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Worum es geht: Sie finden hier 12 Top Newsletter-Metriken, unsere 4 Top Favoriten, die sie im Auge behalten sollten, die 2021 Trends im E-Mail Newsletter-Marketing und wie wichtig Benchmarks sind.

Übrigens, den ultimativen Newsletter-Metrics-Guide mit Best Practice-Tipps gibt weiter unten als pdf Datei zum Herunterladen.

Dies ist der DRITTE Beitrag in einer Serie von 5 Beiträgen zu den Trends im Online Marketing, Sales und Analytics sowie Cybersecurity und Datenschutz:

Sie erhalten die obigen Einträge mit den Trends und den dazugehörenden Downloads bequem via E-Mail über unseren Newsletter – einfach registrieren.

Die ersten Herausforderungen

Internet wird von vielleicht 25 % (z.B. Kosovo) bis zu mehr als 90% der Bevölkerung (z.B. Dänemark) genutzt (siehe Eurostat). Über 40 % der Empfänger überfliegen eine E-Mail in weniger als 8 Sekunden (Email Attention Spans Increasing, Litmus, 2017) und haben sich in dieser Zeit bereits ein Urteil über die Relevanz des Inhalts gebildet.

Ein B2C-Newsletter mit den Tages- oder Spezialangeboten spricht eine andere Zielgruppe an als ein B2B-Newsletter zum Thema Solarenergie.

Ihre ersten Gedanken sollten sich Ihrer Zielgruppe widmen. An wen, über was, wann am besten – wann liest meine Zielgruppe wahrscheinlich ihre E-Mails, auf welchem Gerät, welches Format ist ansprechned. Darauf gibt es genauso viele Antworten wie viel es Zielpublikums-Gruppen gibt.

Zeit der Postzustellung – Business Content

In der D-A-CH Region lesen die Abonnenten den Newsletter mit Bezug zu deren Arbeitsgebiet meist am Arbeitsplatz. Samstags und Sonntags werden kaum E-Mails gecheckt, Montags ist das Postfach zu voll (keine Zeit) und Freitags sind die Gedanken vielleicht schon woanders.
8-11 Uhr ist oft ein gutes Zeitfenster. Beispielsweise beim drkpi Newsletter funktioniert 8:45 Uhr sehr gut. Die Wahrscheinlichkeit, dass die neue E-Mail innerhalb von 60 Minuten angeschaut wird, ist hoch.
Fakt: 21% von versendeten E-Mails werden innerhalb von 60 Minuten nach deren Erhalt vom Empfänger geöffnet.

Wann ist die beste Zeit um Newsletter zu versenden: Freitag um 8 Uhr?
Wann ist die beste Zeit zum Versenden Ihres Newsletters? Es kommt drauf an…

Die besten Öffnungsraten in der D-A-CH Region werden Freitags um 8 Uhr erreicht. Doch aufgepasst, Hobbies eher Sonntags.

Wichtig ist auch zu bedenken, dass die verschiedenen Anbieter nicht die gleichen Daten liefern. Zum Beispiel sind die Öffnungsraten, welche Litmus publiziert (siehe Grafik unten) viel kleiner als diejenigen von Get Response.

Entscheidend ist, dass bei beiden die Kennzahlen darauf hinweisen, dass 8 Uhr – 9 Uhr morgens eine gute Zeit ist, den Newsletter zu versenden.

DE Öffnungsraten für eMail Newsletters 2020 - Litmus
Deutschland’s Öffnungsraten und -Zeiten für E-Mail Newsletter 2020 – Litmus

Ob Daten von Adobe, Salesforce, GetResponse, Litmus usw., sie vermitteln uns je nach Land einen Trend. In der D-A-CH Region werden Geschäftsmails über das Wochenende eher selten geöffnet, im Gegensatz z.B. zu Korea oder Kanada/USA.

Ob 8:30 Uhr oder aber 15:45 Uhr am Mittwoch oder Donnerstag für Sie gute Zeiten sind, sollten Sie ganz einfach ausprobieren.

Aufmerksamkeit

Die grösste Herausforderung im E-Mail-Marketing ist der Wettbewerb um Aufmerksamkeit im Posteingang. Betreffzeile und Vorschautext sind deshalb sehr wichtig.

Attraktivität

Locken Sie so viele Leser wie möglich zum Öffnen des Newsletters (E-Mail anklicken) und machen Sie dessen Studium attraktiv (d.h. übersichtlich, visuell ansprechend).

Mehrwert

Bieten Sie den Lesern Mehrwert. Dieser sorgt dafür, dass die Leser den Newsletter weiterhin wollen und die beinhalteten URLs anklicken.

2021 Trend 2: 10 top Newsletter Metrics
2021 Schlüssel zum Erfolg: Wählen Sie die für sie relevanten Kennzahlen und verfolgen Sie den Trend über das Jahr hinweg.

Besten Newsletter-Metriken für die Erfolgskontrolle

Wir stellen Ihnen unten die besten Metriken und KPIs für E-Mail Newsletter vor. Für die 3 bekanntesten haben wir gleich eine Tabelle mit Vergleichszahlen zusammen gestellt.

E-Mail Provider /Kennzahl ErstellerOpen-Rate
(OR)
Click-Through-
Rate
(CTR)
Click-to-Open-
Rate
(CTOR)
Mailchimp (2019)15.68 % E-Commerce
21.77 % Construction
2.01% E-Commerce
2.26 % Construction
12.81% E-Commerce
10.38% Construction
Get Response (2019)26.84% Europe4.35 % Europe16.22% Europe
SuperOffice (2020)29 % CH
16 % Benelux
18 % CH
20 % Benelux
Linchpin (2020)15.66 % E-Commerce
21.01 % Construction
2.07 % E-Commerce
2.03 % Construction

drkpi (2020)27 – 39 %3.0% – 6.9%ca. 9 – 14.27 %
Je nach Mailservice-Anbieter werden ganz unterschiedliche Kennzahlen rapportiert

Quelle: Anbieter und drkpi® Berechnungen. Die Daten werden nicht anhand der einzelnen Länder aufgeschlüsselt. Oft sind die Definition der Benchmarks nicht genau dieselben.

Open Rate / Öffnungsrate

Öffnungsrate oder Open Rate ist der Prozentsatz der einzelnen Öffnungen im Vergleich zur Gesamtzahl der an Ihre Mailingliste zugestellten Nachrichten. Die Open Rates geben Aufschluss darüber, wie gut unsere Betreffzeile und Vorschautext das Interesse beim Leser wecken.

3 Dinge sind wichtig, um die Öffnungsrate möglichst hoch zu halten:

  • E-Mail-Betreffzeile: Eine kurze und knackige Betreffzeile sagt dem Empfänger, was er im Inhalt erwarten kann.
    Eine niedrige Öffnungsrate (Open Rate) kann bedeuten, dass Ihre Betreffzeilen zu allgemein gehalten sind und in den überfüllten Posteingängen Ihrer Kontakte nicht hervorstechen.
  • E-Mail-Vorschautext: Ist eine Handvoll Wörter, die dem Empfänger mehr darüber verraten, was in der E-Mail enthalten ist.
  • Reputation des Senders: Abonnenten erwarten E-Mails von Ihrem Unternehmen. Solange Absendername und die Domain den Namen Ihres Unternehmens anzeigen, wie z.B. XYZ@drkpi.com, ist dies in Ordnung.

Click-Through Rate / Klickrate

Click-Through-Rate (CTR): die Anzahl der Personen, die auf den Link Ihrer Nachricht geklickt haben, gemessen an der Gesamtzahl der E-Mails. Die Klickrate zeigt uns, inwiefern die Inhalte im Newsletter das Interesse unserer Leser für mehr Informationen weckt

Open rate - click rate - industry average: Newsletter Kampagnen von drkpi®
Open rate – Durchschnitt in der Referenzgruppe = 10%. drkpi® hat 28-40 % Open Rate für Newsletter-Kampagnen

Click-to-Open Rate (CTOR)

Open-Rate wie auch die Click-Through-Rate sind wichtig. Aber wir dürfen eine Schlüsselkennzahl, welche die Gesamteffektivität einer E-Mail-Kampagne messen soll, nicht vergessen: Die Click-to-Open Rate.

Click-to-Open-Rate (CTOR) ist der Prozentsatz der Abonnenten, die auf etwas in der E-Mail geklickt haben, im Verhältnis zur Anzahl der geöffneten E-Mails. Mit anderen Worten: Wie viele der Abonnenten, die die E-Mail öffneten, haben tatsächlich etwas in der E-Mail angeklickt? Wenn 400 Personen eine Email erhalten und 120 öffnen diese (30% Open-Rate), wovon dann 10 Personen was klicken ist die CTOR = 12%

PS. Nich alle E-Mail-Service Anbieter definieren und kalkulieren die Dinge gleich! Wir haben dies aber in der Tabelle oben berücksichtigt.

Weitere Newsletter-Kennzahlen

Hier ein paar weitere Kennzahlen mit Erklärungen, welche von Interesse sind und berücksichtigt werden sollten.

Conversion Rate

Konversionsrate misst, wie viele Personen auf einen Link (z.B. call-to-action) geklickt und dann eine bestimmte Aktion ausgeführt haben.

Ein Beispiel ist, wenn Sie einen Link in Ihre E-Mail einfügen, über den Ihre Abonnenten an einem Verkauf am Black Friday teilnehmen können. Die Conversion Rate sagt Ihnen dann, wie viel Prozent der Personen, die auf den Link geklickt haben, einen Kauf getätigt haben.

Tipp: Diese Kennzahl ist hauptsächlich im B2C-Bereich relevant, insbesodere im E-Commerce-Bereich oder bei Mailings wie Tagesangeboten oder Ausverkauf-Aktionen. Im B2B jedoch spielt diese Kennzahl kaum eine Rolle.

Unsubscribes

Die Anzahl der Abbestellungen misst, wie viele Personen sich abgemeldet haben. Diese E-Mail-Metrik finden Sie normalerweise in Ihrem Haupt-Dashboard oder in Ihrem Metrik-Dashboard.

Es ist ganz normal, dass Leute sich aus Ihrer Mailingliste austragen. Interessen der Abonnenten ändern sich. Unsere Erfahrung zeigt, dass dies oft im Sommer geschieht. Wenn sie dann den Newsletter verschicken, haben einige Leser während der Sommerferien mehr Zeit und lesen den Newsletter genau. Dann kann es passieren, dass sie sich aus der Liste austragen. Doch lieber weniger Abonnenten, dafür solche, welche den Newsletter auch wollen, lesen und die URLs anklicken.

Bounce Rate / Absprungrate

Die Absprungrate misst, wie viele E-Mails nicht geliefert werden konnten. Soft Bounces verfolgen temporäre Probleme mit E-Mail-Adressen. Beispielsweise kann die E-Mail gerade wegen Server Problemen nicht zugestellt werden.
Hard Bounces zeigen permanente Probleme mit E-Mail-Adressen, z.B. existiert die E-Mail-Adresse nicht mehr, weil der Arbeitnehmer das Unternehmen verlassen hat.

10 Metriken zur Erfolgskontrolle von Newsletter-Inhalten
12 Metriken zur Erfolgskontrolle von Newsletter-Inhalten

List Growth Rate

Mit dieser Metrik können sie die Wachstumsrate Ihrer Liste verfolgen.

Sie können dies berechnen, indem Sie die Anzahl der neuen Abonnenten abzüglich der Anzahl der Abbestellungen nehmen, diese dann durch die Gesamtzahl der E-Mail-Adressen auf Ihrer Liste dividieren und dann mit 100 multiplizieren.

Was ist das beliebteste Gerät zum Lesen von E-Mails?

Auch diese Information ist von Interesse, denn Smartphone Leser klicken weniger oft auf URLs. Ebenfalls lesen diese Nutzer den Newsletter weniger genau, sie bevorzugen das Überfliegen von Inhalten. Dabei sind Überschriften und Schlagwörter wichtig. Damit erhält der Smartphone-Leser Informationen, die sein Interesse sofort wecken – oder nicht.

OrganisationSmartphone
Mobile
Laptop und
Desktop
TabletWebmail
Umfrage mit Konsumenten (Fluent)81 %10 %8 %
Adestra 201961.9 %9.8 %28.3 %
Litmus 201942 %18 %40 %
Wenn der Newsletter primär an Arbeitsadressen geht, ist es durchaus möglich, dass nur ca. 30% der Empfänger die E-Mail auf dem Handy lesen

In der obigen Tabelle zeigt die Webmail (siehe hier) Kolumne die Prozentzahl der Leser, welche deren Email auf dem PC in einem Browser (z.B. Firefox, Vivaldi) lesen. Das kann z.B. Gmail, Outlook oder Protonmail sein. Tun sie dies mit Hilfe einer App auf dem Handy, wird der Nutzer der Kategorie Smartphone/Mobile zugerechnet (siehe obigen Tabelle).

Top Newsletter Metrics Nr. 12: Öffnungen von Zielgruppen

Nachdem Sie diese beiden Metriken

  • Zustellbarkeit und
  • Öffnungsraten

ermittelt haben, ist auch von Interesse, von wem ein Newsletter geöffnet wird:

  • Anzahl Öffnungen von Kunden: Wer von unseren Kunden schaut öfters rein? Das System zeigt z.B. für Frau Müller 3 oder mehr Openings. Das bedeutet, sie hat die Inhalte genauer studiert.
  • Anzahl Öffnungen von möglichen Kunden: Gibt es Leute, welche die Inhalte mehrmals anschauen und sich vielleicht für eines der Produkte interessieren? (Um diese zwei Gruppen voneinander zu unterscheiden, haben Sie vielleicht zwei oder mehrere Mailinglisten).
Was sind die durchschnittlichen Klick- und Leseraten für E-Mail Newsletters?
Was sind die durchschnittlichen Klick- und Leseraten für E-Mail-Newsletter?

Schlussfolgerungen

Facebook, Instagram und Twitter haben eine Engagementrate von nicht einmal 0,6 %. Das bedeutet, dass Ihr Post oder Update normalerweise im Rauschen des Blätterwaldes völlig untergeht.

Auch bei LinkedIn oder Xing mag man wohl viele Views/Ansichten haben. Doch ob die Person sich langfristig daran erinnert oder ob dies die Bekannheit der Marke stärkt, darf hinterfragt werden. Wir haben dies im Beitrag LinkedIn ROI – lohnt es sich? analysiert.

Zum Vergleich: Die durchschnittliche Öffnungsrate von E-Mails liegt bei 22,86 %. Die durchschnittliche Klickrate liegt bei 3,71 %. Raten von über 4 % sollten das Ziel sein. Lassen Sie sich aber nicht entmutigen: Da sind auch öffentliche Stellen und Non-Governmental Organisation (NGO) dabei, welche mit deren hohen Durchschnitten die Mittelwerte stark nach oben drücken.

Egal, in welchem Fachgebiet Sie sind, diese 3 Faktoren sollten Sie berücksichtigen:

  • Thema: Freizeit, Hobbies (z.B. Games, Mode und Sport) oder Arbeit (z.B. Recruiting, Marketing, Technologie)
  • Zielgruppe: Geschäftsleute, Firmen oder Privatpersonen
  • Mehrwert: Welche Inhalte sind für meine Leser interessant und bieten Mehrwert

Unsere Top 4 Metriken für Newsletter-Marketing

Unsere 12 Newsletter-Metriken können Sie zur Erfolgskontrolle einsetzen. Doch wir empfehlen Ihnen, sich auf diese 4 Top-Metriken unten zu fokussieren:

  1. Open Rate: Wenn die Empfänger die Newsletter im E-Mail-Postfach nicht anschauen, lassen Sie sich von unserer Expertise, Qualität oder tollem Produkt nicht beeinflussen.
  2. Click-Through Rate: Wieviele Leute, d.h. Prozentzahl, haben auf einen URL geklickt.
  3. Schreibweise: Prozentzahl der kurzen Sätze mit weniger als 16 Worten und Paragraphen mit 1 oder maximal 3 Sätzen sind eine weitere wichtige Kennzahl.
    Diese Kennzahl zeigt auf, wie leicht wir es dem Handy-Leser machen (müssen), die Beiträge zu überfliegen. Lange Sätze und Paragraphen sind bei Handy-Lesern sehr unbeliebt (Daten von PageTracker.drkpi.com).
  4. Informelles (konstruktives) Feedback: Wenn (potentielle) Kunden Feedback offerieren, ist das Gold wert. Beispielsweise, ein Kunde rief uns diese Woche an und sagte nebenbei, er hätte 2 Checklisten herunter geladen, die wir im Dezember-Newsletter angeboten hätten. Danach mit seinem Team geteilt.
    Solches Feedback wie auch Vorschläge für Verbesserungen von Lesern kommen nicht sehr oft. Sie sind aber meist ein sehr verlässlicher Indikator, welche Inhalte Leser schätzen und wo Verbesserungen ratsam sind.

