele Arbeitsstunden in Anspruch nehmen, um den Erfolg sicher zu stellen.

Ohne Ausdauer klappt auch hier nichts.

Hier noch einige visuelle Eindrücke von unserem Besuch im Lab.

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IHRE MEINUNG? DISKUTIEREN SIE MIT!

Übrigens, das Event hat sehr gut gezeigt, dass der Erfolg einer Innovation im Markt nicht nur von einer guten Strategie, sondern auch vom Marketing abhängig ist. Vor allem Word-of-Mouth Marketing hilft dabei, das Produkt bei verschiedenen Zielgruppen (z.b. Investoren und Kundengruppen) bekannt zu machen.

Was ist Ihre Meinung?

  • Haben Sie Vorschläge, wie SCEWO AG die nächste Finanzierungsrunde besonders erfolgreich abschließen könnte?
  • Haben Sie interessante Beispiele zum Thema Start-ups?
  • Was lieben Sie besonders an Robotern?
  • Erzählen Sie uns gerne von Ihren Erfahrungen in einem Kommentar.

Wir freuen uns über Ihr Feedback.

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Weitere interessante Ressourcen gibt es hier:

  1. Autonomous Systems Lab
  2. Robotics Systems Lab
  3. ETH Foundation Zurich

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Der SCEWO BRO im Härtetest.

KI macht die Arbeit.... schön wäre es...

Künstliche Intelligenz wird zunehmend Anwendung im Unternehmen finden, bringt neben neuen Möglichkeiten jedoch auch diverse Herausforderungen mit sich.

Wie Wiliam Gibson mit den Worten „Die Zukunft ist schon da, sie ist nur noch ungleich verteilt“ schon andeutete, werden die neuesten Techniken bereits in kleinerem Maße getestet, um zu prüfen, ob die Technik skalierbar ist und bald auch in Berufsalltag und Privatleben Einzug finden könnte.

Allerdings tun sich bei der Implementierung neuer Technologien teilweise Probleme auf, die erst bei Anwendung und testen im Alltag zutage treten.

Zu diesem Thema haben wir in unserem White Paper zu Artificial Intelligence vom Deutschen Marketing Verband (DMV) bereits einige interessante Anhaltspunkte für Sie zusammengefasst.

Auf Basis dessen spricht Urs E. Gattiker in unserem neuen Video darüber, wie wir uns AI im Marketing zunutze machen könnten, wann wir eingreifen müssen, um Fehler zu vermeiden und wo die Grenzen der Algorithmen liegen.

Urs E. Gattiker zu AI im Marketing

Marketing Club Rhein-Neckar: Veranstaltung zum Thema

Am 18. Februar 2019 war Urs beim Marketing Club Rhein-Neckar zu Gast und hielt dort einen Vortrag zum Thema Artificial Intelligence.

Mit unseren White Papern ausgestattet, erschien er an diesem Montag in Mannheim und sprach über die Möglichkeiten und Risiken, die Künstliche Intelligenzen im Marketing zukünftig mit sich bringen werden.

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Der Begriff “Artificial Intelligence” (AI) wird für verschiedene Technologien angewendet. Das fängt an mit einfachen Computerprogramm welche helfen Aufgaben zu automatisieren. Komplexer wird es mit neuralen Netzwerken. All diese Systeme helfen mit der Datenverarbeitung und nutzen auch maschinelle Lernalgorithmen.

Obwohl AI – auf Deutsch Künstliche Intelligenz (KI) genannt – als Begriff verbreitete Verwendung findet, ist es schwierig zwischen tatsächlichen und angeblichen KI-Unternehmen zu unterscheiden.

Aber nicht nur ist der Einsatz dieses Begriffes oft verwirrend für einen Beobachter der Szene, auch die White Papers verwirren oft. Z.B. hat MCC Ventures im März 2019 einen Report in Sachen AI Start-Ups in Europa veröffentlicht. Der Report zeigt viel Material von Gartner… und stellt Schlussfolgerungen welche anhand der Methodik und Angaben schwehr verständlich sind:

“We individually reviewed the activities, focus and funding of 2,830 purported AI startups in the 13 EU countries most active in AI – Austria, Denmark, Finland, France, Germany, Ireland, Italy, the Netherlands, Norway, Portugal, Spain, Sweden and the United Kingdom. Together, these countries also comprise nearly 90% of EU GDP. In approximately 60% of the cases – 1,580 companies – there was evidence of AI material to a company’s value proposition.

The State of AI 2019: Divergence, S. 99

Der Report behauptet, dass 40% von den Unternehmen in 13 europäischen Ländern, welche sich als KI-Unternehmen positionieren, wahrscheinlich gar keine KI-Technologie einsetzen.

