Verkauf fokussiert auf den Tauschprozess, wobei der Käufer Geld für das Produkt bezahlt.
Marketing beschäftig sich mit den Werten und Bedürfnissen des Käufers welches den Kaufprozess signifikant beeinflusst.
FOKUS: Kundenbedürfnis, Problemlösung, Service

EU Datenschutz 2018 e-privacy - Was bedeutet das für Werber und Marketing Experten? | Urheber: akoppo1 | Fotolia #118430415

In Kürze. Sind die neuen europäischen Normen ein administrativer GAU?
Wie vermeiden wir Fehler, welche rigorose Strafen und Bussen zu Folge haben können?
Welche Vorteile bringt diese weitere Regulierung der Digitalisierung?
Der nachfolgende Beitrag aus unserer Reihe zum neuen Bundesdatenschutzgesetz zeigt auf, welche Dinge Marketing Fachleute berücksichtigen müssen.

Update gefällig?

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[su_box title=”Weitere wichtige News zum EU Datenschutz” box_color=”#86bac5″ radius=”9″ class=”alignlcenter max-width: 700px”]
2018 EU Datenschutz:  Marketing aufgepasst (sie sind hier)
2018 EU Datenschutz:  Personalrekrutierung oder kostenlose Pizza gefällig?
2018 EU Datenschutz: KMU, was nun?
2018 EU Datenschutz Ratgeber: Facebook Likes und DSGVO: Ist der Bewerber drogensüchtig?
2018 EU Datenschutz Compliance mit Google Analytics 
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing – September 2017
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing Trends – März 2018
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Compliance Ressource Seite – Tools, Checklisten (April 2018 regelmässige Updates)
MC Stuttgart-Heilbronn – DSGVO: Tipps
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Workshop für Marketing Fachleute – 8. März 2018
Download White Paper:  Gattiker, Urs E., Temmen, Taina, & Sinistra, Patrizia (2017-11). EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO): Was ist Sache für Marketing Manager, Geschäftsleitung und Vorstand? White Paper Serie. Düsseldorf: Deutscher Marketing Verband e.V. (DMV). Aufgerufen am 2017-12-01 auf http://MCLago.com/download/13/
[/su_box]
Am 4. Mai 2016 wurde die Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung) kundgemacht.
Die Verordnung ist in der deutschen Fassung 88 Seiten lang und hat 173 Erwägungsgründe und 99 Artikel.

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Fragen unten einfach anklicken und Sie können sogleich die Antwort lesen.

Am 10 Januar, 2017 wurde die finale Version der geplanten ePrivacy-Verordnung als offizieller Vorschlag der EU Kommission veröffentlicht. Die neue Verordnung soll die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) flankieren, die zum 25. Mai 2018 in Kraft tritt.
Als EU Verordnung ist die DS-GVO wie auch die ePrivacy-Verordnung in jedem EU-Mitgliedstaat grundsätzlich unmittelbar anwendbar. Weil sie allerdings zahlreiche Öffnungsklauseln hat, ermöglicht z.B. die DS-GVO dem nationalen Gesetzgeber gewisse Spielräume.
Deshalb ist damit zu rechnen, dass es auch noch eine Änderung der nationalen Gesetze geben wird.Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) muss bis zum 5 Mai 2018 in die jeweilige nationale Gesetzgebung einfliessen. Das DS-GVO tritt dann am 25. Mai 2018 in Kraft.

1. Grundsätzliches in der EU DS-GVO

Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO oder DSGVO) auch unter der englischen Bezeichnung General Data Protection Regulation (GDPR) bekannt kann man als das Schneidern am Datenschutz-Schirm bezeichnen.
Was einem sofort auffällt ist Artikel 6, und weitere im EU DS-GVO.
Rechtmäßigkeit der Verarbeitung. Hier eine Liste der Dinge die wir berücksichtigen müssen.
(1) Die Verarbeitung ist nur rechtmäßig, wenn mindestens eine der nachstehenden Bedingungen erfüllt ist:

a) Die betroffene Person hat ihre Einwilligung zu der Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten für einen oder mehrere bestimmte Zwecke gegeben (Artikel 7);

b) die Verarbeitung ist für die Erfüllung eines Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich, die auf Anfrage der betroffenen Person erfolgen;

c) die Verarbeitung ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich, der der Verantwortliche unterliegt;

d) die Verarbeitung ist erforderlich, um lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person zu schützen;

e) die Verarbeitung ist für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde;

f) die Verarbeitung ist zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich, sofern nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person, die den Schutz personenbezogener Daten erfordern, überwiegen, insbesondere dann, wenn es sich bei der betroffenen Person um ein Kind handelt.

Unterabsatz 1 Buchstabe f gilt nicht für die von Behörden in Erfüllung ihrer Aufgaben vorgenommene Verarbeitung.

2.  Grundsätzliches in der EU ePrivacy Verordnung

Ein Cookie (engl. für Plätzchen) ist eine winzige Textdatei. Diese ermöglicht es einer Webseite den Nutzer nach dem ersten Besuch wieder zu erkennen.
Cookies werden auf der Festplatte in einer Textdatei gespeichert. Wenn ich dann das nächste mal meinen PC und den Browser starte, wird diese Textdatei wieder aufgerufen.
Diese Cookie-Dateien sind ein wenig wie ein Gedächtnis, sodass eine Webseite mich wieder erkennt wenn ich diese besuche.
Die neue E-Privacy Verordnung von Jan 2017, sollte mit derEU-DS-GVO am 25 Mai 2018 in Kraft treten. Die neue E-Privacy Verordnung soll die bisher geltende „Cookie-Richtlinie“ ersetzen.
Künftig sollen Nutzer den Einsatz von Cookies generell über die Privatsphäre-Einstellungen ihres Webbrowsers regeln können. Der bekannte Cookie-Warn-Banner, soll mit der neuen e-Privacy Verordnung der Vergangenheit angehören.
Doch ist nicht alles so einfach wie es einem auf den ersten Blick erscheint (siehe Factsheet des Bundesverbandes der Digitalen Wirtschaft BVDW).
Die E-Privacy-Verordnung soll grundsätzlich zur Anwendung gelangen, wenn Daten von Bürgern mit Wohnsitz in der EU bearbeitet werden. Das heisst, die Verordnung ist deshalb auch für Schweizer oder USA Unternehmen von Bedeutung.
Regelmässige Updates zur ePrivacy Verordnung gibt es beim BVDW

Wohin wird uns die EU Datenschutz Veordnung und ePrivacy Verordnung führen | Urheber: Mark Lamontagne Virginia | Death To Stock Photo

Wohin wird uns die EU Datenschutz Veordnung und ePrivacy Verordnung führen | Urheber: Mark Lamontagne Virginia | Death To Stock Photo


[su_box title=”3. Checkliste EU Datenschutz 2018: 3 Punkte die es zu berücksichtigen gilt” box_color=”#86bac5″ title_color=”#ffffff” radius=”5″ width=”px 700″ ]

1. Nachweisbares Datenschutzmanagement: Accountability Prinzip

Wer ist zuständig für was. Wir müssen somit unsere Abläufe noch genauer dokumentieren als heute. Das heisst Prüfungs- und Protokollierung-Software wird hier eingesetzt werden müssen.
Wie das bei innovativen Marketing Anwendungen geschehen soll, wissen wir bis Mai 2018 wohl kaum im Detail.

2. Meldepflicht und Compliance: Fast alle Pannenlecks müssen gemeldet werden

In der Praxis war bis heute die Regel, dass Pannenlecks im Bereich Marketing nicht gemeldet werden mussten. Grund war, dass diese Daten gewöhnlich nicht verarbeitet wurden wie z.B. bei Banken.
Ab 2018, egal welche Kategorie von Daten wir nutzen (z.b. für das Direct Marketing), die Panne muss bei der zuständigen Datenschutzbehörde gemeldet werden !

3. Auslegung der Regelung: Zentralisierter und langsamer

Datenschutzrechtliche Fragen werden in Zukunft nicht mehr definitiv von der Landesdatenschutzbehörde behandelt.
Mit Inkrafttreten der Verordnung im Jahre 2018 wird zu solchen Fragen zukünftig nur in Brüssel abschliessend Stellung genommen.
Dieses internationale Gremium, d.h. der Europäische Datenschutzausschuss oder kurz EDSA soll dann ab 25. Mai 2018 zu Fragen eines Datenschutzbeauftragten – welche heute direkt an die Landesdatenschutzbehörde gestellt werden – abschliessend behandeln und Stellung nehmen.
Das dies mehr Zeit braucht und die Dinge komplizierter und bürokratischer machen könnte als diese heute der Fall ist, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten.
PS. Kritik gibt es auch daran, dass die Bundesbeauftragte für den Datenschutz alleinige Vertreterin für alle deutschen Datenschutzbehörden im Europäischen Datenschutzausschuss (EDSA sein soll.[/su_box]

4. Ändert sich auch die nationale Gesetzgebung in der Schweiz?

Der Schweizer Bundesrat hat der Übernahme der neuen EU-Richtlinie bereits am 31. August 2016 zugestimmt und das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) beauftragt, die zur Umsetzung der Richtlinie erforderlichen Änderungen in die Totalrevision des DSG (aus 1993) aufzunehmen.
Der Vorschlag für das revidierte schweizerische Datenschutzgesetz (DSG) wurde Ende 2016 präsentiert. Das “Motto” ist auch hier mehr Transparenz und stärkere Kontrolle über die eigenen Daten.
Der aktuelle Entwurf ist insbesondere darauf ausgerichtet, die schweizerische Gesetzgebung der Verordnung (EU) 2016/679 anzunähern. Die Totalrevision des DSG wird folglich auch eine umfassende Revision bestimmter Bundesgesetze zur Folge haben.
Die Datenschutzgrundverordnung (EU-DS-GVO)  wie auch die e-Privacy Regulierung werden im Mai 2018  in Kraft treten. Diese ist nach Einschätzung der economiesuisse ein „Musterbeispiel für eine praxisferne und unausgegorene Regulierung“.
Die schweizerische Lobbyisten Organisation für Grossunternehmen sind der Meinung, das neue Gesetz bringe Rechtsunsicherheit und einen erheblichen administrativen Mehraufwand. Frage ist natürlich,  in wie weit der Schutz der Privatsphäre überhaupt gestärkt wird.
Zur Zeit ist noch nicht genau ersichtlich, inwiefern der schweizerische Gesetzgeber einen praktikablen Zwischenweg finden wird.
Lesenswert: Keller, Claudia & Tschudin, Miachael (2017-04). Datenschutzrecht – Wo geht es hin? CH-D Wirtschaft 1/2017. Aufgerufen 2017-05-12 auf

4. Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: 2018 EU Datenschutz: Marketing
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Wie managen Sie Datenschutz im Marketing?
  • Wie haben Sie sich auf die neue Verordnung vorbereitet?
  • Welche Checklisten und Tools nutzen Sie bei dieser Arbeit?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werde.

Lesenswert

Planen wir diese Dinge genau oder machen wir dies ohne Plan?| Urheber: Foster & Asher |auf Death to Stock Photo

In Kürze: Inwiefern hilft die Marke Amazon und Zalando deren Verkäufe zu steigern?
Wir zeigen ein paar Beispiele, welche Unternehmen in Sachen Markenaufbau die Dinge clever angehen.
Unser Faktencheck bringt Licht ins Dunkel UND zeigt welche Lektionen KMUs für sich rausziehen können.

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Gerade neulich las ich, dass der Online-Kleiderhändler Zalando zweistellig wächst – 23% – und im letzten Vierteljahr knapp 980 Mio. € umgesetzt hat. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wurde zu Jahresbeginn auf ca 20 Mio. € geschätzt, was einer Marge von 2% entspricht.
Doch die Jagd nach neuen Kunden geht weiter und in den meisten Kleiderläden pfeift ein kalter Wind. Yendi musste diesen Monat die Bilanz beim Konkursverwalter deponieren.
Der Trend zeigt, dass es immer bessere Argumente braucht wie gute Beratung, vorteilhaftes Preis-Leistungs-Verhältnis, usw. um Einkäufer in Läden zu locken. Denn immer mehr lieben es von der Couch aus über das Internet zu shoppen.

1. Beispiel Coop und Migros

Diesem Trend haben sich auch Coop und Migros in der Schweiz nicht verschliessen können. Will heissen, die beiden Grossverteiler bieten immer weitere Plattformen, Produkte und Dienstleistungen über das Internet an.
Mit all diesen Produkten ist natürlich die richtige Namensgebung ebenfalls sehr wichtig. Immer mehr Produkte brauchen immer noch griffigere oder einprägsamere Namen. Ansonsten erhalten sie keine Aufmerksamkeit vom Kunden und sind dann sehr schnell dem “Tode” geweiht.
Natürlich gibt es hier eine bewährte Strategie. Zum Beispiel kann ich eine ganz Palette von ähnlichen Namen kreieren. Nestlé hat dies vorgemacht, Beispiel einer Familie von Brands: Nescafe, Nespresso, usw.  Aber auch hier gibt es wie bei Volkswagen weitere Marken die wenig wie nichts mit den anderen verbindet.
Migros versucht sich hier ebenfalls, Beispiel: Platform Migipedia oder die neue Kochplattform Migusto.
Dabei wollen Hersteller wie auch Grossverteiler die möglichen neuen Trends nicht verschlafen.
Beispiele sind diese 2 Kochplattformen von 2 Grossverteilern, welche in der Schweiz online gegangen sind. All dies geschah im Februar 2o17, innerhalb von 2 Tagen:

In Tabelle 1 habe ich 3 wichtige Dinge aufgelistet. Diese müssen beim Branding und Aufbau einer Marke wie Migusto oder Fooby berücksichtigt werden.
[su_box title=”Tabelle 1: Was Marketing Expertinnen zu schätzen wissen” box_color=”#86bac5″ title_color=”#ffffff” radius=”5″ width=”px 700″ ]

1.1 Guter Name macht den Unterschied

Ein guter einprägsamer Name, der sich sogar vielleicht noch in mehreren Ländern nutzen lässt ist der richtige Ansatz (zu.B. Red Bull). Doch zeigt sich auch hier, dass dies nicht so einfach ist.
Mit anderen Worten, auch wir haben Lehrgeld bezahlt.
1.1.1 Bsp.  Unser Firmennamen: CyTRAP – Cyber Threat Reduction and Prevention – Abkürzung ruft bestimmte Assoziationen hervor (z.B. Hacking, Phishing, Bots).  Ist aber im Bereich Social Media oder Marketing nicht gerade ein hilfreicher Name :-)

1.2. Ist die Internet-Domaine frei?

Wenn eine Domaine (z.B. .com) nicht frei ist im eigenen Lande oder einem wichtigen Markt (z.B. DE), dann sollte man es sich genau überlegen, ob nicht ein anderer Name genutzt werden sollte. Ansonsten muss dieser wohl gekauft werden (z.B. Lumendi.fr).
1.2.1 DiLumen ist z.B. ein Produkt wo die Internet Domaine .com nicht frei war.
Vielleicht hätte man dies vorher abchecken müssen oder aber besser eine andere Variation des Firmennamen Lumendi genutzt?

1.3. Kann der Markenname geschützt werden?

Manchmal kann man zwar die Domaine für den Namen erhalten, aber die Marke lässt sich nicht schützen.
Es kann auch passieren, dass der Name leicht zu Verwechslungen führt.
1.3.1 Bsp. Commetrics konnten wir in der Schweiz schützen aber nicht in den USA
1.3.2 Bsp. Fooby von Coop Basel, habe ich schon falsch eingetippt als Foody und Foodie …. und in einigen Ländern wird diese Marke von einem Fashion Label genutzt.
[/su_box]

2.  Amazon macht viele Dinge sehr gut

1994 hat Jeff Bezos Amazon gegründet. Im ersten Aktionärsbrief in 1997 wies er darauf hin

… Amazon.com passed many milestones in 1997: by year-end, we had served more than 1.5 million customers, yielding 838% revenue growth to $147.8 million, and extended our market leadership despite aggressive competitive entry.
But this is Day 1 for the Internet and, if we execute well, for Amazon.com.

Das zeigt, das Amazon wohl etwas riskierte aber vielleicht auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Heute glaubt die Credit Suisse, dass z.B. in diesem Jahr in den USA rund 8’640 Läden die Tore schliessen dürften.
Amazon Web Services (AWS) hat 2006 angefangen und ist heute eine Division welche $12 Milliarden jährlich umsetzt – mit einer Wachstumsrate von gut 50% jährlich. Tendenz steigend.
Auch die neue Amazon Logistics bäckt zur Zeit, wie in 2006 die AWS, noch kleine Kuchen. Aber wie auch bei AWS wurde der Amazon Logistics+ Service (für kleine Firmen in China – egal ob diese über die Amazon Plattform verkaufen oder nicht) zuerst für Amazon selber genutzt. Im November 2016 hat der Service angefangen zwischen 10 bis 13 Container pro Woche mit Ware von Kunden von China in die USA zu bringen. Amazon selber nutzt diesen Service für 350 Container die Woche.
Der neueste Service ist der Amazon Trade Counter welche in den USA, UK und Deutschland zur Zeit expandiert. Hier versucht die Plattform Firmen anzusprechen, den B2B Bereich.
400,000 amerikanische Firmen haben sich zum Einkaufen auf dieser Plattform schon im ersten Jahr registriert. In Deutschland haben sich seit Dezember 2016 (Launch) bis April 2017 schon mehr als 10,000 Firmen eingetragen. Da entwickelt sich ein gewaltiger virtueller Markt im B2B Bereich.
Amazon hat ebenfalls einen Lieferservice Amazon Pantry in Deutschland genannt Amazon Prime Pantry in den USA.  Dieser soll vielleicht 2017 auch in die Schweiz kommen. Da könnte Amazon ja vielleicht noch von Coop at Home oder Le Shop von Migros lernen. Wer weiss.
PS. Pantry bedeutet ein kleiner Raum oder Küchenschrank wo man Esswaren und / oder  Besteck, aufbewahrt. Hier hat der Name eine Bedeutung in der englischen Sprache.

