Was sind die beliebtesten Hashtags oder diejenigen mit der grössten Reichweite?

In diesem Beitrag erhalten Sie Antworten auf diese Frage und auch auf weitere:

  • Wie finden wir für uns effektive Marken-Hashtags?
  • Was ist die Best Practice beim Hashtag-Einsatz?
  • Gibt es wichtige Unterschiede beim Nutzen von Hashtags auf Instagram, LinkedIn oder anderen Community-Pages?

Weitere Informationen und Checklisten zu Social-Media-Marketing, digitalem Marketing wie auch zu Content-Marketing finden Sie hier:

Optimales Social-Media-Marketing mit Hashtags

Um die für uns besten Hashtags nutzen zu können, müssen wir zwischen Marken-Hashtags und Community-Hashtags unterscheiden. Hier die Definition:

  1. Was ist ein Marken-Hashtag (Branded Hashtag)? Die Definition besagt, dass ein Branded Hashtag einzigartig ist und für ein einzelnes Unternehmen oder eine definierte Marke steht. Also Firmennamen wie #Nike oder #drkpi, oder Firmenslogans wie #JustDoIt.
    Ebenfalls lohnen sich Kombinationen zwischen Firmenname und Produkt oder Slogan wie z.B. #KitKatBreak oder auch von uns #drkpiPageTracker.
    Einen speziellen Hashtag für eine Kampagne zu erstellen, lohnt sich jedoch nur für einen Konzern mit grossem Marketing-Budget und kaum für ein KMU.
    Für letztere lohnt es sich, die Marken-Hashtags so zu formulieren, dass sie langfristig genutzt werden können. Auch Coca Cola, Nike und andere Konzerne nutzen deren Branded Hashtags langfristig, wenn sie die Brands weiter verkaufen und bewerben wollen.
  2. Was ist ein Community-Hashtag? Diese widmen sich speziellen Themen wie z.B. #ContentMarketing, #Bodensee und #Konstanz. Wenn Sie jedoch auf LinkedIn einen der 20 Top Hashtags nutzen, besteht die Gefahr, dass Ihr Posting in der Masse untergeht (siehe top 22 LinkedIn Hashtags und auch im Bild unten).
    Beispiele sind #Marketing oder #cybersecurity. Es gilt also Popularität mit Relevanz und der jweiligen Nische abzuwägen.
Die beliebtesten Hashtags mit der groessten Reichweite sind oft nicht die besten Hashtags für optimale Resultate.
Die beliebtesten Hashtags mit der grössten Reichweite sind oft nicht die besten Hashtags für optimale Resultate.

Wir müssen also Hashtags finden, welche unsere Kunden hoffentlich bei der Suche nach Produkten oder Inhalten auch (er)kennen und nutzen.

Wenn die Kundin unseren Markenhashtag nutzt, haben wir den Kampf um ihre Aufmerksamkeit für unsere Marke schon fast gewonnen.

Warum? Sie kennt uns. Dies ist oft die grösste Herausforderung für KMUs oder auch Konzerne (z.B. als toller Ausbildungsbetrieb). Nur wenn der Kunde oder die Kundin unsere Produkte oder Dienstleistungen kennen, wird er oder sie uns auch für einen Kauf oder Auftrag oder Lehrstelle berücksichtigen.

Ein allgemeiner Community-Hashtag wie #DigitalMarketing oder #ContentMarketing hilft dabei, Leute zu erreichen, die unsere Firma nicht kennen. Ebenfalls kann ein geographischer Zusatz bei einer Veranstaltung wie #Matterhorn oder #Bodensee helfen, die Leute in der Region anzusprechen. Zusätzlich helfen Marken-Hashtags wie z.B. im Tweet für diesen Post:

Was sind die besten #Hashtags für die grösste Reichweite im #ContentMarketing?
#drkpi zeigt mit 14 Tipps, wie Sie die beliebtesten Hashtags optimal nutzen:
==> https://drkpi.com/?p=18197
#drkpiPageTracker Checkliste downloaden
#DigitalMarketing

Im obigen Tweet, welcher natürlich für Facebook oder LinkedIn mehr Text braucht, werden sowohl Community-Hashtags, #ContentMarketing und #DigitalMarketing genutzt, als auch Branded Hashtags, #drkpiPageTracker.

Entscheidend ist, dass Sie die für Ihr Unternehmen relevanten 3-5 Community-Tags regelmässig nutzen. Eine Best Practice muss auch für die Branded Hashtags angewendet werden. Nur dann können Sie gute Resultate erzielen.

PS. Die Schreibweise #drkpiPageTracker oder #drkpipagetracker macht keinen Unterschied. Die erste Version ist einfacher zum Lesen, aber beide werden in organischen Suchresultaten zum Hashtag gelistet.

KPIs für Hashtags: Welche Metrics machen für Brandmarketing Sinn

Die Problematik ist oft, dass die ausgewählten Hashtags nicht konsequent genutzt werden. Wir haben #drkpi und #drkpiPageTracker für unser Brandmarketing ausgewählt und diese versuchen wir konsequent und regelmässig im Web zu nutzen.

Auch bei Hashtags und den KPIs gilt es zu berücksichtigen, dass sich jede Plattform ein wenig anders verhält. Auf LinkedIn gilt es beispielsweise, Folgendes zu berücksichtigen:

📌 3 Hashtags sind nicht mehr das Maximum, das man nicht überschreiten sollte. Bis zu 10 Hashtags haben keinen negativen Einfluss mehr auf die Views für einen Post.
📌 Wenn Sie keinen Hashtag in Ihren Beitrag einfügen, senkt LinkedIn Ihre organische Reichweite um 40%. Dabei ist das Engagement der ersten Gruppe von Personen, die Ihr Status-Update sehen, sehr wichtig!
📌 Die Position der Hashtags hat keinen Einfluss auf die Resultate, d.h. wieviele Leute es z.B. im Status Update sehen. Verwenden Sie diese in Ihrem Text (Achtung, Lesefluss!) oder unter dem Eintrag als Zusatz.
📌 Fügen Sie relevante Community-Hashtags wie #ContentMarketing mit vielen Followers ein, wird Ihr Beitrag durch LinkedIn aufgewertet.

Die obigen Regeln mögen für den LinkedIn-Algorithmus ideal sein. Genaue Daten, die dies beweisen, gibt es allerdings nicht, denn LinkedIn hält solche Informationen unter Verschluss. Sie schreiben aber für Ihre Fans und Followers, nicht für den Algorithmus.

Zusammenfassend können wir sagen, dass Sie in Ihren Beiträgen eine geschickte und überlegte Kombination von Community- und Marken-Hashtags bevorzugen sollten. Wenn Sie viele nutzen wollen, dann am besten erst am Ende des Posts wegen dem optimalen Lesefluss. Schliesslich wollen Sie Ihre Leser (Kunden, Fans…) nicht verärgern. Der Suchmaschine oder dem Algorithmus ist die Position egal.

Vielleicht gibt es viele Likes oder sogar ein paar Kommentare auf LinkedIn zum Post. Eher selten ist, wenn die Leute auf den von Ihnen eingebauten URL klicken, um den Inhalt auf der von Ihnen verlinkten Webseite zu konsumieren. Nichtsdestotrotz, Followers können eine Hashtag-Suche starten, um Ihre Beiträge z.B. auf Instagram zu lesen oder über Google Search zu finden.

Wie auch immer Sie den Erfolg messen, 2 Dinge sollten Sie dabei berücksichtigen:

  • Marken-Hashtags zu nutzen zahlt sich aus: #drkpiPageTracker Daten zeigen, dass KMU, welche deren Marken-Hashtags z.B. auf fremden Seiten beim Kommentieren nutzen, ihre Positionierung in der Blogosphäre verbessern. Dies wiederum stärkt die Marke und erhöht deren Visibilität.
  • Hartnäckigkeit gewinnt: Es braucht Zeit für den Erfolg. Sie sollten diese Marken-Hashtags kontinuierlich nutzen. Sie können die Ergebnisse dieses Jahres mit dem des letzten Jahres vergleichen, beispielsweise durch unseren drkpiPageTracker. Dessen Daten zeigen, dass der konsequente Einsatz dieser Wiederholungstechnik die Positionierung verbessert und die Bekanntheit gegenüber der engsten Konkurrenten auf dem Markt erhöht.

Die Erhöhung der Bekanntheit und der Visibilität der Marke und Marken-Hashtags ist ein langer Prozess und wichtig für das Brandmarketing. Die Verbindung zwischen Nutzung der Marken-Hashtags und dem Brandmarketing – speziell Sales – ist dabei nicht so einfach herzustellen. Es gilt unsere Bekanntheit mit Hilfe der optimalen Nutzung von Hashtags zu verbessern.

Schlussfolgerungen und Download der Hashtag-Checkliste

Vieles entwickelt und ändert sich laufend im digitalen Marketing. Insbesondere Community-Hashtags reagieren auf soziopolitische Ereignisse (#MeToo, #Lockdown, #BlackLivesMatter, #CoronaKrise). Auch diese sollen wir nicht ignorieren, wenn sie zu unseren Themen passen. Für das Brandmarketing benötigen wir Hashtags, welche helfen, die Visibilität und Bekanntheit unserer Marke zu verbessern.

Ihre Marken-Hastags sollten gut überlegt sein und dann konsequent genutzt werden. Nicht nur bei Ihren eigenen Posts, sondern auch bei Kommentaren auf anderen Beiträgen. Und idealerweise, von allen Personen, die im Namen der Firma, der Kampagne oder der Marke überhaupt kommentieren oder posten.

Download der Best Practice Hashtag Checkliste – Social Media Marketing

Im digitalen Marketing oder auch Social-Media-Marketing werden Hashtags und Markennamen immer wichtiger. Die Visibilität des Unternehmens kann dank Marken-Hashtags gesteigert werden. Wichtig ist dabei, dass Sie Ihre Visibilität mit der Konkurrenz vergleichen.

Möglicherweise sind Firmen mit einem Branded Hashtag #drkpiPageTracker oder #KitKatBreak nicht so bekannt. Doch sollte sich ein David nicht mit Goliath vergleichen, sondern mit einem seinesgleichen. Jedoch können wir bei einem Weltkonzern wie Nestlé, sofern uns ihre Seite und Techniken gefallen, einiges abschauen.

Die Vergleiche, die ich mithilfe der von uns angewandten Metrics erstellen kann, geben mir interessante Informationen, beispielsweise:

  • Wie schneidet die Kunden-Seite im Vergleich mit zwei oder mehreren Konkurrenten ab?
  • Unsere Kunden können Vergleichszahlen nutzen, um zu eruieren, wo sie die Dinge besser oder aber auch schlechter machen.

Anhand dieser Daten und Informationen können Kunden Ihre Nutzung von Hashtags optimieren. Das wiederum verbessert die Markenbekanntheit und auch sicher die Verkaufsanstrengungen.

Weitere Ressourcen zum Thema:

Blogger Statistics: Facts, numbers that matter

Nutzen Sie die Blogging Statistiken in diesem Eintrag um aufzeigen zu können, dass das Bloggen oder Posten auf LinkedIn oder Instagram lohnt.

Wir haben 26 wichtige Blogging Statistiken, die wir mit Ihnen teilen möchten.
Die Daten zeigen, warum und wie Ihre Bemühungen zur Vermarktung von Inhalten Ihrem Unternehmen helfen.

Dieser Artikel ist Teil einer Reihe von Beiträgen, die sich mit Rankings und Statistiken befassen.
Sie finden hier auch Fakten, die wir mit unserem eigenen #drkpiPageTracker oder drkpi® PageTracker gesammelt haben.

Zur Klärung: Wenn wir Blog sagen, meinen wir alle Corporate Blogs, Community Pages, News und Aktuelles, kurz alle Webseiten, die einen lebendigen Inhalt haben.

Der Auslöser dafür, dass ich diesen Blogeintrag schrieb, waren zwei grossartige Beiträge:

Dann fand ich einen Artikel von Heidi Cohen, der mich weiter faszinierte:

Die Ergebnisse unterstreichen, dass Blogging ein Schlüsselelement einer ausgewogenen Marketingstrategie bleibt.

Warum?

Weil ein gut gemachtes Blog Ihr Unternehmen durch hochwertige Gedankenführung, Suchoptimierung, Unterstützung von Influencern und Diskussionen in sozialen Mendien unterstützt. Gleichzeitig schaffen Sie Inhallte, die einen langristigen Geschäftswert in Form einer E-Mail-Liste und eigener Medien aufbauen.

Beitrag von Heidi Cohen

Deshalb haben wir eine Liste mit aktuellen Fakten, Zahlen und Statistiken zusammengestellt, geprüft und kategorisiert. Es ist nicht einfach, die Fakten aus dem Überfluss der Informationen herauszufiltern. Es ist entscheidend, zuverlässige UND gültige Daten zu erhalten. Nur dann sind wir in der Lage, den empirischen Erkenntnissen zu vertrauen und können daher die richtigen Entscheidungen treffen.

Klicken Sie auf die Links in der Box unten, um zu einer Kategorie zu springen, oder lesen Sie weiter für unsere Top-Blogging-Statistiken.

Zahlen für das Brand Marketing, welche die Welt bewegen

Wir sollten uns auch einige Bevölkerungsstatistiken ansehen – auch bekannt als Demographie. Warum? Weil die Senioren-Fraktion weltweit wächst und wir können nicht ignorieren, wie sie Wissen und Nachrichten konsumieren. Vorausgesetzt natürlich, dass wir sie ebenso gut erreichen wollen wie die Millennials.

  1. In den USA wuchs die Anzahl der Ü65 in den letzten 10 Jahren um ein Drittel (34.2% or 13,787,044) und um 3.2% (1,688,924) von 2018 bis 2019 (US Census Table: seniors make up 17% of the US population).
  2. In Deutschand ist die Anzahl der Ü65 um 12 Milliionen in 1991 auf 17.9 Millionen in 2018 angewachsen (Statistisches Bundesamt).

Das Fazit ist, dass in vielen Ländern – meist OECD-Mitgliedstaaten – der Anteil der Senioren an der Bevölkerung rasant zunimmt. Das sollten Vermarkter nicht vergessen.

Top Blogging Statistiken

Hier sind die interessantesten Blogging-Statistiken, die wir mit Ihnen teilen wollen:

  1. Fortune-500-Unternehmen – wie viele hatten einen öffentlichen Firmenblog (Center for Marketing Research – Umass Dartmouth):
    – 2016: 36%,
    – 2017: 42%,
    – 2018: 53%, und
    – 2019: 54%.
  2. Inc. 500 (die 500 am schnellsten wachsenden Privatunternehmen in den USA, basierend auf der prozentualen Wachstumsrate der Einnahmen) – wie viele hatten einen öffentlichen Firmenblog (Center for Marketing Research – Umass Dartmouth):
    – 2015: 37%,
    – 2016: 42%,
    – 2017: 55%,
    – 2018: 50%, und
    – 2019: 51%.

Das Fazit ist, dass eine wachsende Zahl erfolgreicher Unternehmen aller Grössenordnungen Firmenblogs nutzen, um ihre Zielgruppen zu erreichen.

Blogging statistics ROI: Why marketers care
Blogging-Statistik ROI (Return on Investment): Wichtig für Vermarkter

Blogging Statistiken zum Suchmaschinen-Ranking

Diese Statistiken über die Google-Rankings könnten Sie überraschen.

  1. Die durchschnittliche Anzahl der Wörter in Blogs, die auf der ersten Seite der Google-Suche erscheinen, ist 1’447. Je mehr Inhalt (=Wörter) desto höher die Platzierung in den Suchresultaten. (Backlinko).
  2. Eine andere Firma kommt zu anderen Zahlen: Laut SearchMetrics ist die Anzahl Wörter der Top-Beiträge im B2C Bereich etwas 1’692. Jedenfalls kommt man mit den guten alten 300 Wörtern heute nicht weit.
  3. 90,63% der online Seiten bekommen keinen organischen Suchverkehr von Google, so dass es ein Muss ist, Backlinks zu erhalten, indem man z.B. andere relevante Blogs in der richtigen Weise kommentiert. (Ahrefs).
  4. Nur 5,7 % aller Seiten werden nach einem Jahr nach der Veröffentlichung (Ahrefs) in den Top 10 der Suchergebnisse erscheinen. Das macht die Notwendigkeit klar, regelmässig zu publizieren.

Blogging Statistiken: Backlinks wichtig im Brand Marketing

Für Google sind Backlinks einer seiner Top-3-Ranking-Faktoren. Was wir jedoch gefunden haben:

  1. 66,31% der Seiten haben keinen einzigen Backlink, während 26,29% Links von drei oder weniger Websites haben (Ahrens).
  2. 80,1% der Blogeinträge von Unternehmen haben nur einen Backlink (drkpi® PageTracker).
  3. Längere Artikel vermitteln bei den Lesern mehr Vertrauen, und sie verweisen eher auf längere Inhalte. Das baut dann die Anzahl der Backlinks auf, und das wiederum hilft, das Ranking in organischen Suchergebnissen zu verbessern. (Backlinko).

Das Fazit ist, dass Backlinks wichtig sind und längere Blogeinträge von den Suchmaschinen höher platziert werden.

drkpi® Blogging Statistics - Useful Metrics in a Simple Package.
drkpi® PageTracker – Relevante Kennzahlen. Intuitiv verständlich.