Unklar ist, wie diese Stichprobe gemacht wurde, d.h. welche Firmen ausgewählt wurden und die Materialien welche die Analysten ausgewertet haben um zu diesem Schluss zu kommen.

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Wie auch in unserer Studie weisen die Autoren darauf hin, dass was AI darstellt nicht einfach zu definieren ist. Im oben erwähnten Report wird Machine Learning der KI gleichgesetzt. Doch neben Deep Learning und Functional Reasoning – wie wir in unserem White Paper erklären – hat AI ganz verschiedene Facetten

Ausdauer und Präzision sind der Trumpf der Maschine. Der Mensch ist besser als die Maschine, wenn Einfühlungsvermögen und Improvisation gefragt sind.
Ausdauer und Präzision sind der Trumpf der Maschine. Der Mensch ist besser als die Maschine, wenn Einfühlungsvermögen und Improvisation gefragt sind.

Alles in allem, eine weitere gelungene Veranstaltung zum Thema bei einem Marketing Club vom Deutschen Marketing Verband.

Weitere wichtige Ressourcen gibt es hier:

  1. Neueinstellung in der Marketingabteilung: Künstliche Intelligenz
  2. Was macht ein System Experte (What makes a system expert)
  3. #ccTIM Was ist künstliche Intelligenz?
  4. #ccTIM Roboter löst Chaos in unserer Küche
  5. Alexa: Du diskriminierst schon wieder oder was tun Algorithmen?

Auch interessant: unser vergangenes #MCLago AI Event vom 24. Januar 2019 mit Renata Jungo Brüngger von Daimler, der ZF, Wintersteiger AG und birds on mars. Mehr unter: MCLago Competence Circles

Die Slides zum Vortrag beim Event des Marketing Club Rhein-Neckar mit weiteren interessanten Infos gibt es  > hier zum Download <

Team Work kann der Mensch besser als die Maschine.
Team Work kann der Mensch besser als die Maschine.

IHRE MEINUNG? DISKUTIEREN SIE MIT!

Was ist Ihre Meinung?

  • Was glauben Sie, mit vielen KI-Systemen Sie täglich im Kontakt sind?
  • Haben Sie interessante Beispiele zum Thema Artificial Intelligence und Marketing?
  • Erzählen Sie uns gerne von Ihren Erfahrungen in einem Kommentar.

Wir freuen uns über Ihr Feedback.

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Marketing hat die Aufgabe die Bedürfnisse des Kunden zu eruieren und zu verstehen. Dieses Wissen hilft uns neue Produkte zu entwickeln, die diese Kundenbedürfnisse bestmöglichst abdecken. 

“Bestmöglichst” heisst, alles mit einem guten Preis- / Leistungsverhältnis zu verbinden. Bei neuen Technologien stellt sich natürlich immer wieder die Frage, ob diese auch wirklich gebraucht werden:

Technologie ist kein Garant für den Markterfolg. Deshalb muss deren Mehrwert für Kunden klar ersichtlich sein.  

iVAULT COO

Blockchain ist heute in aller Leute Munde. Es ist ein dezentrales Buchführungssystem. Doch wie kann es z.B. in der Logistik oder gegen gefälschte Produkte genutzt werden?

Daten zeigen, dass der internationale Handel mit gefälschten und nachgeahmten Produkten bis zu 3 % des Welthandels ausmacht, Tendenz steigend (OECD/EUIPO, 2016).

Wir zeigen hier kurz auf, wie die Blockchain helfen kann, die eigene Lieferkette gegen gefälschte Produkte zu schützen. Gebiete sind Arzneimittel, Medizinprodukte, Gesundheitswesen, Patientendaten, Container Shipping, usw.

1. Blockchain in der Praxis

Blockchain ist eine dezentrale Datenbank, welche wie ein Distributed Ledger oder verteiltes Kassenbuch funktioniert. Es erlaubt die transparente Dokumentation von Transaktionen.

Anstatt nur ein einziges Kassenbuch an einem einzigen Ort gibt es viele gleichberechtigte Kassenbücher an verschiedenen Orten. Diese Kopien der Kassenbücher werden in einem automatisierten Konsensprozess konsistent gehalten. Das stellt sicher, dass diese identische Kopien sind.

Sobald zwischen einem Absender und einem Empfänger eine Datentransaktion stattfindet, wird erst mit den anderen Computern im Netzwerk verglichen, ob diese Änderung gültig ist.

Ist diese gültig, wird die Transaktion in einen neuen Block gepackt und an den letzten Block, d.h. Transaktion drangehängt. Jede Transaktion ist ein Datensatz, welcher einen Hashwert, d.h. einen eindeutigen, digitalen Fingerabdruck hat.

