Verkauf fokussiert auf den Tauschprozess, wobei der Käufer Geld für das Produkt bezahlt.
Marketing beschäftig sich mit den Werten und Bedürfnissen des Käufers welches den Kaufprozess signifikant beeinflusst.
FOKUS: Kundenbedürfnis, Problemlösung, Service

Statt stupide Werbefilme für irgendeine Ausbildung zu drehen, konzentrieren wir uns darauf, authentische Marketing Videos und Content mit Mehrwert zu produzieren. Wie die drkpi Video Produktion aussehen kann, erfahren Sie hier in der Story eines Kunden: Bouygues Energies & Services.

Bouygues ES besetzt 150 Lehrstellen in insgesamt 21 Lehrberufen bis August 2020 und zählt zu den Top Lehrbetrieben in der Schweiz im Bereich Gebäudetechnik. Auf der Seite jetztlehrstelle.com finden Schülerinnen und Schüler alle Ausbildungsberufe und offene Lehrstellen von Bouygues ES.

Video Marketing für die Ausbildung bei Bouygues ES

Natürlich ist jedes Marketing Video anders – und das muss es selbstverständlich auch sein! Damit sind auch die Dreharbeiten immer etwas besonderes und bringen neue Herausforderungen mit sich. Der Drehtag ist der entscheidende Tag, an dem vieles schief gehen kann, über das selbst das erfahrene drkpi Video Team oder Rolf Siebold, Leiter Berufs- und Weiterbildung von Bouygues ES, zum Teil keine Kontrolle hat, z.B.:

  • Was sagt der Wetterbericht für den Drehtag voraus, falls Aufnahmen im Freien notwendig sind?
  • Haben die Sprecher vor der Kamera bereits Erfahrung darin, gefilmt zu werden, oder brauchen sie viel Unterstützung, um nicht völlig durcheinander und nervös zu sein?
  • Welche Möglichkeiten haben wir am Drehort, wie können wir die Location nutzen?
  • Ist genug Budget eingeplant, um eventuell Szenen nachzudrehen oder im Fall, dass der Schnitt länger dauert als geplant (z.B. wenn die unerfahrenen Gefilmten Anlaufschwierigkeiten haben und die reine Sichtung des Video Materials damit ebenfalls länger dauert)?
  • Ist genug Zeit eingeplant für den Drehtag (und den Schnitt), falls es Anlaufschwierigkeiten gibt? Wann ist die Deadline für die Ablieferung des fertigen Videos?
  • Wie lässt sich während des Drehs effizient Videomaterial sammeln, dass auf unterschiedlichen Plattformen eingebettet werden kann? Da gibt es nämlich eine ganze Menge: von YouTube bis zur Website und den ganz unterschiedlichen Social Media Formaten, wie der herkömmliche Facebook Post, aber auch Instagram Story, IGTV oder TikTok Video… (das ist vielleicht der letzte Schritt, es muss aber schon bei der Vorbereitung der Dreharbeiten mitgedacht werden!)
Die Lehrlinge Kenny Madjri Sodzi und Bersat Begaj (von L nach R), in der Ausbildung als Elektroinstallateure EFZ bei Bouygues ES, montieren die Deckenbeleuchtung in der großen Halle auf der Baustelle für das drkpi Video Projekt.

Video Content als Top Marketing-Tool in allen Bereichen

In der Vergangenheit hatten wir bereits ein Lehrling Video mit der Auszubildenden Hadya Khalil für Bouygues ES und jetztlehrstelle.com gemacht: Wie ich aus Syrien zu Bouygues ES kam. Wir berichteten auch hier über die Zusammenabeit mit der Familie von Hadya in einem Blogbeitrag mit witzigem Making-of Video.

Das drkpi Video für Bouygues ES dient dem Lehrling Recruiting. Ziel ist es, dass Schülerinnen und Schüler sich bewerben. Video Content ist für Schülerinnen und Schüler – die auf der Suche nach einem Lehrbetrieb und einer Ausbildung Unmengen an Informationen auf den Unternehmenswebseiten durchlesen müssen – erfrischend und viel entspannter. Videos wirken auch in anderen Bereichen ähnlich und sind daher ein wichtiges und effektives Marketing-Tool.

Videos lockern eine Webseite oder einen Text auf und machen sie interessanter. Informationen, die in Bild und Ton präsentiert werden, sind zudem viel eingängiger als die reine schriftliche Kommunikation. Wer also also seine Webseite verbessern und alte Kunden beeindrucken und neue werben will, könnte von einem simplen Videoprojekt, d.h. einem Video von 1-2 min Dauer, profitieren.

Dasselbe gilt, wenn Sie eine wichtige Message überbringen wollen und wollen, dass sie beim Besucher ihrer Webseite hängen bleibt, denn bildliche Videobotschaften bleiben eher im Kopf als eine Anhäufung von Informationen in einem langen Text. Sie sind viel leichter zugänglich, denn der Webseitenbesucher muss sich nicht selbst konzentrieren, um Informationen aufzunehmen – wie beim Lesen. Daher sollte jedes Unternehmen ein bisschen der eigenen Bewegtbild-Präsenz arbeiten und in Video Marketing investieren.

Interviews mit den Lernenden von Bouygues ES

Die Schülerinnen und Schüler, welche die Webseite von Bouygues besuchen, weil sie eine Ausbildung finden wollen, sollen sehen (nicht nur lesen müssen), was sie in einem Beruf bzw. bei der Ausbildung erwartet. Die 3 Lehrlinge, die bereits in der Lehre bei Bouygues ES sind, erzählen deshalb davon, was SIE spannend und wichtig finden in der Ausbildung und bei der Ausbildungssuche.

In unseren drkpi Videos für Investoren (Projekte mit Lumendi und LOMMedical) oder den drkpi Videos für den DMV (Deutscher Marketing Verband) sind präzise Formulierungen sehr wichtig sind – die Zielgruppe ist eine ganz andere, als in den drkpi Videos für Bouygues ES. Diese Videos werden von 14 bis 17 Jahre alten Schülerinnen und Schülern angesehen.

Daher haben wir den Lehrlingen hier KEINEN Text vorgegeben. Sie sollten frei reden und sagen, was sie denken. Natürlich haben wir sie am Drehtag im Gespräch vor dem Baustellengebäude in der Nähe von St. Gallen auch tatkräftig dabei unterstützt, denn die drei hatten bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Erfahrung vor der Kamera.

In der Ausbildung bei Bouygues ES: Elektroinstallateur Bersat Begaj (L) und Sanitärinstallateur Claudio Lucio Ramos (R).

Statt einem Skript mit Regie-Anweisungen, hatten wir eine kleine Liste vorbereitet mit beispielhaften Satzanfängen, welche die Lehrling so (oder so ähnlich) nutzen konnten, z.B.

  • “Ich hab mich für die Lehre bei Bouygues entschieden, weil… “
  • “An meinem ersten Tag auf einer Großbaustelle… “
  • “In der Ausbildung bei Bouygues ES gefällt mir am besten… “

Sehr einfach, aber sinnvoll – denn es gab doch Anlaufschwierigkeiten. Für die Aufnahme der Interviews benötigten wir knapp 3 Stunden, statt der geschätzten 1 bis 1,5 Stunden. Das lag aber keinesfalls daran, dass die Lehrlinge es nicht drauf hatten.

Ganz im Gegenteil! Sie waren bemüht alles richtig und wirklich gut zu machen, da sie sich ihrer Verantwortung als Stimme für den großen Lehrbetrieb bewusst waren. Sanitärinstallateur Claudio Lucio Ramos hätte z.B. gerne einen vorgegebenen Text zum Auswendiglernen gehabt, damit er beim freien Sprechen keine grammatikalischen Fehler macht, “damit ich nicht dumm rüber komme.”

Auch die beiden Elektroinstallateur Kenny Madrji Sodzi und Elektroinstallateur Bersat Begaj versuchten sich besonders “gehoben” auszudrücken, viel hochgestochener als sie sonst reden – und überhaupt nicht so, wie sie normalerweise sprechen würden.

Die drei Lehrlinge waren anfangs viel lockerer, nachdem ich mit der Kamera im Kofferraum lag um den bekannten Tarantino-Shot aus dem Kofferraum aufzunehmen, den ich als Intro für die drei drkpi Video Clips verwenden wollte. Das fanden die Jungs schon ziemlich cool. Die ersten 5 Sekunden im Video entscheiden über Leben und Tod im Digitalen: Weiterschauen oder weiter klicken. Schauen Sie sich das Video unten an und hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar, wie Sie unseren Einstieg ins drkpi Video für Bouygues ES finden.

Wir unterbrachen die Interviews mehrmals, um bei den Lehrlingen nachzuhaken: Sobald die Kamera aus war, fiel es ihnen viel leichter, über die Suche nach einem Ausbildungsplatz, die Bewerbung und die Ausbildung bei Bouygues ES zu reden. Als Urs beispielsweise fragte, warum Claudio die Lehre bei Bouygues ES aufgenommen hat, erzählte er:

“Als ich noch in der Schule, hab ich nach freien Lehrstellen in der Schweiz gesucht und durfte bei Bouygues ES eine Schnupperlehre machen, um zu sehen, wie die Arbeit eines Sanitärinstallateurs aussieht. Die Schnupperlehre hat mir sehr gut gefallen und nach der Bewerbung haben sie mir direkt ein Angebot gemacht, das ich auch sofort angenommen hab, weil Bouygues am schnellsten war… und halt auch die beste Firma von allen.”

Claudio, in der Ausbildung als Sanitärinstallateur bei Bouygues Energies & Services.

Darauf sagte Urs natürlich gleich: “Ja! Genau so kannst du das auch vor der Kamera sagen.”

Also wiederholten wir das Ganze noch einmal vor der Kamera mit dem Hinweis, dass die Jungs sich keinen Kopf machen sollen um die Ausdrucksweise. Sie sollen nicht klingen wie ihre Deutschlehrerin früher in der Schule, sondern so reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen. Denn sie machen dieses Video schließlich für interessierte 15- oder 16-jährige Schüler und Schülerinnen, die nach der richtigen Ausbildung suchen.

Dynamische Aufnahmen von der Baustelle mit motivierten Lehrlingen

Nachdem wir die Interviews im Kasten hatten, die Kamera vom Stativ runter und auf den mobilen Gimbal – ein Handkamera-Stabilisator für dynamische Aufnahmen – geschraubt war, begaben wir uns auf die Baustelle. Dort fielen die Dreharbeiten allen wieder leichter fielen, vor allem die Lehrlinge waren nun voll in ihrem Element.

So sieht die Arbeit der Elektroinstallateure Kenny und Bersat in der Ausbildung bei Bouygues ES aus. Kenny betont: Es wichtig, dass man als Elektroinstallateur nicht farbenblind ist, sonst hat man ein Problem… mit den ganzen bunten Kabeln. Man sollte auch keine zwei linke Hände haben.

Schwierig war hier nur noch, dass es auf der Baustelle einfach noch nicht viel zu sehen gab, denn die Bauarbeiten vor Ort waren noch nicht besonders weit. Das heißt konkret, es war z.B. noch kaum etwas von der Elektrotechnik zu sehen und die Elektroinstallateure Bersat und Kenny konnten tatsächlich nur an wenigen Stellen werken.

Claudio hatte noch weniger zu tun, denn eigentlich ist seine Aufgabe als Sanitärinstallateur die Montage von Erdgas-, Wasser- und Abwasseranlagen sowie die Installation von Sanitärapparaten: Dusche, WC, Waschbecken, etc. Doch davon war noch lange nichts zu sehen.

Wir fanden schließlich 6 Stationen, an denen die Auszubildenden zumindest teilweise gewisse Arbeiten übernehmen konnten, die wir im Video zeigen konnten.

Für unsere 3 drkpi Videos von unter einer Minute Dauer war das auf jeden Fall genug. Das heißt, es war ausreichend, um bei Bedarf nicht brauchbares Material rausschmeißen zu können und noch genug anderes Material übrig zu haben!

Hier sind einige Ausschnitte aus den 3 Videos für Bouygues ES, zusammengeschnitten für drkpi.

PS: Es lohnt sich, das Video bis zum Ende durchzuschauen, wir haben kleines Outtake angehängt.

Auf dem drkpi YouTube Channel gibt es auch eine Playlist mit den 3 originalen drkpi Video Produktionen für Bouygues ES: drkpi Playlist für Bouygues ES & Jetztlehrstelle.com. Oder einfach hier die einzelnen drkpi Videos anklicken:

  1. Elektroinstallateur Kenny in der Ausbildung bei Bouygues E&S
  2. Sanitärinstallateur Claudio in der Ausbildung bei Bouygues E&S
  3. Elektroinstallateur Bersat in der Ausbildung bei Bouygues E&S

Ziel erreicht: 3 drkpi® Videos für Bouygues ES

Das Konzept für die Lehrling Recruiting Videos war also sehr locker. Wir hatten vor allem ein Ziel: Die Videos sollten NICHT langweilig werden und einen gewissen Mehrwert bieten.

Für die Schülerinnen und Schüler sollen die drkpi Videos ein kleiner Einblick in die Arbeitswelt sein und die Lust erwecken, mal bei Bouygues ES anzurufen, um z.B. eine Schnupperlehre zu machen.

Dann liegt es natürlich an Bouygues ES die Schüler und Schülerinnen zu überzeugen, sich für die offene Lehrstelle für den Traumjob zu bewerben und erfolgreiche Lehrlinge zu werden.

Zusammenfassung: Immer mehr Menschen arbeiten wegen dem Coronavirus, auch COVID-19 genannt, zu Hause, im Home Office.
Geschäftsinhaber und ihre Marketingexperten stehen dann vor neuen Herausforderungen, z.B.:

  • Welche organisatorischen Massnahmen gilt es in dieser Situation zu treffen?
  • Was muss bei Digital Marketing und der Kommunikation an Kunden beachtet werden?
  • Ist das Unternehmen auf die finanziellen Auswirkungen der COVID-19 Krise vorbereitet? 

Als Hilfestellung in dieser schwierigen Zeit beschäftigt sich unser Beitrag mit diesen und weiteren Fragen zur Organisation im Kleinbetrieb (z.B. Werbeagentur) und mit angepasster Kommunikation währen der Krise im B2B Bereich.

Interne und externe Organisation

Viele MitarbeiterInnen sollen im Home Office arbeiten. Um das zu ermöglichen müssen wir die Rahmenbedingungen dazu schaffen. Steht allen die Technik für Videokonferenzen zur Verfügung? Können alle firmeneigene Laptops mit vorinstallierter Software nutzen? Wie steht es mit der Arbeitszeiterfassung und dem Teilen des Kalenders (nutzen alle die selben Tools, sind diese lizensiert?).

Ein nicht zu unterschätzendes Thema ist hier auch Datenschutz. Es gibt eine grosse Anzahl der MitarbeiterInnen, die im Büro einen Desktop Computer nutzen. Im Home Office, auf die Schnelle und damit der Betrieb weiter läuft, haben sie vielleicht alle nötigen Programme auf ihren privaten Laptops installiert. Wie sicher sind dann die Firmen- und personenbezogen Daten? Sie können einen drkpi Datenschutz Schnell-Audit (Download Link) als Self-Check hier herunterladen und durchführen.

