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Wir diskutieren kurz eine Studie, die Kosten-Nutzen Daten in Sachen Schweizer Lehrbetriebe präsentiert. Inwiefern sie sich auf das Recruiting von Auszubildenden auswirkt ist ebenfalls Thema im Beitrag.

Die duale Berufsausbildung – d.h. die lernende Person hat zwei Lernorte, Betrieb und Berufsschule – hat vor allem in der Schweiz, Deutschland, Österreich und auch Dänemark eine wichtige Funktion. Viele Jugendlichen werden dadurch für eine Karriere im Berufsalltag vorbereitet.

2015 haben in Zürich knapp 70% der jungen Erwachsenen bis zum 25. Altersjahr eine Berufslehrausbildung als Erstabschluss nach der obligatorischen Schule gemacht. In Genf lag dieser Anteil nur bei 30% und im Kanton Waadt bei knapp 48%. Diese Zahlen sind wichtig, denn im internationalen Vergleich weisen Länder mit stark betrieblich basierter Ausbildung tendenziell für Erwachsene unter 26 Jahren eine tiefere Arbeitslosigkeit auf.

In der Schweiz unterscheidet man prinzipiell zwischen zwei Typen von Berufslehrabschlüssen:

  • die zweijährige berufliche Grundbildung mit Eidgenössischem Berufsattest (EBA), und
  • die drei- und vierjährige berufliche Grundbildung, welche man mit dem Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) abschliesst.

Diese Woche wurde die Kosten-Nutzen-Erhebung des Schweizerischen Observatoriums für die Berufsbildung OBS EHB, die das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI in Auftrag gegeben hat, veröffentlicht. Hier ein paar Details.

Datenerhebung in der Studie

Die Autoren beschreiben die Datenerhebung im Bericht. Für uns ist es von speziellem Interesse zu untersuchen, wie die Kennzahlen zu Kosten und Nutzen erhoben wurden. Hier die Kurzerklärung:

Die Bruttokosten setzen sich aus Lehrlingslohn, Personalkosten, Material und Anlagekosten sowie sonstigen Aufwendungen zusammen. Bei den Personalkosten werden die zeitlichen Aufwendungen der Ausbildner erhoben und mit ihren Löhnen verrechnet.
Auf der Nutzenseite profitieren die Betriebe von der Arbeitskraft der Lernenden, den «produktiven Leistungen».
Dabei unterscheidet die Studie zwischen Tätigkeiten, die sonst von ungelernten Arbeitskräften ausgeführt würden (sogenannten Ungelernten-Tätigkeiten), und Arbeiten von ausgebildeten Fachkräften (Fachkraft-Tätigkeiten). Daneben gibt es auch «unproduktive» Tätigkeiten wie Übungen.

Lehrstellen - welche Bruttokosten entstehen dem Betrieb
Lehrstellen – welche Bruttokosten entstehen dem Betrieb

Die obige Definition zeigt bereits, dass nur Betriebe mit genauem „Cost-Accounting“ diese Zahlen aus der Datenbank liefern können. Doch es scheint sicher, dass einige Teilnehmer der Studie nicht von solchen Daten profitierten. Somit dürften diese Teilnehmer über den Daumen gepeilt Angaben zu Kosten und Ertrag gemacht haben. Wie sich dies auf die Studie und deren Wiederspiegelung der Realität auswirkt, können wir an dieser Stelle nicht genau eruieren.

Die produktiven Leistungen von einem Azubi
Die produktiven Leistungen von einem Azubi

Inwiefern die fehlende Kostenrechnung für die Berufsbildung die Aussagekraft der Studienresultate beeinflusst ist schwer abzuschätzen. Doch diese Problematik wurde weder an der Pressekonferenz noch in den allen zur Verfügung gestellten Reports angesprochen.

Die Studie zeigt, dass die Lehrlingen in der zwei-, drei- und auch vierjährigen Ausbildung in 63% der Fälle schon während der Ausbildung dem Betrieb mehr bringen, als sie kosten. Das kann der Betrieb aber nur dann nachvollziehen, wenn die Kostenrechnung vollständig und sehr genau gemacht wird. Nach unserer Erfahrung ist das weder in kleineren noch grösseren Betrieben immer der Fall.

Übrigens, ein besonders günstiges Konsten-Nutzen-Verhältnis weist die zweijährige Lehre mit eidgenössischem Berufsattest aus (EBA). Die Frage muss jedoch gestellt werden, ob die wachsende Anzahl solcher Ausbildungsplätze auch damit korreliert, dass immer mehr Schulabgänger den Ausbildungsansprüchen einer drei- oder vierjährigen Lehre nicht gerecht werden, d.h. für die Berufsschule ungenügende Kenntnisse in Mathematik, Sprache, usw. mitbringen. Darauf gibt uns die Studie keine Antwort. Deren Resultate dazu zu nutzen, die zweijährige Ausbildung zu forcieren, darf hinterfragt werden.

Kurze Anmerkung: Die Studie basiert auf einer Stichprobe von 421 ausgefüllten Fragebögen von ausbildenden Betrieben (siehe z.B. Seite 11 Methodenbericht unten). Die Studie ist nicht repräsentativ.

Auswirkungen auf das Recruiting von Lehrlingen oder Azubis

Der Status der Berufslehre hängt davon ab ob die kritisch notwendige Masse von Jugendlichen diesen Weg wählt, denen auch das Gymnasium offen gestanden hätte. Diese Schulabgänger sind wichtige mögliche Bewerber für die EZB.

Doch ist es für immer mehr Firmen schwieriger, deren offenen 4-jährigen Ausbildungsplätze z.b. in technischen Berufen mit qualifizieren Schulabgängern zu besetzen. Zur Illustration, die 2-jährige EBA Ausbildung erfreut sich bei Betrieben immer grösserer Beliebtheit, speziell auch weil solche Ausbildungsplätze mit weniger guten Schülern besetzt werden können. Nichtsdestotrotz kann ein Mitarbeiter mit einem 2-jährigen EBA Abschluss nicht die gleich komplexen Arbeiten unabhängig ausführen, wie derjenige der eine 4-jährige EZB Bildung erfolgreich abgeschlossen hat.

Aus diesem Grunde müssen Firmen auch weiterhin sicher stellen, dass deren EZB Ausbildungsplätze besetzt werden. Eine Möglichkeit bietet Corporate Communication. Das heisst, Content mit Mehrwert für die Stakeholders wie Eltern, Schüler und Lehrer zu produzieren ist hier Pflicht. Das Beispiel von der Roche Diagnostics unten zeigt dies. Dank starker Marke, guter Ausbildung und mit Hilfe einer Kommunikation mit Mehrwert für die Jungen sind die EZB Stellen früh besetzt!

PS: Wie wir hier Mehrwert kreieren können und müssen, haben wir in diesem Blogeintrag aufgezeigt.

Roche Diagnostics: 21 Monate vorher sich für Schnupperlehre bewerben. WARUM: Im November im Vorjahr sind hier die Lehrstellen für den August des folgenden Jahres schon alle vergeben.
Roche Diagnostics: 21 Monate vorher sich für Schnupperlehre bewerben. WARUM: Im November im Vorjahr sind hier die Lehrstellen für den August des folgenden Jahres schon alle vergeben.

Das Beispiel der Bouygues (siehe unten) illustriert dies auf eine weitere Art. Hier werden Inhalte angezeigt, welche es dem Jungen ein wenig einfacher machen sollen, sich erfolgreich zu bewerben. Angaben wie z.B. wie bereite ich mich für die Schnupperlehre vor, das Job Interview und den Test wie Multicheck wird hier diskutiert. Das stört auf Interesse wenn dann noch Vorlagen (z.B. für Lebenslauf, Begleitbrief) usw. bereit gestellt werden. Dies schadet dem Firmenimage als Ausbildner bestimmt auch nicht und bringt mehr qualifizierte Bewerber.

Bouygues vergibt Tipps: Planung ist der Schlüssel zum Erfolg. Wie und wann bewirbt man sich erfolgreich für den Ausbildungsplatz.
Bouygues vergibt Tipps: Planung ist der Schlüssel zum Erfolg. Wie und wann bewirbt man sich erfolgreich für den Ausbildungsplatz.

Unten haben wir eine Tabelle, welche zeigt, inwiefern Planung und Strategie bereits von Anfang im Recruiting mit Hilfe digitaler Kanäle eine immer wichtigere Rolle spielt, um qualifizierte Auszubildende rekrutieren zu können.

Relevante Inhalte mit wichtigen Informationen müssen diese Zielgruppe über verschiedene Kanäle erreichen wie Webseite, Blog, Instagram, Schulklasse, Messe, usw.