Dieser Hashwert des vorangegangenen Datensatzes wird ebenfalls mit dem nächsten Datensatz gespeichert. So entsteht eine Verkettung von Blöcken.

Dank dem Hashwert ist eine nachträgliche Änderung der Daten nicht möglich. Erzwingt man dies, ist die Integrität des Gesamtsystems beschädigt. Das wird dokumentiert und jeder Nutzer kann es sehen und nachvollziehen.

Blockchain = dezentrale Datenbank. Jeder Datensatz wird durch die Speicherung des Hashwerts (= eine Art digitaler Fingerabdruck) des vorangegangenen Datensatzes gesichert.
Blockchain = dezentrale Datenbank. Jeder Datensatz wird durch die Speicherung des Hashwerts (= eine Art digitaler Fingerabdruck) des vorangegangenen Datensatzes gesichert.

2. Blockchain und Supply Chain

Für das Unternehmen stellt sich die Frage, inwiefern die folgenden Vorteile der Blockchain Technologie im Verkauf seiner Produkte wichtig sind, wie z.B.:

  • Authentizität: Der Kunde kann sich sicher sein, dass er ein Originalprodukt und keine Fälschung erhält.
  • Compliance: Einhaltung der Regeln wie z.B. Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).
  • Information Security: Die Sicherheit der Kundendaten wird gewährleistet.
  • Kostensenkung: Reduktion des Verwaltungsaufwands und Beschleunigung der Transaktionen.

Das folgende Video illustriert diese Fragestellung:

Die iVAULT Blockchain für Hersteller und Kunden – www.vaultsecurity.io

Vorteil Beispiel 1

Luxus Produkte werden über die eigenen Läden wie auch Grosshändler verkauft. Dabei wird mit aktiver Preispolitik der Markenwert und deren Image gepflegt.

Die Blockchain hilft dabei nachzuvollziehen, wo das Endprodukt verkauft wurde und an welchen Endkunden. Dies bringt dem Hersteller unter anderem den Vorteil, dass er genau kontrollieren kann, wer das Produkt verkauft.

Dabei kann auch festgestellt werden, wer empfohlene Preise unterbietet und damit das Prestige der Marke untergräbt.

Vorteil Beispiel 2

Ein Hersteller eines Medizinproduktes kämpft in einigen Märkten gegen einen hohen Prozentsatz von gefälschten Produkten. Auch hier kann die Blockchain den Hersteller dabei unterstützen, die Imitationen aus seiner Lieferkette fern zu halten. Kennzeichnungen der Produkte werden z.B. in der Blockchain gespeichert. Alle Produkte können mehrfach gekennzeichnet werden, zusätzlich zur

  • Fabrikationsnummer für das Produkt, wie auch
  • Markierungen des Materials,
  • RFID Chips, usw.

Dies bringt wiederum zwei Vorteile:

  1. Der Kunde weiss, dass er keine Fälschung vom Online Händler oder vom Laden vor Ort bekommen hat. Vereinfacht gesagt scannt er mit seinem Smartphone die Markierung des Gerätes. Er erhält dann die Bestätigung, dass er ein Original in der Hand hält. 
  2. Der Hersteller weiss, wo sich sein Produkt befindet. Diese Information kann wiederum dazu genutzt werden, um die Garantiearbeiten zeitnah ausführen zu können. Falls notwendig, kann der Kunde auch gebeten werden den Händler zwecks Reparatur aufzusuchen. Hier hat der Händler vom Gerät unter Umständen Informationen zur Hand, gemäss derer er feststellen konnte, dass ein Teil der Maschine ersetzt werden muss. 
Blockchain Technologie im industriellen Gebrauch - B2B und die iVAULT App.
Blockchain Technologie im industriellen Gebrauch – B2B und die iVAULT App.

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit!

Ziel und Definition des Erfolges sind wichtige Schritte auf dem Erfolgspfad, wenn es um die Einführung neuer Technologien geht. Dies ist die Grundlage für ein evidenzbasiertes Handeln. 

Blockchains lassen sich in verschiedenen Bereichen nutzen. Logistik wie auch Schutz vor gefälschten Produkten in der Supply Chain sind 2 Möglichkeiten.

Doch für viele Nutzer ist eine (relativ) idiotensichere Benutzeroberfläche Bedingung. Erst damit ist der Blockchain ihr Durchbruch im Markt gesichert.