Statistik fürs Schreiben

Es wurde bereits viel über die richtige Länge der Blogbeiträge diskutiert. Diese Zusammenfassung ist interessant:

  1. Ein Beitrag der ersten Seite der Googlesuche hat im Schnitt (variiert je nach dem, wer gemessen hat) 1’447 Worte (Backlinko) oder 1’692 Worte (SearchMetrics).
  2. Eine Studie unter 1’000 Bloggern zeigt, dass der durchschnittliche Blogbeitrag jetzt 1’236 Wörter beträgt. Also um 56% länger ist als in 2014 (Orbit Media).
  3. 29% der Beiträge in Unternehmensblogs bestehen aus mehr als 1’150 Wörtern (#drkpiPageTracker).
  4. Heutzutage braucht ein Autor durchschnittlich 3 Stunden 57 Minuten um seinen Beitrag zu schreiben … eine Erhöhung um 65% gegenüber 2014. Obwohl einige von Ihnen anmerken, dass, wenn Sie Tiefe hinzufügen und z.B. überprüfen, woher die Zahlen für diesen Blogeintrag stammen, 4 Stunden nicht ausreichen würden!
  5. Im Jahr 2020 beträgt die durchschnittliche Satzlänge 21 Wörter… und sinkt (drkpi® PageTracker).

Unter dem Strich scheint die Zeit, die für die Erstellung eines anständigen Blogbeitrags benötigt wird (je nach Art des Blogs), im Laufe der Jahre gestiegen ist. Reichen 4 Stunden aus, um einen Blogeintrag wie diesen hier zu schreiben? Seien Sie der Richter.

Blogging Statistiken zu Dialog und Engagement

  1. Die folgenden Prozentzahl der Fortune-500-Blogs erlaubten Kommentare von Lesern (Center for Marketing Research – Umass Dartmouth):
    – 2015: 73%,
    – 2016: 61%,
    – 2017: 51%,
    – 2018: 40%, und
    – 2019: 18%.
  2. Die durchschnittliche Anzahl der Leserkommentare mit 20 Wörtern oder mehr pro Kommentar (denn nur solche werden gezählt) ist in der Firmenblogosphäre gesunken (#drkpiPageTracker):
    – 2019: 0.8 pro Beitrag, und
    – 2020: 0.76.

Das Fazit: das Zulassen von Kommentaren ist zeitaufwändig, und einige Firmen haben sind vom Dialog zur einseitigen Kommunikation zurückgekehrt.

Blogging-Statistiken – worum sich der Finanzausschuss kümmert

Wie viel verlangen Blogging-Fachleute für ihre Dienstleistungen? Sehen wir uns ein paar Zahlen an:

  1. Die meisten monatlichen Kosten für die Erstellung von Inhalten bewegen sich in der Größenordnung von 600 bis 1500 EUR (drkpi®).
  2. Der favorisierte Stundenpreis liegt um EUR 70 bis 125 (drkpi®).
  3. Projekte für einzelne Blogeinträge werden in der Regel mit Preisen zwischen 600 und 800 EUR berechnet. (drkpi®).
  4. Ungefähr 60 Prozent aller Blogs benutzen das WordPress Content Management System (W3Techs).
    Bekannte Firmen, die WordPress Blogs nutzen, sind beispielsweise Facebook Newsroom, das Ingenieurunternehmen ABB, das Land Sweden, Mercedes-Benz, oder Daimler.
    Andere haben ihre Blogs eingestellt, weil sie herausgefunden haben, dass es Zeit, Mühe und ein Budget braucht, um eine Diskussion zu unterhalten, anstatt nur zu schreiben. (siehe Swiss).
    Sehen Sie sich einige überraschende WordPress-Statistiken an von Who is Hosting This – Brenda Barron.
  5. 47% der B2B-Käufer (Business-to-Business) lesen 3-5 Blog-Beiträge oder Inhaltselemente, bevor sie sich auf ein Verkaufsgespräch einlassen (DemandGenReport).

Unter dem Strich ist es so, dass einige Firmen Typo3-Software verwenden und diese als Blog bezeichnen, ohne den Benutzern die Möglichkeit zu geben, einen Kommentar zu hinterlassen, wie zum Beispiel Xing. Das scheint ein Rückfall in die 1980er Jahre zu sein, als einige wenige an viele sendeten. Heute wollen sich die Leute engagieren und zu Wort kommen. Unternehmen und Einzelpersonen veröffentlichen zunehmend ihre Inhalte, aber es ist auch eine zunehmende Herausforderung, das Publikum zum Lesen, Hören und Mitmachen zu begeistern.

Blogging Statistiken und Verkaufsdaten – was die Kasse klingeln lässt

  1. 56 % der Vermarkter sind der Meinung, dass Websites, Blogs und News der leistungsstärkste Kanal im digitalen Marketing sind.
    37% nannten die Steigerung des Markenbewusstseins als oberstes Ziel des digitalen Marketings, gefolgt von der Lead-Generierung, die von 26% der Befragten genannt wurde (Altimeter).
  2. Im Durchschnitt erhalten Unternehmen mit Blogs 67% mehr Leads pro Monat als Unternehmen ohne Blogs. (DemandMetric).

Das Fazit ist, dass das, was wir für das Beste halten, nicht immer das Beste ist. Ausserdem soll man wissen, wie man einen Lead definiert und wie dieser gezählt wird.

Ältere Leute machen ein Selfie
Das Handy ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken

Abschliessende Gedanken zu Blogging Statistiken

Die Datengenauigkeit ist einer der wichtigsten Faktoren, die den Erfolg einer Online-Kampagne sicherstellen. Es gibt viele interessante KPIs (Key Performance Indicators), die im Internet kursieren und von den Leuten gehypt werden. Oft sieht man ein Unternhmen, dass sich auf Datenanalyse oder Webstatistik spezialisiert. Die Leute kommen jedoch aus dem Bereich der bildenen Kunst, haben keine mathematische Ausbildung. Ich nehme an, dass Sie sich auf dem Weg dahin viel Statistik-Know-how angeeignet haben, jedoch bin ich mir manchmal nicht sicher, ob ich Ihren Blog-Einträgen über Metriken oder Statistiken trauen kann.

Eine Sache, die Sie unabhängig von Ihren Statistikkenntnissen tun müssen, ist, sich über die Methodik zu informieren. Wie man so schön sagt, traue nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast. Wir sollen uns die Quellen und Methoden anschauen, wie es zu den Ergebnissen gekommen ist. Woher und wann die Daten gesammelt wurden. Zuverlässigkeit und Validität sind entscheidend, um den Daten zu vertrauen und auf der Grundlage dieser Zahlen eine Entscheidung zu treffen.

Wir hoffen, dass dieser Eintrag über Blogging-Statistiken für Sie hilfreich ist ihr Brand Marketing zu optimieren. Haben Sie irgendwelche Statistiken, auf die Sie gestossen sind, die wir übersehen haben? Wir sind auch neugierig, welche Statistiken Sie verwenden, um den ROI Ihres Blogs aufzuzeigen – bitte schreiben Sie unten einen Kommentar und vergessen Sie dabei Ihren eigenen Link nicht!

Übrigens, schauen Sie nach, wie viele html-Seiten oder pdf-Dateien Ihre Website laut Google-Indexierung hat: SITE:DRKPI.COM/ -HTML

Nutzung US-Dienstleister – Schrems II Handlungsempfehlung: Cloud Act schwächt das Urteil - Datenschutz immer noch gefährdet.

Datenschutz spielt auch in der digitalen Kommunikation eine grosse Rolle. Man denkt sofort an Datenschutzerklärungen auf jeder Website, an das Formular für das Abonnieren der Newsletter, den Schutz der Kundendaten und Vieles mehr. Hier diskutieren wir einen ein wenig versteckten Zusammenhang: Die Nutzung von US-basierten Anbietern für online Services.

Mit der Entscheidung der Europäischen Kommission (2016/1250) vom 12. Juli 2016 über den sog. EU-U.S.-Privacy Shield wurde eine neue Grundlage für Datenübermittlungen von der EU in die USA gelegt. Sie ermöglichte europäischen Unternehmen Daten auch bei US-Dienstleistern zu hosten/bearbeiten zu können (z.B. in der Cloud) ohne Datenschutzrichtlinien zu verletzen.

Doch seit Juli 2020 ist das Privacy Shield nicht mehr gültig. Das hat Auswirkungen für Kunden von Adobe (z.B. Cloud, iStock), Amazon AWS, G-Suite (Google), Salesforce und SAP um nur einige Anbieter zu nennen.

Der “Schrems II” Fall wurde durch die Beschwerde des österreichischen Juristen und Datenschutzaktivisten Max Schrems ausgelöst. Hier weiter unten bieten wir Ihnen sogenannte “Schrems II” Handlungsempfehlungen für eine datenschutzkonforme Verarbeitung in den USA.

In einem Überblick vergleichen wir die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) (gültig seit Mai 2018 – FAQs von drkpi) mit dem California Consumer Protection Act (CCPA) (in Kraft seit Januar 2020), der für in Kalifornien ansässige Personen gilt. Er wurde dem DSGVO nachgebaut und hat in den USA als Vorbild andere Bundesstaaten beeinflusst:

  • Die DSGVO gilt für personenbezogene Daten der betroffenen Personen in der EU, während der
  • CCPA für personenbezogene Daten von Verbrauchern und Haushalten in Kalifornien gilt.

Stresstest für Marketingdaten und Datenschutz

Dank Digitalisierung sind Daten im Marketing ein Dauerthema. Aus diesem Grunde stellen wir Ihnen auch den drkpi® DSGVO Audit Light Ratgeber zur Verfügung.

Dass medizinische Daten akkurat und zeitnah genutzt werden müssen erleben wir aktuell bei den COVID-19 Tracing Apps, die in vielen Ländern eingesetzt werden. Die Tracking-Apps auf der ganzen Welt speichern Kontaktdaten von Personen, welche bis 2 Tage vor Krankheitsbeginn mit dem Infizierten Kontakt hatten. Im August 2020 fanden Forscher, dass Infizierte das Coronavirus bis zu 5 oder 6 Tage vor Ausbruch der Krankheit weitergeben können.

Somit gibt uns die App ein ungenaues Bild der Realität. Hinzu kommt, dass z.B. in der Schweiz viele die App wegen Bedenken zum Datenschutz nicht nutzen wollen.

Sind diese Bedenken berechtigt? Viele Menschen vergessen, dass Sie bei Nutzung anderer Apps viel mehr Daten preisgeben:

  • Wenn bei Google eingeloggt, sammelt Chrome Browser Daten.
    Alternative: Firefox, Brave, Vivio, usw.
    Trend: Third-Party-Cookies im Google Chrome Browser sind ab 2022 nicht mehr willkommen. Apple löscht im Safari Browser alle First-Party-Cookies nach 24 Stunden.
  • Websites zur Gesundheit teilen Daten mit Werbekunden – #DSGVO #CCPA Verletzungen: Symptome, die in den Symptom-Checker von WebMD eingegeben wurden, und die erhaltenen Diagnosen, einschliesslich der “Medikamentenüberdosierung”, wurden mit Facebook geteilt.
    Informationen zu Menstruations- und Ovulationszyklus vom BabyCentre wurden mit Amazon Marketing geteilt.
    Schlüsselwörter wie “Herzkrankheit” und “Abtreibung in Betracht ziehen” wurden von der British Heart Foundation, Bupa und Healthline sowie Scorecard Research und Blue Kai (im Besitz von Oracle) geteilt.
    Weiterführendes Lesematerial zum Thema: FT How top health websites are sharing sensitive data with advertisers, FT Best of Business Data health warning, 2019-11-16/17, p. 11 (nur für Abonnenten).

Vergleich DSGVO mit CCPA

Ein Grossteil der Anbieter von Software-as-a-Service (SaaS) und Cloud-Diensten haben ihren Sitz in den USA. Dort werden die Daten zum Teil auch verarbeitet oder von Europa via die USA nach Australien übermittelt. Beispiele sind Amazon AWS, G-Suite, Oracle, Salesforce, Mailchimp, Microsoft, Adobe, PayPal und andere.

Doch auch in den USA wird Datenschutz immer mehr ein Thema. Diese Tabelle vergleicht DSGVO mit dem CCPA. Beim genauen Lesen fällt auf, dass das CCPA sehr viele Ähnlichkeiten mit der EU Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat.

Start of projectEU DatenschutzGrundverordnung (DSGVO)California Consumer Protection Act (CCPA)
In Kraft seit:2018-05-252020-01-01
Was sind die Rechte des Konsumenten oder einer Privatperson?Nach Art. 15 Abs. 1 DSGVO haben betroffene Personen das Recht, von Verantwortlichen eine Auskunft darüber zu verlangen, ob sie betreffende personenbezogene Daten verarbeitet werden. Wenn ja, haben sie grundsätzlich ein Recht auf Bestimmung über diese Daten.AB 375 ermöglicht es jedem kalifornischen Verbraucher, die Einsicht in alle Informationen zu verlangen, die ein Unternehmen über ihn gespeichert hat. Ebenfalls hat er oder sie das Recht, die vollständige Liste aller Dritten einsehen zu dürfen, mit denen Daten ausgetauscht werden.
Das Gesetz gibt den Verbrauchern das Recht, alle Daten zu verlangen, die ein Unternehmen in den letzten 12 Monaten über sie gesammelt hat. 
Für wen gilt diese(s) Gesetz / Verordnung – territoriale Anwendung?Nach Art. 3 Abs. 2 DSGVO gilt
1. Für datenverarbeitenden Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union.
2. Schweizer Firmen welche in der EU wohnenden Personen Waren oder Dienstleistungen anbieten oder deren Verhalten beobachten.
Es müssen jedoch aktiv Kunden aus der EU geworben werden um unter das DSGVO zu fallen. Beispielsweise Zahlung in Euro möglich, Lieferbedingungen für EU Kunden sind aufgelistet, Webseite ist in einer EU Sprache, usw.
1. Alle Unternehmen, die an in Kalifornien lebende Konsumenten Leistungen anbieten und mindestens 25 Millionen Dollar Jahreseinnahmen haben.
2. Firmen welche Daten von mehr als 50.000 Personen haben (Vorsicht, mehr als 4.000 Besucher auf Ihrer Website pro Monat, und diese Sache wird relevant).
3. Unternehmen, die mehr als die Hälfte ihrer Einnahmen aus dem Verkauf von persönlichen Daten erzielen.
Welche Daten sind geschützt?Personenbezogene Daten gem. Artikel 4 der DSGVO sind alle Informationen, die sich auf eine bestimmte (identifizierte) oder bestimmbare (identifizierbare) natürliche Person beziehen.
Eine Person gilt als identifiziert, wenn die Zuordnung von Daten ohne Umweg möglich ist und ein direkter Bezug hergestellt werden kann (z.B. Name, Geburtsdatum, Postadresse, usw.).
Ist dies nicht direkt, jedoch mit Zusatzwissen möglich, handelt es sich um eine identifizierbare Person. Dieses Zusatzwissen müssen Sie nicht zwangsweise selbst besitzen, es kann auch von Drittpersonen kommen.
Der CCPA berücksichtigt nur Daten, die von einem Verbraucher zur Verfügung gestellt wurden (z.B. Name, Geburtsdatum, Alter, etc.), und schliesst persönliche Daten aus, die von Dritten gekauft oder durch Dritte erworben wurden.
Personenbezogene Daten umfassen keine anonymisierten Benutzerinformationen – die oft das Rohmaterial für die Schulung von Modellen der maschinellen KI sind. Eigentumsaufzeichnungen wie z.B. Software zur Gesichtserkennung!
Siehe auch California’s data breach notification law.
Welche Daten sind nicht geschützt?Erforderlichkeit für die Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung (z.B. Abführung von Steuern oder Sozialabgaben). Nur das Recht der EU oder der EU-Mitgliedstaaten ist hier massgeblich.
Nicht geschützt sind Daten von juristischen Personen wie Firmen oder Stiftungen.
“Öffentlich zugängliche” Informationen, die von Bundes-, Landes- oder Kommunalregierungen gesammelt und veröffentlicht werden, sind unter dem CCPA nicht geschützt. Dazu gehören Einträge im Grundbuch, Gerichtsakten, Wählerregistrierungen sowie Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden. Etwa 200 Datenvermittlungsfirmen in den USA, wie BeenVerified, Intelius, SearchPeopleFree und Spokeo, sammeln und verkaufen diese Informationen und tun dies auch weiterhin.
Was sind die Bussen bei Verstössen gegen das Gesetz?Bei Verstössen gegen die DSGVO haben die Aufsichtsbehörden die Kompetenz zum Erlass von Massnahmen und zur Verhängung von Bussen bis zu EUR 20 Mio oder 4% des gesamten weltweiten Jahresumsatzes des zu büssenden Unternehmens (zur Verhängung von Bussen genügt Fahrlässigkeit, Vorsatz ist nicht erforderlich).1. Der Verbraucher kann den Generalstaatsanwalt informieren, der eine Geldbusse von bis zu 7.500 Dollar pro Datensatz verhängen kann. Das Unternehmen kann strafrechtlich belangt werden.
2. Wenn der Generalstaatsanwalt die Strafverfolgung ablehnt, dann können die betroffenen Verbraucher eine Sammelklage gegen das Unternehmen einreichen.
Was ist bei einer Datenschutzverletzung zu tun?Bei Datenschutzverletzung muss die zuständige Datenschutzbehörde innerhalb von 72 Stunden informiert werden. Bei hohem Risiko von Persönlichkeitsverletzungen muss zudem die betroffene Person benachrichtigt werden.Unternehmen sind nicht verpflichtet, Verstösse gemäss AB 375 zu melden, und Verbraucher müssen Beschwerden einreichen, bevor Geldbussen möglich sind.
Eine Organisation, die die DSGVO einhält, muss wahrscheinlich keine weiteren Massnahmen ergreifen, um AB 375 in Bezug auf die Sicherung von Daten einzuhalten.
Rudimentärer Vergleich der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) mit dem California Consumer Privacy Act (CCPA)

Schrems II Handlungsempfehlung: Lösung für Nutzung der US-Dienstleister

Die EuGH-Entscheidung in der Angelegenheit Schrems II verpflichtet die Verantwortlichen zu unmittelbaren Handlungen, um Übermittlungen an Empfänger in den USA (und anderen Drittstaaten) weiterhin rechtmässig durchführen zu können und keinen Sanktionen durch die Aufsichtsbehörden ausgesetzt zu sein.