ZeitschieneDigitale InhalteAktivitäten
21-24 Monate vor Antritt der AusbildungKommunikation Webseite von Lehrenden wie zum Beispiel: „Ersten 90 Tage meiner Ausbildung“Schulbesuche festlegen für z.B. Monate September bis November in Schulklassen, denn diebeschäftigen sich fast zwei Jahre vor Lehrantritt mit der Berufsauswahl, Praktikumsplatz, Schnupperlehre, usw.
18-20 Monate vor Antritt der AusbildungWie funktioniert der Bewerbungsprozess.
Wie hilft dir das Praktikum / Schnuppertag(e) deine Bewerbungschancen zu verbessern.
Schulen besuchen, Präsentation in Schulklassen halten, usw.
15-17 Monate vor Beginn der Ausbildung Was sind die drei grössten Fehler welche wir in Bewergungen sehen?
Meine Erfahrungen als neuer Lehrling in der Berufsschule
Beispiele: Informationstage, Schnupperlehren, Praktikumsplätze anbieten, Messen besuchen.
12-14 Monate vor Beginn der AusbildungWie bereitest du Dich für das Bewerbungsinterview vor?
Probezeit verlängert: Was bedeutet das und wie besteht man diese im zweiten Anlauf?
Workshops in Schulen geben: So bewirbst du dich für eine Schnupperlehre oder Ausbildungsplatz. Vorlagen für einen Lebenslauf geben. Sehr gut kommt dabei bei Schülern an, wenn Lehrlinge mitkommen und präsentieren, „lerne aus meinen Fehlern.“
9 -11 Monate Veranstaltung mit Eltern: Die letzten Vorbereitungen zur Vertragsunterzeichnung
Bericht zur Veranstaltung
Beginn der Selektion, Versendung der Verträge, Zeremonie mit Eltern und Schülern für die Vertragsunterzeichnung besprechen
6- 8 Monate Wie kann ich die Zusammenarbeit mit meinem Ausbildungsbetreuer gut nutzen?
Was tun, wenn ich Probleme in der Berufschule habe?
Onboarding, Informationen zur Lehre, Tipps, Veranstaltung am zukünftigen Arbeitsort, usw.
3-5 MonateWas braucht es zu einem guten Start in die Lehre?
Erfahrungsbericht vom ersten Arbeitstag: Bei mir ging alles falsch!
Sicherstellen, dass die Schüler an der Berufsschule oder Berufsmittelschule angemeldet sind.
Teilnahme der Betriebsverantwortlichen Ausbildner an der Orientierung an der Berufsschule, Informationsvermittlung falls notwendig, usw.

Notiz. Die obigen Phasen und deren Inhalte in Sachen Digital Marketing und Recruiting sind ein Grobkonzept.

Kosten-Nutzen Analyse vom Recruiting

Ziel der oben aufgelisteten Aktivitäten ist es, die Anzahl qualifizierter Bewerber und Jugendlicher, die einen Ausbildungsvertrag unterschreiben oder die erste Stelle nach erfolgreichem Studienabschluss im Betrieb antreten, zu erhöhen.

Auch wir haben einigen unserer Kunden dabei unterstützt, das Recruiting von Auszubildenden mithilfe digitaler Medien und anderer Aktivitäten zu verbessern. Unsere Analysen zeigen, dass wenn diese Schritte optimal umgesetzt werden, eine Verbesserung von 20% oder höher erreicht werden kann. Das heisst mehr qualifizierte Auszubildende unterschreiben einen Lehrvertrag. Doch auch auf anderen Gebieten muss exzellente Arbeit erbracht werden, z.B. bei der Lehrlingsbetreuung vor Ort. Wir konnten auch nachweisen, dass eine Vernachlässigung vom Content Marketing für sechs oder mehr Monate sich auf die Kennzahlen oder KPIs im Recruiting stark negativ auswirkt. Haben Sie eine spezifische Fragen zu Themen im Bereich digitales Recruiting, Marketing, Analytics oder Compliance, fragen Sie uns hier, wir antworten gerne.

Die obigen Ausführung zeigen, wie enorm wichtig eine gut aufgestellte Kommunikation ist. Das heisst, digitale Inhalte inklusive Webseite, gedruckte Materialien, Email mit Follow-up per Post sowie Schulbesuche sind hier Pflichtprogramm. Ohne diese Basisarbeit ist es für viele Firmen nicht einfach bis schwierig, qualifizierte Bewerber für die drei- oder vierjährige Ausbildung EZB zu finden. Es lohnt sih also, die sich wiederholende Rekrutierungsarbeit für den Betrieb langfristig und strategisch aufzustellen. Ohne Investition von Arbeitsstunden, Content Marketing, Schul- und Messebesuchen, usw. werden die Betriebe keine gute Ernte einfahren können.

3 Fragen für Sie

Basierend auf der Studie zur Kosten-Nutzen Analyse der Berufsausbildung in Unternehmen haben wir drei Fragen für Sie, für welche wir Ihre Antworten gerne als Kommentare unten im Blog lesen möchten. Nämlich:

  • Wie gut sind die Zahlen: Die Kosten-Nutzen Analyse ist sicherlich statistisch sehr gut abgesichert (siehe Methodenpapier unten). Doch alles hängt davon ab, wie gut und akkurat die teilnehmenden Firmen dieses Formular Online ausfüllten. Leute aus der Praxis denken, dass diese Zahlen nur in wenigen Betrieben sofort aus den Datenbanken gezogen werden können. Also was haben die Studienteilnehmer dann eingetragen….Schätzungen?
  • EBA oder EFZ: Glaubt man der Kosten-Nutzen Analyse und der Presse (siehe unten) rentiert sich die Ausbildung vor allem im EBA Bereich, d.h. bei der zweijährigen Attest Lehre. Doch sind die Qualifikationen dieser Personen für eine Arbeitswelt, welche immer mehr Schlüsselqualifikationen verlangt, gut genug?
  • Schulausbildung: Hat der Trend, dass es immer mehr EBA Bewerber gibt auch damit zu tun, dass eine immer grössere Anzahl der Schüler den Mindestanforderungen für die Berufsschule bei einer EFZ Ausbildung nicht mehr gerecht werden?

Weitere interessante im Beitrag erwähnte Ressourcen zum Thema

Die Business Innovation Week 2019 wurde zum ersten Mal Anfang Oktober 2019 in Oerlikon, Zürich durchgeführt. Von Dienstag bis Donnerstag gab es Vorträge und Vorführungen, Netzwerken-Möglichkeiten und aktiven Austausch. Auf dem Programm waren auch 2 Vorträge zum Thema Blockchain, beide am Mittwoch.

Hier meine Eindrücke von der Future-Conference @Stage One während der Business Innovation Week.

Grundsätzliches

Die Business Innovation Week mit Hashtag #BIW19 offerierte den Teilnehmern an 3 Tagen Präsentationen zu verschiedenen Themen:

  • Dienstag: InnovationCulture, Co-Working, Leadership, HR, New Work
  • Mittwoch: Technology, ICT, IoT, AI, Data, Cyber Security, Finance 4.0
  • Donnerstag: Marketing, Sales, Brands, Live Communication, Retail

Ich selber schaffte es mit Monika Fischer am Mittwoch dabei zu sein. Um 11 Uhr habe ich dann einen Vortrag gehalten:

Ranglisten von Rednern: Picken Sie sich die Rosinen raus

Seit einigen Jahren weiss ich, dass die Beschreibungen, mit welchen sich die Vortragenden selber beschreiben, oft etwas übertrieben sind. Das war auch dieses Mal sicherlich wieder so bei Titeln wie z.B.:

  • Vordenker
  • Human Resource Capital Evangelist (ein Prediger?)
  • Wirtschaftsphilosoph (früher nannten wir das vielleicht „Futurist“ oder Zukunftsforscher, mit Philosophie à la Ralf Dahrendorf, Emanuel Kant oder Ed Locke hat die Arbeit solcher Leute aber sehr wenig gemeinsam)
  • Ikone, usw.

Dabei werden Speakers dann auch oft mit Hilfe von Ranglisten angepriesen, sie sind dann in der Liste der innovativsten Köpfe Europa’s augeführt, und Vieles mehr.

Solche Listen sind sicherlich interessant, wenn man das Thema der Konferenz berücksichtigt. Algorithmen bestimmen den Wert eines Menschen. Eine der Listen ist jedoch für uns von gewisser Bedeutung: Die Liste der innovativsten Länder. Laut WIPO ist die Schweiz die globale Nummer 1 in 2018 was die Anzahl der Innovationen betrifft (siehe Image unten links).

Es gibt dann auch Listen für die wichtigsten Management Philosophen der Welt und andere teilweise esoterischen Behauptungen. Für fast alles gibt es eine Rangliste. Solche Listen haben eher einen Unterhaltungswert, sind einfach zu verstehen, geben mir einen raschen ersten Eindruck. Sie können uns auch dazu anspornen, besser zu werden in dem was wir tun.

Doch diese Ranglisten sind mit Vorsicht zu geniessen, denn die Vielfalt der Faktoren, welche z.B. ein Land innovativ machen, einen Menschen zu einem wichtigen Philosophen, usw. können nicht alle mit einbezogen werden. Ohne Mut zu starken Vereinfachungen, Lücken und mehr oder weniger willkürlichen Gewichtungen kann dies nicht in eine einzige Indexzahl gepresst werden.

Auch Zeitungen machen liebend gerne solche Ranglisten (siehe z.B. die #digitalshapers19 von der Bilanz oben rechts als Image).

Leider ist die Aufnahme einer Person in eine Rangliste kein Garant, dass wir einen Vortrag bekommen, der sich durch Tiefgang, Wissen und Qualität auszeichnet :-( .

Bei der Future-Conference @StageOne war es sogar der Fall, dass ich von dem Speaker, der sich mit tollen Rankings hervorgehoben hat, im Vortrag besonders enttäuscht wurde. Auf der anderen Seite, wenn die glühende Vorstellung lediglich auf das Thema – nicht auf die Person – zugeschnitten war (was wird erläutert, wie, warum ist es wichtig) , fand ich die Qualität des Vortrag meistens recht gut.