Aber was uns natürlich brennend interessiert, ist Ihre Meinung:

  1. Welchen Ratschlag haben Sie, wenn es um das Erstellen eines Prototypen geht?
  2. Was charakterisiert in Ihrem Umfeld ein erfolgreiches Projektmanagement?
  3. Kennen Sie Beispiele von erfolgreichen Umsetzungen von einer dezentralen, transparenten und unveränderlichen Datenbankstruktur, kurz Blockchain?
  4. Haben Sie eine Frage zum Thema Blockchain oder Cryptocurrency, die ich ihnen vielleicht beantworten kann?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

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Offenlegung: Der Autor / Blogger weist darauf hin, dass einige der erwähnten Organisationen Kunden von DrKPI® – CyTRAP Labs GmbH sind und / oder DrKPI® Services und Produkte abonniert haben / beziehen.

Interessante Zusatzinformationen

  1. MIT Forscher habe eine neue Crypto Currency mit dem Namen Vault lanciert. Die Forscher weisen darauf hin, dass das Datenvolumen für neue Teilnehmer drastisch reduziert wird. Das heisst, 99% weniger Daten müssen runtergeladen werden, um einer Blockchain als Node beitreten zu können.  Das reduziert natürlich auch den Energieverbrauch und damit die Kosten für die Teilnehmer, was eine solche Blockchain für Nutzer um ein vielfaches attraktiver macht als andere.
  2. Blockcerts  —  ist ein Open Standard, welcher Blockchain Records ausstellt und überprüft. Es kann für öffentliche Dokumente, Schulzeugnisse und mehr bei Universitäten, öffentlichen Ämtern usw. gut geignet sein.
    Blockcerts können auch dazu genutzt werden, um für eine Maschine Zertifikate auszustellen. 
Innovationscamp Bildung

Veranstaltungshinweis: 16.2.2019 in Tübingen

Angesprochen sind alle, denen eine zukunftsfähige Bildung im Land am Herzen liegt. Im Barcamp-Format werden Teil-Nehmende zu Teil-Gebenden: Sie teilen Expertise, Ideen und Erfahrungen, tauschen sich aus, vernetzen sich und tragen so zum überfälligen Bildungsaufbruch BW bei.

Worum geht es?

Wir wollen mit ganz unterschiedlichen Menschen, AkteurInnen und
InteressensvertreterInnen über die Zukunft der Bildung sprechen.
Wir möchten Perspektiven sammeln, Ideen und praktischen Ansätzen
eine Plattform geben und damit jenen Stimmen Gehör verschaffen, die
im Kleinen wie im Großen in unserem Bundesland mit viel Engagement
und Herzblut schon längst an der Bildung von morgen arbeiten.
In diesem Sinne hoffen wir auf reges Interesse an dieser Veranstaltung
und eine gute Beteiligung an unserem Innovationscamp Bildung.

Das Format Barcamp

Barcamps unterscheiden sich deutlich von klassischen Konferenzen.
Während dort herkömmlich Referenten gebucht werden, gibt es auf
Barcamps nur Teilnehmende. Diese stellen zu Beginn des
Veranstaltungstags spontan ein gemeinsames Programm auf. Dabei
werden alle Anwesenden eingebunden und können zu Teil-Gebenden
werden. In dieser Sessionplanung werden Vorträge angekündigt,
Diskussionen vereinbart oder Workshops angeboten.


Das Resultat

Ein vielseitiges Programm, welches rundum den
Wünschen der Teilnehmenden entspricht. Im Barcamp begegnen sich
alle auf Augenhöhe. Durch das aktive Einbinden aller Beteiligten
entsteht ein intensiver Wissensaustausch. Zusammen werden neue
Ideen generiert, gemeinsame Projekte angestoßen und Kontakte
geknüpft oder vertieft. Nicht zu vergessen: Es gibt einen Tag lang viel
Spaß rund um das Thema Bildung.

Seid Ihr dabei?

Frühanreisende: Freitag-Abend 15.2. Warm-up ab 19 Uhr

Samstag: 16.2.2019 gemeinsames Frühstück, Check-in ab 8 Uhr, Open End

Anmeldung:  jetzt hier anmelden

Hier sprechen Menschen über Bildung und Barcamp

Folgt uns auf Twitter
hier zwitschern wir mit #icbildung

Wir sehen uns

Ich freue mich auf Euch
Jana vom ORGA-TEAM Innovationscamp Bildung

Arman Sarhaddar und Urs E. Gattiker beim Videodreh für Vault in Zürich

Weitere Blogeinträge: Sicherheit & Blockchain.

