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Kurzfassung:  Wo suchen Stellenbewerber für den neuen Job?
Wie kann das Unternehmen im Recruiting das Internet besser nutzen?

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Kürzlich las ich einen interessanten Werbespruch von Markenberaterin Maren Martschenko:

„Konzentrieren Sie sich im Marketing auf das Wesentliche und das Wirksame – für anderes gibt es weder Zeit noch Geld.“

Dieser Spruch leuchtet jedem von uns ein. Doch was sind die Wesentlichen Aktivitäten im Recruiting von Personal? Jährlich beantragen Sie ein Budget, dass von den Verantwortlichen hoffentlich akzeptiert wird. Wenn aber etwas als nicht Wesentlich oder Wirksam taxiert wird, dann kann es passieren, dass  dieser Teil vom Budget gestrichen wird.
Wir mögen den Stellenbeschrieb auf der Firmen-Webseite und dem Corporate Blog platzieren. Wenn genug Geld vorhanden ist, platzieren wir den Stellenbeschrieb in Kurzformat auf einem Job Board. Vielleicht reicht es sogar zum Inserat in der  Zeitung (z.B. Print und Online).

Aber was von den obigen Dingen gehört zum Wesentlichen?
Wie wissen wir ohne Daten, was wirksam ist?

PS. Mit Bauchgefühl zu argumentieren, hilft nicht bei Budgetverhandlungen.

Das die Arbeit mit der Suchmaschine hier nicht ignoriert werden darf, wissen wir. Aber es ist einfacher gesagt als richtig getan. Diese Problematik diskutierten wir letzten Dienstag in einer kleinen Runde der Gruppe #HRtweetupZH (Organisator: Etienne Besson).

Job-Agent-Thalwil-und-weitere-Nischen-Players-am-HR-Tweet-UP-ZH

1. Nischen-Jobsuchmaschinen

Das Suchmaschinen bei der Suche nach Arbeit wichtig sind zeigt sich anhand des Trends von 2004 bis 2014 (Daten vom Bundesamt für Statistik – Schweiz).
In den letzten 3 Monaten haben fast 80% der Nutzer im 2014 Datenset das Internet genutzt um Informationen über Dienstleistungen und Produkte zu finden.
Das hier auch die Suche nach Arbeit eine Rolle spielt ist offensichtlich. Doch sind die Suchergebnisse ergiebig, gut organisiert und übersichtlich?
CH-BFS-wie-Haushalte-Internet-nutzen-Zeitreihe-2004-2010-2014
Hier gibt es natürlich Unterschiede. Z.B. sammelt eine Jobsuchmaschine mit Hilfe eines „Crawlers” (auch “Spider” genannt) die im Internet gelisteten Stellenangebote ein.  Diese findet der Crawler direkt auf der Webseite des Unternehmens mit den offenen Stellen.
Dadurch wird eine ausgeschriebene Stelle bei der Job-Suchmaschine einmal aufgeführt und nicht mehrmals. Jobsuchmaschinen platzieren sich auch weit oben in den organischen Suchresultaten bei Bing oder Google.

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Google-oder-Nischen-JobSuchMaschine-wast-bringt-wem-mehr

2. Ist Google schlechter?

Ob man aktiv nach einer neuen Stelle sucht, oder aber nur passiv Ausschau hält nach möglichen Angeboten, Suchmaschinen werden genutzt (siehe auch Grafik oben vom Bundesamt für Statistik).
Dabei erhält man organische Resultate, je nach Eingabe der Schlagworte im Suchfeld.

Nischen-Jobsuchmaschinen-Google-ads

Top und rechte Kolumne sind Ads bei Google


Wie oben aufgezeigt beinhalten die Suchresultate für Jobs auch Werbung. Ganz oben, wie auch ganz rechts erhält man Werbung anhand der eingegebenen Schlagworte.

Machen es Jobsuchmaschinen besser?

Für mich ist der grösste Unterschied, dass Jobsuchmaschinen ihre Resultate oder Such-Algorithmen auch an Firmen wie Verlage mit Job-Plattformen im Abo verkaufen. Dabei können auch öffentliche Büros für Arbeitslose solche Technologie im Verbund nutzen, um damit die neuesten Jobangebote für ihre Klientel anbieten zu können.