Trotz aller Technologie, oder vielleicht auch gerade deswegen, hat man die Qual der Wahl und muss sich bei vielen paralellen Sessions für etwas entscheiden. Zur Not verlässt man nach ein paar Minuten den Raum wieder, oder, hoffentlich, man sitzt gebannt und hört zu.

Mit dicken Pinselstrichen

Neben guten Vorträgen gibt es an solchen Events aber auch immer wieder andere innovativen Sachen zu sehen , z.B. in den Hallen für Aussteller wo sich auch viele Besucher aufhalten.

Innovativ fand ich diesmal die Idee der „Artwall on Tour“, die in der Future Conference Halle vorgestellt wurde. Diese Idee ermöglicht es Firmen, eine mobile Wand behangen mit Kunststücken zu mieten und diese in der Firma – zum Beispiel im Eingansbereich – aufzustellen. Diese Bilder können dann bis zu 4 x im Jahr ausgewechselt werden. Bei der Business Innovation Week standen einige dieser Wände in der Halle und man konnte die Kunststücke bewundern oder auch erwerben.

Hier ein kurzes Video dazu und was ich darüber denke. Artwall-Initiantin ist Petra Rüegg und ihre Vision war: „Schaffen Sie Raum für inspirierende Oasen zum Eintauchen und Innehalten!“

Gut finde ich, dass so die Kunst z.B. die Eingangshalle verschönert, die Mitarbeiter sich inspirieren lassen oder einfach die Kunst geniessen können und der Künstler eine Ausstellungsfläche bekommt.

Schlussfolgerungen und Ihre Meinung

Was ist Ihre Meinung?

Mein Fazit ist, dass sich der Besuch an der Business Innovation Week 2019 gelohnt hat. Die Thementage haben es mir erlaubt, meinen Besuch auf einen Tag zu limitieren und einige wenige weitere Vorträge online zu verfolgen.

Ich traf interessante Leute, besuchte inspirierende Vorträge und gewann neue Ideen. Ich freue mich auf eine weitere Veranstaltung der Business Innovation Week in 2020.

Hier meine Fragen an Sie:

  • Welches sind die Top 2 oder 3 Kriterien anhand deren Sie sich entscheiden, ob Sie an einer Konferenz teilnehmen wollen oder eben nicht? Was zeichnet für Sie eine gute Konferenz aus?
    Für mich: Vorträge bei denen ich neue Dinge, Fakten, Forschungsresultate, usw. erhalte.
  • Wann haben Sie das Gefühl das es Ihnen zu anstrengend wird?
    Für mich: Nach 8 Std. bin ich nicht mehr aufnahmefähig was Vorträge betrifft. Vielleicht empfinde ich sogar sensorische Überbelastung.
  • Was bringen Ihnen die Social Events wie z.B. Abends ein Apéro oder bevorzugen Sie ein Abendessen zum Netzwerken.

Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

KI macht die Arbeit.... schön wäre es...

Künstliche Intelligenz wird zunehmend Anwendung im Unternehmen finden, bringt neben neuen Möglichkeiten jedoch auch diverse Herausforderungen mit sich.

Wie Wiliam Gibson mit den Worten „Die Zukunft ist schon da, sie ist nur noch ungleich verteilt“ schon andeutete, werden die neuesten Techniken bereits in kleinerem Maße getestet, um zu prüfen, ob die Technik skalierbar ist und bald auch in Berufsalltag und Privatleben Einzug finden könnte.

Allerdings tun sich bei der Implementierung neuer Technologien teilweise Probleme auf, die erst bei Anwendung und testen im Alltag zutage treten.

Zu diesem Thema haben wir in unserem White Paper zu Artificial Intelligence vom Deutschen Marketing Verband (DMV) bereits einige interessante Anhaltspunkte für Sie zusammengefasst.

Auf Basis dessen spricht Urs E. Gattiker in unserem neuen Video darüber, wie wir uns AI im Marketing zunutze machen könnten, wann wir eingreifen müssen, um Fehler zu vermeiden und wo die Grenzen der Algorithmen liegen.

Urs E. Gattiker zu AI im Marketing

Marketing Club Rhein-Neckar: Veranstaltung zum Thema

Am 18. Februar 2019 war Urs beim Marketing Club Rhein-Neckar zu Gast und hielt dort einen Vortrag zum Thema Artificial Intelligence.

Mit unseren White Papern ausgestattet, erschien er an diesem Montag in Mannheim und sprach über die Möglichkeiten und Risiken, die Künstliche Intelligenzen im Marketing zukünftig mit sich bringen werden.

mc-rn-urs-gattiker-190218-31

Der Begriff „Artificial Intelligence“ (AI) wird für verschiedene Technologien angewendet. Das fängt an mit einfachen Computerprogramm welche helfen Aufgaben zu automatisieren. Komplexer wird es mit neuralen Netzwerken. All diese Systeme helfen mit der Datenverarbeitung und nutzen auch maschinelle Lernalgorithmen.

Obwohl AI – auf Deutsch Künstliche Intelligenz (KI) genannt – als Begriff verbreitete Verwendung findet, ist es schwierig zwischen tatsächlichen und angeblichen KI-Unternehmen zu unterscheiden.

Aber nicht nur ist der Einsatz dieses Begriffes oft verwirrend für einen Beobachter der Szene, auch die White Papers verwirren oft. Z.B. hat MCC Ventures im März 2019 einen Report in Sachen AI Start-Ups in Europa veröffentlicht. Der Report zeigt viel Material von Gartner… und stellt Schlussfolgerungen welche anhand der Methodik und Angaben schwehr verständlich sind:

„We individually reviewed the activities, focus and funding of 2,830 purported AI startups in the 13 EU countries most active in AI – Austria, Denmark, Finland, France, Germany, Ireland, Italy, the Netherlands, Norway, Portugal, Spain, Sweden and the United Kingdom. Together, these countries also comprise nearly 90% of EU GDP. In approximately 60% of the cases – 1,580 companies – there was evidence of AI material to a company’s value proposition.

The State of AI 2019: Divergence, S. 99

Der Report behauptet, dass 40% von den Unternehmen in 13 europäischen Ländern, welche sich als KI-Unternehmen positionieren, wahrscheinlich gar keine KI-Technologie einsetzen.

Unklar ist, wie diese Stichprobe gemacht wurde, d.h. welche Firmen ausgewählt wurden und die Materialien welche die Analysten ausgewertet haben um zu diesem Schluss zu kommen.

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Wie auch in unserer Studie weisen die Autoren darauf hin, dass was AI darstellt nicht einfach zu definieren ist. Im oben erwähnten Report wird Machine Learning der KI gleichgesetzt. Doch neben Deep Learning und Functional Reasoning – wie wir in unserem White Paper erklären – hat AI ganz verschiedene Facetten

Ausdauer und Präzision sind der Trumpf der Maschine. Der Mensch ist besser als die Maschine, wenn Einfühlungsvermögen und Improvisation gefragt sind.
Ausdauer und Präzision sind der Trumpf der Maschine. Der Mensch ist besser als die Maschine, wenn Einfühlungsvermögen und Improvisation gefragt sind.

Alles in allem, eine weitere gelungene Veranstaltung zum Thema bei einem Marketing Club vom Deutschen Marketing Verband.

Weitere wichtige Ressourcen gibt es hier:

  1. Neueinstellung in der Marketingabteilung: Künstliche Intelligenz
  2. Was macht ein System Experte (What makes a system expert)
  3. #ccTIM Was ist künstliche Intelligenz?
  4. #ccTIM Roboter löst Chaos in unserer Küche
  5. Alexa: Du diskriminierst schon wieder oder was tun Algorithmen?

Auch interessant: unser vergangenes #MCLago AI Event vom 24. Januar 2019 mit Renata Jungo Brüngger von Daimler, der ZF, Wintersteiger AG und birds on mars. Mehr unter: MCLago Competence Circles

Die Slides zum Vortrag beim Event des Marketing Club Rhein-Neckar mit weiteren interessanten Infos gibt es  > hier zum Download <

Team Work kann der Mensch besser als die Maschine.
Team Work kann der Mensch besser als die Maschine.

IHRE MEINUNG? DISKUTIEREN SIE MIT!

Was ist Ihre Meinung?

  • Was glauben Sie, mit vielen KI-Systemen Sie täglich im Kontakt sind?
  • Haben Sie interessante Beispiele zum Thema Artificial Intelligence und Marketing?
  • Erzählen Sie uns gerne von Ihren Erfahrungen in einem Kommentar.

Wir freuen uns über Ihr Feedback.

♥ Bitte teilen Sie die News zur Datensicherheit und Blockchain mit diesem URL auf den Social Networks wie LinkedIn, Snapchat, Twitter, usw.: https://blog.drkpi.de/de?p=795 Vielen Dank ! ♥

2019 Cyber Security Days Schweiz Fribourg.

Kürzlich besuchte ich die Swiss Cyber Security Days in Fribourg. Die Konferenz eröffnete mir die Möglichkeit, mich auf diesem Gebiete wieder ein wenig zu informieren.

Viel hat sich geändert in den letzten Jahren, aber vieles ist auch gleich geblieben.

Zum Beispiel, früher hiess das Thema Informationssicherheit, auf Neudeutsch Information Security oder abgekürzt InfoSec., heute nennt man es Cyber Security.  Die Probleme sind zum Teil ähnlich geblieben, aber auch komplizierter und globaler geworden.

