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Ein Einblick hinter die Kulissen der Video Produktion von DrKPI.

In Kürze: Bundesrätin Simonetta Samaruga – Justizministerin der Schweiz – hat ein Ziel. Sie will, dass mindestens die Hälfte der Flüchtlinge innerhalb 7 Jahre eine Stelle haben. Hadya Khalil ist nur ein Beispiel, das zeigt, wie es gelingen kann.
DrKPI hat ein besonderes Video zu diesem Thema produziert. Im Fokus ist Hadya Khalil, eine Auszubildende bei Alpiq InTec in Zürich.
Hadya hat uns und allen Begeisterten, die ihr Video bereits gesehen haben, ihre Lebensgeschichte erzählt. Wir hatten gemeinsam viel Spaß bei den Dreharbeiten und das Resultat kann sich sehen lassen.
Und nebenbei ist dies auch ein Beispiel, das 2 Dinge gut illustriert:

  1. Es braucht Motivation für eine Integration
  2. Öffentliche Stellen, private Unternehmen und der Flüchtling – alle sind gefordert.

Hier eine kleine Übersicht:

DrKPI Videos: Das Making-Of vom Alpiq InTec Video über Hadya Khalil, eine motivierte Auszubildende, die mit ihren Eltern aus Syrien in die Schweiz geflüchtet ist.

DrKPI Videos: Das Making-Of vom Alpiq InTec Video über Hadya Khalil, eine motivierte Auszubildende, die mit ihren Eltern aus Syrien in die Schweiz geflüchtet ist.


Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein und bleiben Sie auf dem Laufenden, um keine neuen Videos von DrKPI zu verpassen.

1. Unser Projekt mit Hadya Khalil und viel Herzblut

Nach der einen oder anderen Schnupperlehre hat Hadya Khalil sich für eine Lehrstelle als Bürokauffrau bei der Firma Alpiq InTec in Zürich entschieden.
Ihr Weg war nicht leicht: Sie musste eine neue Sprache lernen und hat ihre Prüfung bestanden.
Jetzt ist sie Azubi und erzählt uns ihre beeindruckende Lebensgeschichte. Mit ihrer Ausbildungswahl ist sie sehr glücklich.
Natürlich möchte die Firma Alpiq InTec mit diesem Video zeigen, dass alles möglich ist. Ob als Flüchtling oder auch nicht, das spielt dabei keine Rolle.
Wir hatten wirklich viel Spaß bei den Dreharbeiten. Dieser Moment, wenn man einmal eine kurze Pause einlegen muss, weil keiner vor Lachen mehr ernst bleiben kann.
Aber eine gesunde Portion Humor gehört nunmal dazu und das Video ist natürlich gelungen, da sich alle Beteiligten motiviert und ambitioniert ins Zeug gelegt.
[su_box title=“Wir starteten bei Hadya zu Hause“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]
Angekommen in Winterthur, holte Hadya Urs und mich vom Bahnhof hab, schwer bepackt mit der Kameraausrüstung.
Wir fuhren zu Hadya nach Hause, wo wir auch ihre Eltern kennenlernten, die ihrer Tochter begeistert bei ihrem Auftritt vor der Kamera zusahen.

DrKPI Videoproduktion: Hadya Khalil flüchtete aus Syrien und macht nun eine Ausbildung zur Bürokauffrau bei Alpiq Intec

DrKPI Videoproduktion: Hadya Khalil flüchtete aus Syrien und macht nun eine Ausbildung zur Bürokauffrau bei Alpiq InTec


Hadya erzählte uns fast 2 Stunden vor der Kamera ihre Geschichte. Keine Frage, das war sehr anstrengend für sie. Auch deshalb, weil sie ihre Formulierungen immer wieder korrigieren wollte.
Sie hat Spaß am Deutschsprechen und das haben wir ihr auch angesehen. Vor allem aber hat sie uns gezeigt, dass ihre Lehrstelle als Bürokauffrau bei der Firma Alpiq Intec sehr wichtig ist.
Für Sie ist es die beste Lehrstelle und das konnten wir ganz gut nachvollziehen, denn wir waren selbst dort: Wir haben ihren Arbeitsplatz gesehen, ihre Kolleginnen und Kollegen kennengelernt und stellen fest, kein Wunder, dass Ausbildungssuchende sich bei der Alpiq um eine Lehrstelle bewerben.
Und auch Rolf Siebold ist sehr glücklich, eine Auszubildende wie Hadya in der Firma zu haben, denn sie hat Durchhaltevermögen und einen starken Willen.  [/su_box]
Hadya hatte von uns allen sicher die schwierigste Aufgabe. Sie musste immerhin den ganzen Tag vor der Kamera stehen:

Das ist das erste Mal für mich, dass ich so ein Video mache. Am Anfang war es sehr schwierig, zum Beispiel immer in die Kamera zu schauen. Aber mit der Hilfe von der Kamerafrau habe ich es dann geschafft. Wenn ich das Video jetzt sehe, bin ich sehr stolz auf mich. Und es freut mich sehr, dass wir es geschafft haben.

 2. Ein langer Tag, ein tolles Team

Nachdem wir bei Hadyas Familie den größten Teil des Videos im Kasten hatten, zogen wir weiter.
Das Treffen mit Kathrin Neukomm, Sozialpädagogin bei der Stadt Winterthur, war bereits eine Stunde früher geplant. Aber unsere Vorarbeit war intensiv und wir waren natürlich bemüht, das allerbeste aus diesem Video zu machen.
Für Frau Neukomm war das allerdings kein Problem, denn sie unterstützte unsere Arbeit ebenfalls mit ganzem Herzen.

Als Sozialpädagogin unterstützt Frau Neukomm Hadya dabei, ihre Ziele zu erreichen.

Als Sozialpädagogin unterstützt Frau Neukomm Hadya dabei, ihre Ziele zu erreichen.


Und das tat auch Irène Pauli, Job-Coach bei der aoz Zürich, die nächste Station auf unserem Ablaufplan für die Dreharbeiten. Sie ist zuständig für Integrationsbegleitung und gab uns einen interessanten Einblick in ihre Tätigkeit.
Frau Pauli spielt außerdem eine entscheidende Rolle in Hadyas Lebenslauf, denn ohne ihre Unterstützung hätte Hadya es noch schwerer gehabt, eine Lehrstelle zu finden.
Spät nachmittags trafen wir in den Büroräumen der Alpiq ein, wo wir mit Jasmin Knöri bekannt gemacht wurden.
Frau Knöri ist Leiterin Human Ressources der Alpiq Intec Management AG und begleitet Hadya an ihrem Ausbildungsplatz mit viel Engagement.
Auch uns begrüßte sie mit einem starken Kaffee, denn wir waren bereits den ganzen Tag auf den Beinen. Dann bauten wir ein letztes Mal das Kamera Equipment auf und filmten die beiden bei ihrem Gespräch.
Im Making-Of unten sind ein paar lustige Szenen dabei, die wir in den Pausen aufnahmen. Das war wieder besonders amüsant.
Natürlich sind noch mehr Menschen an unserem Projekt beteiligt gewesen, nicht alle tauchen vor der Kamera auf.
Doch alle haben eines gemeinsam: Sie haben durch ihre Motivation und ihr Engagement ein tolles Video mitproduziert mit Story auf dem Firmenblog, das unbedingt gesehen werden sollte.

3. Warum haben wir dieses Video eigentlich gemacht?

Das ist ganz einfach.
Wir wollen zeigen, was möglich ist.
Es ist für junge Ausbildungssuchende oft schwer sich für eine Lehrstelle zu entscheiden. Und das gilt nicht nur für Hadya, die sicher mehr geleistet hat als so manch anderer.
Schüler fragen sich oft, was ist die beste Lehrstelle für mich? Doch oft stehen die Unternehmen den Suchenden selbst im Weg, indem sie es ihnen nicht leicht machen.
Webseiten sind unübersichtlich gestaltet, der Schüler findet nicht alle Informationen, die er braucht und ist nach der langen, intensiven Suche noch verzweifelter als vorher.
Die Firma Alpiq Intec bietet auch Schnupperlehren an, damit sich Schüler orientieren können und einen Einblick in das Unternehmen und die Ausbildung erhalten.
Schnupperlehren sind sehr wichtig, das zeigt auch das Beispiel Hadya Khalil, die jetzt sehr zufrieden ist mit ihrer Entscheidung für die Ausbildung bei der Alpiq.
Auch Hadya will mit ihrem Video eine ganz klare Message vermitteln:

Ich habe bei dem Video mitgemacht, damit ich den Leuten zeigen kann: Wenn man ein Ziel hat, kann man es schaffen, aber man muss schon dran bleiben. Eine gute Zukunft kommt nicht von allein.

Und hier gibt es auch einen Blogeintrag mit dem Alpiq Video, das auf dem Corporate Blog hier zu finden ist.
Das Making-Of Video sehen sie gleich hier.  Über einen Kommentar würden wir uns natürlich freuen.

4. … und was ist Ihre Meinung?

