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Datengesteuertes Marketing (auch Data-Driven Marketing genannt) wird immer wichtiger. Technische Hilfsmittel machen es einfacher, Daten zu erhalten und diese zu analysieren.

Doch birgt datengesteuertes Marketing auch Gefahren, die es zu berücksichtigen gilt. Zum Beispiel kann es passieren, dass wir Daten von minderer Qualität oder Aussagekraft erhalten. Diese können uns wiederum falsche Tatsachen vorspiegeln, welche zu falschen Entscheidungen verleiten. Es gilt also mit Hilfe von qualitativ guten Daten bessere Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel zeigt Influencer Marketing diese Problematik in Studien sehr gut auf. Man kann viele Kennzahlen oder Key Performance Indicator(s) (KPIs) nutzen, doch wenn diese von minderer Qualität sind, ist deren Nutzen fragwürdig.

Wir erläutern diese Herausforderung im data-driven Marketing anhand eines Beispiels einer Studie. Diese untersuchte, inwiefern Streaming von Filmen Leute daran hindert Kinos zu besuchen.

Die Studie veranlasste die NZZ Journalistin die Behauptung aufzustellen, dass wer mehr streamt häufiger ins Kino geht. Doch stimmt das wirklich?

3 kritische Schritte zur Gewinnung von aussagekräftigen und vertrauenswürdigen Daten

Bevor wir uns der Studie annehmen, müssen wir einmal kurz erläutern, auch welche Dinge wir als Unternehmer aufpassen sollten, bevor wir uns vorliegenden Daten trauen. Data-driven Marketing funktioniert nur, wenn wir Daten sammeln, welche die von uns gestellten Fragen beantworten können. Dabei ist die Datenqualität wichtig.

Wir wissen alle, das gute Marktforschung oder die Bekämpfung einer Pandemie auf guten und aussagekräftigen Daten basieren. Um datengesteuertes Marketing richtig aufzugleisen, müssen wir abklären, wie und woher wir soche aussagekräftigen Daten bekommen können. Es gilt diese 3 Punkte zu klären:

  1. Für welche Fragestellung brauchen wir Daten?: Wir müssen uns genau überlegen, wo wir Daten benötigen, um strategisch wichtige Fragen beantworten zu können.
    Beispiele: Wie lange wird die Coronakrise und deren Nachwehen unsere Geschäft noch negativ beeinflussen? Werden sich die Kundenpräferenzen nach COVID-19 über die nächsten 12 Monate ändern? Können sich neue Trends entwickeln, welche wir durch Produktinnovationen nutzen könnten?
  2. Welche aussagekräftigen und vertrauenswürdige Daten haben wir im Hause? Um die obigen Fragen beantworten zu können, gilt es erst einmal zu überprüfen, ob wir schon Daten haben, welche helfen könnten, die für uns wichtigen Fragen (siehe Punkt 1) zu beantworten.
    Beispiele: Studie zu Präferenzen in Sachen Farben oder Textur einer Oberfläche vom letzten Jahr. Letztjähriges Inventar in Sachen Anzahl Notfallbetten und Respiratoren im Bundesland X. Gästebewertungen von unseren Hotels, welche wir mit Hilfe eines Online Fragebogen über die letzten 12 Monate gesammelt haben, usw.
  3. Gibt es aussagekräftige und vertrauenswürdige sekundäre Daten oder Studien zum Thema? Hier publizieren vielleicht Ämter Daten im Netz oder aber kommerzielle Anbieter bieten diese zum Verkauf an.
    Beispiele: Bundesamt für Gesundheit, Bundesamt für Statistik, usw. Auch publizierte wissenschaftliche Studien, Working Papers von Universitäten und Dissertationen wie auch Masterarbeiten können hier vielleicht helfen, Licht ins Dunkel zu bringen.

Datengesteuertes Marketing kann optimiert werden, wenn die obigen 3 Fragen genau abgeklärt werden. Erst danach können wir entscheiden, welche Daten uns fehlen und welche Art von Datenerhebung uns helfen könnte, bessere Entscheide zu treffen. Denn Daten gibt es wie Sand am Meer. Doch deren Qualität und die Relevanz zu unseren Themen muss sichergestellt sein, ansonsten verleiten diese uns zu falschen Entscheidungen.

Aussage NZZ: “Wer viel streamt geht tendenziell häufiger ins Kino.”