Fooby Webseite Domaine .com gesichert aber Umleitung nicht richtig eingestellt. Fehler für Anfänger?

Fooby Webseite Domaine .com gesichert aber Umleitung nicht richtig eingestellt. Fehler für Anfänger?

3.  Marketing Trend: Digitale Kopfschmerzen

Was Amazon klar demonstriert ist, dass ein früher Markteintritt – wenn nicht zu früh – es einem einfacher macht den Markt zu erobern. Das hat relativ wenig mit Marketing zu tun…aber nur auf den ersten Blick, denn ein gutes Branding macht Amazon alleweil.
Beispielsweise hat Amazon immer den Firmennamen vorne angestellt. Produktnamen beginnen also immer mit dem Wort Amazon.
1 bis 3 weiteren Wörter, welches das Produkt beschreiben wie z.B. Amazon Web Services, werden hinten angestellt.
Migros versucht eine ähnliche Strategie mit migusto.migros.ch or migipedia.migros.ch
Apple macht es mit dem kleinen i das by iPhone, iTunes, usw. vorne ansteht.
Was Social Media wie Instagram oder Twitter betrifft, ist Amazon fast gleich wie Apple, Funkstille. Anstatt es selber zu tun oder Influencers einzustellen, lässt man diese aus Eigeninitiative über die Firma und deren Produkte schreiben. Das tun diese sowieso. Somit hat man die Werbung oder auch Aufmerksamkeit gesichert, ohne dafür zu bezahlen.
Trotzdem spielt Branding auch bei diesen grossen Firmen eine Rolle. Dabei sind laut A. Aaker 3 Dinge wichtig:

  1. Wahrnehmung (Awareness) der Marke, d.h. kennen wir die Marke, auch vom Brand Buzz (d.h. haben die Leute schon was gehört über diesen Brand oder diesen Club) abhängig.
  2. Assoziation und Glauben (z.B. über das Produkt oder die Marke).
  3. Einstellung zur Marke (positiv, negative oder keine Meinung).

Man kann dies sicherlich sehr gut mit digitalem Content lösen. Doch auch die Migros, Tchibo oder Coop sind Webhinhalte immer wichtiger. D.h. diese müssen von der Zielgruppe angeguckt werden und diesen Mehrwert bieten (siehe auch Tabelle 2).
[su_box title=”Was ist ein Blog” box_color=”#86bac5″ title_color=”#ffffff” radius=”5″ width=”px 700″ ]
Definieren können wir dies wie folgt:

  1. Regelmässige Publikation neuer Inhalte: Blogger schreiben regelmässig Text zu einem Thema (z.B. Essen, Kochen, Fashion, Technologie oder Gaming).
  2. Texte mit Substanz: Die Texte sind pro Blogeintrag fast immer mehr als 400 Worte lang und haben auch Fotos oder Grafiken um die Sache visuell attraktiv zu machen.
  3. Kommentar- / Dialogfunktion aufgeschaltet: Der Blog gibt Leser nicht nur die Möglichkeiten Inhalte einfach auf Social Networks zu teilen. Viel wichtiger ist, das Leserinnen Kommentare zu einem Beitrag schreiben können.

Man kann auch sehr schnell rausfinden ob ein Blog die obigen Kriterien erfüllt oder nicht. Ein Blog ohne Dialogfunktion oder Kommentarfunktion ist ist kein Blog (siehe diesen Kommentar zum Thema was ist ein Blog).
Siehe auch Definition in meinem Buch: Social Media Audit. Achieving deep impact…  S. 5
[/su_box]
Es ist klar, dass es ganz verschiedene Blogger gibt. Man bloggt zum Spass  (z.B. Sabine Gimm). Andere auch um dank dem Blog ein wenig Geld Geld zu verdienen (z.B. gesponserte Posts, Einladungen zu Events, Reisen, usw.)
Manche versuchen sich als Influencer zu etablieren (z.B. Fanny Frey tolle Fotos, klassisches Broadcasting – null Dialog).
Anderen ist es egal ob sie Influencer sind oder nicht. Doch dank deren authentischen Stil sind sie zu 150% Stars auf ihrem Gebiete  (z.B. Michèle Krüsi oder Petra Drissen – ganz verschieden aber 100% authentisch und interessant).

3.1  Influencer richtig auswählen

Was vielen Firmen Probleme bereitet ist die besten Markenbotschafter zu finden und dann auch auszuwählen. Wenn weder bei Coop noch Migros die Verantwortlichen genau verstehen,  was ein Blog ist (siehe hier für Beispiele und oben), wird es schwierig.
Coop-Marketingchef Thomas Schwetje versteht es die Foodbloggerin in den Mittelpunkt zu rücken.
Doch sollte es nicht die Geschichte und die “interviewte” Person sein welche wir im Blogeintrag in Mittelpunkt setzen sollten?

Sprechen solche Inhalte das Zielpublikum an? Noch wichtiger ist dann auch ob diese angesprochenen Kunden dann die dazugehörigen Coop Produkte kaufen?
Hier hätte man wohl mit der richtigen Methode systematisch vorgehen sollen, und nicht 2 Bloggerinnen auswählen welche:

  • Im gleichen Alter sind.
  • Beide Personen sind weiblich;
    ===> d.h. Männer und ihre Kochkünste sollen nicht angesprochen werden? Kaufen die keine Coop Produkte?
    Wohl kaum der Tatsache entsprechend, also warum diese Gruppe ausschliessen?
  • Den Bloggerinnen wird nicht erlaubt im Coop Fooby Blog authentisch rüber zu kommen, im Gegensatz zu deren privaten Blogs –Fanny Frey und  Nadia Damaso!

Influencer auswählen bringt was. Doch primär als Auswahlfaktor Schönheit oder Alter zu nutzen, dass kann es ja wohl nicht sein? | Urheber: Foster & Asher |auf Death to Stock Photo

Influencer auswählen bringt was. Doch primär als Auswahlfaktor Schönheit oder Alter zu nutzen, dass kann es ja wohl nicht sein? | Urheber: Foster & Asher |auf Death to Stock Photo


Die obigen Beispiele zeigen, auch wenn wir einen Trend nicht verpassen wollen, sollten wir dies systematisch, langfristig und sorgfältig angehen. Eine Auswahl von einem Influencer basierend auf z.B. Instagram Followers ist der falsche.
Im weiteren ist es bei der Zusammenarbeit auch wichtig, dass man einen #Hashtag plant und diesen gut einsetzt.  Das gilt auch für nicht kommerzielle Organisation wie ein Verein wie der #MCLago
Wenn niemand über Dich redet in der digitalen Welt, wie hilft dies dann dein Produkt zu verkaufen? Wie oben erwähnt, Wahrnehmung, Glauben über die Marke und Einstellung sind wichtig. Doch um wahrgenommen zu werden braucht es gute Arbeit.

Der Hashtag Check für Fooby

Wenn diese Dinge nicht richtig funktionieren, können sie auch nicht die wichtigen Kennzahlen wie Umsatz und Ertrag positiv beeinflussen. So einfach ist das und doch wiederum so schwierig :-)  Viel Erfolg wünscht Ihr DrKPI.

4. Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: Was haben Amazon, Migros und Coop gemeinsam
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Welche Marke ist für Sie ein tolles Beispiel wie man es richtig macht?
  • Wie haben Sie Produktenamen ausgesucht und aufgebaut?
  • Was würden Sie vielleicht heute anders angehen basierend auf Ihren Erfahrungen?
  • Wie nutzen Sie digitale Kanäle oder auch Influencer zur Stärkung der Marke?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werde.

Lesenswert

Offenlegung: Der Autor gibt an, dass einige der hier genannten Brands seine Kunden sind. Jedoch ergeben sich hier keine Interessenkonflikt hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 

5.  Authentizität Quo Vadis: Beispiele aus der Praxis

  1.   Migipedia Blog – Dialog ist bescheiden, Werbung ist Trumpf
  2.   A1 Corporate Blog – Blogbeiträge geschrieben von Freelancern, nicht Miarbeitern: Schafft das Vertrauen?
  3.   Philips – Da läuft was schief, gesehen?
  4.   Coop muss hier die Schulbank drücken   – Fooby Wenn weder der Auftraggeber noch der “Influencer” / Blogger verstehen um was es geht – Coop rückt die Bloggerin statt den Gast in den Mittelpunkt der Fotos und der Story … spricht man so die Zielgruppe an?
Piazza San Carlo, hier spielte sich das politische Leben von Piemont ab. PS: das 1842 eröffnete Café San Carlo war das erste Lokal mit Gasbeleuchtung in Italien.

In Kürze: IWas hat Markenstärke mit der Gründung eines Club zu tun?
Name und Internet Domaine spielen eine wichtige Rolle.
Unser Faktencheck bringt Licht ins Dunkel.

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Wie A. Aaker schon immer sagte, zur Visualisierung von Branding sollten wir uns einen kleinen Sekretär im Kopfe des Konsumenten vorstellen. Diese Kommode hat 3 Schubladen:

  1. Wahrnehmung (Awareness) der Marke, d.h. kennen wir die Marke, auch vom Brand Buzz (d.h. haben die Leute schon was gehört über diesen Brand oder diesen Club) abhängig.
  2. Assoziation und Glauben (Beliefs über den Club).
  3. Einstellung zur Marke (positiv, negative oder keine Meinung).

Wenn uns der Konsument nicht kennt oder beine positiven Assoziationen mit unserem Club hat, wird es schwierig beim Gespräch zur Mitgliederrekrutierung.
In diesem Beitrag geht es um die Gründung vom Marketing Club Lago e.V. Dieser ist Teil des Deutschen Marketing Verbandes oder DMV und deckt die Region Bodensee ab. Obwohl dieser seinen offiziellen und steuerlichen Sitz in Konstanz hat, rekrutieren sich die Mitglieder aus mehreren Ländern – den Anrainerstaaten.
Ich versuche hier einige unserer Erfahrungen im Vorstand aufzuschreiben. Hier fokussiere ich mich speziell was Branding, Markenstärke und Markenimage mit dem Ganzen zu tun hat.

1.  Namensfindung für Produkt oder Verein

Manchmal kann man sich einen Namen wählen welchen man einfach aus einem Hut zieht. Da wir aber dem Deutschen Marketing Verband beitreten wollten, war der Einbau der 2 Worte “Marketing Club” schon fast gegeben.
Das hiess, irgendwie würde der Name Marketing Club  …. e.V. sein.
Hier sind einige zusätzliche Namen die wir im Visier hatten, wie z.B.:

  • Lago
  • Region Bodensee
  • Bodensee
  • usw.

Offensichtlich ist ein Name wie Marketing Club Region Bodensee e.V. etwas lang im heutigen Zeitalter von Twitter.
Am Ende nutzten wir Marketing Club Lago oder MC Lago in der Kurzform. Lago wurde ja auch schon früher gebraucht zur Bezeichnung vom Bodensee, wie z.B. Lago di Constanza (siehe Wikipedia Eintrag)

2.  Internet  Domaine sichern

Wenn man einen Namen berücksichtigt, ist es wie mit einem Produkt oder einem Start-up, muss natürlich die Internet Domaine frei sein.
Zum Beispiel ist der Name MCBodensee wie auch MC-Bodensee besetzt. Leider ist dieser Name auch schon relativ lang mit 10 Buchstaben.  Unsere Mitglieder bevorzugen kürzere Namen beim Eintippen in das Browser Window auf ihrem Handy.
Aus diesem Grunde war MC Lago für uns interessant. Dies um so mehr, da die Domaine damals noch frei war und wir diese nutzen konnten. Deshalb haben wir uns gleich einmal verschiedene Namen gesichert wie z.B.

  • MCLago.com
  • MCLago.at
  • MCLago.ch
  • MCLago.de
  • MCLago.li

Das war für uns äusserst wichtig, da ein effektives Internet Marketing ohne die dazugehörige Domaine für die Webseite nicht praktikabel ist.

Der Mefistofele - der Teufel von einem Auto - wurde von Sir Ernest Eldridge entworfen. Er baute diesen mit Hilfe eines Chassis von einem 1904 Fiat SB4. Auf einer gesperrten öffentlichen Strasse stellte Eldrigdge am 12. Juli 1924 mit dem Mefistofele mit 234.98 km/h den Landgeschwindigkeitsrekord auf.

Der Mefistofele – der Teufel von einem Auto – wurde von Sir Ernest Eldridge entworfen. Er baute diesen mit Hilfe eines Chassis von einem 1904 Fiat SB4. Ein frühes Beispiel der THEMATIK – Branding is Everything.

3. Hashtag / Schlagwort nutzen:  #MCLago

Aus der Forschung wissen wir, dass Menschen auf mehrmalige Exposure positiv reagieren. Dass heisst:

  • mehr “exposure” = desto mehr wir etwas sehen, desto eher denken wir es ist ein schönes Bild, gutes Produkt, usw.

Zajonc, Robert (1968).  Attitudinal effects of mere exposure, Journal of Personality and Social Psychology, 9, S. 1-27.
Heute gibt es ebenfalls Forschungsresultate die zeigen, dass wir z.B. Musik eher positiv beurteilen, wenn diese uns bekannt ist und wir sie in einem Laden hören.
Karl K. Szpunar, E. Glenn Schellenberg, and Patricia Plinar, “Liking and Memory for Musical Stimuli as a Function of Exposure,” Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition, 30 (2004), 370-381. 12
Die Einstellung und Wahrnehmung entwickelt sich am ehesten positiv, wenn man die Dinge nicht zu oft sieht oder nicht zu oft eine Werbung sieht.
Overexposure ist natürlich nicht zu empfehlen (Cutting James).
Aus diesem Grunde wollen wir zwar auf unseren Club aufmerksam machen, aber niemand ärgern. Aber mit dem Hashtag #MCLago erhoffen wir uns bessere Platzierung unserer Arbeit in den organischen Suchresultaten. Beispiele sind FacebookGoogle+Twitter oder auf Suchmaschinen wie z.B. Google oder Qwant (hier klappt es z.B. noch nicht).

Doch die Wahrnehmung unseres Produktes oder Vereins kann auch mit Hilfe eines Hashtags in Blogs und auf Webseiten verbessert werden, wie auf:

angezeigt. Erwähnung des Hashtag #MCLago auf möglichst vielen Webseiten und Blogs hilft uns ebenfalls den Club noch bekannter zu machen.

Packen wir es an.

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: MCLago – Warum Brand Equity bei einer Vereinsgründung wichtig ist 
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werden.

Lesenswert

Offenlegung: Der Autor gibt an, dass er Präsident des Marketing Club Lago ist. Jedoch ergeben sich hier keine Interessenkonflikt hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 
Die interessanten Themen fallen bei den Teilnehmern auf hohes Interesse. | Urheber: Sandra Blaser Photography

In Kürze: Wie meistern die Medien die digitalen Herausforderungen?
Medienschaffende diskutierten am Medien #Barcamp SRF MAZ die Trends.
Content Strategie von Spiegel Online, FAZ oder Tages Anzeiger mit Mehrwert für zahlende Leser?
2018-01-27 Update:  Das MedienBC 2018 findet statt – unsere Eindrücke zum #MedienBC 2018 gibt es dann am am 4.März in diesem Blog. Am besten gleich den Newsletter hier abonnieren, dann verpassen Sie es nicht

5. 2017-02-10 Update – Fake News und NZZ anklicken

Lesenswert

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Barcamps sind immer wieder ganz tolle Orte. Ich treffe alte Bekannte, Freunde und neue sehr interessante wie auch kreative Teilnehmer.
Die Vorträge oder Workshops sind lehrreich. Da hört man keine Vorträge die versuchen einem ein Produkt schmackhaft zu machen.Hier geht es um das “sharen” und lernen von anderen Teilnehmern.
Okay, manchmal überschätzen die Teilnehmer sich vielleicht etwas und reden über ein Thema, über welches sie vielleicht nicht allzu viel verstehen.
Doch dann gibt es ja noch die “Zuhörer” die ihr geballtes Wissen einbringen im Workshop, der Diskussionsrunde, usw. Diese durfte ich auch selber in meiner Session (siehe Punkt 4 unten) erfahren, das war wirklich eine Bereicherung für mich und die Teilnehmenden.
In der Zwischenzeit habe ich schon gar nicht mehr gezählt, wieviele Barcamps ich besucht habe seit etwa 2008. 10 waren es schon.

PS. Warum die Domaine medienbarcamp.ch dann auf eveni.to/Medienbarcamp verweist, ist mir schleierhaft. Da dieses Barcamp nächstes Jahr auch wieder stattfindet, sollte man aus SEO und Gründen des Branding wohl dies schleunigst rückgängig machen.
Will heissen, die Domain führt auf die eigene Webseite :-)  Und wenn das nicht geht, technisch lösen oder Tool schnellstens durch ein Zusatztool ersetzen.