Ultimativen Newsletter-Metrics-Guide mit Best Practice-Tipps als 👉 #drkpiCheck pdf Download (hier anklicken 👈

Zusätzlich lohnt es sich immer, diese Kennzahlen mit Benchmarks (z.B. im gleichen Land, mit Firmen in einer ähnlichen Branche usw.) zu vergleichen. Auch qualitatives Feedback von (möglichen) Kunden oder auch Freunden, die einen Newsletter wertvoll fanden, hilft.

Ein paar Zahlen zum Schluss

Daten aus dem Litmus 2020 State of Email Engagement zeigen:

  • 3.8 Std. – 9 Std. werden verwendet, um den Newsletter zusammen zu stellen (d.h. Fotos einfügen, Text formulieren, usw.).
  • 2.6 Std. werden im Schnitt benötigt, um die Analytics und Metrics nach dem Versand zu studieren.
  • 57% versenden den Newsletter mit Test-E-Mails bevor dieser dann an die Liste der Abonnenten verschickt wird.
  • 1 von 277 geöffneten Newsletters wird weiter geleitet, das sind 0.36%.

Eine Bitte haben wir

  • Welche 1-3 Faktoren sind die wichtigsten Kennzahlen oder Metriken, welche Sie für Ihren Newsletter nutzen?
  • Welche Taktiken haben sich bewährt?
  • Welchen Newsletter möchten Sie in Ihrer eigenen Inbox nicht missen. Warum schätzen Sie diesen Newsletter? URL erwünscht!

Was sind die beliebtesten Hashtags oder diejenigen mit der grössten Reichweite?

In diesem Beitrag erhalten Sie Antworten auf diese Frage und auch auf weitere:

  • Wie finden wir für uns effektive Marken-Hashtags?
  • Was ist die Best Practice beim Hashtag-Einsatz?
  • Gibt es wichtige Unterschiede beim Nutzen von Hashtags auf Instagram, LinkedIn oder anderen Community-Pages?

Weitere Informationen und Checklisten zu Social-Media-Marketing, digitalem Marketing wie auch zu Content-Marketing finden Sie hier:

Optimales Social-Media-Marketing mit Hashtags

Um die für uns besten Hashtags nutzen zu können, müssen wir zwischen Marken-Hashtags und Community-Hashtags unterscheiden. Hier die Definition:

  1. Was ist ein Marken-Hashtag (Branded Hashtag)? Die Definition besagt, dass ein Branded Hashtag einzigartig ist und für ein einzelnes Unternehmen oder eine definierte Marke steht. Also Firmennamen wie #Nike oder #drkpi, oder Firmenslogans wie #JustDoIt.
    Ebenfalls lohnen sich Kombinationen zwischen Firmenname und Produkt oder Slogan wie z.B. #KitKatBreak oder auch von uns #drkpiPageTracker.
    Einen speziellen Hashtag für eine Kampagne zu erstellen, lohnt sich jedoch nur für einen Konzern mit grossem Marketing-Budget und kaum für ein KMU.
    Für letztere lohnt es sich, die Marken-Hashtags so zu formulieren, dass sie langfristig genutzt werden können. Auch Coca Cola, Nike und andere Konzerne nutzen deren Branded Hashtags langfristig, wenn sie die Brands weiter verkaufen und bewerben wollen.
  2. Was ist ein Community-Hashtag? Diese widmen sich speziellen Themen wie z.B. #ContentMarketing, #Bodensee und #Konstanz. Wenn Sie jedoch auf LinkedIn einen der 20 Top Hashtags nutzen, besteht die Gefahr, dass Ihr Posting in der Masse untergeht (siehe top 22 LinkedIn Hashtags und auch im Bild unten).
    Beispiele sind #Marketing oder #cybersecurity. Es gilt also Popularität mit Relevanz und der jweiligen Nische abzuwägen.
Die beliebtesten Hashtags mit der groessten Reichweite sind oft nicht die besten Hashtags für optimale Resultate.
Die beliebtesten Hashtags mit der grössten Reichweite sind oft nicht die besten Hashtags für optimale Resultate.

Wir müssen also Hashtags finden, welche unsere Kunden hoffentlich bei der Suche nach Produkten oder Inhalten auch (er)kennen und nutzen.

Wenn die Kundin unseren Markenhashtag nutzt, haben wir den Kampf um ihre Aufmerksamkeit für unsere Marke schon fast gewonnen.

Warum? Sie kennt uns. Dies ist oft die grösste Herausforderung für KMUs oder auch Konzerne (z.B. als toller Ausbildungsbetrieb). Nur wenn der Kunde oder die Kundin unsere Produkte oder Dienstleistungen kennen, wird er oder sie uns auch für einen Kauf oder Auftrag oder Lehrstelle berücksichtigen.

Ein allgemeiner Community-Hashtag wie #DigitalMarketing oder #ContentMarketing hilft dabei, Leute zu erreichen, die unsere Firma nicht kennen. Ebenfalls kann ein geographischer Zusatz bei einer Veranstaltung wie #Matterhorn oder #Bodensee helfen, die Leute in der Region anzusprechen. Zusätzlich helfen Marken-Hashtags wie z.B. im Tweet für diesen Post:

Was sind die besten #Hashtags für die grösste Reichweite im #ContentMarketing?
#drkpi zeigt mit 14 Tipps, wie Sie die beliebtesten Hashtags optimal nutzen:
==> https://drkpi.com/?p=18197
#drkpiPageTracker Checkliste downloaden
#DigitalMarketing

Im obigen Tweet, welcher natürlich für Facebook oder LinkedIn mehr Text braucht, werden sowohl Community-Hashtags, #ContentMarketing und #DigitalMarketing genutzt, als auch Branded Hashtags, #drkpiPageTracker.

Entscheidend ist, dass Sie die für Ihr Unternehmen relevanten 3-5 Community-Tags regelmässig nutzen. Eine Best Practice muss auch für die Branded Hashtags angewendet werden. Nur dann können Sie gute Resultate erzielen.

PS. Die Schreibweise #drkpiPageTracker oder #drkpipagetracker macht keinen Unterschied. Die erste Version ist einfacher zum Lesen, aber beide werden in organischen Suchresultaten zum Hashtag gelistet.

KPIs für Hashtags: Welche Metrics machen für Brandmarketing Sinn

Die Problematik ist oft, dass die ausgewählten Hashtags nicht konsequent genutzt werden. Wir haben #drkpi und #drkpiPageTracker für unser Brandmarketing ausgewählt und diese versuchen wir konsequent und regelmässig im Web zu nutzen.

Auch bei Hashtags und den KPIs gilt es zu berücksichtigen, dass sich jede Plattform ein wenig anders verhält. Auf LinkedIn gilt es beispielsweise, Folgendes zu berücksichtigen:

📌 3 Hashtags sind nicht mehr das Maximum, das man nicht überschreiten sollte. Bis zu 10 Hashtags haben keinen negativen Einfluss mehr auf die Views für einen Post.
📌 Wenn Sie keinen Hashtag in Ihren Beitrag einfügen, senkt LinkedIn Ihre organische Reichweite um 40%. Dabei ist das Engagement der ersten Gruppe von Personen, die Ihr Status-Update sehen, sehr wichtig!
📌 Die Position der Hashtags hat keinen Einfluss auf die Resultate, d.h. wieviele Leute es z.B. im Status Update sehen. Verwenden Sie diese in Ihrem Text (Achtung, Lesefluss!) oder unter dem Eintrag als Zusatz.
📌 Fügen Sie relevante Community-Hashtags wie #ContentMarketing mit vielen Followers ein, wird Ihr Beitrag durch LinkedIn aufgewertet.

Die obigen Regeln mögen für den LinkedIn-Algorithmus ideal sein. Genaue Daten, die dies beweisen, gibt es allerdings nicht, denn LinkedIn hält solche Informationen unter Verschluss. Sie schreiben aber für Ihre Fans und Followers, nicht für den Algorithmus.

Zusammenfassend können wir sagen, dass Sie in Ihren Beiträgen eine geschickte und überlegte Kombination von Community- und Marken-Hashtags bevorzugen sollten. Wenn Sie viele nutzen wollen, dann am besten erst am Ende des Posts wegen dem optimalen Lesefluss. Schliesslich wollen Sie Ihre Leser (Kunden, Fans…) nicht verärgern. Der Suchmaschine oder dem Algorithmus ist die Position egal.

Vielleicht gibt es viele Likes oder sogar ein paar Kommentare auf LinkedIn zum Post. Eher selten ist, wenn die Leute auf den von Ihnen eingebauten URL klicken, um den Inhalt auf der von Ihnen verlinkten Webseite zu konsumieren. Nichtsdestotrotz, Followers können eine Hashtag-Suche starten, um Ihre Beiträge z.B. auf Instagram zu lesen oder über Google Search zu finden.

Wie auch immer Sie den Erfolg messen, 2 Dinge sollten Sie dabei berücksichtigen:

  • Marken-Hashtags zu nutzen zahlt sich aus: #drkpiPageTracker Daten zeigen, dass KMU, welche deren Marken-Hashtags z.B. auf fremden Seiten beim Kommentieren nutzen, ihre Positionierung in der Blogosphäre verbessern. Dies wiederum stärkt die Marke und erhöht deren Visibilität.
  • Hartnäckigkeit gewinnt: Es braucht Zeit für den Erfolg. Sie sollten diese Marken-Hashtags kontinuierlich nutzen. Sie können die Ergebnisse dieses Jahres mit dem des letzten Jahres vergleichen, beispielsweise durch unseren drkpiPageTracker. Dessen Daten zeigen, dass der konsequente Einsatz dieser Wiederholungstechnik die Positionierung verbessert und die Bekanntheit gegenüber der engsten Konkurrenten auf dem Markt erhöht.

Die Erhöhung der Bekanntheit und der Visibilität der Marke und Marken-Hashtags ist ein langer Prozess und wichtig für das Brandmarketing. Die Verbindung zwischen Nutzung der Marken-Hashtags und dem Brandmarketing – speziell Sales – ist dabei nicht so einfach herzustellen. Es gilt unsere Bekanntheit mit Hilfe der optimalen Nutzung von Hashtags zu verbessern.

Schlussfolgerungen und Download der Hashtag-Checkliste

Vieles entwickelt und ändert sich laufend im digitalen Marketing. Insbesondere Community-Hashtags reagieren auf soziopolitische Ereignisse (#MeToo, #Lockdown, #BlackLivesMatter, #CoronaKrise). Auch diese sollen wir nicht ignorieren, wenn sie zu unseren Themen passen. Für das Brandmarketing benötigen wir Hashtags, welche helfen, die Visibilität und Bekanntheit unserer Marke zu verbessern.

Ihre Marken-Hastags sollten gut überlegt sein und dann konsequent genutzt werden. Nicht nur bei Ihren eigenen Posts, sondern auch bei Kommentaren auf anderen Beiträgen. Und idealerweise, von allen Personen, die im Namen der Firma, der Kampagne oder der Marke überhaupt kommentieren oder posten.

Download der Best Practice Hashtag Checkliste – Social Media Marketing

Im digitalen Marketing oder auch Social-Media-Marketing werden Hashtags und Markennamen immer wichtiger. Die Visibilität des Unternehmens kann dank Marken-Hashtags gesteigert werden. Wichtig ist dabei, dass Sie Ihre Visibilität mit der Konkurrenz vergleichen.

Möglicherweise sind Firmen mit einem Branded Hashtag #drkpiPageTracker oder #KitKatBreak nicht so bekannt. Doch sollte sich ein David nicht mit Goliath vergleichen, sondern mit einem seinesgleichen. Jedoch können wir bei einem Weltkonzern wie Nestlé, sofern uns ihre Seite und Techniken gefallen, einiges abschauen.

Die Vergleiche, die ich mithilfe der von uns angewandten Metrics erstellen kann, geben mir interessante Informationen, beispielsweise:

  • Wie schneidet die Kunden-Seite im Vergleich mit zwei oder mehreren Konkurrenten ab?
  • Unsere Kunden können Vergleichszahlen nutzen, um zu eruieren, wo sie die Dinge besser oder aber auch schlechter machen.

Anhand dieser Daten und Informationen können Kunden Ihre Nutzung von Hashtags optimieren. Das wiederum verbessert die Markenbekanntheit und auch sicher die Verkaufsanstrengungen.

Weitere Ressourcen zum Thema:

Nutzung US-Dienstleister – Schrems II Handlungsempfehlung: Cloud Act schwächt das Urteil - Datenschutz immer noch gefährdet.

Datenschutz spielt auch in der digitalen Kommunikation eine grosse Rolle. Man denkt sofort an Datenschutzerklärungen auf jeder Website, an das Formular für das Abonnieren der Newsletter, den Schutz der Kundendaten und Vieles mehr. Hier diskutieren wir einen ein wenig versteckten Zusammenhang: Die Nutzung von US-basierten Anbietern für online Services.

Mit der Entscheidung der Europäischen Kommission (2016/1250) vom 12. Juli 2016 über den sog. EU-U.S.-Privacy Shield wurde eine neue Grundlage für Datenübermittlungen von der EU in die USA gelegt. Sie ermöglichte europäischen Unternehmen Daten auch bei US-Dienstleistern zu hosten/bearbeiten zu können (z.B. in der Cloud) ohne Datenschutzrichtlinien zu verletzen.

Doch seit Juli 2020 ist das Privacy Shield nicht mehr gültig. Das hat Auswirkungen für Kunden von Adobe (z.B. Cloud, iStock), Amazon AWS, G-Suite (Google), Salesforce und SAP um nur einige Anbieter zu nennen.

Der „Schrems II“ Fall wurde durch die Beschwerde des österreichischen Juristen und Datenschutzaktivisten Max Schrems ausgelöst. Hier weiter unten bieten wir Ihnen sogenannte „Schrems II“ Handlungsempfehlungen für eine datenschutzkonforme Verarbeitung in den USA.

In einem Überblick vergleichen wir die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) (gültig seit Mai 2018 – FAQs von drkpi) mit dem California Consumer Protection Act (CCPA) (in Kraft seit Januar 2020), der für in Kalifornien ansässige Personen gilt. Er wurde dem DSGVO nachgebaut und hat in den USA als Vorbild andere Bundesstaaten beeinflusst:

  • Die DSGVO gilt für personenbezogene Daten der betroffenen Personen in der EU, während der
  • CCPA für personenbezogene Daten von Verbrauchern und Haushalten in Kalifornien gilt.

Stresstest für Marketingdaten und Datenschutz

Dank Digitalisierung sind Daten im Marketing ein Dauerthema. Aus diesem Grunde stellen wir Ihnen auch den drkpi® DSGVO Audit Light Ratgeber zur Verfügung.

Dass medizinische Daten akkurat und zeitnah genutzt werden müssen erleben wir aktuell bei den COVID-19 Tracing Apps, die in vielen Ländern eingesetzt werden. Die Tracking-Apps auf der ganzen Welt speichern Kontaktdaten von Personen, welche bis 2 Tage vor Krankheitsbeginn mit dem Infizierten Kontakt hatten. Im August 2020 fanden Forscher, dass Infizierte das Coronavirus bis zu 5 oder 6 Tage vor Ausbruch der Krankheit weitergeben können.