Planung und Budgetierung

Wie sich die Ertragssituation verändert und weiterhin entwickelt z.B. wegen Kurzarbeit oder Absagen oder Verschiebungen, weiss momentan noch keiner. In die Zukunft können wir nicht sehen, wir können uns aber durch rigorose Massnahmen etwas vorbereiten. Idealerweise vor der Krise.

Es gilt einen Kassensturz zu machen und abzuklären, ob das Unternehmen die nächsten drei Monate (April, Mai, Juni) mit der Hälfte oder noch weniger Umsatz überleben kann. Können die Gehälter bezahlt werden oder muss Kurzarbeit beantragt werden, ist die Mietenzahlung gesichert? Lesen Sie mehr zu staatlichen Unterstützungsprogrammen.

Nach dem Kassensturz ist man vielelicht gezwungen, einige Projekte zurückzufahren um Kosten zu sparen.

Manchen Firmen geht die Arbeit auch oder gerade in dieser Krise nicht aus. Für sie ergibt sich vielleicht die Möglichkeit gut qualifizierte Freelancers oder Teilzeitpersonal zu finden, welche sie ansonsten nicht bekommen können. Viele Einzel-Unternehmer haben freie Kapazitäten und sind froh um mehr Arbeit. Wenn die finanzielle Situation das erlaubt, sollen wir uns jetzt dieses Humankapital zu fairen Konditionen sichern. Denn der nächste Miniboom kommt bestimmt und eingearbeitete, motivierte und vertrauenswürdige KollegenInnen sind dann kostbar.

Unter die Gewinner in dieser Krise zählen Berufe wie Lieferdienste, Jobvermittler (Beispiel: Coople), bargeldlose Zahlsysteme (wie die App Twint) oder Autovermieter und Sextoys-Anbieter. Auch werden Aushilfejobs angeboten, insbesondere in den Bereichen Fahrer, Krankenpflege, oder Erntehelfer. Jobchannel bietet hier ein breites Spektrum an Optionen.

Digital Marketing und Kommunikation mit Kunden

Wir können und sollen unsere Kunden darauf hinweisen, dass wir nach wie vor für sie da sind. Zwar von Home Office aus, jedoch dank der digitalen Möglichkeiten liefern wir in der Kundenpflege denselben gewohnten guten Service. Minus persönliche Kontakte. Es wird vielleicht mehr telefoniert und Telcos werden durchgeführt. Viele werden merken, dass die Zeitersparnis enorm ist. Weisen wir unsere Kunden aktiv darauf hin, wie wir uns verhalten und dass z.B. Meetings jederzeit auch virtuell stattfinden können? Wir bleiben nach wie von mit Kunden im Kontakt und zeigen auf, dass sie uns wichtig sind.

Wir haben eine automatische Reply-Email gesehen. Der Absender der ursprünglichen Email erfuhr, dass er die Person weiterhin per Email erreichen kann. Da gibt es sicher bessere Wege, die Handynummer bekannt zu geben (wenn schon keine Weiterleitung vom Büro-Telefon möglich war). Wir sehen diese Reply-Mail als Kommunikation ohne Mehrwert. Wie sehen Sie das? Wie sind Sie bei Kunden vorgegangen?

Sehr geehrte Damen und Herren,
 vielen Dank für Ihre Nachricht.
 Aufgrund der aktuellen Situation arbeite ich derzeit im Home-Office.
 Sie erreichen mich wie gewohnt per E-Mail sowie über meine Mobilfunknummer +49 (0) 160 ....
 Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!

 i.A. Frau Müller
 Firma Home Office
 ……

Insbesondere in Krisenzeiten ist es wichtig, dass wir die Menschlichkeit nicht vergessen. Die Digitalisierung ist ein Medium, das uns das Arbeiten von überall ermöglicht, zu jeder Zeit. Wir alle sollen jedoch uns selbst nicht vergessen – den Bedarf an einer Organisation, Planung des Tages, einer Struktur und geplanter Erholung. Gleichzeitig, als Unternehmer oder Marketing Fachleute, sollen wir uns der Ängste und Unsicherheiten der Kunden oder Kollegen bewusst werden und durch Zuhören und Unterstützen diese mit Respekt und Vertrauen behandeln. Dank moderner Medien können wir das, technisch gesehen.

Corona Krise: Schulhaus, Spielplatz-alles geschlossen. Ausnahmezustand.
Corona Krise: Schulhaus, Spielplatz-alles geschlossen. Ausnahmezustand.

Content Marketing

In den letzten zwei Wochen haben die meisten Branchen einen signifikanten Rückgang der Webseiten Besucher über organische Suchresultate erfahren. Deshalb ist es für die Website wichtig, neue relevante Inhalte mit Mehrwert für die Zielgruppen zu produzieren. Diese können auch in den Social Networks wie LinkedIn beworben werden. Auch dabei ist es wichtig den Menschen am anderen Ende der Kommunikation zu bedenken. Aggressive Verkaufstaktiken gehen nicht, damit verliert man eher die Reputation. Kostenlose Angebote, kleine Schritte, helfender Austausch sind die Methoden, die heuer gefragt sind.

Suchmaschinenoptimierung

SEO ist eine wichtige Komponente vom Digital Marketing. Vielleicht haben Sie jetzt mehr Zeit sich um Grundsätzliches zu kümmern. Technische und SEO Fehler sollen gefunden und beseitigt werden. Eine Überprüfung der genutzten Keywords und der Hashtags ist sinnvoll, man kann auch neue zur Krise und eigenem Angebot passenden etablieren. Trotz aller Veränderungen in der Kommunikation soll man sich und seiner Geschäftsstrategie treu bleiben. Nur so baut man langfristig Vertrauen und Expertise auf.

Video und Webinar

Zur Zeit erstellt jedermann Webinare oder bietet Seminare an. Eine PR-Agentur bietet kostenlosen Zugang zu einem Webinar zum Thema “Einführung ins Brand Storytelling” das Wissenschaftlern helfen will, gerade jetzt zielpublikumsgerecht zu kommunizieren. Eine Stunde kostenlose Beratung ist das aktuelle Angebot von Netzwerk Kadertraining. Ein Coach, sonst unter anderem in Kriseninterventionen tätig, bietet kostenloses 45-minütes Krisengespräch an. In der Gemeinschaft können wir Stärke zeigen.

Ob sich die Videoinhalte und Webinare bewähren und später kostenpflichtig verkauft werden können ist zur Zeit nicht sicher. Das Angebot ist jedenfalls riesig.

Website Audit

Prüfen Sie Ihre Website aus der Sicht der Benutzer und stellen Sie sicher, dass auf jeder Seite Ihrer Website ein Handlungsaufruf an die Leser steht. Natürlich sollen Sie auch die Datenschutz-Einhaltung überprüfen. Wir helfen Ihnen mit einem Schnell-Audit Dokument (hier mit unserem Dokument verlinken).

Download Dokument Websiteanalyse – Website Audit

Wenn Sie nach dem Ausbruch des Coronavirus Ihre Marketingbemühungen auf das digitale Marketing konzentrieren und diese professionalisieren und vermenschlichen, haben Sie einen Vorteil gegenüber Ihren Konkurrenten und können Ihr Geschäft durch die Stärkung Ihrer Online-Präsenz weiterführen.

Der Ausnahmezustand wird hoffentlich bald vorbei sein, und alle Ihre Bemühungen werden sich auszahlen. Beginnen Sie also noch heute mit der Stärkung Ihrer online Kommunikation, indem Sie sich auf die Förderung Ihres Unternehmens mit digitalem Marketing konzentrieren.

Wenn Sie Hilfe bei der Erstellung einer digitalen Marketingstrategie benötigen, setzen Sie sich noch heute mit uns in Verbindung.

Ressourcen

  • Download Dokument Audit-Light Selfcheck DSGVO: Ein nicht zu unterschätzendes Thema ist hier auch Datenschutz. Es gibt eine grosse Anzahl der MitarbeiterInnen, die im Büro einen Desktop Computer nutzen. Im Homeofiice, auf die Schnelle und damit der Betrieb weiter läuft, haben sie vielleicht alle nötigen Programme auf ihren privaten Laptops installiert. Wie sicher sind dann die Firmen- und personenbezogen Daten?
  • Download Dokument Websiteanalyse – Website Audit Prüfen Sie Ihre Website aus der Sicht der Benutzer um Digital Marketing zu verbessen. So stellen Sie sicher, dass auf jeder Seite Ihrer Website ein Handlungsaufruf an die Leser steht. Natürlich sollen Sie auch die Datenschutz-Einhaltung überprüfen.
  • Bund der Public Relations Agenturen der Schweiz – Die Corona Checkliste für Agenturen – PDF Download
Covid-19 - Mutter mit Kind: Social Distancing ist hier Theorie

Zusammenfassung: Wir kennen alle die Geschichte: seit dem 16 März 2020 sind viele Länder Europas Italien gefolgt und haben drastische Massnahmen getroffen. Alles in der Hoffnung, die Coronavirus- oder Covid-19-Pandemie in den Griff zubekommen. Dennoch gibt es Schwächen im System, die wir bereits vor der Pandemie hätten beseitigen können, um die schnelle Ausbreitung des Virus weiter zu mindern.

Was genau sind diese Schwächen und wie können sie gegen die Verbreitung des Virus helfen? Hier zuerst ein paar Fakten und Zahlen zum jetzigen Stand der Dinge.

Der zweite Beitrag aus unserer Serie zum Coronavirus

Genaue Fallzahlen: Quo Vadis

Ranglisten oder Statistiken in Sachen Pandemie helfen den öffentlichen Stellen die notwendigen Massnahmen anhand guter Daten zu treffen. Ranglisten zu Gesundheitssystemen gibt es einige wie z.B. der Global Health Security Index. Darin werden einige Faktoren überprüft, um festzustellen, wie gut die Gesundheitssysteme in verschiedenen Ländern funktionieren. Prinzipiell sind reichere Länder besser für Epidemien gerüstet als ärmere.

Die USA ist mit grossem Abstand die Nummer 1 in der Rangliste mit 83,4 Punkten aus 100 Maximalpunkten. Die Schweiz mit 67 ist auf Position 13 und Ghana mit 35,5 Punkten auf Position 105 von 195 Ländern.

Dennoch geht meist zu viel schief: Somit sind solche Ranglisten in Krisenfällen nicht unbedingt aussagekräftig. Schliessungen von Kinos, Läden, usw. hat in den USA zur Folge, dass ab April Millionen von Mitarbeitern ohne Krankenversicherung auskommen müssen. Schon heute wird die Anzahl der Amerikaner ohne Kranversicherung auf 18 Mio. geschätzt.

Wie solche Statistiken den Kampf der Pandemie in Sachen Covid-19 oder Coronavirus beeinflussen, weiss niemand. Die Situation ist so schwierig, dass der Governor von Kalifornien seinen Bürgern ab dem 20 März 2020 zu Home Office verpflichtet hat. Doch von zu Hause aus zu arbeiten und für die Schule zu lernen ist bei vielen schon im Trend.

Italien ist weiterhin das “Epizentrum” und hat die meisen Todesopfer zu beklagen. Nur 5 Menschen waren unter 40 Jahre und die meist betroffene Altersgruppe sind die 80- bis 89-Jährigen.

Schweizer Ärzte senden Corona-Daten per Fax

Wegen der drastischen Situation im Tessin fordert die lateinische Schweiz nun eine nationale Ausgangsperre. Doch die grossen Städte Zürich, Bern und Basel sind dagegen. Der Kanton Uri prescht vor und schickt die Senioren (ab 65 Jahren) in den Hausarrest.

Der Bund hat Mühe die Fallzahlen zu ermitteln, obwohl Ärzte und Laboratorien verpflichtet sind, Fälle innerhalb von 24-Stunden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu melden. Die Formulare dazu sind auf der BAG Webseite in PDF Format erhältlich. Sie können aber nicht direkt am Computer bearbeitet werden, sondern müssen von Hand ausgefüllt und per FAX an das BAG übermittelt werden. Dort werden diese handschriftlichen Daten in die Datenbank eingetragen.

Eine externe Evaluation hat bereits 2012 festgestellt, dass die Übermittlung der Daten via Fax nicht effizient ist und zu einem unnötigen Risiko für Fehler bei der Eingabe in die Datenbank führen kann. Das BAG kündigte daraufhin ein elektronische Meldesystem für 2013/14 für Ärzte an. 2020 sagt uns die Webseite das einem elektronischen Übermittlungssystem für Laboratorien gearbeitet wird und für Ärzte sei das System weit fortgeschritten. Doch während der Covid-19-Pandemie ist es immer noch nicht erhältlich. Warum also dauert das so lange?

Coronavirus und Home Office = Bahnhof Solothurn um 8 Uhr morgens: Fast keine Pendler zur Hauptverkehrszeit.
Coronavirus und Home Office = Bahnhof Solothurn um 8 Uhr morgens: Fast keine Pendler zur Hauptverkehrszeit.

Bürokratie lässt grüssen: Docbox könnte es in 2 Wochen kostenlos fertigstellen

Das obige Beispiel ist eine Blamage für das BAG und dessen Management, welches es aus verschiedenen Gründen erst nach ca. 10 Jahren schafft (2021 so hoffen wir!), die elektronische Datenerfassung von Ärzten zu implementieren.

Das private Ärztenetzwerk docbox mit 9’000 allgemein praktizierenden Ärzten in der ganzen Schweiz hat dem BAG offeriert, ein elektronisches System innerhalb einer Woche zur Verfügung zu stellen – kostenlos. Das BAG ist aber leider zu stark damit beschäftigt die handgeschriebenen Angaben in deren Datenbank einzuspeisen. Somit konnte sie bis heute nicht auf das docbox Angebot eingehen.

Das ist ein Problem, denn z.B. am 17. März 2020 hat das BAG bekanntgegeben, das rund 270 Fälle noch nicht erfasst seien. Am Mittwoch meldete der Kanton Zürich 130 neue Erkrankungen innert 24 Stunden. Das BAG verschickte später einen Tweet in welchem die Covid-19 Fallzahlen für Dienstag 17.3.2020 von etwa 50 neu registrierten Erkrankungen sprach. Diese Diskrepanz während einer Krise lässt vermuten, dass hier noch einige Dinge im Argen sind.

Corporate Communication #bigfail

Die Grafik welche auf Twitter vom BAG verschickt wurde, kann man nicht auf der BAG Webseite finde. Solche Daten müssen jedoch auf der BAG Webseite schnell und einfach auffindbar sein. Dies ist ein Fallbeispiel wie Digitales Marketing in der Corporate Communication im Krisenfall nicht effektiv genutzt wird, ein #bigfail im Kampf gegen z.B. Fake News (siehe Image weiter unten).

Ebenfalls sind die Informationsangebote auf der Webseite nach den neuesten Standarts nicht SEO oder Suchmaschinen optimiert. Auch die Bildtexte, welche auf Twitter angeboten werden, sind auf der Webseite nicht auffindbar.