Vor vielleicht 20 Jahren waren die Leute noch Programmierer, heute sind auch Security Engineers oftmals Anwender hochkomplexer Instrumente.

2019 Cyber Security Days Schweiz Fribourg -Teil vom Programm.

2019 Cyber Security Days Schweiz Fribourg -Teil des Programmes.

Die Vorträge im grossen Auditorium sind auch heute, wie früher, eher trocken, wenn nicht sogar ein wenig langweilig. Da bestätigen Vortragende wie Kaspersky als löbliche Ausnahmen die Regel.

2019 Cyber Security Days Schweiz Fribourg - Gérard Vernez erklaert wie Schweizerische Armee Cyberangriffe dank Humankapital erfolgreich bekämpft.


2019 Cyber Security Days Schweiz Fribourg – Gérard Vernez erklärt, wie Schweizerische Armee Cyberangriffe dank Humankapital erfolgreich bekämpft.

Die Stände der Aussteller sind etwas einfacher wenn nicht sogar sehr spärlich geworden, was die Möblierung und Ausstattung betrifft. Doch die Preise für einen solchen Stand sind bei den meisten Kongressveranstaltungen nicht eben kostengünstig.

Die Geschenke der Aussteller an Gäste sind im Vergleich zu früher vielleicht etwas bescheiden und in manchen Fällen wohl auch ein wenig phantasielos, wie z.B. Kugelschreiber und Sticker.

Einige offerieren Standbesuchern aber auch ganz praktische Dinge wie z.B. einen guten Kaffee :-) und ein gutes Gespräch (siehe Open Systems AG).

2019 Cyber Security Days Schweiz Fribourg - die Stände sind minimalistisch und einfach, doch die Produkte beinhalten viel Engineering.

2019 Cyber Security Days Schweiz Fribourg – die Stände sind minimalistisch und einfach, doch die Produkte beinhalten viel Engineering.

Wie überall stechen einige Aussteller heraus, weil sie sich viel Mühe geben, die Aufmerksamkeit der Besucher zu bekommen. Dabei hilft natürlich ein grösseres Budget. Doch manchmal lassen sie sich auch noch etwas lustiges oder interessantes einfallen. Dabei hilft es auch, ein wenig mit den Sterotypen zu spielen, wie dies z.B. das VBS (Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) tat (siehe Foto unten). Dabei ging es natürlich primär um Verteidigung oder Cyber Defense. 

Der eigentliche Stand war hinter einem Vorhang verdeckt. So trat man in den dunklen Raum wie in ein Zelt ein. Hier gab es dann von Maschinen bis Computer Codes vieles zu sehen.

Auch gab es viel Personal, wobei dieses manchmal fast mehr mit sich selber beschäftigt war, als mit den Besuchern :-)

2019 Cyber Security Days Schweiz Fribourg - der VBS Stand... Classified.

2019 Cyber Security Days Schweiz Fribourg – der VBS Stand… Classified.

Während einige der Teilnehmer, wie z.B. das VBS, aufs Employer Branding setzten, waren andere Firmen da, um Kontakt mit heutigen und zukünftigen Kunden zu knüpfen. Das Verkaufsgespräch war die primäre Strategie, welche zur Miete eines Standes geführt haben musste. Dies trifft wohl auf die Mehrheit der Teilnehmer zu.

Inwiefern sich eine so kostspielige Präsenz bezahlt macht, ist schwierig zu beurteilen. Für eine Kongressteilnahme mit Stand eine ROI oder eine Kosten-Nutzen Analyse zu machen ist empfehlenswert. Doch die Anzahl der Kontakte in der Sales Pipeline ist sicherlich nicht die einzige Kennzahl, die es dabei zu beachten gilt.

Oft ist es sicherlich eine Entscheidung, welche auf Bauchgefühl basiert. Wie funktioniert dies bei Ihnen?

Fazit. Ihre Meinung?

Trotz der steigenden Popularität der „Massive Open Online Courses“ oder Moocs ist Unterricht im Klassenzimmer und Gruppenarbeit immer noch populär bei Studenten. Ein Vergleich der Abbrecherquoten von 2013-13 und 2017-18 zeigt, gut 96% der Teilnehmer von Moocs Kursem brechen diese vor Abschluss ab.

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Gründe gibt es sicherlich viele, doch der persönliche Kontakt mit anderen Studenten ist hilfreich.

Das gleiche gilt auch für Konferenzen wie die Swiss Cyber Security Days, man trifft sich, freut sich wieder alte Freunde zu sehen und macht neue Kontakte. Aus diesem Grunde ist trotz der digitalen Möglichkeit ein Kongress mit Teilnehmern sicherlich populärer als ein virtuelle Konferenz über das Netz.  

Neue Produkte gab es einige, zu Blockchain eher wenig…. aber trotzdem, es war sehr interessant für mich.

  • Was war die von Ihnen zuletzt besuchte Konferenz, Messe, Congress?
  • Warum besuchen Sie solche Kongresse? Was sind die grössten Vorteile für Sie persönlich?
  • Welche Tipps haben Sie für Kongressteilnehmer, die den Besuch noch effektiver für sich selbst machen möchten?

♥ Bitte teilen Sie die News zum Swiss Cyber Security Days mit diesem URL: https://blog.drkpi.de/?p=9796

Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

Kürzlich hat ein autonom fahrender Personenwagen eine Massenkarambolage verursacht.
Beteiligt war auch ein autonomer Lastwagen.
Zukunftsmusik? Wohl kaum, wie dieses Beispiel zeigt.
Das neue White Paper vom Competence Circle Technologie, Innovation und Management kurz #ccTIM zum Thema Künstliche Intelligenz #KI ist da! Der Deutsche Marketing Tag hält Ihre gedruckte Version des KI White Paper vom #ccTIM für Sie bereit. Hier die digitale Version.

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[su_box title=“Weitere wichtige News zu Artificial Intelligence und Marketing“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]

  1. AI: What makes a system expert (Was macht ein Expert System?)
  2. #ccTIM Was ist Künstliche Intelligenz?
  3. #ccTIM Roboter löst Chaos in unserer Küche
  4. Alexa, du diskriminierst schon wieder! (Sie sind hier)

Mehr unter DrKPI auf Englisch, MCLago Competence Circles, und DrKPI Strategie

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Vor Kurzem ist es passiert. Ein autonom-fahrender Personenwagen der Marke Chevrolet Bolt, hergestellt von Cruise, einer Tochterfirma von General Motors hatte einen Unfall mit einem Lastwagen vom Typ T-Pod der Firma Einride. Dabei starben die Insassen des Personenwagens und ein Fahrradfahrer.
Das scheint dystopisch und fiktiv. Doch es handelt sich um harte Fakten. Zur Zeit testet Einride seinen Lastwagentyp T-Pod mit der Firma DB Schenker in Jonkoping. Dieser vollautomatisch elektroangetriebene Lastwagen kann, falls notwendig, von einem Fahrer in einem Kontrollzentrum aus gesteuert werden.
Das Unternehmen Einride mit 55 Angestellten erhofft sich, dass es für den Lastwagentyp  T-Pod bis im Januar 2019 eine Bewilligung von der schwedischen Transportbehörde (Transportstyrelsen) erhält, um öffentliche Strassen nutzen zu dürfen.
Machine Learning spielt dabei eine grosse Rolle.

Der Roboter arbeitet im Lager, 24 Std. am Tag bis zum nächsten Service.

Der Roboter arbeitet im Lager, 24 Std. am Tag. Unermüdlich.

1.  Machine Learning

Die heutigen Machine Learning Systeme nutzen Algorithmen. Sie sind zu Beginn praktisch ignorant. Doch dank der Möglichkeit grosse Datenmengen zu verarbeiten, erlernen die Systeme schnell die Funktionen, die sie ausführen sollen.
Ende November hat Amazon mitgeteilt, dass Machine Learning ebenfalls eine Rolle bei ihren Bemühungen spielt, ein selbstfahrendes Auto auf den Markt zu bringen. Doch Amazon versucht es mit einem Spielzeugauto Namens Deep Racer das $400 kostet.  Mit diesem können Entwickler testen, wie Machine Learning mit Hilfe von „Reinforcement Learning“, ein Prozess der mittels einer Art Ausprobieren (d.h. „trial and error“) funktioniert. Eine Möglichkeit, Machine Learning für jedermann nutzbar zu machen und damit spielerisch das Verständnis für das scheinbar Komplexe zu vermitteln.
Machine Learning ist rasant. Die starke Verbilligung der Rechenleistung der Computer haben es möglich gemacht, dass sehr grosse Datensätze analysiert werden. Programme suchen nach Mustern und Trends. Doch sie sind auch in der Lage, kontinuierlich zu lernen und immer bessere Entscheidungen zu treffen. Je grösser die analysierten Datenvolumen und je häufiger die Repetitionen, desto besser fallen die Resultate aus.
Machine Learning beinhaltet eine Komponente, die es braucht, um einen Prozess zu automatisieren. Machine Learning sagt z.B. bei der Wetterprognose voraus, was passieren könnte.
Bsp: Ein System berechnet z.B. die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde sein Kredit nicht fristgerecht zurückzahlt oder ein Patient mit bestimmten Symptomen in den nächsten 12 Monaten einen Herzinfarkt erleiden wird.
Wichtig dabei ist, dass wir uns bewusst machen, der grösste Teil Machine Learning beinhaltet den Versuch der Funktionsannäherung (function approximation) basierend auf einer Stichprobe von Daten – klein oder gross. So handelt es sich um Wahrscheinlichkeiten, nicht aber zwingend um Wahrheiten.
[su_box title=“Definition: Was ist Machine Learning?“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
Die heutigen Machine Learning Systeme nutzen Algorithmen. Sie sind am Anfang allerdings praktisch ignorant. Dank der Möglichkeit, große Datenmengen zu verarbeiten, erlernen die Systeme dann rasch die Funktionen, die sie ausführen sollen.
Machine Learning beinhaltet eine Komponente, die benötigt wird, um einen Prozess zu automatisieren. Ein Bei- spiel dafür ist die Wetterprognose, die mit Hilfe von Machine Learning kontinuierlich verbessert wird.
[/su_box]

Das Auto als Teil des Internet of Things.