Somit gibt uns die App ein ungenaues Bild der Realität. Hinzu kommt, dass z.B. in der Schweiz viele die App wegen Bedenken zum Datenschutz nicht nutzen wollen.

Sind diese Bedenken berechtigt? Viele Menschen vergessen, dass Sie bei Nutzung anderer Apps viel mehr Daten preisgeben:

  • Wenn bei Google eingeloggt, sammelt Chrome Browser Daten.
    Alternative: Firefox, Brave, Vivio, usw.
    Trend: Third-Party-Cookies im Google Chrome Browser sind ab 2022 nicht mehr willkommen. Apple löscht im Safari Browser alle First-Party-Cookies nach 24 Stunden.
  • Websites zur Gesundheit teilen Daten mit Werbekunden – #DSGVO #CCPA Verletzungen: Symptome, die in den Symptom-Checker von WebMD eingegeben wurden, und die erhaltenen Diagnosen, einschliesslich der „Medikamentenüberdosierung“, wurden mit Facebook geteilt.
    Informationen zu Menstruations- und Ovulationszyklus vom BabyCentre wurden mit Amazon Marketing geteilt.
    Schlüsselwörter wie „Herzkrankheit“ und „Abtreibung in Betracht ziehen“ wurden von der British Heart Foundation, Bupa und Healthline sowie Scorecard Research und Blue Kai (im Besitz von Oracle) geteilt.
    Weiterführendes Lesematerial zum Thema: FT How top health websites are sharing sensitive data with advertisers, FT Best of Business Data health warning, 2019-11-16/17, p. 11 (nur für Abonnenten).

Vergleich DSGVO mit CCPA

Ein Grossteil der Anbieter von Software-as-a-Service (SaaS) und Cloud-Diensten haben ihren Sitz in den USA. Dort werden die Daten zum Teil auch verarbeitet oder von Europa via die USA nach Australien übermittelt. Beispiele sind Amazon AWS, G-Suite, Oracle, Salesforce, Mailchimp, Microsoft, Adobe, PayPal und andere.

Doch auch in den USA wird Datenschutz immer mehr ein Thema. Diese Tabelle vergleicht DSGVO mit dem CCPA. Beim genauen Lesen fällt auf, dass das CCPA sehr viele Ähnlichkeiten mit der EU Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat.

Start of projectEU DatenschutzGrundverordnung (DSGVO)California Consumer Protection Act (CCPA)
In Kraft seit:2018-05-252020-01-01
Was sind die Rechte des Konsumenten oder einer Privatperson?Nach Art. 15 Abs. 1 DSGVO haben betroffene Personen das Recht, von Verantwortlichen eine Auskunft darüber zu verlangen, ob sie betreffende personenbezogene Daten verarbeitet werden. Wenn ja, haben sie grundsätzlich ein Recht auf Bestimmung über diese Daten.AB 375 ermöglicht es jedem kalifornischen Verbraucher, die Einsicht in alle Informationen zu verlangen, die ein Unternehmen über ihn gespeichert hat. Ebenfalls hat er oder sie das Recht, die vollständige Liste aller Dritten einsehen zu dürfen, mit denen Daten ausgetauscht werden.
Das Gesetz gibt den Verbrauchern das Recht, alle Daten zu verlangen, die ein Unternehmen in den letzten 12 Monaten über sie gesammelt hat. 
Für wen gilt diese(s) Gesetz / Verordnung – territoriale Anwendung?Nach Art. 3 Abs. 2 DSGVO gilt
1. Für datenverarbeitenden Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union.
2. Schweizer Firmen welche in der EU wohnenden Personen Waren oder Dienstleistungen anbieten oder deren Verhalten beobachten.
Es müssen jedoch aktiv Kunden aus der EU geworben werden um unter das DSGVO zu fallen. Beispielsweise Zahlung in Euro möglich, Lieferbedingungen für EU Kunden sind aufgelistet, Webseite ist in einer EU Sprache, usw.
1. Alle Unternehmen, die an in Kalifornien lebende Konsumenten Leistungen anbieten und mindestens 25 Millionen Dollar Jahreseinnahmen haben.
2. Firmen welche Daten von mehr als 50.000 Personen haben (Vorsicht, mehr als 4.000 Besucher auf Ihrer Website pro Monat, und diese Sache wird relevant).
3. Unternehmen, die mehr als die Hälfte ihrer Einnahmen aus dem Verkauf von persönlichen Daten erzielen.
Welche Daten sind geschützt?Personenbezogene Daten gem. Artikel 4 der DSGVO sind alle Informationen, die sich auf eine bestimmte (identifizierte) oder bestimmbare (identifizierbare) natürliche Person beziehen.
Eine Person gilt als identifiziert, wenn die Zuordnung von Daten ohne Umweg möglich ist und ein direkter Bezug hergestellt werden kann (z.B. Name, Geburtsdatum, Postadresse, usw.).
Ist dies nicht direkt, jedoch mit Zusatzwissen möglich, handelt es sich um eine identifizierbare Person. Dieses Zusatzwissen müssen Sie nicht zwangsweise selbst besitzen, es kann auch von Drittpersonen kommen.
Der CCPA berücksichtigt nur Daten, die von einem Verbraucher zur Verfügung gestellt wurden (z.B. Name, Geburtsdatum, Alter, etc.), und schliesst persönliche Daten aus, die von Dritten gekauft oder durch Dritte erworben wurden.
Personenbezogene Daten umfassen keine anonymisierten Benutzerinformationen – die oft das Rohmaterial für die Schulung von Modellen der maschinellen KI sind. Eigentumsaufzeichnungen wie z.B. Software zur Gesichtserkennung!
Siehe auch California’s data breach notification law.
Welche Daten sind nicht geschützt?Erforderlichkeit für die Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung (z.B. Abführung von Steuern oder Sozialabgaben). Nur das Recht der EU oder der EU-Mitgliedstaaten ist hier massgeblich.
Nicht geschützt sind Daten von juristischen Personen wie Firmen oder Stiftungen.
„Öffentlich zugängliche“ Informationen, die von Bundes-, Landes- oder Kommunalregierungen gesammelt und veröffentlicht werden, sind unter dem CCPA nicht geschützt. Dazu gehören Einträge im Grundbuch, Gerichtsakten, Wählerregistrierungen sowie Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden. Etwa 200 Datenvermittlungsfirmen in den USA, wie BeenVerified, Intelius, SearchPeopleFree und Spokeo, sammeln und verkaufen diese Informationen und tun dies auch weiterhin.
Was sind die Bussen bei Verstössen gegen das Gesetz?Bei Verstössen gegen die DSGVO haben die Aufsichtsbehörden die Kompetenz zum Erlass von Massnahmen und zur Verhängung von Bussen bis zu EUR 20 Mio oder 4% des gesamten weltweiten Jahresumsatzes des zu büssenden Unternehmens (zur Verhängung von Bussen genügt Fahrlässigkeit, Vorsatz ist nicht erforderlich).1. Der Verbraucher kann den Generalstaatsanwalt informieren, der eine Geldbusse von bis zu 7.500 Dollar pro Datensatz verhängen kann. Das Unternehmen kann strafrechtlich belangt werden.
2. Wenn der Generalstaatsanwalt die Strafverfolgung ablehnt, dann können die betroffenen Verbraucher eine Sammelklage gegen das Unternehmen einreichen.
Was ist bei einer Datenschutzverletzung zu tun?Bei Datenschutzverletzung muss die zuständige Datenschutzbehörde innerhalb von 72 Stunden informiert werden. Bei hohem Risiko von Persönlichkeitsverletzungen muss zudem die betroffene Person benachrichtigt werden.Unternehmen sind nicht verpflichtet, Verstösse gemäss AB 375 zu melden, und Verbraucher müssen Beschwerden einreichen, bevor Geldbussen möglich sind.
Eine Organisation, die die DSGVO einhält, muss wahrscheinlich keine weiteren Massnahmen ergreifen, um AB 375 in Bezug auf die Sicherung von Daten einzuhalten.
Rudimentärer Vergleich der EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) mit dem California Consumer Privacy Act (CCPA)

Schrems II Handlungsempfehlung: Lösung für Nutzung der US-Dienstleister

Die EuGH-Entscheidung in der Angelegenheit Schrems II verpflichtet die Verantwortlichen zu unmittelbaren Handlungen, um Übermittlungen an Empfänger in den USA (und anderen Drittstaaten) weiterhin rechtmässig durchführen zu können und keinen Sanktionen durch die Aufsichtsbehörden ausgesetzt zu sein.

Der Privacy Shield ist ab sofort ungültig. Doch wenn ich die obige Tabelle genau studiere, tauchen Fragen auf wie beispielsweise:

  • Sollte es nicht ein Unterschied sein, ob mein Datenverarbeiter dies in Kalifornien macht oder Arkansas (eher weniger streng mit Datenschutz) und wenn
  • ich überhaupt nicht überprüfen kann, wo die Daten in der Cloud gespeichert sind (geographisch gesehen)?

Das Schrems II Urteil gegen Facebook hat ein „Wackeln“ der EU-Standardvertragsklauseln zu Folge. Denn hierdurch sind in einigen Unternehmen elementare Geschäftsprozesse bedroht.  Nach Massgabe des EuGH-Urteils müssen Verantwortliche nun zusätzliche Schutzmassnahmen vereinbaren bzw. sicherstellen, die eine datenschutzkonforme Verarbeitung z.B. in den USA gewährleisten.

Die baden-württembergische Datenschutzbehörde (Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationssicherheit, LfDI) hat am 24. August 2020 eine Orientierungshilfe zum Entscheid des EuGH vom 16. Juli 2020 zu Schrems II veröffentlicht.

Vorgeschlagen werden vom LfDi allerdings nicht nur Ergänzungen der EU-Standardvertragsklauseln. Der Regulator will die Umsetzung der Schrems II Handlungsempfehlung mit Änderungen der EU-Standardvertragsklauseln sicherstellen. Die Änderungen sind genehmigungspflichtig. Also müsste ein in der D-A-CH Region domiziliertes Unternehmen die Änderungen der für ihn zuständigen Aufsichtsbehörde vorgelegt und von dieser genehmigt werden (auch ein Schweizer Unternehmen wird diese Sachlage abklären müssen, wenn es Daten von EU-domizilierten Kunden in den USA bearbeiten lässt).

Soweit uns bekannt, schlägt der LfDI als erste Behörde Folgendes vor.

Im Zentrum des weiteren Vorgehens des LfDI Baden-Württemberg wird die Frage stehen, ob es neben dem von Ihnen gewählten Dienstleister/Vertragspartner nicht auch zumutbare Alternativangebote ohne Transferproblematik gibt. Wenn Sie uns nicht davon überzeugen können, dass der von Ihnen genutzte Dienstleister/Vertragspartner mit Transferproblematik kurz- und mittelfristig unersetzlich ist durch einen zumutbaren Dienstleister/Vertragspartner ohne Transferproblematik, dann wird der Datentransfer vom LfDI Baden-Württemberg untersagt werden.

Uns ist bewusst, dass mit dem Urteil des EuGH u.U. extreme Belastungen für einzelne Unternehmen einhergehen können. Der LfDI wird sein weiteres Vorgehen am Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ausrichten. Wir werden die Entwicklung weiter beobachten und unsere Positionen dementsprechend laufend überprüfen und fortentwickeln.

2020-08-24 – baden-württembergische Datenschutzbehörde (Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationssicherheit, LfDI). Orientierungshilfe zum Entscheid des EuGH vom 16. Juli 2020 zu Schrems II  (zweitletzte und letzte Seite der pdf Datei)

Aber sind meine Daten in Europa sicher? Achtung: US CLOUD Act

Im Jahr 2013, im Fall Microsoft gegen die Vereinigten Staaten, weigerte sich Microsoft erfolgreich, Daten an das Federal Bureau of Investigations (FBI) weiterzugeben. Das FBI beantragte bei Microsoft in Irland Zugriff auf Daten auf Servern.

Der „Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act“ („CLOUD Act“) erlaubt es im Kern den US-Strafverfolgungsbehörden, von Kommunikationsdienstanbietern, wie etwa Cloud- oder E-Mail-Anbietern, in den USA Daten anzufordern, über die sie Besitz, Verwahrung oder Kontrolle ausüben.

Dies kann auch Daten betreffen, die in der Cloud auf Servern in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und der Schweiz (z.B. Microsoft Schweiz) gehostet werden. Grundsätzlich bedeutet dies, dass auch wenn ich ein Dienstleister in Europa nutze, wenn z.B. der Cloud Service Provider eine USA Firma ist, besteht die Möglichkeit das USA Behörden Zugang bekommen, DSGVO hin oder her.

Schlussfolgerungen – Datenschutzkonformität bei Nutzung der US-Dienstleister?

Was der LfDI vorschlägt ist, dass ich ihn überzeugen muss, welche Anwendung und welchen Anbieter ich in den USA nutzen will. Der von mir in den USA genutzte Dienstleister muss so gut sein, dass es in Europa und insbesondere Deutschland keine zumutbare Alternative gibt.

Viele Firmen müssten also eine Alternative für den jetzigen Newsletter-Provider wie Mailchimp, ActiveCampaign und weitere suchen. Wir haben es versucht und für den Marketingverband einen Service in Deutschland eingerichtet. Doch die so tolle DSGVO-Konformität lies zu wünschen übrig und technische Funktionalität war nicht zufriedenstellend.

Auch andere Angebote hatten bei den Tests keine gut funktionierenden Schnittstellen (API = Aplication Interface Programming) oder auch altmodische Editoren Angebote. Das bedeutete für uns viel mehr Arbeit, Zeitverlust und somit Kosten. All dies ohne dass wir eine wirklich gute DSGVO-Konformität erreichten.

Für den #drkpiBlogTracker Service Newsletter (siehe Einwilligung USA Datenverbarbeitung) sowie unseren Newsletter #drkpi sind wir weiterhin auf Mailchimp (hier der Check/Abo anfordern nutzen wir auch wieder Mailchimp – trotz des EuGH-Urteils.

Noch komplizierter wird es, wenn bei Nutzung eines US-Anbieters mehr als Name, Vorname und Email gespeichert werden. Beispielsweise können dies auch Versicherungsnummern, Gesundheits- oder Zahlungsdaten sein, welche in der Cloud gehostet werden (bei Amazon AWS usw.). Eigentlich müsste ich im Vorfeld die Datenschutzbehörden überzeugen.

Das Resultat ist:

  • Datenschutzbehörden brauchen für die Bearbeitung all dieser Eingaben zur Genehmigung viel Zeit und Nerven und
  • Betrieben gibt das viel Aufwand und sie brauchen Geduld bis alles genehmigt wird. Wenn nicht, geht der Stress erst recht los.

Da kann man nur hoffen, dass die neu aufgenommenen Gespräche nach dem Schrems-II-Urteil zwischen dem U.S. Department of Commerce und die Europäische Kommission bald eine Möglichkeit eines Privacy Shield 2.0 („enhanced EU‑U.S. Privacy Shield“) präsentieren können. Das wäre von Vorteil für Unternehmen und Konsumenten (siehe Pressemitteilung).

Wenn Sie sich bei Ihrer digitalen Kommunikation an die EU-DSGVO halten, sind Sie schon einmal innerhalb von Europa sicher. Hier loht es sich in eine stabile Basis zum Datenschutz zu investieren, Personal zu schulen, richtig zu dokumentieren. Sonst kann es sehr teuer werden. Möchten Sie wissen, wo Sie stehen? Nutzen Sie unseren AuditLight Check (zum Herunterladen als PDF).

Setzen Sie die EU-Standardvertragsklauseln als Lösung bei Nutzung US-Dienstleister ein?

Was ist Ihre Meinung?