Das BAG schafft es also nicht, eine gute web-basierte Kommunikation während der Coronavirus Krise für die CH Bevölkerungen sicher zu stellen. Aber in einer solchen Krise ist das Pflicht und notwendig. Natürlich sind die Dinge in Italien, Frankreich und Deutschland nicht besser, doch in der Schweiz haben wir den Anspruch, dass unsere öffentliche Verwaltung hier mehr leistet!

Auch die Armee/Bundeswehr/Heer hat Probleme: Die aufgebotenen Sanitätstruppen wurden gebeten für die ersten 2 Tage die Verpflegung gleich mitzubringen.

1×1 für Digitales Marketing im Krisenfall: Bsp. Coronavirus

Dank der BAG CH und deren ungenügendem Kommunikationsansatz im Zeitalter der digitalen Medien und dem Cloud Computing können wir 6 Lehren aus diesem Falle ziehen:

  1. Strategie: Was ist unsere Value Proposition in unserer Kommunikation.
  2. SEO Optimierung ist Pflicht: Texte auf der Webseite müssen optimiert sein, d.h. die richtigen Schlagwörter, Hashtags, usw. Ein Hashtag wie #CoronaVirusCH ist dabei nicht sehr hilfreich da die eigenen Tweets vom BAG dabei in der Masse untergehen. #BAGCoronaVirusCH hilft da schon eher. Schlagworte oder Hashtags wie #AlertBAGch oder #BAGchAlert sollte immer gebraucht werden, um dem Publikum das Auffinden solcher wichtiger Informationen zu erleichtern.
  3. Fakten sind gefragt: Fakten müssen so kommuniziert werden, dass diese auf verschiedenen Geräten gelesen werden können.
  4. Word-of-Mouth Marketing nutzen: Italien hat eine Webseite nur zum Coronavirus. Auf dieser findet man täglich gute Informationen inklusive Statistiken, Grafiken, usw. Diese kann man teilen, über RSS oder mit einem Email Newsletter erhalten. Weil es so einfach ist, nutzt die Presse diese Seite extensiv und hilft so, die Bevölkerung über verschiedenen Kanäle zu informieren mit Word-of-Mouth, Content Marketing – Inhalte des Instituto Superiore di Sanità (ISS) werden auf anderen Webseiten repostet, welche man einfach navigieren kann.
  5. Texte richtig gestalten: Text müssen so aufbereitet sein, sodass diese auch überflogen werden können. Dies bedingt, dass sie gut strukturiert sind mit Überschriften, kurzen Paragraphen und Sätzen…
  6. Grafiken und Visuals sind Programm: Grafiken (siehe unten) müssen auch auf der eigentlichen Webseite einfach einsehbar sein und für den Download bereitgestellt werden. Eine Grafik, Tabelle, Statistik nur als Foto auf Twitter anbieten ist eine “lost opportunity” für das Engagement mit Kunden/Bürgern und somit ein Anfängerfehler.
  7. Was ist der Mehrwert: Firmen und Verbände können sich überlegen, welche Informationen sie auf deren Plattform z.B. für Mitglieder anbieten. Die Informationen müssen Mehrwert bieten, z.B. was ist zu tun um Kurzarbeit anzumelden, wie minimieren wir die Gefahr für Coronavirus Infektion in unserem Lebensmittelladen, Meeting, usw.
Das BAG CH tut sich schwer mit Social Media und Webseite: Zuwenig nund nicht SEO optimiert.
Das BAG CH tut sich schwer mit Social Media und Webseite: Zuwenig gut strukturierte und SEO optimierte Corporate Communication = #bigfail

Fazit

In Krisensituationen werden einem immer wieder die Schwächen eines Systems aufgezeigt. Für die Versäumnisse müssen wir dann immer bezahlen, vor allem wenn wir bekannte Risikos nicht ausgemerzt haben (Bsp. Datenübermittlung der Coronavirus Fälle handschriftlich per FAX).

Das Beispiel der “BAG Corporate Communication #bigfail” zeigt auch, dass es nicht in der gesamten Bundesverwaltung gleich stümperhaft gemacht wird. Zum Beispiel: die Armee versucht es mit regelmässigen Nachrichten, auch wenn die zu nutzende Plattform dazu nicht geeignet ist, das Leserengagement und Verbreiten der Beiträge in Social Media zu verbessern.

Auch hier wäre eine bessere und kostengünstigere Plattform wie WordPress einfacher. Vielleicht würde dies ja unsere Bundesrätin Viola Amherd begrüssen. Sie könnte dann als CEO selber zum Thema bloggen. Eine ideale Weise zu kommunizieren.

Am 12. März waren wir zu Videoaufnahmen für Jetztlehrstelle.com von Bouygues E&S Intec AG auf einer Grossbaustelle. Doch schon am 13. März hat sich der Bundesrat in der Schweiz entschlossen, wegen der Coronavirus-Pandemie die Massnahmen zu verschärfen. Ausser Lebensmittelläden und Apotheken wurde alles, inklusive Schulen und Bauernmärkte zum 16. März (Montag) geschlossen. Wie es weiter geht, weiss zur Zeit niemand.

Unser letzter Beitrag über den WEF 2020 Davos handelt über den Dialog oder besser, den nicht vorhandenen Dialog in Corporate Blogs vor allem über Themen wie den Klimawandel, Gesundheit etc. Hier wollen wir uns mehr mit dem Event an sich beschäftigen und welchen Eindruck dieser mit Hinblick auf die wichtigen Themen Klimaschutz, Gesundheit etc. gemacht hat. Denn es waren sowohl Authentizität, als auch rationaler Opportunismus zugegen. Dieser Beitrag ist der zweite Teil über das WEF 2020 Davos und der dritte Beitrag in unserer Serie Marketing Trends 2020 (KPI und AI).

Check out this entry in English here.

Beim WEF waren wir zeitweise entweder alleine oder in einer Gruppe unterwegs. Hier zeigen wir Ihnen die vielen Eindrücke von Marketing Club Lago Mitgliedern und vom drkpi Team, dazu ein Kurzvideo zum Thema SBB und Klimawandel.

Was kostet die Veranstaltung?

Als KMU ist ein Besuch beim WEF eigentlich unmöglich ohne eine Einladung vom Veranstalter oder von einem WEF Mitglied. Die Mitgliedschaft kostet ca. CHF 58.500 (US$ 60.000) bis über CHF 195.200 (US$ 200.000). Dazu kommen noch die Kosten von ca. CHF 12.700 (US$ 13.000) pro Person, wenn man sich für das WEF registrieren will. Dann zahlt man noch für das Hotel und Zusatzkosten wie z.B. für ein Sitzungszimmer oder einen Raum für eine eigene Veranstaltung mit Catering, usw.

Auch wenn eingeladene Gäste und Präsident Trump keine Gebühr als Teilnehmer bezahlen müssen, kommt der Steuerzahler für den teuren Spaß auf. Beispielsweise Fahrzeuge, die vom US-Geheimdienst für den Shuttle-Service von Ivanka Trump in der Gegend von Davos gemietet wurden, kosten ca. CHF 33.200 (US$ 34.000). Der Gesamtpreis für den zweitägigen Besuch am WEF 2020 Davos für die amerikanische Delegation und den US Präsidenten kommt den Steuerzahler über CHF 3.903.600 (US$ 4 Mio.) zu stehen.

Ausserhalb des Kongresszentrums haben sich Dutzende von Events etabliert, welche das WEF nutzen, um vermehrt Interesse und Sponsoren zu finden. Ein Zugang zu den Hotels kostet ca. CHF 200 (US$ 205) für die Woche. Dies gibt einer Person dann Zugang zu der Sicherheitszone. Oft wird dieser aber nur über Packages verkauft, welche zusätzliche Angebote beinhalten, sodass das Ganze dann schnell einmal ca. CHF 3.000 (US$ 3.075) kostet.

  • Wäre Ihr Unternehmen bereit Sie nach Davos zu senden? Waren Sie schon einmal dort? Erzählen Sie uns von ihren Erfahrungen in den Kommentaren! Wir sind gespannt!

WEF 2020 Davos: Damit jeder weiß, mit wem er spricht…

Als Gast beim WEF wurde man gleich zu Beginn hierarchisch eingeteilt. Was bedeutet das? Man bekam Schilder zugeordnet, je nach “Funktion” im Unternehmen und “Wichtigkeit” für die Geschäftswelt. Somit war auf den ersten Blick klar, welche Position man besetzt. Dabei steht Kategorie 1 für die absoluten VIPs und Kategorie 7 für weniger wichtige Menschen. Das bekam sogar die Entourage von US Präsident Donald Trump zu spüren. Zum Beispiel:

  • Präsident Donald Trump hat ein Schild, das ihn als Kategorie 1 “Staatsoberhaupt” kennzeichnet.
  • Ivanka Trump, Tochter und Beraterin des Präsidenten, ist Kategorie 7, d.h. “Funktionsstab”.
  • Jared Kushner, Ehemann von Ms. Trump wird als Assistent und leitender Berater des Präsidenten kategorisiert und sein WEF-Schildchen verordnet ihn in der Kategorie 4 “Sub-Ministerposten”.

Besonders aussagekräftig sind die Teilnehmerzahlen: Insgesamt waren 46% der diesjährigen Teilnehmer als Kategorie 1 und 0,75% in der Kategorie 7 aufgeführt. Wenn man bedenkt, wie schwierig eine Einladung zu bekommen ist, zeigt es auch auf, welche Art von Menschen das WEF für ihr Event bevorzugt, wenn nahezu die Hälfte der Gäste zur Kategorie 1 gehörten. Weshalb man als Gast jedoch in eine Kategorie geordnet und offen vorgeführt werden muss, wird vom WEF nicht erklärt.

  • Was halten Sie von der hierarchischen Organisation des WEF?
WEF 2020 Davos: Dein Schild sagt aus, wie wichtig du bist!
WEF 2020 Davos: Dein Schild sagt aus, wie wichtig du bist!
  • Was ist Ihnen beim WEF 2020 Davos aufgefallen und in Erinnerung geblieben?

Gesundheit ist fast nicht mehr bezahlbar?

OrphanHealthcare Foundation Direktor Dr. Frank Grossmann (MCLago Mitglied) war von “The Economist” zum WEF eingeladen worden. Er diskutierte in einem Frühstück-Forum ab 7 Uhr die Fragen über die Zukunft unserer Gesundheitssysteme.

Wie beim Klimaschutz ist auch im Gesundheitswesen nicht alles im grünen. “The world is on fire…” ist leider nicht nur bezeichnend für den Klimawandel: Alles ist zu teuer, träge und ineffizient oder nicht nachhaltig. Wir können uns eigentlich unser Gesundheitssystem auch in den meisten OECD-Ländern nicht mehr leisten. Diese hohen Kosten bedeutet auch für viele Menschen auf der Welt, dass sie nicht die notwendige Gesundheitsversorgung bekommen, die sie benötigen.

Das Panel war hochkarätig und deshalb ist es nicht erstaunlich, dass hier Fakten geliefert wurden, die uns an die Situation von Menschen mit seltenen Krankheiten erinnern.

WEF 2020 Davos: Simonetta Sommaruga President of Switzerland and Member of the Federal Council - Die Welt is in Flammen - auch in Sachen Gesundheitsversorgung... The Economist Healthcare Panel.
WEF 2020 Davos: Simonetta Sommaruga President of Switzerland and Member of the Federal Council – Die Welt is in Flammen – auch in Sachen Gesundheitsversorgung… The Economist Healthcare Panel.

Klimawandel: Opportunismus wohin das Auge reicht

The view from the top should be more than the bottom line.

Goal 17 Partners #Goal17Solutions

“Ziel 17” bezieht sich auf die 17 Ziele, die im Mittelpunkt der Agenda der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung bis 2030 stehen. Die Gruppe hatte z.B. dieses Banner an ein Haus angemacht (im Bild rechts). Die Ziele sind lobens- und erstrebenswert, aber leben die Wirtschaftskapitäne danach?

WEF 2020 Davos: Ideale Bühne eigene Schwächen mit Publicity zu überspielen, d.h. die perfekte Selbstdarstellung - Donald Trump und Fortune Global 500.
WEF 2020 Davos: Ideale Bühne, eigene Schwächen mit Publicity zu überspielen, d.h. die perfekte Selbstdarstellung – Donald Trump und Fortune Global 500.

Der Konflikt zwischen Engagement für den Klimaschutz und Profitorientierung ist am WEF offensichtlich. Profitgier scheint universal in einer Zeit, in der die Teilnahme am WEF Geld verschlingt, Grossfirmen grosse Gewinne einstreichen wollen und sich dabei Corporate Social Responsibility auf die Fahnen schreiben.

Das Problem dabei ist, dass sich beides bisher noch nicht so gut einigen lassen: Joe Kaeser, der Chef vom Siemens-Konzern ist ein Beispiel dafür. Er versucht sich auf Social Media zu inszenieren, bietet auch der Klimajugend einen Aufsichtsratssitz an, um dann aber gleichzeitig am Boom der Kohle in Asien und Australien zu verdienen. Profit und den Klimawandel ignorieren?

Ein weiteres Beispiel ist das PWC, welches auch ihre eigene Veranstaltung parallel zum WEF angeboten hat. PWC hat hochkarätige Speaker engagiert, d.h. bezahlt, wie z.B. Theresa May, ehemalige Premierministerin von Grossbritannien (siehe Beitragsfoto ganz oben, Theresa May mit Bob Moritz als Moderator).

An diesem Event und auch während des WEF Davos wurde Bob Moritz immer wieder auf die Enthüllungen über Angolas Ex-Präsidenten-Tochter angesprochen. Denn der Auditor – PWC – wird sich wohl noch eine Zeit lang erklären müssen, warum die möglichen illegalen Geldüberweisungen übersehen wurden. Moritz kommentierte das Ganze immer mit demselben Kommentar:

Bin schockiert und enttäuscht.

Bob Moritz, PWC, WEF 2020 Davos, im Zusammenhang zu den Luanda Leaks

Auch wurden Empfänge von Ländern selbst parallel zum WEF organisiert, um sich der illustren Gruppe von Teilnehmern präsentieren zu können. Sie versuchten sich in das richtige Licht zu rücken. Dabei geht es um PR, Image und das Land als Marke. Alles in der Hoffnung Investoren, Käufer oder aber auch den Tourismus weiter anzukurbeln.

Der Coronavirus war auch ein wichtiges Thema in Sachen Länderimage und Health Care, dabei wurde eine mögliche Ansteckungsgefahr durch die drei Teilnehmer aus Wuhan nicht in Betracht gezogen.

WEF 2020 Davos - Auch Länder nutzen das WEF für Promotionszwecke wie z.B. zur Erhöhung der Bekanntheit, Image Verbesserung, usw. Bsp. Indonesia.
WEF 2020 Davos – Auch Länder nutzen das WEF für Promotionszwecke wie z.B. zur Erhöhung der Bekanntheit, Image Verbesserung, usw. Bsp. Indonesia.