Das Auto als Teil des Internet of Things.

2.  Deep Learning

…ist ein Teil von Machine Learning. Es steht für den Prozess der Mustererkennung in Datenmengen durch die Maschinen. Durch selbständiges Training werden die Maschinen immer besser darin, Bilder und gesprochene Sätze zu erkennen. Sie erkennen z.B. Krankheitssymptome immer besser und sagen voraus, ob ein Patient eine bestimmte Krankheit bekommen wird.
Die Methode basiert auf neuronalen Netzen. Diese werden nach dem Vorbild des menschlichen Gehirns auf dem Computer simuliert. Sie sind in der Lage sich selbstständig zu verbessern.
Das System eignet sich zur Bearbeitung einer umgrenzten oder definierten Aufgabe. Doch dem System fehlt die Möglichkeit das Gelernte zu verstehen und dies in den Kontext des Grösseren Ganzen einzuordnen.
Bsp.: Gesichtserkennungssoftware wird immer besser mit einer Fehlerrate von 0.8 Prozent für Männer mit heller Haut. Diese schnellt auf 34.7 Prozent für dunkelhäutige Frauen (siehe http://news.mit.edu/2018/study-finds-gender-skin-type-bias-artificial-intelligence-systems-0212).
[su_box title=“Definition: Was ist Deep Learning?“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
Deep Learning ist ein Teil des Machine Learning. Es beschreibt den Prozess, wie Maschinen in Daten Muster erkennen.
Durch selbstständiges Lernen werden die Maschinen immer besser darin, Bilder und gesprochene Sätze zu erkennen. Sie erkennen z.B. Krankheitssymptome immer treffender und sagen so voraus, ob ein Patient eine bestimmte Krankheit bekommen wird.
[/su_box]

Cyborg kontrolliert die Roboters bei deren Arbeit.

Cyborg kontrolliert die Roboter bei deren Arbeit.

3.  Algorithmus

Ein Algorithmus ist eine eindeutige, ausführbare Folge von Anweisungen. Das heisst, Schritt für Schritt werden diese in endlicher Länge ausgeführt. Daraus resultiert die Lösung eines Problems, einer Rechenaufgabe oder eine Entscheidungsfindung.
Die Gefahr ist hier, dass ein Algorithmus einen Menschen falsch kategorisiert.
Bsp. Im Schnitt können Algorithmen 10 bis 15 Prozent bessere Entscheidungen treffen als z.B. ein Personalexperte im Falle, ob die Neugestellten überdurchschnittliche Arbeitsleistungen erbringen werden (z.B. Dietvorst, 2017 in einem Interview: https://sloanreview.mit.edu/x/59106).
Algorithmen machen etwas, das „unsupervised learning“ genannt wird, d.h. ein Algorithmus erhält kein Feedback von einem Menschen, während er von den Daten lernt, die wir eingeben.
Unser Fokus sollte darauf liegen, wie wir das Risiko minimieren können, dass die Algorithmen unsere Vorurteile übernehmen und die gleichen Fehler machen wie wir. Jeder Algorithmus, der von uns Menschen lernt, wird auch genau so „biased“ sein wie wir.
[su_box title=“Checkliste: Definition: Was ist ein Algorithmus?“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
Ein Algorithmus ist eine eindeutige, ausführbare Folge von Anweisungen.
Das heißt, Schritt für Schritt werden Anweisungen in endlicher Länge ausgeführt. Daraus resultiert die Lösung eines Problems, einer Rechenaufgabe oder einer grundsätzlichen Entscheidungsfindung.
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Die Bretzel geknetet und geformt vom Roboter Lisa.

Die Bretzel – geknetet und geformt vom Roboter Lisa.

4. Was ist Ihre Meinung?

Selbstfahrende Lastwagen werden ab Januar 2019 in Schweden zugelassen sein, wenn alles nach Plan abläuft. Vielleicht werden diese Lastwagen schon bald im Hamburger Hafen genutzt. Der selbstfahrende Robo-Taxi, der für mich vor dem Hotel wartet, ist in Phönix (Arizona) bereits Tatsache (siehe BMW vom Autofahrer zum Robo-Taxi – 5 Stufen)
Doch bei aller Liebe für Machine Learning und Algorithmen, müssen diese Programme geprüft und überwacht werden, d.h. ein Audit ist notwendig. Schwierig ist es, wenn wir dabei ein Problem finden, das nicht korrigiert werden kann.
Amazon hat im Oktober 2018 das auf Machine Learning basierende Rekrutierungsprogramm beendet. Dieses war durch Voreingenommenheit (kurz Bias) zum Schluss gekommen, dass Männer bessere Mitarbeiter sind als Frauen. Grund war, dass diese öfters in der Firma befördert werden (see DMV White Paper vom #ccTIM zum Thema AI für Details).
Was passiert, wenn das Unternehmen in der Zukunft durch dieses Problem ein Gerichtsverfahren am Hals hat? Oder während der Offenlegungsphase beim Gerichtsprozess festgestellt wird, dass das Unternehmen über den Fehler bescheid wusste? Ein Alptraum für uns Compliance-Spezialisten. Genau deshalb zog Amazon die Reissleine.
Dass Alexa weiterhin diskriminiert, was z.B. die Auswahl von Radiostationen angeht, ist ein bekannter Fakt. Amazon hat per Voreinstellung den Aggregator Tune-in ausgewählt und nicht einen Radioplayer auf dem z.B. fast alle deutschen oder schweizer und österreichischen Sender ihre Programme eingestellt haben.
Ruft der Hörer einen bestimmten Kanal auf, wird ihm dieser von Tune-in präsentiert. Der Aggregator hat jedoch nur eine begrenzte Anzahl Kanäle im Portfolio. D.h., wenn meine Lieblingsradiostation nicht auf der Liste ist und ich weder Fähigkeit noch Geduld habe sie mit Alexa zu finden, wird die Station kein Programme in meinem Wohnraum abspielen.
Was mich neugierig macht ist Ihre Einstellung zur Herausforderung AI in unserem Alltagsleben, wie z.B.:

  • Nutzen Sie schon einen Sprachassistenten? Was sind Ihre Erfahrungen?
  • Wie oft, schätzen Sie, haben Sie schon vom Roboter geknetete und geformte Brötchen gegessen?
  • Nutzen Sie im Unternehmen Deep Learning, um die Produktion, Entscheidungen und/oder Marketing zu verbessern?
  • Was ist die grösste Herausforderung in Ihrem Business?

Wir freuen uns auf vielseitige Antworten und vielleicht sogar interessante Beispiele.

Who will clean up the kitchen? Artificial Intelligence oder mein Küchenroboter?

Will ich einen Roboter als Hilfe im Haushalt, in der Pflege, usw.?
Räumen Sie gerne die Küche auf?
Mein Haushaltsroboter schafft es leider nicht, meine Küche ordentlich aufzuräumen. Schafft es der Ihre?
Kann Artificial Intelligence (AI) / Künstliche Intelligenz hier helfen?
Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein und erhalten Sie weitere wichtige Tipps, um alle Updates und noch mehr interessante Fakten zum Thema Künstliche Intelligenz zu bekommen.

1. Alexa – falscher Radiosender

Alexa, Cortana, Siri und der Google Assistent sind dank Machine Learning in der Lage, nach einigen Versuchen meinen lokalen Münchner Radiosender zu finden. Doch ohne Hilfestellung schafft dies Alexa nicht. Es lernt vom Nutzer und dessen Angaben, sodass es dann irgendwann endlich weiss, welche Station ich wirklich meine.
Kurz, diese Assistenten verstehen gesprochene Befehle, aber nicht den Kontext in dem der Gesprächspartnerin ihre Wünsche formuliert (die Radiostation KISS in Los Angeles ist nicht dieselbe wie diejenige in Düsseldorf, usw.).
PS. Algorithmen können riesige Datenmengen verarbeiten. Das Programm findet die Regeln in den Daten, um die ihm zugeteilte Funktion zu erlernen, d.h. es findet Machine Learning statt.
[su_box title=“Weitere wichtige News zu Artificial Intelligence und Marketing“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]

  1. Was macht ein System Experte (What makes a system expert)
  2. #ccTIM Was ist künstliche Intelligenz?
  3. #ccTIM Roboter löst Chaos in unserer Küche (Sie sind hier)
  4. #ccTIM Was tun Algorithmen?