Verkaufs-Strategie-fuer-Job-Such-Maschinen

Ebenfalls können die Ergebnisse auf spezialisierten Plattformen vom Eigner der Jobsuchmaschine Angeboten werden.
Dies kann wiederum in Form einer Webseite geschehen.

Wie sucht die Pflegefachfrau?

Werden die richtigen Schlagwörter genutzt. Dies gilt für den Suchenden wie auch dem Eigner der Job-Plattform oder aber der Webseite des Unternehmens.
Wenn man sich hier nicht einarbeitet. Kann es passieren, dass eine Dipl. Pflegefachfrau HF andere Schlagwörter bei der Jobsuche nutzt, als ein SEO Experte.
Dies führt dann dazu, dass die Pflegefachfrau nicht unbedingt auf der Seite landet, welche für sie die meisten offenen Stellen hat (siehe auch die Terminologie auf Careum – FAQ zur Ausbildung).
Fflege-Beruf-Plattform-fuer-Jobs
Das Team bei Pflege-berufe.ch (Image oben) hat dies gut gelöst (siehe unten).
Eine ganz einfache Suche mit nur zwei Schlagwörtern habe ich gemacht. Die Plattform ist gleich im Rang 1 der organischen Suchresultate. Chapeau an das TEAM der Seite (x28)!
FAGE-such-stelle-pflege-berufe-ch-hilft

Xing und LinkedIn

Der Vorteil von Xing oder LinkedIn ist, dass man eine interessierte Gruppe erreichen kann. Ein Beispiel sind Spezialisten des Branding and Image-Marketing (siehe Dilyana Ivanova Post unten).
Der Nachteil ist, dass die meisten Inhalte auf diesen Social Networks von Google nicht gut oder überhaupt nicht indexiert werden. Ein Grund ist, dass Plattformen wie LinkedIn oder Xing dies gar nicht möchten. Sie bevorzugen es, dass die Mitglieder diese Informationen nur auf der Xing Plattform selber suchen und finden können.
Dies limitiert die Reichweite der Posts mit einer Stellenbeschreibung erheblich. Wenn dann dies ein nicht der Firma angehörender Berater tut, wie z.B. unten, dann kommt dies oft noch nicht einmal gut bei Mitgliedern an.  Nur 1 bis 2 Personen von 5,000 in dieser Gruppe, wollen mehr Infos direkt vom Recruiter.
Solch eine kleine Resonanz kann weder den Recruiter noch den internen HR Experten glücklich machen.
Rekrutierung-auf-Xing-LinkedIn-wie-in-den-70-er-Jahren
Übrigens, auf meine Frage habe ich auch 48 Std. nachher keine Antwort bekommen. Zwar hat die Recruiterin mein Profil angeschaut, mir aber keine eMail via Xing geschickt. Was für einen Eindrukc gibt ein solches verhalten beim möglichen Multiplikator.
Frau Ivanova hat wohl vergessen, dass jeder in der Gruppe die Infos auch weitergeben könnte – klassischer Anfängerfehler: Was man nicht tun sollte – wenn man möchte das eine Stellenanzeige per Mundpropaganda verteilt werden soll (Viral Marketing und Jobs).

Schlussfolgerung

Eine gute Platzierung von offenen Stellen im Betrieb in den organischen Ergebnissen einer Suchmaschinen sind wichtig. Doch kann es einem KMU passieren, dass der Eintrag auf Google+ die ersten 3 Tage auf Position 4 bis 6 erscheint.
Erst nach dieser Periode wird dann vielleicht Blogeintrag mit Fotos und Stellenangaben auf Pos. 6 aufgeführt.
Dieses Beispiel zeigt, dass man die Dinge nicht immer unter Kontrolle hat. Das Google mit Hilfe von Google Plus versucht seine „Hand“ am Puls des Social Media Zeitgeschehens zu haben ist bekannt. Die Auswirkung dieser Aktivitäten von Google auf auf die Suchresultate dürfen wir nicht unterschätzen.
Effektives Recruiting auf dem Internet ist kein Endziel sondern eine Reise welche uns immer wieder Überraschungen bringt.