Der Privacy Shield ist ab sofort ungültig. Doch wenn ich die obige Tabelle genau studiere, tauchen Fragen auf wie beispielsweise:

  • Sollte es nicht ein Unterschied sein, ob mein Datenverarbeiter dies in Kalifornien macht oder Arkansas (eher weniger streng mit Datenschutz) und wenn
  • ich überhaupt nicht überprüfen kann, wo die Daten in der Cloud gespeichert sind (geographisch gesehen)?

Das Schrems II Urteil gegen Facebook hat ein “Wackeln” der EU-Standardvertragsklauseln zu Folge. Denn hierdurch sind in einigen Unternehmen elementare Geschäftsprozesse bedroht.  Nach Massgabe des EuGH-Urteils müssen Verantwortliche nun zusätzliche Schutzmassnahmen vereinbaren bzw. sicherstellen, die eine datenschutzkonforme Verarbeitung z.B. in den USA gewährleisten.

Die baden-württembergische Datenschutzbehörde (Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationssicherheit, LfDI) hat am 24. August 2020 eine Orientierungshilfe zum Entscheid des EuGH vom 16. Juli 2020 zu Schrems II veröffentlicht.

Vorgeschlagen werden vom LfDi allerdings nicht nur Ergänzungen der EU-Standardvertragsklauseln. Der Regulator will die Umsetzung der Schrems II Handlungsempfehlung mit Änderungen der EU-Standardvertragsklauseln sicherstellen. Die Änderungen sind genehmigungspflichtig. Also müsste ein in der D-A-CH Region domiziliertes Unternehmen die Änderungen der für ihn zuständigen Aufsichtsbehörde vorgelegt und von dieser genehmigt werden (auch ein Schweizer Unternehmen wird diese Sachlage abklären müssen, wenn es Daten von EU-domizilierten Kunden in den USA bearbeiten lässt).

Soweit uns bekannt, schlägt der LfDI als erste Behörde Folgendes vor.

Im Zentrum des weiteren Vorgehens des LfDI Baden-Württemberg wird die Frage stehen, ob es neben dem von Ihnen gewählten Dienstleister/Vertragspartner nicht auch zumutbare Alternativangebote ohne Transferproblematik gibt. Wenn Sie uns nicht davon überzeugen können, dass der von Ihnen genutzte Dienstleister/Vertragspartner mit Transferproblematik kurz- und mittelfristig unersetzlich ist durch einen zumutbaren Dienstleister/Vertragspartner ohne Transferproblematik, dann wird der Datentransfer vom LfDI Baden-Württemberg untersagt werden.

Uns ist bewusst, dass mit dem Urteil des EuGH u.U. extreme Belastungen für einzelne Unternehmen einhergehen können. Der LfDI wird sein weiteres Vorgehen am Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ausrichten. Wir werden die Entwicklung weiter beobachten und unsere Positionen dementsprechend laufend überprüfen und fortentwickeln.

2020-08-24 – baden-württembergische Datenschutzbehörde (Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationssicherheit, LfDI). Orientierungshilfe zum Entscheid des EuGH vom 16. Juli 2020 zu Schrems II  (zweitletzte und letzte Seite der pdf Datei)

Aber sind meine Daten in Europa sicher? Achtung: US CLOUD Act

Im Jahr 2013, im Fall Microsoft gegen die Vereinigten Staaten, weigerte sich Microsoft erfolgreich, Daten an das Federal Bureau of Investigations (FBI) weiterzugeben. Das FBI beantragte bei Microsoft in Irland Zugriff auf Daten auf Servern.

Der “Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act” (“CLOUD Act”) erlaubt es im Kern den US-Strafverfolgungsbehörden, von Kommunikationsdienstanbietern, wie etwa Cloud- oder E-Mail-Anbietern, in den USA Daten anzufordern, über die sie Besitz, Verwahrung oder Kontrolle ausüben.

Dies kann auch Daten betreffen, die in der Cloud auf Servern in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und der Schweiz (z.B. Microsoft Schweiz) gehostet werden. Grundsätzlich bedeutet dies, dass auch wenn ich ein Dienstleister in Europa nutze, wenn z.B. der Cloud Service Provider eine USA Firma ist, besteht die Möglichkeit das USA Behörden Zugang bekommen, DSGVO hin oder her.

Schlussfolgerungen – Datenschutzkonformität bei Nutzung der US-Dienstleister?

Was der LfDI vorschlägt ist, dass ich ihn überzeugen muss, welche Anwendung und welchen Anbieter ich in den USA nutzen will. Der von mir in den USA genutzte Dienstleister muss so gut sein, dass es in Europa und insbesondere Deutschland keine zumutbare Alternative gibt.

Viele Firmen müssten also eine Alternative für den jetzigen Newsletter-Provider wie Mailchimp, ActiveCampaign und weitere suchen. Wir haben es versucht und für den Marketingverband einen Service in Deutschland eingerichtet. Doch die so tolle DSGVO-Konformität lies zu wünschen übrig und technische Funktionalität war nicht zufriedenstellend.

Auch andere Angebote hatten bei den Tests keine gut funktionierenden Schnittstellen (API = Aplication Interface Programming) oder auch altmodische Editoren Angebote. Das bedeutete für uns viel mehr Arbeit, Zeitverlust und somit Kosten. All dies ohne dass wir eine wirklich gute DSGVO-Konformität erreichten.

Für den #drkpiBlogTracker Service Newsletter (siehe Einwilligung USA Datenverbarbeitung) sowie unseren Newsletter #drkpi sind wir weiterhin auf Mailchimp (hier der Check/Abo anfordern nutzen wir auch wieder Mailchimp – trotz des EuGH-Urteils.

Noch komplizierter wird es, wenn bei Nutzung eines US-Anbieters mehr als Name, Vorname und Email gespeichert werden. Beispielsweise können dies auch Versicherungsnummern, Gesundheits- oder Zahlungsdaten sein, welche in der Cloud gehostet werden (bei Amazon AWS usw.). Eigentlich müsste ich im Vorfeld die Datenschutzbehörden überzeugen.

Das Resultat ist:

  • Datenschutzbehörden brauchen für die Bearbeitung all dieser Eingaben zur Genehmigung viel Zeit und Nerven und
  • Betrieben gibt das viel Aufwand und sie brauchen Geduld bis alles genehmigt wird. Wenn nicht, geht der Stress erst recht los.

Da kann man nur hoffen, dass die neu aufgenommenen Gespräche nach dem Schrems-II-Urteil zwischen dem U.S. Department of Commerce und die Europäische Kommission bald eine Möglichkeit eines Privacy Shield 2.0 („enhanced EU‑U.S. Privacy Shield“) präsentieren können. Das wäre von Vorteil für Unternehmen und Konsumenten (siehe Pressemitteilung).

Wenn Sie sich bei Ihrer digitalen Kommunikation an die EU-DSGVO halten, sind Sie schon einmal innerhalb von Europa sicher. Hier loht es sich in eine stabile Basis zum Datenschutz zu investieren, Personal zu schulen, richtig zu dokumentieren. Sonst kann es sehr teuer werden. Möchten Sie wissen, wo Sie stehen? Nutzen Sie unseren AuditLight Check (zum Herunterladen als PDF).

Setzen Sie die EU-Standardvertragsklauseln als Lösung bei Nutzung US-Dienstleister ein?

Was ist Ihre Meinung?

Convincing your boss that blogging or posting on LinkedIn or Instagram makes sense for the bottom line requires statistics.

We have 28 important facts about corporate blogging to share with you. These show why and how your content marketing efforts help your company.

This is part of a series of posts that deal with rankings and statistics. You also find facts that we gathered with our own drkpi® BlogTracker.

What triggered my writing of this blog entry were two great posts:

Then I found a comment left by Heidi Cohen on the second article that intrigued me further:

The results underscore that blogging remains a key element of a balanced marketing strategy.
Why?
Because done well a blog supports your business with quality thought leadership, search optimization, influencer support, and social media talking points. At the same time, you create content that builds long term business value in terms of an email list and owned media.

comment by Heidi Cohen

So, we went ahead and curated, vetted, and categorised a list of up-to-date facts, numbers and statistics below. Filtering the facts from amidst the noise of opinions is not easy. It is critical to get realiable AND valid data. Only then are we able to trust the empirical findings and can, therefore, make the the right decisions.

Click the links in the box below to jump to a category, or keep reading for our top blogging statistics.

Numbers that make the world go round

We should also look at some population statistics – also known as demographics. Why? Because the size of the market occupied by seniors is starting to grow, and we cannot ignore how they consume knowledge and news. Assuming, of course, that we want to reach them as well as Millennials.

  1. In the US, the 65-and-older population grew by over a third (34.2% or 13,787,044) during the past decade, and by 3.2% (1,688,924) from 2018 to 2019 (US Census Table: seniors make up 17% of the US population).
  2. In Germany, the number of people 65 and up has increased from 12 million in 1991 to 17.9 million in 2018 (German Bureau of Statistics: seniors’ share of the population increased from 15% in 1991 to 22.9% in 2018).

The bottom line is that in many countries – mostly OECD Member States – seniors’ share of the population is increasing. Something marketers should not forget.

Top blogging statistics

Here are the most interesting blogging stats we think you should know more about:

  1. Fortune 500 companies had a public-facing corporate blog in the following numbers (Center for Marketing Research – Umass Dartmouth):
    – 2016: 36%,
    – 2017: 42%,
    – 2018: 53%, and
    – 2019: 54%.
  2. Inc. 500 (the 500 fastest-growing private companies in the US based on the percentage of revenue growth rate) had public facing blogs as follows (Center for Marketing Research – Umass Dartmouth):
    – 2015: 37%,
    – 2016: 42%,
    – 2017: 55%,
    – 2018: 50%, and
    – 2019: 51%.

The bottom line is that a growing number of successful firms of all sizes are using corporate blogs to reach out to their target audiences.

Blogging statistics ROI: Why marketers care
Blogging statistics ROI (return on investment): Why marketers care

Search engine ranking statistics

These stats about Google’s rankings might surprise you.

  1. The average Google first page result contains 1,447 words, and an entry that covers a topic in-depth will significantly outperform content that does not (Backlinko).
  2. The 300-word post is out: the average word count of content that ranks at the top of Google’s search engine results is about 1,692 in the B2C (business-to-consumer) domain (SearchMetrics).
  3. 90.63% of pages get no organic search traffic from Google (Ahrefs), so getting backlinks by, for example, commenting on other relevant blogs is a must.
  4. Only 5.7% of pages will rank in the top 10 search results within a year of publication (Ahrefs), making posting regularly critical.

Backlink statistics

Google says that backlinks are one of their top 3 ranking factors.

  1. 66.31% of pages do not have a single backlink, while 26.29% have links from three websites or less (Ahrens).
  2. 80.1% of corporate blog posts have just one backlink (drkpi® BlogTracker).
  3. Longer articles are more trusted by readers, and they’re more inclined to link to longer content which indirectly provides an inbound link. That again helps improve one’s ranking in organic search results (Backlinko).

The bottom line is that backlinks matter and longer blog entries do not hurt your placement in organic search results.

drkpi® Blogging Statistics - Useful Metrics in a Simple Package.
drkpi® BlogTracker – Useful Metrics in a Simple Package.

Writing Statistics

Much has been written about the ideal length for blog posts. Here are some numbers that will surely be of interest:

  1. The average Google first-page entry (depending on who collected the data) contains 1,447 words (Backlinko) or 1,140-1285 words (SearchMetrics).
  2. A study of 1,000 bloggers shows that the average blog post is now 1,236 words… 56% longer than in 2014 (Orbit Media).
  3. 29% of posts on corporate blogs are over 1,150 words (drkpi® BlogTracker).
  4. These days, the average blog post takes 3 hours and 57 minutes to write… up 65% from 2014. Although some would suggest that if you add depth and check, for instance, where the numbers for this blog entry came from, 4 hours will not suffice!
  5. In 2020, the average sentence length is 21 words… and dropping (drkpi® BlogTracker).

The bottom line is that the time required to put together a decent blog post (depending on the type of blog) seems to have gone up over the years. Is 4 hours enough to get a blog entry like this one in front of you? You be the judge.

Dialogue and Engagement statistics

  1. The following percentages of Fortune 500 blogs allowed comments by readers (Center for Marketing Research – Umass Dartmouth):
    – 2015: 73%,
    – 2016: 61%,
    – 2017: 51%,
    – 2018: 40%, and
    – 2019: 18%.
  2. The average number of reader comments of 20 words or more per blog entry has dropped in the corporate blogosphere (drkpi® BlogTracker):
    – 2019: 0.8, and
    – 2020: 0.76.

The bottom line is that allowing comments is time consuming and some firms have simply dropped the ball on this one, switching from having a dialogue and returning to broadcasting.

Blogging statistics – what the budget committee cares about

How much do Blogging professionals charge for their services? Are you charging higher or lower than the average? Let’s look at a few numbers:

  1. Most monthly retainers for content-creation range in the neighbourhood of EUR 600 to 1500 (drkpi®).
  2. The most popular hourly pricing tier is EUR 70 to 125 (drkpi®).
  3. Single blog entry projects are generally priced in the range of EUR 600 to EUR 800 (drkpi®).
  4. About 60% of blogs use the WordPress Content Management System (W3Techs).
    Well-known brands with a successful WordPress blog include Facebook Newsroom, the engineering firm ABB, Sweden (yes, the country), Mercedes-Benz, and Daimler.
    Others have shuttered their blogs because they discovered that it takes time, effort, and a budget to ensure a dialogue while refraining from just broadcasting (see Swiss).
    Check out some surprising WordPress Statistics from Who is Hosting This – Brenda Barron.
  5. 47% of B2B (business-to-business) buyers read 3-5 blog posts or content pieces prior to speaking with a salesperson (DemandGenReport).

The bottom line is that some companies use Typo3 Software and call it a Blog without empowering users to leave a comment, such as Xing. That seems like a fallback to the 1980s, when a few were broadcasting to many listening. Today people want to engage and have their say. Companies and individuals increasingly publish their content, but getting a few to read / listen is also an increasing challenge.

Sales data – what makes the cash register ring

  1. 56% of marketers think that websites are the best performing channel in digital marketing.
    37% cited raising brand awareness as the top goal of digital marketing, followed by lead generation, which was mentioned by 26% of respondents (Altimeter).
  2. On average, companies with blogs produce 67% more leads per month than those without (DemandMetric).

The bottom line is that what we believe is best is not always so. Plus, how you define a lead and how this is counted can be questioned.

Ältere Leute machen ein Selfie
Older folks taking a selfie and enjoying each other’s company over a great meal.

Final thoughts about blogging statistics

Data accuracy is one of the most important factors ensuring the success of a multi-channel campaign. There are plenty of other interesting KPIs (key performance indicators) floating around on the web that people tout as great. But sometimes even when a company’s core business is data analytics or web statistics, for instance, the content creators come with a Fine Arts background. I guess you must have acquired plenty of statistics know-how on the way… because sometimes I’m not sure I can trust your blog entries about metrics or statistics.

One thing you have to do, regardless of your statistics skills, is dig down and learn more about the method the people use to get the numbers they report. Which is why we tried to select sources that explain how they obtained the data they are providing. Reliability and validity are critical in order to trust the data and make a decision based on those numbers.

We hope this entry about blogging statistics is helpful to you. Do you have any statistics that you came across that we missed? We are also curious to hear what statistics you use to show your blog’s ROI – please share in a comment below, and don’t forget the link!

By the way, check out how many html pages or pdf files your website has, according to Google’s indexing: SITE:DRKPI.COM/ -HTML

Während der COVID-19 Einschränkungen haben viele von uns mehr Zeit im Home-Office verbracht. In diesem Zusammenhang hat unsere Nutzung digitaler Kommunikationsplattformen aus beruflichen sowie persönlichen Gründen zugenommen. Das zeigen uns zum Beispiel folgende Daten von LinkedIn:

  • 55-prozentige Zunahme der Aktivitäten wie Kommentare zwischen März 2019 und März 2020,
  • 300% mehr “Live Broadcasts” während der Periode Februar und März/April 2020.