Mehr unter DrKPI auf Englisch, MCLago Competence Circles, und DrKPI Strategie
[/su_box]
Seit Turing’s bahnbrechendem Artikel in 1950 ist Artificial Intelligence (der Ausdruck wurde 1955 von McCarthy, Minsky, Shannon und Rochester erfunden) ein Buzzword geworden (Anthers, 2017). Viele meinen es zu verstehen, aber niemand kann es auf die Schnelle definieren.

Turing, A.M. Computing machinery and intelligence. Mind 59 (1950), 433–460. Aufgerufen 2018-07-07 auf http://phil415.pbworks.com/f/TuringComputing.pdf

Seit 1943 oder gut 75 Jahren ist AI ein Thema. Leider schaffen es jedoch solche Systeme nicht, in einer Prüfung im Fach Naturwissenschaften vom 8. Schuljahr ein Spitzenresultat zu erreichen.
Ein Grund ist, dass ein AI System weder ein tieferes Verständnis über einem Text entwickelt, noch den Sinn hinter einer gestellten Frage versteht. Es kann somit nicht logisches Denken oder analytische Folgerungen ziehen, um die richtige Antwort zu finden (siehe Schoenick und weitere, September 2017).
Schoenick, Carissa, Clark, Peter, Tafjord, Oyvind, Turney, Peter, and Etzioni, Oren. (September 2017). Moving beyond the Turing Test with the Allen AI Science Challenge. Commun. ACM 60(9), p. 60-64. DOI: https://doi.org/10.1145/3122814
PS. Machine Learning wie auch Deep Learning sind Teilaspekte der KI.
Dieser Blogeintrag ist Teil des Artificial Intelligence Projektes vom Competence Circle Technology, Innovation and Management #ccTIM vom Deutschen Marketing Verband (DMV).
What is marketing automation?

Alexa, Siri und Magenta bringen uns die Datenflut: Privatsphäre Quo Vadis?

Alexa, Siri und Magenta bringen uns die Datenflut: Privatsphäre Quo Vadis?

2. Was ist künstliche Intelligenz (KI)?

Eine wichtige Frage, die wir noch nicht voll beantworten können.
KI versucht Wissen und Aktionen oder Entscheidungen zu verbinden. Doch die Schwierigkeit liegt darin, dass Intelligenz alleine nicht reicht, um Entscheidungen zu treffen. Das Problem muss in sich verstanden werden. Schlussfolgerungen müssen gezogen werden. Das braucht es, um dann eine Entscheidung treffen zu können..
Russel und Norvig (2010, S. 2) unterscheiden 4 Arten von KI, die in der Theorie einer Maschine eigen sein könnten, wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind:

  1. Menschliches Denken (thinking humanly): Setzt voraus, dass wir genau wissen wie Menschen denken;
  2. Rationales Denken (rational thinking): Die Schwierigkeit liegt hier darin, welche Probleme im Prinzip gelöst werden können und wie wir die praktischen Lösungen für den täglichen Gebrauch finden können;
  3. Menschliches Handeln (acting humanly): Der Turing Test stellt ein solches Problem, um zu überprüfen, ob die Maschine in der Lage ist menschlich zu handeln. Doch bis anhin ist es uns noch mit keiner Maschine bzw. mit keinem AI Programm gelungen, den Turing Test zu bestehen;
  4. Rationales Handeln (acting rationally): Nicht immer erkennen wir die ganze Komplexität, somit kann das System vielleicht nur zu einem gewissen Grade rational handeln, d.h. es hat begrenzte Rationalität.

Russell, Stuart J. & Norvig, Peter (2010). Artificial intelligence (3rd Edition). Toronto: Pearson Education Ltd. Aufgerufen 2018-07-01 auf http://aima.cs.berkeley.edu/
Das obigen Schema von Russell und Norvig (2010, Kapitel 1) zeigt, dass AI oder KI auf verschiedene Weise definiert werden kann.
PS. Was ist ein Experten System? – definiert. Als Vater der Expertensysteme gilt Edward Feigenbaum.
Kurzdefinition:

Ein Expert Unterstützungssystem (Expert Support System) unterstützt Nutzer mit der Lösung eines Problems.
Wie ein Expertensystem erbringt es bessere Leistungen als ein Nichtexperte. Das System unterstützt den Menschen, doch dieser trifft die Entscheidung.

Machine Learning, Algorithmus, Big Data und Artificial Intelligence.

Machine Learning, Algorithmen, Big Data und Artificial Intelligence.

3. Roboter in Haushalt und in der Pflege

Ein Kollege hat die Herausforderungen im AI Bereich und mit Robotern neulich wie folgt umschrieben:

Bei unseren Cleaning Robots verbiete ich jedem das Wort Intelligenz intern, denn es bleiben maschinelle Helfer.
Konsumenten haben dafür teilweise ein sehr gutes Gespür und sprechen von Dienern oder Sklaven wie auch fleissigen Helfern.
Viele Konsumenten wollen auch gar nicht, dass diese Haushaltshelfer zu intelligent sind. Dies erlaubt es dem Nutzer die Maschine noch zu dominieren.
Die Ängste vor der Maschine spielen im Marketing sicher eine große Rolle. Das wird oft nicht direkt verbalisiert. Nichtdestotrotz müssen wir dies berücksichtigen.

Wir wollen, dass ein Roboter intelligent ist und menschenfreundlich. Aber ich werde weder von Alexa noch Siri in den nächsten Tagen eine Antwort auf die Frage bekommen: Was glaubst du, was ich fühle?
Auch bietet AI sicherlich nicht die Möglichkeit, dass Marken den Kontext der Nutzung besser verstehen. Ob dann die Adaption dieses Wissens in mehr Verständnis und Nähe zum Kunden resultiert, darf hinterfragt werden.
[su_box title=“Wieso kann der Roboter die Küche nicht aufräumen?“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]

  • Limitiertes Gesamtbild: Der Sprachassistent Alexa hat keinen kompletten Überblick was ich genau über welche Kanäle (z.B. Online oder im Discounter nebenan) einkaufe.
  • Kontext kennt die Maschine nicht: Wo ich gerade bin (Sitzung im Büro, Atmosphäre schwierig… oder Freitagabend an einer Party, leicht angeheitert), weiß die Maschine mehr oder weniger. Doch sie kann den zwischenmenschlichen Kontext wohl kaum interpretieren.
  • Keine Empathie oder Einfühlungsvermögen: Wir haben die Fähigkeit das Denken eines anderen Menschen nachzuvollziehen. Dies ermöglicht es, dass bei allen Menschen ähnlich aufgebaute Gehirn.
  • Kein logisches Denken oder analytische Folgerungen: Ein AI System kann weder ein tieferes Verständnis über einem Text oder Prüfungsaufgabe entwickeln noch den Sinn hinter einer gestellten Frage verstehen.

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Was wollen die Menschen und wann fühlen sie sich wohl mit AI zu kommunizieren oder den Staubsauger in der Form eines Roboters zu nutzen? Diese Frage wird uns wohl noch eine Weile rumtreiben.

Sind wir glücklich mit dem Roboter als Haushaltshilfe?

Sind wir glücklich mit dem Roboter als Haushaltshilfe?


Inwiefern Roboter komplexere Arbeiten übernehmen können in der Pflege ist sicher sehr interessant. Doch das steckt noch schwer in den Anfängen (siehe Careum Dialog 2018)

4. Was ist Ihre Meinung?

Der Roboter in der Küche ist mein Traum.
Die Küche nach dem Kochen aufräumen macht wohl niemand gerne. Doch was wenn mein Roboter das übernimmt.
Obwohl die Arbeit einfach ist für uns, für den Roboter ist diese Arbeit höchst komplex und schwierig. Deshalb werde ich noch auf meine fast perfekte Haushaltshilfe in Form eines Roboters warten müssen.
Was mich neugierig macht ist Ihre Einstellung zur Herausforderung AI in unserem Alltagsleben, wie z.B.:

  • Nutzen Sie schon einen Sprachassistenten?  Was sind Ihre Erfahrungen?
  • Haben Sie schon einen automatischen Staubsauger / Saugroboter?  Macht er den Job zu Ihrer Zufriedenheit?
  • Haben Sie dank AI schon einen Arbeitsprozess beim Kunden verbessern können?

Wir freuen uns auf vielseitige Antworten und vielleicht sogar Beispiele.

Die interessanten Themen fallen bei den Teilnehmern auf hohes Interesse. | Urheber: Sandra Blaser Photography

In Kürze: Die beste Social Media Marketing Strategie bringt nichts, wenn Kundendaten für unsere Word-of-Mouth Influencer Kampagne nicht EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) konform genutzt, verwaltet und bei verlangen gelöscht werden.
Auch Google Analytics Nutzer sollten sich vorbereiten und schnellstens einige Dinge in die Wege leiten.
Whitepaper vom Competence Circle Digital Marketplaces oder kurz #CCdigitalM vom Deutschen Marketing Verband:
Gattiker, Urs E., Temmen, Taina, & Sinistra, Patrizia (2018-04, 2 rev. Auflage). EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO): Was ist Sache für Marketing Manager, Geschäftsleitung und Vorstand? White Paper Serie. Düsseldorf: Deutscher Marketing Verband e.V. (DMV). Aufgerufen am 2017-12-01 auf https://MCLago.com/download/13/   (Wegen Nachfrage, 2 revidierte Auflage)
Der nachfolgende Beitrag aus unserer Reihe zum neuen DSGVO. Er zeigt auf, welche Dinge Marketing, Personalfachleute und Manager berücksichtigen müssen.