Vor allem bei Studien von Dritten ist Vorsicht geboten. Wir illustrieren dies hier mit einer Studie, welche Ernst & Young (EY) im Auftrage der National Association of Theatre Owners (NATO) in den USA jährlich zum Thema Streaming und Kinobesuche durchführt.

Solche Auftragsstudien werden heute auch dazu genutzt, um deren Resultate für Corporate Communication oder Public Relations zu nutzen. Dabei hilft Digital Marketing, die Resultate einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das ist zum Beispiel der National Assocation of Theatre Owners (NATO) in den USA gelungen. Die NZZ hat deren Studie in einem Artikel wie folgt erwähnt:

Eine jährlich durchgeführte Studie von Ernst & Young hat auch 2020 eine Korrelation zwischen der Anzahl Kinobesuche und den mit Streaming verbrachten Stunden belegt.

Roebuck, Lory (2020-05-14). Streaming ist so wenig der Feind der Kinos, wie die Küche der Feind des Restaurants ist. NZZ, Feuilleton, S. 29. Aufgerufen am 16 Mai, 2020 auf https://www.nzz.ch/feuilleton/streaming-ist-nicht-der-feind-ld.1554994

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste

Bevor wir das obige Zitat aus der NZZ als bare Münze nehmen, müssen wir gemäss Punkt 3 oben abklären:

  • Hat die Journalistin die Resultate der Studie korrekt interpretiert?
  • Lassen die Resultate der Studie die vom Auftraggeber gemachten Rückschlüsse zu, welche z.B. in Pressemitteilungen oder Blogs verbreitet wurden?
  • Welche Schlussfolgerungen würden wir nach dem Lesen der vorliegenden Studie wagen zu ziehen?

Um diese Punkte beantworten zu können, müssen wir den Studienbericht lesen. Wir haben dies für die Studie der National Association of Theatre Owners aus den USA getan und fanden folgende Dinge raus:

  • Methodik der Studie: Die Online-Umfrage basiert auf einem Online-Panel mit US-amerikanischen Teilnehmern.
    Frage: Wie aussagekräftig sind US Daten für die D-A-CH Region und wie gut ist die Stichprobe (z.B. repräsentativ für die Bevölkerung – siehe auch Bundesamt für Statistik)? Ein CEO wird wohl kaum in einem solchen Panel mitmachen?
  • Datenanalyse: Die Daten werden mit Hilfe von deskriptiver Statistik analysiert. Die Auftragsstudie wurde von Ernst & Young (EY) für die Vereinigung der Kinobesitzer durchgeführt. Nirgendwo im Schlussbericht wird das Wort Korrelation genutzt.
    Daten in Kennzahlen zusammenfassen und deren graphische Darstellung sind die Ziele, die wir mit Hilfe von deskriptiver Statistik erreichen wollen. Deskriptive Statistik ist der Fachausdruck für die beschreibende Statistik.
    Beispiel für deskriptive Statistiken: Das arithmetische Mittel (“Durchschnitt”) wie auch die empirische Standardabweichung oder Varianz.

Welche Altersgruppen wurden analysiert

Die Altersgruppen in der Grafik unten sind nicht gleich. Dies bedeutet eine Gruppe inkludiert 13-17 Jährige (5 Jahre Zeitspanne), die nächste 18-37 Jährige (20 Jahre Zeitspanne), dann 38-52 Jährige (15 Jahre Zeitspanne), usw. Rein grundsätzlich müssen die Anzahl Jahre in jeder Gruppe gleich sein. Beispiele wären 13 – 22 Jährige, 23 – 32 Jährige und 33 – 44 Jährige.

Nur dann können wir die Kategorien wirklich vergleichen. Dies lässt die unten aufgeführte Grafik vom Bericht 2019 – Daten 2018, z.B. nicht zu (PS. Kategorien für 2020 – Daten vom Nov. 2019, sind gleich).

National Association of Theatre Owners beauftragt Ernst and Young eine Studie zum Thema Kinobesuche und Video Streaming zu machen.
National Association of Theatre Owners beauftragt Ernst and Young eine Studie zum Thema Kinobesuche und Video Streaming zu machen.

Fazit: Die Altersgruppen sind ungleich. Der Verdacht kommt auf, dass diese Gruppen deshalb so unterschiedliche Grössen aufweisen, um die gewünschten Unterschiede zwischen den Gruppen aufzeigen zu können. Dies kann die Ergebnisse verfälschen.