Auch die Nutzung von Webinaren oder Webveranstaltungen und das Anschauen von Videos hat zugenommen:

  • 272% mehr Kommentare, die während Live-Events in der Zeit von Februar-März 2020 geschrieben wurden, und
  • 180% mehr verbrachte Stunden beim Anschauen der Videos unter #LinkedInLearning =>  4 Millionen Stunden im März, 7.7 Millionen Stunden im April 2020.

Übrigens konzentrieren wir uns hier auf Plattformen, die für Arbeitszwecke genutzt werden, nicht privat. Deshalb entschieden wir uns bei unserer Betrachtung für LinkedIn, das als die Plattform zum geschäftlichen Austausch gilt.

LinkedIn ROI (Return on Investment – Investitionsrendite)

Heute wird man Ihnen vielleicht sagen, dass Zeit, sowohl persönliche als auch bei der Arbeit verbrachte, ein sehr wertvolles Gut ist. Dementsprechend sollte die Nutzung von Social-Media-Plattformen wie LinkedIn während der Arbeitszeit sowohl dem Einzelnen als auch dem Unternehmen zugute kommen. Vor diesem Hintergrund können sich einige Fragen stellen:

  • Stelle ich eine Aktualisierung, die mein Arbeitgeber auf der LinkedIn-Seite des Unternehmens vorgenommen hat, den Followern meines persönlichen LinkedIn-Profils zur Verfügung – ist diese Zeit gut genutzt?
  • Abgesehen davon, dass ich vielleicht einen meiner Freunde zum Lächeln bringe, wenn er meinen Kommentar zu dem Firmenbeitrag sieht, welche anderen Vorteile gibt es noch?
  • Hilft mein Austausch dabei, das Markenbewusstsein meines Arbeitgebers in meinem Bekanntenkreis zu steigern?

Wir wissen, dass zu viel Zeit auf sozialen Medienplattformen wie Facebook oder LinkedIn, im Gegenteil zu im Freien verbrachter Zeit, zu einem höheren Auftreten von Anzeichen von Depressionen (Artikel in Englisch) führen kann. LinkedIn und Instagram sind beides interaktive Plattformen, während Baidu, Match.com, Uber, AirBnB oder Hotels.com Vermittler oder Online-Marktplätze sind. Diese ermöglichen den Nutzern, Waren und Dienstleistungen oder Informationen einschliesslich Kontaktdaten zu kaufen oder auszutauschen.

Die öffentlichen Plattformen verfolgen unterschiedliche Ziele. Manche versuchen, ein glorifiziertes Rolodex zu sein (Rollkartei, ursprünglich ein rotierendes Dateigerät zur Aufbewahrung von Visitenkarten und Kontakten) um Ihnen dabei zu helfen, mit Ihren Kollegen und Bekannten in Kontakt zu bleiben. LinkedIn bietet uns dazu eine hervorragende Möglichkeit. Wir geben Ihnen eine kurze Zusammenfassung auf der Grundlage persönlicher Erfahrungen und Überlegungen.

Interesting read to check out: Cusumano, Michael A., Yoffie, David, B. & Gawer, Annabelle (Spring 2020). The future of platforms. MIT Sloan Management Review, pp. 46-54. Accessed on 2020-06-01 from http://sloanfreview.mit.edu/x/61304

Wie halten Sie LinkedIn-Gruppen am Leben? Persönliche Erinnerung

Wir haben im November 2009 eine Gruppe gegründet und bis etwa 2013 ziemlich gut gearbeitet. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Anwälte soziale Medien nutzen können und welche rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen sie für sich und ihre Mandanten berücksichtigen müssen. Viele juristische Koryphäen waren aktiv beteiligt. Jedoch war LinkedIn zu dieser Zeit für Anwälte noch sehr neu und die Welt hatte noch nicht ernsthaft mit der Nutzung sozialer Medienkanäle begonnen. Hier sind einige Fakten über unsere frühere Gruppe für Sie:

  • Titel: ursprünglich ‘Social Media for Lawyers’, heute als Social Media for Lawyers with Nancy Myrland online
  • Gründer und Besitzer: Nils Victor Montan (ein hervorragender Rechtsanwalt). Kurz nach dem Launch hat man mich als Social Media Experten hinzugebeten. Nancy Myrland (ebenfalls eine Social Media Expertin) hat als Co-Moderatorin um 2013 angefangen.
  • Gegründet im November 2009
  • Anzahl der Mitglieder: 3’327
  • Moderation: Eine Vorabgenehmigung ist nicht erforderlich, aber die Verletzung der Prinzipien oder des Schwerpunktes der Gruppe kann zur Streichung von Inhalten führen.

Zu Beginn verbrachten wir jeden Tag mindestens 15 Minuten mit dem Schreiben der Antworten auf Beiträge oder Kommentare, die Mitglieder verfasst haben. Jeder sollte eine Antwort bekommen. Das haben wir 24 Stunden am Tag gemacht. Es war nicht allzu schwierig, wenn man bedenkt, dass Nils in den USA war und ich in Europa, allerdings hat es sehr viel Zeit gekostet.

Als mein Kollege Nils Montan dann das Gefühl hatte, dass sich seine Interessen verschoben hatten, arbeitete ich in einem Start-Up-Unternehmen. Ich musste also sehr vorsichtig mit meiner Zeit umgehen. Eine weiterer wichtiger Punkt war für mich, dass ich in diesen Jahren als Kleinunternehmer wohl kaum Kunden in Argentinien oder Singapur gewinnen und betreuen würde, trotzdem kamen viele unserer aktiven Gruppenmitglieder von weit her.

Also haben wir das Zepter etwa 2013 an Nancy übergeben. Sie ist eine sehr versierte Social-Media-Beraterin und hatte zuvor eine Zeit lang mit uns als Co-Moderatorin zusammengearbeitet. Sie leistet auch heute noch hervorragende Arbeit für Anwälte, indem sie verschiedene Social-Media-Plattformen bespielt. Die Dinge änderten sich aber: Nancy ist das aktivste Mitglied der Gruppe, die Anwälte – das Hauptpublikum – sind so gut wie inaktiv geworden.

Tatsache 1: Man braucht viel Ausdauer, um weiterzumachen. Selbst wenn Sie über die nötigen Ressourcen verfügen (die meisten grossen Firmen wie Philips tun das), lohnt sich dann die Mühe, vielleicht mehrere Arbeitsstunden pro Woche für die Moderation einer LinkedIn- oder Facebook-Gruppe aufzuwenden? Ist eine wöchentliche Aktivität ausreichend, oder muss man sich täglich engagieren?

LinkedIn Check: Groups have lost their shine, finding added value is getting to be difficult.
LinkedIn Check: Die Gruppen haben ihren Glanz verloren; einen Mehrwert zu finden, wird immer schwieriger.

Was ist das aktuelle Problem der LinkedIn Gruppen?

Viele der oben genannten Faktoren können selbst zur Beschreibung einiger der erfolgreichsten Gruppen dienen. Ein Beispiel von der globalen Verbrauchermarke Philips ist unten aufgeführt (siehe auch Screenshot oben). Warum sollte Philips verfügen, eine solche Gruppe zu schliessen?

  • Die Gruppe “Innovations in Health” auf LinkedIn (kann nicht verlinkt werden weil seit 30. Juni 2020 geschlossen, d.h. nicht mehr “live” auf LinkedIn)
  • Besitzer: Philips
  • Gegründet: September 2009
  • Anzahl Mitglieder im Juni 2020: 165’142
  • Moderation: Die Beiträge der Mitglieder müssen von den Moderatoren vor der Freischaltung genehmigt werden.
  • Geschlossen: Anfang Frühling 2020 informierte uns die Seite über die nahende Schliessung und verwies auf die Philips Hauptseite bei LinkedIn: “The Innovations in Health group will be closed on June 30, 2020. Please follow the Philips LinkedIn page to continue the conversation: https://www.linkedin.com/company/philips/

Offenbar hatte die Gruppe seit ihrer Gründung viele Mitglieder angezogen. Schon mit ihrem Namen war klar, dass ihr Hauptaugenmerk auf Gesundheit und Innovation lag. Jedoch ist die Moderation einer solchen Gruppe keine leichte Aufgabe und erfordert Zeit und Geduld. Mit anderen Worten, man muss die Charta der Gruppe durchsetzen. Wenn Beiträge nicht in die Charta passen, müssen sie zurückgezogen und die Leute gewarnt werden. Das wird nach einer Weile schmerzhaft, trotzden muss man höflich und professionell bleiben – obwohl die Mitglieder meistens wissen, dass sie die Richtlinien der Gruppe überschritten haben. Werden sie erwischt, reagieren manche Leute immer noch überrascht und irritiert, wenn sie gemassregelt werden.

Die grösste Herausforderung besteht darin, die aktive Beteiligung der Mitglieder aufrechtzuerhalten. Die Philips-Gruppe “Innovation im Gesundheitswesen” und unsere frühere Gruppe “Social Media for Lawyers” veranschaulichen dies sehr gut. Vor allem, weil es grundsätzlich darum geht, Ideen auszutauschen und Diskussionen über die unterschiedlichen Meinungen der Menschen zu führen. Zumindest in der Theorie.

Tatsache 2: Das einseitige Streuen scheint als ressourceneffizienter wahrgenommen zu werden als die Bewirtschaftung einer Gemeinschaftsgruppe (siehe Philips Corporate LinkedIn-Profil als Unternehmensseite).

Gehören einige dieser Plattformen, die angeblich Diskussionen und Dialog fördern wollen, nicht mehr in die heutige Zeit? Sind sie wie ein Luftballon – die Luft ist raus, die Neuheit hat sich abgenutzt, und der LinkedIn-ROI gehört der Vergangenheit an?

LinkedIn ROI-Check und KPIs der Beteiligung

Marketing Fachleute wissen, dass die Wertsteigerung von nutzergenerierten Inhalten einer der Träume ist, die uns verkauft werden. Insbesondere sind Firmen angeblich in der Lage, in Bezug auf Engagement-Raten und ROI an Boden zu gewinnen. Wirklich? Wie oft werden Sie sich das Hornbach-YouTube Video ansehen, das zwar witzig und dennoch wenig informativ zum Kauf der Produkte führt? (nur 15 Tausend Views in 5 Jahren)

Buffalo Wild Wings (ein US Anbieter von frittirtem Chicken, prominent vertreten auch bei Sportveranstaltungen) hat in nur sechs Tagen ein Video mit selbst gedrehten Fan-Videos erstellt. Wegen dem Ausbleiben von Live-Sportveranstaltungen zeigt das Video eine Reihe von Menschen, die zu Hause ihre eigenen erfundenen Sportarten kreieren. Es wurden inzwischen tatsächlich 100.000 Aufrufe erzeugt, aber hat die Werbung auch zum Verkauf des Produkts beigetragen? Da sie in der Presse als ein lobenswertes Beispiel dafür erwähnt wurde, wie man es richtig macht, ist der Bekanntheitsgrad der Marke sicherlich gestiegen. Das ist grossartig.

Bei den beiden obigen Beispielen handelt es sich um Business-to-Consumer (B2C)-Situationen, aber wenn wir uns LinkedIn ansehen, scheint es im Business-to-Business (B2B)-Bereich keine grossen Unterschiede zu geben. Zur Veranschaulichung: Es wird angenommen, dass die sozialen Medien uns alle von einer “Ausstrahlkultur” (wenige senden an viele) zu einer Kultur gebracht haben, in der viele an wenige oder vielleicht viele senden. Diese folgen, beteiligen sich, diskutieren, antworten und so weiter. Einige Fernsehsendungen verwenden bei Live-Veranstaltungen Hashtags und Twitter-Umfragen, offenbar um ihr Publikum besser zu erreichen.

Die Moderatoren der Gruppe “Innovations in Health” haben mich auf die Philips Firmenseite verwiesen. Die hat 1,6 Millionen Follower, aber:

  • 100, 20, oder weniger Likes pro Beitrag, davon sind scheinbar 80% Philips Mitarbeiter*Innen, und
  • Null Kommentare oder Aktivitäten während des letzten Monats oder noch länger. Okay, vielleicht findet sich dort ein Kommentar aber mehr nicht, auch keine Antwort vom Autoren.

Wenn wir nur über unsere Produkte posten, wie es Philips und viele andere grosse Unternehmen tun, haben wir eine Dialogmöglichkeit zu einem Werbekanal degradiert. Sie bietet unseren potenziellen Kunden im Grunde genommen wenig bis gar keinen Mehrwert. Ist das schlecht oder ist es nur eine Verschiebung der Kommunikationsrichtung? Halten wir eine einseitige Kommunikation für effektiver als den Dialog mit unseren Kunden, beispielsweise auf LinkedIn oder Xing?

Tatsache 3: Eitle Metriken, wie z.B. einfache Follower-Zahlen als “mögliche Reichweite”, erzählen nicht die ganze Geschichte. 50 “Likes” mögen in Ordnung sein, aber wenn Sie keine substantielleren Leserkommentare erhalten, die an sich schon einen Mehrwert zum Original darstellen (d.h. mehr als nur “toller Beitrag”), wen kümmert das? Natürlich ist es ein Muss, dass der/die Autor(en) auf den Kommentar antwortet/antworten, andernfalls wird sich der/die Kommentator(in) wahrscheinlich nicht wertgeschätzt fühlen. Die Chancen stehen dann gut, dass er/sie nie wieder einen Kommentar abgeben wird.

Time Sink: ROI von LinkedIn, Instagram, etc. brauchen viel Zeit. As lohnt und was nicht?
Zeitverschwendung: Pflege von LinkedIn, Instagram, usw. braucht viel Zeit. Lohnt sich der Einsatz?

LinkedIn: Schlussfolgerung

Wie bei Xing und anderen Plattformen bleibt die Tatsache bestehen, dass LinkedIn eine modernisierte elektronische Rollkartei ist. Ich kann Informationen über eine Person finden, auch wenn sie den Arbeitsplatz gewechselt hat. Leider erschwert das in einigen Fällen die Benutzer, indem sie in ihrem Profil keine Kontaktangaben angeben. Dies hilft LinkedIn oder Xing dann dabei, kostenpflichtige Abonnements zu verkaufen, die es ermöglichen, Personen direkt über die Plattform anzuschreiben.

Die Personen, die Sie wirklich erreichen möchten und die Ihnen in Ihrem B2B-Geschäft helfen können, sind möglicherweise Führungskräfte im Einkauf oder in der Produktentwicklung Ihres gewünschten Kundenunternehmens. Diese haben vielleicht weder die Zeit noch sind sie bereit, sich die Zeit zu nehmen, um bei LinkedIn oder Xing aktiv zu sein.

LinkedIn Gruppen ermöglichen die Verbindung zu und Austausch mit Gleichgesinnten aus Ihrer Branche.

Neil Patel

Das Zitat von Neil Patel (ein britischer Autor, Unternehmer, Marketer und Blogger) ist interessant. Es setzt voraus, dass diejenigen, die Sie erreichen wollen, auf der Plattform aktiv sind und sich engagieren wollen. Wer hat die Zeit dazu, ausser Leuten wie Neil, der versucht, uns davon zu überzeugen, dass es sich lohnt? Selbst wenn Sie, wie Neil behauptet, einer der 40 Top-Digitalstrategen sind, können Sie diese Fakten nicht ändern 😅.

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU – siehe EU-Definition) kann es ein gutes Gefühl vermitteln, Geschäftskontakte in fremden Märkten zu haben, auch wenn sie dort als Unternehmen nicht aktiv sind. Offensichtlich hat ihre Marketing- und Markenkampagne funktioniert, oder? Dennoch werden diese Kontakte und ihre Interaktion die Kasse nicht zum Klingeln bringen – weder heute noch morgen. Auch werden solche LinkedIn-Kontakte Ihnen nicht dabei helfen, die Miete am Ende dieses Monats zu bezahlen.

Insgesamt haben wir festgestellt, dass die meisten aktiven Menschen auf LinkedIn die Plattform als Marktplatz für den Informations- und Ideenaustausch nutzen. Darüber hinaus finden sie es hilfreich, in lockerem Kontakt mit (ehemaligen) Kollegen zu bleiben, da wahrscheinlich jeder das Profil auf dem neuesten Stand halten wird. Wir haben auch von einigen wirklich kleinen Unternehmern (Coaches, One-Man-Shows usw.) gehört, die Anfragen für Gespräche, Sitzungen oder kleine Geschäftsmöglichkeiten über LinkedIn erhalten. Für grosse Unternehmen wie Philips tragen LinkedIn und ähnliche Plattformen zur Markenbildung bei und erzeugen keinen Umsatz.

Teilen Sie bitte mit uns Ihre Erfahrungen in den Kommentaren:

  • Wie sehr mögen und nutzen Sie LinkedIn und wie viel Zeit verbringen Sie damit, sich einzubringen, zu kommentieren oder zu posten?
  • Woher wissen Sie, ob sich die investierte Zeit lohnt?