Update gefällig?

Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein, bleiben Sie auf dem Laufenden und erhalten jeweils eine Reminder-Mail, sobald ein neues Thema zum EU Datenschutz, Marketing und Compliance veröffentlicht wird.
[su_box title=“Weitere wichtige News zum EU Datenschutz“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
2018 EU Datenschutz:  Marketing aufgepasst
2018 EU Datenschutz:  Personalrekrutierung oder kostenlose Pizza gefällig?
2018 EU Datenschutz: KMU, was nun?
2018 EU Datenschutz Ratgeber: Facebook Likes und DSGVO: Ist der Bewerber drogensüchtig?
2018 EU Datenschutz Compliance mit Google Analytics  (sie sind hier)
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing – September 2017
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing Trends – März 2018
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Compliance Ressource Seite – Tools, Checklisten (April 2018 regelmässige Updates)
MC Stuttgart-Heilbronn – DSGVO: Tipps
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Workshop für Marketing Fachleute – 8. März 2018
[/su_box]
Fragen einfach anklicken und Sie kommen sofort zur Antwort weiter unten.

Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Dinge, die sie wissen sollten.

1. SSL d.h. https:// einsetzen

Datensicherheit wird durch die DSGVO ab 25. Mai 2018 zu einer verpflichtenden Massnahme. Die Verschlüsselung mit einem SSL-Zertifikat ist für alle Formulare auf einer Webseite oder im Onlineshop gesetzlich vorgeschrieben.
SSL steht für “Secure Sockets Layer“. Es handelt sich dabei um ein Protokoll, welches sicherstellt, dass die Daten zwischen Browser und besuchter Website (https://) verschlüsselt übertragen werden.
Nicht vergessen, wenn Sie von http auf https umstellen, brauchen sie ein Zertifikat für Ihre Webseite.  Das können Sie über Ihren Hoster bekommen aber auch über Anbieter welche dies sogar fast oder kostenlos machen.

Welche Codes werden mit Hilfe vom Cookie auf meinem Gerät ausgeführt? Datenschutz und Sicherheit.

Welche Codes werden mit Hilfe vom Cookie auf meinem Gerät ausgeführt? Datenschutz und Sicherheit.

2. Google Analytics – richtig erklären – datenschutzkonform nutzen

Im letzen Beitrag haben wir erklärt, wie man den Vertrag mit Google Analytics erhält und hier kommen noch ein paar weitere wichtige Dinge die es zu beachten gilt.

Vorschlag was auf der Webseite eingebaut werden muss

Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. („Google“). Google Analytics verwendet „Cookies“, das sind Textdateien. Diese werden auf Ihrem Computer gespeichert. Sie ermöglichen wiederum eine Analyse der Benutzung der Webseite durch Sie.

Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung der Webseite, wird in der Regel an einen Server von Google in den USA übertragen. Dort werden diese Daten gespeichert.

Mehr Information zu Google Analytics können Sie hier einsehen: https://support.google.com/analytics/answer/6004245?hl=de

Browser Plugin

Sie können die Speicherung der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser-Software verhindern. weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich werden nutzen können.

Verhindern Sie die Erfassung der durch den Cookie erzeugten und auf Ihre Nutzung der Website bezogenen Daten (inkl. Ihrer IP-Adresse) an Google sowie die Verarbeitung dieser Daten durch Google.

Laden Sie den für Ihren Browser benötigten Plugin herunterladen und installieren:

Google Chrome Browser-Plugin:  https://chrome.google.com/webstore/detail/google-analytics-opt-out/fllaojicojecljbmefodhfapmkghcbnh?hl=de

Firefox Browser-Plugin:

Mobile Endgeräte

Bei Browsern auf mobilen Endgeräten, können Sie die Erfassung durch Google Analytics zudem verhindern, indem Sie <span=“text-decoration:underline;“>auf diesen Link klicken<span>.

Es wird ein Opt-Out-Cookie gesetzt. Dies verhindert die zukünftige Erfassung Ihrer Daten beim Besuch unserer Webseite verhindert. Der Opt-Out-Cookie gilt nur in diesem Browser und nur für unsere Website und wird auf Ihrem Gerät abgelegt. Löschen Sie die Cookies in diesem Browser, müssen Sie das Opt-Out-Cookie erneut setzen. 

Wir nutzen Google Analytics weiterhin dazu, Daten aus Double-Click-Cookies und auch AdWords zu statistischen Zwecken auszuwerten. Sollten Sie dies nicht wünschen, können Sie dies über den Anzeigenvorgaben-Manager https://adssettings.google.com/authenticated?hl=de) deaktivieren.

Widerspruch gegen Datenerfassung
Sie können die Erfassung Ihrer Daten durch Google Analytics verhindern, indem Sie auf folgenden Link klicken. Es wird ein Opt-Out-Cookie gesetzt, der die Erfassung Ihrer Daten bei zukünftigen Besuchen dieser Website verhindert: klicken Sie bitte diesen Link. (da müssen Sie noch den richtigen Link einsetzen)

IP-Anonymisierung

Wir haben zudem auf dieser Webseite Google Analytics um den Code „anonymizeIP“ erweitert. Dies garantiert die Maskierung Ihrer IP-Adresse, sodass alle Daten anonym erhoben werden. Nur in Ausnahmefällen wird die volle IP-Adresse an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gekürzt.
Die im Rahmen von Google Analytics von Ihrem Browser übermittelte IP-Adresse wird nicht mit anderen Daten von Google zusammengeführt.

Quelle: https://blog.DrKPI.de

Digital Online FAQs: So helfen wir dem Nutzer.

Digital Online FAQs: So helfen wir dem Nutzer.

2.1 Anm. Hinweise zur Einbindung des Opt-Out-Cookie finden Sie unter:
Update gefällig?

Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein, bleiben Sie auf dem Laufenden und erhalten jeweils eine Reminder-Mail, sobald ein neues Thema zum EU Datenschutz, Marketing und Compliance veröffentlicht wird.

3. Was ist Ihre Meinung

Wir hoffen auf Earned Media und arbeiten mit Word-of-Mouth Influencers um den ROI zu verbessern.
Die beste Social Media Marketing Strategie mit Kennzahlen hilft nichts, wenn wir die Kundendaten nich gemäss der DSGVO sammeln, bearbeiten und / oder löschen.
Die neue  EU Datenschutz Grundverordnung (EU DS-GVO oder DSGVO) wie auch die ePrivacy-Verordnung stellen neue Anforderungen an die Compliance.
Dabei muss die Arbeit mit Google dem Nutzer richtig erklärt werden.
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde, wäre Ihre Meinung:

    • Haben Sie schon überprüft, wie gut Ihre Organisation vorbereitet ist?
    • Bei welchen Applikationen oder Social Networks gibt es für Sie noch Klärungsbedarf in Sachen DSGVO?
    • Nutzen Sie Google Analytics und ist es bei Ihnen schon DSGVO compliant umgesetzt?… Haben Sie gecheckt?

5. Checkliste: Google Analytics datenschutzkonform verwenden

Hier ist ein Beispiel wie Sie relative rasch abklären können, ob Google Analytics bei Ihnen schon richtig eingesetzt ist.
[su_box title=“6 Punkte Quick Check zum Thema DSGVO Compliance für Google Analytics“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]

  1. Das Unternehmen hat einen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag mit Google abgeschlossen.
  2. In der Datenschutzerklärung erklären wir den Webseiten Besuchern wie wir Google Analytics nutzen (siehe Bsp. oben).
  3. Nutzer haben die Möglichkeit sich von der Datenerhebung auszuschliessen mit Add-On oder Opt-Oout Coookie.
  4. Den Code zur Anonymisierung der IP-Adressen der Besucher ist in der Firmenwebseite eingebaut.
  5. Unternehmen hat getestet, dass die Anonymisierung der IP Adresse funktioniert.
  6. Daten welche unabsichtlich aber fälschlich erhobene wurden sind gelöscht?

Wenn diese Checkliste im Unternehmen umgesetzt ist, dann wird Google Analytics rechtskonform genutzt. Leider können sich aber diese Dinge ändern, was bedeutet, dass Sie dran bleiben müssen. [/su_box]

Fotos: Sandra Blaser Photography, iStock

Offenlegung: Der Autor / Blogger weist darauf hin, dass einige der erwähnten Unternehmen / Organisationen, Kunden von CyTRAP Labs GmbH sind und / oder DrKPI® Services und Produkte abonniert haben / beziehen.

Diskussionen während der Datenschutz - DSGVO Veranstaltung beim MC Lago in Konstanz.

In Kürze: Eine gute Social Media Marketing Strategie verlangt, dass wir Kundendaten DSGVO konform nutzen, verwalten und löschen.
Aber wenn Facebook diese persönlichen Daten kennt, ist dies dann DSGVO konform?
Wenn nicht, was bedeutet dies für die Facebook Seite unseres Unternehmens, Vereins oder NGO?
Was immer wir entscheiden, die Fragen zeigen auf, dass die richtige Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) kompliziert und kostenaufwendig ist.
Bonus 4-Punkte Checkliste für DSGVO konforme Nutzung von Google Analytics – Slides zum Download.
Bonus 2 Mehr zu DSGVO Compliance und Google Analytics.
Whitpaper vom Competence Circle Digital Marketplaces oder kurz #CCdigitalM vom Deutschen Marketing Verband:
Gattiker, Urs E., Temmen, Taina, & Sinistra, Patrizia (2017-11). EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO): Was ist Sache für Marketing Manager, Geschäftsleitung und Vorstand? White Paper Serie. Düsseldorf: Deutscher Marketing Verband e.V. (DMV). Aufgerufen am 2017-12-01 auf https://MCLago.com/download/13/
Der nachfolgende Beitrag aus unserer Reihe zum neuen Bundesdatenschutzgesetz. Er zeigt auf, welche Dinge Marketing, Personalfachleute und Manager berücksichtigen müssen.