Drei neue DrKPI Videos sind jetzt online. Das Thema dürfte für jeden einzelnen sowie große und kleine Unternehmen interessant sein, die schützen wollen, was ihnen gehört. Denn wenn Fake Produkte und gefälschte Waren verkauft werden, schadet dies dem einzelnen Konsumenten, wie auch den Unternehmen.
“Protect what’s yours.” Das bringt auf den Punkt, was mit iVAULT jetzt besser denn je möglich ist. Hinter der neuen Brand iVAULT steckt die Vault Security Systems AG.
Welche Idee dahinter steckt, erfahren Sie in diesem Blogartikel und den 3 Videos von Arman Sarhaddar, Urs E. Gattiker und Lothar Rentschler, die einige interessante Dinge zur Blockchain Technologie zu sagen haben.
Die einzelnen Statements können Sie auch direkt hier anklicken und gelangen sofort zu den Videos:

  1. Urs E. Gattiker, COO: Was ist eine Blockchain und was kann iVAULT mit dieser Technologie?
  2. Arman Sarhaddar, CEO und Gründer: Die Idee, die hinter der Plattform steckt.
  3. Lothar Rentschler, CMO: Einblicke in das Marketing der VSSAG.

Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein und erhalten Sie weitere Updates zum Thema Blockchain, InfoSec, iVAULT.

Vault ist die weltweit erste Plattform, die die Blockchain-Technologie nutzt, um Produkte zu registrieren und zu identifizieren, sodass verlorene oder gestohlene Besitztümer wiedergefunden werden. Registriert werden kann im Prinzip alles, von Luxus-Uhren über Autos bis hin zu Kunstwerke und vielem mehr.

1. Was ist eine Blockchain und was kann iVAULT mit dieser Technologie?

Was macht iVAULT so besonders, dass wir hier darüber schreiben? Urs E. Gattiker, Chief Operating Officer von Vault Security Systems AG, erklärt in unserem ersten Video die Basics:

  1. Was versteht man unter “Blockchain”?
  2. 4 Herausforderungen, die mit iVAULT bewältigt werden können.
  3. Wie macht iVault es möglich, Fakes / gefälschte Produkte von Vornherein auszurangieren?

Hier kann das Video in englischer Sprache angeschaut werden. Im Text weiter unten finden Sie die deutsche Zusammenfassung.

Während vor nicht allzu langer Zeit Kassenbücher von Hand geführt wurden, hat iVAULT den Vorteil, dass Transaktionen online registriert, verifiziert und für jeden Nutzer auf jedem Computer einsehbar werden, womit Betrug und dem Verkauf von Fälschungen oder gestohlener Ware vorgebeugt werden kann.
iVault meistert dabei diese 4 Herausforderungen:

  • Authentizität: Der Kunde kann sich sicher sein, dass er ein Originalprodukt erhält und keine Fälschung.
  • Compliance: Rationalisierung der Governance-Prozesse.
  • Information Security: Die Sicherheit der Kundendaten wird gewährleistet.
  • Kostensenkung: Reduzierung des Verwaltungsaufwands und Beschleunigung der Transaktionen.

Urs gibt uns auch ein Beispiel: Wollen wir ein ein gebrauchtes Luxus-Auto kaufen, wollen wir uns sicher sein, dass alle Informationen zum Fahrzeug der Wahrheit entsprechen. Mit iVAULT können wir uns zu 100% sicher sein, dass die Daten stimmen, denn alle Transaktionen wurden registriert und verifiziert und können nicht mehr verändert und manipuliert werden.
Wir setzen uns an einen Computer und können ganz einfach checken, wo welche Reparatur am Fahrzeug unserer Träume durchgeführt. Ob Originalteile benutzt wurden. Wer die Wartungen durchführte und so weiter. Die 100%-ige Sicherheit ist gewährleistet. Urs ist sich sicher, dass iVault für uns alle eine notwendige und sinnvolle Möglichkeit ist, gegen Fälschungen und Betrug vorzugehen. Aber woher kommt überhaupt die Idee zu einer solchen innovativen Plattform?

2. Die Idee, die hinter iVAULT steckt

Arman Sarhaddar, Chief Executive Officer und Gründer von Vault Security Systems AG, erzählt seine ganz persönliche Geschichte, die ihn inspirierte zusammen mit seinem Team eine Plattform zu kreieren, die ihm selbst geholfen hätte. Wenn es diese vor 7 Jahren schon gegeben hätte…

Arman zog damals um. Seine wertvollsten Sachen gab er vorerst in eine Einrichtung, die sie für ihn aufbewahrte, darunter Kunst, Sammlerstücke, sein gesamtes Equipment zur privaten Musikproduktion. Doch dann wurde er ausgeraubt. Der finanzielle Schaden war dabei noch lang nicht so groß, wie der sentimale Wert dieser Gegenstände, die jetzt irgendwo auf der Welt vom Dieb verkauft wurden.
Mit iVAULT können gestohlene und verlorene Wertgegenstände wiedergefunden werden. Sobald sie im Netzwerk registriert sind kann ein Käufer einer teueren Armbanduhr oder eines Gemäldes am Rechner nachschauen, ob der Verkäufer der rechtmäßige Besitzer ist und es sich nicht etwa um gefälschte oder gestohlene Ware handelt.