Interesting read to check out: Heffer, Taylor, Good, Marie, Daly, Owen, MacDonell, Elliott, and Willoughby, Teena (2019-06). The longitudinal association between social-media use and depressive symptoms among adolescents and young adults: An empirical reply to Twenge et al. (2018) (see also ResearchGate). Clinical Psychological Science, 7(3), 462-470. DOI: 10.1177/2167702618812727. Accessed on 2020-07-20 from https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/2167702618812727?journalCode=cpxa& or ResearchGate

During the COVID-19 lockdown, we all had to spend more time working in the Home Office. In turn, our use of digital communication platforms for work and personal reasons has increased. For instance, data from Linkedin tell us:

  • There was a 55 percent increase in conversations, such as comments, between March of 2019 and March of 2020.
  • There were 300 percent more “live broadcasts” during February and March/April 2020.

The use of webinars or web events and viewing of videos has also increased:

  • 272 percent more comments were made during live stream events during February and March 2020 alone; and
  • 180 percent more hours of watching videos on #LinkedInLearning =>  4 Million hours in March, 7.7 million hours in April 2020.

By the way, our focus here is on using these platforms for work related purposes, not our hobbies or entertaining ourselves during our spare time. That’s why we chose LinkedIn, which is considered a business exchange platform.

LinkedIn ROI (Return on Investment)

Today people might tell you that time, personal as well as professional, is a very valuable asset. Accordingly, using social media platforms such as LinkedIn during work hours should benefit the individual as well as the company. With that in mind, some questions may arise:

  • If I share an update my employer made to the corporate LinkedIn page with the followers on my personal LinkedIn profile, is this time well spent?
  • Besides maybe getting one of my friends to smile when they see my comment on the shared company post, what other benefits are there?
  • Does my sharing help raise brand awareness for my employer with my circle of acquaintances?

What we do know is spending too much time on social media platforms like Facebook or LinkedIn may result in higher occurrences of signs of depression than if you spend time outdoors. LinkedIn and Instagram are both transaction platforms, while Baidu, Match.com, Uber, AirBnB or Hotels.com are intermediaries or online marketplaces that make it possible for users to exchange goods and services or information including contact data.

Most platforms have different objectives, such as trying to be a glorified Rolodex and helping you keep in touch with your career-related pals and acquaintances. For this, LinkedIn has created a means that should make it easier for us to stay connected. We will give you a short run down based on personal experiences and reflections.

Interesting read to check out: Cusumano, Michael A., Yoffie, David, B. & Gawer, Annabelle (Spring 2020). The future of platforms. MIT Sloan Management Review, pp. 46-54. Accessed on 2020-06-01 from http://sloanfreview.mit.edu/x/61304

How do you keep LinkedIn groups alive? Personal reflections

We started a group in November 2009 and did pretty well until about 2013. The focus was on how lawyers could use social media and what legal and economic issues they had to consider for themselves and their clients. Many legal luminaries were actively participating. But at that time LinkedIn was very new for lawyers and the world had yet to begin with using social media channels in earnest. Here are some facts for you about our former group.

  • Title: Originally ‘Social Media for Lawyers’, now Social Media for Lawyers with Nancy Myrland
  • Founders / Owners: Founder Nils Victor Montan (lawyer), I was asked to join shortly after it got launched as a social media expert, Nancy Myrland (the current owner; also a social media expert) became a co-moderator around 2013.
  • Founded: November 2009
  • Members: 3,327
  • Moderating: No pre-approval needed, but violating the principles and the focus may result in the deletion of content.

At the beginning we spent at least 15 minutes each day ensuring we replied to every comment left by a member. We also used to monitor this group 24 hours a day. Not that difficult, considering that Nils was in the US, and I was in Europe. But it took A LOT of time.

Then, my colleague Nils Montan (a crackerjack lawyer) felt that his interests had shifted. I was working in a start-up, so I had to be very careful with my time. Another problem for me was that in those years, I was unlikely to serve clients in Argentina or Singapore, but many of our active group members came from far away places.

So we passed the baton to Nancy in about 2013. She is a very savvy social media consultant and had worked with us as a co-moderator for a while beforehand. She does a great job of sharing interesting stuff and tidbits for lawyers using various social media platforms even today. But things have changed. Nancy is the most active poster, yet lawyers – our primary target group – have become pretty much inactive in the group.

Fact 1: You need plenty of stamina to keep going. Even if you have the resources (most large firms such as Philips do), is it worth the trouble to spend maybe three working hours every week on moderating a LinkedIn or Facebook group? Is a once-weekly activity enough, or do I need to engage daily?

LinkedIn Check: Groups have lost their shine, finding added value is getting to be difficult.
LinkedIn Check: Groups have lost their shine; finding added value is getting difficult.

What is LinkedIn groups’ latest illness?

Many of the factors above can be used to describe even some of the most successful groups. One example is the one listed below (see also screenshot above), from global consumer brand Philips. But why would Philips decide to close such a group?

  • Innovations in Health group on LinkedIn (not hyperlinked because Philips closed it June 30, 2020)
  • Owner: Philips
  • Founded: September 2009
  • Members June 2020: 165,142
  • Moderating: Members’ posts require admin approval before they become visible to others
  • Closing: At the beginning of spring 2020, the page had this text: “The Innovations in Health group will be closed on June 30, 2020. Please follow the Philips LinkedIn page to continue the conversation: https://www.linkedin.com/company/philips/

Clearly, the group had amassed plenty of members since its launch. Already with its name, it was clear its primary focus was health and innovation. Nevertheless, moderating such a group is not an easy job and takes time and patience. In other words, you need to enforce the group’s charter. If posts do not fit the charter, they have to be pulled and people have to be warned. This gets to be a pain after a while, but you have to remain courteous, polite, and professional – despite needing to deal with members who know they overstepped the charter or group guidelines. Even if caught, some people still react surprised and irritated when told that what they did was neither nice nor according to the rules.

The greatest challenge is keeping up the engagement and participation of the members. The Philips group on Innovation in Health and our former Social Media for Lawyers group illustrate this very well. Especially because exchanging ideas, and hosting discussions of people’s differing opinions is what we are after. At least in theory.

Fact 2: Just broadcasting seems to be perceived as more resource-effective than running a community group (see Philips corporate LinkedIn profile as a corporate page).

Do some of these platforms that supposedly want to foster discussions and dialogue belong in our rearview mirror? Is it like a balloon – the air is out, the novelty has worn off, and LinkedIn ROI is a thing of the past?

LinkedIn ROI Check and Engagement KPIs

Marketers find that increasing value in user-generated content is one of the pipe dreams we are being sold. Specifically, we are supposedly able to gain traction in terms of engagement rates and ROI. But how many times will you look at Made.com’s Instagram posts that showcase its products in customer homes?

Buffalo Wild Wings created an ad in just six days using homemade fan videos. In reference to the absence of live sporting events, the ad shows a number of people creating their own made-up sports at home. Yes, it created 100,000 views by now, but did it help sell products? Since it was mentioned in the press as a laudable example of how to do it right, the brand awareness certainly went up. Great.

The above two examples are Business to Consumer (B2C) situations, but if we look on LinkedIn, it does not seem to be vastly different in the Business to Business (B2B) space. To illustrate, social media is supposed to have moved us all from a broadcasting culture (few send to many) to a culture where many send to a few or maybe many who follow, but all engage, discuss, reply, and so forth. Some TV shows use hashtags and Twitter polls during live events, apparently to better engage with their audience.

The moderators of the closing Innovations in Health group directed me to the Philips corporate page on LinkedIn that has 1.6 Million followers, but:

  • 100, 20, or fewer likes per post – 80 percent of them Philips employees it seems, and
  • zero comments / engagement from the followers over the last month or even longer… okay, maybe one post with a single comment, but no reply from the author.

If we just post about our products as Philips and many other large companies do, we have downgraded a dialogue opportunity to an advertising channel. It basically provides little if any added value to our customers and potential clients. Is this bad or just a shift in what we find more effective for our company and how we communicate with clients on platforms like LinkedIn or Xing?

Fact 3: Navel-gazing metrics, such as simple follower numbers as a “possible reach” are not the whole story. 50 likes may be fine, but unless you get more substantive reader comments that in themselves add value to the original (i.e. more than just “great post”), who cares? Of course, the author(s) replying to the comment is a must, or the commenter is unlikely to feel appreciated, and chances are they’ll never comment again.

Time Sink: ROI von LinkedIn, Instagram, etc. brauchen viel Zeit. As lohnt und was nicht?
Time Sink: LinkedIn, Instagram, etc. require plenty of time. Is it worth it?

LinkedIn: Conclusions

Like Xing and other platforms, the fact remains that LinkedIn is a glorified electronic Rolodex (originally a rotating file device used to store business cards of contacts). I can get information about a person even if one changed has jobs. Unfortunately, in some cases, users make that difficult by not providing a phone number or contact email on their profile. However, this helps LinkedIn or Xing sell paid subscriptions that enable one to contact people via the platform directly.

The people whom you really wish to reach and who can help you in your B2B business are maybe executives in the purchasing or product development departments of your targeted client company. They may neither have the time nor be willing to take the time to be on LinkedIn or Xing.

LinkedIn Groups are a way you can connect and interact with like-minded professionals in your industry.

Neil Patel

Neil Patel’s (a British author, entrepreneur, marketer, and blogger) quote is interesting but it presumes that those you want to reach are active on the platform and want to engage. Who has the time, besides people like Neil, who is trying to convince us that it is worth it? Even if you are one of the top 40 digital strategists, as Neil claims to be, you cannot change these facts 😅.

For Small and Medium-Sized Enterprises (SME – see EU definition) having business contacts in markets where they are not active might make one feel good. Obviously, their marketing and branding campaign worked, right? Nevertheless, those contacts and their interaction won’t make the cash register ring – today or tomorrow. Nor will such LinkedIn contacts help you to pay the rent at the end of this month.

Overall, we found that most active people on LinkedIn use the platform as an information and idea exchange marketplace. In addition, they find it helpful to stay in loose touch with (former) colleagues, since everyone will probably keep the profile updated. We also heard from some really small entrepreneurs (coaches, one-man-shows, etc.) that they do get inquiries for talks, sessions, or small business opportunities. For large companies such as Philips, LinkedIn and similar platforms represent a brand-building exercise, not a sales funnel.

Please share your experiences with us in the comments:

  • How much do you like and use LinkedIn and how much time do you spend engaging, commenting, or posting?
  • How do you know it is worth the time?

Interesting read to check out: Heffer, Taylor, Good, Marie, Daly, Owen, MacDonell, Elliott, and Willoughby, Teena (2019-06). The longitudinal association between social-media use and depressive symptoms among adolescents and young adults: An empirical reply to Twenge et al. (2018) (see also ResearchGate). Clinical Psychological Science, 7(3), 462-470. DOI: 10.1177/2167702618812727. Accessed on 2020-07-20 from https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/2167702618812727?journalCode=cpxa& or ResearchGate

drkpi® DSGVO Audit Light - Facebook, Webseite, CSRM, Datensicherheit

Seit 2 Jahren leben wir mit der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung). Wir alle sind in Sachen Datenschutz und Datensicherheit gefordert.
Im Beitrag stellen wir Ihnen den drkpi® DSGVO Audit Light Ratgeber zum Download bereit. Hier besprechen wir Themen wie:

  • Halten wir die Datenschutzbestimmungen ein?
  • Funktioniert der Daten Backup über das Netz oder auf einem zu Hause vorhandenem Backup Server?
  • Sind Virenscanner und eine Firewall installiert?

Wenn Sie Fragen zu dieser Liste oder im Zusammenhang mit Datenschutz im Marketing haben, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Sie können diese Checkliste auch als PDF-Dokument herunterladen. Füllen Sie das Formular unten aus und erhalten Sie unsere drkpi® DSGVO Audit Light Checkliste kostenlos.

Verfahrensverzeichnis und Accountability: Erste Schritte mit drkpi DSGVO Audit Light

Als Grundlage für den Audit Datenschutz‐Sicherheitscheck gelten Art. 24 und 32 DSGVO der EU‐Datenschutzgrundverordnung.

Die Datenschutz-Richtlinie betrifft vor allem den Schutz der persönlichen Daten. Damit eng verbunden ist auch die IT Sicherheit, denn wenn Ihre Daten durch Fehler verloren gehen oder in die falschen Hände geraten, sind potentiell auch die personenbezogenen Daten betroffen.

Das hier ist kein voller Audit, es soll Ihnen lediglich die erste Auskunft darüber geben, wir sicher Ihr Unternehmen in Sachen Datenschutz aufgestellt ist. Dieser Schnelltest zeigt auf, wo Sie weitere Überprüfungsschritte einleiten müssen. Die DSGVO wird immer dann angewendet, wenn Sie Daten von Menschen aus dem EU Raum bearbeiten (z.B. Ihre schweizer Firma hat Kunden oder Lieferanten in Deutschland).  

Der drkpi® DSGVO Audit Light offenbart Ihnen auch die verbesserungswürdigen oder kritischen Gebiete.

  1. Accountability: Jede Applikation, welche Sie im Marketing oder Finanzwesen nutzen, muss in Ihrem Verfahrensverzeichnis aufgeführt sein.
  2. Consent: Je nach Geschäft (z.B. B2C) muss der Kunde eingewilligt haben, die bestimmte Art der Kommunikation (z.B. Newsletter) zu erhalten. Wenn er für einen Marketing Newsletter einwilligt, will er aber keine Angebote zu Rheumadecken bekommen.
  3. Visueller Überblick: Die Aufsichtsbehörde will nicht 10 Excel Tabellen durcharbeiten. Besser sind Datengrafiken, welche einen evidenzbasierten Überblick verschaffen. Beispielsweise, wie viele Anfragen gab es in der überpüften Periode von Personen, die Auskunft haben wollen, welche Daten gespeichert wurden, wie schnell wurde geantwortet, usw.
  4. Kosten: Was kostet uns die DSGVO im Marketing und Unternehmen insgesamt.

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Erste Schritte mit dem drkpi® DSGVO Audit Light

Unten finden Sie geschlossene Fragen, die Sie für sich mit JA, NEIN, oder ICH WEISS NICHT, beantworten sollen. Wenn Sie sich bei allem sicher fühlen und immer JA sagen können, könnte bei Ihnen alles in Ordnung sein. Sollten Sie jedoch Zweifel haben oder keine Antwort wissen, sollen Sie einen Audit durchführen lassen.

Stellen sie sicher, dass alle Mitarbeiter auf das Datengeheimnis verpflichtet sind, wie z.B.:

  • Sind externe wie interne MitarbeiterInnen verpflichtet? 
  • Wissen MitarbeiterInnen, um was es beim Datenschutz wirklich geht? 
  • Ist den MitarbeiternInnen bewusst, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie z.B. am Telefon um Auskunft gebeten werden?

Datensicherheit: Haben wir den Grundschutz mit folgenden Vorkehrungen sichergestellt: 

  • Haben wir mögliche Risiken eruiert und deren Prävention etabliert? 
  • Haben wir einen Notfallplan (z.B. bei einem Data Breach, wer wird wann informiert)? 
  • Sind alle MitarbeiterInnen informiert?
  • Haben wir verantwortliche Personen für diverse IT-Sicherheitsaspekte benannt?
  • Wurden Regeln aufgestellt, wer zu welchen Daten über welche Applikationen Zugang hat (Privacy by Design)?
  • Wurden unsere Mitarbeiter mit Hinblick auf die ober genannten Aspekte geschult? 
  • Sind alle Regelwerke dokumentiert, sicher aufbewahrt und für alle bei Bedarf zugänglich?

Dokumentation von IT-Verfahren, Software, IT-Konfiguration: Verfahrensverzeichnis und Accountability

Haben wir einen Datenschutzverantwortlichen:

  • der sich um die Software und alle relevanten Verfahren kümmert? 
  • verhält sich diese Person oder Anbieter nachweislich datenschutzkonform?

Läuft unsere interne und externe Datenübertragung sicher? 

Haben wir Massnahmen eingeleitet, um uns gegen Schadsoftware zu schützen?

Nutzen wir sichere interne und externe Datenträger?

Stellen wir sicher und kontrollieren wir, dass vor, während und nach Wartungs- oder Reparaturarbeiten auf den Datenschutz geachtet wird?

Haben wir das Risiko Management im Griff, also wie kontrollieren/überprüfen wir, dass:

  • intern programmierte Applikationen keine Schwachstellen/Vulnerabilities haben?
  • extern eingekaufte oder in der Cloud genutzte Software Programme / Applikationen keine Schwachstellen / Vulnerabilities haben?
  • das systematische Risiko für Viren, Malware und Ransomware Infektion nicht zu hoch ist?
  • das nicht systematische Risiko in Sachen Vulnerabilities, Bugs, Malware und Ransomware so gut wie möglich kontrolliert wird?
Was ist Ransomware? Malware die in den Computer des Opfers eindringt und alle ihm zur Verfügung stehenden Dateien verschlüsselt.
Was ist Ransomware? Malware, die in den Computer des Opfers eindringt und alle ihm zur Verfügung stehenden Dateien verschlüsselt.

Internet, E-Mail, personenbezogen Daten

Ist unsere Internetseite datenschutzkonform?

Ist unser E-Mail Marketing datenschutzkonform?

Können wir die Datenschutzkonformität im Kontakt mit EU-Ländern jederzeit gewährleisten bzw. belegen?

Wenn wir geschäftliche Kontakte zu US Firmen haben, können wir jederzeit belegen, dass wir datenschutzkonform sind?

Sammeln wir personenbezogene Daten von Dritten (Emailadressen für unser Newsletter, beispielsweise)? Wenn ja,

  • ist die Sammlung dieser Informationen DSGVO konform?
  • deren Speicherung DSGVO compliant?