WEF 2020 Davos: Social Networking

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Das WEF 2020 Davos war sicherlich eine Reise wert. Das wichtigste waren sicherlich die sozialen Events. Man traf sich per Zufall in einer Bar oder aber an einem kleinen Empfang am WEF. Davon gab es während der Woche gleich mehrere 100. Mein Abschluss war am Freitagabend beim 3rd Annual DEWA WEF DINNER (siehe unten). Die Atmosphäre war sehr schön, das Essen wunderbar und es gab interessante Gespräche mit sehr interessanten und authentischen Experten und Expertinnen aus verschiedenen Ländern und Branchen. Wirklich ein höchst gelungener Abschluss.

  • Hätten Sie Interesse das WEF zu besuchen?

WEF 2020 und Klimawandel: Fazit

Die Anstrengungen des WEFs in Sachen Klimakompensationen sind lobenswert: Davos 2020 – CO2 neutral. Greta Thunberg sprach als Stargast natürlich auch den Klimawandel an: Ihn jedoch hauptsächlich als Situation zu präsentieren, die Opfer von uns allen fordert, ist nicht die Strategie die unbedingt zum Erfolg führt. Hier ein paar Beispiele für individuelle “Opfer”:

  • Fliegen heisst CO2 Ausstoss (geschätzt auf 3.7 % der globalen Treibhausgasemissionen), doch bis 2025 wird der geschätzte Anteil der ICT-Branche an den Treibhausgasemissionen auf fast 8 % ansteigen.
  • Die jährliche Zunahme des digitalen Energieverbrauchs macht rund 9 % aus.
  • Streaming von Songs mit Spotify oder Filme auf Netflix braucht 1,500-mal mehr Energie als der gewöhnliche Betrieb eines Smartphones, d.h. einfach telefonieren.
  • Wer 10 Minuten über die Cloud ein Video anschaut, verbraucht gleich viel Strom wie wenn er 5 Minuten einen elektronischen 2000-Watt-Ofen mit voller Kraft im Heizbetrieb hält (d.h. auf ca 225 Grad Celsius).

Der Klimawandel verlangt grosse Änderungen von uns allen. Ein Preis auf CO2 Ausstoss, Energieverbrauch, usw. ist ein guter Ansatz. Das WEF 2020 hat da schon einige Schritte in die richtige Richtung gemacht. Doch besser wäre ein WEF Davos, das nur noch öffentliche Transportmittel einsetzt und die Limousinen vom Event verbannt.

Denn was fast alle von uns genervt hat, waren die Limousinen und Kleinbusse, welche die Strassen in Davos während dem WEF verstopften. Sie machten es für uns Fussgänger oder Benutzer des öffentlichen Verkehrs schwierig und verpesteten zusätzlich unnötig die Luft. Es bleibt jedoch auch eine schwierige Angelegenheit ein Staatsoberhaupt mit einem öffentlichen Bus zum Event zu bringen.

Ich, Urs E. Gattiker, bin dagegen nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist. Doch das nicht selten vorkommende Phänomen des ausfallenden SBB-Zuges ereilte mich an einem der Tage. Ich musste mir kurzfristig eine Mitfahrgelegenheit organisieren. Das gelang und ich kam nur 1.5 Std. zu spät in Davos an, verpasste ein Event, kam aber zum nächsten.

  • Was ist Ihre Meinung? Wie kann man als WEF Teilnehmer Energie sparen und auf die Umwelt achten?

Reden ist Silber und Schweigen ist bekannter Weise Gold. Auch einzelne Teilnehmer haben viel über die Änderungen für den Klimawandel gesprochen, demnach aber nicht gehandelt. So hat auch EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen am Dienstagvormittag in ihrer Rede die Klimakrise zur zentralen Herausforderung gemacht. Sie rief die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf.

Tags zuvor wurde sie von einem Gespräch mit der Schweizer Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga von einer Limo vorgefahren und wieder abgeholt. In einem öffentlichen Verkehrsmittel in Davos konnte man sie bei ihrem Davos Aufenthalt nicht finden. Rationaler Opportunismus, d.h. man nutzt das WEF als Bühne und inszeniert sich selber, geht aber nicht mit gutem Beispiel voran. Da unterscheiden sich viele der hochkarätigen Gäste leider nicht viel von Donald Trump.

PS: Für den letzten WEF Event am Freitagabend nutzten Frank und ich ebenfalls das Auto, denn so ca. ab 22 Uhr schafft man im Zug die Reise nach Zürich nicht mehr. Von Davos Monstein ist ab 19 Uhr kein Postauto nach Davos Platz mehr unterwegs… Den Rest der Woche schafften wir alle mit Bus und Bahn.

Helena Helmersson, CEO der Modekette H&M

Helena Helmersson, Chefin (CEO) des Modekonzerns Hennes & Mauritz (H&M) war ein wenig genervt in Davos. Vielleicht hat sie es ja den Zeitgeist am besten getroffen was den Dialog am WEF 2020 Davos in Sachen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und faire Produktion betrifft:

Wir sollten weniger diskutieren und mehr erledigen.

WEF 2020 Davos, Helena Helmersson, CEO, H&M

Summary: Klaus Schwab hatte schon immer eine Vision für das World Economic Forum in Davos, z.B. will das WEF, dass seine Firmenmitglieder bis 2050 klimaneutral werden.
Doch das wird ohne einen Dialog mit allen Gruppen kaum realisierbar sein. Leider hat sich der Dialog in Corporate Medien wie Firmenblogs (z.B. Fortune Global 500, FT Global 500) im letzten Jahrzehnt verschlechtert.
Das stimmt uns nachdenklich, denn ohne den Dialog mit den Stakeholders zu wichtigen Themen wie Klimaneutralität, lassen sich Visionen vom WEF oder Management kaum umsetzen.

Der zweite Beitrag aus der Reihe 2020 Marketing Trends. #drkpi WEF Davos Blogger Rankings haben wir auch schon für 2015,  2016, 2017 und 2019 publiziert. Hier zeigen wir den Trend von 2010 und den BlogRank für 2020.

1. Social Media Plattformen kommen und gehen, die Corporate Webseite bleibt

Im Gegensatz zum modisch-modernen Blog, ist der öffentlich zugängliche Unternehmensblog langfristig von Vorteil. Das war und ist auch heute noch der Trend. Zur Veranschaulichung:

  • eine Studie aus dem Jahr 2019 berichtete, dass 54 Prozent der Fortune-500-Unternehmen mindestens einen Corporate Blog hatten
  • 270 Fortune-500-Unternehmen (54 Prozent) hatten Corporate Blogs für Content Marketing Zwecke (siehe UMass Center for Marketing Research)
  • 2018 war dieser Prozentsatz das erste Mal höher als für Inc. 500 Unternehmen, nämlich 53% vs. 52% (siehe drkpi 2019 Trends)
  • Diese Zahlen sind in den letzten Jahren stetig gewachsen!

2010 waren Twitter, Flicker und Tumblr beliebt. Heute wird Twitter zwar noch genutzt, aber wächst wohl teilweise dank der anhaltenden Aufmerksamkeit, welche Donald Trump auf seinem Account schafft. Weder Flickr noch Tumblr sind heute im Rampenlicht, obwohl beide gute Angebote bieten.

2010 – Blogs & Twitter waren damals “cool”

Twitter und ein Weblog sind cool und viele WEF Davos Teilnehmer nutzen beide Kanäle für die Kommunikation mit Lesern/Kunden (siehe Tabelle unten Jahr 2010). Führungskräfte lieben Blogs als effektives Kommunikationsmittel für wichtige Themen wie Strategie, Regulierung, Umwelt, usw.

2020 – Twitter, LinkedIn, Webseite

Es gibt immer mehr Infos von einem kleineren Teil der Nutzer. Beispielsweise, 10% der aktivsten Twitter Nutzer produzieren 80% der Inhalte (Pew Research – Juli 2019), geht es um US Politik, sind es sogar 97% aller Tweets (Pew Research – Oktober 2019).

2. Was ist ein Firmenblogger oder CEO Blogger?

2012 schrieben PR Leute noch, dass gute Blogs gute Inhalte brauchen und den Dialog fördern. Anfangs 2016 schrieb Ulrike Führmann:

Ein Chef-Blog fördert Sichtbarkeit, Klarheit, Vertrauen, Kultur und Veränderung.

Das tönt fast ein wenig veraltet, wenn wir berücksichtigen, dass Uwe Knaus, einer der Mitgründer vom Daimler Blog in seinem Nachwort zum Daimler Blog schrieb:

In den letzten zwei Jahren entwickelte sie (Jessica Abt) das Daimler-Blog als Chefredakteurin thematisch in die Richtung, die jetzt mit dem Nachfolgeprojekt konsequent weiterverfolgt wird. Nur so viel: Das Tagebuch wird zwar geschlossen, aber Authentizität und Glaubwürdigkeit werden weiterhin wichtige Erfolgsfaktoren bleiben.

Doch was genau bringt ein ‘authentischer’ und ‘glaubwürdiger’ Corporate Blogger mit sich?

Was ist ein Corporate Blogger?

Ein Firmenblogger schreibt zu Themen an welchen er/sie gerade arbeitet, welche ihn beschäftigen, usw.
300 – ca. 1500 Wörter umfasst einen Blogbeitrag. Mehrwert fürs Zielpublikum ist Programm.
Leserkommentare sind erwünscht und werden persönlich beantwortet.
Der Blog ist auf wenige Fachthemen fokussiert. Manager erhält Unterstützung wie z.B. Lektorat, Gestaltung, SEO und Fotos für den Blogbeitrag.

Wer ist kein Corporate Blogger?

Vlogger veröffentlicht Videos auf YouTube / Vimeo.
Twitter Nutzer werden auch Microbloggers genannt.
Facebook Staus Updates sind keine Blogs, LinkedIn Pulse Einträge schon eher. Doch hat hier das Unternehmen weder Copyright zum Inhalt, noch kann der Leser diese Inhalte später schnell in der Suchmaschine finden wie beim Firmenblog.
Von Corporate Communication geschriebene Beiträge machen den CEO nicht zu einem Firmenblogger.

Der frühere Chef von McKinsey Dominic Barton und der heutig Global Managing Partner Kevin Sneader sind kein Beispiel von Corporate Bloggern. Sie waren oder sind Autoren auf dem McKinsey Blog, doch dieser erlaubt keine Leserkommentare. Die Schreibweise ist eher steril auch “Corporate Speak” gennant, oder z.B. eine Zusammenfassung von einem Interview des CEO mit CNN. Der persönliche Touch oder die Authentizität ist in diesen Beiträgen nicht gegeben, auch wenn die Beiträge glaubwürdig sein können.

Doch auch die Greenpeace-Geschäftsführerin Jennifer Morgan (eine der vielen NGO-Vertreter am WEF20), gelingt es nicht, ihre Ansichten, Strategien usw. im Greenpeace Blog klar und persönlich der Öffentlichkeit weiterzugeben.

Trendcheck – wenn kontroverse Themen im Blog fehlenBeispiele
drkpi Daten zeigen, kontroverse Themen wie auch Strategiepläne, usw. werden im Firmenblog primär vom Top Management diskutiert. Ohne dessen Beteiligung fehlen diese Themen. In solchen Corporate Blogs sinkt die Authentizität der Beiträge. Diese wird vermehrt durch “Corporate Speak” ersetzt. Daimler Magazin, Coop Zeitung Blogs, & Bank of America

3. drkpi BlogRank für CEO Blogs: The Winner is?

So oft wie im Jahr 2010 haben WEF Davos Top Management Teilnehmer und Vortragende ihre Texte selten auf der Firmenwebseite veröffentlicht.

Unten können Sie das Ranking als PDF Datei runterladen. Es zeigt: nur wenige CEO Blogger von Davos sind Firmenblogger, die Einträge publizieren, welche authentisch und glaubwürdig rüberkommen und den Dialog mit Stakeholders fördern.

WEF 2020 Davos drkpi BlogRank: Fortune Global 500
WEF 2020 Davos drkpi BlogRank: Fortune Global 500
  • Fehlt ihr Firmenblog im BlogRanking? Ganz einfach URL der Seite in den Kommentaren hinterlassen.

drkpi® BlogRank der CEO Blogger am WEF Davos im Schnelltest: Wo steht unser Corporate Blog?

Am besten zeigen sich die Resultate in der pdf Datei mit einem einfachen Schnelltest. Diesen können Sie gleich ohne viel Zeitaufwand selber auf Ihren Firmenblog anwenden.

Der drei Minuten Schnelltest zeigt Ihnen sofort, wo welche Dinge gut gehen und wo es happert und eine schnelle Verbesserung Not tut.

  • Dialog: Engagieren sich Ihre Kunden mit den Inhalten, d.h. können sie einen Kommentar hinterlassen? Wird dieser innerhalb von einem Werktag beantwortet?
    Lesen der Bloginhalte ist natürlich erwünscht, doch an der Diskussion teilnehmen anscheinend nicht. Denn warum sonst haben viele Firmenblogs die Kommentarfunktion ausgeschaltet? Wenn die Kommentarfunktion aufgeschaltet ist, hinterlassen Leser nicht oft Kommentare. Wenn es einer tut, werden diese selten wenn überhaupt beantwortet.
  • Herzblut: Beziehen unsere Top Manager zu heiklen aber für das Unternehmen wichtige Themen im Blog Stellung?
    Beispiele sind Arbeitsbedingungen bei Zulieferanten, Nachhaltigkeit, CO2 Ausstoss, Qualität der Produkte, Kundenservice, usw. Gefragt sind nicht Trump-Style Fake News sondern Fakten für und Respekt gegenüber den Lesern.
  • Mehrwert: Empfindet ein neutraler Leser oder möglicher Kunde, dass ihm die Beiträge Mehrwert bieten?
    Oft kommt es vor, dass weder auf Informationsquellen auf anderen Webseiten verlinkt wird (z.B. Bundesamt für Statistik), noch auf Studien die kostenlos zugänglich sind (z.B. an einer Universität, Bundesamt für Arbeit). Stattdessen wird, wenn überhaupt, nur auf die eigene Webseite verlinkt und über die Firma gebloggt. Ist das wirklich ein Qualitätsbeitrag zum Thema?

Doch was wenn der Schnelltest zeigt, dass weder Dialog, noch Herzblut oder Mehrwert für die Leser*innen geboten wird? In diesem Fall gilt es sich entweder schnell zu verbessern oder aber den Schalter beim Firmenblog und der Webseite auf “Aus” drehen.

4. Das Ende vom Corporate Blog am WEF Davos 2020?

Kurz: Im neuen Daimler Magazin geht es nur noch um Elektromobilität und ein wenig um Nachhaltigkeit, mit vielen Bildchen. Praktisch alle Inhalte beziehen sich nur noch auf Daimler. Wo sind die Stories, in der ein Azubi seine ersten 100 Tage im Werk beschreibt? Mitarbeiter einen Spielplatz bei einer Kita auf Vordermann bringen?

Persönliche Geschichten zur Arbeit, Produkten und dem Leben ist, was den Leser interessiert. Wenn man nur über die Arbeit an sich und die Produkte schreibt, ist das Interesse gering und niemand kommentiert. Wenn wir keine Kommentare beantworten können, entsteht kein Dialog.