Während der COVID-19 Einschränkungen haben viele von uns mehr Zeit im Home-Office verbracht. In diesem Zusammenhang hat unsere Nutzung digitaler Kommunikationsplattformen aus beruflichen sowie persönlichen Gründen zugenommen. Das zeigen uns zum Beispiel folgende Daten von LinkedIn:

  • 55-prozentige Zunahme der Aktivitäten wie Kommentare zwischen März 2019 und März 2020,
  • 300% mehr „Live Broadcasts“ während der Periode Februar und März/April 2020.

Auch die Nutzung von Webinaren oder Webveranstaltungen und das Anschauen von Videos hat zugenommen:

  • 272% mehr Kommentare, die während Live-Events in der Zeit von Februar-März 2020 geschrieben wurden, und
  • 180% mehr verbrachte Stunden beim Anschauen der Videos unter #LinkedInLearning =>  4 Millionen Stunden im März, 7.7 Millionen Stunden im April 2020.

Übrigens konzentrieren wir uns hier auf Plattformen, die für Arbeitszwecke genutzt werden, nicht privat. Deshalb entschieden wir uns bei unserer Betrachtung für LinkedIn, das als die Plattform zum geschäftlichen Austausch gilt.

LinkedIn ROI (Return on Investment – Investitionsrendite)

Heute wird man Ihnen vielleicht sagen, dass Zeit, sowohl persönliche als auch bei der Arbeit verbrachte, ein sehr wertvolles Gut ist. Dementsprechend sollte die Nutzung von Social-Media-Plattformen wie LinkedIn während der Arbeitszeit sowohl dem Einzelnen als auch dem Unternehmen zugute kommen. Vor diesem Hintergrund können sich einige Fragen stellen:

  • Stelle ich eine Aktualisierung, die mein Arbeitgeber auf der LinkedIn-Seite des Unternehmens vorgenommen hat, den Followern meines persönlichen LinkedIn-Profils zur Verfügung – ist diese Zeit gut genutzt?
  • Abgesehen davon, dass ich vielleicht einen meiner Freunde zum Lächeln bringe, wenn er meinen Kommentar zu dem Firmenbeitrag sieht, welche anderen Vorteile gibt es noch?
  • Hilft mein Austausch dabei, das Markenbewusstsein meines Arbeitgebers in meinem Bekanntenkreis zu steigern?

Wir wissen, dass zu viel Zeit auf sozialen Medienplattformen wie Facebook oder LinkedIn, im Gegenteil zu im Freien verbrachter Zeit, zu einem höheren Auftreten von Anzeichen von Depressionen (Artikel in Englisch) führen kann. LinkedIn und Instagram sind beides interaktive Plattformen, während Baidu, Match.com, Uber, AirBnB oder Hotels.com Vermittler oder Online-Marktplätze sind. Diese ermöglichen den Nutzern, Waren und Dienstleistungen oder Informationen einschliesslich Kontaktdaten zu kaufen oder auszutauschen.

Die öffentlichen Plattformen verfolgen unterschiedliche Ziele. Manche versuchen, ein glorifiziertes Rolodex zu sein (Rollkartei, ursprünglich ein rotierendes Dateigerät zur Aufbewahrung von Visitenkarten und Kontakten) um Ihnen dabei zu helfen, mit Ihren Kollegen und Bekannten in Kontakt zu bleiben. LinkedIn bietet uns dazu eine hervorragende Möglichkeit. Wir geben Ihnen eine kurze Zusammenfassung auf der Grundlage persönlicher Erfahrungen und Überlegungen.

Interesting read to check out: Cusumano, Michael A., Yoffie, David, B. & Gawer, Annabelle (Spring 2020). The future of platforms. MIT Sloan Management Review, pp. 46-54. Accessed on 2020-06-01 from http://sloanfreview.mit.edu/x/61304

Wie halten Sie LinkedIn-Gruppen am Leben? Persönliche Erinnerung

Wir haben im November 2009 eine Gruppe gegründet und bis etwa 2013 ziemlich gut gearbeitet. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Anwälte soziale Medien nutzen können und welche rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen sie für sich und ihre Mandanten berücksichtigen müssen. Viele juristische Koryphäen waren aktiv beteiligt. Jedoch war LinkedIn zu dieser Zeit für Anwälte noch sehr neu und die Welt hatte noch nicht ernsthaft mit der Nutzung sozialer Medienkanäle begonnen. Hier sind einige Fakten über unsere frühere Gruppe für Sie:

  • Titel: ursprünglich ‚Social Media for Lawyers‘, heute als Social Media for Lawyers with Nancy Myrland online
  • Gründer und Besitzer: Nils Victor Montan (ein hervorragender Rechtsanwalt). Kurz nach dem Launch hat man mich als Social Media Experten hinzugebeten. Nancy Myrland (ebenfalls eine Social Media Expertin) hat als Co-Moderatorin um 2013 angefangen.
  • Gegründet im November 2009
  • Anzahl der Mitglieder: 3’327
  • Moderation: Eine Vorabgenehmigung ist nicht erforderlich, aber die Verletzung der Prinzipien oder des Schwerpunktes der Gruppe kann zur Streichung von Inhalten führen.

Zu Beginn verbrachten wir jeden Tag mindestens 15 Minuten mit dem Schreiben der Antworten auf Beiträge oder Kommentare, die Mitglieder verfasst haben. Jeder sollte eine Antwort bekommen. Das haben wir 24 Stunden am Tag gemacht. Es war nicht allzu schwierig, wenn man bedenkt, dass Nils in den USA war und ich in Europa, allerdings hat es sehr viel Zeit gekostet.

Als mein Kollege Nils Montan dann das Gefühl hatte, dass sich seine Interessen verschoben hatten, arbeitete ich in einem Start-Up-Unternehmen. Ich musste also sehr vorsichtig mit meiner Zeit umgehen. Eine weiterer wichtiger Punkt war für mich, dass ich in diesen Jahren als Kleinunternehmer wohl kaum Kunden in Argentinien oder Singapur gewinnen und betreuen würde, trotzdem kamen viele unserer aktiven Gruppenmitglieder von weit her.

Also haben wir das Zepter etwa 2013 an Nancy übergeben. Sie ist eine sehr versierte Social-Media-Beraterin und hatte zuvor eine Zeit lang mit uns als Co-Moderatorin zusammengearbeitet. Sie leistet auch heute noch hervorragende Arbeit für Anwälte, indem sie verschiedene Social-Media-Plattformen bespielt. Die Dinge änderten sich aber: Nancy ist das aktivste Mitglied der Gruppe, die Anwälte – das Hauptpublikum – sind so gut wie inaktiv geworden.

Tatsache 1: Man braucht viel Ausdauer, um weiterzumachen. Selbst wenn Sie über die nötigen Ressourcen verfügen (die meisten grossen Firmen wie Philips tun das), lohnt sich dann die Mühe, vielleicht mehrere Arbeitsstunden pro Woche für die Moderation einer LinkedIn- oder Facebook-Gruppe aufzuwenden? Ist eine wöchentliche Aktivität ausreichend, oder muss man sich täglich engagieren?

LinkedIn Check: Groups have lost their shine, finding added value is getting to be difficult.
LinkedIn Check: Die Gruppen haben ihren Glanz verloren; einen Mehrwert zu finden, wird immer schwieriger.

Was ist das aktuelle Problem der LinkedIn Gruppen?

Viele der oben genannten Faktoren können selbst zur Beschreibung einiger der erfolgreichsten Gruppen dienen. Ein Beispiel von der globalen Verbrauchermarke Philips ist unten aufgeführt (siehe auch Screenshot oben). Warum sollte Philips verfügen, eine solche Gruppe zu schliessen?

  • Die Gruppe „Innovations in Health“ auf LinkedIn (kann nicht verlinkt werden weil seit 30. Juni 2020 geschlossen, d.h. nicht mehr „live“ auf LinkedIn)
  • Besitzer: Philips
  • Gegründet: September 2009
  • Anzahl Mitglieder im Juni 2020: 165’142
  • Moderation: Die Beiträge der Mitglieder müssen von den Moderatoren vor der Freischaltung genehmigt werden.
  • Geschlossen: Anfang Frühling 2020 informierte uns die Seite über die nahende Schliessung und verwies auf die Philips Hauptseite bei LinkedIn: „The Innovations in Health group will be closed on June 30, 2020. Please follow the Philips LinkedIn page to continue the conversation: https://www.linkedin.com/company/philips/

Offenbar hatte die Gruppe seit ihrer Gründung viele Mitglieder angezogen. Schon mit ihrem Namen war klar, dass ihr Hauptaugenmerk auf Gesundheit und Innovation lag. Jedoch ist die Moderation einer solchen Gruppe keine leichte Aufgabe und erfordert Zeit und Geduld. Mit anderen Worten, man muss die Charta der Gruppe durchsetzen. Wenn Beiträge nicht in die Charta passen, müssen sie zurückgezogen und die Leute gewarnt werden. Das wird nach einer Weile schmerzhaft, trotzden muss man höflich und professionell bleiben – obwohl die Mitglieder meistens wissen, dass sie die Richtlinien der Gruppe überschritten haben. Werden sie erwischt, reagieren manche Leute immer noch überrascht und irritiert, wenn sie gemassregelt werden.

Die grösste Herausforderung besteht darin, die aktive Beteiligung der Mitglieder aufrechtzuerhalten. Die Philips-Gruppe „Innovation im Gesundheitswesen“ und unsere frühere Gruppe „Social Media for Lawyers“ veranschaulichen dies sehr gut. Vor allem, weil es grundsätzlich darum geht, Ideen auszutauschen und Diskussionen über die unterschiedlichen Meinungen der Menschen zu führen. Zumindest in der Theorie.

Tatsache 2: Das einseitige Streuen scheint als ressourceneffizienter wahrgenommen zu werden als die Bewirtschaftung einer Gemeinschaftsgruppe (siehe Philips Corporate LinkedIn-Profil als Unternehmensseite).

Gehören einige dieser Plattformen, die angeblich Diskussionen und Dialog fördern wollen, nicht mehr in die heutige Zeit? Sind sie wie ein Luftballon – die Luft ist raus, die Neuheit hat sich abgenutzt, und der LinkedIn-ROI gehört der Vergangenheit an?

LinkedIn ROI-Check und KPIs der Beteiligung

Marketing Fachleute wissen, dass die Wertsteigerung von nutzergenerierten Inhalten einer der Träume ist, die uns verkauft werden. Insbesondere sind Firmen angeblich in der Lage, in Bezug auf Engagement-Raten und ROI an Boden zu gewinnen. Wirklich? Wie oft werden Sie sich das Hornbach-YouTube Video ansehen, das zwar witzig und dennoch wenig informativ zum Kauf der Produkte führt? (nur 15 Tausend Views in 5 Jahren)

Buffalo Wild Wings (ein US Anbieter von frittirtem Chicken, prominent vertreten auch bei Sportveranstaltungen) hat in nur sechs Tagen ein Video mit selbst gedrehten Fan-Videos erstellt. Wegen dem Ausbleiben von Live-Sportveranstaltungen zeigt das Video eine Reihe von Menschen, die zu Hause ihre eigenen erfundenen Sportarten kreieren. Es wurden inzwischen tatsächlich 100.000 Aufrufe erzeugt, aber hat die Werbung auch zum Verkauf des Produkts beigetragen? Da sie in der Presse als ein lobenswertes Beispiel dafür erwähnt wurde, wie man es richtig macht, ist der Bekanntheitsgrad der Marke sicherlich gestiegen. Das ist grossartig.

Bei den beiden obigen Beispielen handelt es sich um Business-to-Consumer (B2C)-Situationen, aber wenn wir uns LinkedIn ansehen, scheint es im Business-to-Business (B2B)-Bereich keine grossen Unterschiede zu geben. Zur Veranschaulichung: Es wird angenommen, dass die sozialen Medien uns alle von einer „Ausstrahlkultur“ (wenige senden an viele) zu einer Kultur gebracht haben, in der viele an wenige oder vielleicht viele senden. Diese folgen, beteiligen sich, diskutieren, antworten und so weiter. Einige Fernsehsendungen verwenden bei Live-Veranstaltungen Hashtags und Twitter-Umfragen, offenbar um ihr Publikum besser zu erreichen.

Die Moderatoren der Gruppe „Innovations in Health“ haben mich auf die Philips Firmenseite verwiesen. Die hat 1,6 Millionen Follower, aber:

  • 100, 20, oder weniger Likes pro Beitrag, davon sind scheinbar 80% Philips Mitarbeiter*Innen, und
  • Null Kommentare oder Aktivitäten während des letzten Monats oder noch länger. Okay, vielleicht findet sich dort ein Kommentar aber mehr nicht, auch keine Antwort vom Autoren.

Wenn wir nur über unsere Produkte posten, wie es Philips und viele andere grosse Unternehmen tun, haben wir eine Dialogmöglichkeit zu einem Werbekanal degradiert. Sie bietet unseren potenziellen Kunden im Grunde genommen wenig bis gar keinen Mehrwert. Ist das schlecht oder ist es nur eine Verschiebung der Kommunikationsrichtung? Halten wir eine einseitige Kommunikation für effektiver als den Dialog mit unseren Kunden, beispielsweise auf LinkedIn oder Xing?

Tatsache 3: Eitle Metriken, wie z.B. einfache Follower-Zahlen als „mögliche Reichweite“, erzählen nicht die ganze Geschichte. 50 „Likes“ mögen in Ordnung sein, aber wenn Sie keine substantielleren Leserkommentare erhalten, die an sich schon einen Mehrwert zum Original darstellen (d.h. mehr als nur „toller Beitrag“), wen kümmert das? Natürlich ist es ein Muss, dass der/die Autor(en) auf den Kommentar antwortet/antworten, andernfalls wird sich der/die Kommentator(in) wahrscheinlich nicht wertgeschätzt fühlen. Die Chancen stehen dann gut, dass er/sie nie wieder einen Kommentar abgeben wird.

Time Sink: ROI von LinkedIn, Instagram, etc. brauchen viel Zeit. As lohnt und was nicht?
Zeitverschwendung: Pflege von LinkedIn, Instagram, usw. braucht viel Zeit. Lohnt sich der Einsatz?

LinkedIn: Schlussfolgerung

Wie bei Xing und anderen Plattformen bleibt die Tatsache bestehen, dass LinkedIn eine modernisierte elektronische Rollkartei ist. Ich kann Informationen über eine Person finden, auch wenn sie den Arbeitsplatz gewechselt hat. Leider erschwert das in einigen Fällen die Benutzer, indem sie in ihrem Profil keine Kontaktangaben angeben. Dies hilft LinkedIn oder Xing dann dabei, kostenpflichtige Abonnements zu verkaufen, die es ermöglichen, Personen direkt über die Plattform anzuschreiben.

Die Personen, die Sie wirklich erreichen möchten und die Ihnen in Ihrem B2B-Geschäft helfen können, sind möglicherweise Führungskräfte im Einkauf oder in der Produktentwicklung Ihres gewünschten Kundenunternehmens. Diese haben vielleicht weder die Zeit noch sind sie bereit, sich die Zeit zu nehmen, um bei LinkedIn oder Xing aktiv zu sein.

LinkedIn Gruppen ermöglichen die Verbindung zu und Austausch mit Gleichgesinnten aus Ihrer Branche.

Neil Patel

Das Zitat von Neil Patel (ein britischer Autor, Unternehmer, Marketer und Blogger) ist interessant. Es setzt voraus, dass diejenigen, die Sie erreichen wollen, auf der Plattform aktiv sind und sich engagieren wollen. Wer hat die Zeit dazu, ausser Leuten wie Neil, der versucht, uns davon zu überzeugen, dass es sich lohnt? Selbst wenn Sie, wie Neil behauptet, einer der 40 Top-Digitalstrategen sind, können Sie diese Fakten nicht ändern 😅.