Wir haben viel Zeit und Ideen in das Video investiert und hatten Freude an den Dreharbeiten. Und das ist noch lange nicht alles, denn Hadya plant auch, ihre eigenen Beiträge im Lernenden-Blog von Alpiq zu schreiben.
Hier ist wichtig, das wir erwähnen, dass etwa 85 % der anerkannten Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen Sozialhilfe beziehen. Eine große finanzielle Bürde für Gemeinden und Kantone. Deshalb ist die schnelle und erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt wichtig.
Wie Bundesrätin – Justizministerin Simonetta Sommaruga am Montag (2018-04-30) vor den Medien in Bern erklärte: „Diese Investition zahlt sich aus.“
Der Bund will, dass der Förderbedarf und das Potenzial für jeden Flüchtlinge individuell ermittelt wird. Dazu wird er jährlich CHF 18,000 an die Kantone und Gemeinden je Flüchtling bezahlen, zusätzlich zur Pauschale für die Unterbringung.
Diese Arbeit beinhaltet auch die tatkräftige Unterstützung der Flüchtlinge inklusive Sprachkurse, Coaching, Praktika, usw. Diese Unterstützung hat Hadya bekommen. Sie hat die Chance genutzt und sich einen Ausbildungsplatz gesichert.
Ein Resultat innerhalb von knapp 3 Jahren und neun Monaten.  Etwas mehr als die Hälfte der Zeit – 7 Jahre – in der der Bund will, dass mindestens 50%  der Flüchtlinge eine Stelle haben werden. Chapeau! Ausgezeichnet.
Haben Sie das Video oben schon angeguckt? Wie ist ihre Meinung dazu?

  • Können Sie sich vorstellen, so hart zu arbeiten wie Hadya an ihrer Zukunft?
  • Kennen Sie eine Ausbildungssuchende, die einen ähnlichen Weg gegangen ist?
  • Finden Sie das Vorhaben des Bundes realistisch, wie stehen Sie dazu?

Hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar. Wir freuen uns sehr darüber, Ihnen schon bald antworten zu können.
Offenlegung: Die Autorin / Bloggerin weist darauf hin, dass einige der erwähnten Organisationen Kunden von CyTRAP Labs GmbH sind und / oder DrKPI® Services und Produkte abonniert haben / beziehen.

In Kürze: Frohes Neues Jahr wünschen wir allen unseren Lesern.
2018 müssen sich Unternehmen im Online Recruiting von Airbnb, Amazon und Zalando inspirieren lassen.
Für die „ShaRenting“ Generation, d.h. bis 20 Jährige welche vermehrt Filme, Kleider und Musik mieten (z.B. Netflix, Dimi, Spotify streaming statt CD oder DVD zu kaufen) oder car sharing dem Autokauf vorziehen (z.B. Lyft, Uber, Mobility, rent the car, share the ride), ist Usability und User-Friendliness der Karriereseite einer Firma sehr wichtig.
ERGO, Swiss-Life oder Swisscom tun sich hier etwas schwer. Andere, wie z.B. DHL oder UBS machen es besser.
Hier die Resultate und Tipps in unserem Ratgeber
Hier geht es zur Registrierung zum Online Ausbilderkongress 2018 – kostenlos.
Weitere Events mit DrKPI Staff als Referent/in können Sie hier einsehen.
Die Fragen unten einfach anklicken und Sie kommen sofort zur Antwort weiter unten.

Viele von uns shoppen bei Amazon oder Zalando. Oder wir bestellen uns am Freitagabend nach der Party eine Fahrt auf Uber. Das Wichtigste, was diese Dienstleister dabei verbindet, ist, dass ihre Webseite und / oder ihre App einfach zu bedienen ist.
1 oder 2 Clicks und schon ist der Uber Fahrer unterwegs oder das gewünschte Kleid im Warenkorb von Zalando. 2 Dinge fallen auf:

  1. Bei einigen e-Commerce Webseiten oder Apps klappt das sehr gut. Doch manchen Dienstleistern fällt dies schwerer. Beispielsweise sind bei ERGO mehr als 6 Clicks nötig, um Informationen zu einem Versicherungsangebot zu finden.
  2. Was bei Online Bestellungen sehr gut funktioniert, wird auf der Karriereseite einiger Unternehmen schwieriger. Suche ich hier einen Ausbildungsplatz, sind die Informationen oft nicht einfach zu finden.

So zeigt die Seite der ERGO Group unten gut auf: Auch wenn Karriere prominent im Reiter aufgeführt ist, heisst dies nicht, dass die Inhalte dieser Seite gut strukturiert sind.

Wenn ein Kunde Probleme hat, die Infos zum Produkt zu finden oder dieses zu bestellen, wie schwierig wird es dann für einen Schüler Angaben zur Ausbildung zu finden?

Wenn ein Kunde Probleme hat, Infos zu einem Produkt zu finden oder dieses zu bestellen, wie schwierig wird es dann für einen Schüler Angaben zu einer Ausbildung zu finden?


Bei ERGO ist der Schüler nach 6 Clicks dort, wo er sein sollte. Doch die Angaben zur dualen Ausbildung sind bei verschiedenen Berufen eher spärlich.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen, die zeigen, wie es geht. So z.B. die DHL (Deutsche Post).
Hier wird es Schülern sehr einfach gemacht, die relevanten Informationen für einen möglichen Ausbildungsplatz auf der Webseite mit 2 Clicks zu finden (siehe unten).
DHL spurt vor: 2 Clicks und der Schüler weiss welche Ausbildung DHL anbietet und wann und wie man sich zum Schnuppertag anmeldet.

DHL spurt vor: 2 Clicks und der Schüler weiss, welche Ausbildung DHL anbietet und wann und wie man sich zum Schnuppertag anmelden kann.


Hier ist es der DHL gelungen, den Bewerber Journey einfach aufzuzeigen. Und das obwohl sich jedes Land der Corporate Struktur der DHL Webseite anpassen muss. Das heisst, grosse Flexibilität, welche eine Anpassung an nationale Gegebenheiten und Erfordernisse ermöglicht, hat man hier nicht.
Trotz dieser Einschränkungen sind die Informationen zu den Ausbildungsangeboten auch für die DHL Schweiz sehr schnell auffindbar. Eine klare Strukturierung inklusive Daten zu den Events. Chapeau!

1. Wie hilfreich ist unsere Webseite?

Warum haben Amazon oder Zalando Erfolg?
Der wichtigste Grund ist, dass man das Produkt, das man kaufen möchte, mit etwa 2 Clicks finden kann. 2 – 4 weitere Clicks, je nach dem, ob man Neukunde ist oder nicht, dann ist der Checkout auch schon bewältigt.
Es kann nur als logisch erscheinen, dass auch Stellensuchende die Informationen auf der Webseite schnell finden wollen. Doch dieses Usability Prinzip wird oft vernachlässigt.
DHL macht hier vor, wie man dies erfolgreich umsetzt. Und das obwohl die Corporate Webseite die Möglichkeiten in Sachen Gestaltung und Inhalten für die Länderorganisation Schweiz stark einschränkt.
Einen flexibleren Weg ist die Alpiq InTec (siehe unten) gegangen. Sie hat eine neue Webseite mit eigener Domaine für die Ausbildungsressorts in 2014 lanciert. Den direkten Zugang zu dieser Seite erhält man dabei auch über die Corporate Webseite. Darüber hinaus sind die meisten Informationen der Azubi Webseite auch auf der Corporate Webseite zu finden.
Ende 2017 ist diese Seite einem Redesign und einer Umstrukturierung unterzogen worden, um zukünftig noch besser auf die Bedürfnisse der Zielgruppe von 14 bis 16 jährigen Schülern, wie auch deren Eltern und Lehrern eingehen zu können.
Die Azubi Webseite von Alpiq InTec (einem Unternehmen der Alpiq Gruppe) kommt farbiger daher als die Corporate Webseite. Zudem spielen Bewegtbild / Videos eine viel wichtigere Rolle als auf der Firmenwebseite.
Der Leserdialog ist auf der Azubi Webseite möglich. Lehrer und Eltern stellen Fragen oder kommentieren. Auch Schüler und ehemalige Auszubildende lassen von sich hören und hinterlassen Kommentare.
Noch besser ist, dass all diese Leserkommentare fachkundig beantwortet werden.

Was Schüler wissen müssen bei der Bewerbung für einen Ausbildungsplatz.

Was Schüler bei der Bewerbung für einen Ausbildungsplatz wissen müssen.


Jugendliche gezielt und zeitsparend anzusprechen in Sachen Ausbildung klappt bei vielen Unternehmen wie DHL gut. Bei einigen wie der Alpiq InTec sogar sehr gut – Bewerbung.
Doch oft ist die Navigation auf Webseiten nicht einfach. Wenn Lehrer oder Eltern den Jugendlichen helfen können, klappt dies meistens. Doch ohne deren Hilfe wird es für Schüler oft schwierig, die benötigten Informationen zu finden.
Deshalb sollte sich ein Unternehmen in Sachen Nutzerfreundlichkeit oder User-Friendliness immer diese Fragen stellen:

  • Findet eine 13 bis 16 jährige Schülerin sich auf unserer Webseite auch ohne fachkundige Eltern zurecht?
  • Sind die Informationen, welche wir offerieren, vollständig?
  • Beantworten wir die Fragen via Email oder Telefon altersgerecht?