Testen Sie die Performance Ihres Karriereblogs kostenlos!

[su_box title=“Recruiting: 3 Ziele für den schnelleren Erfolg“ box_color=“#ff9900″ title_color=“#ffffff“]
1. Suchmaschinen indexieren unsere neuen Stellenangebote innerhalb 24 Std: Das man offene Stellen von Nestlé oder Raiffeisen schnell findet, wird kaum überraschen. Doch KMUs müssen sich anstrengen. Da hilft oft ein Karriereblog der auch über offene Stellen berichtet.
2. Word-of-mouth dank zufriedener Mitarbeiter: Der KMU muss seine Mitarbeiter bei der Rekrutierung miteinbeziehen. Sie sind die effektivsten Ambassadeurs, um das Interesse in aktiv und passiv suchenden Arbeitskräften zu wecken.
3. Wesentlich und wirksam: Der wesentlicher Unterschied ist eine gut gestalteter Stellenbeschrieb, welcher von Suchmaschinen kurz nach Plublikation indexiert wird.
Eine gute Platzierung in Suchresultaten ist Pflicht.
Übrigens, wirksam sind solche Aktivitäten nur dann, wenn diese die gewünschten BewerberInnen bringen von denen mindestens eine Person die Jobofferte akzeptiert und dann auch zur Arbeit erscheint!
Stimmen Sie mit diesen Punkten überein. Schreiben Sie einen Kommentar unten und sagen Sie es uns. Join the conversation!
[/su_box]

Wir erklären hier 3 Dinge im Zusammenhang mit Rekrutierung für Aubsbildungsplätze bei der Bayer AG:
1. Wie verschafft man sich mit Hilfe eines Inventars einen Überblick?
2. Wie verbesseren wir die Resonanz anhand einiger Kennzahlen?
3. Wie nutzen wir Kennzahlen um die Social Media Aktivitäten der Bayer AG zu verbessern?

Wir haben schon früher über die Bayer AG und deren Aktivitäten im Social Web berichtet wie z.B.

–  Bayer und Roche im Test

Diesen Sommer hatten wir den Auftrag einen Social Media Audit Light mit der DrKPI Methode über die Bayer AG zu erstellen.
Ziel war es, einen kurzen Überblick über deren Recruiting Aktivitäten im Bereich Ausbildung – Schlagwort Mint Berufe – zu erhalten. Hier eine stark gekürzte Zusammenfassung – inklusive Download-Möglichkeit für den gekürzten Report.

1. Das Inventar

Vor einiger Zeit musste ich einmal ein Restaurant übernehmen. Leider war sich niemand so sicher ob unsere Weinkarte den Präferenzen unserer Kunden entsprach. Deshalb war ein Inventar nötig. Dieses zeigte uns auf, welche Arten von Weinen (z.B. rot oder weiss, trocken oder süss, usw) vorhanden waren.  Wir stellten fest, dass der Weinkeller primär trockene Rotweine der teureren Art enthielt.
Doch anhand der Speisekarte und unserer Gäste war klar, dass hier Verbesserungen notwendig waren.
Genau wie beim Weinkeller gilt es auch bei Social Media Aktivitäten, zuerst einmal einige Dinge zu überprüfen. Dies umso mehr, da es immer schwieriger wird, die offenen Ausbildungsplätzen in den technischen Berufen (auch als Mint Berufe bezeichnet) mit qualifizierten und motivierten Schülern zu besetzen.
Das Inventar kann auch über Social Media Aktivitäten neue Erkenntnisse vermitteln, wie z.B.:

Wie gut sind unsere Webinhalte für die Lehrberufe in welchen wir ausbilden?
Relevante Inhalte: Empfinden Schüler auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz unsere Inhalte auf Social Networks als hilfreich?
Resonanz: Stossen unsere Angebote auf die erwünschte Resonanz bei unserem Zielpublikum?

Click on Image - view inside - Gattiker, Urs E. Social Media Audit: Bayer Human Resource Management - Ausbildung - 6 w Schritte zum Erfolg.

Was zeigt uns das Inventar? Erste Erfolge !