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU – siehe EU-Definition) kann es ein gutes Gefühl vermitteln, Geschäftskontakte in fremden Märkten zu haben, auch wenn sie dort als Unternehmen nicht aktiv sind. Offensichtlich hat ihre Marketing- und Markenkampagne funktioniert, oder? Dennoch werden diese Kontakte und ihre Interaktion die Kasse nicht zum Klingeln bringen – weder heute noch morgen. Auch werden solche LinkedIn-Kontakte Ihnen nicht dabei helfen, die Miete am Ende dieses Monats zu bezahlen.

Insgesamt haben wir festgestellt, dass die meisten aktiven Menschen auf LinkedIn die Plattform als Marktplatz für den Informations- und Ideenaustausch nutzen. Darüber hinaus finden sie es hilfreich, in lockerem Kontakt mit (ehemaligen) Kollegen zu bleiben, da wahrscheinlich jeder das Profil auf dem neuesten Stand halten wird. Wir haben auch von einigen wirklich kleinen Unternehmern (Coaches, One-Man-Shows usw.) gehört, die Anfragen für Gespräche, Sitzungen oder kleine Geschäftsmöglichkeiten über LinkedIn erhalten. Für grosse Unternehmen wie Philips tragen LinkedIn und ähnliche Plattformen zur Markenbildung bei und erzeugen keinen Umsatz.

Teilen Sie bitte mit uns Ihre Erfahrungen in den Kommentaren:

  • Wie sehr mögen und nutzen Sie LinkedIn und wie viel Zeit verbringen Sie damit, sich einzubringen, zu kommentieren oder zu posten?
  • Woher wissen Sie, ob sich die investierte Zeit lohnt?

Interesting read to check out: Heffer, Taylor, Good, Marie, Daly, Owen, MacDonell, Elliott, and Willoughby, Teena (2019-06). The longitudinal association between social-media use and depressive symptoms among adolescents and young adults: An empirical reply to Twenge et al. (2018) (see also ResearchGate). Clinical Psychological Science, 7(3), 462-470. DOI: 10.1177/2167702618812727. Accessed on 2020-07-20 from https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/2167702618812727?journalCode=cpxa& or ResearchGate

drkpi® DSGVO Audit Light - Facebook, Webseite, CSRM, Datensicherheit

Seit 2 Jahren leben wir mit der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung). Wir alle sind in Sachen Datenschutz und Datensicherheit gefordert.
Im Beitrag stellen wir Ihnen den drkpi® DSGVO Audit Light Ratgeber zum Download bereit. Hier besprechen wir Themen wie:

  • Halten wir die Datenschutzbestimmungen ein?
  • Funktioniert der Daten Backup über das Netz oder auf einem zu Hause vorhandenem Backup Server?
  • Sind Virenscanner und eine Firewall installiert?

Wenn Sie Fragen zu dieser Liste oder im Zusammenhang mit Datenschutz im Marketing haben, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Sie können diese Checkliste auch als PDF-Dokument herunterladen. Füllen Sie das Formular unten aus und erhalten Sie unsere drkpi® DSGVO Audit Light Checkliste kostenlos.

Verfahrensverzeichnis und Accountability: Erste Schritte mit drkpi DSGVO Audit Light

Als Grundlage für den Audit Datenschutz‐Sicherheitscheck gelten Art. 24 und 32 DSGVO der EU‐Datenschutzgrundverordnung.

Die Datenschutz-Richtlinie betrifft vor allem den Schutz der persönlichen Daten. Damit eng verbunden ist auch die IT Sicherheit, denn wenn Ihre Daten durch Fehler verloren gehen oder in die falschen Hände geraten, sind potentiell auch die personenbezogenen Daten betroffen.

Das hier ist kein voller Audit, es soll Ihnen lediglich die erste Auskunft darüber geben, wir sicher Ihr Unternehmen in Sachen Datenschutz aufgestellt ist. Dieser Schnelltest zeigt auf, wo Sie weitere Überprüfungsschritte einleiten müssen. Die DSGVO wird immer dann angewendet, wenn Sie Daten von Menschen aus dem EU Raum bearbeiten (z.B. Ihre schweizer Firma hat Kunden oder Lieferanten in Deutschland).  

Der drkpi® DSGVO Audit Light offenbart Ihnen auch die verbesserungswürdigen oder kritischen Gebiete.

  1. Accountability: Jede Applikation, welche Sie im Marketing oder Finanzwesen nutzen, muss in Ihrem Verfahrensverzeichnis aufgeführt sein.
  2. Consent: Je nach Geschäft (z.B. B2C) muss der Kunde eingewilligt haben, die bestimmte Art der Kommunikation (z.B. Newsletter) zu erhalten. Wenn er für einen Marketing Newsletter einwilligt, will er aber keine Angebote zu Rheumadecken bekommen.
  3. Visueller Überblick: Die Aufsichtsbehörde will nicht 10 Excel Tabellen durcharbeiten. Besser sind Datengrafiken, welche einen evidenzbasierten Überblick verschaffen. Beispielsweise, wie viele Anfragen gab es in der überpüften Periode von Personen, die Auskunft haben wollen, welche Daten gespeichert wurden, wie schnell wurde geantwortet, usw.
  4. Kosten: Was kostet uns die DSGVO im Marketing und Unternehmen insgesamt.

[wpforms id=“17655″]

Erste Schritte mit dem drkpi® DSGVO Audit Light

Unten finden Sie geschlossene Fragen, die Sie für sich mit JA, NEIN, oder ICH WEISS NICHT, beantworten sollen. Wenn Sie sich bei allem sicher fühlen und immer JA sagen können, könnte bei Ihnen alles in Ordnung sein. Sollten Sie jedoch Zweifel haben oder keine Antwort wissen, sollen Sie einen Audit durchführen lassen.

Stellen sie sicher, dass alle Mitarbeiter auf das Datengeheimnis verpflichtet sind, wie z.B.:

  • Sind externe wie interne MitarbeiterInnen verpflichtet? 
  • Wissen MitarbeiterInnen, um was es beim Datenschutz wirklich geht? 
  • Ist den MitarbeiternInnen bewusst, wie sie sich verhalten sollen, wenn sie z.B. am Telefon um Auskunft gebeten werden?

Datensicherheit: Haben wir den Grundschutz mit folgenden Vorkehrungen sichergestellt: 

  • Haben wir mögliche Risiken eruiert und deren Prävention etabliert? 
  • Haben wir einen Notfallplan (z.B. bei einem Data Breach, wer wird wann informiert)? 
  • Sind alle MitarbeiterInnen informiert?
  • Haben wir verantwortliche Personen für diverse IT-Sicherheitsaspekte benannt?
  • Wurden Regeln aufgestellt, wer zu welchen Daten über welche Applikationen Zugang hat (Privacy by Design)?
  • Wurden unsere Mitarbeiter mit Hinblick auf die ober genannten Aspekte geschult? 
  • Sind alle Regelwerke dokumentiert, sicher aufbewahrt und für alle bei Bedarf zugänglich?

Dokumentation von IT-Verfahren, Software, IT-Konfiguration: Verfahrensverzeichnis und Accountability

Haben wir einen Datenschutzverantwortlichen:

  • der sich um die Software und alle relevanten Verfahren kümmert? 
  • verhält sich diese Person oder Anbieter nachweislich datenschutzkonform?

Läuft unsere interne und externe Datenübertragung sicher? 

Haben wir Massnahmen eingeleitet, um uns gegen Schadsoftware zu schützen?

Nutzen wir sichere interne und externe Datenträger?

Stellen wir sicher und kontrollieren wir, dass vor, während und nach Wartungs- oder Reparaturarbeiten auf den Datenschutz geachtet wird?

Haben wir das Risiko Management im Griff, also wie kontrollieren/überprüfen wir, dass:

  • intern programmierte Applikationen keine Schwachstellen/Vulnerabilities haben?
  • extern eingekaufte oder in der Cloud genutzte Software Programme / Applikationen keine Schwachstellen / Vulnerabilities haben?
  • das systematische Risiko für Viren, Malware und Ransomware Infektion nicht zu hoch ist?
  • das nicht systematische Risiko in Sachen Vulnerabilities, Bugs, Malware und Ransomware so gut wie möglich kontrolliert wird?
Was ist Ransomware? Malware die in den Computer des Opfers eindringt und alle ihm zur Verfügung stehenden Dateien verschlüsselt.
Was ist Ransomware? Malware, die in den Computer des Opfers eindringt und alle ihm zur Verfügung stehenden Dateien verschlüsselt.

Internet, E-Mail, personenbezogen Daten

Ist unsere Internetseite datenschutzkonform?

Ist unser E-Mail Marketing datenschutzkonform?

Können wir die Datenschutzkonformität im Kontakt mit EU-Ländern jederzeit gewährleisten bzw. belegen?

Wenn wir geschäftliche Kontakte zu US Firmen haben, können wir jederzeit belegen, dass wir datenschutzkonform sind?

Sammeln wir personenbezogene Daten von Dritten (Emailadressen für unser Newsletter, beispielsweise)? Wenn ja,

  • ist die Sammlung dieser Informationen DSGVO konform?
  • deren Speicherung DSGVO compliant?

Sind alle Mitarbeiter informiert, wie sie mit der Sammlung, Speicherung, Weiterverarbeitung und Löschung dieser Daten umgehen sollen?

Ressourcen 

Viel Erfolg.

Nachnotiz Datenschutz und Datensicherheit

Politiker wollen Standortdaten von Smartphones nutzen, um die Ausbreitung des #Coronavirus und anderer Krankheiten einzudämmen. Zu Recht hat die Idee Fragen zum Datenschutz aufgeworfen. Eine Studie zeigt, dass 99,98% der Personen mit 15 demographischen Merkmalen (z.B. Alter, Geschlecht, Beruf usw.) identifiziert werden können. Dies gilt selbst dann, wenn ihre Daten anonymisiert wurden. Sie können zur Anschauung selber den Test durchführen (in Englisch, läuft nur auf Ihrem Rechner), geht nur mit UK und US Postleitzahlen: https://cpg.doc.ic.ac.uk/individual-risk/

Wir haben es getestet und das Resultat war wie folgt:

Wenn Ihr Arbeitgeber oder Nachbar jemanden findet, der mit Ihrem Geburtsdatum (1966/2/19), Geschlecht (männlich) und Postleitzahlbezirk (SW7) in einem „anonymen“ Gesundheitsdatensatz übereinstimmt, wären das in 77% der Fälle Sie!
Andere Personen haben im Durchschnitt eine Wahrscheinlichkeit von 79%, korrekt wieder identifiziert zu werden, was Sie weniger einzigartig macht als den Rest der britischen Bevölkerung.

Rocher, Luc, Hendrickx, Julien, M., & de Montioye, Yves-Alexandre (Juli 2019). Estimating the success of re-identifications in incomplete datasets using generative models. Nature Communications, 10, Art. # 3069 volume 10, Article number: 3069 DOI: 10.1038/s41467-019-10933-3

Hier geht es um die effektivere Nutzung von Bewegtbild in der Corporate Communication. Unsere Video-Marketing-Checkliste hilft Ihnen, diese Arbeit zu optimieren.
Im Folgenden finden Sie 10 Tipps für die Planung eines erfolgreichen Marketing Videos mit Bonus Tipp(s).

Noch mehr zum Thema Video Marketing finden Sie hier von Patrizia Sinistra:

Dieser Beitrag wurde als Zusatzinhalt zum 4. MCLago Happy Hour Webinar erstellt. Mehr Infos auch hier:

Sie können eine Zusammenfassung der Punkte aus diesem Beitrag als Checkliste herunterladen und hier den Beitrag vom MC Lago studieren.

Warum lohnt sich ein Video? Planung macht es möglich

Zuerst muss uns klar sein, dass nur gute Videos den gewünschten Impakt oder Resonanz bringen können. Es wird nämlich bereits eine Riesenmenge von Videos produziert.

Die Anzahl der neuen Videos ist enorm. Sagen wir, eine Person möchte die in der Zeitspanne von einer Woche hochgeladenen Videos auf den beliebtesten Kanälen auf YouTube anschauen. Würde sie das tun, müsste sie allerdings täglich acht Stunden lang ohne Pausen oder freie Tage aufwenden und bräuchte hierfür 16 Jahre (Pew Research – 2019-07). Das zeigt die Problematik des Überangebots. Bei neuen Videos ist Qualität gefragt und auch Glück nötig, ansonsten geht man in der Masse unter.

Um diese Situation besser meistern zu können, muss ganze Arbeit geleistet werden. Der Anfang bildet dabei die Marketing und die Digital Marketing Strategie. Videos oder Bewegtbilder müssen mit der Digital Marketing Strategie koordiniert sein.

Mithilfe dieser Planungsarbeit merken wir sehr bald, dass das Posten eines einzigen Videos in 12 Monaten zu wenig ist. Für Klein- und Mittelstandsbetriebe (KMU) sprengen jedoch 100 Videos das Budget. Möglicherweise ist es aber gut umsetzbar, 6 Videos beispielsweise im Bereich der Produktnutzung, mit Fallstudien beim Kunden oder aus der Rekrutierung zu veröffentlichen. Die gewünschten Themen sollen kurz aufgeschrieben werden und Teil des Content Plans sein. Hier unsere Hilfestellung:

  • Ziel – was wollen wir mit dem Video erreichen?
    • Produkt promoten (z.B. warum ist Migros Ice Tea besser als Lipton’s Ice Tea – Pepsi versus Coke…),
    • Erklärung/Weiterbildung – so ersetzen Sie den Wasserfilter in der Jura Kaffeemaschine (How To Kategorie – SEO Tipps), oder
    • Fun/Unterhaltung – für Firmen eher weniger praktikabel, aber manchmal möglich. PS: Humor ist oft kulturabhängig und funktioniert manchmal anders über die Landesgrenze hinaus, z.B. Schwierigkeiten bei der Übersetzung von Deutsch auf Englisch (z.B. Ironie, Wortspielereien übersetzen ist oft fast unmöglich).
  • Budget – welche Ressourcen brauchen wir und welche stehen uns zur Verfügung?
    • Materialkosten – wie viel muss ich in der Vorbereitungsphase, während der Dreharbeiten und in die Nachbearbeitung investieren? Muss ich neues Equipment oder Bearbeitungssoftware kaufen oder mieten? Muss ich Räumlichkeiten mieten?
    • Personalkosten – wer kommt von extern/intern und wieviel Zeit brauchen diese Personen? Es geht um das Konzept, Vorbereiten des Scripten, Anreise zu Dreharbeiten (weitere Kosten?), eventuell Übernachtungskosten und Spesen, Produktion und Postproduktion und nicht zuletzt, wer wie das Video bei Kunden promoten soll (siehe auch KPIs weiter unten). Die Personalzeit, die ich berechnen muss, sind also nicht nur die Stunden des eigentlichen Drehs.
    • Auf welchen Plattformen will ich publizieren und wie mache ich darauf aufmerksam – daraus ergeben sich eventuell weitere Zeit- und Personalkosten. Ich muss für unterschiedliche Social Media Kanäle unterschiedliche Formate vorbereiten (Länge des Videos – 5 Minuten auf YouTube, 30 Sekunden auf Instagram, mit Untertiteln oder ohne, unterschiedliche Hintergrundmusik, andere Voice-over Sprachen usw).
  • Administration
    • Copyright – Vereinbarung mit teilnehmenden Mitarbeitern, usw. (Download Vorlage Vereinbarung mit Mitarbeitern/Azubis von drkpi hier),
    • Review Prozess – alle Versionen (z.B. für YouTube oder Instagram) müssen vorher überprüft werden unter Berücksichtigung aller Sprach- und Kulturgebiete. Neuestes Negativ-Beispiel: Shitstorm um das Video für den neuen VW Golf vor dem Hintergrund der Bewegung „Black Lives Matter“. Dem Instagram Video in Deutsch (siehe ganz unten im Beitrag) sagte man rassistische Nähe nach, worauf VW den Clip löschte.
    • Skript – Wort für Wort aufschreiben oder Themen skizzieren. Das Video von drkpi unten ist frei gesprochen mit Hilfe der Slides, welche der Präsentator während des Webinars mit Teilnehmenden vorliegen hatte (siehe gleich hier im Beitrag).