Oft können diese 3 Punkte allesamt mit nein beantwortet werden. Nur zur Illustration, wenn ich z.B. die Seite von Roche besuche, finde ich auf den ersten Blick keine Informationen zum Thema Karriere. Erst wenn ich auf Menu klicke, zeigt es mir eine Seite „Karriere“ zur Auswahl.
Klicke ich dann auf Karriere, finde ich einige Informationen zum Thema Karriere bei Roche. Leider jedoch kaum Angaben zur Ausbildung. Gebe ich eine Suchanfrage ein wie „Lehrstelle“, ist das Resultat = 0.
Es sollte ja nicht sein, dass die Schüler zuerst eine Suchmaschine nutzen müssen, um den notwendigen Link zur richtigen Seite auf der Firmenwebseite zu finden. Erst recht nicht, wenn es dann, wie in den meisten Fällen, mehrere Versuche und Clicks braucht.
Doch in dieser Sache ist Roche leider in sehr guter Gesellschaft. Auch bei Bayer braucht es viele Clicks. Unter „Berufseinsteiger“ findet man keine Informationen zu den Ausbildungsprogrammen. Erst unter Arbeiten bei Bayer findet man das Wort Berufseinstieg wieder. Für einen 14-Jährigen ist dies nicht einfach zu überschauen.
Doch von Amazon, Zalando, Uber oder Airbnb wissen wir, dass es besser geht. Usability 101 verlangt, dass wir es einfacher machen, wenn wir die von uns gewünschte Zielgruppe erreichen möchten.
Doch auch Swiss Life tut sich schwer. In unserem Kurztest mit 3 Schülern war es keinem von diesem klar, ob das Unternehmen von ihnen erwartet, dass sie eine Schnupperlehre machen. Sie fragten sich ebenfalls, ob eine solche Schnupperlehre oder ein mehrtägiges Praktikum ein Teil vom Selektionsprozess darstellt, oder eben nicht.

Der Kunden oder Customer Journey ist hoffentlich nicht so kompliziert wie der Azubi Journey. Wäre dem so, würden wohl zu viele mögliche Kunden die Swiss-Life Webseite nach 5 Sek. verlassen. 

Der Customer Journey ist hoffentlich nicht so kompliziert wie der Azubi Journey. Wäre dem so, würden wohl zu viele mögliche Kunden die Swiss-Life Webseite nach 5 Sek. wieder verlassen…

2. Sind wir „kundenfreundlich“?

Die obigen Ausführungen zeigen, viele Unternehmen behandeln die Aufarbeitung der Informationsseite zum Thema Ausbildung wie ein Stiefkind.
Es ist weder einfach die notwendigen Infos schnell zu finden, noch sind diese immer gut strukturiert und aussagekräftig.
Stellen Sie sich vor, ein Unternehmen hat über 1,450 Bewerbungen im Jahr für ca. 290 Lehrstellen in 12 Berufen. Das es hier eine gewisse Systematisierung der Abläufe im Rekrutierungsprozess braucht, ist klar.
Würden Sie einen Kunden auffordern, in 2 Monaten nochmals vorbeizukommen, weil:

  • wir die Daten, wann, wo und wie man sich bewirbt (oder ein Auto kauft), erst in 2 Monaten haben?

Auch bei Swiss Life muss man z.B. mehrmals vorbeikommen. Ende Jahr sollten z.B. die Termine laut der Webseite für die Schnuppertage feststehen. Dies war jedoch an Weihnachten noch nicht der Fall, was ich als Ende des Jahr bezeichnen würde.
Also blieb den Schülern in dieser Klasse nichts anderes übrig als bis Januar 2018 zu warten, um mehr Informationen erhalten zu können. Leider waren dann aber schon mehrere der Schüler mit anderen Möglichkeiten konfrontiert. Das heisst sie bewarben sich erfolgreich anderswo.
Wie beim Customer Journey müssen wir auch beim Bewerber Journey für Azubis die Dinge sorgfältig aufgleisen. Auch hier wollen wir keine Leads verlieren.
Bei der Zürcher Kantonalbank ZKB kann man z.B. an einer Messe einen Test machen. Wenn man diesen dann beendet hat und eine hohe Punktzahl erreicht, was dann? Niemand will die Adresse der Schüler.
Diese Sales Funnel Technik ist, so scheint es, bei den meisten Rekrutierungsabteilungen kein bekanntes Konzept. Auch das Word Leads ist hier wohl unbekannt.
Im Verkauf würden wir z.B. mit Hilfe der eMail Adresse den Interessenten für das neue Produkt relevante Informationen zukommen lassen. Warum tun wir dies nicht auch mit interessierten Schülern, welche uns auf einer Messe besuchen? Mit der Adresse können wir diesen informieren über einen Informationstag für den man sich registrieren kann, usw.

Customer Journey und Customer Touchpoints: Praktische Vorlage für den Erfolg im Recruiting für Ausbildungsplätze.

Customer Journey und Customer Touchpoints: Praktische Vorlage für den Erfolg im Recruiting für Ausbildungsplätze.


Google sieht das Recruiting von Auszubildenden nicht als einen Journey mit wichtigen Touchpoints.
Doch so ohne weiteres finden wir auf der Google Webseite keine Informationen zu den Ausbildungsangeboten beim Unternehmen. Auch im Ranking der Suchmaschine gibt es unter den ersten 10 Einträgen nichts zur Ausbildung bei Google.
Finden lassen sich die spärlichen Informationen nur über die Berufsberatung.ch Webseite.
Hier kommt die eher spartanische Google Recruiting Webseite für Ausbildung – Lehrstellen die man mit Hilfe des Links findet:
Recruiting 1 x 1 - Google braucht Nachhilfeunterricht. Spärliche Informationen in keiner der Landessprachen.

Recruiting 1 x 1 – Google braucht Nachhilfeunterricht. Spärliche Informationen in keiner der Landessprachen.


Nich nur die Webseite ist in Englisch, auch die Anfrage und Antworten sind in keiner der Landessprachen verfasst.
Die Infos unten zeigen, Google tut sich noch schwer das ganze zu personalisieren.
Aber das Image der Firma macht die Fehler in Sachen Usability und dem schlechten Recruiting Funnel Management sicherlich wett.

Dez. 9, 2018
Dear Sir or Madam
I am very interested in doing an apprenticeship with Google Switzerland in the area of Informatiker/in (EFZ) Applikationsentwicklung.

However, to give me and you the opportunity to get to know each other better, I was wondering if there is an opportunity for:

– an Infonachmittag and
– a Schnupperlehre for Informatiker/in (EFZ) Applikationsentwicklung

I would appreciate to get some additional information.
Cordially
Name
P.S. I will be ready to start my apprenticeship August 2019.

Dez. 9., 2018 Automatische Antwort

From: Apprenticeship ZRH <apprenticeship.zrh+noreply@google.com>
Date: 2017-12-09 10:39 GMT+01:00
Subject: Re: Schnupperlehre for Informatiker/in (EFZ) Applikationsentwicklung
To: Adresse

Thank you for your interest in the apprenticeship program with Google Switzerland.
Please note that we won’t be conducting interviews for the remainder of the year, and your application will be reviewed in January. We will get in touch with you for next steps.

Happy Holidays!

Dez 12, 2018 personalisierte Antwort an Schülerin von Google Ausbildung.
From: Person <apprenticeship.zrh@google.com>
Date: 2017-12-11 10:20 GMT+01:00
Subject: Re: [apprenticeship.zrh] Schnupperlehre for Informatiker/in (EFZ) Applikationsentwicklung
To: Person

Hi Name,

Thank you for your interest in apprenticeships at Google Switzerland.

We currently don’t have any taster days scheduled, but would be happy to update you as soon as we organize one in the future. I have added you to our list of contacts now.

Best regards,
Janina
Google Switzerland Apprenticeships Team

Ein Informationstag bei Google ist interessant. Ein Schüler will sich ein Bild machen über den Beruf für den man sich interessiert und wie es sich so fühlt bei Google zu arbeiten. Reicht diese kurze Zeit?
Fragen welche sich ein Schüler und Unternehmen stellen müssen sind z.B.:

  1. Kann sich ein Schüler ohne Arbeitserfahrung hier nach 3 Stunden ein klares Bild machen, was die Zustimmung zu einer 4-Jahre dauernden Ausbildung für ihn oder sie bedeutet?
  2. Fühlt man sich da vielleicht wie derjenige, der die Katze im Sack kauft?
  3. Ist diese Situation optimal für das auszubildende Unternehmen? Man „verkauft“ die Ausbildung als möglichst attraktiv, aber ist das realistisch?

3.  Den Bewerber auf dem Laufenden zu halten, ist Pflichtprogramm

Doch wenn der Kunde oder auch der mögliche Lehrling dann einmal in Kontakt steht mit dem Unternehmen, braucht es viel Arbeit um diesen zu gewinnen.
Dieses Bedürnis nach Information entdeckte 1994 FedEx als möglichen USP den es zu nutzen galt. Das Unternehmen führte  die Sendungsverfolgung für Kunden über das Internet ein. Dieser damals neuartige Service des Tracking einer Lieferung erfreute sich schnell wachsender Beliebtheit bei Kunden.
Heute werden solche Möglichkeiten z.B. auch von Amazon, DHL oder der Post angeboten. Wir empfehlen einen ähnlichen Ansatz wenn es um die Rekrutierung von Auszubildenden geht.
Nach Eingang einer Bewerbung oder Anfrage generiert das System z.B. bei Google (siehe oben) eine Standardmitteilung, welche bestätigt, dass die Kontaktaufnahme erfolgreich war.