Seit 2008 hat das Daimler Team sehr interessante Geschichten erzählt und nicht nur verkappte Eigenwerbung im Daimler Blog gemacht. Das braucht Mut und Einsatz.

Das Entwickeln von Geschichten aus dem Unternehmen oder ein CEO der zu wichtigen Themen bloggt, ist arbeitsintensiv. Doch als Kommunikationsinstrument für Mitarbeiter funktioniert der Blog. Für das Unternehmen dient sie auch als Instrument mit dem die Werte und Ziele der Marke kommuniziert werden.

Der Dialog mit Kunden, Aktionären und Lieferanten über einen Corporate Blog braucht Mut, Zeit, Ressourcen und Engagement. Öffentlichkeitsarbeit, die den Dialog mit Lesern sucht und findet, kommt nicht einfach so. Mit all den verschiedenen Kanälen wird der Kunde heutzutage mit Informationen fast schon überflutet. Das bedeutet, dass die Pflege eines Dialogs mit dem Kunden seit 2010 markant schwieriger geworden ist.

  • Was ist ihr Beispiel von einem Blog mit interessanten Leserkommentaren?
    Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar unten mit dem Namen des Blogs.
Trend20102020Beispiele
Kommentar
1. Sinkendes Engagement und Dialog mit Lesern im FirmenblogÖfters Kommentare von Lesern. Im Schnitt hatte ein Blogeintrag im drkpi BlogRank Datenbank ca. 2.4 Kommentare. Diese wurden auch in mehr als 75% der Fälle von Autoren beantwortet. In ca. 30% der Fälle hat der kommentierende Leser auf die Antwort nochmals kommentiert, es entstand ein Dialog. Die Blogkommentarfunktion ist heute bei vielen Corporate Blogs deaktiviert.
Wenn kommentiert werden kann, geschieht dies selten, d.h. ca. 1 Kommentar pro Blogeintrag ist schon über dem Durchschnitt.
Bsp: Buzzfeed – CEO Jonah Beretti, Barclays versucht es seit Jahren aber Kommentaroption ist nicht eingeschaltet.
Dialog wird hier zur Rarität.
2. Top Management riskiert weniger CEOs nehmen vermehrt Stellung, riskieren vielleicht sogar etwas. Beispielsweise, die Position des Unternehmens zu einem wichtigen Thema wird im Blog verständlich kommuniziert für Investoren, Regulatoren und Aktivisten (Bsp. Lemathe … zum Thema Wasser und Nestlé).
Obwohl weniger populär als früher, bleibt doe direkte authentische Kommunikation vom CEO zum Kunden immer noch die erfolgreichste (Bsp. John Doe). In Krisensituationen sind Blogs ein sehr effektives Tool für das Management den Reputationsschaden zu minimieren. Bsp: Credit Suisse Affäre Khan. Hier wäre Klartext von CEO Tidjane Thiam oder Verwaltungsratspräsident Urs Rohner im CS Corporate Blog (den es nicht gibt) für Mitarbeiter, Kunden und Investoren hilfreich gewesen.
3. Email Kommunikationdrkpi Daten zeigen, dass damals gut 50% der Firmenblogs dem Leser die Möglichkeit gaben, sich für einen Blog Newsletter zu registrieren. Dieser kam mit einer kurzen Zusammenfassung für den Beitrag und Link zum kompletten Eintrag. Bei einem neuen Blogeintrag wird der Leser via Email informiert. Obwohl Thierry Breton, Geschäftsführer von Atos (mit seiner 2011 “Null-E-Mail-Initiative” gescheitert) und andere E-Mails totgesagt haben, steigt deren Nutzung jedes Jahr.
drkpi BlogRank Daten zeigen, dass heute nur noch ca. 30% der Firmen ihren Lesern die Bloginhalte via Newsletter liefern.
Blog hat kein Email Newsletter: Erna Solberg, Premierministerin Norwegen

Mit Email Newsletter: IMF Blog, Blackrock, usw.
4. RSS Feed Rund 60% offerieren einen RSS Feed und gut 20% sogar einen zusätzlichen, welcher nur Leserkommentare liefert.Ein RSS Feed ist heute eine Rarität bei einem Firmenblog. Verständlich, da die Technologie zwar seit 2003 einfach einsetzbar ist, aber von Lesern, ausser Geeks, nie wirklich geliebt wurde.Bsp: drkpi RSS Blogeinträge und RSS Leserkommentare mit Firefox oder Google Chrome Plugin/Add On als RSS lesen
5. Farbtupfer SyndromDer Mobile Internet Nutzer ist 2010 noch in der Minderheit. Infografiken erfreuen sich damals wachsender Beliebtheit. Die Usability / Nutzbarkeit von Blogeinträgen ist damals ganz klar für den Desktop ausgelegt.Die Mehrheit der Besucher einer Webseite sind mobile Internetnutzer, d.h. mittels Handy. Nichtsdestotrotz ist die User-Friendliness für den Smartphone-Nutzer schlechter geworden. Heute sagen Fotos oft nicht mehr als 1,000 Worte zu einem Beitrag aber sind ein schöner Farbtupfer. Sie bieten dem Leser selten einen Mehrwert.
Bsp: Daimler Magazin
6. URL Links externe Seiten: Knowledge SharingDas Internet bietet die wunderbare Möglichkeit, aus Beiträgen heraus zu Webseiten mit mehr Informationen zum Thema im Blogeintrag zu verlinken (z.B. Forschungsresultate, Bundesamt für Statistik, usw.). 2000 wurde dies ganz vereinzelt von Zeitungen gemacht. Firmenblogs nutzten diese Möglichkeiten jedoch stark. Damals fanden wir im Schnitt 3.9 URLs pro Eintrag die auf externe Webseiten verwiesen. Heute hat ein von drkpi BlogRank gefolgter Corporate Blog im Schnitt 1.8 URLs, welche auf Seiten auf anderen Domainen verlinken. Mehr Links verweisen im Schnitt auf weitere Blogeinträge oder Inhalte auf der Firmenwebseite.

Wie die Tabelle zeigt, tun sich die Blogs heutzutage schwer. Das Forum in Davos ist laut Klaus Schwab die Antwort auf die Zusammenarbeit der verschiedenen Stakeholder zu globalen Zukunftsfragen. Doch stellen sich die CEOs immer weniger dem Dialog im Corporate Blog. Immer mehr dreht sich in den Beiträgen alles nur noch um den Betrieb und um ihre eignen Visionen. Doch was andere wollen, was Kunden sich wünschen ist schwieriger auszumachen. Die schwindende Leserresonanz und/oder das Abschalten der Kommentarfunktion ist dabei nicht hilfreich diese Wünsche auszumachen.

Einige CEOs haben seit 2010 sang- und klanglos das Handtuch geworfen, wie Michael Dell. Wenn Botschaften im Blog laut Klaus Eck wieder zentral zur Mission des Unternehmens werden sollen, müssen die CEOs ihre Hausaufgaben vor dem WEF 2021 erledigen (siehe 3 Fragen oben – wo steht unser Corporate Blog).

  • Haben Sie ein Beispiel von einem Top Manager, dessen Blog Sie interessant finden?
    Schreiben Sie den Blog gerne als Kommentar!

Der Weblog gibt einen ROI, aber nur dann, wenn wir diesen dazu nutzen authentische und glaubwürdige Blogbeiträge zu schreiben. In diesen müssen Top Management und Angestellte, wie auch Auszubildende interessante Themen couragiert präsentieren und vorstellen. Da ist es nachvollziehbar, dass es dem Leser bei solchen Beiträgen mehr Spaß macht einen Kommentar zu schreiben. Dass eine gut recherchierte Antwort den Dialog fördert, leuchtet ebenfalls ein. Doch auch das WEF und Klaus Schwab wissen, man kann das Pferd zum Wasser führen, doch trinken muss es selber.

  • Klaus Eck findet, dass die Botschaften im Corporate Blog zentral zur Mission des Unternehmens und Chefsache sind. Sind Sie gleicher Meinung?

DSGVO / Marketing / Technologie Beratung

drkpi® ist Spezialist für Datenschutz, Marketing und neue Technologien. Unsere BlogRank und Analytics Software entwickelt sich laut Financial Times zu einem Standard.  Wir verstehen die Herausforderungen, vor denen Unternehmen stehen. Gerne teilen wir unser Wissen mit Ihnen. Kontaktieren Sie uns unter info@drkpi.com 

Weiterführende Ressourcen

Wir diskutieren kurz eine Studie, die Kosten-Nutzen Daten in Sachen Schweizer Lehrbetriebe präsentiert. Inwiefern sie sich auf das Recruiting von Auszubildenden auswirkt ist ebenfalls Thema im Beitrag.

Die duale Berufsausbildung – d.h. die lernende Person hat zwei Lernorte, Betrieb und Berufsschule – hat vor allem in der Schweiz, Deutschland, Österreich und auch Dänemark eine wichtige Funktion. Viele Jugendlichen werden dadurch für eine Karriere im Berufsalltag vorbereitet.

2015 haben in Zürich knapp 70% der jungen Erwachsenen bis zum 25. Altersjahr eine Berufslehrausbildung als Erstabschluss nach der obligatorischen Schule gemacht. In Genf lag dieser Anteil nur bei 30% und im Kanton Waadt bei knapp 48%. Diese Zahlen sind wichtig, denn im internationalen Vergleich weisen Länder mit stark betrieblich basierter Ausbildung tendenziell für Erwachsene unter 26 Jahren eine tiefere Arbeitslosigkeit auf.

In der Schweiz unterscheidet man prinzipiell zwischen zwei Typen von Berufslehrabschlüssen:

  • die zweijährige berufliche Grundbildung mit Eidgenössischem Berufsattest (EBA), und
  • die drei- und vierjährige berufliche Grundbildung, welche man mit dem Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) abschliesst.

Diese Woche wurde die Kosten-Nutzen-Erhebung des Schweizerischen Observatoriums für die Berufsbildung OBS EHB, die das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI in Auftrag gegeben hat, veröffentlicht. Hier ein paar Details.

Datenerhebung in der Studie

Die Autoren beschreiben die Datenerhebung im Bericht. Für uns ist es von speziellem Interesse zu untersuchen, wie die Kennzahlen zu Kosten und Nutzen erhoben wurden. Hier die Kurzerklärung:

Die Bruttokosten setzen sich aus Lehrlingslohn, Personalkosten, Material und Anlagekosten sowie sonstigen Aufwendungen zusammen. Bei den Personalkosten werden die zeitlichen Aufwendungen der Ausbildner erhoben und mit ihren Löhnen verrechnet.
Auf der Nutzenseite profitieren die Betriebe von der Arbeitskraft der Lernenden, den «produktiven Leistungen».
Dabei unterscheidet die Studie zwischen Tätigkeiten, die sonst von ungelernten Arbeitskräften ausgeführt würden (sogenannten Ungelernten-Tätigkeiten), und Arbeiten von ausgebildeten Fachkräften (Fachkraft-Tätigkeiten). Daneben gibt es auch «unproduktive» Tätigkeiten wie Übungen.

Lehrstellen - welche Bruttokosten entstehen dem Betrieb
Lehrstellen – welche Bruttokosten entstehen dem Betrieb

Die obige Definition zeigt bereits, dass nur Betriebe mit genauem “Cost-Accounting” diese Zahlen aus der Datenbank liefern können. Doch es scheint sicher, dass einige Teilnehmer der Studie nicht von solchen Daten profitierten. Somit dürften diese Teilnehmer über den Daumen gepeilt Angaben zu Kosten und Ertrag gemacht haben. Wie sich dies auf die Studie und deren Wiederspiegelung der Realität auswirkt, können wir an dieser Stelle nicht genau eruieren.

Die produktiven Leistungen von einem Azubi
Die produktiven Leistungen von einem Azubi

Inwiefern die fehlende Kostenrechnung für die Berufsbildung die Aussagekraft der Studienresultate beeinflusst ist schwer abzuschätzen. Doch diese Problematik wurde weder an der Pressekonferenz noch in den allen zur Verfügung gestellten Reports angesprochen.

Die Studie zeigt, dass die Lehrlingen in der zwei-, drei- und auch vierjährigen Ausbildung in 63% der Fälle schon während der Ausbildung dem Betrieb mehr bringen, als sie kosten. Das kann der Betrieb aber nur dann nachvollziehen, wenn die Kostenrechnung vollständig und sehr genau gemacht wird. Nach unserer Erfahrung ist das weder in kleineren noch grösseren Betrieben immer der Fall.

Übrigens, ein besonders günstiges Konsten-Nutzen-Verhältnis weist die zweijährige Lehre mit eidgenössischem Berufsattest aus (EBA). Die Frage muss jedoch gestellt werden, ob die wachsende Anzahl solcher Ausbildungsplätze auch damit korreliert, dass immer mehr Schulabgänger den Ausbildungsansprüchen einer drei- oder vierjährigen Lehre nicht gerecht werden, d.h. für die Berufsschule ungenügende Kenntnisse in Mathematik, Sprache, usw. mitbringen. Darauf gibt uns die Studie keine Antwort. Deren Resultate dazu zu nutzen, die zweijährige Ausbildung zu forcieren, darf hinterfragt werden.

Kurze Anmerkung: Die Studie basiert auf einer Stichprobe von 421 ausgefüllten Fragebögen von ausbildenden Betrieben (siehe z.B. Seite 11 Methodenbericht unten). Die Studie ist nicht repräsentativ.

Auswirkungen auf das Recruiting von Lehrlingen oder Azubis

Der Status der Berufslehre hängt davon ab ob die kritisch notwendige Masse von Jugendlichen diesen Weg wählt, denen auch das Gymnasium offen gestanden hätte. Diese Schulabgänger sind wichtige mögliche Bewerber für die EZB.

Doch ist es für immer mehr Firmen schwieriger, deren offenen 4-jährigen Ausbildungsplätze z.b. in technischen Berufen mit qualifizieren Schulabgängern zu besetzen. Zur Illustration, die 2-jährige EBA Ausbildung erfreut sich bei Betrieben immer grösserer Beliebtheit, speziell auch weil solche Ausbildungsplätze mit weniger guten Schülern besetzt werden können. Nichtsdestotrotz kann ein Mitarbeiter mit einem 2-jährigen EBA Abschluss nicht die gleich komplexen Arbeiten unabhängig ausführen, wie derjenige der eine 4-jährige EZB Bildung erfolgreich abgeschlossen hat.

Aus diesem Grunde müssen Firmen auch weiterhin sicher stellen, dass deren EZB Ausbildungsplätze besetzt werden. Eine Möglichkeit bietet Corporate Communication. Das heisst, Content mit Mehrwert für die Stakeholders wie Eltern, Schüler und Lehrer zu produzieren ist hier Pflicht. Das Beispiel von der Roche Diagnostics unten zeigt dies. Dank starker Marke, guter Ausbildung und mit Hilfe einer Kommunikation mit Mehrwert für die Jungen sind die EZB Stellen früh besetzt!