#SRFmazMeBa das SRF maz Medien Barcamp - das Programm. Sehr interessant und lehreich. DrKPI Gold, Leser, Print, Digital: Wieso brauchen Medienhäuser Blogs? | Urheber: Sandra Blaser Photography

#SRFmazMeBa das SRF maz Medien Barcamp – das Programm. Sehr interessant und lehreich. DrKPI Gold, Leser, Print, Digital: Wieso brauchen Medienhäuser Blogs? | Urheber: Sandra Blaser Photography

Was bewegt die Medienschaffenden?

Gestern morgen wurden wiederum eine Vielzahl von interessanten Themen vorgeschlagen. Die meisten ergatterten sich ein Zeitfenster.
In diesem Beitrag diskutieren auf die interessanten Sessions die ich besuchen konnte (leider viel zu wenig).

1. Besseres “One Shot” Video

Kai Rüsberg gabe eine Einführung zum one shot Video.

Kai Rüsberg erklärt, was es mit dem #OneShot Video mit sich hat. Interessanter Trend. | Urheber: Sandra Blaser Photography

Kai Rüsberg erklärt, was es mit dem #OneShot Video mit sich hat. Interessanter Trend. | Urheber: Sandra Blaser Photography


Was mich natürlich faszinierte waren die Angaben in Sachen wie man Videos besser machen kann.  Hier zeigte er uns anhand einiger Beispiele (Geräte) ein paar Tricks. Auch illustrierte er seine Angaben anhand praktischer Beispiele, d.h. Videos :-)
Übrigens seinen Blog kannte ich nicht. Da gibt es viele interessante Dinge zu lesen und zu sehen wie z.B.:

2. Fake News – Health News

In dieser Session mit Cornelia Caviglia ging es um Gesundheitsinformationen und Themen wie Patient Empowerment.
Dabei wies Cornelia geschickt auf die Problematik der Qualitätsüberprüfung der Informationen hin.
Wie weiss der Kunde das diese Angaben stimmen?
Transparenz wie auch die Freilegung von Interessenskonflikten war hier ein Thema.  Dabei kamen mir die Blogger in den Sinn – 10 Tipps – Compliance Stolpersteine für Blogger.

Cornelia Cavaglia erklärt die Stolpersteine - wie überprüft der Konsument / Patient die Validität einer Studie? Nich einfach... | Urheber: Sandra Blaser Photography

Cornelia Cavaglia erklärt die Stolpersteine – wie überprüft der Konsument / Patient die Validität einer Studie? Nich einfach… | Urheber: Sandra Blaser Photography


Natürlich wurde auch der Careum Blog (unser Kunde) erwähnt. Für Leser bietet dieser anhand der vielen Verlinkungen auf weitere Ressourcen Mehrwert. Dabei werden die Interessen von Forschern wie auch Patienten. Zum Beispiel, ein Erfahrungsbericht über Brustkrebs, beschreibt interessante Dinge und verweist auf weitere Ressourcen für Ärzte aber auch Patienten. Patient empowerment puur.
Die Diskussion zeigten ebenfalls auf, dass Journalisten natürlich andere Möglichkeiten besitzen als Patienten um sich Informationen zu beschaffen.
Für mich interessant war auch die Frage:

“Wie repräsentativ” sind die Stichproben in medizinischen Studien?

Auch dort ergibt sich die Problematik der Kosten. Stichproben welche dieses Wort verdienen sind oft teuer. Zur Illustration, das österreichische Bundesamt für Statistik zeigt dies immer wieder gut auf. In den Studien und Pressemitteilungen wird die Methodik sehr genau beschrieben, siehe z.B. für die Gesundheitsstudie in Österreich (Allergien, Bluthochdruck, etc.).
Um eine gute Stichprobe zu erhalten (nach Alter, Geschlecht… usw. wo jeder die gleich Chance hat reinzukommen, von Wien bis zur weniger besiedelten Randregion), braucht es gut 15,700 Telefoninterviews.  Natürlich, in anderen Ländern kann es weniger oder mehr sein, das hängt von vielen Faktoren ab.  Klar ist, dass solche Studien sehr teuer sind !
Da wäre ich als Patient schon froh, wenn deren Berichte usw, einfacher am Web einsehbar sein würden. Vor allem höher platziert wären in den organischen Suchresultaten.

3. Lunch – Möglichkeit für vertiefende Gespräche

Nach dieser sehr lehrreichen Session war es dann Zeit für den Lunch Break.
Die Möglichkeiten sich während des Tages zu verköstigen war sehr gut.  Frisch, kalt, heiss, gesund und etwas weniger gesund war alles möglich.
Wer die Wahl hat, hatte die Qual an diesem Event. Danke.

Fuer tolles Essen war gesorgt, vom Frühstück bis zu den Snacks. | Urheber: Sandra Blaser Photography

Fuer tolles Essen war gesorgt, vom Frühstück bis zu den Snacks. | Urheber: Sandra Blaser Photography


Älplermagronen gab es zum Mittagessen, vielleicht nicht gerade nach dem Tiptopf Rezept auf S. 243 gekocht, doch eine interessante Variation die regen Zuspruch bei den Teilnehmern fand. Am Ende war nichts mehr übrig.

4. Print und Online Blogs der Medienhäuser: Faktencheck

Das war meine eigene Session. Ich versuchte mich ein wenig auf dieses für mich wichtige Barcamp vorzubereiten. Also habe ich nach weiteren Fakten recherchiert.
Das Problem ist ja nicht neu. Zum Beispiel hat erst kürzlich der Verleger Mark Thompson der New York Times, Mark Thompson (ehemaliger Chef der BBC) sich ein Ziel gesetzt:

Doch wie die Daten unten von der Rheinzeitung aufzeigen, ist dies nicht gerade einfach. Die Preise für die Werbung auf digitalen Kanälen sind im Keller und viele der Leser sind nicht willens, für Inhalte zu bezahlen.

Bsp. Rhein-Zeitung: es ist nicht einfach mit digitalen Inhalten die Einkünfte zu erhöhen.

Bsp. Rhein-Zeitung: es ist nicht einfach mit digitalen Inhalten die Einkünfte zu erhöhen.


Hartes Pay Gate: Rhein-Zeitung.de im Herbst 2016

4.1 Klare Strategie – Beispiel The Guardian

Einige Zeitung bauen auf ihre Alleinstellungsmerkmale (Unique Selling Propositions) wie z.B. der Guardian welcher von einer Stiftung geleitet/teilweise finanziert wird.
Dabei baut man auf das eigene Image, welches das Produkt als neutral und mit Qualität portraitiert.
Die USPs zu verteidigen versucht man, indem man im Falle des Guardian auf die Leserwünsche eingeht. Es werden deshalb auch lokale Themen mit mehrteiligen und längeren Reportagen abdeckt. Beispielsweise, warum wählt ein Wahlbezirk 2 x Obama und dann plötzlich Trump, Bsp. Pennsylvania).
Der Screenshot unten zeigt dabei, wie The Guardian seine Strategie im Marketing und Verkauf umsetzt. Er verkauft nicht Abonnements, sondern bittet seine Leser um Support.

The Guardian bittet seine Leser um eine Spende - Dieser Aufruf war der erfolgreichste in einer Testbatterie. Die Anzahl der bezahlten digitalen Abos ist stark gestiegen.

The Guardian bittet seine Leser um eine Spende – Dieser Aufruf war der erfolgreichste in einer Testbatterie. Die Anzahl der bezahlten digitalen Abos ist stark gestiegen.


Mehr Infos zu den Einnahmen des Guardian im digitalen Bereich

4.2 Unklare Strategie:  NZZ

Die NZZ hat eine lange Geschichte von Versuchen und Flops in Sachen Social Media. Im Juli 2016 wurden z.B. die Blogs abgeschaltet (siehe Slides unten). Die Begründung war, dass dies für die Leser besser sein sollte. Heute kann man die Blogs kaum mehr finden. Die Kolumnen sind wiederum nicht für den Online Konsum auf dem Handy richtig aufbereitet.
Gestern (d.h. auf dem Wege zum Barcamp) las ich dann in meiner NZZ Ausgabe Print, dass es nur noch 2 bis 3 Artikel geben würde pro Tag welche die Kommentarfunktion eingeschaltet haben werden.
Natürlich weiss hier die NZZ und ihr Social Media Chef Oliver Fuchs einfach mehr als die NYT, The Guardian, Financial Times, The Economist, Le Monde, usw. Denn diese haben seit Jahren entweder für alle Inhalte die Kommentarfunktion eingeschaltet (z.B. Financial Times) oder aber für gut 70% der Artikel (z.B. NYT). Mit Erfolg, wie deren Verleger anhand der publizierten Ertragszahlen im digitalen Bereich den Aktionären immer wieder vor führen.
Bei der NZZ ist das alles anders. Ich bin gespannt, aber die Ertragszahlen stimmen mich nicht unbedingt optimistisch wenn man immer dem Trend hinterher rennt ohne klare Konzepte und einer klaren Strategie.
PS. NZZ am Sonntag hat ca 121’000 in Print, mit 450’000 Lesern davon 32’000 digitale Version, wie sieht dies wohl ertragsmässig aus?
[embeddoc url=”http://blog.drkpi.de/wp-content/files/Medien-Blogs-Strategie-Quo-Vadis.pdf” width=”100%” viewer=”google”]

Download der Slides – PDF Datei – 8.8 MB wegen den Grafiken

Interessant war das die Diskussion so lange ging, dass der nachfolgenden Workshop Leiterin mit ihren 5 Teilnehmern nur noch 5 Minuten blieben um sich vorzubereiten. Für diesen Faux-Pas meinerseits möchte ich mich bei  Frau Dr. Barbara B. Peter nochmals entschuldigen. Natürlich tat ich dies auch schon vor Ort.
Was mich jedoch erstaunte ist wie sich manche Menschen verhalten (z.B. Kaffee aus dem Automaten rauslassen während jemand anderes noch präsentiert und Zwischenruf – knallhart. C’est le ton qui fait la musique… oder wie man seinen eigenen Brand zerstören kann, super Beispiel).

4.3 Wie balanciert man die Qualität? Tages Anzeiger

Wie die NZZ haben wir auch den Tages Anzeiger abonniert. Der Tages Anzeiger ist recht erfolgreich in Sachen Blogs unterwegs (siehe Performance Charts in der Präsentation oben).
Doch was mich erstaunt sind die wenigen Kommentare und Diskussionen die auf den Blogs stattfinden. In den Diskussion während der Session wurde ich natürlich darauf aufmerksam gemacht, das z.B. der Mamablog sehr bekannt sei und viele Leser anziehe.
Dem musste ich natürlich zustimmen.  Doch warum dessen Inhalte oft als “stream of consciousness” (Bewusstseinsstrom) rüberkommt und dann auf S. 2 in einer Ausgabe (Auslandsbund) publiziert wird, ist mir als zahlender Leser der Print Ausgabe ein Rätsel.

Wisst ihr vielleicht warum?
Daten zum Mamablog vom Tages Anzeiger

5. Was Journalisten von Bloggern lernen können

Eric Mächler war hier wieder in seinem Element. Er schaffte es die Zuhörer abzuholen mit diesem brisanten Thema. Wobei er natürlich auch versuchte, uns alle auf clevere Art und Weise zu provozieren.

Koennen Journalisten was von Bloggern lernen? Ja, auf Leser eingehen und sich auch mal entschuldigen wenn man einen Fehler macht. | Urheber: Sandra Blaser Photography

Koennen Journalisten was von Bloggern lernen? Ja, auf Leser eingehen und sich auch mal entschuldigen wenn man einen Fehler macht. | Urheber: Sandra Blaser Photography


Das interessante in dieser Session war natürlich wie fast immer beim Eric die hitzigen Debatten.
Das ging zwischen den Teilnehmern selber, aber auch zwischen diesen und Eric. Diese Argumente, Erklärungen und Fakten welche von den Teilnehmenden geteilt wurden waren für mich sehr aufschlussreich. Interessant bis zur letzten Minute.

6. Wie finde ich meine Zielgruppe

Diese Session war für mich sehr interessant. Neben Tools wurden auch Methoden kurz angesprochen. Dabei zeigte sich anhand der Kommentare der Teilnehmer, dass wir alle mit dieser Herausforderung konfrontiert sind.
Die Zielgruppe zu finden ist ein nimmer endender Prozess. Auch neue Kundengruppen anzusprechen ist nicht einfach.

Jimmy Sauter und Janosch Troehler führen die Diskussion: Wie erreiche ich die Zielgruppe: Definition, Aktivierung... Tools, Stolpersteine | Urheber: Sandra Blaser Photography

Vicenzo Tremonte und Janosch Troehler führen die Diskussion: Wie erreiche ich die Zielgruppe: Definition, Aktivierung… Tools, Stolpersteine | Urheber: Sandra Blaser Photography

7. Autorin im Rampenlicht

Ich dachte ja, dass ich zu dieser eher späteren Stunde an einem Samstag nicht mehr fähig sein würde, was zu lernen.
Doch Claudia Imfeld stellte sicher, das mir das Gegenteil in ihrer Session passierte.

Claudia Imfeld diskutiert und notiert die Insights der Teilnehmer in ihrem Workshop am SRF maz Medien Barcamp #SRFmazMeBa | Urheber: Sandra Blaser Photography

Claudia Imfeld diskutiert und notiert die Insights der Teilnehmer in ihrem Workshop am SRF maz Medien Barcamp #SRFmazMeBa | Urheber: Sandra Blaser Photography


Dabei stellte ich fest, dass auch bei mir ein Foto und Kurzbiographie über den Journalisten auf Interesse stossen.
Etwas mehr über einen Journalisten zu wissen, ohne dass eine solche Information zu einer Selbstinzenierung des Journalisten werden könnte, ist bei vielen Lesern von Interesse.
Auch wie Stories zustande kommen interessiert. Oder ein Link zu Daten, Studien und Fakten welche die Journalistin zu Rate gezogen hat beim schreiben des Artikels wäre von Interesse. Machen aber in der Schweiz zur Zeit die wenigsten Zeitungen oder Zeitschriften wenn überhaupt.

4. Schlussfolgerungen: Digitalisierung 4.0

Es gab noch einige interessante Sessions die ich einfach nicht gleichzeitig besuchen konnte. Wie z.B.  Influencer Marketing von Stefanie Holenweg und Kevin Kyburz (auch der Kevin hat einen tollen Blog), Virtual Reality und sogar eine Lesung war im Programm von Clemens Schuster. Er traute sich aus Platons Politea zu lesen, auf der Bühne: Die Entstehung der Tyrannei aus der Demokratie. Oder das ich Andreas von Gunten’s Session ebenfalls verpasste.
Ebenfalls tut es mir leid, den Beitrag von Marie-Christine Schindler über den Newsroom verpasst zu haben.
Aber den Organisatoren – ein tolles Team – müssen wir hier ein Kränzchen winden. Alles lief sehr gut und für die Organisatoren dieses Corporate Barcamp, d.h. SRF und maz war es eine Meisterleistung. Sie demonstrierten wie man unaufdringlich seine Marke beim Zielpublikum auf coole Art und Weise einbringen kann. Dabei offeriert man diesen noch echten Mehrwert. Chapeau !

Übrigens, die SRF soll nicht mehr cool sein bei jungen Journalisten.

Deshalb muss sich diese auch vermehrt bei den Jungen besseres Branding machen, haben mich 2 SRG Mitarbeiter aufgeklärt. Das ging inklusive von Beispielen. Ich bin echt erschrocken. Ich liebe und hasse die SRG (typischer Schweizer) zugleich. Aber die Liebe überwiegt bei weitem und ich will diese auf keinen Falle missen.

Wieviel Einfluss hat dieser Blog? Antwort gleich hier:

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: #SRFmazMeBa Das SRF maz Medien Barcamp 2017 – freue mich schon auf 2018
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Was fandest Du am #SRFmazMeBa eine tolle Session?
  • Was sind die 2 wichtigsten Dinge welche du an deinem letzten Barcamp gelernt hast?
  • Wie erreichen Sie Gelegenheitskäufer effektiv im digitalen Raum?

Offenlegung: Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 

Übrigens

Wir treffen uns beim Blogger Point am 18. März in Düsseldorf.  Ich freue mich auf Ihren Besuch an unserem Stand.
PS. ich bin übrigens nie so müde wie nach einem tollen Barcamp. Ich lerne fortwährend von allen Teilnehmern und gehe mit einem weinenden und lachenden Auge nach Hause.  Weinend weil es vorbei ist, lachend weil ich mich auf mein Bett freue, total kaputt, ausgepumpt aber sehr zufrieden.

Links

Hier werde ich dann noch Links zu weiteren Blogbeiträgen posten.
Ich freue mich auf möglichst viele Links ?