Betreff: Eingangsbestätigung Bewerbung für eine Schnupperlehre als Informatiker/in EFZ Fachrichtung Applikationsentwicklung
An: ….
Cc:

Sehr geehrte Frau
Wir bestätigen Ihnen hiermit, dass wir die Bewerbung für eine Schnupperlehre als ……. EFZ Fachrichtung ……. erhalten haben.
Wir werden Sie in den nächsten Tagen kontaktieren und den Termin bestätigen.
Sollten Sie innerhalb von 14 Tagen keine Nachricht von uns erhalten, wenden Sie sich bitte an die untenstehende Adresse.

Adresse

Freundliche Grüsse
Berufsbildung Name Unternehmen AG

Ein Tag später kommt vielleicht eine weitere Email, die um Ergänzungsinformationen bittet. Nach deren Erhalt kommt 72 Std. später die Bestätigung, dass man das Praktikum oder die Schnupperlehre am gewünschten Datum machen kann. Zur Sicherheit kommt dies dann auch noch 2 Tage später als Brief mit der Post.
Das obige Beispiel zeigt: Der Schüler wird immer wieder informiert und weiss ungefähr, wie lange er noch warten muss. Dabei sollte aber auch kommuniziert werden, welche Hürde er oder sie im Bewerbungsprozess noch zu bewältigen hat, wie z.B. Prüfungen. Dies umso mehr, wenn es mehr Ausbildungsplätze zu besetzen gilt, als Schüler, die eine Berufslehre absolvieren wollen. In 2017  waren je nach Beruf, 5 – 15% der offenen Ausbildungsplätze in der Schweiz nicht besetzt.
Ganz besonders schwierig ist es, alle offenen Ausbildungsplätze im MINT (d.h. Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) Bereich mit qualifizierten Bewerberinnen zu besetzen.

Roche Basel versucht den Fluss von Bewerbern zu kanalisieren, d.h. z.B. Selektionierung gleich zu Beginn.

Roche Basel versucht den Fluss von Bewerbern zu kanalisieren, d.h. z.B. Selektionierung gleich zu Beginn.

4. Ihre Meinung zähltCLICK - more information about: Gattiker, Urs E. (2013). Social Media Audit: Measuring for Impact – ISBN 978-1-4614-3602-7

Die obigen Beispiele zeigen, dass bei einigen Unternehmen die Online Kommunikation zum Thema Rekrutierung und Ausbildung deutlich verbessert werden kann.
Kommunikation über Instagram, Twitter oder Facebook macht vielleicht auf den ersten Blick Sinn. Fragt man jedoch Schüler, wollen sie auf diesen Plattformen nicht zum Thema Ausbildung mit Unternehmen kommunizieren.
Deshalb muss die Usability (Nutzbarkeit) und Usefulness (Nützlichkeit) der Informationen auf der eigenen Webseite sehr viel besser werden. 2 Clicks müssen zur gewünschten Information zur Ausbildung oder Lehrstelle im Unternehmen führen.
Die ShaRenting Generation (bis 20 Jahre alt) will alle Information möglichst mit wenig Aufwand und übersichtlich präsentiert. Wenn sie es nicht kriegt, sind sie von unserer Webseite weg
Was ist Ihre Meinung oder Antwort zu den Fragen unten:

  1. Wie gut oder klar strukturiert sind die Informationen zu offenen Ausbildungsplätzen auf Webseiten, welche Sie besucht haben?
  2. Welche Erfahrungen haben Sie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz gemacht?
  3. Wie und wo war Ihre Hilfe als Mutter oder Vater gefragt bei der Sondierung von Online Informationen zur dualen Ausbildung in einem Unternehmen?
  4. Wie hat Ihr Unternehmen in den letzten 12 Monaten versucht den Rekrutierungsprozess zu verbessern? Welche Kennzahl war bei dieser Arbeit wichtig?

Offfenlegung: Der Autor / Blogger weist darauf hin, dass einige der erwähnten Unternehmen Kunden von CyTRAP GmbH sind und / oder DrKPI® Services und Produkte abonniert haben / beziehen.
PS. Bitte registrieren Sie sich für den nächsten Event / Workshop in Konstanz beim Südkurier, Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) oder General Data Protection Regulation (DSPR): Erfahrungsberichte und technische, juristische Feinheiten zur optimalen Umsetzung im Unternehmen

Funktioniert das rekrutieren von Fachkräften im Social Web?
Welche steuerungsrelevante Kennzahlen empfehlen Best Practice Experten?
Der Ratgeber mit den Tipps inkl. Checkliste zum Download für die erfolgreiche Rekrutierung mit Social Media.

Recruiting im Web

Immer mehr Unternehmen rektrutieren Fachpersonal im Web. Für einige Firmen ist dies dank des Bekanntheitsgrades des Unternehmens nicht allzu schwierig. Da hilft auch das Markenimage und der Brand mehr Leute zu erreichen.
DochPositionen in den technischen Bereichen wie Informatik, Megantronik, usw. sind auch für Konzerne nicht allzu einfach zu besetzen. Qualifizierte Bewerber in den MINT- oder Gesundheitsberufen zu finden ist für fast alle Unternehmen nicht ganz einfach.
Doch wie finden diese Talente  unseren Positionsbeschrieb? Vielleicht im Corporate Blog dem  Inserat in der Zeitung, oder einer Branchen-Webseite?
Hier einige Hinweise wie man diese Dinge noch optimieren kann.
[slideshare id=48286501&doc=10-tipps-online-recruiting-150518144525-lva1-app6891]

♥ Weitere Präsentationen von DrKPI anschauen lohnt sich

Download: Warum funktioniert die Personalbeschaffung nicht im Social Web? 10 Tipps
Die obigen Slides sind Teil einer Präsentation welche ich am 21. Mai 2015 gebe im Sonnenberg Convention Center Zürich: als Teil der Fachtagung der STRIMgroup “Talent Acquisition”
10 Tipps für knackige Überschriften und Texte auf der Webseite werde ich amd 25. und 26. Juni 2015 auf dem Schloss Edesheim, Edesheim (Pfalz): an der Fachtagung der STRIMgroup “Talent: Strategie & Analytics halten.

Social Media: Der Internet Stammtisch

Social Media ermöglichen es Nutzern ohne grosses technisches Wissen, Inhalte mit Hilfe von verschiedenen Technologien zu erstellen und zu publizieren.
Nutzer schreiben einen Blogeintrag oder kommentieren einen Beitrag im Firmenblog. Diese Inhalte können wir auf Facebook, Linkedin oder Xing teilen. Fotos auf Instagram, Pinterest oder Flickr, usw. Apps wie WhatsApp haben das Texten ersetzt. Facetime, Skype, usw ersetzen immer mehr die Ferngespräche über den klassischen Telekom Anbieter.

Social Media ist vergleichbar mit dem wöchentlichen Stammtisch im Gasthaus – dem Internet Stammtisch.

[su_custom_gallery source=“media: 3155″ limit=“7″ link=“image“ target=“blank“ width=“100%“ style=“max-width=520px;“]
Das Unternehmen wünscht sich, dass viele interessierte und qualifizierte Personen sich die Stellenausschreibung anschauen.
PS. Was heute populär ist im Social Media Bereich, kann schon morgen kalter Kaffee sein.

Social Media: Zeit ist ein limitiertes Gut

Was müssen wir tun, damit unsere Zielgruppe sich auch mit dem Stelleninserat auseinandersetzt? Da gibt es einige Dinge zu beachten.  Erfolgreiches Recruiting mit Social Media bedingt z.B., dass die Stellenbeschriebe auch artgerecht für deren Online-Studium aufbereitet werden.
Deshalb ist ein erfolgreiches Online Inserat gut gestaltet. Dies bedeutet jedoch auch, dass es sich vom gedruckten Inserat stark unterscheidet. Warum? Online wird der Stellenbeschrieb nicht auf die gleiche Weise gelesen wie auf Papier gedruckt.
Das Zeitproblem stellt sich mehrfach. Z.B. ist unsere  Zeit beschränkt. Daten zeigen, Mitarbeiter welche Social Media nutzen, sind weniger produktiv und empfinden grösseren Stress. Dies gilt es auch beim Recruiting zu berücksichtigen. Menschen nehmen sich immer weniger Zeit Dinge genau zu lesen und zu studieren. Wir sind „überbenachrichtig und unterinformiert“ („overnewsed and underinformed“).
Zeit ist Geld und wenn wir die Infos nicht richtig präsentieren geht diese in der Flut der Informationen und Updates einfach  Hier unsere 10 Tipps und Tricks.

10 Tipps zum erfolgreichen Recruiting im Web

Erfolg hängt primär davon ab, wie gut man seine Hausaufgaben gemacht hat. Eine Strategie braucht es auf jeden Fall.
Hier 10 Tipps. Deren Umsetzung hilft die Effektivität des Online Recruiting signifikant zu verbessern.
[slideshare id=48288905&doc=10-punkte-ratgeber-recruiting-im-web-150518153447-lva1-app6892&type=d]
 
Download: Links anklicken mehr Ressourcen erhalten:  Ratgeber: 10 Tipps zum erfolgreichen Recruiting im Web  (PDF Datei 55 KB)

♥ Jetzt haben Sie schon so weit gelesen. Tragen Sie sich gleich selber in den Verteiler für den Blog Newsletter mit über 1500 Abonnenten ein!