Was ist der um 10% “getrimmte” oder gekürzte Mittelwert?

Die obige Grafik sagt ebenfalls, dass der “getrimmte” Mittelwert genutzt wurde. Dieser wird berechnet, indem z.B. die 10% grössten und 10% kleinsten Werte aus der Stichprobe ausgeschlossen werden. Das arithmetische Mittel wird dann mit den verbleibenden 80% der Stichprobe gebildet Andere “getrimmte” Mittelwerte sind möglich, wie z.B. 5% oder 20%.

Das heisst hier höchstwahrscheinlich, dass die Daten der Leute, die in den letzten 12 Monaten kein Kino besucht haben, wurden ausgeschlossen (ca 10% der Panel Teilnehmer in dieser Studie). Das Gleiche passierte mit denjenigen von Teilnehmern, die sehr viele Kinobesuche gemacht haben. Nachdem diese tiefen/hohen Werte ausgeschlossen wurden, hat man den Mittelwert berechnet.

Fazit: Die Extremwerte sind nicht in die Datenauswertung mit einbezogen. Ohne Erklärung ist dies schwer verständlich und schmälert die Vertrauenswürdigkeit der Resultate. Dieses Vorgehen kann die Ergebnisse der Studie verfälschen.

Was ist der Unterschied zwischen Assoziation und Korrelation?

Auf ein weiteres Problem deutet der Titel der Studie hin:

Beziehung oder Assoziation und Korrelation sind zwei Methoden, um eine Beziehung zwischen zwei Variablen zu erklären.

Assoziation bezieht sich auf die allgemeine Beziehung zwischen zwei Zufallsvariablen, während sich die Korrelation auf eine mehr oder weniger lineare Beziehung zwischen den Zufallsvariablen bezieht. Variablen können miteinander in Beziehung stehen, aber nicht korreliert sein. Korrelation impliziert keine Kausalität.

3-Jahres Uebersicht: National Association of Theatre Owners beauftragt Ernst and Young eine Studie zum Thema Kinobesuche und Video Streaming zu machen.
National Association of Theatre Owners beauftragt Ernst and Young eine Studie zum Thema Kinobesuche und Video Streaming zu machen.

Fazit: Die Studie zeigt keine Korrelationen auf. Die Daten über die letzten 3 Jahre zeigen, dass die Menschen weniger ins Kino gehen. Bei 2 Gruppen ist in den letzten 3 Jahren auch das Video Streaming zurückgegangen. Eine Erklärung, warum dies so sein könnte, bietet der Report nicht.

Datengesteuertes Marketing: Risiken die es zu meistern gilt

Datengesteuertes Marketing wie in diesem Beispiel zum Thema Kinobesuch und Streaming lässt den Schluss zu:

  • Traue den in einem Zeitungsartikel erwähnten Resultaten aus einer Studie nur dann, wenn du die Studie selber genau studiert hast.

In diesem Falle ist es so das NATO, der Auftraggeber der Studie, die darin präsentierten Ergebnisse falsch interpretiert. Inwiefern hier die Berater von EY Fehler gemacht haben bleibe dahingestellt. Dummerweise nimmt sich die NZZ Journalistin die Zeit nicht, um die Studie 20 Minuten unter die Lupe zu nehmen. Das hätte die Falschaussage in Sachen mehr Streaming = > Kino verhindert.

Der einzigen Trend, den man vielleicht aus den Daten rauslesen kann ist, dass die durchschnittlichen jährlichen Kinobesuche der Konsumenten in den USA rückläufig zu sein scheinen. Aber ein Rückschluss ob dies altersabhängig ist, lassen die Alterskategorien in den obigen Grafiken nicht zu.

Das Beispiel illustriert jedoch sehr gut, dass Studien leider zu Aussagen verleiten können, welche deren Daten nicht zulassen. Das bedeutet jedoch auch, dass Nutzung von sekundären Daten (d.h. die wurden von jemand anderem gesammelt) Vorsicht geboten ist. Zumindest ist zur Überprüfung der Qualität der Studie das genaue Lesen des Berichtes Pflicht.