  1. Eric Mächler – Rückblick Mediencamp 2017 vom Chefblogger
  2. Oliver Lutz – Beitrag auf Linkedin – das Medien Barcamp 2016
  3. Martin Steiger – Bilder in den Medien: Legal oder illegal?
  4. dd

5. 2017-02-10 Update – Fake News und NZZ

2017-09-02 las ich “Ein wahrer Kampf gegen Fake News” in der NZZ.
Als Print Leser fand ich es schade, das die NZZ in der gedruckten Ausgabe nicht darüber informiert, dass es auf der digitalen Version noch zusätzliche Informationen gibt. Dieser Artikel hat z.B. viele Verlinkungen zu sehr interessanten weiteren Ressourcen zum Thema. Auf diese bin ich als Print Leser nur per Zufall gestossen.
Beim Studium der verlinkten Forschungsarbeiten stellte ich jedoch fest, dass einige der von Anne-Sophie Galli (gga) gemacht Interpretationen sich nicht anhand der verlinkten Studien ergeben.
Z.B.die im Artikel erwähnte Studie welche in den PNAS publiziert wurde zeigt auf, dass wir News tendenziell weiterreichen, wenn uns das Thema stark interessiert. Primär werden diese News im Netz auch in sozial homogenen Gruppen, d.h. von Leuten mit ähnlichen Interessen, geteilt oder weitergereicht (Del Vicario und weitere Autoren, Jan. 2016, S. 558).
Dies bedeutet aber nicht unbedingt, dass sich Fake Nes deshalb schnell verbreiten, weil Nutzer nur Artikel anklicken welche ihrem Weltbild entsprechen. Zu diesem Schluss kommen die Autoren nicht. Ihre Daten würden dies auch nicht zulassen.
Auch die Angaben zur “Universität Stanford” Studie (Sam Wineberg und weitere Autoren, Education Week, Nov. 30, 2016) stimmt nur teilweise. Sicherlich haben Schüler in den USA Schwierigkeiten schlecht recherchierte News von gut recherchierten News im Netz zu unterschieden: D.h. die Mehrheit der Schüler kann redaktionelle News, verifiziertes Facebook Konto, usw. nicht von gesponserten Geschichten, nicht verifizierten Facebook Seiten, wie auch Falschmeldungen unterscheiden.
Aber diese Resultate lassen mich kaum zur Schlussfolgerung kommen: “Eine wachsende Minderheit traut demnach auch etablierten Medien nicht mehr…”. Das zeigen uns die Ergebnisse nun wirklich nicht. Auch daraus zu folgern, dass sich Verschwörungsgeschichten “oft schneller als Artikel von etablierten Medien…” verbreiten, erscheint mir sehr weit her geholt zu sein.
Diese Interpretation des Schreibers mag unserem Gefühl entsprechen. Es kann sogar in einzelnen Fällen zutreffen (z.B. Foto von Angela Merkel mit Flüchtling… oder Terrorist). Aber solche, zum Glück noch Einzelfälle, sollten uns nicht zu Verallgemeinerungen verleiten. Die im Artikel erwähnten beiden Studien haben dies weder getestet, noch würden die Autoren diese Rückschlüsse aus ihren Ergebnissen ziehen.
Natürlich, vielleicht bekam die Journalistin nicht all den Platz welche sie gebraucht hätte. Einige Schlüsse könnte sie auch aus Gesprächen mit Experten gezogen haben. Doch um die Glaubwürdigkeit der Arbeit zu sichern muss hier vorsichtig vorgegangen werden. Das ich als informierter Leser der sich auch die Mühe macht alle Studien nachzulesen verwirrt wurde, hilft nicht. Da hätte ich mir bessere Arbeit in der Schlussredaktion gewünscht. Im Zeitalter der immer beschränkteren Ressourcen nicht einfach.

Erfolgreiches Controlling mit Hilfe von Kennzahlen setzt ein gewisses Grundwissen voraus um es richtig anzuwenden. | Urheber lassedesignen| Fotolia #1084691147

In Kürze: Ist jemand mit vielen Followers auf Instagram ein Influencer?
Steigert die Reichweite meiner Influencers die Anzahl Verkäufe?
Unser Faktencheck bringt Licht ins Dunkel.

Lesenswert

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Kürzlich wollte eine Agentur eine Liste von den Besten Style Bloggers. Die Frage hiess so in etwa:

Können Sie uns regelmässig die besten Style Bloggers vermitteln? Wir brauchen dazu deren Reichweite, Followers, usw.

Was ist ein gute Kennzahl?

Eine Kennzahl ist für mich nützlich, wenn ich diese verstehe. Dies bedeutet, die Definition muss ich lesen können. Dann weiss ich mehr über die Definition. Wenn diese für mich ein Buch mit 7 Siegeln ist, traue ich der Kennzahl nicht.  Gute Kennzahlen entwickeln verlangt viel Arbeit wie auch Zeit. Deshalb ist das Entwickeln von guten Kennzahlen und Rankings auch teuer  – Bsp. FT Global MBA Ranking 2017.
In diesem Beitrag diskutieren wir die folgenden 3 Punkte.

  1. 1.  Was sagt mir die Kennzahl?
  2. 2. Stimmen die Fakten = FaktenCheck
  3. 3. Hilft die Kennzahl oder ist diese nur Nabelschau in Sachen Reichweite?
  4. 4. Schlussfolgerung – Definition von Reichweite im Digital Marketing?

1. Hinterfrage alle Kennzahlen

Mit Kennzahlen kann ich viel erreichen. Doch wenn ich nicht verstehe wie diese berechnet werden, ist es schwierig diesen zu trauen. Validität (misst das Instrument was es sollte) und Reliabiliät (z.B. kann jemand dieses Ergebnis mit einer neuen Studie bestätigen) sind wichtig.
Google offeriert mir z.B. jede Woche Daten in Sachen Werbung auf YouTube, Smartphones, etc. Doch ist immer unklar, wie Google diese Daten erhoben hat. So stellen sich dem informierten Leser Fragen wie z.B.:

  • Waren dies USA Nutzer oder solche aus Deutschland?
  • Wieviele Leute wurden befragt (d.h. Grösse der Stichprobe)?
  • Welche Fragen wurden gestellt (d.h. wo kann ich die Liste der gestellten Fragen einsehen)?
  • Wurden diese Fragen Online, via Telefon oder aber in Face-to-Face Interviews den Teilnehmern gestellt?
WAS IST Validität der Daten und Räresentativität dieser Stichprobe. Kann ich Rückschlüsse auf mein Business ziehen? Wie setze ich die Erkenntnisse um?

WAS IST Validität der Daten und Räpresentativität dieser Stichprobe. Kann ich Rückschlüsse auf mein Business ziehen? Wie setze ich die Erkenntnisse um?

2. FactCheck

Die 2 Problematik ist, das wir nicht allen Zahlen oder Fakten trauen können. Ein Problem sind z.B. die gefälschten Online Besprechungen von Produkten.
Ein australischer Geschäftsmann wollte hierzu den Beweis antreten und hat ein Instagram und Twitter Konto für ein Catering Geschäft eröffnet, welches es nicht gibt. Unten ein Screenshot vom Twitter Konto welches es nicht mehr gibt.

Social Bites won awards and was feted by social media ‘influencers’ but it was a fake

Social Bites won awards and was feted by social media ‘influencers’ but it was a fake


Er hat dabei einige schöne Fotos von Essen eingekauft auf Stockphoto. Diese toll angeschrieben mit Sprüchen (Was wir mit gefälschenten Online Bewertungen erreichen können -auf Englisch).
Falsche Produktbesprechungen oder Empfehlungen von Hotels, Büchern, Veranstaltern sind wirklich ein Problem.
Deshalb hat die UK Competition and Markets Authority (CMA) eine Untersuchung gemacht. Anhand dieser Daten weist der Regulator auf verschiedene Missstände hin (lies den Report auf UK Competition and Markets Authority (CMA) takes enforcement action against fake online reviews).
What do you need to do if you are a business whose products are being reviewed?

What do you need to do if you are a business whose products are being reviewed?


Konsumenten sollten sich hier immer die Mühe machen zu überprüfen wer was geschrieben hat basierend auf welchen Fakten. Das gleiche gilt auch für Unternehmen. Ansonsten ist man vor bösen Überraschungen nicht gefeit.

3. Reichweite & Influence: Magie oder Mogelpackung?

Die Reichweiten können verschiedenartig definiert werden. Prinzipiell sind jedoch 2 sicherlich wichtig in der Werbebranche.

  1. Qualitative Reichweite: zeigt ob, z.B. die Zeitung, die Instagram Follower / Facebook Fans, d.h. der Werbeträger den gewünschten Personenkreis erreicht (z.B. Leute welche Schminke kaufen oder Jeans).
  2. Quantitative Reichweite: Dies zeigt uns, wie viele Personen z.B. über das Wochenende mit der NZZ am Sonntag – Stil Beilageheft, dem Werbeträger, in Kontakt kommen.

Zur Diskussion steht natürlich immer die Brutto Reichweite, d.h. die Einzel Reichweiten der verschiedenen Kanäle wie z.B. Twitter oder Pinterest. Z.B. Nick hat im Image unten 813 018 Followers auf den verschiedenen Kanälen.
Doch diese wird reduziert auf die Netto-Reichweite, wobei Reichweitenüberschneidungen eliminiert werden. Das heisst, es folgt mir jemand auf Twitter und Instagram, wird dies nur 1 x gezählt.
Wieviel das beim Nick ausmacht wissen wir nicht genau. Nach ersten  Überprüfungen sind dies ca. 25 – 35%.  Damit verbleibt aber immer noch gut 500’000 – 600’000. Dies ist immer noch eine hohe Zahl im Vergleich mit der NZZ am Sonntag (ca 121’000 Ausgaben mit 450’000 Lesern davon 32’000 digitale Version).
Dabei spiel der LpC (Leser per Content) wie Zeitungsartikel/Seite, Blogeintrag, Tweet, Facebook Update  oder VpC (Viewer per Content) wie z.B. Instagram Foto eine Rolle.
Reichweiten sind wichtig, doch nicht unbedingt effektive Kennzahlen. Will heissen, wir bekommen heute eine Unzahl von bezahlten und kostenlosen Medien mit News und Inhalten. Einige sind besser, einige sind schlechter recherchiert. Doch alles was wir erhalten z.B. in der Tages-Zeitung oder aber über den Social Feed wird sicherlich nicht gelesen.
Dies ist eine Erklärung warum auch Falschmeldungen immer grössere Kreise ziehen können in Social Networks. Ein Grund  ist, dass Leute die Nachrichten im Social Feed nicht zuerst genau lesen und überprüfen, bevor sie diese weiter verbreiten.

3.1  Wie wirkungsvoll sind Influencer

Prinzipiell will ich natürlich einen “Influencer” oder Werbeträger, der das Werbemittel (d.h. mein Produkt) dank meinen Ressourcen (Werbebudget) am wirkungsvollsten an mein Zielpublikum heranträgt.
Kürzlich las ich einen Bericht von einem meiner Lieblings Journalisten der Modebranche, Jeroen van Rooijen (2017-01-29) Mode, NZZ am Sonntag, Stil, S. 18 & 19 wo er unter anderem schrieb:

Nick Wooster, 56, ist Modeberater und hat 687 000 Follower auf Instagram… einer der Stars und Mega-Influencer der Branche…

Fohrcard behauptet ein Influencer zu sein ist ein Lifestyle. Das kann sein. Doch als Brand frage ich mich was ist Reichweite und Influence, verkauft das Produkt?

Fohrcard behauptet ein Influencer zu sein ist ein Lifestyle. Das kann sein. Doch als Brand frage ich mich: WAS IST REICHWEITE & INFLUENCE? VERKAUFT das Produkt?

Die meisten Tweets oder Re-Tweets verweisen auf Instagram. Wenn Nick Wooster einen Tweet zu seinen 47,000 Followers Retweetet, dann klicken vielleicht 0.0169% auf diesen URL wie z.B. diese Bit.ly Angaben zu den Clicks aufzeigen.

Das heisst, vielleicht 100 bis 200 der 600’000 Fans/Follower (Netto Reichweite) von Nick sehen und reagieren auf seinen Post auf Instagram, Twitter, usw.? Vielleicht sind es auch 1,000 die Kommentieren.

Beim Foto welches die Tasche mit dem Supreme Brand zeigt sind es fast 300 “Kommentare” einige davon sind jedoch unter der Gürtellinie

Helfen Instagram "Influencers" wirklich das Image der Marke zu stärken? - Problem = z.B. obszöne oder diskriminierende Sprache.

Helfen Instagram “Influencers” wirklich das Image der Marke zu stärken? – Problem = z.B. obszöne oder diskriminierende Sprache.


Das Foto oben von Nick ist eines mit “hohem” Engagement gemäss Instagram. Aber 2.57 % der Followers klicken auf Like für einen Post. Ist eine solche Engagement Rate zufriedenstellend?
Wenn man noch berücksichtig das viele der Instagram Konten inaktiv sind….

4. Schlussfolgerungen: Reichweite

Rein grundsätzlich wissen wir oder sollten wenigstens die folgenden Dinge hinterfragen.
[su_box title=”Fakten überprüfen, der Wahrheit ins Auge sehen” box_color=”#86bac5″ title_color=”#ffffff” radius=”5″ width=”px 700″ ]

Was bedeuten diese Instagram Kennzahlen? Entweder Likes oder Kommentare beides gibt es nur für ....

Was bedeuten diese Instagram Kennzahlen? Entweder Likes oder Kommentare beides gibt es nur für ….

4.1  Reichweite, was heisst das?

Sind dies die möglichen Leser (die Welt)?
Ist mir wichtiger ob ich Likes oder Kommentare bekommen auf Instagram, warum?
Brutto Reichweiten, etc. sind Zahlenspielereien und “navel gazing metrics”. Sie bringen wenig Licht in das dunkle Wasser der Kennzahlen.

4.2  Steigert der Influencer die Bekanntheit meiner Marke / Nobelmarke?

Es kann sein das Brand Equity, Markenstärke und Markenimage mit einem Star oder Sternchen verbessert wird.
Aber wie lassen sich diese Zahlen in Beziehung zu meinem Deckungsbeitrag, Verkäufen, usw. bringen?

4.3  Bekannt wie ein bunter Hund: Wo ist das Geld für die Miete?

Bekanntheit hilft meiner Marke.
Doch wenn zu wenig Leute  in meinem Online Shop oder im Laden im Zentrum einkaufen, was dann?
Weder Miete noch Gehälter können bezahlt werden (siehe z.B. American Apparel).
Vielleicht sind viele “kleine” oder weniger bekannte Influencer bessere Partner. Sie helfen sicherlich ebenfalls die Bekanntheit meiner Marke zu steigern.
Kleine Influencer wie Blogger kreieren die positiven Assoziationen mit meinem Produkt. Dank deren Tests, Besprechungen und Evaluationen hören viele Nutzer – hoffentlich sehr gute Dinge – über mein Produkt :-)
[/su_box]
Diese Beispiele zeigen, dass wir die Dinge

  • definieren was eine Kennzahl bedeutet, UND
  • die Methodik wie die Kennzahl erhoben wurde verständlich dargelegt werden kann.

Diese beiden Dinge minimieren das Risiko für Missverständnisse. Dies ist auch speziell von Interesse, wenn es um das Influencer Marketing geht: DrKPI Wissen: Was ist Influencer Marketing?.

Wieviel Einfluss hat dieser Blog? Antwort gleich hier:

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: DrKPI Wissen – Nobelmarken und Marketing: Wird Influencer Reichweite überschätzt?
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Spielt Reichweite eine Rolle für Sie?
  • Wie entscheiden Sie sich welche Plattformen für Ihren Brand am besten funktionieren?
  • Wie erreichen Sie Gelegenheitskäufer effektiv im digitalen Raum?

Offenlegung: Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 

Lesenswert

Übrigens

Wir treffen uns beim Blogger Point am 18. März in Düsseldorf.  Ich freue mich auf Ihren Besuch an unserem Stand.

Wir alle sind Influencers ... und vor allem Selbstdarsteller. Aber hilft das unserem Brand ? | Urheber Jenner | Fotolia #65923442

In Kürze: Bsp. Daimler, L’Oréal, BaloiseJobs… Die Frage warum das Unternehmen eine bestimmte Plattform und Influencer nutzt, können Marketing Experten oft nicht genau beantworten. Das verursacht unnötige Verwirrung und Kosten.

Lesenswert

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Kürzlich hat mich ein Brand Manager mit der Frage konfrontiert:

Kümmert es uns ob der Influencer einen Blog, Vlog oder Instagram Konto hat?

Bevor wir diese Frage beantworten, müssen wir einige Dinge klarstellen.

1. Blogger 2017

Ich fing ca. 1999 mit dem Bloggen an. Dazu nutzte ich ein von uns programmiertes Newsboard oder Bulletin Board zur Kommunikation. Mein Themenbereich war damals InfoSec,  Technologie & Innovation, Strategie und Risiko Management.
Blogspot und WordPress begannen sich um 2003 rum rasch zu verbreiten. Ein wichtiger Grund war deren Nutzerfreundlichkeit im Vergleich zum klassischen Newsboard. 2009/2010 zeigt eine Studie, dass schon damals 23% der Fortune 500 Unternehmen Blogs nutzten.
2016 waren es 181 Firmen (36%) der Fortune 500, welche Corporate Blogs für das Content Marketing nutzten (UMass Center für Marketing Research).
Heute werden neben Videos auch Präsentationen und PDF Dateien im Blog eingebettet. Diese Dateien sind oft auch als kostenloser Download erhältlich.
Unten haben wir einige Kategorien von Blogs und Sub-Kategorien aufgeführt.

1.1 Der Blog als Hobby

1.1.1  Kein Einkommen: Die Bloggerin schreibt was sie möchte z.B. über ein Hobby wie Stil oder Gartenarbeit.

Auch wenn ich einen Blog in meiner Freizeit schreibe, heisst dies natürlich nicht, dass ich mir nicht auch monetäre und andere Vorteile – wie Einladungen an Events oder Spesenerstattung –  verschaffen kann.