Hier ist schnell ersichtlich (see Download unten), dass die Bayer AG einige Kanäle mit Erfolg nutzt. Ebenfalls verfolgt das Unternehmen eine Strategie welche sich mehrere Social Networks zu Nutze macht. Diese reichen von einer Karriereseite, über Blogs zu Facebook, YouTube oder der eigenen Karriere App, usw.
Überrascht waren wir, dass einige Kanäle nach drei oder vier Jahren sich selbst überlassen werden. Das heisst weder ein neuer Tweet noch Blogeintrag erfolgt innerhalb mehrer Monate.  Gleichzeitig werden die fast gleichen Inhalte über einen weiteren Kanal neu aufgerollt. All dies bedeutet eine nicht optimale Allokation von Ressourcen.
Aber wie können Sie solche Erkenntnisse zur Verbesserung der eigenen Recruitierung nutzen? Diese erläutere ich unten im Detail.

2. Recruiting verbessern

Wir haben also ein Inventar durchgeführt und festgestellt, dass unsere Weinkarte nicht gerade inspiriert. Oder aber, dass unsere Webinhalte Schüler auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz nicht unbedingt ansprechen. Was nun?

Was müssen wir tun um uns zu verbessern?

Bei unserem Weinkeller / Restaurant Beispiel war nach dem Inventar ersichtlich, dass wir entweder die Speisekarte, oder aber der Inhalte des Weinkellers ändern mussten. Die schnellste, einfachste und preiswerteste Änderung war das Weinangebot zu verbessern. Dies umso mehr, da die Speisekarte mit den Tagesangeboten bei den Gästen und dem Zielpublikum auf grosses positives Echo stiessen. Hier ergab auch das Feedback vom Service-Personal, dass die Weinkarte nicht den Kundenwünschen entsprach.
Beim Recruiting und der Nutzung von Social Media bei der Bayer AG ergibt sich ein ähnliches Bild. Die Aktivitäten müssen gebündelt werden. Dies bedeutet, dass weniger Weine / Angebote auf verschiedenen Social Networks von Vorteil sein dürften.
Als Employer Brand ist Bayer sehr bekannt. Doch z.B. die tiefen Zugriffszahlen auf Facebook gilt es zu berücksichtigen.  Auch die Inhalte der Blogs müssen analysiert werden, ob sie z.B.

– Mehrwehrt, wie auch
– praktische Problemlösungen

für das Zielpublikum anbieten. Zur Zeit scheint dies nicht unbedingt der Fall zu sein wie der Screenshot hier aufzeigt.

5 Tage nach dem Posten - 7 Clicks auf der einen Facebook Seite

5 Tage nach dem Posten – 7 Clicks auf der einen Facebook Seite – 13 im Total.


Nur wenn wir etwas messen, können wir dann versuchen es zu verbessern

Nur wenn wir es messen, können wir es verbessern.


Die Slides unten zeigen Ihnen im Detail, wie ein Blog Benchmark helfen kann die Resonanz auf Blogeinträge und den Einfluss eines Corporate Blog zu verbessern. Schauen Sie rein, es lohnt sich (8 Slides)
[slideshare id=36115166&doc=abo-champions-league-140620112157-phpapp02]

Download PDF Datei (335KB) Social Media Marketing: 3 Probleme und unsere 3 Lösungen für Sie