Wer ist unsere Zielgruppe für das Video Marketing? Generationen berücksichtigen

Sobald wir wissen (siehe oben), um was es gehen soll und welchen Fokus das Video haben soll, geht es zum Dreh.

  • Art der Zielgruppe – wen wollen wir ansprechen?
    • Konsumenten B2C,
    • Firmen B2B, oder
    • Kombination von Firmen und deren Konsumenten/Firmenkunden, private wie auch institutionelle Investoren.
  • Sozio-ökonomische und -demographische Faktoren unserer Zielgruppe(n)? – Millennials, Generation X oder Y … für Marketingprofis
    • Alter – z.B. hat Generation Z mit 8 bis 23 Jahre (2020) andere Bedürfnisse/Wünsche als Generation X – 40 bis 55 Jahre alt,
    • Gender – Mann, Frau, divers, und
    • Bildung/Sprachraum: DE, FR, EN (USA versus Kanada, Australien, UK).
  • Wo und wann erreichen wir die Zielgruppe – das Multitasking (während einer Konferenz oder abends beim TV-Film schauen hat man weniger Konzentration für unser Video)
    • Wo – Im Zug/Auto, Büro oder zu Hause angeguckt (Konzentration ist im Zug sicherlich anders als zu Hause im stillen Wohnzimmer),
    • Gerät – Tablet, PC, TV, Smartphone und
    • Plattform – Webseite, Kanäle (z.B. LinkedIn, Instagram oder TikTok).

Ein Video in voller Länge ist auf YouTube oder Vimeo vielleicht 10 Minuten lang. Auf Instagram soll es aber kürzer sein, wie z.B.

  • Instagram Feed Video Length und Instagram Video Ad Length: 3 – 120 Sekunden
  • Instagram Story Video Length: Maximal 15 Sekunden pro Story Card
  • IGTV Video Length: 15 Sekunden – 10 Minuten (für ein paar Accounts bis zu 1 Std.)
  • Instagram Live Video Length: Bis zu 60 Minuten
  • Instagram Story Video Ad Length: bis zu 120 Sekunden

Pinterest akzeptiert Videos als MP4- oder MOV-Dateien bis zu einer Größe von 2 GB, d.h. je nach Qualität sind 5 Minuten möglich (850 MB bis 1.75 GB). Ideal sind entweder das quadratische Format (1:1) oder wie bei Bildern das Hochformat.

Wie messen wir den Erfolg vom Video Marketing? 3 KPIs

1 bis maximal 3 KPIs oder Key Performance Indicators reichen. Auch hier ist es wichtig, sich vor Augen zu halten, dass das Erreichen der Zielgruppe das Ziel ist. Im B2C Bereich hoffen wir auf Konsumenten aus dem Markt oder Land, in dem der Kunde zu Hause ist. Im B2B Bereich sind es die möglichen Kunden der Produkte oder Dienstleistung.

Die meisten Marketers sind sich einig, dass ihre Zielgruppe in eine von drei Kategorien passt:

  • Dem Kunden fehlt die Bekanntheit/Awareness mit Brand/Produkt/Dienstleistung oder er hat das Vertrauen nicht (mehr),
  • Der Kunde fühlt noch Unsicherheit über Marke/Produkt/Dienstleistung/Arbeitgeber – Sicherheit mit Informationen verbessern, im Video erklären, wie das Produkt funktioniert, wenn richtig genutzt oder warum es sich lohnt, sich für diese offene Stelle zu bewerben,
  • Bereit zum Entscheid/Kauf: Der Kunde befindet sich in der Entscheidungsphase; wo bewerbe ich mich für die neue Lehrstelle, welches Shampoo kaufe oder bestelle ich demnächst usw.

Video Marketing muss deshalb für jedes Video berücksichtigen, wo sich das gewünschte Zielpublikum auf seinem Weg und in seiner Absicht zum Kaufentscheid befindet. Welches der drei möglichen Markenziele ist demnach Ihre Priorität Nr. 1?

Oftmals ist der Kunde vielleicht nicht vertraut mit dem Arbeitgeber und unsicher ob er sich für beispielsweise einen Ausbildungsplatz bewerben soll. Das heisst, der Inhalt muss diese Aspekte berücksichtigen, ansprechen und wenn möglich aufklären. Der Inhalt vom Video muss diese komplexe Realität wiederspiegeln – Bsp.

Wir sind uns sicherlich alle einig, dass viele Views von nicht relevanten Zielgruppen wie Youngsters aus China oder Bots nicht hilfreich sind, wenn wir Werkzeugmaschinen im Wert von mehr als 1 Mio. Euro pro Stück verkaufen möchten. Beim Verkauf von Hygieneartikeln wie z.B. Seifen oder biologischen Shampoos in recycelbaren Behältern lohnt sich der Besuch eines Teenagers aus einem Land, in welchem er unser Produkt auch kaufen kann.

  • Views – diese Faktoren gilt es im KPI zu berücksichtigen
    • Plattform: Direkte Views/Ansichten vom Video auf TikTok, YouTube, Vimeo, usw.,
    • Website – YouTube Video auf Website eingebettet vs. Views von eingebettetem Video auf anderen Webseiten, und Views auf
    • Social Media wie Twitter, Instagram, Facebook und Pinterest.
  • Zeitfaktor – wie lange wurde das Video im Durchschnitt angeschaut => nur kurz, bis zur Hälfte, oder haben die meisten Viewer zu Ende geschaut?
  • Eigene Mitarbeiter als „Verkäufer“ oder Vermarkter des Videos bedenken – sie haben eigene Netzwerke auf Social Media Plattformen, teilen sie unsere Inhalte? => Hilfe mit Hashtags und Ähnlichem anbieten
    • Newsletter – Abonnenten erhalten Link, klicken darauf,
    • Email/Telefon – Mitarbeiter erwähnen das Video oder verlinken es in Signature Box in Emails, und
    • Social Media – Mitarbeiter und hoffentlich auch Kunden teilen den Link auf deren Social Media Accounts wie z.B. Instagram, LinkedIn und Twitter.

Schlussfolgerungen: Video Marketing ist kein Werbespot

Video Marketing ist ein sehr gutes Instrument zur Kommunikation mit Kunden, Interessenten sowie anderen Stakeholdern.

Natürlich sind Schüler im Alter von 13-16 Jahren, die einen Ausbildungsplatz suchen, ein anderes Zielpublikum als Väter oder Mütter der Generation Millennials, welche eine neue Anstellung im Bereich Büro/Buchhaltung/Personal suchen. Für Leser der drkpi Blogbeiträge ist dies einfach nachzuvollziehen.

Die Corporate Videos, welche wir auf den Webseiten von Firmen finden, sprechen oft eine unklare Sprache. Sie sollen Wissen zum Unternehmen oder zu Produkten vermitteln. Doch scheint es manchmal so, als ob die Bedürfnisse vom Zielpublikum nicht in die Planung des Videos eingeflossen sind. Sowie für uns der Mehrwert, muss für den Zuschauer die Message und der Nutzen des Videos klar ersichtlich sein. Dass jemand ein toller Arbeitgeber ist oder ein bestimmtes Shampoo besser für meine Haare ist („so bleibt Ihr Haar gesund“) muss ich verstehen. Auch warum ich dieses Produkt mit der bestimmten Merinowolle-Herkunft kaufen soll, muss in der Video Botschaft vermittelt werden (klasse Beispiel von Rotauf – 5 Tonnen Merinowolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung – Video(s)).

10 Tipps fürs Video Marketing: Download Video Marketing Checkliste hier (anklicken)

Hier gibt es weitere Downloads von Checklisten.

Haben Sie Beispiele von vorbildlichen Corporate Videos, welche die Message gut vermitteln? Haben wir vielleicht einen wichtigen Punkt vergessen? Bitte hinterlassen Sie uns einen Kommentar. Wir sind Ihnen für Ihre Hilfe schon jetzt dankbar. Merci.

Social Media Marketing und Digital Marketing gewinnen innerhalb der weiteren Digitalisierung des Business immer mehr an Bedeutung. Wie können wir also Social Media und weitere digitale Instrumente optimal für das Unternehmen nutzen?

Sie erfahren heute folgende Dinge – siehe auch Video unten:

  • Antagonismus à la Präsident Trump ist als Marketingstrategie für Unternehmen ein Flop,
  • Theorie und Praxis – Schlüsselqualifikationen im Team helfen Theorie und Konzept erfolgreich in die Praxis umzusetzen, und
  • Erfolg bedeutet, Linie und Stab als Teil im Social Media Team zu integrieren – Social Media sollten vom Verkäufer als effektives Hilfsmittel optimal genutzt werden. Die Koordination von Stab und Linie ist der Schlüssel zum Erfolg.

PS: Dies ist eine Zusammenfassung des MC Lago Happy Hour Webinar – 2020-06-02 zum Thema 3 kritische Faktoren im Social Media Marketing / Digital Marketing (lesenswert).

Social Media Marketing Check: Was versteht man unter einer Gruppe?

Eine Social-Media-Gruppe bzw. Gruppierung könnte als die Gesamtheit der Anhänger einer bestimmten Social-Media-Persönlichkeit definiert werden. Dies können auch Personen sein, die einem bestimmten Hashtag folgen. Diese Personen lesen, teilen oder retweeten die Inhalte der Social-Media-Persönlichkeiten oder der Firmenaccounts auf Instagram. Auch ein Unternehmen baut sich über verschiedene Konten auf den Social Media Plattformen eine solche Gruppe auf. Diese Community, bestehend aus vielen einzelnen Followern, folgt im Optimalfall nicht nur den Posts der Marke, sondern fördert auch aktiv durch Reposts deren Weiterverbreitung (siehe auch: „Deceiving the Masses on Social Media„).

Wie die obigen Grafiken illustrieren, gibt es heute massenhaft Content verschiedenster Art in Form von Selfies und anderen Darstellungsformen wie auch auf den verschiedensten Plattformen. Die Nutzer sind auf mehreren Social Media Networks registriert, welche sie in unterschiedlichem Maße gebrauchen. Es kann passieren, dass ein Tweet/Post den Follwer nicht erreicht, weil er beispielsweise während eines Arbeitstages mehrere Stunden nicht auf der Plattform online war, was verständlich ist. Nutzt man jedoch diese Masse an verschiedenen digitalen Medienformen zum Vorteil, sieht er den Inhalt vielleicht nächste Woche im E-Mail Newsletter.

Optimales Social Media Marketing: 3 Take Aways

Hier die 3 Take-Aways des MC Lago Happy Hour Webinar in Kürze:

  • Social Media Nutzung – Klartext-Kanzler, der HateFakeNews Präsident – LEARNING = Antagonismus, Fake News, Humor, etc. sind für Firmenkommunikation nicht empfehlenswert (siehe auch: Beispiel Donald Trump und Twitter).
  • Skill Set – der Unterschied zwischen Theorie & Praxis ist unser Skills Set – LEARNING = festgelegte Krisenplanung, d.h. wer tut was, wie, wann und wo um Fehler oder einen Shitstorm zu managen (siehe Video unten: Beispiele der Deutschen Bahn).
  • Nachhaltigkeit im Digital Marketing – LEARNING = Verantwortung für Budget und Umsetzung liegt bei der Linie: Regelmässige Publikation mit Mehrwert für Zielgruppe(n) und Geduld sind Pflichtprogramm (siehe unten: Google SEO).

Social Media Marketing: Tipps 4 & 5 – Firmenkultur und Koordination

In der Diskussion und dem Austausch der Teilnehmer im MC Lago Happy Hour Webinar wurde ebenfalls noch auf 2 weitere Punkte verstärkt von Teilnehmern hingewiesen:

  • Firmenkultur – Social Media Nutzung und Digital Marketing lässt sich nicht einfach an eine Stabstelle delegieren. LEARNING = Um das Unternehmen digital fitter und auf Social Media präsenter zu machen – Visibilität – muss das Management die Werte und Haltung vorleben. Das bedeutet, selbst auf LinkedIn, Twitter, etc. zu posten und Content für die Webseite verfassen.
    Kunden interessiert die Meinung der ChefIn. Beispielsweise die des Vorstand-Personals, ob während der Post-Coronakrise weiterhin die Möglichkeit besteht, Arbeit im Home-Office zu leisten. Oder die Meinung des Vorstandes F&E zum Thema, welche neuen Features ein in 4 Monaten lanciertes Produkt-Update bietet, usw.
  • Koordination – Wenn Social Media Kampagnen durchgeführt werden, müssen diese koordiniert werden z.B. mit Produktentwicklungen, CRM, usw. – LEARNING = Die Linie wie z.B. Produktentwicklung, Verkauf, etc. muss Teil des Social Media Teams sein. Nur so besitzt dieses das notwendige Know-How und die Expertise für ein Engagement, das Mehrwert bietet. Die Stabsstelle kann kaum eine detaillierte und fachliche Antwort auf einen Kundenkommentar zu einem neuen Produkt geben, wie dies Leute aus der Produktentwicklung können.

Social Media Marketing und Content Erstellung beim Stab anzusiedeln, wurde dabei als problematisch eingestuft. Oft hätten diese nicht das notwendige technische oder produktspezifische Know-how, um hier optimale Arbeit leisten zu können.

Wie die Grafiken oben zeigen, müssen wir bei unseren Aktivitäten im Social Media Marketing immer im Auge behalten, dass diese in Beziehung zu bestimmten Unternehmenszielen stehen. Nur auf Zahlen zu achten, wie beispielsweise die Anzahl der Follower, ist nicht immer hilfreich. Wenn jedoch ein Leser auf den Newsletter reagiert und mit einer E-Mail antwortet, bringt dies einen größeren Nutzen für das Unternehmen ein (er hat den Newsletter gelesen, war beeindruckt, vielleicht folgt ein Treffen daraus).

Tipps 6 – 8 inspiriert von Peter F. Drucker, D. Trump und W. Churchill

Peter F. Drucker wird nachgesagt, den Spruch „culture eats strategy for breakfast“ in die Welt gesetzt zu haben. Strategie ist wichtig. Nichtsdestotrotz, muss die Firmenkultur die Nutzung digitaler Möglichkeiten wie Social Media Marketing, Content Marketing, usw. unterstützen. Dabei haben Taten eine deutlich stärkere Signalwirkung als Worte. In diesem Sinne sind Chefs, die auf LinkedIn posten oder Content für die Webseite verfassen, ein Vorbild.

Im negativen Sinne haben Donald Trump’s kontroverse Tweets und Fake News eine Signalwirkung für die Art der Kommunikation, welche wir aus dem Weissen Haus erhalten. Sie setzen den Ton, sind allerdings die falschen Strategien für den CEO unseres Unternehmens. Möglicherweise verhält sich dies bei Politikern anders? Können solche Social Media Aktivitäten Donald Trump eventuell ein paar der so wichtigen, zusätzlichen Stimmen in beispielsweise Michigan verschaffen, um die Wiederwahl im November 2020 zu gewinnen?

In diesem Zusammenhang ist auch wichtig, dass wir die folgenden Tipps 6- 8 nicht vergessen:

  • Strategie/Ziele formulieren – definieren, was für uns Erfolg bedeutet (z.B. der Gewinn an Instagram Follower und die Auswirkungen dessen bezüglich Umsatz, Profit, usw.?). Maximal 3 KPIs, ansonsten werden die Dinge zu kompliziert!
  • Bestandaufnahme oder Inventar – nachdem wir Ziele formuliert haben gilt es, eine Bestandaufnahme zu machen (d.h. wo stehen wir heute).
  • Regelmässiges Assessment – die Performance – 3 KPIs – regelmässig überprüfen und bestimmen, auf welche Handlungen welche negativen oder positiven Folgen zurückzuführen sind (z.B. mehr Budget?).