3. Einblicke in das Marketing der VSSAG

Lothar Rentschler, Chief Marketing Officer, betont zusätzlich, wie wichtig Kundenzufriedenheit und Kundenservice für das Unternehmen sind. Denn bei iVault geht es darum, ein neues Level von Sicherheit und Komfort zu gewährleisten. iVAULT ist eine einmalige Lösung für den Einzelnen wie auch für Unternehmen zum Schutz der eigenen Produkte.

Die Story zu den Videos können Sie auf Englisch auch hier einsehen bei der iVAULT.

4. Was ist Ihre Meinung?

Vault ist die weltweite erste Plattform, auf der User ihre wertvollsten Besitztümer registrieren können, um gegen Betrug und Diebstahl vorzugehen. Mithilfe der Blockchain Technologie bietet die VSSAG eine einzigartige Möglichkeit, wenn es um gestohlene oder gefälschte Ware geht, denn Transaktionen werden registriert, verifiziert und können nachträglich nicht manipuliert werden.

  • Was halten Sie von iVAULT?
  • Werden Sie iVault nutzen oder haben Sie noch Bedenken?
  • Haben Sie vielleicht ähnliches erfahren wie Arman Sarhaddar? Ihnen wurde etwas von besonderem Wert gestohlen oder haben Sie ein gefälschtes Produkt gekauft und sich hinterher darüber geärgert

Wir sind uns sicher, dass ein Produkt wie iVAULT dringend gebraucht wird. Hinterlassen Sie uns einen Kommentar. Wir freuen uns darauf, Ihre Meinung zu hören und werden Ihnen schnellstmöglich antworten!
Offenlegung: Die Autorin / Bloggerin weist darauf hin, dass einige der erwähnten Organisationen Kunden von CyTRAP Labs GmbH sind und / oder DrKPI® Services und Produkte abonniert haben / beziehen.

Kürzlich hat ein autonom fahrender Personenwagen eine Massenkarambolage verursacht.
Beteiligt war auch ein autonomer Lastwagen.
Zukunftsmusik? Wohl kaum, wie dieses Beispiel zeigt.
Das neue White Paper vom Competence Circle Technologie, Innovation und Management kurz #ccTIM zum Thema Künstliche Intelligenz #KI ist da! Der Deutsche Marketing Tag hält Ihre gedruckte Version des KI White Paper vom #ccTIM für Sie bereit. Hier die digitale Version.

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[su_box title=”Weitere wichtige News zu Artificial Intelligence und Marketing” box_color=”#86bac5″ radius=”9″ class=”alignlcenter max-width: 700px”]

  1. AI: What makes a system expert (Was macht ein Expert System?)
  2. #ccTIM Was ist Künstliche Intelligenz?
  3. #ccTIM Roboter löst Chaos in unserer Küche
  4. Alexa, du diskriminierst schon wieder! (Sie sind hier)

Mehr unter DrKPI auf Englisch, MCLago Competence Circles, und DrKPI Strategie

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Vor Kurzem ist es passiert. Ein autonom-fahrender Personenwagen der Marke Chevrolet Bolt, hergestellt von Cruise, einer Tochterfirma von General Motors hatte einen Unfall mit einem Lastwagen vom Typ T-Pod der Firma Einride. Dabei starben die Insassen des Personenwagens und ein Fahrradfahrer.
Das scheint dystopisch und fiktiv. Doch es handelt sich um harte Fakten. Zur Zeit testet Einride seinen Lastwagentyp T-Pod mit der Firma DB Schenker in Jonkoping. Dieser vollautomatisch elektroangetriebene Lastwagen kann, falls notwendig, von einem Fahrer in einem Kontrollzentrum aus gesteuert werden.
Das Unternehmen Einride mit 55 Angestellten erhofft sich, dass es für den Lastwagentyp  T-Pod bis im Januar 2019 eine Bewilligung von der schwedischen Transportbehörde (Transportstyrelsen) erhält, um öffentliche Strassen nutzen zu dürfen.
Machine Learning spielt dabei eine grosse Rolle.

Der Roboter arbeitet im Lager, 24 Std. am Tag bis zum nächsten Service.

Der Roboter arbeitet im Lager, 24 Std. am Tag. Unermüdlich.