Weitere Präsentationen von DrKPI gibt es hier

3. Wo ist der Erfolg?

ANKLICKEN - 25% Rabatt - mehr Infos zu:  Gattiker, Urs E. (2014). Social Media Audits: Achieving deep impact wihtout sacrificing the bottom line – ISBN 978-1-84334-745-3 (print) ISBN 978-1-78063-426-5 (e-book) Man wünscht sich Erfolg. Doch tritt dieser ein oder bleibt er nur ein Phantom? Das ist die Frage die es zu beantworten gilt.
Auch für die Bayer AG muss die Verbindung zwischen Marketing-Aktivitäten, wie Social Media und der Anzahl abgeschlossener Ausbildungsverträge, hergestellt werden.
Helfen hier die Rekrutierungsarbeiten auf dem Social Web die Anzahl der qualifizierten Bewerber zu verbessern? Schafft das Unternehmen ebenfalls über 90 Prozent der erfolgreichen Absolventen von Ausbildungs- lehrgängen als Fachkräfte zu rekrutieren und somit zu behalten?
Nur der Social Media Check-Up kann hier helfen. Dabei ist das Aufzeigen der Korrelation, Verbindung der Kosten von Messebesuchen oder Printwerbung mit steuerungsrelevanten Kennzahlen zu berücksichtigen. Ebenfalls ist es hier notwendig, die wichtigsten Kennzahlen für den Firmenblog oder Facebook Seite zu erarbeiten. Qualitative wie auch quantitative Kriterien spielen eine Rolle.
PS. Ebenfalls empfiehlt sich ein mehrsprachiger Blog nicht (SEO, Leserfreundlichkeit, usw.)
Click on Image - view inside - Gattiker, Urs E. Social Media Audit: Bayer Human Resource Management - Ausbildung. Zurich, Switzerland
Aber schauen Sie mal kurz rein. Hier sind die Resultate des DrKPI Social Media Audit Light der Bayer AG als PDF Datei zum kostenlosen Download:

DOWNLOAD: Report Bayer AG – DrKPI – Social Media Audit Light
Interessant:  Weitere Fallstudien von DrKPI wie Tchibo, Coca-Cola, usw.

Quelle: DrKPI: Bayer AG: 3 Tipps zum erfolgreichen Recruiting

Hier ist der Bericht zur Ansicht….

[slideshare id=40336763&doc=2014-06-bayer-social-media-audit-roi-141016021614-conversion-gate01&type=d]

Weitere Präsentationen von DrKPI gibt es hier

Was ist Ihre Meinung?

Auch Sie haben sich sicherlich schon einmal die Frage gestellt, ob Social Media die Resonanz bringt welche Sie sich erhofften.  Ihre Meinung interessiert mich!

– Welche Kennzahlen nutzen Sie um Ihr Social Media Marketing im Recruiting zu verbessern?
– Was war Ihre beste Social Media Kampagne in den letzten Monaten in Sachen Ausbildung und Rekrutierung?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare, Beispiele von erfolgreichen Kampagnen und Fragen.

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Wie rekrutiert das Unternehmen erfolgreicher für das Baugewerbe, Gesundheit/Pflege, MINT / technische Berufe und verarbeitendes Gewerbe?
  • e-Mail oder Online Bewerbung?

Schlagwörter: Active Sourcing, Berufsausbildung, Employer Marketing, Karriere, Markenimage, MINT Beruf, Pflegeberuf, Praktikum, Recruiting

Image - Alessi juice press - beautiful design can still have limited usability and therefore lack any usefulness for most potential clients - _Philippe Starck_ quitting design business: “Everything I designed was unnecessary,” he said. One example is the Alessi citrus press, a beautiful design, BUT usability is limited. Usefulness would be high but since it fails to work properly ... try pressing your juice, it is hard work and, worst is the mess you have to clean up after... so the best use is putting it on your bookshelf... Folgende Frage wartet auf eine Antwort, nämlich:
  • Wie verbessert man die Usability / Nutzbarkeit einer Recruiting Webseite?

Wie die Alessi Fruchtpresse rechts zeigt, die Nützlichkeit (Usefulness) dieser ist gegeben.
Leider weiss ich jedoch aus der Praxis, dass deren Nutzbarkeit (Usability) viel zu wünschen übrig lässt (z.B. nach Nutzung der Presse gibt es viel Putzarbeit).

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Internet und Online Bewerbung

Die Bewerbung über das Internet wird immer beliebter. Vor kurzem schrieben wir in diesem Blog:

“ Audi und andere Grosskonzerne akzeptieren Bewerbungen nur noch über ihr Online Bewerbungsportal.  In den meisten Ländern haben jedoch mehr als 96 Prozent aller Firmen weniger als 50 Vollzeit Arbeitskräfte. Ein Bewerbungsportal welches sich durch Nutzerfreundlichkeit auszeichnet ist, wie Audi demonstriert, nicht einfach.  Deshalb ist es für KMUs praktisch und kostengünstig, Bewerbungen über Post wie auch via E-Mail anzunehmen.“

Sich bei Audi zu bewerben ist aber gar nicht so einfach. Erst nach einer kleinen Suchaktion habe ich eine Kontaktperson gefunden um meine Frage zu beantworten die lautete:

From: „DrKPI“ < @DrKPI >
Subject: Login zur Online Bewerbung
Date: 30 Apr 2014 17:09:00 GMT+2 (Donnerstag)
To: ***@audi.de

https://karriere.audi.de/cui(bD1kZSZjPTIwMA==)/default.htm?configurationId=ZAU_UNREG_SEARCH
Liebe Damen und Herren
Wie kriegt man hier ein Login sodass man sich bewerben kann für eine ausgeschriebene Stelle.
Ich kann leider keine Infos finden…. nur wie ich mein Passwort erhalten kann, sollte ich dies vergessen haben.
http://www.audi.com/corporate/de/karriere/einstieg-bei-audi/schueler/berufsausbildung.html
Danke für die Hilfe
Urs E. Gattiker

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Xing schreibt am 24. April 2012 in einer eMail:

„You are paying 5.34 EUR per month which equals the 128.30 EUR for two years, were as the one year term cost about 6.95 EUR when broken down by monthly price.“ (24 April, 2012).

Seit der obigen eMail hat sich vieles verändert. Xing kämpft mit harten Bandagen gegen LinkedIn …
Als Tool zur Personal-Rekrutierung und Selektion hat es sich bis heute nicht bewährt. Doch Xing versteht es sehr gut, die Kasse klingeln zu lassen. In diesem Sinne sollte man auch diese eMail an Schweizer Nutzer sehen:

„Dear Mr. Prof. Dr. Gattiker,
As a result of the feedback we received from customers in Switzerland, we’re switching our pricing for Swiss customers from euros to Swiss francs as of the 24th of April 2014. At the same time we’re also updating our Premium membership fees, meaning that Premium membership renewals after the 24th of April 2014 will be subject to a gross monthly fee of CHF 11.95.*

Happy networking on XING!
Kind regards,
The XING team           *Equivalent to CHF 286.80 per membership term.“ (2 Jahre)

Verstehen Sie das?

2012 (1 Euro war damals ca. CHF 1.20 Wert) bezahlte man für eine 2-Jahres Mitgliedschaft. Pro Monat ca. CHF 6.50.  Innerhalb von 2 Jahren wurde dieser Preis (inkl Mehrwertsteuer von acht Prozent in der Schweiz) auf Fr. 13.00 pro Monat erhöht.

Preiserhöhung von 41 Prozent pro Jahr seit April 2012 – kumulative ca 84 Prozent Preissteigerung innerhalb von knapp 2 Jahren?

Nur zum Vergleich: Laut dem Bundesamt für Statistik, Schweiz betrug die Jahresteuerung:
–  2011:  0.2 Prozent
–  2012: -0.7 Prozent
–  2013: -0.2 Prozent

In der Schweiz preist Xing die Möglichkeit die Produkte in CHF zu beziehen überall an. Doch wenn es bedeutet für die gleiche (oder noch schlechtere) Leistung, (siehe Lounge Foto unten) fast das Doppelte im Vergleich zu Deutschland bezahlen zu müssen, wo ist hier der Vorteil? Sind wir Schweizer denn so blöd?

Was meinen Sie?

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Übrigens, in den geänderten Geschäftsbedingungen steht:

„6.3 XING behält sich vor, die Abrechnung jederzeit von Euro auf die jeweilige Landeswährung des Nutzers umzustellen, sofern der Nutzer dem nicht widerspricht.“

Was ist nun wenn der Kunde widerspricht? Dann erhält er eine eMail auf Deutsch – in meinem Falle Englisch die z.B. lautet:

„From: Customer Care <en-queue053@xing.com>
Subject: Customer Care Xing Re: I have questions about my membership term. (XING-5297867)
Date: 11 Apr 2014 09:39:15 GMT+2
To: urs.gattiker@cytrap.eu

Dear Mr Gattiker-Drkpi,
Thank you for your reply.
It is true that the terms and conditions section 6.3 state XING reserves the right to switch invoices from euros to the user’s respective local currency at any time.
Your billing address is listed as Switzerland, so this means you will now be billed for future renewals in Swiss Francs and not EUR because we have the rights to do this according to the terms and conditions.
If you want to continue to be billed in EUR then you will have to provide an invoice address in Germany and not Switzerland.