1.1.2  Blog generiert Einkommen:  Dies geschieht z.B. über Ads auf dem Blog oder aber Affiliate Links (d.h. wenn Leser dann was kauft auf z.B. Amazon, kriegt der Blogger eine kleine Kommission). Dies können auch gesponserte Beiträge / Werbung sein.

Ein sehr professionelles Beispiel ist der Blog von Olivia Palermo. Die Kontaktseite hat mehrere Adressen, aufgeteilt nach Art der Zusammenarbeit, wie z.B. Sponsoring oder Auftritt an einer Vernissage. Wenn dies versucht, kann sich die Bloggerin somit verschiedene Einnahmequellen erschliessen.

1.2 Der Blog ist Teil der Corporate Communication

Im Oktober 2016 haben 181 Firmen (36%) der Fortune 500 Corporate Blogs für das Content Marketing genutzt (UMass Center für Marketing Research). Einige der verschiedenen Szenarien sind unten aufgelistet.

1.2.1 Einzelfirma: Der Blogger arbeitet als Freiberufler, Selbstständiger oder Kleingewerbetreibende Person. In den meisten Ländern hat er oder sie deshalb eine Umsatzsteuer-Nummer.

Ziel ist mit Hilfe vom Blog ein Produkt zu vermarkten. Beispiele sind Kurse, Handwerksarbeiten oder Consulting.

1.2.2 Kleinstunternehmen (weniger als 10 Vollzeit-Mitarbeiter): Kann ein kleines Unternehmen sein wie z.B. die Chriselle Corporation   (blogger of the year – BlogLovin). Ihre Firma verkauft über den “eigenen Shop” der auf z.B. net-a-Porter verlinkt … d.h. die Chriselle Corporation kriegt für jeden Verkauf über einen dieser Link eine Provision.

1.2.3 Kleinstbetrieb mit e-Shop: Hier werden z.B. die eigene Modelinie oder Designs dem Blogleser angeboten, wie  z.B. Helena Bordon. Sie verkauft über den Shop eine eigene Linie von Sonnenbrillen.
Bei e-Shops ist die Webseite / Blog primär dazu, da jetzige und potentielle Kunden zu informieren und zum Kauf zu animieren.

1.2.4 Corporate Blog / Firmenblog: Wie der Daimler , Opel oder BaloiseJobs Blog.

Der Corporate Blog dient nicht zum generieren von Einkommen. Anstatt gilt es das Branding zu verbessern. Ebenfalls interessiert hier der effiziente Aufbau von einer Beziehung mit Kunden.

Oft verkommen Blogs aber zu einer reinen Werbeplattform. Das Resultat ist eine sinkende Resonanz bei Lesern. Der Daimler wie auch der BaloiseJobs Blog sind gute Beispiele für dieses Problem.

Hier muss das Ziel sein, die richtige Balance zwischen Corporate Communication (“was machen wir, warum sind wir gut”) und Inhalte mit Mehrwert für die Zielgruppen zu finden.

Unser Firmenblog im Vergleich: DrKPI® BlogRank

PS. Den DrKPI Newsletter zum Blog abonnieren.

2. Der Beauty oder Stil Vlog

Wikipedia erklärt das Jahre 2,000 als dasjenige, in dem Vlogs “das Leben erblickten.” Angefangen haben Vlogs indem Blog Software wie z.B. Textpattern genutzt wurde.  Autoren luden ihr z.B. ein Video hoch. Danach wurde noch Text eingefügt um die Dinge genauer zu erklärem.
Da hat sich seither jedoch viel getan. Heute wird im deutschsprachigen Raum eher die Definition genutzt:

Was der Blogger textbasiert erstellt, erstellt der Vlogger videobasiert.

Ein Vlog oder Video Blog ist ein Blog (auch Weblog genannt) in welchem Videos der primäre Inhalt oder Content sind. Wie ein Ratgeber im Blog, kann ich auch einen Ratgeber in einem Erklärungsvideo publizieren.
Vloggers publizieren  ihre Videos auf YouTube, Vimeo usw.
Doch manchmal ist der Mehrwert solcher Videos nicht einfach ersichtlich. Bei Zoella entpuppt sich das ganze als Werbekanal, für welchen verschiedene Sponsoren teures Geld bezahlen.
PS. Auch bei den Vlogs können Kategorie-Unterschiede gemacht werden. Einzelfirmen wie auch Konzerne nutzen diese Plattformen. Mit Hilfe von Werbung oder Unterhaltung wird im Video auf ein Produkt aufmerksam gemacht (siehe Daimler Video unten).
PPS. Den DrKPI YouTube Kanal abonnieren

3. Micro-Blog

Twitter ist ein Microblog Beispiel. Es gibt aber noch viele weitere we WeChat, Tencent und Line.
Einzelpersonen, CEOs und Unternehmen können Twitter nutzen. Der neue USA Präsidenten Donald Trump welcher am Freitag 2017-01-20 sein Amt antritt, hat Twitter während und nach der Kampagne sehr erfolgreich genutzt.
Aber auch Nachrichtenorganisationen und deren Journalisten lieben Twitter zur Verbreitung von News.
Beispiele: Social CRM: Kundenservice mit Twitter
PS. Einzelne Sendungen im Fernsehen oder aber Serien haben heute eigene Hashtags wie z.B. #SRFrundschau. Diese machen es dem Nutzer einfacher, Inhalte welche diesen Hashtags nutzen auf verschiedenen Plattformen (z.B. Instagram) und Suchmaschinen zu finden.
PPS. Dem DrKPIde auf Twitter folgen, oder aber auf Facebook wie auch auf Google+

4. Nano-Blog

Ein Nano-Blogger ist eine Person welche z.B. auf Instagram ein Foto publiziert.
Der Nutzer kann bis zu 30 Hashtags an ein Foto hinzufügen.
In den meisten Fällen wird zu einer Foto noch 2 oder 3 Hashtags hinzugefügt (d.h. Schlagworte mit dem Gartenhag davor gestellt wie z.B. #DrKPI). Auch einige Worte als Text können hinzugefügt werden.
Ein Nano-Blog mit neuen Inhalten zu bestücken braucht noch weniger Zeit als ein neuen Eintrag auf Facebook, Google+ oder Twitter zu erstellen.
EnjoyPhoenix hat 3.6 Mio Followers. Doch diese sind keine Garantie für Engagement und Einfluss. Wie und ob dies die Brand Equity oder Markenstärke verbessert ist ebenfalls fraglich.
Interessant scheint uns ebenfalls, dass Instagram für die Publikation von Informationen für Nutzer ebenfalls einen Weblog nutzt.
DrKPI® Tipp: Die meisten Tools wie z.B. Buffer können einem daran erinnern, dass es Zeit ist auf Instagram zu posten.
Plany.io kann viel mehr. Dieses Tool arbeitet im Browser, d.h. nichts wird auf dem PC oder Mac installiert. Mit Hilfe des Tools kann man planen, wann welche Fotos auf Instagram publiziert werden sollen.
PS. Instagram von DrKPI abonnieren.

5. Definitionen vermindern das Risiko für Fehler und Konflikte

. Der heutige Blogpost auf Instagram über Plany.io gepostet am Mac schaut so aus.
Das Zeichen einer etablierten Disziplin war und ist noch immer deren Wortschatz. Das heisst, in einer fest etablierten Disziplin wie Physik, verstehen alle das Gleiche unter Schwerkraft / Gravitationskraft.
Doch in einer jungen Disziplin wie Social Media ist nicht alles so klar. Zum Beispiel, manche nutzen Facebook und werden als Blogger bezeichnet.
Zur Illustration. Auch das Migros Magazin und die Coop Zeitung haben Probleme das Label Blogger korrekt zu verwenden.

Kleine Fehler vermeiden. Das verhindert grosse Missverständnisse. Zum Beispiel, eine Webseite mit Blogger-Software erstellt heisst noch nicht man ist eine Bloggerin.

Kleine Fehler vermeiden. Das verhindert grosse Missverständnisse.


Facebook Einträge schreiben macht mich noch nicht zum Blogger – Bsp. Yonni Meyer.
Auch wenn der NZZ-Journalist Jeroen Van Rooijen im Bellvue Blog ein Foto mit Instagram Nano-Bloggerin als Bloggerin bezeichnet, trifft dies nicht zu.
Wir hoffen, dass die Definitionen wie oben aufgeführt, uns allen helfen,  diese Dinge ein wenig besser in den Griff zu bekommen :-)

Schlussfolgerungen

All diese Beispiele zeigen, dass wir die Dinge genau definieren sollten. Dies minimiert das Risiko für Missverständnisse. Dies ist auch speziell von Interesse, wenn es um das Influencer Marketing geht DrKPI Wissen: Was ist Influencer Marketing?.
Brand Strength hat mit 3 Dingen zu tun:

  1. Wahrnehmung (Awareness) der Marke, d.h. kennen wir die Marke.
  2. Assoziation und Glauben (Beliefs) über die Marke.
  3. Einstellung zur Marke (positiv, negative oder keine Meinung).

In diesem Zusammenhang sind Blogger wie auch bekannte Instagram Nutzer nicht unbedeutend. Die Wahrnehmung unser Marke, den Glauben darüber wie auch die Einstellung zu unserem Produkt, soll mit Hilfe der Influencerin verbessert werden.
Doch auch hier ist viel Verwirrung im Trend, z.B.:

This is really about creating greater content and experiences, greater formats for our consumers — especially in an age where ad-blocking is going mainstream. (Lubomira Rochet, L’Oréal’s chief digital officer, im Financial Times Interview)

Vielleicht kann Frau Rochet diese Fragen kurz beantworten:
  1. Wie messen wir den Einfluss eines Bloggers oder YouTubers (wir fragten DrKPI)?
  2. L’Oréal Brand Ambassador Maybelline Videos: Warum offerieren diese Videos gute = “rewarding” Unterhaltung?
  3. L’Oréal Markenbotschafterin: Welchen Mehrwert bieten die Instagram Fotos der Zielgruppe Millenials?
  4. L’Oréal Produkt und der Narzissmus der Markenbotschafterin: Animiert dies einen Millenial zum Kauf?

Wenn wir diese Fragen nicht kurz und einfach beantworten können, verschwenden wir sehr wahrscheinlich unnötig Ressourcen. Dies gilt es zu vermeiden. Deshalb testen sie z.B. Ihren Blog gleich jetzt:

Ihre Meinung?

Quelle: DrKPI Wissen – Influencer Marketing: YouTube, Instagram oder Blog?
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Wie wählen Sie Influencer aus – Bauchgefühl und / oder mit welchen schlüsselrelevante Kennzahlen?
  • Wie entscheiden Sie sich welche Plattformen für Ihren Brand am besten funktionieren?
  • Welche Methode hat sich für Sie bestens bewährt für die Steigerung der Wahrnehmung Ihrer Marke?
  • Wie erreichen Sie Gelegenheitskäufer effektiv im digitalen Raum?

Offenlegung: Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 

Lesenswert

Übrigens

Wir treffen uns beim Blogger Point am 18. März in Düsseldorf.  Ich freue mich auf Ihren Besuch an unserem Stand.
EnjoyPhoenix hat Ihren Blog eingestellt. Zu viel Arbeit, so scheint. Die Leserkommentare wurden sowieso nie beantwortet.

43. Deutscher Marketing Tag. Organisator: Deutscher Marketing Verband #DMT16 Deutscher Marketing Preis 2016

In Kürze: Ende November war ich beim DMT16 in Leipzig. Ich durfte viel Wissen tanken.
Eines war klar, auch in 2017 ist Reichweite des Marketing Content sehr wichtig.
Jedoch wird Content Marketing oft falsch verstanden.
Resultat ist, dessen Effektstärke wird unterschätzt.

Lesenswert

Das Missverständnis in Sachen Content Marketing zwingt uns hier ein paar Dinge aufzuklären.

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Was ist Marketing?

Verkauf fokussiert sich primär auf die Bedürfnisse des Verkäufers. Dieser will, dass ich z.B. den Vertrag mit der Versicherung lieber heute als morgen unterschreibe. Im Laden will die Verkäuferin, dass ich für das Produkt bezahle. Theodore Leavitt definierte Verkauf im Unterschied zu Marketing wie folgt:

Selling is preoccupied with the seller’s need to convert his product into cash; marketing with the idea of satisfying the needs of the customer by means of the product and the cluster of things associated with creating, delivering, and finally consuming it.
– Theodore Levitt (see https://hbr.org/2004/07/marketing-myopia)

Marketing, gemäss Leavitt, will mehr über die Bedürfnisse und Probleme des Kunden wissen. Dank Innovation verbessern wir unsere Produkte. Dank Innovation hoffen wir, dass unsere Produkte bessere Lösungen für die Probleme unsere Kunden bieten, usw. Wenn die Bedürfnisse des Kunden dann noch zufrieden gestellt werden, ist vielleicht ein weiterer Verkauf  möglich.
Natürlich, Werbung spielt auch hier eine wichtige Rolle.

Was ist Content Marketing?

Content Marketing ist ein wichtiger Teil vom Marketing. Idealerweise lernen wir von unseren Kunden.
Zum Beispiel zeigen uns führende Anwender oder Lead Users, wie unser Produkt noch besser oder anderweitig effektiv eingesetzt wird.

Branding Ideas Design Identity Marketing Concept | Fotolia #119955021|Urheber Rawpixel.com

Branding Ideas Design Identity Marketing Concept | Fotolia #119955021|Urheber Rawpixel.com


Content Marketing hilft uns die Gelegenheitskäufer an die Marke zu erinnern. Guter Content erklärt warum unser Produkt oder Marke gut ist. Es hilft die Markenstärke (Brand Equity) zu steigern. Hier geht es auch um:

  • Awareness / Wahrnehmung – d.h. ist diese mental und physisch – analog und digital – verfügbar oder präsent, z.B. der Gelegenheitskunde erinnert sich.
  • Positive Einstellung zur Marke – d.h. sind wir interessiert – Download von White Papers, Checklisten, usw.
  • Engagement mit der Marke oder dem Produkt – d.h. Social Shares, Leser Kommentare, Dialog Webseite und Social Community Engagement.

Wichtig ist hier, dass im Content Marketing nicht unser Produkt im Vordergrund steht. Problemlösungen oder Hilfestellungen für den Kunden verbessern die Einstellung zu unserem Produkt.
Auch das Image des Unternehmen profitiert davon. Ebenfalls hilft die gesteigerte Wahrnehmung den Gelegenheitskäufer an uns zu erinnern.
Mit Content Marketing bauen wir vertrauen mit dem Kunden auf.
Checkliste: Wie kann Content Marketing funktionieren?

Was Content Marketing nicht sein kann

Man kann es versuchen wie dies Nestlé versucht mit Nescafé. Doch weder Social Network Seiten noch ein Blog auf Tumblr sollten genutzt werden, um mehr Produkt zu verkaufen.
Blogs oder Social Networks sind nicht primär da für Sales oder den Verkauf aber das Marketing.
Das Zitat unten zeigt, dass der Verantwortliche von Nestlé anscheinend Marketing mit Verkauf verwechselt:

ROI is as important for social media as it is for any other communication channels,” he said. “Our objective is to be having an online market share that’s higher than offline.

Interessant: Nestlé #bigfail oder wenn ein Unternehmen die Dinge nicht versteht
Dieser Fehler wirkt sich dann auch in der Effektivität dieser Aktivitäten negativ aus. Hier ist eine Trivia Frage welche Nestlé seinen Nutzern stellte in der Hoffnung, dass diese sich mit dem Problem beschäftigen und die Story ein wenig viral geht – weit gefehlt:

Was meinen Sie: wenn eine NESCAFÉ – Tasse 9 cm hoch ist, wie viele Tassenwerden benötig, um Lausanne mit Bern zu verbinden?

Die Frage hat einen Link welcher den Nutzer vom Blog auf Tumblr rüber zur Facebook Seite bringt. Aber Interaktion oder Engagement kann ich keine finden.
Das Beispiel zeigt, wenn Content Marketing falsch angewendet wird, können viele Dinge schief gehe. Wenn der Inhalt nicht interessiert, wird der Kanal gewechselt…

3-Punkte Checkliste

Der Ratgeber gibt Ihnen 3 Tipps wie sie die Effektivität Ihrer Marketinganstrengungen für 2017 verbessern können.
Neben Sie gleich heute ein Blatt Papier und skizzieren Sie die Antworten zu den 3 Tipps in der Checkliste.
[su_box title=”Tabelle 1: 3 Tipps” box_color=”#86bac5″ title_color=”#ffffff” radius=”5″ width=”px 700″ ]
Je nach Produkt welches wir verkaufen, an welche Zielgruppe und wo geographisch, fällt die Analyse unten anders aus. Ein Maschinen- oder Investitionsgüter-Hersteller in DE, wird die Dinge anders angehen als einer in den USA.
Der Konsumgüter Hersteller klärt die folgenden 3 Punkte in der Checkliste nicht gleich ab, wie dies eine Nichtregierungs-Organisation (NGO = “non-governmental organization) tun wird. Das ist verständlich und macht Sinn.
Doch jeder Marketer sollte sich diese 3 Faktoren schriftlich auf einem Blatt Papier ehrlich beantworten und im Team diskutieren. Überraschungen sind vorprogrammiert und heisse Diskussionen sind garantiert.