Fragen – Können sie helfen?

  • Was sind ihre Erfahrungen zu diesem Thema?
  • Was war ihre letzter Stelleninserat. welches dank Social Media ein Erfolg wurde?
  • Welchen Tipp haben sie für einen Online Recruiter?

[su_box title=“10 Recruiting Tipps für das Web“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“]

  1. Nutzer wollen kommunizieren. Ob z.B. Skype, Kick, Instagram oder Viper, Leute wollen kommunizieren. Technologien mögen verschwinden, doch die Kommunikation bleibt. KOMMUNIZIEREN sie schnell, freundlich & persönlich mit Bewerbern.

Infos: http://blog.drkpi.de/change-management-1/

  1. Search Engine Optimierung (SEO) ist wichtig. In den Texten müssen die wichtigsten Schlagworte vorkommen. Nur so kann der überbenachrichtigte und unterinformierte Nutzer die Infos finden!    Über 80% der Nutzer suchen Jobs und Ausbildungsplätze oder Gesundheitsinfos über Suchmaschinen.

Infos: http://blog.drkpi.de/seo-1/   http://blog.drkpi.de/erlauben-sie-unseren-crawler-ihren-blog-zu-indexieren/

  1. Steuerungsrelevante Kennzahlen (KPIs). 3 bis 5 Kennzahlen. Diese muss das Management verstehen. Die Experten (z.B. HRM, Marketing oder Strategie) müssen dann mit diesen KPIs arbeiten können.

Infos: http://blog.drkpi.de/buch-14-1/

  1. Definition von Resultat / Ziel ist Teil der Strategie. Mit schriftlicher Definition der gewünschten Resultate können Ziele schneller umgesetzt werden. Definieren sie was Erfolg und Misserfolg sind wie z.B.: Wie viele der ausgewählten Bewerber tritt Stelle an und besteht die Probezeit? 70 % ist ein Erfolg, unter 60% wird als Misserfolg eingestuft.

Info: http://blog.drkpi.de/social-media-audit-3/

  1. Definition der Key Drivers / Leading Indikators ist Pflicht. Welche Aktivitäten führen für uns zum Erfolg? Bei Mitarbeitersuche, sind es die Inserate auf Xing oder Linkedin? Im Verkauf, die Spezialangebote vor Weihnachten oder Pfingsten? Wenn nicht, was dann?

Infos: http://blog.drkpi.com/?p=1691  http://blog.drkpi.de/social-media-audit-5/

  1. Kennzahlen / Resultate sind die Basis für Entscheidungen. Wenn die gewünschten Anzahl Bewerber oder Verkäufe nicht erreicht / übertroffen werden, was geschieht dann?  Besuchen wir weitere Messen? Wird die Werbung intensiviert? Wenn Zahlen zu keinen Entscheidungen führen, dann müssen diese Daten nicht gesammelt werden.

Infos: http://blog.drkpi.de/messen-was-sinn-macht-1/

  1. Social Media dient dem Marketing, nicht dem Verkauf. Marketing fokussiert auf das bessere Verständnis der Bedürfnisse und Probleme der Kunden. Social Media hilft diese Bedürfnisse besser zu verstehen. Dabei sind relevante Inhalte für die Zielgruppe Pflicht.

Infos: http://blog.drkpi.de/trust-1 (erklärt bei Prof. Levitt und Prof. Peter F. Drucker)

  1. Inhalte mit Mehrwert für das Zielpublikum haben Erfolg. In der Flut der Fakten haben nur solche Inhalte / Dokumente oder Blogeinträge eine Chance beim Leser. Leserinnen wollen keine Werbung aber Lösungen für ihre Probleme.

Infos: http://blog.drkpi.de/trust-1

  1. Manchmal dem Bauchgefühl trauen. Bauchentscheiden nicht immer misstrauen. Für jede neue Idee nicht immer eine rationale Begründung inklusive ROI verlangen.   Ansonsten werden die meisten Ideen und Innovationen sogleich auf Eis gelegt.    2011 sagte das Bauchgefühl: Facebook funktioniert schlecht bei der Rekrutierung von Personal. 2013 war es ein Fakt (siehe Forschung).    2014 war klar, weder WhatsApp, Instagram, Snapchat noch Twitter helfen mit Rekrutierung. 2016 wird es auch durch Studien belegt sein.

Infos: http://blog.drkpi.com/social-media-audit-building-social-connections-1/  http://blog.drkpi.de/social-media-audit-6/

  1. Prozesssteuerung kontinuierlich optimieren. Mit Hilfe der Kennzahlen und Punkte 1-9 die Prozesse verbessern. Durch Fehler lernen.

Infos: http://blog.drkpi.de/schlagzeile-des-jahres-2/    http://blog.drkpi.de/word-of-mouth-recruiting-1/   Forschung erklärt – Ziel definition ist wichtig… aber dann Prozess

  1. Social Media kann Jobsuche erleichtern.  Doch auch ohne ein LinkedIn oder Xing Profil  kann ein Kandidat interessant sein. Ein wenig genutztes Social Media Profil kann vieles heissen. Z.B. das die Leser weniger Zeit im Web verbringt, aber vielleicht mehr mit Freunden :-) ? Forschung zeigt, hohe Nutzung von Social Media reduziert Arbeitsproduktivität und erhöht das Gefühl von Stress.

Infos: http://mem.to/t/g/56PekR669

Download CHECKLISTE: 10 Tipps zur erfolgreichen Personalbeschaffung im Web (PDF Datei 55 KB) http://securl.de/de-check-2[/su_box]

[su_custom_gallery source=“media: 1662″ limit=“7″ link=“image“ target=“blank“ width=“520px“ height=“520px“]

Die Checkliste für das erfolgreiche Praktikum.
Wie erlebt der Schüler den Tag? 
Schnupperlehre für einen MINT Beruf.
Was Unternehmen oder qualifizierte Bewerber wissen müssen.

Lesen Sie mehr zu den obigen Themen gleich unten im Ratgeber für KMUs und Schüler.

Praktikum im KMU

Auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind im Recruiting und der Ausbildung gefordert. Ein Thema das wir in diesem Blog schon öfters thematisiert haben wie z.B.

Bayer AG: 3 Tipps zum erfolgreichen Online Recruiting
DrKPI Blog Benchmark: Bayer und Roche im Test

Wir sind ein KMU. Ein Kleinbetrieb mit weniger als 10 Vollzeit Stellen. Wir haben uns entschlossen, einen weiteren Schüler die Möglichkeit zu geben, bei uns ein Praktikum zu absolvieren. Dieses dauerte einen Tag mit Deniz Demir.

Testen Sie eines unserer Produkte jetzt gleich kostenlos:  Performance Ihres Corporate Blog oder der Karriereblog !

Wohin geht die Reise?

[su_box title=“Der Trainer gibt Instruktionen “ box_color=“#ff9900″ title_color=“#ffffff“]
Genaue Instruktionen vom Trainer an Fussballspieler ist sehr wichtig.
Erfahrungen Schnupperlehre Deniz – Richtig Kommunizieren bei der Arbeit oder im Fussball ist eine Kunst.[/su_box]
Bevor der Betrieb eine Schülerin zum Praktikum einlädt, müssen einige Dinge berücksichtigt werden.  Checklisten sind hier eine grosse Stütze um es besser zu machen. Sie helfen die wichtigsten Dinge während der Vorbereitungsphase nicht zu vergessen.
Ein Beispiel ist, was man einem Schüler mitteilen muss, bevor er oder sie das Praktikum oder die Schnupperlehre antritt:

– Wann und wo (Adresse) fängt die Schnupperlehre an (Zeit, etc.)?
– Braucht die Schülerin spezielle Arbeitskleider?
– Wie ist es mit der Versicherung (z.B. Unfall) und / oder Spesenentschädigung?
– Selbstverpflegung oder Kantine?

Dem KMU oder Ausbildner helfen die folgenden Unterlagen:

Kanton Wallis: Schnupperlehre – Vorbereitung Betrieb
Stadt Winterthur: Merkblatt Schnupperlehren
– DrKPI Lehrstellen Recruiting: 4 Schritte zum Erfolg
Alpiq InTec Gruppe: 5 Tipps für einen Schnupperlehrplatz

Unten schreibt Deniz Demir, was er in seinem eintägigen Praktikum letzte Woche bei der DrKPI CyTRAP Labs GmbH erlebte.
[su_box title=“Ergonomie im Büro macht das Arbeiten einfacher“ box_color=“#ff9900″ title_color=“#ffffff“]

Deniz-arbeitet-am-Stehpult-mit-PC

[/su_box]

Deniz erzählt: Auf was muss ich als Schüler achten?

Hier zuerst einmal einige Links zu Webseiten welche einem Tipps geben.