Regards,
Michael Sandlin“

Versteht das einer…. ich habe das Recht mich zu weigern aber wenn ich vom Recht gebrauch mache sagt Xing nein? Komisch?
Sie meinen da muss man nachfassen. Habe ich gemacht, da kam keine Antwort auf meine Frage nur ein „… so ist es halt.“

Was tun, wnn Sie einen Geschäftspartner in flagranti dabei erwischen, wie er gerade versucht Ihnen das Fell zu seinem Vorteil über die Ohren zu ziehen?.

Ich werde wohl meine Premium Mitgliedschaft auslaufen lassen. Denn mein Vertrauen in Xing als Geschäftspartner ist eindeutig dahin.

Was bedeutet dies für Recruiter?

Die obigen Infos zeigen auf, dass Xing im Moment in der Schweiz mit viel Erfolg zahlende Mitglieder verliert und dabei noch seinen Ruf schädigt. Dies wird auch eifrig von Nutzern Online diskutiert (z.B. MrWOM – #XingFail oder wie man seine Nutzer Linked – der NoWom des Monats). Was für Auswirkungen hat dies auf die Xing Nutzung in der Schweiz? Schwehr abzuschätzen. Doch einige Indikatoren deuten an, dass diese Art von Geschäftsgebahren bei Schweizer Kunden von Xing äusserst schlecht ankommt.
Zum Beispiel, kürzlich nahm ich an einer Konferenz für Recruiter teil (#tru Zürich 2 oder #truZurich) . Hier ging es auch um Online Recruiting (z.B. was bringt es, Kosten, Ertrag, Trends). Dabei wurden Plattformen wie Xing, LinkedIn und Viadeo erwähnt, diskutiert und analysiert.
In der Romandie war Viadeo bis vor kurzem die Nummer 1 (immer noch in Frankreich). Doch Recruiter aus Genf oder Lausanne kommentierten an der Konferenz, dass sie auch LinkedIn nutzen. Recruiter aus Zürich wiederum wiesen darauf hin, dass Xing immer weniger genutzt wird. Gründe sind unter anderem auch der Preiswucher, wie oben beschrieben. Ebenfalls gaben einige HR-Fachkräfte von Grossunternehmen kund, dass sie ihre Premium Mitgliedschaft nicht mehr erneuert hätten. Ob diese nun alle bei LinkedIn eine Pro Membership einkaufen ist noch nicht genau eruierbar. Aber sie sind auf jeden Fall dort registriert und aktiv.
Ebenfalls sind die Möglichkeiten wie auch Zusatzdienstleistungen welche Xing in der Schweiz offeriert limitiert. Zum Beispiel, trotz des 84% Aufpreises für eine zwei Jahres-Mitgliedschaft in der Schweiz gibt es für Premium Mitglieder keine Lounges. In Deutschland aber schon.

ANKLICKEN - FREE Workspace - available in Düsseldorf, Munich and Nuremberg. Coming soon to Berlin, Frankfurt and Hamburg (by 2015?). Switzerland? Pay 60 to 80 % more than Germans for membership with Xing. BUT get less value for your money (e.g., no free workspace in country...)? Are we Swiss stupid? NO - just voting with our feet by joining LinkedIn :-)

Einen Vorteil welche Xing gegenüber von Viadeo oder aber auch LinkedIn hatte, sind die After-Work Events. Diese organisieren Xing Mitglieder über die Plattform.
Auch dieser Nutzer und Vorteil gegenüber LinkedIn ist Xing gerade dabei zunichte zu machen. Zum Beispiel kann Google schon bald fast keine Inhalte inklusive Events auf Xing mehr indexieren (lesen Sie bald mehr inklusive Fallbeispiele mit SEO Tricks auf unserem Englischen Blog auf DrKPI.com). Das nennt Xing Strategie? „Follow the Leader“ auch wenn es heisst die User Experience zu verschlechtern?
Ist das etwa clever? Das gute war das Xing Inhalte bis anhin auch über Google Suchergebnisse gefunden werden konnten….
Lesenswert: Was HR von Marketing lernen kann. Und umgekehrt.