Die Studie scheint aufzuzeigen, dass die durchschnittliche jährliche Anzahl Kinobesuche von US-amerikanische Konsumenten im Trend rückläufig ist.

drkpi®

Inwiefern Kinobesuche und die Anzahl wöchentlich gestreamten Stunden eine positive Korrelation haben, d.h. mehr Kinobesuche korreliert positiv mit mehr Streaming, zeigen die Resultate nicht.

Noch weniger trifft die Schlussfogerung zu, dass wer mehr streamt mehr ins Kino geht. Mit dieser Aussage insinuieren wir Kausalität – d.h. mehr streaming hat zur Folge, dass der Konsument öfters ins Kino geht. Mit dieser Herleitung in ihrem Artikel ist die NZZ Journalistin völlig auf dem Holzweg.

Um die Risiken im datengesteuerten Marketing (auch Data-driven Marketing genannt) optimal zu managen, gilt es prinzipiell, dass wir einen Studienreport zuerst genau lesen, bevor wir diesen in unserer Entscheidungsfindung nutzen dürfen (siehe auch).

P.S. Ob Daten aus den USA in Sachen Streaming und Kinobesuche auch für die Schweiz gelten, sollte ebenfalls hinterfragt werden. Die Journalistin erwähnt mit keinem Worte, dass die Daten in den USA erhoben wurden.

P.P.S. Die Durchführung einer guten Studie mit Daten, welche vertrauenswürdige Interpretation zulassen, muss gut geplant sein. Das kostet aber auch Zeit, Geld und bedingt das notwendige Human-Kapital.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht mit Studien?

Wie oft führt Ihr Unternehmen Umfragen durch um notwendige Daten zu bekommen oder zur besseren Entscheidungsfindung? Mit welchen Herausforderungen sind Sie dabei konfrontiert in Sachen Budget, Zeit, Personal, usw.?

Search Engine Optimisation (Suchmaschinenoptimierung) oder kurz SEO-Techniken sollen einer Website helfen, mehr Traffic von der Zielgruppe zu erhalten. Man kann viel Geld für die Beautragung eines SEO-Beraters ausgeben. Aber ist der Aufwand die Kosten wert?

Wir erklären dies, indem wir Ihnen 10 Tricks verraten, die SEO-Experten anwenden. Soziale Medien spielen eine wichtige Rolle, wie wir zuvor hier erklärt haben:

Lesen Sie hier den Beitrag auf Englisch. Ein Video gibt es ebenfalls unten, bitte anschauen.

Checkliste: Download ganz unten.

Wie kann ich die Kosten für einen SEO-Berater sparen?

Kürzlich fragte mich jemand:

Warum sollte ich keinen SEO-Berater beauftragen?

Kunde fragt drkpi®

Dies ist eine gute Frage, da Sie ziemlich viel Geld für die Einstellung eines SEO-Beraters ausgeben können. Die kurze Antwort, die wir gegeben haben, lautet wie folgt:

Folgen Sie einfach unseren 10 Tipps, um die Notwendigkeit der Einstellung eines SEO-Beraters zu vermeiden.

drkpi®

Checkliste hier downloaden: Schneller SEO Check: 10 Tipps und Tricks

Traffic mithilfe von organischen Suchergebnissen erfuhr Ende März 2020 einen starken Rückgang. Dies gilt auch für die Suchmaschinenwerbung von Google. Im Laufe des späteren Aprils hat sich die Lage jedoch wieder verbessert. Ruth Porat (Chief Financial Officer) wies darauf hin, dass sie “einige Anzeichen dafür gesehen habe, dass die Nutzer zu einem normaleren Verhalten bei der Suche zurückkehren.” Daher sind SEO-Techniken wieder sehr wichtig, um den Traffic zu erhalten, der für den Erfolg notwendig ist.

Welche SEO-Techniken sind beliebt? 10 Geheimnisse, die SEO-Experten nicht verraten

Oft werden Sie hören, dass grossartige Inhalte am besten sind oder organische Inhalte (d.h. Inhalte, die Sie selbst geschrieben haben) einen Mehrwert darstellen. Inhalte, die Ihrem Zielpublikum helfen, sind solche, die Fragen beantworten, ein Leitfaden zur Lösung eines Problems oder ein Video, das erklärt, wie man ein IKEA-Bücherregal zusammenstellt. Wie Sie diese Inhalte am besten publizieren, erklären wir hier:

  1. Warum sollten wir davon absehen, einen SEO-Berater zu engagieren? Viele SEO-Berater sind nicht so viel besser als Sie. Dinge wie das Erreichen von 5.000 Links für x Dollar, das ist eine Verschwendung von Zeit und Geld. Stattdessen sollten Sie es für das Schreiben organischer Inhalte ausgeben, die einen Mehrwert schaffen und die Probleme Ihrer Zielgruppe lösen.
  2. Warum sind soziale Konten in unserem Markennamen wichtig? Sie möchten den Markennamen oder Ihre URL in den “Augen” von Google besitzen. Daher ist eine Social-Media-Seite für Ihre Marke oder Ihr Unternehmen ein Muss. Es gibt viel mehr als nur Twitter, Facebook, Instagram, WeChat und andere. Es gibt auch Dienstleister, welche für Sie diese Firmen- oder Markenseiten auf Social Networks eröffnen. 30 bis 50 solcher Profile werden von Dienstleistern für Preise von US $3 bis 10 angeboten. Wann immer Sie ein Social Media/Network Profil erstellen, müssen Sie dieses aber auch bespielen. Beispielsweise, posten Sie idealerweise 1 x pro Woche, oder zumindest 3 x pro Woche von Montag bis Freitag auf LinkedIn.
    PS. Sie müssen immer noch Inhalte hinzufügen. Wählen Sie also mit Bedacht. Beauftragen Sie jemanden dafür (klick)
  3. Wie oft sollten wir unsere Website und unseren Blog aktualisieren? Am Anfang könnten 2 x pro Woche ideal sein. Danach sollten Sie 2 x 4 Mal pro Monat einen Blogbeitrag publizieren. Manchmal können Sie es sich einfach nicht leisten, mehr als 5 bis 10 Stunden für die Erstellung von mehr als einem Blog- oder Webpage-Eintrag pro Monat aufzuwenden.
  4. Warum sollten wir so genannte White Papers schreiben? Das können Checklisten, Forschungsberichte oder umfangreichere Dinge sein. Erlauben Sie den Leuten, diese Dokumente herunterzuladen. Erstellen Sie zum Beispiel eine Landingpage oder eine Wiki Page für ein Thema mit vielen White Paper, Checklisten, Leitfäden zum Herunterladen.
  5. Welche Google Tools sollten wir verwenden? Verwenden Sie die kostenlosen Google-Tools – Google Analytics, Google Business Page (Eintrag kommt prominent in organischen Suchresultaten z.B. wenn Leute nach Ihrem Firmennamen suchen), Google Search Console, Google Scholar (Fachliteratur/Forschungsresultate), Google Question Hub und Google Trends. Einfach die Tools anklicken oder auf Google suchen.
    PS.  Die Vorschläge zur Vervollständigung, die Google da bringt, sind ebenfalls hilfreich. Man kann diese z.B. Beispiel als Frage oder Text in eine Webseite prominent einbauen. Je nachdem was sie eingeben erhalten Sie Vervollständigungsvorschläge für Ihre Eingabe. Ein Beispiel ist die Suche nach Digital Mark oder aber Digitales Mark die Ihne unterschiedliche Resultate bietet.
    Bitte vorher Browser Cache leeren damit Sie die effektiven Vorschläge und nicht solche nach Ihrem getrackten Suchverhalten von Google bekommen. Wie Sie den Cache leeren können finden Sie hier.
  6. Warum ist die Struktur einer Website wichtig? Google sucht nach Inhalten, von denen es glaubt, dass die Nutzer sie verstehen können. Dementsprechend sucht es nach Inhalten, die Nutzer auf ihrem Smartphone lesen können. Die Dokumentstruktur mit Titel, Überschriften oder auch Aufzählungszeichen findet Google hilfreich. Überschriften, in denen eine Frage gestellt wird, die Sie in wenigen Sätzen direkt darunter beantworten, ist das, wonach Google sucht (siehe auch Punkt 9 unten).
  7. Warum lohnt es sich, über die eigene Konkurrenz zu sprechen? Über Mitbewerber zu schreiben macht Sinn. Solche Produktvergleiche oder Besprechungen der Konkurrenzangebote interessieren potenzielle Kunden und sie machen diese auf das eigene Produkt aufmerksam. Wir können in solchen Inhalten erklären, warum Ihr Produkt eine gute Alternative ist (z.B. sehr gut ist die Erwähnung von Testresultaten von Dritten wie z.B. Stiftung Warentests oder Bloggern).
    PS. Wenn Sie Ihren Service oder Produkte mit denjenigen der Mitbewerber vergleichen, hilft dies ebenfalls. Sie erwähnen den Namen oder die Marke Ihres Konkurrenten. Das hat zur Folge, dass Sie auch in organischen Suchresultaten erwähnt werden, wo Namen der Konkurrenzprodukte erscheinen. Dadurch erhalten Sie ebenfalls weitere interessierte Website Besucher.
  8. Warum helfen Interaktionen mit Google? Links sind wie Stimmen bei einer Schönheitswahl, sie zeigen Google an, dass Ihr Content wichtig ist. Wenn Sie von einem Kommentar, den Sie auf LinkedIn schreiben, auf Inhalte auf der Unternehmenswebsite verlinken, können Sie darüber hinaus gezielt Traffic gewinnen.
    PS. Backlinks sind für Google wichtig. Dies bedeutet, dass von einer anderen Webseite auf Ihre Homepage zurück verwiesen wird mit einem Link/Backlink. Das können Links von Nutzern sein, welche Ihre Seite empfehlen. Solche Links interpretiert Google als Empfehlungen. Wenn Sie jedoch Backlinks von dubiosen Webseiten kaufen zu irgendeinem Thema, stuft Google solche Links als nicht relevant ein. SEO Experten empfehlen, niemals Backlinks von solchen Seiten zu kaufen.
  9. Wie können Fragen und Antworten von Google helfen? Sie sollten Google Fragen und Antworten nutzen – verwenden Sie einfach Ihr Suchfenster und geben Sie sie ein – siehe auch Google Frage-Hub und melden Sie sich gleich an.
    PS. Machen Sie es Google leicht verständlich (Punkt 6 – Struktur). Verwenden Sie eine Frage als Überschrift, gefolgt von einem Text, der die Frage beantwortet.
  10. Wie können Sie auf dem Inhalt aufbauen, den Sie bereits haben? Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken über Design, perfekte Schriftart und so weiter. Mit anderen Worten: Websites werden ständig verbessert. Warten Sie nicht, bis alles perfekt ist, sondern machen Sie einen sanften Start (starten Sie sie einfach und erzählen Sie es ein paar Leuten). Arbeiten Sie jetzt mit dem, was Sie haben, am besten heute und nicht morgen.
    PS. Im Internet-Zeitalter ist die Einführung von Beta-Software, Tools und Websites zur Norm geworden, d.h. Versionen oder Produkte werden sehr früh auf dem Markt angeboten, auch wenn diese noch nicht zu 100% funktionieren. Das ist beispielsweise in der Medizinaltechnik aus klar ersichtlichen Gründennicht der Fall.