Schweizerischer Gewerbeverband (sgv) und Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK): Vergleiche die schulischen Anforderungsprofile von 153 Berufen
DrKPI Zürich: Erfolgreich bewerben mit Tipps und kostenlosen Tools
Alpiq InTec: Meine 4 Tipps für eine erfolgreiche Schnupperlehre

Die obigen Blogeinträge sind Ratgeber, wie man erfolgreich nach einer Schnupperlehre oder Stelle für ein Praktikum sucht. Auch kostenlose Tools die man nutzt um z.B. eine PDF Datei zu erstellen, kann man downloaden.
Viele Firmen bevorzugen die elektronische Übermittlung von Bewerbungsunterlagen. Mir haben diese Informationen mit den obigen URLs sehr geholfen. Dir vielleicht auch!
Gut 48 Std. bevor meine Schnupperlehre bei der CyTRAP Labs anfing, hat mir die Firma eine Checkliste via eMail zugestellt. 9 Tipps – genannt 10 Tipps :-). Vieles wusste ich von meiner letzten Schnupperlehre. Doch deren Auflistung unten zeigte mir nochmals auf, wie wichtig etwas ist (z.B. Ablenkung bei der Arbeit tunlichst vermeiden).
Die Liste ist unten am Beitrag aufgeführt inklusive URL zum Download!
Diese Checkliste für Praktikanten hat für mich wichtige Dinge angesprochen wie Zeitplanung, Kleidung, Verhalten meinerseits am Arbeitsplatz, WhatsApp, usw.
Ich habe mein Mobiltelefon auf stumm gestellt. Aber es macht halt auch dann Lärm, je nach App :-)
Urs, mein Ausbildner und ich haben dies dann schnell diskutiert. Danach habe ich mein Handy einfach ausgeschaltet. Das nicht mehr abgelenkt zu sein vom Mobiltelefon bei der Arbeit, habe ich dann als positiv empfunden.
Meine Erfahrung ist, dass das Mobiltelefon während der Arbeit als Praktikant am Besten ausgeschaltet bleibt. Während der Mittagspause kann man es wieder einmachen. Obwohl, ich tat dies eigentlich nicht zum eMail oder WhatsApp checken.
Es war viel wichtiger beim gemeinsamen Mittagessen mit den anderen Leuten am Esstisch im Pausenraum zu reden. Hier habe ich dann wieder ein paar wichtige Dinge gehört und gelernt.
Den Tagesablauf habe ich auch 2 Tage vorher als PDF Datei in der eMail erhalten (siehe unten). Zwar ist der Tag nicht genau so abgelaufen wie unten aufgelistet. Doch grösstenteils waren meine Aufgaben schon wie unten aufgeführt. Diese Liste zu bekommen machte es mir einfacher. Aber ich hatte auch das Gefühl, dies hat dem Ausbildner und dem Team es ermöglicht, sich auf meinen Besuch als Praktikant vorzubereiten.
Die Arbeit war dann für mich bereit. Auch mit wem ich arbeiten sollte war klar. Alle Mitarbeiter haben mit mir diese Liste ebenfalls via eMail zugestellt bekommen (siehe im Anhang zum Beitrag).

Was habe ich gelernt?

Ich habe die Stadtkarte am Tage vorher studiert, sodass ich die Büros in Zürich finden würde. Auch die Kleider habe ich am Abend vorher bereit gelegt. Das hat sich gelohnt. Morgens war ich zeitlich gut dran. Kein Stress um früh genug den Bahnhof zu erreichen (Illnau-Effretikon).
Einen ganzen Tag mit dem PC und auf dem Internet zu arbeiten ist anstrengend. Irgendwie anders als im Klassenzimmer. Man darf sich nicht ablenken lassen und muss sich immer konzentrieren.
PS. Deniz interessiert sich für 3 MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) Berufe: Telematiker EFZInformatiker EFZ und vielleicht Mediamatiker EFZ
[su_box title=“Deniz arbeitet am Blogeintrag“ box_color=“#ff9900″ title_color=“#ffffff“]

Deinz-schreibt-am-Blogeintrag-Tipps-für-die-Schnupperlehre

[/su_box]

Notizen machen lohnt sich

Ich habe an diesem Tag andauernd was Neues gelernt. Manchmal hat mir der Kopf fast ein wenig gebrummt. Um sicher zu stellen, dass man keine wichtigen Dinge vergisst oder die Aufgabe auch eine Stunde später nochmals ausführen kann, empfehle ich Notizen zu machen. Wie wichtig es ist habe ich unterschätzt.
Gleich wie in der Schule, gut strukturiert und nummeriert sollten die Notizen sein. So kann man die Informationen schnell wieder finden.  Mein Tipp ist lieber zu viele Notizen, als zu wenig. Da kommt man schnell auf 3 Seiten. Ansonsten hat man viel Dinge dann vergessen. Hier muss ich mich noch verbessern.
Sicherlich, Dinge aufschreiben macht einem ein wenig langsamer. Doch wenn man diese Arbeit oder das Gelernte am Nachmittag nochmals nutzen sollte, dann helfen diese Notizen.  Man vergisst dann vielleicht einen von 10 Arbeitsschritten nicht. Genau das ist mir passiert, weil ich einmal etwas nicht aufschrieb. Ein anderes Mal waren meine Notizen zu ungenau und ich musste nochmals fragen. Das war nicht ideal.
Ich hatte einen Schreibblock dabei. Doch vielleicht wäre es besser für alle Notizen ein Buch zu haben. Darin hat man dann für jedes Unternehmen wo man einen Tag schnupperte oder 1 Woche im Praktikum war Arbeitsnotizen. Da muss ich mir noch das richtige Material anschaffen.

Fragen stellen

Bei Bedarf Fragen zu stellen war für mich am Anfang nicht einfach. Auch wenn ich den vorgegeben Arbeitsschritt fertig hatte oder nicht weiter kam, muss dem Ausbilder kommuniziert werden.  Zum Glück gab es ja noch das gemeinsame Mittagessen. Da hat man mit mir über diese Dinge in einer lockeren Atmosphäre gesprochen. Da habe ich auch gleich Tipps bekommen von anderen, wie sie solche Herausforderungen meistern.
Da wurde ich dann auch gefragt, wie man die Dinge für mich besser machen könnte.  Für jemanden der etwas introvertiert ist wie ich, hilft ein informelles Gespräch sehr viel! Ich hatte nach dem Lunch keine Angst mehr gehabt, öfters bei Bedarf zu fragen. Somit konnte ich dem Ausbildner auch sagen, wenn ich einen Arbeitsschritt fertig hatte. Dies erlaubte es mir dann nach neuen Instruktionen, gleich mit dem nächsten Arbeitsschritt zu beginnen.
Kodierung im html (Hypertext Markup Language) Code wie auch das Schreiben im Firmenblog war sehr interessant für mich. Habe ich auch selber erfahren können, dass ein Befehl abgeschlossen werden muss. Ansonsten gibt es Probleme:
<strong>Azubi <strong>  statt <strong> Azubi </strong>
Ohne den / ist der Befehl nicht abgeschlossen. D.h. der ganze nachfolgende Text wurde dann fett angezeigt. Beim Code schreiben ist jeder kleinste Fehler ein richtiges Problem!

Ich hoffe auf Ihren / Deinen Kommentar unten.

Was ging bei Deiner Schnupperlehre sehr gut.
Wie organisiert man den ‚optimalen‘ Schnuppertag?

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Schlussgedanken

Ausbilder haben eine grosse Verantwortung.

Im Praktikum oder der Schnupperlehre muss die Schülerin viel Neues lernen. Man will Schülern den Einblick geben, ihnen zeigen welche Aufgaben man in diesem Beruf ausübt, usw.
Ich habe dies als Schüler völlig unterschätzt. Aber nach mehreren Schnupperlehren / Praktika ist mir dies jedoch aufgefallen. Es gibt grosse Unterschiede.  Einige können fast mühelos auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler eingehen (z.B. verschiedene Persönlichkeiten, Fähigkeiten und Erfahrungen). Machmal muss man die Schülerin jedoch auch sofort auf einen Fehler hinweisen. In anderen Fällen ist die Arbeit einfach nicht gut genug ausgeführt – 80 statt 100 Prozent!
Im Falle der CyTRAP Labs GmbH war der Ausbilder manchmal in der Funktion wie ein Lehrer, Vorgesetzter oder aber auch Kollege. Er versuchte mir Struktur zu geben, mich zu fordern aber auch nicht zu überfordern. Das ist sicherlich nicht einfach. Motivation des Azubi spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Ausbildnerinnen wie auch Lehrer können  von diesem Problem sicher ein Liedchen singen.
In der Schule beim Mathe Test macht man vielleicht einen oder zwei Fehler. Trotzdem ist die Zensur immer noch eine 1-2 oder 5-6. Bei der Arbeit muss es 100% richtig sein.
Zum Beispiel, Fehler führen dazu, dass ein Computer Programm nicht funktioniert.
Egal wie klein dieser Fehler auch ist. Bei mehreren 100 Linien von Code ein winziger Fehler und die Arbeit wird falsch ausgeführt. Mit dieser Situation war ich heute im Praktikum plötzlich konfrontiert. Es dauerte einige Zeit bis wir den Fehler fanden.
[su_box title=“Schüler und Ausbildner: Formular für die Evaluation ausfüllen und besprechen “ box_color=“#ff9900″ title_color=“#ffffff“]
Ausbilder Urs und Schüler Deniz fuellen Evaluation aus: Die Resultate: Was kann wie verbessert werden
[/su_box]
Am Schluss des Tages haben wir wie geplant das Bewertungsformular besprochen (siehe Foto oben). Das war hilfreich. Der Ausbildner hat mit mir jeden Teil der Evaluation besprochen und erklärt. Zum Glück fand er, dass vieles was am Mittagessen besprochen wurde sich am Nachmittag markant verbessert hatte. War ich froh zu hören. Die Evaluation war, laut Ausbildner „Sehr gut.“

FRAGEN

Als Recruiter, was empfehlen Sie einem Praktikanten? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Als Schüler/In, hast du gute Erfahrungen gemacht in der Schnupperlehre?
Hat man Dir geholfen?
Wurde das Bewertungs-Formular am Abend mit Dir besprochen?