1.  Machine Learning

Die heutigen Machine Learning Systeme nutzen Algorithmen. Sie sind zu Beginn praktisch ignorant. Doch dank der Möglichkeit grosse Datenmengen zu verarbeiten, erlernen die Systeme schnell die Funktionen, die sie ausführen sollen.
Ende November hat Amazon mitgeteilt, dass Machine Learning ebenfalls eine Rolle bei ihren Bemühungen spielt, ein selbstfahrendes Auto auf den Markt zu bringen. Doch Amazon versucht es mit einem Spielzeugauto Namens Deep Racer das $400 kostet.  Mit diesem können Entwickler testen, wie Machine Learning mit Hilfe von “Reinforcement Learning”, ein Prozess der mittels einer Art Ausprobieren (d.h. “trial and error”) funktioniert. Eine Möglichkeit, Machine Learning für jedermann nutzbar zu machen und damit spielerisch das Verständnis für das scheinbar Komplexe zu vermitteln.
Machine Learning ist rasant. Die starke Verbilligung der Rechenleistung der Computer haben es möglich gemacht, dass sehr grosse Datensätze analysiert werden. Programme suchen nach Mustern und Trends. Doch sie sind auch in der Lage, kontinuierlich zu lernen und immer bessere Entscheidungen zu treffen. Je grösser die analysierten Datenvolumen und je häufiger die Repetitionen, desto besser fallen die Resultate aus.
Machine Learning beinhaltet eine Komponente, die es braucht, um einen Prozess zu automatisieren. Machine Learning sagt z.B. bei der Wetterprognose voraus, was passieren könnte.
Bsp: Ein System berechnet z.B. die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde sein Kredit nicht fristgerecht zurückzahlt oder ein Patient mit bestimmten Symptomen in den nächsten 12 Monaten einen Herzinfarkt erleiden wird.
Wichtig dabei ist, dass wir uns bewusst machen, der grösste Teil Machine Learning beinhaltet den Versuch der Funktionsannäherung (function approximation) basierend auf einer Stichprobe von Daten – klein oder gross. So handelt es sich um Wahrscheinlichkeiten, nicht aber zwingend um Wahrheiten.
[su_box title=”Definition: Was ist Machine Learning?” box_color=”#86bac5″ radius=”9″ class=”alignlcenter max-width: 700px”]
Die heutigen Machine Learning Systeme nutzen Algorithmen. Sie sind am Anfang allerdings praktisch ignorant. Dank der Möglichkeit, große Datenmengen zu verarbeiten, erlernen die Systeme dann rasch die Funktionen, die sie ausführen sollen.
Machine Learning beinhaltet eine Komponente, die benötigt wird, um einen Prozess zu automatisieren. Ein Bei- spiel dafür ist die Wetterprognose, die mit Hilfe von Machine Learning kontinuierlich verbessert wird.
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Das Auto als Teil des Internet of Things.

Das Auto als Teil des Internet of Things.

2.  Deep Learning

…ist ein Teil von Machine Learning. Es steht für den Prozess der Mustererkennung in Datenmengen durch die Maschinen. Durch selbständiges Training werden die Maschinen immer besser darin, Bilder und gesprochene Sätze zu erkennen. Sie erkennen z.B. Krankheitssymptome immer besser und sagen voraus, ob ein Patient eine bestimmte Krankheit bekommen wird.
Die Methode basiert auf neuronalen Netzen. Diese werden nach dem Vorbild des menschlichen Gehirns auf dem Computer simuliert. Sie sind in der Lage sich selbstständig zu verbessern.
Das System eignet sich zur Bearbeitung einer umgrenzten oder definierten Aufgabe. Doch dem System fehlt die Möglichkeit das Gelernte zu verstehen und dies in den Kontext des Grösseren Ganzen einzuordnen.
Bsp.: Gesichtserkennungssoftware wird immer besser mit einer Fehlerrate von 0.8 Prozent für Männer mit heller Haut. Diese schnellt auf 34.7 Prozent für dunkelhäutige Frauen (siehe http://news.mit.edu/2018/study-finds-gender-skin-type-bias-artificial-intelligence-systems-0212).
[su_box title=”Definition: Was ist Deep Learning?” box_color=”#86bac5″ radius=”9″ class=”alignlcenter max-width: 700px”]
Deep Learning ist ein Teil des Machine Learning. Es beschreibt den Prozess, wie Maschinen in Daten Muster erkennen.
Durch selbstständiges Lernen werden die Maschinen immer besser darin, Bilder und gesprochene Sätze zu erkennen. Sie erkennen z.B. Krankheitssymptome immer treffender und sagen so voraus, ob ein Patient eine bestimmte Krankheit bekommen wird.
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Cyborg kontrolliert die Roboters bei deren Arbeit.

Cyborg kontrolliert die Roboter bei deren Arbeit.