1.  Hinterfragen was als sicher gilt

Bringt es uns die gewünschten Erfolge wenn wir Ressourcen auf verschiedenen Plattformen (z.B. Instagram, Snapchat, Second Life, Beebo, YouTube, etc.) weiterhin vermehrt einsetzen.
Live streaming gamers auf YouTube sind hier vielleicht attraktiv für den Hersteller eines Konsumgutes. Doch für ein Investitionsgut?
Die Print Werbung in der Tageszeitung für ein privates Gymnasium erreicht mögliche Schüler vielleicht nicht. Doch deren Grosseltern noch allemal. Diese teilen solche Informationen und Zeitungsauschnitte dann mit den Eltern des Kindes.
Den Schüler erreiche ich vielleicht über einen Gamer und die Eltern über eine Webseite. Am Ende ist die Marke / Schule mental und physisch bestens verfügbar beim Zielpublikum (Grosselbern, Eltern und Kind).
Interessant: TangyD Live-Streamer: Er tut dies für mehr als 6 Std. täglich – steigert er die Wahrnehmung meines Games? Aber sicher… und nein, YouTube ist da nicht ideal Twitch schon eher.

2. Bindung zu jetzigen Kunden steigern – Neukundengewinnung ankurbeln

Für das digitale Marketing empfiehlt es sich vermehrt auf Content Marketing zu setzen.
Mit der richtigen Auswahl von Bloggern und deren Content Marketing kann unsere Marke gestärkt werden. Dies geschieht im Blog, bei Anlässen, usw.
Dies wiederum erinnert unsere jetzigen Kunden das die Marke aktiv ist, sich z.B. im Nachhaltigkeitsbereich bemüht oder ganz einfach cool ist.

3. Blogger helfen die Share of Voice zu steigern

Bloggers sind ein wichtiger Kanal um Gelegenheitskäufer zu erinnern, was die Marke bietet und das diese existiert.

Anteilsmässig wird “share of voice” immer wichtiger. In 1998-2006 half “share of voice” 6% der Umsatzsteigerung zu erklären. Heute zeichnet ist es für 12% unserer Umsatzsteigerung verantwortlich

Da spielen Blogger mit aktiven Lesern welche kommentieren, die Inhalte teilen usw. eine nicht unbedeutende Role.

Interessant: Wie wählen wir die für uns besten Markenbotschafter aus?
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Ihre Meinung?

Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Nutzen sie feine Zielgruppensegmentierung oder finden sie dies vergebene Liebesmühe?
  • Wie kombinieren sie analoge (z.B. Print und Radio) mit digitaler Werbung (z.B. Blogger und Facebook)?
  • Welche Methode hat sich für Sie bestens bewährt für die Steigerung der Wahrnehmung Ihrer Marke?
  • Wie erreichen Sie Gelegenheitskäufer effektiv im digitalen Raum?

Offenlegung: Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 

Beitrag: DrKPI Wissen: Wie mache ich Content Marketing in 2017 richtig

Lesenswert

Und zum Schluss noch das Video, worin Byron Sharp einige Binsenwarheiten aus dem Marketing in Frage stellt.

Übrigens

Den Deutschen Marketing Tag 2017 kann ich Euch schon heute empfehlen. Mehr infos zum #DMT17 gibt es hier.

Was ist der Einsatzzweck / purpose dieses Produktes - Influencer diskutiert mit Nutzern | Urheber: Rawpixel.com |auf Fotolia #101170662

In Kürze: Wie nutzt der Chief Marketing Officer im KMU Influencer Marketing?
Wie finden wir welche Art von Influencer für unser Produkt?
Welche 3 Stolpersteine sollten wir umgehen?
Das Video, Checkliste / Ratgeber und mehr im Blogeintrag.

Markenbotschafter, Beeinflusser, Markenführsprecher sind auch im Social Media Marketing gefragt. Doch inwieweit wir Influencer Marketing gut nutzen können ist für einen Chief Marketing Officer nicht immer ersichtlich.

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Markenstärke oder Brand Equity kann man sich laut David A. Aaker als kleinen Kommode oder Sekretär im Kopfe des Konsumenten vorstellen. Diese Kommode hat 3 Fächer:

  1. Wahrnehmung (Awareness) der Marke, d.h. kennen wir die Marke, auch vom Brand Buzz (d.h. haben die Leute schon was gehört über diesen Brand) abhängig.
  2. Assoziation und Glauben (Beliefs).
  3. Einstellung zur Marke (positiv, negative oder keine Meinung).

Für das Influencer Marketing bedeutet dies natürlich wie kann dies dem Unternehmen helfen die Wahrnehmung zu erhöhen? Auch interessiert wie dies den Glauben über die Marke wie auch die Einstellung des Konsumenten zum Brand verbessert.
Also hier geht es primär um Definition und ein besseres Verständnis.

Vom Facebook Like zum Sale: Think Again

Wir nutzen Social Networks vermehrt in der Werbung und die Tendenz ist steigend. Doch wir und auch andere Firmen (z.B. NZZ) haben mit Schrecken feststellen müssen, nur ca 4% der Instagram, Flickr und Facebook Followers/Fans, Likes sind Kunden.
Dazu kommt noch, dass es mich vielleicht 90 Euro kostet einen neuen Follower auf Facebook zu bekommen.
Dies anhand vom Beispiel unten von der NZZ Facebook Seite im September 2011. Damals war es noch ein wenig einfacher als heute. Will heissen, mit guten Inhalten konnte man organisch mehr Leute erreichen. Heute geht dies ohne Bezahlung an Facebook nicht mehr.

Der Overlap zwischen unseren Fans auf Facebook / Twitter, etc. und unseren Kunden ist nur 4% !

Der Overlap zwischen unseren Fans auf Facebook / Twitter, etc. und unseren Kunden ist nur 4% !


Influencer haben natürlich viele Abonnenten oder Followers auf einem YouTube, Instagram oder Snapchat Kanal. Doch bevor wir glauben, dass dies hilft die Verkäufe zu verbessern, würde sich eine Überprüfung dieser Annahme mit Hilfe von Kennzahlen empfehlen.
Ohne genau Zielsetzungen und messbaren wie auch steuerungsrelevanten Kennzahlen können wir hier böse Überraschungen erleben.
Aus diesem Grunde sollten wir für unser Influencer Marketing einige Dinge abklären, welche wir hier unten aufgeführt haben.

2. Was ist nun ein Influencer / Beeinflusser ?

Die obigen Ausführungen zeigen, dass wir vorab genau abklären müssen auf welchen Kanälen wir mit welchen Influencern zusammen arbeiten sollten.

Markenführsprecher / Brand Advocate

Das Sponsoring mit Hilfe von Persönlichkeiten im Sport, Film oder Fashion zu bewerkstelligen ist ein teures Unterfangen (siehe Forbes Ranking).
Trotzdem können diese Persönlichkeiten in einigen Fällen interessante Möglichkeiten bieten.
Interessante Lektüre: 2017 Trends: Richtige Auswahl der Markenbotschafter

Meinungsbildner

Weniger berühmte Persönlichkeiten, wie z.B. Freizeitsportler, Technik-Freaks oder Fachleute, bieten hier interessante Alternativen zu Sport- oder Filmstars. Hobbyisten können sehr interessant über deren Thema wie beispielsweise Technik, Fashion oder Marketing schreiben.
Sie bieten für viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gute Möglichkeiten, Markenbekanntheit wie auch das Markenimage und Produkt Renommee zu verbessern.

Führende Anwender oder Lead Users

In seinem Buch Sources of Innovation (1988) erklärt Eric von Hippel seine Idee wie man Lead Users nutzt um Produkte zu verbessern.
Lead Users spielen im Influencer Marketing eine wichtige Rolle. Sie beeinflussen ähnliche Nutzer in einer Industrie oder dem selben Geschäftsfeld.

3 Faktoren nicht vergessen

Wenn wir in unserem Marketing die Meinungsbildner einsetzen wollen, dann müssen wir die folgenden 3 Punkte diskutieren. Am Ende führt dies zu wichtigen Entscheidungen.

2.1  Das Produkt

CR7 Unterwäsche lässt sich sicherlich mit Hilfe von Cristiano Ronaldo promoten.
Hingegen ist ein Sporter für ein B2B Produkt weniger geeignet. Im Falle eines Schlafwagen oder des Couchette vom Nachtzug wird ein führender Anwender eher passen. Beispiel ist die ÖBB (Österreichische Bundesbahn).
Als führender Anbieter von Nachtzügen in der D-A-CH Region, hat die ÖBB Einfluss in dieser Branche. Da hilft das Re­nom­mee eines Fussballers nicht wirklich.

2.2  Die Zielgruppe

Konferenz Veranstalter vergessen oft, dass je nach Zielgruppe (z.B. CR7 Unterwäsche = junge Fussballer) andere Influencer eine Rolle spielen. Dabei sollten wir auch kulturelle Unterschiede nicht unterschätzen.
Ob da ein Bodybuilder mit seinen Fans als Influencer gelten kann? Sicher, seine vielen Fans verhelfen dem Bodybuilder zu Konferenz Auftritten
Doch sind dessen Fans oder seine Strategie von Content Martketing und Dialog auf Social Networks replizierbar für einen Finanzdienstleister?
Was genau kann ein KMU von einer solchen Präsentation mitnehmen? Wie kann er Ideen in seinem Influencer Marketing umsetzen?

Followers für einen Bodybuilder ... als Beispiel für gutes Influencer Marketing? Gut für die Selbstinszenierung, aber inwieweit nützt diese Fallstudie einem KMU im Maschinenbau?

Followers und Likes — Bodybuilder … gutes Beispiel für  Influencer Marketing? Selbstinszenierung puur, aber inwieweit nützen seine Erfahrungen einem KMUler im Maschinenbau?

2.3  Kanal finden

Bestimmte Kanäle funktionieren für bestimmte Nachrichten, Beiträge und Inhalte.
Christiano Ronaldo kann Fotos, welche ihn in seiner Unterwäsche z.B. in einem Schlafzimmer zeigen, gut auf vielen Plattformen platzieren. Interesse ist ihm gewiss.
Fotos von meinem Hund sind vielleicht besser auf Instagram oder Flickr aufgehoben als auf der Webseite der Firma.

Was bringt ein Instagram Post unserer Marke? Macht es unsere Marke bei der Zielgruppe bekannter? Hilft es das Image zu verbessern.

Was bringt ein Instagram Post unserer Marke? Macht es unsere Marke bei der Zielgruppe bekannter? Hilft es das Image zu verbessern?


Den obigen Tweet finden sie auf Twitter DrKPIcom

DrKPI Erklärungsvideo – Influencer Marketing – richtig angepackt

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Das Video zeigt uns ebenfalls, welche Stolpersteine wir umschiffen sollten, wenn es darum geht, die Erfolge des Influencer Marketing zu messen.
Video anschauen, es lohnt!

3.  Bevor wir unsere Influencer suchen

Nachdem wir das DrKPI Erklärungsvideo angeschaut haben, wissen wir besser, wie wir Influencer Marketing in unserem Business Kontext anwenden können.
Vielleicht nicht 100%?  Dann hilft diese Checkliste weiter.
[su_box title=”Tabelle 1: 3 Checkpoints welche wir auf der Reise zum erfolgreichen Influencer Marketing passieren müssen” box_color=”#86bac5″ title_color=”#ffffff” radius=”5″ width=”px 700″ ]

1.  Was ist meine primäre und sekundäre Kunden-/Zielgruppe?

Sind dies Fussballer über 40 Jahre alt?  Handelt es sich um ein Investitionsprodukt wie eine Fräsmaschine für ein Maschinenbauer oder einen Bohrer für den Heimhandwerker?
Beim Konsumprodukt kann die Zielgruppe tausende von Menschen umfassen. Bei einem Investitionsprojekt, wie z.B. einer Windkraftanlage, geht es vielleicht um knapp 1’000 oder weniger mögliche Entscheidungsträger in der D-A-CH Region.

2. Alleinstellungsmerkmale (oder Unique Selling Proposition USP) 

Was macht unser Produkt besser als dasjenige der Konkurrenz?
Anhand der Antworten müssen wir uns dann Fragen: Wie hilft uns Influencer Marketing diese Vorteile für die Zielgruppe noch verständlicher zu kommunizieren.

3. Verbessern der Wahrnehmung (Awareness), des Glauben (Beliefs) und der Einstellung zur Marke (Meinung)

Wie kann Influencer Marketing mir helfen diese Dinge – d.h. die Markenstärke oder Brand Equity – zu steigern?
Wenn wird diese Verbindung klar herstellen können, dann sind wir auf gutem Wege in Richtung Erfolg.
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Ihre Meinung?

Neben dem Verständnis was Influencer Marketing ist (see Video), braucht es auch eine Abklärung oder Diskussion der 3 Themen in der obigen Checkliste.
Source:  DrKPI Wissen: Was ist Influencer Marketing?
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre oder Deine Meinung:

  • Wie arbeiten Sie mit Markenbotschaftern?
  • Was für Beispiele haben Sie auf Lager von erfolgreichem Branding mit Hilfe der Markenbotschafterin?
  • Was wünschen Sie sich als Markenbotschafterin vom Sponsor (z.B. Unterstützung und Know-How)?

Offenlegung: Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 

Weitere interessante Ressourcen

Torino - Abendstimmung von der Piazza Gran Madre di Dio ueber die Bruecke Vittorio Emanuelle I auf die Piazza Vittorio Veneto

In Kürze: Ich war geschäftlich und privat in Turin, eine wunderschöne Stadt.
Hier beschreibe ich ein paar Dinge, die mir sehr gefallen haben :-).
Turin ist ein tolles Brand Buzz Beispiel für Städte und Firmen.

Von 1861-1865 war Turin die Hauptstadt von Italien.
Ein gutes Jahrhundert lang hat die Fabbrica Italiana Automobili Torino (FIAT, auf lateinisch “es werde”) die Stadt beherrscht. Doch seit den 1990er Jahren wurde ihre Bedeutung immer geringer..
Die Zahl der Einwohner von Turin ist von über einer Million auf ca. 900.000 gesunken.

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Fiat Chrysler Automobiles (FCA) ist immer noch ein wichtiger, industrieller Arbeitgeber in der Stadt.
Heute nimmt jedoch das Kulturgeschäft eine immer wichtigere Rolle ein. Das hat auch Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Fiat Chrysler Automobiles (FCA) am Corso Giovanni Agnelli.

Fiat Chrysler Automobiles (FCA) am Corso Giovanni Agnelli.


Daneben gibt es für einen Nordeuropäer immer wieder lustige Überraschungen in Sachen Verkehr. Ob Fussgänger oder Autofahrer, die Regeln werden äusserst flexibel und charmant interpretiert.
Wo kann man auf der Sicherheitslinie parkieren?  Auch nach über eine Stunde wird man hier noch nicht abgeschleppt (siehe Foto unten – 3 Autos)?  Schon mal in Wien oder Düsseldorf probiert?
Parkieren in mitten der Strasse auf der Sicherheitslinie? In Turin, kein Problem :-)

Parkieren auf der Sicherheitslinie? In Turin, kein Problem :-)


Doch der öffentliche Verkehr funktioniert auch in Turin bestens. Er bringt uns schnell und sicher an den gewünschten Ort (siehe Tipp 1 unten).
[su_box title=”Tabelle 1: 3 Tipps für Sparfüchse” box_color=”#86bac5″ title_color=”#ffffff” radius=”5″ width=”px 700″ ]

1.ÖV – Wochenkarte  Montag bis Sonntag für 12 Euro lösen

Super Deal: Gibt es nur bei der Fahrkarten-Maschine unten in jeder der Metro-Stationen. Keine der Verkaufsstellen in den Tabak- oder Zeitungsläden hat diese 7-Tage Wochenkarte im Angebot.
Da die Wochenkarte einfach aus Papier ist, brauchen wir die sonst obligate Chipkarte nicht. Somit entfallen auch die €5 zusätzlicher Kosten für die Chipkarte. Im Vergleich, eine 3-Tageskarte kostet €10.

2. Kostenlos: Fiat Centro Storico

Dieses Museum ist nur Sonntags von 11 – 19 Uhr geöffnet.  Der Eintritt ist kostenlos (siehe weiter unten). Der Besuch ist lohnenswert.
Gleich gegenüber dem Eingang zum Museum können wir dann auch das interessante Wohnprojekt 25 Verde von aussen anschauen (siehe Foto weiter unten).

3. Kostenlos: Wer braucht Standortmarketing, wenn er Turiner hat?

Die Menschen sind freundlich, hilfsbereit und wissen viele interessante Dinge zu erzählen.  Dies funktioniert auch, wenn man nur wenig Italienisch kann oder es auf Englisch versucht.
Mit uns Touristen oder Fremden haben sie dabei viel Geduld – auch im Bus. Im Gespräch erfährt man viel über die Stadt, Menschen, Geschichte usw.
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Immer schön die Augen offen halten, es gibt in Turin auch immer interessante Sachen oder Menschen zu sehen, garantiert :-).

Die Via Roma ist die längste Arkade in Turin. Vor allem wenn es regnet ist sie sehr stark frequentiert. Zum Einkaufen gibt es interessantere Läden in der Nähe. Doch bei Regen suchen auch Strassen-Unterhalter hier Schutz.

Die Via Roma ist ein der längeren Arkaden in Turin. Vor allem wenn es regnet ist sie sehr stark frequentiert. Zum Einkaufen gibt es die interessanteren Läden aber in den vielen Nebenstrassen.  Doch bei Regen suchen auch Strassen-Unterhalter hier Schutz.