Sind alle Mitarbeiter informiert, wie sie mit der Sammlung, Speicherung, Weiterverarbeitung und Löschung dieser Daten umgehen sollen?

Ressourcen 

Viel Erfolg.

Nachnotiz Datenschutz und Datensicherheit

Politiker wollen Standortdaten von Smartphones nutzen, um die Ausbreitung des #Coronavirus und anderer Krankheiten einzudämmen. Zu Recht hat die Idee Fragen zum Datenschutz aufgeworfen. Eine Studie zeigt, dass 99,98% der Personen mit 15 demographischen Merkmalen (z.B. Alter, Geschlecht, Beruf usw.) identifiziert werden können. Dies gilt selbst dann, wenn ihre Daten anonymisiert wurden. Sie können zur Anschauung selber den Test durchführen (in Englisch, läuft nur auf Ihrem Rechner), geht nur mit UK und US Postleitzahlen: https://cpg.doc.ic.ac.uk/individual-risk/

Wir haben es getestet und das Resultat war wie folgt:

Wenn Ihr Arbeitgeber oder Nachbar jemanden findet, der mit Ihrem Geburtsdatum (1966/2/19), Geschlecht (männlich) und Postleitzahlbezirk (SW7) in einem “anonymen” Gesundheitsdatensatz übereinstimmt, wären das in 77% der Fälle Sie!
Andere Personen haben im Durchschnitt eine Wahrscheinlichkeit von 79%, korrekt wieder identifiziert zu werden, was Sie weniger einzigartig macht als den Rest der britischen Bevölkerung.

Rocher, Luc, Hendrickx, Julien, M., & de Montioye, Yves-Alexandre (Juli 2019). Estimating the success of re-identifications in incomplete datasets using generative models. Nature Communications, 10, Art. # 3069 volume 10, Article number: 3069 DOI: 10.1038/s41467-019-10933-3

Hier geht es um die effektivere Nutzung von Bewegtbild in der Corporate Communication. Unsere Video-Marketing-Checkliste hilft Ihnen, diese Arbeit zu optimieren.
Im Folgenden finden Sie 10 Tipps für die Planung eines erfolgreichen Marketing Videos mit Bonus Tipp(s).

Noch mehr zum Thema Video Marketing finden Sie hier von Patrizia Sinistra:

Dieser Beitrag wurde als Zusatzinhalt zum 4. MCLago Happy Hour Webinar erstellt. Mehr Infos auch hier:

Sie können eine Zusammenfassung der Punkte aus diesem Beitrag als Checkliste herunterladen und hier den Beitrag vom MC Lago studieren.

Warum lohnt sich ein Video? Planung macht es möglich

Zuerst muss uns klar sein, dass nur gute Videos den gewünschten Impakt oder Resonanz bringen können. Es wird nämlich bereits eine Riesenmenge von Videos produziert.

Die Anzahl der neuen Videos ist enorm. Sagen wir, eine Person möchte die in der Zeitspanne von einer Woche hochgeladenen Videos auf den beliebtesten Kanälen auf YouTube anschauen. Würde sie das tun, müsste sie allerdings täglich acht Stunden lang ohne Pausen oder freie Tage aufwenden und bräuchte hierfür 16 Jahre (Pew Research – 2019-07). Das zeigt die Problematik des Überangebots. Bei neuen Videos ist Qualität gefragt und auch Glück nötig, ansonsten geht man in der Masse unter.

Um diese Situation besser meistern zu können, muss ganze Arbeit geleistet werden. Der Anfang bildet dabei die Marketing und die Digital Marketing Strategie. Videos oder Bewegtbilder müssen mit der Digital Marketing Strategie koordiniert sein.

Mithilfe dieser Planungsarbeit merken wir sehr bald, dass das Posten eines einzigen Videos in 12 Monaten zu wenig ist. Für Klein- und Mittelstandsbetriebe (KMU) sprengen jedoch 100 Videos das Budget. Möglicherweise ist es aber gut umsetzbar, 6 Videos beispielsweise im Bereich der Produktnutzung, mit Fallstudien beim Kunden oder aus der Rekrutierung zu veröffentlichen. Die gewünschten Themen sollen kurz aufgeschrieben werden und Teil des Content Plans sein. Hier unsere Hilfestellung:

  • Ziel – was wollen wir mit dem Video erreichen?
    • Produkt promoten (z.B. warum ist Migros Ice Tea besser als Lipton’s Ice Tea – Pepsi versus Coke…),
    • Erklärung/Weiterbildung – so ersetzen Sie den Wasserfilter in der Jura Kaffeemaschine (How To Kategorie – SEO Tipps), oder
    • Fun/Unterhaltung – für Firmen eher weniger praktikabel, aber manchmal möglich. PS: Humor ist oft kulturabhängig und funktioniert manchmal anders über die Landesgrenze hinaus, z.B. Schwierigkeiten bei der Übersetzung von Deutsch auf Englisch (z.B. Ironie, Wortspielereien übersetzen ist oft fast unmöglich).
  • Budget – welche Ressourcen brauchen wir und welche stehen uns zur Verfügung?
    • Materialkosten – wie viel muss ich in der Vorbereitungsphase, während der Dreharbeiten und in die Nachbearbeitung investieren? Muss ich neues Equipment oder Bearbeitungssoftware kaufen oder mieten? Muss ich Räumlichkeiten mieten?
    • Personalkosten – wer kommt von extern/intern und wieviel Zeit brauchen diese Personen? Es geht um das Konzept, Vorbereiten des Scripten, Anreise zu Dreharbeiten (weitere Kosten?), eventuell Übernachtungskosten und Spesen, Produktion und Postproduktion und nicht zuletzt, wer wie das Video bei Kunden promoten soll (siehe auch KPIs weiter unten). Die Personalzeit, die ich berechnen muss, sind also nicht nur die Stunden des eigentlichen Drehs.
    • Auf welchen Plattformen will ich publizieren und wie mache ich darauf aufmerksam – daraus ergeben sich eventuell weitere Zeit- und Personalkosten. Ich muss für unterschiedliche Social Media Kanäle unterschiedliche Formate vorbereiten (Länge des Videos – 5 Minuten auf YouTube, 30 Sekunden auf Instagram, mit Untertiteln oder ohne, unterschiedliche Hintergrundmusik, andere Voice-over Sprachen usw).
  • Administration
    • Copyright – Vereinbarung mit teilnehmenden Mitarbeitern, usw. (Download Vorlage Vereinbarung mit Mitarbeitern/Azubis von drkpi hier),
    • Review Prozess – alle Versionen (z.B. für YouTube oder Instagram) müssen vorher überprüft werden unter Berücksichtigung aller Sprach- und Kulturgebiete. Neuestes Negativ-Beispiel: Shitstorm um das Video für den neuen VW Golf vor dem Hintergrund der Bewegung “Black Lives Matter”. Dem Instagram Video in Deutsch (siehe ganz unten im Beitrag) sagte man rassistische Nähe nach, worauf VW den Clip löschte.
    • Skript – Wort für Wort aufschreiben oder Themen skizzieren. Das Video von drkpi unten ist frei gesprochen mit Hilfe der Slides, welche der Präsentator während des Webinars mit Teilnehmenden vorliegen hatte (siehe gleich hier im Beitrag).

Wer ist unsere Zielgruppe für das Video Marketing? Generationen berücksichtigen

Sobald wir wissen (siehe oben), um was es gehen soll und welchen Fokus das Video haben soll, geht es zum Dreh.

  • Art der Zielgruppe – wen wollen wir ansprechen?
    • Konsumenten B2C,
    • Firmen B2B, oder
    • Kombination von Firmen und deren Konsumenten/Firmenkunden, private wie auch institutionelle Investoren.
  • Sozio-ökonomische und -demographische Faktoren unserer Zielgruppe(n)? – Millennials, Generation X oder Y … für Marketingprofis
    • Alter – z.B. hat Generation Z mit 8 bis 23 Jahre (2020) andere Bedürfnisse/Wünsche als Generation X – 40 bis 55 Jahre alt,
    • Gender – Mann, Frau, divers, und
    • Bildung/Sprachraum: DE, FR, EN (USA versus Kanada, Australien, UK).
  • Wo und wann erreichen wir die Zielgruppe – das Multitasking (während einer Konferenz oder abends beim TV-Film schauen hat man weniger Konzentration für unser Video)
    • Wo – Im Zug/Auto, Büro oder zu Hause angeguckt (Konzentration ist im Zug sicherlich anders als zu Hause im stillen Wohnzimmer),
    • Gerät – Tablet, PC, TV, Smartphone und
    • Plattform – Webseite, Kanäle (z.B. LinkedIn, Instagram oder TikTok).

Ein Video in voller Länge ist auf YouTube oder Vimeo vielleicht 10 Minuten lang. Auf Instagram soll es aber kürzer sein, wie z.B.

  • Instagram Feed Video Length und Instagram Video Ad Length: 3 – 120 Sekunden
  • Instagram Story Video Length: Maximal 15 Sekunden pro Story Card
  • IGTV Video Length: 15 Sekunden – 10 Minuten (für ein paar Accounts bis zu 1 Std.)
  • Instagram Live Video Length: Bis zu 60 Minuten
  • Instagram Story Video Ad Length: bis zu 120 Sekunden

Pinterest akzeptiert Videos als MP4- oder MOV-Dateien bis zu einer Größe von 2 GB, d.h. je nach Qualität sind 5 Minuten möglich (850 MB bis 1.75 GB). Ideal sind entweder das quadratische Format (1:1) oder wie bei Bildern das Hochformat.

Wie messen wir den Erfolg vom Video Marketing? 3 KPIs

1 bis maximal 3 KPIs oder Key Performance Indicators reichen. Auch hier ist es wichtig, sich vor Augen zu halten, dass das Erreichen der Zielgruppe das Ziel ist. Im B2C Bereich hoffen wir auf Konsumenten aus dem Markt oder Land, in dem der Kunde zu Hause ist. Im B2B Bereich sind es die möglichen Kunden der Produkte oder Dienstleistung.

Die meisten Marketers sind sich einig, dass ihre Zielgruppe in eine von drei Kategorien passt:

  • Dem Kunden fehlt die Bekanntheit/Awareness mit Brand/Produkt/Dienstleistung oder er hat das Vertrauen nicht (mehr),
  • Der Kunde fühlt noch Unsicherheit über Marke/Produkt/Dienstleistung/Arbeitgeber – Sicherheit mit Informationen verbessern, im Video erklären, wie das Produkt funktioniert, wenn richtig genutzt oder warum es sich lohnt, sich für diese offene Stelle zu bewerben,
  • Bereit zum Entscheid/Kauf: Der Kunde befindet sich in der Entscheidungsphase; wo bewerbe ich mich für die neue Lehrstelle, welches Shampoo kaufe oder bestelle ich demnächst usw.

Video Marketing muss deshalb für jedes Video berücksichtigen, wo sich das gewünschte Zielpublikum auf seinem Weg und in seiner Absicht zum Kaufentscheid befindet. Welches der drei möglichen Markenziele ist demnach Ihre Priorität Nr. 1?

Oftmals ist der Kunde vielleicht nicht vertraut mit dem Arbeitgeber und unsicher ob er sich für beispielsweise einen Ausbildungsplatz bewerben soll. Das heisst, der Inhalt muss diese Aspekte berücksichtigen, ansprechen und wenn möglich aufklären. Der Inhalt vom Video muss diese komplexe Realität wiederspiegeln – Bsp.

Wir sind uns sicherlich alle einig, dass viele Views von nicht relevanten Zielgruppen wie Youngsters aus China oder Bots nicht hilfreich sind, wenn wir Werkzeugmaschinen im Wert von mehr als 1 Mio. Euro pro Stück verkaufen möchten. Beim Verkauf von Hygieneartikeln wie z.B. Seifen oder biologischen Shampoos in recycelbaren Behältern lohnt sich der Besuch eines Teenagers aus einem Land, in welchem er unser Produkt auch kaufen kann.

  • Views – diese Faktoren gilt es im KPI zu berücksichtigen
    • Plattform: Direkte Views/Ansichten vom Video auf TikTok, YouTube, Vimeo, usw.,
    • Website – YouTube Video auf Website eingebettet vs. Views von eingebettetem Video auf anderen Webseiten, und Views auf
    • Social Media wie Twitter, Instagram, Facebook und Pinterest.
  • Zeitfaktor – wie lange wurde das Video im Durchschnitt angeschaut => nur kurz, bis zur Hälfte, oder haben die meisten Viewer zu Ende geschaut?
  • Eigene Mitarbeiter als “Verkäufer” oder Vermarkter des Videos bedenken – sie haben eigene Netzwerke auf Social Media Plattformen, teilen sie unsere Inhalte? => Hilfe mit Hashtags und Ähnlichem anbieten
    • Newsletter – Abonnenten erhalten Link, klicken darauf,
    • Email/Telefon – Mitarbeiter erwähnen das Video oder verlinken es in Signature Box in Emails, und
    • Social Media – Mitarbeiter und hoffentlich auch Kunden teilen den Link auf deren Social Media Accounts wie z.B. Instagram, LinkedIn und Twitter.

Schlussfolgerungen: Video Marketing ist kein Werbespot

Video Marketing ist ein sehr gutes Instrument zur Kommunikation mit Kunden, Interessenten sowie anderen Stakeholdern.

Natürlich sind Schüler im Alter von 13-16 Jahren, die einen Ausbildungsplatz suchen, ein anderes Zielpublikum als Väter oder Mütter der Generation Millennials, welche eine neue Anstellung im Bereich Büro/Buchhaltung/Personal suchen. Für Leser der drkpi Blogbeiträge ist dies einfach nachzuvollziehen.

Die Corporate Videos, welche wir auf den Webseiten von Firmen finden, sprechen oft eine unklare Sprache. Sie sollen Wissen zum Unternehmen oder zu Produkten vermitteln. Doch scheint es manchmal so, als ob die Bedürfnisse vom Zielpublikum nicht in die Planung des Videos eingeflossen sind. Sowie für uns der Mehrwert, muss für den Zuschauer die Message und der Nutzen des Videos klar ersichtlich sein. Dass jemand ein toller Arbeitgeber ist oder ein bestimmtes Shampoo besser für meine Haare ist (“so bleibt Ihr Haar gesund”) muss ich verstehen. Auch warum ich dieses Produkt mit der bestimmten Merinowolle-Herkunft kaufen soll, muss in der Video Botschaft vermittelt werden (klasse Beispiel von Rotauf – 5 Tonnen Merinowolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung – Video(s)).

10 Tipps fürs Video Marketing: Download Video Marketing Checkliste hier (anklicken)

Hier gibt es weitere Downloads von Checklisten.

Haben Sie Beispiele von vorbildlichen Corporate Videos, welche die Message gut vermitteln? Haben wir vielleicht einen wichtigen Punkt vergessen? Bitte hinterlassen Sie uns einen Kommentar. Wir sind Ihnen für Ihre Hilfe schon jetzt dankbar. Merci.

Social Media Marketing und Digital Marketing gewinnen innerhalb der weiteren Digitalisierung des Business immer mehr an Bedeutung. Wie können wir also Social Media und weitere digitale Instrumente optimal für das Unternehmen nutzen?

Sie erfahren heute folgende Dinge – siehe auch Video unten:

  • Antagonismus à la Präsident Trump ist als Marketingstrategie für Unternehmen ein Flop,
  • Theorie und Praxis – Schlüsselqualifikationen im Team helfen Theorie und Konzept erfolgreich in die Praxis umzusetzen, und
  • Erfolg bedeutet, Linie und Stab als Teil im Social Media Team zu integrieren – Social Media sollten vom Verkäufer als effektives Hilfsmittel optimal genutzt werden. Die Koordination von Stab und Linie ist der Schlüssel zum Erfolg.

PS: Dies ist eine Zusammenfassung des MC Lago Happy Hour Webinar – 2020-06-02 zum Thema 3 kritische Faktoren im Social Media Marketing / Digital Marketing (lesenswert).

Social Media Marketing Check: Was versteht man unter einer Gruppe?

Eine Social-Media-Gruppe bzw. Gruppierung könnte als die Gesamtheit der Anhänger einer bestimmten Social-Media-Persönlichkeit definiert werden. Dies können auch Personen sein, die einem bestimmten Hashtag folgen. Diese Personen lesen, teilen oder retweeten die Inhalte der Social-Media-Persönlichkeiten oder der Firmenaccounts auf Instagram. Auch ein Unternehmen baut sich über verschiedene Konten auf den Social Media Plattformen eine solche Gruppe auf. Diese Community, bestehend aus vielen einzelnen Followern, folgt im Optimalfall nicht nur den Posts der Marke, sondern fördert auch aktiv durch Reposts deren Weiterverbreitung (siehe auch: “Deceiving the Masses on Social Media“).

Wie die obigen Grafiken illustrieren, gibt es heute massenhaft Content verschiedenster Art in Form von Selfies und anderen Darstellungsformen wie auch auf den verschiedensten Plattformen. Die Nutzer sind auf mehreren Social Media Networks registriert, welche sie in unterschiedlichem Maße gebrauchen. Es kann passieren, dass ein Tweet/Post den Follwer nicht erreicht, weil er beispielsweise während eines Arbeitstages mehrere Stunden nicht auf der Plattform online war, was verständlich ist. Nutzt man jedoch diese Masse an verschiedenen digitalen Medienformen zum Vorteil, sieht er den Inhalt vielleicht nächste Woche im E-Mail Newsletter.