3.  Algorithmus

Ein Algorithmus ist eine eindeutige, ausführbare Folge von Anweisungen. Das heisst, Schritt für Schritt werden diese in endlicher Länge ausgeführt. Daraus resultiert die Lösung eines Problems, einer Rechenaufgabe oder eine Entscheidungsfindung.
Die Gefahr ist hier, dass ein Algorithmus einen Menschen falsch kategorisiert.
Bsp. Im Schnitt können Algorithmen 10 bis 15 Prozent bessere Entscheidungen treffen als z.B. ein Personalexperte im Falle, ob die Neugestellten überdurchschnittliche Arbeitsleistungen erbringen werden (z.B. Dietvorst, 2017 in einem Interview: https://sloanreview.mit.edu/x/59106).
Algorithmen machen etwas, das “unsupervised learning” genannt wird, d.h. ein Algorithmus erhält kein Feedback von einem Menschen, während er von den Daten lernt, die wir eingeben.
Unser Fokus sollte darauf liegen, wie wir das Risiko minimieren können, dass die Algorithmen unsere Vorurteile übernehmen und die gleichen Fehler machen wie wir. Jeder Algorithmus, der von uns Menschen lernt, wird auch genau so “biased” sein wie wir.
[su_box title=”Checkliste: Definition: Was ist ein Algorithmus?” box_color=”#86bac5″ radius=”9″ class=”alignlcenter max-width: 700px”]
Ein Algorithmus ist eine eindeutige, ausführbare Folge von Anweisungen.
Das heißt, Schritt für Schritt werden Anweisungen in endlicher Länge ausgeführt. Daraus resultiert die Lösung eines Problems, einer Rechenaufgabe oder einer grundsätzlichen Entscheidungsfindung.
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Die Bretzel geknetet und geformt vom Roboter Lisa.

Die Bretzel – geknetet und geformt vom Roboter Lisa.

4. Was ist Ihre Meinung?

Selbstfahrende Lastwagen werden ab Januar 2019 in Schweden zugelassen sein, wenn alles nach Plan abläuft. Vielleicht werden diese Lastwagen schon bald im Hamburger Hafen genutzt. Der selbstfahrende Robo-Taxi, der für mich vor dem Hotel wartet, ist in Phönix (Arizona) bereits Tatsache (siehe BMW vom Autofahrer zum Robo-Taxi – 5 Stufen)
Doch bei aller Liebe für Machine Learning und Algorithmen, müssen diese Programme geprüft und überwacht werden, d.h. ein Audit ist notwendig. Schwierig ist es, wenn wir dabei ein Problem finden, das nicht korrigiert werden kann.
Amazon hat im Oktober 2018 das auf Machine Learning basierende Rekrutierungsprogramm beendet. Dieses war durch Voreingenommenheit (kurz Bias) zum Schluss gekommen, dass Männer bessere Mitarbeiter sind als Frauen. Grund war, dass diese öfters in der Firma befördert werden (see DMV White Paper vom #ccTIM zum Thema AI für Details).
Was passiert, wenn das Unternehmen in der Zukunft durch dieses Problem ein Gerichtsverfahren am Hals hat? Oder während der Offenlegungsphase beim Gerichtsprozess festgestellt wird, dass das Unternehmen über den Fehler bescheid wusste? Ein Alptraum für uns Compliance-Spezialisten. Genau deshalb zog Amazon die Reissleine.
Dass Alexa weiterhin diskriminiert, was z.B. die Auswahl von Radiostationen angeht, ist ein bekannter Fakt. Amazon hat per Voreinstellung den Aggregator Tune-in ausgewählt und nicht einen Radioplayer auf dem z.B. fast alle deutschen oder schweizer und österreichischen Sender ihre Programme eingestellt haben.
Ruft der Hörer einen bestimmten Kanal auf, wird ihm dieser von Tune-in präsentiert. Der Aggregator hat jedoch nur eine begrenzte Anzahl Kanäle im Portfolio. D.h., wenn meine Lieblingsradiostation nicht auf der Liste ist und ich weder Fähigkeit noch Geduld habe sie mit Alexa zu finden, wird die Station kein Programme in meinem Wohnraum abspielen.
Was mich neugierig macht ist Ihre Einstellung zur Herausforderung AI in unserem Alltagsleben, wie z.B.:

  • Nutzen Sie schon einen Sprachassistenten? Was sind Ihre Erfahrungen?
  • Wie oft, schätzen Sie, haben Sie schon vom Roboter geknetete und geformte Brötchen gegessen?
  • Nutzen Sie im Unternehmen Deep Learning, um die Produktion, Entscheidungen und/oder Marketing zu verbessern?
  • Was ist die grösste Herausforderung in Ihrem Business?

Wir freuen uns auf vielseitige Antworten und vielleicht sogar interessante Beispiele.