In diesem Sinne noch 2 weitere Hinweise:

PEW Research: Tipp 9 – Generationen berücksichtigen

Zum Schluss ist es ebenso wichtig, dass wir mit unseren Social Media Marketing Aktivitäten oder dem Erstellen von Digital Marketing Content für unsere Webseite unsere Zielgruppen im Auge behalten. Dabei helfen uns die PEW (non-profit) Kategorisierungen für Generationen (siehe unten). Sie haben sich bei der Association for Consumer Research oder aber auch bei der American Marketing Association als Standard etabliert.

Die Unterscheidung nach Generationen bietet die Möglichkeit, Kunden sowohl nach ihrem Platz im Lebenszyklus zu betrachten – sei es ein junger Erwachsener, ein Elternteil mittleren Alters oder ein Rentner – als auch nach ihrer Zugehörigkeit zu einer Gruppe von Personen, die zu einem ähnlichen Zeitpunkt geboren wurden.

Hier ist von Bedeutung, uns klar zu machen, dass unterschiedliche Generation verschiedene Social Media Plattformen bevorzugt nutzen, eine andere Geschichte (z.B. Erfahrungen während der Jugend) miteinander teilen, und andere Interessen und Prioritäten verfolgen. Das muss in unsere Social Media Marketing Strategie miteinfliessen.

Generationen PewAlterSM Kanäle
JahresbandbreiteAlter im 2020
Silent Generation1928 – 194575 – 92Facebook
Boomers1946 – 196456 – 74Facebook, YouTube
(LinkedIn/Xing)
Generation X1965 – 198040 – 55Facebook, LinkedIn
YouTube, Instagram
(Twitter, Xing)
Millennials1982 – 199624 – 39Instagram, YouTube,
Linkedin, Facebook
(Twitter, TikTok, Xing)
Generation Z1997 – 20128 – 23Instagram, TikTok,
YouTube (Twitter)
Berücksichtigung in der Social Media Marketing Strategie: Generationen nach Alter – wie werden digitale Medien und Technologien genutzt?

Hier ist von Bedeutung, uns klar zu machen, dass unterschiedliche Generation verschiedene Social Media Plattformen bevorzugt nutzen, eine andere Geschichte (z.B. Erfahrungen während der Jugend) miteinander teilen, und andere Interessen und Prioritäten verfolgen. Das muss in unsere Social Media Marketing Strategie miteinfliessen.

Die verschiedenen Generationen verwenden verschiedene Social Media Plattformen oder Social Media Networks für unterschiedliche Zwecke. Generation X nutzt Instagram vielleicht weniger intensiv als die Generation Z. Wenn Generation Z für uns momentan im B2B Bereich nicht interessant ist, kann sich dies aber in 3 Jahren ändern.

Bei der Rekrutierung für Lehrstellen haben wir versucht, dies zu berücksichtigen (d.h. mögliche Bewerber sind SchülerInnen im Alter von 13 bis ca. 16 Jahre). Instagram funktioniert im Zusammenhang mit YouTube (Videos mit Auszubildenden, die die Dinge erklären). Doch Twitter ist für die Schüler weniger von Interesse (wenn es um Sport oder Gaming geht schon eher 😀), hiermit erreichen wir eher Eltern und Lehrer.

MCLago Happy Hour Webinar: Social Media Marketing Check

Hier noch die Audio File zum Webinar.

Datenschutz Belgien: Tipp 10 „Invite a friend“ ist nicht DSGVO-konform

Übrigens: Wenn Social Media Plattformen Sie auffordern, ihnen die Erlaubnis zu erteilen, per E-Mail Einladungen an Freunde zu versenden, ist dies nach neuesten Daten gemäss dem belgischen Datenschützer unter der DSGVO problematisch.

📌 WAS: Belgian DPA (APD/GBA) entscheidet, dass die Funktion „invite a friend“ auf einer Social Media Plattform die 👉#DSGVO verletzt.
📌 WARUM: Die Einwilligung vom Nutzer wurde vorher nicht eingeholt.
📌 BUSSE: €50,000

🔎 Decision in English – Jeder Social Media Marketing Check muss auch die DSGVO Regeln genau überprüfen. Auch wenn beispielsweise bei Beekeeper.com besagt wird, wir wären DSGVO konform – der Teufel liegt im Detail.

Schlussfolgerungen

Der hier von uns präsentierte Social Media Marketing Check Light mit 10 Tipps und Tricks ist ein guter erster Schritt um Ihre Social Media Aktivitäten auf Vordermann zu bringen.

Mich würde zu Vergleichszwecken noch interessieren, wie viel Zeit Sie pro Woche in Ihrer Firma für Social Media Aktivitäten budgetiert haben? Wir liegen bei ca. 2 Std. allein für LinkedIn, zusätzlich weitere 2 Stunden für Twitter, Instagram, usw. Ganz offensichtlich – das erfordert Zeit und Budget.

Video MCLago Happy Hour Webinar: Social Media Marketing Check

Das Ganze können Sie auch noch im Video unten ansehen.

Forschung – Bügeleisen oder Wein Einkauf – wo braucht es mehr Social Media Marketing?

Online Anbieter hedonischer Produkte (z.B. Wein, Kunstwerk) sollten Social Media Marketing einsetzen. Bei utilitaristischen Produkten wie Bügeleisen oder WiFi Modem spielen gemäss Studie auch Tests und Reviews der Produkte eine wichtige Rolle beim Kaufentscheid.

Hier empfiehlt die Studie ebenfalls den Nutzen von Search Engine Advertising (SEA). Für hedonische wie auch utilitaristische Produkte darf das SEO nicht vergessen werden, denn Quality Content führt zur guten Platzierung in organischen Suchresultaten.
Die Studiendaten stammen aus einer Analyse von Online-Käufen im Wert von 1,2 Million US-Dollar in 20 Produktkategorien über einen Zeitraum von 2 Jahren.

Li, Jingjing, Abbasi, Ahmed, Cheema, Amar & Abraham, Linda B. (2020-03-12) Path to purpose? how online customer journeys differ for hedonic versus utilitarian purchases. Journal of Marketing. Aufgerufen 6. Juni 2020 auf https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/0022242920911628, kostenloser Download

Search Engine Optimisation (Suchmaschinenoptimierung) oder kurz SEO-Techniken sollen einer Website helfen, mehr Traffic von der Zielgruppe zu erhalten. Man kann viel Geld für die Beautragung eines SEO-Beraters ausgeben. Aber ist der Aufwand die Kosten wert?

Wir erklären dies, indem wir Ihnen 10 Tricks verraten, die SEO-Experten anwenden. Soziale Medien spielen eine wichtige Rolle, wie wir zuvor hier erklärt haben:

Lesen Sie hier den Beitrag auf Englisch. Ein Video gibt es ebenfalls unten, bitte anschauen.

Checkliste: Download ganz unten.

Wie kann ich die Kosten für einen SEO-Berater sparen?

Kürzlich fragte mich jemand:

Warum sollte ich keinen SEO-Berater beauftragen?

Kunde fragt drkpi®

Dies ist eine gute Frage, da Sie ziemlich viel Geld für die Einstellung eines SEO-Beraters ausgeben können. Die kurze Antwort, die wir gegeben haben, lautet wie folgt:

Folgen Sie einfach unseren 10 Tipps, um die Notwendigkeit der Einstellung eines SEO-Beraters zu vermeiden.

drkpi®

Checkliste hier downloaden: Schneller SEO Check: 10 Tipps und Tricks

Traffic mithilfe von organischen Suchergebnissen erfuhr Ende März 2020 einen starken Rückgang. Dies gilt auch für die Suchmaschinenwerbung von Google. Im Laufe des späteren Aprils hat sich die Lage jedoch wieder verbessert. Ruth Porat (Chief Financial Officer) wies darauf hin, dass sie „einige Anzeichen dafür gesehen habe, dass die Nutzer zu einem normaleren Verhalten bei der Suche zurückkehren.“ Daher sind SEO-Techniken wieder sehr wichtig, um den Traffic zu erhalten, der für den Erfolg notwendig ist.

Welche SEO-Techniken sind beliebt? 10 Geheimnisse, die SEO-Experten nicht verraten

Oft werden Sie hören, dass grossartige Inhalte am besten sind oder organische Inhalte (d.h. Inhalte, die Sie selbst geschrieben haben) einen Mehrwert darstellen. Inhalte, die Ihrem Zielpublikum helfen, sind solche, die Fragen beantworten, ein Leitfaden zur Lösung eines Problems oder ein Video, das erklärt, wie man ein IKEA-Bücherregal zusammenstellt. Wie Sie diese Inhalte am besten publizieren, erklären wir hier:

  1. Warum sollten wir davon absehen, einen SEO-Berater zu engagieren? Viele SEO-Berater sind nicht so viel besser als Sie. Dinge wie das Erreichen von 5.000 Links für x Dollar, das ist eine Verschwendung von Zeit und Geld. Stattdessen sollten Sie es für das Schreiben organischer Inhalte ausgeben, die einen Mehrwert schaffen und die Probleme Ihrer Zielgruppe lösen.
  2. Warum sind soziale Konten in unserem Markennamen wichtig? Sie möchten den Markennamen oder Ihre URL in den „Augen“ von Google besitzen. Daher ist eine Social-Media-Seite für Ihre Marke oder Ihr Unternehmen ein Muss. Es gibt viel mehr als nur Twitter, Facebook, Instagram, WeChat und andere. Es gibt auch Dienstleister, welche für Sie diese Firmen- oder Markenseiten auf Social Networks eröffnen. 30 bis 50 solcher Profile werden von Dienstleistern für Preise von US $3 bis 10 angeboten. Wann immer Sie ein Social Media/Network Profil erstellen, müssen Sie dieses aber auch bespielen. Beispielsweise, posten Sie idealerweise 1 x pro Woche, oder zumindest 3 x pro Woche von Montag bis Freitag auf LinkedIn.
    PS. Sie müssen immer noch Inhalte hinzufügen. Wählen Sie also mit Bedacht. Beauftragen Sie jemanden dafür (klick)
  3. Wie oft sollten wir unsere Website und unseren Blog aktualisieren? Am Anfang könnten 2 x pro Woche ideal sein. Danach sollten Sie 2 x 4 Mal pro Monat einen Blogbeitrag publizieren. Manchmal können Sie es sich einfach nicht leisten, mehr als 5 bis 10 Stunden für die Erstellung von mehr als einem Blog- oder Webpage-Eintrag pro Monat aufzuwenden.
  4. Warum sollten wir so genannte White Papers schreiben? Das können Checklisten, Forschungsberichte oder umfangreichere Dinge sein. Erlauben Sie den Leuten, diese Dokumente herunterzuladen. Erstellen Sie zum Beispiel eine Landingpage oder eine Wiki Page für ein Thema mit vielen White Paper, Checklisten, Leitfäden zum Herunterladen.
  5. Welche Google Tools sollten wir verwenden? Verwenden Sie die kostenlosen Google-Tools – Google Analytics, Google Business Page (Eintrag kommt prominent in organischen Suchresultaten z.B. wenn Leute nach Ihrem Firmennamen suchen), Google Search Console, Google Scholar (Fachliteratur/Forschungsresultate), Google Question Hub und Google Trends. Einfach die Tools anklicken oder auf Google suchen.
    PS.  Die Vorschläge zur Vervollständigung, die Google da bringt, sind ebenfalls hilfreich. Man kann diese z.B. Beispiel als Frage oder Text in eine Webseite prominent einbauen. Je nachdem was sie eingeben erhalten Sie Vervollständigungsvorschläge für Ihre Eingabe. Ein Beispiel ist die Suche nach Digital Mark oder aber Digitales Mark die Ihne unterschiedliche Resultate bietet.
    Bitte vorher Browser Cache leeren damit Sie die effektiven Vorschläge und nicht solche nach Ihrem getrackten Suchverhalten von Google bekommen. Wie Sie den Cache leeren können finden Sie hier.
  6. Warum ist die Struktur einer Website wichtig? Google sucht nach Inhalten, von denen es glaubt, dass die Nutzer sie verstehen können. Dementsprechend sucht es nach Inhalten, die Nutzer auf ihrem Smartphone lesen können. Die Dokumentstruktur mit Titel, Überschriften oder auch Aufzählungszeichen findet Google hilfreich. Überschriften, in denen eine Frage gestellt wird, die Sie in wenigen Sätzen direkt darunter beantworten, ist das, wonach Google sucht (siehe auch Punkt 9 unten).
  7. Warum lohnt es sich, über die eigene Konkurrenz zu sprechen? Über Mitbewerber zu schreiben macht Sinn. Solche Produktvergleiche oder Besprechungen der Konkurrenzangebote interessieren potenzielle Kunden und sie machen diese auf das eigene Produkt aufmerksam. Wir können in solchen Inhalten erklären, warum Ihr Produkt eine gute Alternative ist (z.B. sehr gut ist die Erwähnung von Testresultaten von Dritten wie z.B. Stiftung Warentests oder Bloggern).
    PS. Wenn Sie Ihren Service oder Produkte mit denjenigen der Mitbewerber vergleichen, hilft dies ebenfalls. Sie erwähnen den Namen oder die Marke Ihres Konkurrenten. Das hat zur Folge, dass Sie auch in organischen Suchresultaten erwähnt werden, wo Namen der Konkurrenzprodukte erscheinen. Dadurch erhalten Sie ebenfalls weitere interessierte Website Besucher.
  8. Warum helfen Interaktionen mit Google? Links sind wie Stimmen bei einer Schönheitswahl, sie zeigen Google an, dass Ihr Content wichtig ist. Wenn Sie von einem Kommentar, den Sie auf LinkedIn schreiben, auf Inhalte auf der Unternehmenswebsite verlinken, können Sie darüber hinaus gezielt Traffic gewinnen.
    PS. Backlinks sind für Google wichtig. Dies bedeutet, dass von einer anderen Webseite auf Ihre Homepage zurück verwiesen wird mit einem Link/Backlink. Das können Links von Nutzern sein, welche Ihre Seite empfehlen. Solche Links interpretiert Google als Empfehlungen. Wenn Sie jedoch Backlinks von dubiosen Webseiten kaufen zu irgendeinem Thema, stuft Google solche Links als nicht relevant ein. SEO Experten empfehlen, niemals Backlinks von solchen Seiten zu kaufen.
  9. Wie können Fragen und Antworten von Google helfen? Sie sollten Google Fragen und Antworten nutzen – verwenden Sie einfach Ihr Suchfenster und geben Sie sie ein – siehe auch Google Frage-Hub und melden Sie sich gleich an.
    PS. Machen Sie es Google leicht verständlich (Punkt 6 – Struktur). Verwenden Sie eine Frage als Überschrift, gefolgt von einem Text, der die Frage beantwortet.
  10. Wie können Sie auf dem Inhalt aufbauen, den Sie bereits haben? Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken über Design, perfekte Schriftart und so weiter. Mit anderen Worten: Websites werden ständig verbessert. Warten Sie nicht, bis alles perfekt ist, sondern machen Sie einen sanften Start (starten Sie sie einfach und erzählen Sie es ein paar Leuten). Arbeiten Sie jetzt mit dem, was Sie haben, am besten heute und nicht morgen.
    PS. Im Internet-Zeitalter ist die Einführung von Beta-Software, Tools und Websites zur Norm geworden, d.h. Versionen oder Produkte werden sehr früh auf dem Markt angeboten, auch wenn diese noch nicht zu 100% funktionieren. Das ist beispielsweise in der Medizinaltechnik aus klar ersichtlichen Gründennicht der Fall.

SEO-Techniken: Letzte Dinge, die zu beachten sind

SEO-Techniken werden oft vereinfacht, indem man sich auf Schlüsselwörter konzentriert. Aber eine Liste mit 100 Schlüsselwörtern ist genauso nutzlos wie eine mit 5 Schlüsselwörtern, die Sie in Ihren Texten oder Videos nicht verwenden.