PS: Wie wir hier Mehrwert kreieren können und müssen, haben wir in diesem Blogeintrag aufgezeigt.

Roche Diagnostics: 21 Monate vorher sich für Schnupperlehre bewerben. WARUM: Im November im Vorjahr sind hier die Lehrstellen für den August des folgenden Jahres schon alle vergeben.
Roche Diagnostics: 21 Monate vorher sich für Schnupperlehre bewerben. WARUM: Im November im Vorjahr sind hier die Lehrstellen für den August des folgenden Jahres schon alle vergeben.

Das Beispiel der Bouygues (siehe unten) illustriert dies auf eine weitere Art. Hier werden Inhalte angezeigt, welche es dem Jungen ein wenig einfacher machen sollen, sich erfolgreich zu bewerben. Angaben wie z.B. wie bereite ich mich für die Schnupperlehre vor, das Job Interview und den Test wie Multicheck wird hier diskutiert. Das stört auf Interesse wenn dann noch Vorlagen (z.B. für Lebenslauf, Begleitbrief) usw. bereit gestellt werden. Dies schadet dem Firmenimage als Ausbildner bestimmt auch nicht und bringt mehr qualifizierte Bewerber.

Bouygues vergibt Tipps: Planung ist der Schlüssel zum Erfolg. Wie und wann bewirbt man sich erfolgreich für den Ausbildungsplatz.
Bouygues vergibt Tipps: Planung ist der Schlüssel zum Erfolg. Wie und wann bewirbt man sich erfolgreich für den Ausbildungsplatz.

Unten haben wir eine Tabelle, welche zeigt, inwiefern Planung und Strategie bereits von Anfang im Recruiting mit Hilfe digitaler Kanäle eine immer wichtigere Rolle spielt, um qualifizierte Auszubildende rekrutieren zu können.

Relevante Inhalte mit wichtigen Informationen müssen diese Zielgruppe über verschiedene Kanäle erreichen wie Webseite, Blog, Instagram, Schulklasse, Messe, usw.

ZeitschieneDigitale InhalteAktivitäten
21-24 Monate vor Antritt der AusbildungKommunikation Webseite von Lehrenden wie zum Beispiel: “Ersten 90 Tage meiner Ausbildung”Schulbesuche festlegen für z.B. Monate September bis November in Schulklassen, denn diebeschäftigen sich fast zwei Jahre vor Lehrantritt mit der Berufsauswahl, Praktikumsplatz, Schnupperlehre, usw.
18-20 Monate vor Antritt der AusbildungWie funktioniert der Bewerbungsprozess.
Wie hilft dir das Praktikum / Schnuppertag(e) deine Bewerbungschancen zu verbessern.
Schulen besuchen, Präsentation in Schulklassen halten, usw.
15-17 Monate vor Beginn der Ausbildung Was sind die drei grössten Fehler welche wir in Bewergungen sehen?
Meine Erfahrungen als neuer Lehrling in der Berufsschule
Beispiele: Informationstage, Schnupperlehren, Praktikumsplätze anbieten, Messen besuchen.
12-14 Monate vor Beginn der AusbildungWie bereitest du Dich für das Bewerbungsinterview vor?
Probezeit verlängert: Was bedeutet das und wie besteht man diese im zweiten Anlauf?
Workshops in Schulen geben: So bewirbst du dich für eine Schnupperlehre oder Ausbildungsplatz. Vorlagen für einen Lebenslauf geben. Sehr gut kommt dabei bei Schülern an, wenn Lehrlinge mitkommen und präsentieren, “lerne aus meinen Fehlern.”
9 -11 Monate Veranstaltung mit Eltern: Die letzten Vorbereitungen zur Vertragsunterzeichnung
Bericht zur Veranstaltung
Beginn der Selektion, Versendung der Verträge, Zeremonie mit Eltern und Schülern für die Vertragsunterzeichnung besprechen
6- 8 Monate Wie kann ich die Zusammenarbeit mit meinem Ausbildungsbetreuer gut nutzen?
Was tun, wenn ich Probleme in der Berufschule habe?
Onboarding, Informationen zur Lehre, Tipps, Veranstaltung am zukünftigen Arbeitsort, usw.
3-5 MonateWas braucht es zu einem guten Start in die Lehre?
Erfahrungsbericht vom ersten Arbeitstag: Bei mir ging alles falsch!
Sicherstellen, dass die Schüler an der Berufsschule oder Berufsmittelschule angemeldet sind.
Teilnahme der Betriebsverantwortlichen Ausbildner an der Orientierung an der Berufsschule, Informationsvermittlung falls notwendig, usw.

Notiz. Die obigen Phasen und deren Inhalte in Sachen Digital Marketing und Recruiting sind ein Grobkonzept.

Kosten-Nutzen Analyse vom Recruiting

Ziel der oben aufgelisteten Aktivitäten ist es, die Anzahl qualifizierter Bewerber und Jugendlicher, die einen Ausbildungsvertrag unterschreiben oder die erste Stelle nach erfolgreichem Studienabschluss im Betrieb antreten, zu erhöhen.

Auch wir haben einigen unserer Kunden dabei unterstützt, das Recruiting von Auszubildenden mithilfe digitaler Medien und anderer Aktivitäten zu verbessern. Unsere Analysen zeigen, dass wenn diese Schritte optimal umgesetzt werden, eine Verbesserung von 20% oder höher erreicht werden kann. Das heisst mehr qualifizierte Auszubildende unterschreiben einen Lehrvertrag. Doch auch auf anderen Gebieten muss exzellente Arbeit erbracht werden, z.B. bei der Lehrlingsbetreuung vor Ort. Wir konnten auch nachweisen, dass eine Vernachlässigung vom Content Marketing für sechs oder mehr Monate sich auf die Kennzahlen oder KPIs im Recruiting stark negativ auswirkt. Haben Sie eine spezifische Fragen zu Themen im Bereich digitales Recruiting, Marketing, Analytics oder Compliance, fragen Sie uns hier, wir antworten gerne.

Die obigen Ausführung zeigen, wie enorm wichtig eine gut aufgestellte Kommunikation ist. Das heisst, digitale Inhalte inklusive Webseite, gedruckte Materialien, Email mit Follow-up per Post sowie Schulbesuche sind hier Pflichtprogramm. Ohne diese Basisarbeit ist es für viele Firmen nicht einfach bis schwierig, qualifizierte Bewerber für die drei- oder vierjährige Ausbildung EZB zu finden. Es lohnt sih also, die sich wiederholende Rekrutierungsarbeit für den Betrieb langfristig und strategisch aufzustellen. Ohne Investition von Arbeitsstunden, Content Marketing, Schul- und Messebesuchen, usw. werden die Betriebe keine gute Ernte einfahren können.

3 Fragen für Sie

Basierend auf der Studie zur Kosten-Nutzen Analyse der Berufsausbildung in Unternehmen haben wir drei Fragen für Sie, für welche wir Ihre Antworten gerne als Kommentare unten im Blog lesen möchten. Nämlich:

  • Wie gut sind die Zahlen: Die Kosten-Nutzen Analyse ist sicherlich statistisch sehr gut abgesichert (siehe Methodenpapier unten). Doch alles hängt davon ab, wie gut und akkurat die teilnehmenden Firmen dieses Formular Online ausfüllten. Leute aus der Praxis denken, dass diese Zahlen nur in wenigen Betrieben sofort aus den Datenbanken gezogen werden können. Also was haben die Studienteilnehmer dann eingetragen….Schätzungen?
  • EBA oder EFZ: Glaubt man der Kosten-Nutzen Analyse und der Presse (siehe unten) rentiert sich die Ausbildung vor allem im EBA Bereich, d.h. bei der zweijährigen Attest Lehre. Doch sind die Qualifikationen dieser Personen für eine Arbeitswelt, welche immer mehr Schlüsselqualifikationen verlangt, gut genug?
  • Schulausbildung: Hat der Trend, dass es immer mehr EBA Bewerber gibt auch damit zu tun, dass eine immer grössere Anzahl der Schüler den Mindestanforderungen für die Berufsschule bei einer EFZ Ausbildung nicht mehr gerecht werden?

Weitere interessante im Beitrag erwähnte Ressourcen zum Thema

Unternehmenskommunikation (Corporate Communication, kurz CorpCom) befasst sich mit nach innen und aussen gerichteten kommunikativen Aktivitäten eines Unternehmens. Ziel ist es, sich bei den relevanten Zielgruppen oder Öffentlichkeit und bei Mitarbeitern ein klares Vorstellungsbild der Unternehmung (d.h. Corporate Image) zu erarbeiten.  Der Begriff Corporate Communication wird jedoch oftmals sehr unterschiedlich definiert. Dies zeigt z.B. schon der Vergleich von Wikipedia mit der Definition vom Gabler Wirtschaftslexikon. Viele Experten*innen weisen darauf hin, dass CorpComms folgende zwei Faktoren berücksichtigen müssen:

  • Broadcasting (wenige senden, viele hören zu) ist laut BBC seit 1998 out, d.h. immer mehr kommunizieren über immer mehr Kanäle. Leider hören aber immer weniger zu. Somit geht vielleicht unsere wichtige Information in all dem Lärm völlig unter.
  • Geduld und Aufmerksamkeit werden immer kostbarer, d.h. die Leute lesen immer weniger jedes Wort, überfliegen aber den Text. Sie überspringen nicht nur den Vor- und Nachspann beim gestreamten Video, sondern auch ganze Sequenzen mit Inhalten, die sie nicht interessieren.

Kommunikation von einem einheitlichen Unternehmensbild, angepasst an die wichtigsten Zielgruppen über alle relevanten Kanäle sicher zu stellen, ist nicht einfach. Doch genau das wird vom Top Management und Kommunikationsabteilungen erwartet. Die Herausforderung beginnt hier bereits damit, dass Top Management das einheitliche Bild fördert und die steuerungsrelevante Kennzahlen versteht und akzeptiert.

1. Analyse machen, Ziele setzen

Die Entscheidung, ob wir unsere Kommunikation über Print oder digital gestalten, ist eine Frage der Zielsetzung. Dabei müssen wir in der Lage sein, dem interessierten Aussenseiter die Zusammenhänge in wenigen und einfachen Sätzen erklären zu können. Dazu bedarf es zunächst einer Analyse.

  • Wer sind unsere 5 wichtigsten Stakeholder? Die Liste beinhaltet Geschäftskunden, Konsumenten, Mitarbeiter, Investoren, Dienstleister, usw. und die 5 wichtigsten werden dann ausgewählt. Nach dieser Analyse können wir weiter überlegen:
  • Wie machen wir Content Marketing/Kommunikation? Mögliche Synergien zwischen Firmenzeitschrift, Medienmitteilungen, Digitalen Inhalte, Veranstaltungen, usw. werden effektiv genutzt.
  • Wie sind wir im Social Networking und Content Marketing unterwegs? Wie gut sind wir über unterschiedliche Kanäle vernetzt, sind wir an den für unsere Stakeholders wichtigen Konferenzen präsent, nehmen wir an Events teil, sind wir auf Social Media Plattformen einfach zu finden, usw.

Unten habe ich kurz skizziert, wie sich die Situation nach Anpassungen ändern kann. Links ist ein Beispiel, wie es heute in einem Unternehmen aussehen kann. In der rechten Kolumne zeige ich auf, wo wir vielleicht hin möchten.

Analyse/Inventar: Wie machen wir es heute?

Die Grenzen zwischen Unternehmens-Kommunikation (CorpCom) und Marketing Kommunikation sind heute oft fliessend. Die Verantwortung für Firmenzeitung, Medienmitteilungen, usw. liegt vielleicht bei der CorpCom. Doch Inhalte zur Verbreitung auf Social Media, Stories auf der Webseite, usw. sind Teil des (digital) Marketings. Synergien zwischen Kanälen sind schwieriger zu managen.

Vorteil: Klare Arbeitsteilung, welche oft den Präferenzen der jeweiligen Abteilungsleiter und der Expertise der Mitarbeitenden entspricht.
Nachteil: Synergiepotential zwischen CorpCom und Marketing (z.B. digital) wird zu wenig genutzt.

Strategie/Zielsetzung: Umsetzung in 12-18 Monaten

Was sind die wichtigsten 3 bis 5 Stakeholdergruppen, die wir auf welchen Kanälen, mit welchen Inhalten erreichen müssen? Primäres Ziel ist die optimale Koordination und effektivere Nutzung von Content. Zum Beispiel, Artikel aus der Firmenzeitung, Berichte von Veranstaltungen, usw. werden für Storytelling im digitalen Bereich und zur Nutzung in Medienmitteilungen kuratiert und gepflegt.

Vorteil: Verschiedene Gruppen wie Millennials und Digital Natives innerhalb einer Stakeholdergruppe werden jetzt erreicht und ihr Engagement wird verbessert.
Nachteil: Wenn wir dies nicht schaffen, bieten unsere Inhalte keinen Mehrwert für Zielgruppen, die uns wichtig sind.

Kommunikation Papier und Digital, nur Papier oder nur Digital? Egal welcher Kanal, die Message muss ankommen.
Kommunikation Papier und Digital, nur Papier oder nur Digital? Egal welcher Kanal, die Message muss ankommen.

2. Business Communication 4.1: Markenstärke verbessern

Die Faktoren wie oben aufgelistet zeigen, dass dank mehr Kooperation und Koordination zwischen verschiedenen Bereichen wie CorpCom und Marketing, die wichtigen Zielgruppen besser erreicht werden. Das heisst, egal ob Corporate Communications oder Digital Marketing, beide produzieren wichtige Inhalte. Diese müssen die gewünschten Stakeholder erreichen und deren Aufmerksamkeit gewinnen. Nicht zu vergessen ist dabei, dass jede Stakeholdergruppe verschiedene Alters-, Bildungs-, Einkommens- und Gendergruppen hat. Dies bedingt wiederum, dass die Kommunikation entsprechend angepasst wird.

Das wichtigste Ziel ist es, mit Hilfe von Kommunikation die Marke zu stärken und die Brand Equity oder den Markenwert zu steigern.

Die Tabelle unten ist ein ganz einfaches Beispiel, wie in 3 Phasen und einer Projektdauer von 12 – 18 Monaten die Prozesse in Kommunikation und Markenwert optimiert werden.

Start
Monat 0
Phase 1:
Beginn Monat 0,
Dauer 1 – 3 Monate
Phase 2:
Beginn Monat 4
Dauer 1-4 Monate
Abschluss Monat 4 bis ca. 9
Phase 3:
Beginn Monat 9,
Dauer 3-9 Monate
Abschluss Monat 12-18
AnalyseMögliche Defizite identifizierenPotentiale in Sachen Verbesserung Koordination identifizieren1-2 grössere Ziele welche
verbessert werden sollten
ZieleMit wenig Aufwand einen grossen Ertrag erzielenSMART-Metrics bei der
Zielsetzung nutzen
Wer macht was, bis wann und wie definieren wir hier Erfolg/Misserfolg? Vorher definieren
UmsetzungEinfach ab heute versuchen umzusetzen und somit die Dinge besser machenMit der Umsetzung möglichst bald beginnen, schrittweise vorgehenNur nach Genehmigung der notwendigen Ressourcen mit Umsetzung anfangen
KontrolleNach 3 Monaten, die Zielerreichung überprüfenNach 2 Monaten erste Ergebnisse analysierenNach 2 Monaten erste Ergebnisse
analysieren

Notiz. Phase 1 beginnt im Monat 0. Insgesamt sollten die 3 Phasen in 12 bis spätestens 18 Monaten erfolgreich abgeschlossen sein.
Phase 1 fokussiert nach der Analyse auf die Umsetzung von 2 bis 3 einfachen Aufgaben, welche mit wenigen Ressourcen verbessert werden können und einen grossen Ertrag (positives Resultat) generieren.
Phase 3 bedingt, dass nach 12 Monaten erste positive Resultate präsentiert werden können.