Dieser Beitrag hat Deniz Demir während der Schnupperlehre angefangen. Die Fertigstellung geschah nach dem Praktikum durch Deniz. Er erhielt dabei tatkräftige Unterstützung von Urs E. Gattiker, seinem Ausbildner.

Hilfsmaterial folgt unten

Diese beiden Dokumente hat der Praktikant ca. 48 Std. vor Antritt der Schnupperlehre via eMail erhalten.
[su_box title=“Checkliste zur Schnupperlehre: 10 Tipps“ box_color=“#ff9900″ title_color=“#ffffff“]
1. Bitte um 9 Uhr bei uns erscheinen (d.h. im Geschäftsleben 5 Min. früher).
2. Dresscode. Weisses Hemd und Krawatte braucht es nicht. Gewaschene Jeans und ein anständiges T-shirt reichen.
Wegen möglichem Kundenkontakt sind Hoodies, Trainerhosen, Trainerjacken nicht zu empfehlen.
3. Dein Mobiltelefon bleibt währen der Arbeit ausgeschaltet. Wir empfehlen dir auch, dieses nicht auf lautlos zu stellen, denn es lenkt Dich immer noch ab. Du brauchst es zur Arbeit nicht!
Während der Mittagspause kannst du selbstverständlich Dein Mobiltelefon wieder einschalten.
4. Bitte bring Deinen privaten PC mit wenn Du für das Praktikum / Schnupperlehre erscheinst. Du wirst auch auf unseren Geräten arbeiten. Trotzdem,  wir werden Dir hoffentlich ein paar nützliche Dinge zeigen, welche Du dann auch nach dem Praktikum auf Deinem persönlichen PC für die Schule nutzen kannst.
Natürlich, private eMails abrufen oder WhatsApp nutzen mit Hilfe des PC machst Du bitte nur während der Mittagspause.
5. Bitte bring ein Notizbuch. Dieses ermöglicht es Dir Eindrücke zu notieren. Auch vom Ausbildner erhaltene Tipps oder Antworten auf Deine Fragen von der Ausbildnerin sollten dort notiert werden.
Hier solltest du auch weitere Eindrücke notieren, welche Dir persönlich wichtig waren (Atmosphäre, fühlst du Dich wohl, waren die Instruktionen klar, usw.).
Bitte packe Dein Notizbuch oder Block gleich am Anfang aus, sodass du sogleich anfangen kannst Dir Notizen zu schreiben.
6. Fragen sind sehr wichtig. Wann immer Du etwas genauer wissen möchtest, oder eine Erklärung unserseits unklar ist, Frage die Ausbildnerin.
Sie wird es Dir gerne genauer erläutern. Es gibt nichts Schlimmeres als eine Arbeit ausführen zu müssen, wo man nicht genau weiss wie man diese erledigen soll. Diese Erfahrung möchten wir Dir ersparen. Hier bitten wir Dich um Hilfe.
7. Auch wir freuen uns von Dir lernen zu dürfen! Wir sind sicher das Du Sachen weisst, die für uns auch sehr interessant sein dürften. Deshalb, lass uns wissen, wie man Dinge auch anders machen könnte. Sage uns, wie du die Sachen siehst.
Kommunikation hilft Dir und uns, die Dinge zu verbessern und Sachen klar zu stellen.
8. Versuchen locker zu bleiben. Es ist nicht immer einfach nicht nervös zu sein. Doch bleib locker. Das wird schon gut. Beim Gespräch versuchen die Hände ruhig zu halten.
9. Abschlussgespräch um 16:30 Uhr. In diesem Gespräch diskutieren wir mit Dir wie der Tag / die Woche verlaufen ist.
Deine Eindrücke möchten wir natürlich gerne hören. Hier werden Dir Deine Notizen helfen.
Auch unsere Eindrücke über Deine Mitarbeit bei uns, Motivation usw. werden wir mit Dir erörtern.
Wenn uns Dinge in Sachen Schlüsselqualifikationen aufgefallen sind (z.B. Schreiben, Grammatik, Mathematik, Teamfähigkeit), werden wir diese hier mit Dir besprechen.
Wir freuen uns auf Deine Zeit als Schnupperlehrling/Praktikant bei uns.
Freundlichst
Urs
1. Download CHECKLISTE Praktikum: 10 Tipps zur erfolgreichen Schnupperlehre (PDF Datei 34 KB)
[/su_box]
[su_box title=“Provisorischer Tagesablauf “ box_color=“#ff9900″ title_color=“#ffffff“]
1. Checkliste „Schnupperlehre / Praktikum“ überarbeiten. Diese mit Hilfe eines Beitrages für den Blog Unternehmens-Blog vorbereiten (http://blog.DrKPI.de)
Blogbeitrag vorbereiten.
Dokument als Download im Blogeintrag einbauen.
Fotos inklusive html Code überarbeiten
SEO (Search Engine Optimisierung) überarbeiten.
Diese Arbeiten (während und nach meinem Tag im Praktikum) führten zu diesem Blogeintrag.
2. DrKPI Pro CEO Report: Unsere Kunden kriegen wöchentlich einen Benchmark Report. Dieser zeigt auf wie Reichweite, Markenimage und Content Strategie mit Hilfe von gezielten Beiträgen verbessert werden kann.
Der Report ist zur Zeit in Überarbeitung. Der Auszubildende Deniz diskutiert diesen, überprüft html Code und arbeitet an diesem Dokument.
3. Telefon Meeting A. Wir diskutieren über Google Hangouts (Voice over IP) mit der Grafik-Designerin einige graphische Arbeiten welche wir für uns wie auch Kunden umsetzen wollen.
4. Telefon Sitzung mit VR Präsident: Thematik IT und Kommunikation Internet. Details vor dem Meeting.

Wenn die Zeit es zulässt – siehe unten

5. Arbeit mit dem Software Engineer zwecks PHP Code.
6. Weitere Arbeiten mit dem Ausbilder
7. Besuch bei einem Kunden
Urs
Ausbilder für Deniz
2. Download Praktikum: Der Tages oder Wochenplan garantiert den Erfolg (PDF Datei 33KB)
[/su_box]

Xing schreibt am 24. April 2012 in einer eMail:

„You are paying 5.34 EUR per month which equals the 128.30 EUR for two years, were as the one year term cost about 6.95 EUR when broken down by monthly price.“ (24 April, 2012).

Seit der obigen eMail hat sich vieles verändert. Xing kämpft mit harten Bandagen gegen LinkedIn …
Als Tool zur Personal-Rekrutierung und Selektion hat es sich bis heute nicht bewährt. Doch Xing versteht es sehr gut, die Kasse klingeln zu lassen. In diesem Sinne sollte man auch diese eMail an Schweizer Nutzer sehen:

„Dear Mr. Prof. Dr. Gattiker,
As a result of the feedback we received from customers in Switzerland, we’re switching our pricing for Swiss customers from euros to Swiss francs as of the 24th of April 2014. At the same time we’re also updating our Premium membership fees, meaning that Premium membership renewals after the 24th of April 2014 will be subject to a gross monthly fee of CHF 11.95.*

Happy networking on XING!
Kind regards,
The XING team           *Equivalent to CHF 286.80 per membership term.“ (2 Jahre)

Verstehen Sie das?

2012 (1 Euro war damals ca. CHF 1.20 Wert) bezahlte man für eine 2-Jahres Mitgliedschaft. Pro Monat ca. CHF 6.50.  Innerhalb von 2 Jahren wurde dieser Preis (inkl Mehrwertsteuer von acht Prozent in der Schweiz) auf Fr. 13.00 pro Monat erhöht.

Preiserhöhung von 41 Prozent pro Jahr seit April 2012 – kumulative ca 84 Prozent Preissteigerung innerhalb von knapp 2 Jahren?

Nur zum Vergleich: Laut dem Bundesamt für Statistik, Schweiz betrug die Jahresteuerung:
–  2011:  0.2 Prozent
–  2012: -0.7 Prozent
–  2013: -0.2 Prozent

In der Schweiz preist Xing die Möglichkeit die Produkte in CHF zu beziehen überall an. Doch wenn es bedeutet für die gleiche (oder noch schlechtere) Leistung, (siehe Lounge Foto unten) fast das Doppelte im Vergleich zu Deutschland bezahlen zu müssen, wo ist hier der Vorteil? Sind wir Schweizer denn so blöd?

Was meinen Sie?