Wenn Sie Ihre 10 Schlüsselwörter oder so ungefähr haben, haben Sie es so ziemlich abgedeckt. Für uns sind dies beispielsweise Datenschutz, GDPR, Content-Marketing, digitales Marketing, Analytik, Social Media Audit, Website-Audit, Audit der Suchmaschinenoptimierung, Brand Buzz, Metriken und Technologiemanagement. Aber jetzt müssen Sie sicherstellen, dass diese Begriffe in Ihrem Website-Inhalt oder Blog sowie in White Paper verwendet werden. Das ist ein nicht enden wollender Marathon, um den Sie sich kümmern müssen.

Neben der Verwendung von Schlüsselwörtern und deren Verwendung im Text müssen Sie sich kontinuierlich auf die Aktualisierung Ihrer Social-Media-Accounts konzentrieren, Ihre Website aktualisieren, andere relevante Websites kommentieren und so weiter (siehe unsere 10 Tipps und Tricks oben).

Wenn Sie unsere 10 Tipps und Tricks befolgen, sollten Sie auf dem besten Weg sein, mehr zielgerichteten Traffic auf Ihre Website zu erhalten.

Video mit Checkliste SEO Tricks und Tipps

Download SEO Check

Checkliste hier downloaden: Schneller SEO Check: 10 Tipps und Tricks

Immer mehr Menschen arbeiten wegen dem Coronavirus, auch Covid-19 genannt, zu Hause, im Home-Office. Somit nutzen wir Daten im Home-Office auf dem Firmen PC, der Cloud oder über das Virtual Private Network und laden diese runter oder auf die Firmenserver hoch. Die Daten sind für uns sofort abrufbar.

Doch gelten Home-Office Mitarbeiter als besonders anfällig für Cyberangriffe.

Was kann man machen, wenn diese Daten auf einmal nicht mehr erreichbar sind? Wenn man keinen Zugriff mehr auf seine eigenen Daten hat? Dies könnte durch einen Angriff von Ransomware passieren. Hier erklären wir an zwei Beispielen, wie Sie sich auf ein Szenario mit Ramsonware oder einem Cyberattacke-Befall vorbereiten können.

Im Vorfeld muss eine Kosten-Nutzen Analyse feststellen, ob sich Vorbereitungsmassnahmen und ein Notfallplan lohnen. Wir denken ja, da praktische Hilfe im Falle eines Befalles Ransomware kaum auf die Schnelle gefunden werden kann.

1. Was ist Malware?

Der Ausdruck setzt sich aus den englischen Wörtern „malicious“ (bösartig) und „software“ zusammen und stellt den Sammelbgriff für alle virtuellen Bedrohungen.

  • Was ist ein Trojaner? Es ist ein getarntes Programm – ganz im Sinne eines trojanischen Pferdes – das tatsächlich aber dazu dient Schaden anzurichten. Diese Art der Malware kann Dateien, Programme und ganze Rechner-Systeme infiltrieren, manipulieren, löschen oder sperren.
  • Was ist ein Computer Virus? Ein aus Schadcode bestehendes Programm, das sich selber von Gerät zu Gerät kopieren kann.
  • Was ist ein Wurm? Eine sich selbst replizierende Malware (und eine Virusart). Jedoch hängt ein Wurm nicht an einer Datei, sondern schlängelt sich durch Sicherheitslücken, um in das Netzwerk einzudringen.
  • Was ist Ransomware? Eine Art Trojaner. Gelangt meist durch eine unbedachte Handlung des Nutzers – beispielsweise das Öffnen eines E-Mail-Anhangs – zunächst unbemerkt auf den Rechner. Alle dem Nutzer zur Verfügung stehenden Dateien werden verschlüsselt. Diese Daten können nur mit einem Passwort entschlüsselt werden, welches der Hacker zur Verfügung stellt, nachdem das Lösegeld bezahlt wurde.

Wenn mehr Bedarf an dem Thema Viren besteht, kann dies in unserem Buch nachgelesen werden, welches in über 17 Sprachen übersetzt wurde:

  • Harley, David, Slade, Robert & Gattiker, Urs E. (2002). Viruses revealed. New York: McGraw-Hill (Deutsche Ausgabe: Das Anti-Viren-Buch, Bonn: mitp Verlag) siehe  Amazon.de oder Amazon.com

2. Risiko Management und Digital Marketing: Malware

Heute ist jedes KMU im Digital Marketing tätig, sei es mit Email Newsletters, Webseiten oder Social Media Konten. Da ist eine Ransomware Attacke möglich und die Verteitigung viel Geld kostet. Dabei ist klar, dass Grossunternehmen dank interner Sicherheitsexperten diese Problemstellung anders angehen können.

Unser Fokus liegt auf KMU – Kleine oder mittlere Uunternehmen. Laut der Definition der Europäischen Union und dem statistischen Bundesamt (Deutschland) beschäftigen diese bis 249 Vollzeitbeschäftigte und haben bis €50 Mio Umsatz. In der Schweiz sind fast

  • 90% aller Unternehmen Mikrobetriebe mit bis zu 9 Vollzeitbeschäftigten und
  • 8.5% sind Kleine Unternehmen mit bis zu 49 Vollzeitbeschäftigten.

Man kann sich natürlich die Frage stellen, warum Firmen überhaupt für Schadsoftware – z.B. Ransomware – angreifbar sind. Ein Grund ist die Schwierigkeit, das fehlende Know-How um IT Systeme angemessen zu schützen. Oft laufen die Rechner mit veralteter, nicht gepatchter Software. Da kann Ransomware zum lukrativen Geschäft werden, da auch einige der Opfer einfach den verlangten Preis bezahlen.

Die Malware erreicht das Opfer meistens durch eine unbedeutend aussehende E-Mail, in der der Empfänger aufgefordert wird, auf einen bösartigen Link zu klicken oder einen infizierten Anhang zu öffnen. Sobald Ihr System kompromittiert ist, greift das Virus auf alle Dateien auf ihrem PC oder dem Server zu. Die Dateien werden verschlüsselt und können nur mit Hilfe eines Passwortes entschlüsselt werden.

Das entscheidende sind die schwächsten Links in der Kette, d.h. die Menschen. Manchmal kommen nämlich diese Viren ganz harmlos daher, wie das Image unten zeigt, in diesem Fall als eine Email mit der Aufforderung eine Rechnung zu bezahlen.

Unsere Buchhaltung war vorsichtig, da schon für Malware sensibilisiert. Neben einer ungewöhnlichen Absender-Email Adresse war auch der Text auffällig.

Von: Urs E. Gattiker mailoffice202@virginmedia.com 
 Gesendet: Freitag, 7. Februar 2020 12:05
 An: Franziska Stadler cccc@drkpi.com
 Betreff: AW: Beachtung
 Ok. Bitte zahlen aus 543.389.80;
 KONTOBEZEICHNUNG: Jozsef Jakab
 ADDRESSE: 226 High Street, Dudley DY1 1PQ, United Kingdom
 IBAN: GB60 HBUK 4009 0045 5977 65
 BIC: HBUKGB4193E
 BANKLEITZAHL: 400900
 KONTO NUMMER: 45597765
 BANK: HSBC BANK PLC
 ZWECK: Akquisitionen und Beratung
 REFERENZ: ADM/8304352/XTR
 48'720.12 CHF
 Senden mir den Überweisungsbeleg.
 Grüße;
 Urs E. Gattiker

Übrigens, wir haben die CHF 48’720 nicht bezahlt.

3. Vorbereitungsmassnahmen gegen Malware: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste

In KMUs ist es eher nicht der Fall, dass Sicherheitsspezialisten wie Anti-Viren oder Malware Experten vor Ort sind. Doch 3 Dinge können wir auf jeden Fall tun, um die Risiken zu minimieren:

  • Backup machen: Ihre stärkste Waffe, um Lösegeldforderungen zu besiegen, ist eine regelmässig durchgeführte Sicherung von Daten. Das geschieht sinnvollerweise Offline, so dass diese Backups während eines Angriffs nicht kompromittiert oder gelöscht werden können. Diese Backups sollten regelmässig getestet werden um sicherzustellen, dass alles wie geplant funktioniert.
  • Patches/Sicherheit-Updates einspielen: Lösegeld-Angreifer verlassen sich häufig auf Systeme, die veraltete Software mit bekannten Schwachstellen nutzen, um schleichend in ein Netzwerk zu gelangen. Der Patching-Plan hilft Ihnen dabei, Ihre Systeme auf dem neuesten Stand zu halten und gibt Ihnen Einblick in die Lücken, die nicht gepatcht werden können.
  • Schwächstes Glied stärken: Das ist meistens der Mitarbeiter, der einer Phishing Email zum Opfer fällt (wie das Beispiel oben), auf einen URL klickt, der auf eine verseuchte Webseite führt, oder die angehängte verseuchte Datei anklickt, die den Virus freisetzt. Sensibilisierung und Vorbereitung der Mitarbeiter ist hier wichtig. Wir haben durch drkpi Academy für einige unserer Kunden solche Trainings erfolgreich angeboten.

Ressourcen: Weitere Informationen gibt es z.B. auch von z.B. Cisco.

PS. Sicherheitsexperten nennen Zoom ein „Datenschutz Disaster“. Hackers können in Video Konferenzen eindringen, rassistische oder sexuelle Bemerkungen und Drohungen aussprechen. Zoom hat fälschlicherweise seine Sicherheit mit A nach B (end-to-end) Verschlüsselung angepriesen.

4. Notfallplan erstellen

Dieser ermöglicht, im Ernstfall schnell koordinierte Massnahmen zu treffen. Für Ransomware deckt der Plan z.B. folgende Fragen ab:

  • Was ist bei einem Totalausfall der IT Infrastruktur, Email Kommunikation, usw. zu tun?
  • Wie können die Geschäftsprozesse trotzdem aufrechterhalten werden?
  • Wer ist für welche Prozesse verantwortlich?
  • Wie wird die Situation nach innen und aussen kommuniziert?

Es empfiehlt sich, die Szenarien im Notfallplan mit den verantwortlichen Personen durchzuspielen. So ist sichergestellt, dass dieser im Ernstfall auch umgesetzt werden kann. Der Plan kann auch weitere Szenarien wie Cyberangriffe oder Elementarschäden, abdecken.

Was passieren kann, wenn kein Notfallplan vorhanden ist, beschreibt die Situation eines unserer international tätigen Grosskunden. Zunächst kam eine WhatsApp Nachricht vom Kunden :

Lieber Urs, keine Email mehr möglich, wir sind ein Opfer einer Ransomware Attacke geworden. Nutze meine private email auf…..

Mitarbeiter mussten während gut zwei Wochen private Email Adressen benutzen um miteinander und mit Kunden kommunizieren zu können.

5. Was ist nach einem erfolgreichen Ransomware, Viren oder Trojaner Angriff zu tun?

Bei Verdacht sollten sie diese Schritte sofort tun, die einfach und auch ohne Techniker machbar sind:

  • Infizierten Computer oder Server runter fahren, vom Internet wegnehmen und auch
  • Backups sofort isolieren.
  • Shared Drives ebenfalls isolieren und die
  • Mitarbeiter über die Attacke informieren.

Natürlich sollten sie als verantwortungsbewusste Bürgerin in der Schweiz den Vorfall der lokalen Polizeidienststelle melden. Nichtdestotrotz, erwarten sie keine grosse Hilfe. Dies musste z.B. ein Freund von mir vor gut 3 Wochen erfahren. Sein Kommentar:

Ich ging zur lokalen Polizeistelle im Dorf, die hatten keine Ahnung. Bei der Kantonspolizei konnte ich es melden, aber mit wem ich reden sollte oder welche öffentliche Stelle was weiss, keine Ahnung… so ein Sch…!

Der Freund hat sich hilfesuchen an uns gewandt und wir konten ihm mithilfe unseres Netzwerkes und mit unseren Fähigkeiten helfen.

Was einem KMU auch Sorgen bereiten kann ist, dass im Rahmen eines Verfahrens die beschädigten Computer, Handys, usw. als Beweismaterial von der Polizei eingezogen werden. Somit sind diese dann für eine gewisse Zeit nicht verwendbar.

Rein pragmatisch können sie jedoch die folgenden Dinge tun, um den Schaden zu minimieren:

  • Monitoring der Dateierweiterung: Während des Verschlüsselungsvorgangs wird die Dateierweiterung mit einer neuen Art von Erweiterung geändert, die Sie noch nie zuvor gesehen haben. Daher können Sie die bekannte Ransomware-Dateierweiterung sammeln und die Erweiterungen überwachen. Dies wird Ihnen helfen, die Ransomware zu identifizieren, noch bevor der Vorfall eintritt.

6. Schlussfolgerungen: Wo es hapert

Es stellt sich für ein KMU die grosse Frage, wie es Hilfe für einen bezahlbaren Preis bekommen kann wenn es brennt. Gute Vorbereitungsmassnahmen und ein Notfallplan sind fast immer kostengünstiger, als im Falle einer Krise Experten hinzuziehen zu müssen. Auch wenn lange nichts passiert, weiss man nie, wann es einen treffen kann. Vorbeugen ist auch in diesem Falle besser als hinterher fieberhaft nach Hilfe zu suchen und womöglich Daten zu verlieren.

Praktische Hilfe im Falle eines Befalles von einem Netzwerk mit Ransomware kann kaum auf die Schnelle gefunden werden. Zur Illustration hier diese beiden Beispiele aus der Schweiz und Deutschland, dann verstehen Sie, was ich meine:

Die Angaben sind von der Melde- und Analysestelle Informationssicherung (MELANI) dürftig und rudimentär. Kurz, nicht sehr hilfreich, um die Ransomware Situation in ihrem Unternehmen erfolgreich zu managen.

Vorbereitungsmassnahmen (Sektion 3) und ein Notfallplan (Sektion 4 oben) sind sicherlich ein guter Ansatz, um sich auf den möglichen Fall einer Ransomware Attacke vorbereiten zu können.

Lösegeld bezahlen oder aber darauf verzichten? Was ist ihre Meinung? Haben Sie selber solche Erfahrung gemacht?

Beispiele von Malware oder Cyberattacken 2017, 2019…

MalwareBeschreibung von 3 Cyberattacken in einem Jahr
TritonAugust 2017 drangen Hacker in die System eines Gaskraftwerks in Saudiarabien vor. Die Hacker wollten das Sicherheitssystem lahmlegen um möglicherweise eine Explosion auslösen zu können.
Der Versuch schlug fehl.
WannaCryMay 2017 infiszierte diese Erpressungssoftware mehr als 200’000 Computer von Unternehmen, Privatpersonen und der öffentlichen Verwaltungen. Das betraff 150 Länder und hatte fatale Auswirkungen. Beispielsweise in Grossbritannien waren Kliniken betroffen. Das Russische Innenministerium war betroffen und in Deutschland fielen die digitalen Anzeigetafeln und Ticketautomaten an den Bahnöfen aus.
Franreichs Autohersteller Renault war sogar gezwungen seine Produktion in mehreren Werken zu stoppen.
Der verdacht viel auf Nordkorea als Verurschaer der WannaCry Software.
NotPetyaJuli 2017 befiel die Erpressungssoftware NotPetya die Computer in der Ukraine. Von dort bereitete sich diese dann auf Rechner in ganz Europa aus. Auch Nord Amerika und Asien waren davon betroffen.
Doch ging es hier den Angreigern – vermutlich aus Russland – nicht um Geld sondern möglicherweise um die weitere Destabilisierung der Ukraine.
Coronavirus
Warnung
2020-04-08: Grossbritannien’s National Cyber Security Centre — eine Abteilung der „signals intelligence agency GCHQ“ sowie die „Cybersecurity and Infrastructure Security Agency“ — eine Abteilung von Homeland Security — wiesen auf die erhöhte Gefahr von COVID-19 Typ Attacken von staatlichen Stellen hin.
Vom Staat unterstützte Hacker verwenden ähnliche E-Mail-„Lockmittel“, um Regierungsbeamte, Akademiker und Mitarbeiter von Gesundheitsbehörden dazu zu verleiten, auf Links zu klicken, die Zugang zu den Netzwerken ihrer Organisationen bieten.

2019 Liste von Cyberattacks und Datenschutzverletzung