Das Turiner Grabtuch: Ist es echt?

Das es ein Leintuch ist, daran hegen wir alle keinen Zweifel.

  • Doch wie alt ist es wirklich?
  • Ist es wirklich ein Grabtuch – Echtheit?

Da sind sich Theologen, Naturwissenschaftler und Historiker uneinig.
Der Faszination für das Leichentuch tut das jedoch keinen Abbruch.  Eines der neueren Bücher zum Thema ist: La Sindone: primo secolo dopo Cristo! (Das Grabtuch. Erstes Jahrhundert nach Christus!, Edizioni Segno, 425 Seiten, 2014, Originalpreis war 20 Euro)
Die Originalversion des Tuches können wir nicht anschauen. Diese ist unter Verschluss. Doch im Museum des Turiner Grabtuchs an der Via Sabn Dominico, 28 können wir interessante Informationen zum Thema finden.
Die Freiwilligen Helfer im Museum sind eine nicht zu unterschätzende Zugabe. Alle sehr liebenswürdig und hilfreich und mit vielen Informationen.

Das Museum des Turiner Grabtuchs beschreibt und erklärt das wohl berühmteste Leinentuch aller Zeiten.

Das Museum des Turiner Grabtuchs beschreibt und erklärt das wohl berühmteste Leinentuch aller Zeiten.

La Consolata, die Tröstende

Die einzigen Überreste der alten römischen Stadt findet man beim Palatinischen Tor.
Als 4. grösste Stadt Italiens hat auch Turin mehrere interessante Kirchen. Nicht der Dom ist das religiöse Zentrum der Stadt sondern das Marienheiligtum Santuario della Consolata, La Conslà. Links vor der Kirche haben wir uns die Überreste eines der Ecktürme der Stadtmauern aus römischer Zeit angeschaut.
Die Kirche is mit Dankesgaben, genannt ex voti, an die Muttergottes versehen. Ganze Wände in der Sakrestei sind mit Bildern behangen. Jedes dieser Bilder – naive Kunst – erzählt die Geschichte einer Person. Viele berichten über überstandene Krankheiten, Unfälle, usw. (Siehe auch de Morais, Marx 2015. 11 Orte in turin und im Piemont die man gesehen haben muss)

Votivgaben sind aufgrund eines Geluebdes als smbolisches Opfer insbesondere fuer die Rettung aus einer Notlage zu verstehen. Dies ist ein Beispiel vieler welce berichten von KZs, Bombardements im 1sten Weltkrieg, aus dem Leben der Partisanen oder verheerenden Schiffsunglücken.

Votivgaben sind aufgrund eines Gelübdes als symbolisches Opfer insbesondere für die Rettung aus einer Notlage zu verstehen. Dies ist ein Beispiel vieler welche berichten von KZs, Bombardements im Ersten Weltkrieg, aus dem Leben der Partisanen oder verheerenden Schiffsunglücken.


Dank dieser historischen Gebäuden wird es einem auch in Turin bei Regen nicht langweilig.
Urs E. Gattiker auf der Piazza della Consolata vor der Basilika Consolata in der Stadt Turin / Torino.

Urs E. Gattiker auf der Piazza della Consolata vor der Basilika Consolata in der Stadt Turin / Torino. PS: die lose sitzende Jeans wurde durch eine besser sitzende italienische ersetzt, siehe weiter unten.


Natürlich nutzt man die Freizeit und schaut sich auch das Museo Egizio (Ägyptisches Museum) an. Dieses ist nach dem in Kairo das zweitwichtigste Ägyptische Museum der Welt.
Die Nutzerfreundlichkeit (Usability) des elektronischen Führers den wir im Museum erhielten, lässt zu wünschen übrig.
Jedoch ist dessen Nützlichkeit (Usefulness) sehr gut. Er hat sehr wichtige und interessante Informationen in verschiedenen Sprachen anzubieten. Dies wussten wir sehr zu schätzen.
Erstaunlicherweise war die Beschriftung - obwohl gut gemacht - oft schwer zu lesen (weisse Schrift auf Glas). Doch das tut dem Museum keinen Abbruch, einfach Klasse.

Erstaunlicherweise war die Beschriftung – obwohl gut gemacht – oft schwer zu lesen (weisse Schrift auf Glas). Doch das tut dem Museum keinen Abbruch, einfach Klasse.


Die Beschriftungen im Museo Egizio sind in weiss auf Glas. Dies kann man des öfteren kaum lessen. Nur wenn der Text von einem Licht angeleuchtet wir ist es möglich. Wir haben mehrmals die Taschenlampe auf dem Handy genutzt um die sehr interessanten Angaben überhaupt lesen zu können.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie solche Anfänger Fehler in Sachen Usability (Nutzerfreundlichkeit) bei solchen grossen Projekten passieren können.
Da ist eine dunklere Schrift in grau / schwarz zu empfehlen oder aber alle Beschriftungen müssen beleuchtet sein. Das letztere ist wohl zu teuer und auch sonst nicht sehr praktikabel.

Jeder ist seines Glückes Schmied

Das politische Leben hat sich schon immer auf der Piazza San Carlo abgespielt.  Das erklärt auch sicherlich, warum sich hier unter den barocken Arkaden einige tolle Cafés befinden

Piazza San Carlo, hier spielte sich das politische Leben von Piemont ab. PS: das 1842 eröffnete Café San Carlo war das erste Lokal mit Gasbeleuchtung in Italien.

Piazza San Carlo, hier spielte sich das politische Leben von Piemont ab. PS: das 1842 eröffnete Café San Carlo war das erste Lokal mit Gasbeleuchtung in Italien.


Unter den Arkaden der Piazza San Carlo vor dem Café Torino befindet sich der “Toro rampante” (der aufgerichtete Stier). Das in 1930 eingelassene Bronzerelief lädt die Eingweihten dazu ein, sich ein wenig Glück zu “ertreten”.
Die Legende sagt, dass es Glück bringt, wenn man auf die Genitalien des Stiers tritt. Turiner Gastgeber tun dies eher zurückhaltend und planen die Schritte sodass es zum “ertreten” des Glückes problemlos reicht (siehe Foto unten).
Unter den Arkaden der Piazza San Carlo vor dem Café Torino befindet sich der "Toro rampante" (der aufgerichtete Stier), das Wahrzeichen der Stadt. Die Legende besagt, dass es glück bringt, wenn man auf die Genitalien des Stiers tritt, so wie es die Turiner tun, damit ihnen das Glück hold ist.

Unter den Arkaden der Piazza San Carlo vor dem Café Torino befindet sich der “Toro rampante” (der aufgerichtete Stier), das Wahrzeichen der Stadt. Die Legende besagt, dass es Glück bringt, wenn man auf die Genitalien des Stiers tritt, so wie es die Turiner tun, damit ihnen das Glück hold ist.


In Turin habe Glücksbringer seit jeher Konjunktur – siehe das Foto unten mit dem “goldenen” Finger des Kolumbus. Diesen sollten wir ebenfalls reiben, damit wir mehr Glück haben werden.
In Turin hat es Tradition, den "goldenen" Finger des Kolumbus zu reiben denn dies soll einem Glück bringen. Diesen findet man unter den Arkaden an der Piazza Castella.

In Turin hat es Tradition, den “goldenen” Finger des Kolumbus zu reiben denn dies soll einem Glück bringen. Diesen findet man unter den Arkaden an der Piazza Castello.


Nach dem Reiben des goldenen Finger des Kolumbus begaben wir uns dann noch zum Tor vom Palazzo Reale.
Genau in der Mitte vom Toor ist der Scheitelpunkt des Dreiecks zwischen Turin, Prag und Lyon. Es gilt als Zentrum positiver Kräfte. Ein weiterer Ort in Turin den die Turiner nützen können, um deren Glück zu beeinflussen.

Architektur

Auch die Architektur in Turin ist bemerkenswert. Wo immer man hingeht sieht man einen interessanten Palazzo. Vielleicht aber auch ein historisches Gebäude.
Manchmal entdeckt man Dinge in Turin mit etwas Zufall. Zum Beispiel wir fuhren an der “Scheibe Polenta” vorbei (siehe Foto unten) in der Strassenbahn. Wir sind danach später nochmals hingegangen und haben uns diese Sehenswürdigkeit genauer angeschaut.

Casa Scaccabarozzi vom Architekten Alessandro Antonelli am Corso San Maurizio. Im schmalen Haus - wird von links nach rechts immer schmaler - von 4,35m bis 54 Zentimeter - war es ein Problem, die Einrichtung in die Apartments zu bekommen. Lösung = ein auf das Dach montierter Flaschenzug.

Casa Scaccabarozzi vom Architekten Alessandro Antonelli am Corso San Maurizio. Im schmalen Haus – wird von links nach rechts immer enger, d.h. von 4,35m bis ganz rechts wo der Bau nur noch 54 Zentimeter breit ist. Somit war es ein Problem, die Einrichtung in die Apartments zu bekommen. Lösung = ein auf das Dach montierter Flaschenzug.


Die Casa Scaccabarozzi – die Scheibe Polenta (siehe oben) wurde vom Architekten Alessandro Antonelli gebaut. Es befindet sich an der Ecke des Corso San Maurizio und der Via Giulia di Barolo.
2014 wurde das Gebäude vom Gallerist Franco Noero  in einer Zwangsversteigerung gekauft (das Haus ist nicht öffentlich zugänglich).
Weil der Architekt Allessandro Antonelli das Nachbar Grundstück nicht erhalten konnte, errichtete er die fetta di polenta. Die rechte Seite ist 54 cm breit und dort brachte er die Versorgungsleistungen und Etagenbäder unter.

Weil der Architekt Allessandro Antonelli das Nachbar Grundstück nicht erhalten konnte, errichtete er die fetta di polenta. Die rechte Seite ist 54 cm breit. Auf dieser Seite (Spitze des Dreiecks) brachte er die Versorgungsleistungen und Etagenbäder unter.


Der Bau ist triangular, d.h. vorne 4,35m breit und hinten (siehe oben) nur noch 54 cm breit. Wie das Bad aussieht, im Gebäude kann man hier im Video sehen.
Im Palazzo hat jeder Stock nur einen Raum. Wie es innen aussieht kann man hier im YouTube Video anschauen.

Shopping und Armut

Auch in Turin wie an vielen anderen Orten ist die Armut allgegenwärtig. Man muss da nur ein wenig genauer hingucken.

Die Konsumenten bummeln und flanieren unter den Arkaden auf der Via Po - Richtung Piazza Vittorio Veneto - während der Mann jeden Tag an der gleichen Stelle bettelt.

Die Konsumenten bummeln und flanieren unter den Arkaden auf der Via Po – Richtung Piazza Vittorio Veneto – während der Mann jeden Tag an der gleichen Stelle bettelt.


Die Menschen in Turin sind sehr gut angezogen. Egal ob teuer oder nicht, der persönliche Stil mit Flair kommt fast immer durch.
Die Dinge sitzen und passen gut.
In turin finden wir tolle Läden an ungewohnten Orten. Manchmal sind die Lokale winzig und haben trotzdem eine interessante und breit gefächerte Kollektion  (siehe unten).
1 Beispiel ist die Boutique Petit Bonheur in der Via Principe Amadeo - mag ausschauen wie ne Rumpelkammer aber ist voll von Trouveilles - schöne Dinge zum fairen Preis.

1 Beispiel ist die Boutique Petit Bonheur in der Via Principe Amadeo – mag ausschauen wie ne Rumpelkammer aber ist voll von Trouveilles – schöne Dinge zum fairen Preis.


Tolles Einkaufen gibt es überall.  Auch ich habe mir einige Hemden, Hose, usw zugelegt.
Die oben getragene Jeans (Foto mit mir im Regen in Turin) habe ich z.B. durch eine besser sitzende, in Italien hergestellte, ersetzt.
Die besser sitzenden Hosen, Hemden und Jacke welche in Turin eingekauft wurden, habe ich gleich zur Arbeit angezogen. Man fühlt sich wohler oder besser :-) ?

Café in Turin:  Gutes Essen ist die Norm

Essen in Italien ist immer ein Erlebnis.  Aber die meisten Firmen – ausser der Hauptsitz eines Konzern  – haben keine eigene Cafeteria. Also besucht man in der Nachbarschaft ein kleines Restaurant.
Deshalb schliessen auch einige Läden im Zentrum der Stadt über Mittag die Tore. Das gilbt auch für einen Telekom Anbieter wie Vodafone und seine Läden in Turin. Aber auch viele Boutiquen oder Juweliere schliessen für 90 Minuten oder länger.
Fast immer werden beim Mittagstisch 2 Gänge angeboten (siehe unten die Foto). Wasser, manchmal Wein oder am Ende Kaffee sind dabei inklusive. Je nachdem ob wir 1 oder 2 Gänge wollt, enit oder ohne Kaffee, usw. kostet dies ca. €7 – €12.
Oft würde der 1. Gang mit Nudeln, Spaghetti oder Risotto vollständig reichen, um den Hunger zu stillen.
Beim Mittagessen und abschliessenden Kaffee ist Zeit für einen gemütlichen Schwatz mit Arbeitskollegen. Turiner haben uns Zürcher hier was vor. Zeit zum Lernen.

Cafe Makarony: Ein Beispiel wo die Torinesi zum Mittagstisch gehen wenn sogar die Läden der Konzerne wie Vodafone von 13:00 Uhr bis 14:30 Uhr schliessen. Das Menu ist preiswert, schmeckt ausgezeichnet und wird mit Flair und Charme serviert.

Cafe Makarony: Ein Beispiel wo die Torinesi zum Mittagstisch gehen wenn sogar die Läden der Konzerne wie Vodafone von 13:00 Uhr bis 14:30 Uhr schliessen. Das Menu ist preiswert, schmeckt ausgezeichnet und wird mit Flair und Charme serviert.


Bar Café Makarony, Via S. Paola 35, 10141 Torino ist z.B. eines dieser vielen möglichen Orte. Wir assen dort sehr gut.
Wie unten in Tipp 2 erwähnt, wenn die Eigentümer vor Ort sind und ihre Arbeit lieben, dann wirkt sich dies unweigerlich positiv auf den Service und das Kundenerlebnis aus.

Fiat Centro Storico

In Turin gibt es 2 Museen die sich mit dem Thema Auto beschäftigen. Da haben wir einmal das Museo Nazionale dell’Automobile, welches von Carlo Biscaretti di Ruffia gegründet wurde. Die Sammlung beinhaltet rund 200 Autos.
Sicherlich ist das Automobilmuseum eines der wichtigsten zum Thema Autos. Dennoch ist die im Jugenstilgebäude untergebrachte  Fiat-Werkssammlung  ein Highlight. Aber viele Turiner wissen nicht von der Existenz dieses Trouveille oder haben es noch nicht selber besucht. Das kommt zum Vorschein, wenn man etwa 400 Meter vom Museum weg ist und weitere Passanten nach Auskunft Zwecks Weges fragt. Die Werksammlung von FIAT ist nicht bekannt.
Neben Flugzeugen, Schiffen und den ersten Traktoren ist im FIAT Centro Storico auch der “Mefistofele” zu Hause. Der Konstrukteur und Fahrer dieses mit 234.98 km/h den Landgeschwindigkeitsrekord brechende Mefistofele war der Brite Ernest Eldridge.

Der Mefistofele - der Teufel von einem Auto - wurde von Sir Ernest Eldridge entworfen. Er baute diesen mit Hilfe eines Chassis von einem 1904 Fiat SB4. Auf einer gesperrten öffentlichen Strasse stellte Eldrigdge am 12. Juli 1924 mit dem Mefistofele mit 234.98 km/h den Landgeschwindigkeitsrekord auf.

Der Mefistofele – der Teufel von einem Auto – wurde von Sir Ernest Eldridge entworfen. Er baute diesen mit Hilfe eines Chassis von einem 1904 Fiat SB4. Auf einer gesperrten öffentlichen Strasse stellte Eldrigde am 12. Juli 1924 mit dem Mefistofele mit 234.98 km/h den Landgeschwindigkeitsrekord auf.

Den YouTube Video Kanal des Centro Storico FIAT mit alten Werbefilmen, Dokus, usw. einsehen.

Das Auto wie oben abgelichtet basiert auf einem havarierten Fiat SB 4 welche Eldridge nutzte um den Mefistofele zu bauen.
Gleich schräg gegenüber vom Eingang / Ausgang des FIAT Centro Storico finden wir ein Gebäude welches etwas unüblich aussieht (siehe Foto hier) – 25 Verde.

Gleich neben dem FIAT Centro Storico findet man das Wohnprojekt 25 Verde - Urban gardening reloaded - welches von aussen zu besichtigen ist.

Gleich neben dem FIAT Centro Storico findet man das Wohnprojekt 25 Verde – Urban gardening reloaded – welches von aussen zu besichtigen ist.


Am Boden hat das Projekt genannt “25 Verde” Bäche. Mit Hilfe von transparenten Wänden wird ein Mikroklima geschaffen.
Die Bäumen nachempfundene Stahlkonstruktion bietet 63 Wohnungen Platz. Die Terrassen der einzelnen Wohnungen sind zum Teil fast so gross wie die Wohnung selber.
Kühl im Sommer und mit viel Licht im Winter.