Unseren Blog als Newsletter abonnieren: ROI, KPI und Social Media 

Übrigens, in den geänderten Geschäftsbedingungen steht:

„6.3 XING behält sich vor, die Abrechnung jederzeit von Euro auf die jeweilige Landeswährung des Nutzers umzustellen, sofern der Nutzer dem nicht widerspricht.“

Was ist nun wenn der Kunde widerspricht? Dann erhält er eine eMail auf Deutsch – in meinem Falle Englisch die z.B. lautet:

„From: Customer Care <en-queue053@xing.com>
Subject: Customer Care Xing Re: I have questions about my membership term. (XING-5297867)
Date: 11 Apr 2014 09:39:15 GMT+2
To: urs.gattiker@cytrap.eu

Dear Mr Gattiker-Drkpi,
Thank you for your reply.
It is true that the terms and conditions section 6.3 state XING reserves the right to switch invoices from euros to the user’s respective local currency at any time.
Your billing address is listed as Switzerland, so this means you will now be billed for future renewals in Swiss Francs and not EUR because we have the rights to do this according to the terms and conditions.
If you want to continue to be billed in EUR then you will have to provide an invoice address in Germany and not Switzerland.

Regards,
Michael Sandlin“

Versteht das einer…. ich habe das Recht mich zu weigern aber wenn ich vom Recht gebrauch mache sagt Xing nein? Komisch?
Sie meinen da muss man nachfassen. Habe ich gemacht, da kam keine Antwort auf meine Frage nur ein „… so ist es halt.“

Was tun, wnn Sie einen Geschäftspartner in flagranti dabei erwischen, wie er gerade versucht Ihnen das Fell zu seinem Vorteil über die Ohren zu ziehen?.

Ich werde wohl meine Premium Mitgliedschaft auslaufen lassen. Denn mein Vertrauen in Xing als Geschäftspartner ist eindeutig dahin.

Was bedeutet dies für Recruiter?

Die obigen Infos zeigen auf, dass Xing im Moment in der Schweiz mit viel Erfolg zahlende Mitglieder verliert und dabei noch seinen Ruf schädigt. Dies wird auch eifrig von Nutzern Online diskutiert (z.B. MrWOM – #XingFail oder wie man seine Nutzer Linked – der NoWom des Monats). Was für Auswirkungen hat dies auf die Xing Nutzung in der Schweiz? Schwehr abzuschätzen. Doch einige Indikatoren deuten an, dass diese Art von Geschäftsgebahren bei Schweizer Kunden von Xing äusserst schlecht ankommt.
Zum Beispiel, kürzlich nahm ich an einer Konferenz für Recruiter teil (#tru Zürich 2 oder #truZurich) . Hier ging es auch um Online Recruiting (z.B. was bringt es, Kosten, Ertrag, Trends). Dabei wurden Plattformen wie Xing, LinkedIn und Viadeo erwähnt, diskutiert und analysiert.
In der Romandie war Viadeo bis vor kurzem die Nummer 1 (immer noch in Frankreich). Doch Recruiter aus Genf oder Lausanne kommentierten an der Konferenz, dass sie auch LinkedIn nutzen. Recruiter aus Zürich wiederum wiesen darauf hin, dass Xing immer weniger genutzt wird. Gründe sind unter anderem auch der Preiswucher, wie oben beschrieben. Ebenfalls gaben einige HR-Fachkräfte von Grossunternehmen kund, dass sie ihre Premium Mitgliedschaft nicht mehr erneuert hätten. Ob diese nun alle bei LinkedIn eine Pro Membership einkaufen ist noch nicht genau eruierbar. Aber sie sind auf jeden Fall dort registriert und aktiv.
Ebenfalls sind die Möglichkeiten wie auch Zusatzdienstleistungen welche Xing in der Schweiz offeriert limitiert. Zum Beispiel, trotz des 84% Aufpreises für eine zwei Jahres-Mitgliedschaft in der Schweiz gibt es für Premium Mitglieder keine Lounges. In Deutschland aber schon.

ANKLICKEN - FREE Workspace - available in Düsseldorf, Munich and Nuremberg. Coming soon to Berlin, Frankfurt and Hamburg (by 2015?). Switzerland? Pay 60 to 80 % more than Germans for membership with Xing. BUT get less value for your money (e.g., no free workspace in country...)? Are we Swiss stupid? NO - just voting with our feet by joining LinkedIn :-)

Einen Vorteil welche Xing gegenüber von Viadeo oder aber auch LinkedIn hatte, sind die After-Work Events. Diese organisieren Xing Mitglieder über die Plattform.
Auch dieser Nutzer und Vorteil gegenüber LinkedIn ist Xing gerade dabei zunichte zu machen. Zum Beispiel kann Google schon bald fast keine Inhalte inklusive Events auf Xing mehr indexieren (lesen Sie bald mehr inklusive Fallbeispiele mit SEO Tricks auf unserem Englischen Blog auf DrKPI.com). Das nennt Xing Strategie? „Follow the Leader“ auch wenn es heisst die User Experience zu verschlechtern?
Ist das etwa clever? Das gute war das Xing Inhalte bis anhin auch über Google Suchergebnisse gefunden werden konnten….
Lesenswert: Was HR von Marketing lernen kann. Und umgekehrt.

LinkedIn oder Xing: KPIs?

Die Auswirkungen dieses Reputationsschadens von Xing spürt auch die Konkurren. Hier aber im positiven Sinne. Nach #tru Zürich 2 wollte sich eine Person eines Schweizer Grossunternehmens mit mir auf Xing verlinken. Bei LinkedIn waren es sechs HR Experten. Übrigens, vor 24 Monaten war dieses Verhältnis nach einer Konferenz noch umgekehrt, d.h. zugunsten von Xing.
Was soll nun ein Recruiter in der Schweiz nutzen? LinkedIn empfiehlt sich sicherlich für diejenigen welche in mehr als einer Sprachregion der Schweiz aktiv sein möchten (z.B. Genf, Lugano und Zürich).
Obwohl LinkedIn mehr Stelleninserate hat wie Xing (siehe Grafik – Trendlinie für 2013), ist deren Effektivität umstritten. Laut Gesprächen mit mehreren Recruitern sind sich diese nicht sicher, ob ein Stelleninserat auf LinkedIn oder Xing wirklich effektiver ist als andere Kanäle wie z.B. persönliche Netzwerke – virtuell wie auch offline.

Neulich hat mir ein Recruiter diese Problematik wie folgt beschrieben:

„Es kann sein, dass wir einem Kunden garantieren X Positionen wie z.B. im Engineering (3 bis 5 Jahre Erfahrung, mit folgenden Schlüsselqualifikationen… ) innerhalb von 30 Tagen zu besetzen.
Diese Leuten zu finden, sei es via Inserat (online oder / und offline), Firmenwebseite, unseren Mailings, über Disskusionsgruppen, Fachgruppen, Messen, sowie mit Hilfe von unserer Datenbank ist unser Schlüssel zum Erfolg.
Wir haben dafür auch LinkedIn und Xing getestet. Deren Effektivität (z.B. Usability, Searches, usw.) war uns aber keine grosse Hilfe…
Mit Job Ads hatten wir überhaupt keine Erfolge. Obwohl klar eingegrenzt nach Ausbildung und Schlüsselqualifikationen, waren der Grossteil der Bewerbungen nicht ideal… Grösste Herausforderung ist die Kosten-Nutzen Analyse und die Eruierung des ROI. Was bringt Online Rekruitierung im Vergleich zu anderen Aktivitäten …? Welche KPIs führen zur Verbesserung des ROI?…“ (Name der Redaktion bekannt)

Was die Gespräche bei der #truZurich ebenfalls andeuteten ist, dass es immer noch nicht einfach ist die Kosten wie auch Nutzen der Social Networks eruieren zu können. Vorallem gibt es hier noch keine wirklich etablierten Kennzahlen.  
Xing’s Vorgehensweise (Schweizer Premium Mitglieder wird ein deftiger Aufpreis verrechnet) hat LinkedIn insofern geholfen, als es den Trend den letzteren Service wenigstens auszuprobieren noch verstärkt hat. Es kommt ja eigentlich eher selten vor, dass ein Unternehmen seine Kunden so vertäubt, dass diese lieber ihr Geld zur Konkurrenz bringen. Die Auswirkungen sind doppelt schlecht:

1 – deutschsprachige Xing Mitglieder wechseln zu LinkedIn, UND
2 – 1 hat zu Folge, dass Xing für CH Recruiter immer weniger interessant ist (z.B. immer kleinere Reichweite).

Ob LinkedIn alles was Xing offerierte, erfolgreich abdecken kann für Mitglieder in der D-A-CH Region, wird die Zukunft weisen.  Was denken Sie? Existiert Xing in 5 Jahren noch?
Lesenswert: Social Recruiting: Die #TruZurich Teilnehmer machen es vor

Quelle:
#XingFail: LinkedIn umwirbt Schweizer Recruiter 

Was ist Ihre Meinung?

– Welche Aktivität auf Xing oder LinkedIn machen Sie am liebsten?
– Welches dieser Networks bringt Ihnen den grössten Mehrwert?
– Ich freue mich auf Ihre Kommentare.
PS. Ich bin seit ca. 2001 auf Linkedin und seit 2004 auf Xing.