Optimales Social Media Marketing: 3 Take Aways

Hier die 3 Take-Aways des MC Lago Happy Hour Webinar in Kürze:

  • Social Media Nutzung – Klartext-Kanzler, der HateFakeNews Präsident – LEARNING = Antagonismus, Fake News, Humor, etc. sind für Firmenkommunikation nicht empfehlenswert (siehe auch: Beispiel Donald Trump und Twitter).
  • Skill Set – der Unterschied zwischen Theorie & Praxis ist unser Skills Set – LEARNING = festgelegte Krisenplanung, d.h. wer tut was, wie, wann und wo um Fehler oder einen Shitstorm zu managen (siehe Video unten: Beispiele der Deutschen Bahn).
  • Nachhaltigkeit im Digital Marketing – LEARNING = Verantwortung für Budget und Umsetzung liegt bei der Linie: Regelmässige Publikation mit Mehrwert für Zielgruppe(n) und Geduld sind Pflichtprogramm (siehe unten: Google SEO).

Social Media Marketing: Tipps 4 & 5 – Firmenkultur und Koordination

In der Diskussion und dem Austausch der Teilnehmer im MC Lago Happy Hour Webinar wurde ebenfalls noch auf 2 weitere Punkte verstärkt von Teilnehmern hingewiesen:

  • Firmenkultur – Social Media Nutzung und Digital Marketing lässt sich nicht einfach an eine Stabstelle delegieren. LEARNING = Um das Unternehmen digital fitter und auf Social Media präsenter zu machen – Visibilität – muss das Management die Werte und Haltung vorleben. Das bedeutet, selbst auf LinkedIn, Twitter, etc. zu posten und Content für die Webseite verfassen.
    Kunden interessiert die Meinung der ChefIn. Beispielsweise die des Vorstand-Personals, ob während der Post-Coronakrise weiterhin die Möglichkeit besteht, Arbeit im Home-Office zu leisten. Oder die Meinung des Vorstandes F&E zum Thema, welche neuen Features ein in 4 Monaten lanciertes Produkt-Update bietet, usw.
  • Koordination – Wenn Social Media Kampagnen durchgeführt werden, müssen diese koordiniert werden z.B. mit Produktentwicklungen, CRM, usw. – LEARNING = Die Linie wie z.B. Produktentwicklung, Verkauf, etc. muss Teil des Social Media Teams sein. Nur so besitzt dieses das notwendige Know-How und die Expertise für ein Engagement, das Mehrwert bietet. Die Stabsstelle kann kaum eine detaillierte und fachliche Antwort auf einen Kundenkommentar zu einem neuen Produkt geben, wie dies Leute aus der Produktentwicklung können.

Social Media Marketing und Content Erstellung beim Stab anzusiedeln, wurde dabei als problematisch eingestuft. Oft hätten diese nicht das notwendige technische oder produktspezifische Know-how, um hier optimale Arbeit leisten zu können.

Wie die Grafiken oben zeigen, müssen wir bei unseren Aktivitäten im Social Media Marketing immer im Auge behalten, dass diese in Beziehung zu bestimmten Unternehmenszielen stehen. Nur auf Zahlen zu achten, wie beispielsweise die Anzahl der Follower, ist nicht immer hilfreich. Wenn jedoch ein Leser auf den Newsletter reagiert und mit einer E-Mail antwortet, bringt dies einen größeren Nutzen für das Unternehmen ein (er hat den Newsletter gelesen, war beeindruckt, vielleicht folgt ein Treffen daraus).

Tipps 6 – 8 inspiriert von Peter F. Drucker, D. Trump und W. Churchill

Peter F. Drucker wird nachgesagt, den Spruch “culture eats strategy for breakfast” in die Welt gesetzt zu haben. Strategie ist wichtig. Nichtsdestotrotz, muss die Firmenkultur die Nutzung digitaler Möglichkeiten wie Social Media Marketing, Content Marketing, usw. unterstützen. Dabei haben Taten eine deutlich stärkere Signalwirkung als Worte. In diesem Sinne sind Chefs, die auf LinkedIn posten oder Content für die Webseite verfassen, ein Vorbild.

Im negativen Sinne haben Donald Trump’s kontroverse Tweets und Fake News eine Signalwirkung für die Art der Kommunikation, welche wir aus dem Weissen Haus erhalten. Sie setzen den Ton, sind allerdings die falschen Strategien für den CEO unseres Unternehmens. Möglicherweise verhält sich dies bei Politikern anders? Können solche Social Media Aktivitäten Donald Trump eventuell ein paar der so wichtigen, zusätzlichen Stimmen in beispielsweise Michigan verschaffen, um die Wiederwahl im November 2020 zu gewinnen?

In diesem Zusammenhang ist auch wichtig, dass wir die folgenden Tipps 6- 8 nicht vergessen:

  • Strategie/Ziele formulieren – definieren, was für uns Erfolg bedeutet (z.B. der Gewinn an Instagram Follower und die Auswirkungen dessen bezüglich Umsatz, Profit, usw.?). Maximal 3 KPIs, ansonsten werden die Dinge zu kompliziert!
  • Bestandaufnahme oder Inventar – nachdem wir Ziele formuliert haben gilt es, eine Bestandaufnahme zu machen (d.h. wo stehen wir heute).
  • Regelmässiges Assessment – die Performance – 3 KPIs – regelmässig überprüfen und bestimmen, auf welche Handlungen welche negativen oder positiven Folgen zurückzuführen sind (z.B. mehr Budget?).

In diesem Sinne noch 2 weitere Hinweise:

PEW Research: Tipp 9 – Generationen berücksichtigen

Zum Schluss ist es ebenso wichtig, dass wir mit unseren Social Media Marketing Aktivitäten oder dem Erstellen von Digital Marketing Content für unsere Webseite unsere Zielgruppen im Auge behalten. Dabei helfen uns die PEW (non-profit) Kategorisierungen für Generationen (siehe unten). Sie haben sich bei der Association for Consumer Research oder aber auch bei der American Marketing Association als Standard etabliert.

Die Unterscheidung nach Generationen bietet die Möglichkeit, Kunden sowohl nach ihrem Platz im Lebenszyklus zu betrachten – sei es ein junger Erwachsener, ein Elternteil mittleren Alters oder ein Rentner – als auch nach ihrer Zugehörigkeit zu einer Gruppe von Personen, die zu einem ähnlichen Zeitpunkt geboren wurden.

Hier ist von Bedeutung, uns klar zu machen, dass unterschiedliche Generation verschiedene Social Media Plattformen bevorzugt nutzen, eine andere Geschichte (z.B. Erfahrungen während der Jugend) miteinander teilen, und andere Interessen und Prioritäten verfolgen. Das muss in unsere Social Media Marketing Strategie miteinfliessen.

Generationen PewAlterSM Kanäle
JahresbandbreiteAlter im 2020
Silent Generation1928 – 194575 – 92Facebook
Boomers1946 – 196456 – 74Facebook, YouTube
(LinkedIn/Xing)
Generation X1965 – 198040 – 55Facebook, LinkedIn
YouTube, Instagram
(Twitter, Xing)
Millennials1982 – 199624 – 39Instagram, YouTube,
Linkedin, Facebook
(Twitter, TikTok, Xing)
Generation Z1997 – 20128 – 23Instagram, TikTok,
YouTube (Twitter)
Berücksichtigung in der Social Media Marketing Strategie: Generationen nach Alter – wie werden digitale Medien und Technologien genutzt?

Hier ist von Bedeutung, uns klar zu machen, dass unterschiedliche Generation verschiedene Social Media Plattformen bevorzugt nutzen, eine andere Geschichte (z.B. Erfahrungen während der Jugend) miteinander teilen, und andere Interessen und Prioritäten verfolgen. Das muss in unsere Social Media Marketing Strategie miteinfliessen.

Die verschiedenen Generationen verwenden verschiedene Social Media Plattformen oder Social Media Networks für unterschiedliche Zwecke. Generation X nutzt Instagram vielleicht weniger intensiv als die Generation Z. Wenn Generation Z für uns momentan im B2B Bereich nicht interessant ist, kann sich dies aber in 3 Jahren ändern.

Bei der Rekrutierung für Lehrstellen haben wir versucht, dies zu berücksichtigen (d.h. mögliche Bewerber sind SchülerInnen im Alter von 13 bis ca. 16 Jahre). Instagram funktioniert im Zusammenhang mit YouTube (Videos mit Auszubildenden, die die Dinge erklären). Doch Twitter ist für die Schüler weniger von Interesse (wenn es um Sport oder Gaming geht schon eher 😀), hiermit erreichen wir eher Eltern und Lehrer.

MCLago Happy Hour Webinar: Social Media Marketing Check

Hier noch die Audio File zum Webinar.

Datenschutz Belgien: Tipp 10 “Invite a friend” ist nicht DSGVO-konform

Übrigens: Wenn Social Media Plattformen Sie auffordern, ihnen die Erlaubnis zu erteilen, per E-Mail Einladungen an Freunde zu versenden, ist dies nach neuesten Daten gemäss dem belgischen Datenschützer unter der DSGVO problematisch.

📌 WAS: Belgian DPA (APD/GBA) entscheidet, dass die Funktion “invite a friend” auf einer Social Media Plattform die 👉#DSGVO verletzt.
📌 WARUM: Die Einwilligung vom Nutzer wurde vorher nicht eingeholt.
📌 BUSSE: €50,000

🔎 Decision in English – Jeder Social Media Marketing Check muss auch die DSGVO Regeln genau überprüfen. Auch wenn beispielsweise bei Beekeeper.com besagt wird, wir wären DSGVO konform – der Teufel liegt im Detail.

Schlussfolgerungen

Der hier von uns präsentierte Social Media Marketing Check Light mit 10 Tipps und Tricks ist ein guter erster Schritt um Ihre Social Media Aktivitäten auf Vordermann zu bringen.

Mich würde zu Vergleichszwecken noch interessieren, wie viel Zeit Sie pro Woche in Ihrer Firma für Social Media Aktivitäten budgetiert haben? Wir liegen bei ca. 2 Std. allein für LinkedIn, zusätzlich weitere 2 Stunden für Twitter, Instagram, usw. Ganz offensichtlich – das erfordert Zeit und Budget.

Video MCLago Happy Hour Webinar: Social Media Marketing Check

Das Ganze können Sie auch noch im Video unten ansehen.

Forschung – Bügeleisen oder Wein Einkauf – wo braucht es mehr Social Media Marketing?

Online Anbieter hedonischer Produkte (z.B. Wein, Kunstwerk) sollten Social Media Marketing einsetzen. Bei utilitaristischen Produkten wie Bügeleisen oder WiFi Modem spielen gemäss Studie auch Tests und Reviews der Produkte eine wichtige Rolle beim Kaufentscheid.

Hier empfiehlt die Studie ebenfalls den Nutzen von Search Engine Advertising (SEA). Für hedonische wie auch utilitaristische Produkte darf das SEO nicht vergessen werden, denn Quality Content führt zur guten Platzierung in organischen Suchresultaten.
Die Studiendaten stammen aus einer Analyse von Online-Käufen im Wert von 1,2 Million US-Dollar in 20 Produktkategorien über einen Zeitraum von 2 Jahren.

Li, Jingjing, Abbasi, Ahmed, Cheema, Amar & Abraham, Linda B. (2020-03-12) Path to purpose? how online customer journeys differ for hedonic versus utilitarian purchases. Journal of Marketing. Aufgerufen 6. Juni 2020 auf https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/0022242920911628, kostenloser Download

Technische Hilfsmittel machen datengesteuertes Krisenmanagement einfacher und schneller. Doch der Teufel liegt auch hier im Detail. Die Qualität der Daten (z.B. Influencer Marketing) oder deren richtige Interpretation (NZZ und wer mehr streamt geht öfter ins Kino – wirklich?) sind elementar. Die Coronakrise zeigt auch, dass falsche Sparübungen negative Auswirkungen haben, welche sich bei der Bekämpfung einer Pandemie rächen (z.B. Budgetkürzungen am falschen Ort).

Präsident Donald Trump’s Meldungen auf Twitter zur #CoronaKrise sind schon heute vom Wahlkampf geprägt und verärgern die Gouverneure oder aber führen dazu, dass Twitter einen Fact Check Link einem Tweet hinzufügt. Präsident Trump hat sich auch schon per Dekret an Twitter gerächt.

Kürzlich fragte mich ein Teenager zu diesem Thema:

Wie können wir Pandemien zukünftig besser managen?

Teenager frägt drkpi®

Die Antwort auf die Frage bringt dieser Beitrag mit Beispielen aus der Schweiz, Deutschland, UK und den USA.

Rankings und das US Gesundheitssystem

Ranglisten werden mittlerweile in inflationärem Mass produziert. Doch solche Rankings können auch immer wieder methodische Schwächen haben. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus und der Problematik von Ranglisten ist der Global Health Security Index interessant. In der global vernetzten Welt kennen Krankheitserreger keine Grenzen. Sie verbreiten sich rasend schnell. Als Antwort auf Sars haben die 194 Mitgliedsländer der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Mai 2005 die aktualisierten International Health Regulations (IHR) angenommen. Die Mitgliedsländer verpflichteten sich in diesen Regularien, eine Art globaler Pandemieplan umzusetzen.

Darin werden einige Faktoren überprüft, um festzustellen, wie gut die Gesundheitssysteme in verschiedenen Ländern funktionieren. Prinzipiell sind reichere Länder besser für Epidemien gerüstet als ärmere.

Global Health Security Index

Der Indexwert im Global Health Security Index reicht von 0 – 100 und wird dafür genutzt, den Grad der Pandemie- und Epidemievorsorge in einem Land festzustellen.

Bei 195 verglichenen Ländern landet Österreich mit 58.5 Punkten auf dem 26. Platz. Deutschland landet auf dem Platz 14 mit 66 Punkten, knapp hinter der Schweiz mit 67 Punkten auf Platz 13.

Die USA sind mit grossem Abstand die Nummer 1 in der Rangliste mit 83,4 Punkten aus 100 Maximalpunkten, gefolgt von Grossbritannien mit 77.9 Punkten auf Platz 2. Spanien dagegen mit 65.9 Punkten landet auf Platz 15 und Italien mit 56.2 Punkten auf Platz 31. Ghana mit 35,5 Punkten auf Position 105 von 195 Ländern. Kann diese Rangliste noch stimmen, wenn wenn wir uns die Covid-19 Infektionen in den beiden Top Ländern anschauen?

Global Health Security Index: Praxistest USA

Das Gesundheitssystem in den USA is stark fragmentiert und privatisiert. Die US Regierung bezahlt z.B. über Medicare (Senioren) und Medicaid (Arme Bevölkerung) und über andere Wege mehr als 50% der gesamten Gesundheitskosten. 4 oder mehr Prozent der Amerikaner – je nach Gegend – haben allerdings keine Krankenversicherung. Manchmal bis zu 80% der Patientenaufenthalte einer Klinik werden über Medicare und Medicaid bezahlt. Doch die Preise, die diese staatlichen Versicherungssysteme an die Kliniken zahlen, sind oftmals nicht für verschiedene Eingriffe kostendeckend (siehe Hook, Leslie 2020-05-2/3). How coronavirus broke the US healthcare system – FT S. 14/15).

Die obigen Faktoren haben zur Folge, dass rund 30%-40% der amerikanischen Kliniken ein hohes kurzfristiges Risiko der Zahlungsunfähigkeit haben. Alle 3 Wochen schliesst eine Klinik auf dem Lande. Anfang März 2020 hatten die USA 15 Fälle von Covid-19. Präsident Donald Trump hat zur selben Zeit verkündet, dass mehr als 4 Mio Test-Kits innerhalb einer Woche zur Verfügung gestellt würden. Doch auch 10 Wochen später – Mitte Mai – war dies noch nicht der Fall und bis anhin wurden weniger als 3% der Bevölkerung getestet. Und die Zahl der Infizierten wuchs rasant.

Heute ist die USA die #1 bei Todesfällen, Infektionen und vielleicht auch Missmanagement. Zum Beispiel versucht das Center für Disease Control (CDC) seit Wochen, einen Corona Test zu entwickeln. Dabei gab es schon Ende Januar von der WHO genehmigte Tests aus Deutschland zum Import (siehe auch Luce, Edward 2020-05-16/17. Trump and the great coronavirus meltdown. FT, Life & Arts, S. 1 & 15).

Präsident Trump liess sich durch seine Vorurteile leiten anstatt auf die Wissenschaft zu hören. So etwas können wir uns bei einer Pandemie nicht leisten. Auch die Konfiszierung von Beatmungsgeräten im Transit zeugt von Chaos im Krisenmanagement. Beispielsweise wurden Im April 600 Beamtmungsgeräte auf deren Route von China über Miami nach Brasilien gestoppt. Anfangs Mai beim Stopover zur Kerosinauftankung in New York waren es 250 Geräte, welche die USA zurückbehalten haben.