3. Umsetzung und Kontrolle

Wichtig ist, das mit Hilfe der Analyse in der ersten Phase, die “low-hanging Fruit” realisiert werden. Das heisst, relativ einfach umsetzbare und kostengünstige Änderungen, welche den Impakt der Kommunikation umgehend verbessern, werden identifiziert und die Ideen werden sogleich implementiert.

Beispiel für Phase 1 und eine einfach umsetzbare Änderung ist z.B., wenn ein Artikel für die Unternehmenszeitung auch für die Publikation auf der Webseite aufbereitet wird. Änderungen und Ergänzungen im Text und Bild sind nötig. Der Bedarf an zusätzlich benötigten Ressourcen ist niedrig. Diese Phase soll erlauben verschiedene Gruppen wie Millennials und Digital Natives innerhalb einer Stakeholdergruppe besser zu erreichen.

Phase 2 würde dann den obigen Schritt vielleicht noch mit einem kurzen Video ergänzen, das ebenfalls in nochmals gekürzter Form auf den von den Stakeholder genutzten Social Networks geteilt wird. Diese werden dann für zusätzliche Informationen auf die Webseite geleitet.

Phase 3 sollte maximal 3 Verbesserungen mit Hilfe von Change Management für die Kommunikation enthalten. Diese sind meist etwas längerfristig und intensiver in der Umsetzung. Nichtdestotrotz ist der Impakt für die Kommunikation und die Ergebnisse signifikant. Dabei empfiehlt es sich, SMART Metrics zu nutzen.

Für den Kunden zählt im Endeffekt weniger die Verpackung der Marke als der Inhalt, beispielsweise:

  • Wir offerieren innovative und konkurrenzfähige Produkte – kommunizieren wir das effektiv?
  • Qualität zu einem fairen Preis – inwiefern im Vergleich zur Konkurrenz?
  • Exzellenter Kundenservice – anhand welcher Kriterien und mit Hilfe von Kundenbewertungen und Erfahrungsberichten?

Wenn die Firma diese 3 Dinge erfolgreich meistert und dies gut auf verschiedenen Kanälen kommuniziert, und somit die verschiedenen Stakeholdergruppen erreicht, ist sie fast immer sehr erfolgreich unterwegs.

Trotzdem geht es heute in CorpCom um mehr als ein klares Vorstellungsbild der Unternehmung (d.h. Corporate Image) den Stakeholders und Mitarbeitern zu vermitteln. Weder Medienschaffende noch Stakeholder haben Interesse und Zeit um unsere Medienmitteilung aufmerksam zu lesen. Dies war vielleicht vor 25 Jahren noch der Fall.

Kommunikation hilft heute dem Unternehmen seine Marke zu positionieren. Mit Hilfe z.B. der Markeninszenierung platzieren wir das Produkt von der rationalen Vergleichbarkeit weg. Wir schaffen damit auch die Nähe zum Kunden. Die interessante Story z.B. in Sachen Nachhaltigkeit, Charity und Brand Engagement wird in der Kommunikation immer wichtiger. Ohne Emotionen und Markeninszenierung bleibt nur noch der Preis als Differenzierung. Das ist langfristig sehr dünnes Eis.

4. Was ist Ihre Meinung

Wichtig ist, dass wir zuerst die aktuelle Situation analysieren. Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse entscheiden wir dann, was geändert werden muss. Um diesen Prozess reibungslos zu gestalten, definieren wir, was durch die Veränderungen erreicht werden soll. Dazu gehört auch ein klares Verständnis dafür, was Erfolg oder Misserfolg ausmacht. Mit Hilfe unserer KPIs können wir dann sicherstellen, dass unsere spätere Bewertung auf Fakten und nicht auf Fiktion basiert.

In Corporate Communication wie auch bei anderen Dingen bei der Arbeit als Freiwilliger oder in der Firma sollten wir uns von dem folgenden Gedanken leiten lassen:

Sobald wir eine Diagnose haben und wissen, welches Problem behoben werden muss und wie dies geschehen könnte, beheben wir es einfach. Denn das Zeitfenster wird sich schliessen und wir müssen schnell handeln.

“The low-hanging fruit” oder die “tief hängenden Früchte”, d.h. Probleme, die die Analyse ergeben hat und die wir schnell und mit wenig Aufwand lösen können, müssen rasch beseitigt werden. Die Umsetzung dieser kleinen Änderungen bietet dem Team auch die wichtigen ersten Erfolge. Im Gegenzug wird es sie befähigen, die schwerwiegenderen Anpassungen und Änderungen in Angriff zu nehmen, um ihre Arbeit weiter zu optimieren.

Was uns brennend interessiert, sind Ihre Erfahrungen und Meinungen.

  • Wie haben Sie die oben diskutieren Herausforderungen gelöst?
  • Mussten Sie schon einmal ihre Corporate Communication oder Digital Marketing umorganisieren?
  • Inwiefern haben die Arbeiten an der Kommunikationsinhalten wie Medienmitteilungen Veränderungen in den internen Prozessen ausgelöst?

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare, die wir mit Interesse lesen und beantworten werden.

Eigentlich ist es verrückt, wir haben immer mehr digitale Technologien um uns herum, die uns erlauben, Konferenzen z.B. von zu Hause aus zu führen. Sehr viele Anbieter halten eine Reihe von Software für virtuelle Konferenzen bereit, um Webinare zu halten oder Events im Live-Stream zu besuchen.

Trotzdem merke ich, dass Konferenzen vor Ort immer noch sehr populär sind. Es ist wohl so, dass wir alle den direkten Kontakt zu anderen Menschen suchen, um uns persönlich austauschen zu können.

Am Samstag den 14. September 2019 hatte ich die Gelegenheit, das WordPress Camp in Zürich zu besuchen. Eine Gelegenheit, die ich mir nicht entgehen lassen wollte, zumal die Veranstaltung im Technopark in Zürich unweit von unserem Büro stattfand.

Ich hatte bis anhin noch nie an einem WordCamp teilgenommen. Aber dank Word-of-Mouth Marketing vom Chefblogger haben ich von diesem Event erfahren und war am Samstag dabei.

Zuerst habe ich mich auf der Webseite informiert. Alles klang sehr gut. Als Neuling bei diesem Event bewarb ich mich als freiwilliger Helfer. Solche Events sind auf Freiwillige angewiesen um die Kosten möglichst tief zu halten. Ich wurde am Registration Desk eingesetzt und durfte bereits um ca. 07:40 vor Ort antreten.

Für Neulinge an einer Konferenz wie das WordCamp als Freiwilliger zu arbeiten ist ideal. Zum Beispiel konnte ich an der Rezeption viele Teilnehmer persönlich begrüssen. An meinem “freien Nachmittag” (ich musste nur bis 13:00 Uhr arbeiten), wurde ich dann auch von einigen Leuten angesprochen, weil sie sich an meine Präsenz und Hilfe beim Check-in erinnerten.

Von einem WordCamp wie dem #WCZRH kann man gemäss Veranstalter erwarten, dass man von Experten lernt, selber Expertise weiter gibt und sich mit anderen austauscht. Das wurde auf der Webseite erklärt und ist mit dem Image unten noch versinnbildlicht.

#WCZRH #WordPress #WordCamp: Was ein Teilnehmer von dem Event erwarten kann.
#WCZRH #WordPress #WordCamp: Was ein Teilnehmer von dem Event erwarten kann.

Was habe ich gelernt?

Diese Frage kann ich in drei Punkten beantworten:

  • Man weiss nicht genau was man lernen wird: Der Titel eines Vortrages sagt wenig über dessen Inhalt und noch weniger über dessen Qualität aus (das ist aber nichts Neues :-) ).
  • Technik und Methodik: Technisch gab es für mich nicht allzu viel Neues zu lernen. Trotzdem war mir Einiges nicht mehr so präsent und die Vortragenden haben den Zuhörern viele kleine Tricks gezeigt.
  • Social Networking: Ich hatte die Chance, tollen Leuten begegnen zu dürfen und alte Freunde wieder einmal zu sehen…. :-).

Was gab es Neues?

Bei den Ausstellern habe ich unter anderem zum Thema Hosting Interessantes gelernt. Zum Beispiel hatte der eine Hoster ein Buch ausgelegt, welches wichtige Tipps gibt, wie man seine WordPress Seite beschleunigt. Zu Hause angekommen, habe ich das Buch studiert und gleich angefangen, die Tipps zu testen.

Ein anderer Aussteller erklärte mir, auf welche Unterschiede man bei der Auswahl eines Hosters achten muss. Es war sehr interessant die kleinen Unterschiede zu lernen, was passiert wenn man auf die Details nicht mehr achtet…

Noch eine weitere Beobachtung habe ich gemacht, die vielleicht typisch für Veranstaltungen der eher technischen Art sind. Einerseits kommen die Aussteller hierher, um bestehende Kunden zu treffen und neue potentielle Kunden anzusprechen. Und der Kunde kommt, weil er – trotz aller Digitalisierung – den direkten menschlichen Kontakt zum Aussteller sucht. Andererseits starrten viele dieser ausstellender Geeks auf ihre Monitore anstatt auf die Besucher einzugehen. Manche waren gar nie an ihrem Stand.

Die Konferenz selber war in 2 Tracks aufgeteilt.

Track 1

Hier wurde Live Streaming der Vorträge offeriert.

Viele der Beiträge waren nur 10 Minuten lang und gaben einem eine kurze Einführung.

Track 2

Hier wurden Forschungsresultate vorgestellt und diskutiert.

In Workshop oder interaktiv enstanden angeregte Diskussionen.

Programm Download (700 KB PDF Datei)-–-WordCamp-Zürich 2019

Schlussfolgerungen: Was ist Ihre Meinung

Meine Zusammenfassung: Die Atmosphäre war sehr freundlich. Den “Röstigraben” zwischen den Teilnehmern aus der deutschen Schweiz, Deutschland und der französischen Schweiz oder auch Frankreich konnte ich nicht ausmachen. Nichtdestotrotz, sprachliche Barrieren gab es schon ein wenig. Des Öfteren unterhielten sich Tessiner/Italiener, Deutschschweizer/Deutsche und Romands/Franzosen mit den anderen Gruppen auf Englisch, was kaum verwundert.

Auch habe ich Einiges gelernt. Neue Technologien wurden vorgestellt, Innovationen und sehr gute Ideen und Vorschläge präsentiert. Als Beispiele kann ich die Tipps nennen, wie man z.B. eine WordPress Seite beschleunigt, oder warum man das eine oder andere Plug-In für mehrsprachige Websites nutzen kann. Mein persönliches Highlight war zu erfahren, warum Usability/Nutzbarkeit einer Webseite mit der User-Experience/Nutzer Erfahrung eng verknüpft ist.

Welche Erfahrungen haben Sie mit WordCamps, Barcamps oder klassischen Konferenzen gemacht?

Bevorzugen Sie vielleicht eher virtuelle Konferenzen im Live Stream oder sind Sie lieber selber vor Ort? Warum?

Waren Sie schon jemals in der Situation, wo Sie für einen Markenwechsel verantwortlich waren? Mussten Sie schon ein Rebranding Projekt durchführen? Dann wissen Sie sehr genau, wie schwierig das sein kann. Viele Firmen tun sich bei diesem Thema schwer. Zum Beispiel, seit der Gründung von Weight Watchers in 1963 lag der primäre Fokus darauf, Kunden zu Gewichtsverlust zu verhelfen. Kunden treffen sich in Selbsthilfegruppen, dokumentieren ihr Gewicht und diskutieren ihre Erfolge und Misserfolge. Gemäss der Unternehmensgeschichte und dessen Entwicklung erschien es für das Management naheliegend, Weight Watchers in WW umzubenennen. Diese Idee ist aber gar nicht gut angekommen! Der Fall WW illustriert 2 Dinge:

  • Hart erarbeitete Brand Equity oder gewonnenen Markenwert kann man sehr schnell und auch unabsichtlich vernichten.
  • Ein Wort oder Kürzel wie WW kann eine weitere Bedeutung haben, welche der Marke nicht hilft (z.B. WW = World War).

Unser Fallbeispiel hier im Blog zeigt auf, wie wir beim Rebranding von drkpi® erfolgreich versucht haben, diese Problematik zu meistern.

1. Was zeichnet erfolgreiche Marken aus

Diese 3 Punkten erklären, was erfolgreiche Marken ausmacht:

  • Klare Zuordnung und Bedeutung im relevanten Bereich
  • Authentisches und konsistentes Markenversprechen
  • Entwicklungsfähigkeit im sozialen und Marktumfeld

Eine der Herausforderungen beim Rebranding kann laut Stefan Schmidheiny (Accent.swiss) sein, wenn die Marke zum Gattungsbegriff wird (z.B. Tempo, Tesafilm und Vespa). Dies ist zugleich das Beste und Schlimmste für die Marke. Doch in dieser Situation ist drkpi® sicherlich nicht.

Eine weitere Problematik zeigt sich, wenn das Rebranding von Kunden oder von Journalisten als Flop betrachtet wird. Ein Beispiel ist Weight Watchers (siehe oben) oder aber der Relaunch von Douglas mit dem Hashtag #TheNewDouglas. Die dritte Herausforderung ist, dass die Werte der Marke als auch das Design von allen Mitarbeitern in der Organisation konsequent umgesetzt und angewandt werden.

2. Markenrelaunch gelingt kaum ohne ProzessÄnderungen

Idealerweise läuft ein Markenrelaunch sehr geordnet ab, wie z.B. in den unten aufgezeigten 3 Schritten. Jeder wird idealerweise vor dem nächsten Schritt abgeschlossen.

Corporate Image u. Corporate Design:

  • Was sind unsere Werte?
  • Wie setzen wir es um (Logo, Briefpapier, Broschüren, usw.)

Layout erstellen

  • Logo
  • Webseite
  • Briefpapier usw.

Umsetzung

  • Webseite
  • Briefpapier
  • Broschüren usw.

Doch die Praxis weicht vom Ideal fast immer stark ab. Die Erfahrung lehrt uns, dass bei Projekten zur Digitalisierung oder IT es sich bezahlt macht, auch die Prozesse und Arbeitsabläufe unter die Lupe zu nehmen. Oft lohnt es sich dann, einige Dinge besser oder anders zu organisieren. Verschiedene Schritte können vielleicht eliminiert und neue hinzugefügt werden.