LinkedIn oder Xing: KPIs?

Die Auswirkungen dieses Reputationsschadens von Xing spürt auch die Konkurren. Hier aber im positiven Sinne. Nach #tru Zürich 2 wollte sich eine Person eines Schweizer Grossunternehmens mit mir auf Xing verlinken. Bei LinkedIn waren es sechs HR Experten. Übrigens, vor 24 Monaten war dieses Verhältnis nach einer Konferenz noch umgekehrt, d.h. zugunsten von Xing.
Was soll nun ein Recruiter in der Schweiz nutzen? LinkedIn empfiehlt sich sicherlich für diejenigen welche in mehr als einer Sprachregion der Schweiz aktiv sein möchten (z.B. Genf, Lugano und Zürich).
Obwohl LinkedIn mehr Stelleninserate hat wie Xing (siehe Grafik – Trendlinie für 2013), ist deren Effektivität umstritten. Laut Gesprächen mit mehreren Recruitern sind sich diese nicht sicher, ob ein Stelleninserat auf LinkedIn oder Xing wirklich effektiver ist als andere Kanäle wie z.B. persönliche Netzwerke – virtuell wie auch offline.

Neulich hat mir ein Recruiter diese Problematik wie folgt beschrieben:

„Es kann sein, dass wir einem Kunden garantieren X Positionen wie z.B. im Engineering (3 bis 5 Jahre Erfahrung, mit folgenden Schlüsselqualifikationen… ) innerhalb von 30 Tagen zu besetzen.
Diese Leuten zu finden, sei es via Inserat (online oder / und offline), Firmenwebseite, unseren Mailings, über Disskusionsgruppen, Fachgruppen, Messen, sowie mit Hilfe von unserer Datenbank ist unser Schlüssel zum Erfolg.
Wir haben dafür auch LinkedIn und Xing getestet. Deren Effektivität (z.B. Usability, Searches, usw.) war uns aber keine grosse Hilfe…
Mit Job Ads hatten wir überhaupt keine Erfolge. Obwohl klar eingegrenzt nach Ausbildung und Schlüsselqualifikationen, waren der Grossteil der Bewerbungen nicht ideal… Grösste Herausforderung ist die Kosten-Nutzen Analyse und die Eruierung des ROI. Was bringt Online Rekruitierung im Vergleich zu anderen Aktivitäten …? Welche KPIs führen zur Verbesserung des ROI?…“ (Name der Redaktion bekannt)

Was die Gespräche bei der #truZurich ebenfalls andeuteten ist, dass es immer noch nicht einfach ist die Kosten wie auch Nutzen der Social Networks eruieren zu können. Vorallem gibt es hier noch keine wirklich etablierten Kennzahlen.  
Xing’s Vorgehensweise (Schweizer Premium Mitglieder wird ein deftiger Aufpreis verrechnet) hat LinkedIn insofern geholfen, als es den Trend den letzteren Service wenigstens auszuprobieren noch verstärkt hat. Es kommt ja eigentlich eher selten vor, dass ein Unternehmen seine Kunden so vertäubt, dass diese lieber ihr Geld zur Konkurrenz bringen. Die Auswirkungen sind doppelt schlecht:

1 – deutschsprachige Xing Mitglieder wechseln zu LinkedIn, UND
2 – 1 hat zu Folge, dass Xing für CH Recruiter immer weniger interessant ist (z.B. immer kleinere Reichweite).

Ob LinkedIn alles was Xing offerierte, erfolgreich abdecken kann für Mitglieder in der D-A-CH Region, wird die Zukunft weisen.  Was denken Sie? Existiert Xing in 5 Jahren noch?
Lesenswert: Social Recruiting: Die #TruZurich Teilnehmer machen es vor

Quelle:
#XingFail: LinkedIn umwirbt Schweizer Recruiter 

Was ist Ihre Meinung?

– Welche Aktivität auf Xing oder LinkedIn machen Sie am liebsten?
– Welches dieser Networks bringt Ihnen den grössten Mehrwert?
– Ich freue mich auf Ihre Kommentare.
PS. Ich bin seit ca. 2001 auf Linkedin und seit 2004 auf Xing.