Auch Präsident Trump’s Behauptung, dass wir in ein paar Monaten eine Impfung gegen Corona Virus haben werden, ist erstaunlich. Im Durchschnitt dauert es 10.71 Jahre um einen Impfstoff zu entwickeln. Nur gerade 6% der Forschung auf diesem Gebiete führt zum Erfolg.

Der Tweet von Präsident Trump und der Fact Check Link von Twitter (anklicken zur Ansicht). Der Präsident ist schon heute im Wahlkampfmodus, und macht sich Sorgen um seine Wähler in Bundesstaaten welche hart vom Coronavirus betroffen sind.

📌 In Michigan hat er bei der Wahl von 2016 die 11 electoral Votes mit nur 11,000 Wählerstimmen gewonnen – einer 0.26% Marge. 

🔎  Die #Coronakrise: Fast 55,000 Leute wurden in Michigan positiv auf Coronavirus getestet und 5,266 sind gestorben. Nach NY, NJ und MA die viert-höchste Zahl von Toten. Das könnte einige Wähler verärgern….. doch Trumps Antwort und #Fake News sind hier nicht hilfreich, um die Krise in den Griff zu bekommen. Vielmehr ist es eine gelungene Ablenkung von mangelhaftem Krisenmanagement.

👉 2020-05-27 Mittwoch versah Twitter zum ersten Mal auch die Tweets des Sprechers des chinesischen Aussenministeriums mit Hinweisen. Dies nachdem er behauptet hatte, dass das Coronavirus vom amerikanischen Militär geschaffen worden sei.

FIRST Präsident Trump Tweet mit einem Fact Check Link versehen von Twitter: Versetzt Trump in Wut.
FIRST Präsident Trump Tweet mit einem Fact Check Link versehen von Twitter: Versetzt Trump in Wut.

PS. Auch der britische Premierminister Boris Johnson liess sich von Vorurteilen und seiner eigenen Meinung leiten. Diese Einstellung hat sich wohl durch seine Einlieferung auf die Intensivstation ein wenig geändert. Doch solche Fehleinschätzungen führen zu Missmanagement und der daraus folgende Schaden ist immens.

Fazit: Rankings helfen nicht immer beim Krisenmanagement

Das US Beispiel zeigt, dass ein Ranking, welches auf dem Ausfüllen eines Fragebogens basiert, nicht unbedingt gut voraussagt, wie die Dinge in der Praxis funktionieren. Die USA hat zur Zeit mehr als 100’000 Coronavirus Tote zu beklagen.

Donald Trump hat mehr als 80 Millionen Followers auf Twitter. Er verbreitet dabei täglich mehrmals seine wüsten Behauptungen, Verschwörungstheorien und Beschimpfungen an ein weltweites Publikum. Diese Art von Krisenkommunikation hilt nicht die Coronakrise besser zu managen.

Kommunikation und datengesteuertes Krisenmanagement Schweiz

Im Global Health Security Index landet die Schweiz mit 67 Punkten auf Platz 13. Während der Coronakrise hat sich gezeigt, dass viele Zusammenhänge wichtig sind, um eine Pandemie effektiv managen zu können. Diese haben oft keine Korrelation mit der Punktzahl, welche die Schweiz beim Global Health Security Index erreicht hat.

Beispielsweise hat das Schweizer Militär während der Coronakrise wichtige Aufgaben übernommen. Nichtdestotrotz wurden die aufgebotenen Sanitätstruppen gebeten, für die ersten 2 Tage die Verpflegung gleich mitzubringen. Nicht gerade ein Vertrauensbeweis in Sachen Organisation und Krisenmanagement.

Das Fax ist NICHT das Problem…

Der Bund hatte Mühe die Fallzahlen zu ermitteln, obwohl Ärzte und Laboratorien verpflichtet waren, Fälle innerhalb von 24 Stunden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu melden. Die Formulare dazu sind auf der BAG Webseite in PDF Format erhältlich. Sie können aber nicht direkt am Computer bearbeitet werden, sondern müssen zuerst ausgedruckt, von Hand ausgefüllt und per FAX an das BAG übermittelt werden. Dort werden diese handschriftlichen Daten in die Datenbank händisch eingetragen.

Dieses FAX Problem, das seit 2012 bekannt ist, haben wir bereits diskutiert. Eine externe Evaluation hat in 2012 festgestellt, dass die Übermittlung der Daten via Fax nicht effizient ist und zu einem unnötigen Risiko für Fehler bei der Eingabe in die Datenbank führen kann. Das BAG kündigte daraufhin ein elektronisches Meldesystem für 2013/14 für Ärzte an. 2020 sagt uns die Website, dass an einem elektronischen Übermittlungssystem für Laboratorien gearbeitet wird und für Ärzte sei das System weit fortgeschritten. Doch während der Covid-19-Pandemie ist es immer noch nicht erhältlich. Warum dauert das so lange?

Hier zeigt sich, dass das Fax nicht das Problem ist. Dass wir jedoch dieses Risiko nicht rechtzeitigt beseitigt haben führte dazu, dass es in Zeiten der Krise aufgedeckt und als Schwachpunkt identifiziert wurde.

CH Bundesamt fuer Gesundheit empfiehlt Masken tragen. Warum keine klarere Aussage für den öffentlichen Verkehr - Masken tragen "Pflicht"?
Schweizer Bundesamt für Gesundheit empfiehlt Masken tragen. Warum keine klare Aussage für den öffentlichen Verkehr – Masken tragen “Pflicht”?

Debakel mit den Masken

Das obige Plakat zeigt, dass in der Schweiz das Bundesamt für Gesundheit das Tragen von Mund-und-Nasenschutz empfiehlt. Gemäss Daten tragen z.B. in der Region Zürich nur 5 bis 10% der Gäste im öV eine Maske. Doch wie geht das in Zukunft, wenn in den Stosszeiten der 2 Meter Abstand nicht mehr eingehalten werden kann?

In der vom Coronavirus hervorgerufenen “ausserordentlichen Lage” sagt der Bund, wie die Pandemie gehandhabt wird. Grundlage ist die “Verordnung über die Koordination des Verkehrswesens im Hinblick auf Ereignisfälle“. Damit beauftragt der Bund die Bundesbahnen (SBB) und die Postauto AG für den übrigen ÖV samt Tram zu dieser Koordination. Die SBB und die Postauto AG arbeiten ein Schutzkonzept aus. Dieses setzt auf Eigenverantwortung und Solidarität der ÖV Nutzer.

Doch wie kriegen wir eine kritische Masse an Leuten dazu, die das Tragen von Schutzmasken als sinnvoll und vernünftig erachten und demzufolge eine im Bus oder Tram aufziehen? In dichtbesiedelten Gebieten wie um Zürich herum herrschen andere Verhältnisse als in Randregionen.

Das Tragen wurde nicht klarer, weil der Bund am Anfang der Krise die Maske nicht empfahl, primär weil die Schweiz davon zu wenig hatte. Heute ist die Situation anders. Doch die meisten Leute sehen heute nicht mehr ein, warum sie einen Mund-und-Nasenschutz tragen sollten.

P.S. 2015 waren 168,800 FFP2- und FFP3-Masken, die sich für den Einsatz im Gesundheitswesen eignen, in der Pflichtlagerhaltung. Auch Ende 2019 präsentierte sich die Anzahl unverändert. Schon 2015 wurde der Bund aufgefordert, die Menge der Masken zu erhöhen. Denn wie sich während der Pandemie gerausgestellt hat, waren es viel zu wenige Masken für das schweizerische Gesundheitswesen. Wissen der Sachlage ist das Eine, die Situation zu verbessern etwas ganz anderes.

Fazit: Datengesteuertes Krisenmanagement muss sich den Gegebenheiten anpassen

Ein Blick in die Welt zeigt eine weitere Problematik. Kurzfristige Wahlversprechen Kosten zu senken können zu langfristigen Auswirkungen führen, welche bei der Bekämpfung einer Pandemie die Schwächen eines Systems klar aufdecken. Mit schlimmen Konsequenzen. In der UK wurde seit 2010 die Anzahl der Vollzeitangestellten beim Regulator “The Health and Safety Executive” auf 2,400 runter gefahren. Diese inspizieren unter anderem landesweit die Altersheime. Die Anzahl der lokalen Inspektoren, welche Lager, Läden und Restaurants kontrollierten, wurde um gut 50% gestrichen. Heute sind es noch 480 Vollzeitstellen insgesamt. Auch in den USA war die Anzahl der Inspektoren für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz seit 1970 nicht mehr so tief wie heute.

Ohne Personal für die notwendigen Inspektion in Sachen Einhaltung von Gesundheits- und Sicherheitsregeln in Spitälern, Altersheimen, Restaurants, usw. kann nicht sichergestellt werden, dass die Regeln von allen richtig und zum Schutz aller umgesetzt wurden.

Schlussfolgerungen

Dieser Beitrag zeigt, dass die Gefahr gross ist, komplexe Zusammenhänge durch oberflächliche Kategorisierungen zu simplifizieren, wie dies mit dem Global Health Security Index geschieht. Auch in einer globalisierten Welt gibt es kulturelle Eigenheit und in grossen Ländern regionale Unterschiede. In Krisensituationen werden einem immer wieder die Schwächen eines Systems aufgezeigt. Für die Versäumnisse müssen wir dann immer bezahlen, vor allem wenn wir die uns bekannten Risiken nicht ausgemerzt haben (Bsp. Datenübermittlung der Coronavirus Fälle handschriftlich per FAX).

A Datengesteuerte Krisenkommunikation braucht “gute” UND öffentliche Daten

Gemäss einer Recherche bei den Kantonen ereigneten sich mehr als 50% von den 1655 Covid-19-Todesfällen (BAG, Stand 29.5.20) in der Schweiz in Alters- und Pflegeheimen.
Diese Daten sind jedoch zum Teil ungenau, weil die Kantone Aargau, Baselland, Solothurn, Schaffhausen über keine Daten verfügen oder diese aber gemäss Recherche nicht publizieren. Die Kantone Uri und Jura haben z.B. auf eine Anfrage vom Tages-Anzeiger nicht reagiert.

Ohne genaue Zahlen hat weder eine offiziell verantwortliche Stelle noch die Öffentlichkeit die notwendigen Fakten, um die Krisensituation effektiv meistern zu können.

Eine Diskussion über oder aber die Überprüfung solcher Zahlen und deren Annahmen ist notwendig für ein effektives Risiko-Management. Dies umso mehr, da die obersten Entscheidungsträger*innen bei deren Arbeit solche Zahlen nutzen um unsere Sicherheit zu verbessern.

B Planung und Eliminierung von bekannten Risiken ist Pflichtprogramm für effektives Management

Gute Planung des Vorgehens in einer Krise ist, wie auch im Projektmanagement, wichtig. Dazu gehört Risikoanalyse und das Eliminieren oder Abschwächen der bekannten Risiken. Wenn Schwachstellen wie z.B. bei Datenerfassung und -übermittlung bekannt sind, sollen sie schnellstens beseitigt werden. Die bekannten Risiken nicht zu beseitigen kann als grobe Fahrlässigkeit interpretiert werden.

Auch die viel zu niedrige Anzahl der Schutzmasken (d.h. zu wenig wurden gelagert) war seit Dezember 2005 in der Schweiz bekannt. Getan wurde nichts weil weder Bund noch Kantone die zusätzlichen Kosten übernehmen wollten. Man rechnet nicht im Voraus mit einer Krise, dennoch sollen Staaten vorbereitet sein. Just in case.

Es ist schön, wenn externe oder interne Consultants Analysen erstellen und Schwachstellen aufzeigen. Was wichtig ist, ist dann die tatkräftige Umsetzung der Empfehlungen und das Entschärfen der Risiken aus den aufgezeigten Schwachstellen (z.B. Datenübermittlung Fax, schlechte Finanzierung von Spitälern auf dem Lande in den USA). So etwas soll nicht über Jahre hinweg ignoriert werden. Es lohnt schlichweg nicht.

C Gut verpackte Data-driven Digitale Kommunikation ist Pflichtprogramm

Optimal datengesteuertes Krisenmanagement bedingt, dass wir unsere Informationen gemäss Vorteilen von verschiedenen Kommunikationskanälen und Kundenbedürfnissen aufbereiten. Beispiel sind die BAG Tweets mit Grafiken (siehe unten links). Das ist schon mal richtig gemacht. Doch, diese URLs führen zur BAG Hauptseite aber nicht direkt zu den Texten/Grafiken, welche im Tweet angezeigt werden. Der Nutzer muss sich hier auf der Seite zurechtfinden. Das ist wirklich schade. Weder Usability (Nutzerfreundlichkeit) noch das nutzen von Grafiken und Visuals ist optimal. Die Navigation braucht zuviel Zeit (siehe auch Fallbeispiel BAG und Corporate Communication #bigfail).

Die Coronakrise zeigt, dass es in der Schweizer Bundesverwaltung auch anders geht. Beispiel ist die Armee. Diese versucht mit regelmässigen Nachrichten, auch wenn die zu nutzende Plattform dazu nicht geeignet ist, das Leserengagement und Verbreiten der Beiträge in Social Media zu verbessern.

Fazit: 3 Punkte zur Verbesserung des datengesteuerten Krisenmanagement

Erinnern wir uns, die Frage des Teenagers lautete: “Wie können wir Pandemien zukünftig besser managen?” Die Antwort kann man in 3 Punkten zusammenfassen.

  • Starke Regulierungsbehörde: Die Coronakrise hat in verschiedenen Ländern wie z.B. in UK gezeigt, dass eine starke Regulierungsbehörde nicht der Feind einer gesunden Wirtschaft ist, sondern eine Voraussetzung dafür. Ohne Kontrolle kann nicht sichergestellt werden, dass Regeln und Vorschriften richtig und durchgehend angewendet werden. Ohne diese Sicherheit könnte z.B. die Bevölkerung in Deutschland oder der Schweiz nicht mit Zuversicht nach den Lockdown-Erleichterungen wieder ins öffentliche Leben und an ihren Arbeitsplatz zurückkehren.
  • Datenauswertung und Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse: Dank Daten haben wir Schwachstellen entdeckt. Beispielsweise, dass die Pflichtlager für medizinische Schutzmasken nicht ausreichend bestückt sind um den Bedarf der schutzbedürftigen Bevölkerung zu decken. Kritisch scheint uns, dass wir solche Informationen nutzen um die bekannten Schwachstellen zu eliminieren. Wenn wie oben aufgezeigt, solche Risiken über Jahre hinweg ignoriert werden, scheint uns ein solches Verhalten unverantwortlich.
  • Strategie zur Risikominimierung: Langfristig müssen wir uns einer Diskussion und Umsetzung stellen, die aufzeigen kann, wie z.B. die prekäre finanzielle Situation von Landspitälern (USA), das Vorhandensein von zu wenig Gesundheits- und Sicherheitsinspektoren (UK) oder der ungenügenden Digitalisierung bei der Datenerhebung im Falle einer Pandemie (CH) verbessert werden können. Wenn wir nur darüber diskutieren und die notwendigen Änderungen jedoch nicht umsetzen, haben wir diese wichtige Chance, ein datengesteuertes Krisenmanagement zu führen, nicht genutzt. Die ersten Resultate sollen innerhalb von 12 Monaten – bis Mai 2021 – vorliegen. Diskussion und Berichte müssen zu Verbesserungen führen.
    Pandemiepläne dürfen auch nicht zu detailliert sein, zu starr. Denn in der Praxis zeigt sich, eine Pandemie lässt sich schlecht planen – Bsp. Schweiz-NZZ. Ebenfalls bringt es wenig, wenn eine Eidgenössische Prüfungskommission für das Medizinstudium dem Bundesrat Vorschläge unterbreitet und dieser die Vorschläge zu 100% ignoriert. Er ändert wegen Corona Spielregeln und verlangt von Medizinstudenten, dass sie sich in einem sechs Wochen dauernden Praktikum beweisen anstatt eine praktische Prüfung abzulegen um das Diplom zu erhalten.

Die bestplatzierten USA und die auf Rang 2 platziertes UK haben gemäss dem Global Health Security Index eine sehr gute Pandemie- und Epidemievorsorge. Doch die COVID-19 Pandemie hat uns gezeigt, dass deren Gesundheitssysteme frappante Schwachstellen haben und stellt somit das gesamte Ranking in Frage.

Interessante Studie

Wissenschaftler haben das Ausmass einer möglichen zweiten Pandemie-Welle in der Schweiz vorausberechnet. Wie sie verläuft, hängt mutmasslich vom Verhalten der Jugendlichen von 10 – 20 Jahren ab. Diese tragen aufgrund ihrer häufigeren Sozialkontakte stark zur Verbreitung des Virus bei. 35- bis 45-Jährige ebenfalls überdurchschnittlich und die Senioren sind unterdurchschnittlich daran beteiligt. Wird die Übertragungswahrscheinlichkeit in den Schulen durch konsequent eingehaltene Abstands- und Hygieneregeln halbiert, sänke die Zahl zusätzlicher Todesfälle in der Bevölkerung von 5,000 auf weniger als 1,000. Schlimmstenfalls könnten 5,000 Menschen sterben. 

Was denken Sie, lassen Sie es uns wissen in einem Kommentar. Gibt es andere Schwachstellen, die Ihnen aufgefallen sind?

Wir brauchen mehr und bessere Studien wie diese aus der ganzen Welt, damit wir die richtigen Lehren aus der Coronakrise ziehen können.