3 Marketing Tipps: Museo Egizio, FIAT, Turin…

Auf der Suche nach Fiat haben wir einige Dinge lernen können. Da kam auch das Marketing nicht zu kurz.
[su_box title=”Tabelle 2: 3 Tipps für den Marketing Erfolg” box_color=”#86bac5″ title_color=”#ffffff” radius=”5″ width=”px 700″ ]
Unserem Marketing-Auge sind 3 Dinge in Turin speziell aufgefallen, die für alle Marketer unter Ihnen von Interesse sein dürften.

1.  Werbung 2017: Je mehr sich die Dinge ändern, um so mehr bleiben sie sich gleich

Cesare de Seta fand schon 1957, dass Werbung ein Martinshorn ist. Dabei wirken gut komponierte und intonierte Melodien (d.h. die Werbung) positiv auf Konsumenten. Diese empfinden die gut gemachte Werbung anziehend und als Navigationshilfe im Meer der Konsumwirtschaft.
Eine faszinierende Herausforderung. Mit ein wenig Wagemut schafft es die Werbung, mit dem gewissen Etwas, unsere Phantasie zu beflügeln, empfiehlt neue Lifestyles und neue Verhaltensformen (siehe Fiat Werbevideo unten).
Mir scheint heute ist dies nicht anders.

Schon 1957 war Cesare de Seta klar was Advertising / Werbung erreichen konnte und was nicht. Er hat dabei die FIAT Werbung zu dieser Zeit mit seinen Ideen und Arbeit stark beeinflusst.

Schon 1957 war Cesare de Seta klar was Advertising / Werbung erreichen konnte und was nicht. Er hat dabei die FIAT Werbung zu dieser Zeit mit seinen Ideen und Arbeit stark beeinflusst.


Der Fiat 500 – siehe das Video hier.

2.  Überzeugt sein von einer Idee, einem Produkt oder Museum macht vieles möglich

Turin hat mich wieder einmal gelehrt, dass die persönliche Motivation und Dinge aus Überzeugung tun das Endresultat signifikant verbessert.
Dabei sind die freiwilligen Helfer in Kirchen, Museen, usw. ein Paradebeispiel. Gute Laune, motiviert…
Die Verkäufer welche schon um 11-Uhr oder um 16-Uhr sich mehr aufeinander fokussieren – d.h. schwatzen – oder auf dem Smartphone mit Freunden chatten, sind leider nicht gut für das Geschäft.
Im kleinen Laden mit Eigentümern vor Ort spielt sich dabei der Ladenbesuch von Anfang bis Ende ganz anders ab.
Das heisst, man wird beim Eintreten freundlich begrüsst. Die Fachkraft ist sofort zur Stelle, wenn man Hilfe will oder eine Frage hat. Ansonsten wird man alleine gelassen und nicht bedrängt.
Nebenbei sind die VerkäuferInnen auch noch Stilberater. Zum Beispiel, als ich darauf aufmerksam gemacht wurde, dass die von mir 2 ausgesuchten Farben nicht die richtigen waren – passten wie die Faust aufs Auge.
Das bedeutete in meinem Falle, dass der Laden ein Kleidungsstück weniger verkauft hat. Dafür hat der Laden aber an mir einen sehr zufriedener Kunden bekommen. Beim nächsten Besuch werde ich sicherlich wieder dort einkaufen.

3.  Word of Mouth Marketing: Warmwasser Heizung steigt aus, doch der Gesamteindruck ist entscheidend

Unsere Herberge Foresteria degli Artisti war exzellent.  Am letzten Morgen gab es jedoch nur kaltes Wasser.
Aber auch wenn solche kleineren Dinge mal nicht funktionieren, für eine Weiterempfehlung oder Word of Mouth Marketing ist der Gesamteindruck entschieden. Der war wiederum exzellent!

Foresteria degli Artisti: Auch wenn am letzten Morgen der Warmwasser Durchlauferhitzer nicht funktioniert, der Gesamteindruck ist trotzdem sehr gut bis ausgezeichnet !

Foresteria degli Artisti: Auch wenn am letzten Morgen der Warmwasser Durchlauferhitzer nicht funktioniert, der Gesamteindruck ist trotzdem ausgezeichnet ! Empfehlenswert.


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Was empfehlen Sie?

Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Was hat Ihnen beim letzten Städteausflug – egal wohin – wirklich gut gefallen?
  • Wann empfehlen Sie einen Laden, Brand, Boutique weiter, wenn überhaupt?
  • Was gefällt Ihnen an Italien besonders?

Weitere Information zu Turin

Hier noch einige Informationen die von Interesse sein könnten:

Essen

Shopping

Generell über die Stadt – ÖV

Sehenswürdigkeiten

Italien

Den Maserati im Hinterhof vor unserer Haustür parkiert.

Den Maserati im Hinterhof vor unserer Haustür parkiert.


Offenlegung: Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. Alle Kosten wie z.B. Reise, Hotel, usw. hat er selbst übernommen.

Blogger sind oft sehr erfolgreiche Markenbotschafter | Urheber: Rawpixel.com |auf Fotolia #109012401

In Kürze: Brand Image und Markenreputation sind wichtig.
Der Ratgeber mit Checkliste zeigt wie wir Markenbotschafter auswählen, deren Image zum Brand passt.

Markenbotschafter, auch als Brand Ambassadors oder Brand Advocates bezeichnet, nehmen im heutigen Empfehlungsmarketing eine immer wichtigere Rolle ein.

♥ Neugierig? Machen Sie es wie unsere 1,000 Abonnenten, tragen Sie Ihre eMail hier ein and lesen Sie weiter!

Wir erklären hier wohin die Reise mit Markenbotschaftern in 2017 gehen wird.

1.  Was sind Markenbotschafter?

Oft werden Brand, Image und Reputation verwechselt oder aber unscharf getrennt. Aus diesem Grunde sind sie hier kurz definiert. Dies hilft uns das Digital Marketing zu optimieren.

Was ist eine Brand / Marke?

Das Wort Brand / Marke entstand vor vielen Jahren. Ranchers markierten neugeborene Kälber mit dem Logo der Ranch. Das eingebrannte Logo half den Ranchern, die eigenen Tiere erkennen zu können. Diese Methode wird noch heute angewandt.
Pepsi Cola mag sich im Geschmack nicht stark von Coca Cola unterscheiden. Doch die Logos oder das Markenzeichen / Trademark und das Design der Flasche sind unterschiedlich.
Ein Logo oder Markenzeichen hilft dem Kunden die Produkte im Regal zu unterscheiden.

Was ist ein Image?

Image sagt etwas aus über die Qualitäten der Firma und deren Produkte.
Image ist primär ein Resultat der Werbung (z.B. #DrKPI – Wissen was Sinn macht, #Nike – Just do It).

Was ist eine Reputation?

Laut Jef Bezos ist Reputation die eine Seite einer Münze. Die andere Seite ist das Image.
Reputation basiert oft auf persönlicher Erfahrung. Im e-Commerce ist ein Beispiel wie die Reputation der Firma sich entwickelt das Zurücksenden der bestellten Ware. Ist es einfach?
Reputation kann sehr rasch durch einen Fehler beschädigt werden. Zum Beispiel, wenn ein falsches Produkt geliefert wird, oder aber eine Produktfehler zeigt sich kurz nach dem Kauf.

Was ist ein Markenbotschafter?

Ein Brand Advocate / Markenbotschafter ist ein loyaler und treuer Fan der Marke. Sie identifiziert sich mit dem Produkt und hat sich emotional daran gebunden.
Ein Beispiel für einen Brand Advocate ist der Läufer welcher unsere Schuhe – verschiedene Typen – schon seit Jahren beim Joggen nutzt. Im Idealfall bloggt er oder sie darüber, postet Fotos, usw.
PS. Ein Influencer ist eine Person mit kleinerem oder grösserem Meinungsbildner Status. Sie beeinflusst andere Personen in deren Meinung über ein Produkt oder eine Marke. Doch deren Meinung kann sich ändern, d.h. Influencer Marketing ist vergänglich.
Erfolg eines Markenbotschafters als Brand Advocate hängt stark davon ab, inwieweit das Image des Produktes kongruent ist mit demjenigen des Markenbotschafters. Hier lohnt sich eine Abklärung, bevor wir eine Kollaboration eingehen. 3 Dinge wie wir beachten sollten sind unten aufgelistet.
[su_box title=”Tabelle 1: 3 Tipps” box_color=”#86bac5″ title_color=”#ffffff” radius=”5″ width=”px 700″ ]
Bevor wir uns intensiver mit dem Thema Markenbotschafter beschäftigen, müssen wir 3 Fragen abklären.

1.  Passt der Markenbotschafter zum Produkt?

Weil Mercedes-Benz den Reitsport unterstützt macht es sicherlich Sinn, eine Reiterin als Markenbotschafterin einzustellen.

2. Wie kann die Markenbotschafterin unsere Produktmarke stärken?

Je nach Kanal (z.B. Fernsehen oder Print), können dies unterschiedliche Personen sein.
Für das digitale Marketing empfiehlt es sich vermehrt auf Content Marketing zu setzen.
Hier empfiehlt sich die Auswahl von Bloggern mit deren Hilfe das Content Marketing gestärkt werden kann. Dies geschieht im Blog, bei Anlässen, usw.

3. Wieviele Markenbotschafter brauchen wir?

Das hängt sicherlich vom Budget ab. Doch in vielen Fällen kann man im Ländermarketing mit 2 bis 5 Blogger schon viel erreichen.
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Auch wenn man den richtigen Markenbotschafter gefunden hat, heisst dies jedoch noch nicht, das sich ein Print Kampagne lohnt (vergleiche 2014 Kampagne mit Hashtag #SagEsDerSchweiz: Was bewegen 480 Inserate).

2016-09-01 Tages-Anzeiger Seite 14 - 1 der 2013 Gewinner, das kann nur ein Inserat - Wettewerb veranstaltet vom Verband Schweizer Medien - Kampagne «Steht mir das?» von Julia Bochanneck und Jan Kempter, Scholz & Friends Zürich PS. die Webseite www.Das-kann-nur-ein-inserat.ch funktioniert nicht obwohl im 2016 gedruckten Inserat aufgeführt. Verbessert dies das Image der Print Werbung?

2016-09-01 Tages-Anzeiger Seite 14 – 1 der 2013 Gewinner, das kann nur ein Inserat – Wettbewerb veranstaltet vom Verband Schweizer Medien – Kampagne «Steht mir das?» von Julia Bochanneck und Jan Kempter, Scholz & Friends Zürich PS. die Webseite www.Das-kann-nur-ein-inserat.ch funktioniert nicht, obwohl im 2016 gedruckten Inserat aufgeführt. Verbessert dies das Image der Print Werbung?


Charles Vögele versuchte es mit dem “männlichen Markenbotschafter” Till Schweiger. Ebenfalls wurden die Geschwister Penélope und Mónica Cruz  zu Markenbotschaftern ernannt. Dies verhinderte aber nicht das am 19.6.2016 bekannt wurde, das Vögele vom Konkurrenten Oviesse (OVS – Italien) übernommen werden soll.
Bernhard Russi wirkt seit 1979 als Markenbotschafter von Subaru Schweiz. Sein Image erscheint mir als ein guter Fit mit demjenigen des Autoherstellers, d.h. sicher, vertrauenswürdig und bodenständig.  Die Cruz Schwestern oder Till Schweiger schein einen weniger guten Fit für Charles Vögele zu sein.

2. Welche Risiken müssen wir beachten?

Wenn wir versuchen einen Markenbotschafter auszuwählen für unser Produkt, dann gilt es 3 Risiken schon am Anfang in das Auswahlverfahren einfliessen zu lassen.

[su_box title=”Tabelle 2: 3 Risiken” box_color=”#86bac5″ title_color=”#ffffff” radius=”5″ width=”px 700″ ]

Risiko 1. Können wir eine längerfristige Zusammenarbeit aufbauen?

Einige wenige Blogger halten es knapp 2 bis 3 Jahre aus. Manchmal verschwindet ein Blogger plötzlich von der Bildfläche und sein Blog ist verwaist.

Risiko 2. Ist der Markenbotschafter wirklich geeignet für unser Produkt?

Als Marken Manager will ich Kennzahlen. Diese müssen es mir ermöglichen, besser zu verstehen, warum diese Bloggerin als Markenbotschafterin eine gute Wahl wäre für unsere Linie von Bijouterie oder Kosmetik Produkten.
Nein, 1.5 Mio Followers auf irgend einer Plattform sind kein sachliches Kriterium um einen Markenbotschafter auszuwählen.

Risiko 3. Inwieweit sind wir bereit in den Markenbotschafter zu investieren?

Wir die Markenbotschafterin an unseren eigen oder auch von Drittparteien organisierten Events auftreten? Produziert Sie Inhalte für unsere Webseite sowie ihren eigenen Blog? Wird sie Interviews geben?
Um dieses Risiko zu managen braucht es ein Budget.
PS. Das Image der Marke oder des Markenbotschafter hat Auswirkungen auf die Marke. Umgekehrt ist der Einfluss der Marke auf das Image eher klein.
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Markenbotschafter-fuer St-Moritz-werden, Bedingung-ist-2-x- am Stammtisch-teilnehmen-und-Markenpunktanalyse-machen und schon ist man dabei.

Markenbotschafter-fuer St-Moritz-werden, Bedingung-ist-2-x- am Stammtisch-teilnehmen-und-Markenpunktanalyse-machen und schon ist man dabei.


4 neue Markenbotschafter Engadin St. Moritz ausgezeichnet

Wie selektionieren wir Markenbotschafter?

Der Ansatz von St. Moritz um Markenbotschafter aus der Region zu finden ist sehr interessant. Wenn es wirklich gut funktioniert, tragen die Einheimischen die Marke in die Welt hinaus. Sie sind nicht nur authentisch aber auch langfristig ein Fan ihrer eigenen Region.
Seit mehr als 10 Jahren helfe ich einigen Unternehmen Personen als Markenbotschafter (Vollzeit und als freie Mitarbeiter) zu gewinnen. Aus dieser Arbeit ist dann die DrKPI Brand Touchpoint Management Methodik und Analyse entstanden. Dieses Verfahren nutzt steuerungsrelevante Kennzahlen. Dabei analysieren wir mit dem Kunden, inwiefern sich dank Markenbotschaftern Synergien ergeben, welche die Markenstärke verbessern.
Hier eine Checkliste welche wir dieses Jahr mit einem Brand nutzten um 2 Markenbotschafter in einem deutschsprachigen Land zu rektutieren.

[su_box title=”Tabelle 3: Ratgeber und Checkliste – Markenbotschafter Assessment” box_color=”#86bac5″ title_color=”#ffffff” radius=”5″ width=”px 700″ ]

1. Um welche Art von Produkt handelt es sich (Kosmetik, Kaffee, Luxus Produkt, etc.)?
2. Welches Image will die Marke projektieren (z.B. Luxus, Freizeit, Abenteuer oder Erfolg)?
3.  Wie stellt sich das Unternehmen die Zusammenarbeit vor (Blogger kommt an Events, macht Tests und publiziert die Resultate, usw.)?
4. Zusammenstellen einer möglichen Gruppe von Bloggern die als Markenbotschafter in Frage kommen (z.B. nach Produkt, Thema des Blog, Land, Alter des Blogger, usw.).
5. Diskussion der Liste möglicher Markenbotschafterinnen mit dem Kunden.
6. Ansprache der Blogger von uns Zwecks Zusammenarbeit. Ist dies genau abgeklärt? Ist das Interesse da?
Falls die Zusammenarbeit stattfindet, erhält auch die Bloggerin Service Leistungen von uns um das Content Marketing zu optimieren.
7. Wurden die steuerungsrelevanten Kennzahlen oder KPIs zusammen mit dem Blogger festgelegt (z.B. wieviel Dialog ist genug?)?
8. Wie verläuft die Trendlinie für den Markenbotschafter was Leser Engagement betrifft im Vergleich zur Konkurrenz?
9. Anhand von Kennzahlen, wie kann die Leser Resonanz und das Leser Engagement mit von der Markenbotschafterin produziertem Content erhöht werden?
10. Wie vergleicht sich der Blog mit anderen und inwieweit hat sich dank der Punkte 8 und 9 das BlogRanking für den Blogger verbessert?
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Die obigen Arbeiten haben sicherlich auch zum Ziele, dass der Blogger seine Inhalte für sein Zielpublikum noch verbessern kann.
Dies tut er oder sie mit Hilfe von Kennzahlen. Die erhöhte Bekanntheit der Bloggerin hilft wiederum auch der Bekanntheit der Marke.

Ihre Meinung?

Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre oder Deine Meinung:

  • Wie arbeiten Sie mit Markenbotschaftern?
  • Was für Beispiele haben Sie auf Lager von erfolgreichem Branding mit Hilfe der Markenbotschafterin?
  • Was wünschen Sie sich als Markenbotschafterin vom Sponsor (z.B. Unterstützung und Know-How)?

Offenlegung: Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 

2 Trends2Watch für 2017

1. Auswahl von Brand Advocates mit Methode ist Pflicht: Die Auswahl muss sorgfältig gemacht werden. Das Bauchgefühl bleibt aussen vor.
2. Kontinuität ist wichtig: Blogger sind hier sehr geeignet. Aber es braucht eine langfristige Beziehung. Diese erlaubt es der Bloggerin bei Lesern glaubwürdig und authentisch rüber zu kommen. Die einmalige Aktion ist hier zu kurzfristig.

Optimisieren Sie für 2017 Ihre Zusammenarbeit mit Markenbotschaftern, nutzen Sie den DrKPI Brand Advocate Optimiser