Erst danach beschäftigen wir uns mit Fragen rund um die Hardware und Software und welche genutzt werden soll. Gleiches gilt für die Marke. Hier lohnt es sich, wenn wir uns mit Fragen zum Markenwert, Markenstärke und Strategie auseinander setzen. Dabei beeinflusst dies natürlich auch das Produkteangebot. Beispiele sind:

  • Priorität 1: Was wollen wir wirklich dank einem neuen Markennamen, Markenimage, usw. erreichen? Steigern vom Vertrauen unserer Kunden in unsere Marke/Produkte, Verkäufe erhöhen und/oder einfach Kosten sparen?
  • Das Ziel: Was bezweckt eine allfällige Neupositionierung oder Umbenennung der Marke (wie z.B. drkpi® oder Weight Watcher auf WW)?
  • Marketing und Verkauf: Inwiefern passt noch das Design und unsere Produktepalette zum gewünschten neuen Markenimage?

Verständlicherweise fordern die unterschiedlichen Antworten zu den obigen Fragen unterschiedliche Vorgehensweisen. Doch zuerst müssen wir uns einmal klar sein, für was der jetzige Brand steht oder wie die Mitarbeiter ihn verstehen. Sehen diese die Firma im gleichen Licht wie Management und Kunden? Unseren erster Wurf haben wir kurz in der Tabelle unten aufgezeigt. Nach Diskussionen entstand dann die Phase 2.

Erste Ideen:

  • CyTRAP Labs GmbH, d.h. drkpi® – die Marke – führt qualitative und quantitative Analysen durch.
  • Wir optimieren Unternehmen in den Bereichen Unternehmens-kommunikation, Digital- und Content-Marketing sowie Compliance, Datenschutz und Datensicherheit.
  • Darüber hinaus bietet drkpi® Schulungen, Kurse und Audits.

Konkretere Vision der Ideen:

  • Wir optimieren Unternehmen in den Bereichen Unternehmenskommunikation, Digital-, Content- und Impact-Marketing sowie Compliance, Datenschutz und Datensicherheit.
  • drkpi® analysiert das Erreichen einer definierbaren und messbaren Wirkung.
  • Darüber hinaus bietet drkpi® Schulungen, Kurse und Audits.

3. Repositionierung der Produkte

Die obige Tabelle zeigt, dass unsere Ideen zunächst etwas unausgereift waren. Wir haben alles im Team mehrmals diskutiert. In diesen Diskussionen wurde irgendwann klar, dass unsere Ideen dazu führen, dass wir 4 Produkte anbieten wollen. Dabei gibt es 4 Module für jedes Produkt, das der Kunde nach Bedarf kauft. Wir haben alles in der Tabelle unten aufgeführt.

StrategieAcademyComplianceAnalytics
1. AnalysePriorisierungBedarfsermittlungIST-AnalyseBest-Practice
2. Beratung FokussierungAktionsplanMassnahmenEntwicklung
3. Umsetzung OptimierungSchulungRealisierungSMART-Metrics
4. KontrolleMetricsZielerreichungDatensicherheitBenchmarks

4. Erste Schritte: Brand Equity und mögliches Rebranding

Unsere Überlegungen zu unseren Werten und Expertise führten zu weiteren Änderungen in der Ausrichtung vom Geschäft, der Strategie, Produktepalette, Preispolitik usw. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir noch nichts in Sachen Branding gemacht. Unten sind unsere ersten Ideen zu Branding und Marke aufgeführt. Auch dieser Prozess war nicht einfach.

Themen

  • Bekanntheit der Marke
  • Strategie und Wachstum
  • Organisation, Governance und Prozesse
  • Usability oder Benutzerfreundlichkeit der Webseite
  • Usefulness oder Nützlichkeit der Webseite

Fragen

  • Kennen Kunden / Interessenten die Marke?
  • Welchen Märkten & Ländern bieten wir welche Produkte an?
  • Wie verbessern wir die Abläufe?
  • Wie einfach ist die Webseite zu bedienen und wie schnell findet man das Gesuchte?
  • Bieten die Informationen Mehrwert für unsere Zielgruppen?

5. Zwischenbilanz

Dieser Blogeintrag zeigt auf, wie viele verschiedene Aspekte die Beantwortung der Frage nach einer möglichen Neupositionierung einer Marke beeinflussen. Anfangs stand zur Diskussion, ob wir die DrKPI® Marke (damals noch so geschrieben, heute als drkpi®) streichen oder weiter nutzen sollten . Am Ende entschieden wir uns aus verschiedenen Gründen, diese Marke zu behalten:

  • Der Name ist positiv besetzt,
  • Jede Organisation will gute Key Performance Indicators (KPIs) nutzen,
  • Wir besitzen die .com Domaine, d.h. drkpi.com, und
  • Dank dem kurzen Namen ist auch der Name der Domaine kurz und einprägsam für den Nutzer (nur 5 Buchstaben).

Doch wie wir unsere Produkte heute positionieren wollen hat sich gegenüber der letzten 5 Jahre stark geändert. Erst nachdem die in den obigen Tabellen gestellten Fragen einigermassen gut beantwortet waren, haben wir uns an die eher klassischen Rebranding Fragen der Grafik und des Corporate Designs (CD) wie auch der Corporate Identity (CI) herangetastet. Für den Kunden zählt im Endeffekt weniger die Verpackung der Marke als der Inhalt, beispielsweise:

  • innovative und konkurrenzfähige Produkte;
  • Qualität zu einem fairen Preis; und
  • exzellenter Kundenservice.

Wenn die Firma diese 3 Dinge erfolgreich meistert, ist die Verpackung nur noch das Sahnehäubchen auf dem Kaffee.

6. Was ist Ihre Meinung

Was uns brennend interessiert, sind Ihre Erfahrungen.

  • Wie haben Sie die oben diskutieren Herausforderungen gelöst?
  • Mussten Sie schon einmal ein Logo, das Corporate Image und / oder den Webauftritt der Firma ändern?
  • Inwiefern haben die Arbeiten an der Marke Veränderungen in den internen Prozessen ausgelöst und Produktangebote verändert?

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar unten.

#CSCH19 Barcamp Elodie Caucigh mit Aurelie Litynski im Gespräch.

Hier geht es um

  1. Digitales Zeitalter: Warum Konferenzen wichtig sind!
  2. KPIs: Es hapert mit dem Campaigning 3.0

Dieser Beitrag gehört zu unserer Serie der Themen Big Data, Crossmedia, Crowdsourcing sowie Konferenzberichten.

Konferenz im digitalen Zeitalter

Heute ist das Streamen von Musik wie auch Vorträgen gang und gäbe. Also kann man sich doch fragen, warum eine Konferenz, wie das #CSCH19 nötig sein soll…

Das #CSCH19 versprach auch dieses Jahr sehr nahrhafte Kost.

Es zeigte sich wieder, dass die Moderation teils sehr gut war und sogar Höhenflüge machte, aber manchmal eben auch zu wünschen übrig ließ. Sie verstand es leider nicht, dem Ganzen die notwendige Struktur zu bieten. Gute Moderatoren, die anstatt sich selbst die Vortragenden ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellen, schaffen es fast immer, mit fachspezifischen Fragen die “gold nuggets” herauszusieben. Ebenfalls gelingt es ihnen, mit ihren Fragen unterschiedliche Nuancen auszuloten. Das gelang Klapproth auch dieses Jahr bei weitem nicht.

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Lucero Oyarzun war unsere erste Referentin. Sie wies darauf hin, dass Millennials es nicht lieben, wenn man ihnen vorschreibt, was zu tun sei. Als Beispiel gab es eine Checkliste.

Interessanterweise gab die Referentin eine Checkliste mit ca. 11 Punkten zum Besten, die zeigten, wie man Millennials am Besten erreichen könnte. Doch wenn Millennials solche Vorlagen nicht lieben, wieso denkt Lucero dann, dass Millennials ihrer Checkliste folgen würden?

Auch ob Social Media hier langfristig effektiv ist, kann mit KPIs nicht untermauert werden. Sogenannte “erwünschte Resultate” sind oft nur ein Sturm im Wasserglas. Weder ändern Wähler aufgrund dessen ihre Meinung oder Stimme, noch kaufen Konsumenten deshalb ein Produkt dank einer Social Media Kampagne.

Zur Illustration: Es ist beispielsweise unbestritten, dass Russland sich über Facebook in die US Präsidentschaftswahlen eingemischt hat und dadurch viele Stimmberechtigte erreichen konnte. Leider weiß aber niemand, inwiefern diese Einmischungsversuche das Wählerverhalten tatsächlich beeinflusst hat (siehe auch Roger McNamee, Zucked, waking up to the Facebook catastrophe).

Das heisst ob die Crowd oder Crowdsourcing mit Social Media wirklich Abstimmungsresultate beeinflusst muss noch überprüft werden, Studien gibt es bis jetzt keine… oder kennt Ihr eine?

Bei Harnaam Kaur war es so, dass ich nur vom oberen Stock aus zuhörte, mich ansonsten aber darauf konzentrierte, Emails zu beantworten. Dies sollte man als Konferenzteilnehmer natürlich nicht tun, doch das interessante Thema passte irgendwie nicht zum Fokus von #CSCH19: Campaigning.

#CSCH19 - Twitter @SoniaGuez @DrKPIcom @InfoSecHarnaam Kaur mit einer persönlichen Story - doch inwiefern ist dies relevant für einen Kongress zum Thema Campaigning und Marketing?
#CSCH19 – Twitter @SoniaGuez @DrKPIcom @InfoSecHarnaam Kaur mit einer persönlichen Story – doch inwiefern ist dies relevant für einen Kongress zum Thema Campaigning und Marketing?

Goldstückchen wie Sand am Meer

Nach den beiden ersten Vorträgen wurden die Beiträge für mich dann jedoch sehr relevant. Zum Beispiel fand ich die Barcamps (hier einfach Beiträge von Teilnehmern die sich freiwillig vorher mit deren Themen bewarben) äußerst informativ.

Der Barcamp Beitrag von Nicole M. Pfeffer war natürlich wieder Klasse (siehe Foto unten). Aber nach ihrem tollen Vortrag in 2018 am #CSCH18 hatte ich nichts anderes erwartet :-)

#CSCH19 Campaigning Summit Switzerland 2019 #Barcamp: Nicole M. Pfeffer erklärt Kreativ oder tot - Darf es eine Portion Unternehmenszukunft sein?
#CSCH19 Campaigning Summit Switzerland 2019 #Barcamp: Nicole M. Pfeffer erklärt Kreativ oder tot – Darf es eine Portion Unternehmenszukunft sein?

Aurelie Litynski folgte mit dem Thema Happiness. Zwar war vielleicht nicht alles neu, doch wie Aurelie uns dabei half, die wichtigsten Säulen herauszuarbeiten, war sehr interessant. Merci!

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#CSCH19 Campaigning Summit Switzerland 2019 Barcamp: Aurelia Litynski zum Thema From happiness at work to performance - 2
#CSCH19 Campaigning Summit Switzerland 2019 Barcamp: Aurelia Litynski zum Thema From happiness at work to performance

Pausen sind ideal zum Netzwerken

Auch war ich wie immer über die Pausen erfreut. Diese waren lang genug, um einem die Möglichkeit zu bieten, sich mit anderen Teilnehmern austauschen zu können.

#CSCH19 Campaigning Summit Switzerland 2019: Auch die Events Mgmt. Crew geniesst Stehlunch.
#CSCH19 Campaigning Summit Switzerland 2019: Auch die Events Mgmt. Crew genießt Stehlunch.

Zwischendurch hatten Elodie Caucigh und ich viel Zeit, um uns beim Mittagessen – Stehlunch (wir saßen auf einer Couch) – zu unterhalten, bei den Vorbereitungen für ihren Vortrag war ich auch dabei.

#CSCH19 Campaigning Summit Switzerland 2019 Barcamp: Vorbereitung von Elodie Caucigh Thema - Campaigning kostet Nerven. Wei behalte ich einen kühlen Kopf und Fokus von der Idee/Briefing bis zum Launch.
#CSCH19 Campaigning Summit Switzerland 2019 Barcamp: Vorbereitung von Elodie Caucigh Thema – Campaigning kostet Nerven. Wie behalte ich einen kühlen Kopf und Fokus von der Idee bis zum Launch?

Interessante Gäste

Sophie Hundertmark und Christoph Süess hatten die schwierige Aufgabe, uns nach dem Mittagessen mit ihrem Vortrag zu ihrem Chatbot wach zu halten. Das schafften die beiden ohne Probleme :-)

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Und Steffen Konrath gab uns einen Einblick, inwieweit Daten analysiert werden können um Kampagnen effektiver zu gestalten.

Interessant was Steffen vortrug, doch leider war nicht genug Zeit um in die technischen Details einzutauchen in Sachen Big Data.

Das letzte Wissen, das ich mitnahm an diesem Tage, war die Barcamp-Session von Elodie Caucigh. Thema war: Wie behalte ich Ruhe und Fokus wenn unter Druck. Dabei gab es noch 2 Tipps mit Atem- und Balance-Übungen, welche helfen, die Konzentration wiederzufinden, wenn es im Kopf surrt… :-) Habe ich gestern Abend umgesetzt, funktioniert für mich bestens. Danke Elodie!

Danach verließ ich den Kongress – um mich noch zu einem Meeting zu begeben.

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Konferenzen gibt es viele, manche sind sehr gut und andere ein wenig besser. Ich war froh, am #CSCH19 teilgenommen zu haben.  Interessant war auch, das Crossmedia dieses Jahr eigentlich kein Thema war. Doch das nutzen von Radio, Social Media, Webinhalten, wie auch der Klimastreit der Jungen in vielen Städten kann helfen Zielvorgaben zu erreichen. 

Die Veranstaltung zeigte, dass wir im Bereich Campaigning, digitalem Marketing und Social Media einiges tun, doch die steuerungsrelevanten KPIs sind immer noch selten im Zentrum der Diskussion.

Stattdessen geht es oft um Meinungen, Gefühle und persönliche Erfahrungen. Solche lassen selten eine Generalisierung und Rückschlüsse über z.B. Bürger oder Kundengruppen zu und die Kennzahlen sind nicht aufschlussreich (z.B. Pageviews, Zuschauer, usw.) wenn es um Verkäufe oder Profit geht.

Was ist Ihre Meinung?

  • Welchen Congress oder welche Konferenz haben Sie zuletzt besucht?
  • Was machen Konferenzen für Sie wertvoll?
  • Wie überzeugen Sie den Chef oder Chefin dazu, Sie für eine Tagesveranstaltung anzumelden?
  • Waren Sie am #CSCH19? Was war Ihr Eindruck?

Erzählen Sie uns gerne von Ihren Erfahrungen in einem Kommentar. Wir freuen uns immer über Ihr Feedback!

♥ Bitte teilen Sie die News zum Campaigning Summit Switzerland 2019 mit diesem URL auf den Social Networks wie LinkedIn, Snapchat, Twitter, usw.: https://blog.drkpi.de/de?p=10339 Vielen Dank ! ♥

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