SEO-Techniken: Letzte Dinge, die zu beachten sind

SEO-Techniken werden oft vereinfacht, indem man sich auf Schlüsselwörter konzentriert. Aber eine Liste mit 100 Schlüsselwörtern ist genauso nutzlos wie eine mit 5 Schlüsselwörtern, die Sie in Ihren Texten oder Videos nicht verwenden.

Wenn Sie Ihre 10 Schlüsselwörter oder so ungefähr haben, haben Sie es so ziemlich abgedeckt. Für uns sind dies beispielsweise Datenschutz, GDPR, Content-Marketing, digitales Marketing, Analytik, Social Media Audit, Website-Audit, Audit der Suchmaschinenoptimierung, Brand Buzz, Metriken und Technologiemanagement. Aber jetzt müssen Sie sicherstellen, dass diese Begriffe in Ihrem Website-Inhalt oder Blog sowie in White Paper verwendet werden. Das ist ein nicht enden wollender Marathon, um den Sie sich kümmern müssen.

Neben der Verwendung von Schlüsselwörtern und deren Verwendung im Text müssen Sie sich kontinuierlich auf die Aktualisierung Ihrer Social-Media-Accounts konzentrieren, Ihre Website aktualisieren, andere relevante Websites kommentieren und so weiter (siehe unsere 10 Tipps und Tricks oben).

Wenn Sie unsere 10 Tipps und Tricks befolgen, sollten Sie auf dem besten Weg sein, mehr zielgerichteten Traffic auf Ihre Website zu erhalten.

Video mit Checkliste SEO Tricks und Tipps

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Checkliste hier downloaden: Schneller SEO Check: 10 Tipps und Tricks