Download die Slides von der DrKPI®  Präsentation beim #MCLago #DMV: 15 MB, PDF Datei

 
[su_box title=“Weitere wichtige News zum EU Datenschutz“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
2018 EU Datenschutz:  Marketing aufgepasst
2018 EU Datenschutz:  Personalrekrutierung oder kostenlose Pizza gefällig?
2018 EU Datenschutz: KMU, was nun?
2018 EU Datenschutz Ratgeber: Facebook Likes und DSGVO: Ist der Bewerber drogensüchtig? (sie sind hier)
2018 EU Datenschutz Compliance mit Google Analytics 
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing – September 2017
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing Trends – März 2018
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Compliance Ressource Seite – Tools, Checklisten (April 2018 regelmässige Updates)
MC Stuttgart-Heilbronn – DSGVO: Tipps
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Workshop für Marketing Fachleute – 8. März 2018
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Am 4. Mai 2016 wurde die Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung) kundgemacht.
Fragen einfach anklicken und Sie kommen sofort zur Antwort weiter unten.

Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Dinge, die sie wissen sollten.

1. Facebook weiss Bescheid

Schon 2013 hat Michael Kosinski eine Studie veröffentlicht die anzeigte, dass wir mit unseren Daten sehr viel Information im Netz hinterlassen. Zum Beispiel kann anhand unserer Kontakte wie auch Likes, welche wir hinterlassen, bestimmt werden, ob wir gewisse Produkte mögen, Vereinsmitgliedschaften besitzen und gewisse Arten von Sport betreiben.
Auch unsere sexuellen Präferenzen, wie z.B. ob wir schwul oder lesbisch sind, kann relativ genau eruiert werden.

Facebook 2013: Schon damals hinterliessen wir digitale Spuren über unser Sexleben, Bier Vorlieben, usw.

Facebook 2013: Schon damals hinterliessen wir digitale Spuren über unser Sexleben, Bier Vorlieben, usw.

2. Personalisierte Werbung bei Facebook

Artikel 9 (1) der Datenschutz Grundverordnung (DSGVO) sagt unter anderem:

  1. Die Verarbeitung personenbezogener Daten, aus denen die rassische und ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen oder die Gewerkschaftszugehörigkeit hervorgehen, sowie die Verarbeitung von genetischen Daten, biometrischen Daten zur eindeutigen Identifizierung einer natürlichen Person, Gesundheitsdaten oder Daten zum Sexualleben oder der sexuellen Orientierung einer natürlichen Person ist untersagt.

Facebook hat von rund 40% der EU Bevölkerung oder 203 Mio Menschen persönliche Daten gespeichert.
Die Verarbeitung solcher sensitiver personenbezogener Daten ist jedoch laut Artikel 9 (1) untersagt.
Die Freigabe solcher persönlicher Daten durch den Nutzer, z.B. um die Nutzung von Facebook zu ermöglichen  – u.a. Daten zu politischer Orientierung, zum religiösen Glauben oder auch zur sexuellen Präferenzen, oder sogar zum Drogenkonsum – ist untersagt.
Doch nun hat eine weitere Studie aufgezeigt, dass Facebook solche Informationen wie ethnische Herkunft oder religiöse Überzeugungen gespeichert hat. Diese werden auch gezielt bei der Schaltung von Werbung bei Nutzern eingesetzt.
Die Studie stellte z.B. fest, dass Frauen Werbungen angezeigt bekommen basierend auf ihren Angaben zum Geschlecht.
Bei gut 70% der Frauen, welche auf Facebook Werbung angezeigt bekommen, nutzt Facebook z.B. Geschlecht also Information, um Werbung für Kosmetik oder Tampons anzugeigen. Die Studie fand ebenfalls heraus, dass homosexuelle Männer Werbung angzeigt bekommen, welche diese Information zur Selektion der Werbeschaltung nutzt.
Cabañas, José González, Cuevas, Ángel und Cuevas Rubén (2018-02-14). Facebook use of sensitive data for advertising in Europe. Aufgerufenen am 23. Feb, 2018 auf https://arxiv.org/abs/1802.05030v1

Facebook nutzt heute sensitive Personaldaten um uns relevante Werbung zu zeigen: Dies ist nicht DSGVO compliant.

Facebook nutzt heute sensitive Personaldaten um uns relevante Werbung zu zeigen: Dies ist nicht DSGVO compliant.


Während der Diskussionen im Workshop des #MCLago zum DSGVO oder GDPR war klar ersichtlich: Das Alles hat seinen Preis.
Von rechts nach links unsere Referenten: Dominique Emerich, Markus Neff und Urs E. Gattiker

Von rechts nach links unsere Referenten: Dominique Emerich, Markus Neff und Urs E. Gattiker

3. Sind wir DSGVO compliant?

Die obigen Ausführungen zeigen, dass Facebook Daten noch nicht nach DSGVO Compliance verarbeitet werden. Doch auch unsere eigenen Organisationen sind gefordert.
Wenn Sie die Fragen in den beiden Tabellen unten schriftlich ausarbeiten, d.h. genau dokumentieren, was Sie unternommen haben, haben sie einen weiteren wichtige Schritt unternommen, um Ihre DSGVO Compliance vor dem 25 Mai 2018 sicher stellen zu können.
Das heisst, die Antworten sind wie das Resultat Ihres Inventars des Weinkellers. Wo sind wir gut versorgt und wo müssen wir nachbestellen – in diesem Fall nachbessern, um ein akzeptables Niveau für den Datenschutz zu erreichen.

3a. 4 Punkte Quick Check zum Thema DSGVO Compliance

Die Checklisten unten sowie Ratgeber und Tipps erlauben es Ihnen kurz zu überprüfen, wie weit Ihre Sicherheitsexperten sind was die DSGVO Compliance Vorbereitungen betrifft.
Ist noch wenig oder nichts getan, dann muss sofort etwas unternommen werden. Ansonsten ist das Unternehmen garanteirt bis zum 25 Mai nicht regelkonform was Datenschutz und die DSGVO betrifft.
[su_box title=“4 Punkte Quick Check zum Thema DSGVO Compliance: Lösungen“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]
Eine grundsätzliche Checkliste für die Implementierung der DSGVO in Ihrem Unternehmen haben wir hier für Sie vorbereitet:

Versuchen Sie diese Antworten schriftlich zu erstellen. Dabei ist es immer wichtig, dass sie auch dokumentieren, warum sie mit bestimmten Dingen noch nicht fertig sind. Erklären Sie dabei bitte auch, wieso eine Lösung X vorgenommen wurde und nicht eine andere.
Nur somit können Sie nachher genau feststellen, welche kritischen Dinge als nächstes unbedingt angegriffen werden müssen.
1. Haben Sie eine Datenschutzerklärung Online gepostet, welche auch Otto Normalverbraucher verstehen können?
Lösung hier: Datenschutz-One-Pager Tool – kostenlos generieren.
Erklärung: Dieser One-Pager dient in Form einer Kurzübersicht. Er ist verbraucherfreundlich, was das DSGVO verlangt.
Nichtsdestotrotz, das DSGVO erfordert auch eine förmliche Datenschutzerklärung.
Das heisst, sie brauchen beides, eine förmliche und eine verbraucherfreundliche Datenschutzerklärung.
2. Sind Daten von Personen in Exceldateien oder sonstwo verschlüsselt? Vielleicht auch auf dem Home PC?
Lösung hier: Wie sie VeraCrypt kostenlos nutzen können, wird hier erklärt.
Erklärung: Eine Liste von Open-Source Verschluesselungssoftware
3. Habe Sie ein genaues Inventar von den externen Unternehmen, welche im Auftrage Ihre Daten verarbeiten?
Bsp.: Wenn Sie Teil eines Affiliate Marketing Netzwerkes sind, wer ist verantwortlich? Sie als Webseiten Betreiber der einen Link auf Amazon setzt oder Daten an diese weitergibt. Abklären, Sie sind es zu fast 100 %.
Hilfe: Als Auftragsverarbeiter müssen sie mindestens etwas in Ihre AGB’s einbauen, dass die DSGVO anspricht und sicherstellt, dass sich Ihre Partner daran halten.
4. Haben Sie mit Ihren Auftragsverarbeitern einen Vertrag wie im DSGVO verlangt?  Sie brauchen z.B. einen Vertrag mit Google, wenn Sie Google Analytics benutzen.
Bsp.: Laut Art. 28 der DSGVO brauchen wir eine schriftliche Vereinbarung mit dem Auftragsverarbeiter unserer Daten (Elektronischer Vertragsschluss der Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO) ist möglich).
Hilfe: Google’s „Data Processing Amendment to G Suite and/or Complementary Product Agreement (Version 2.0)“ neu veröffentlicht. Auch Mailchimp (für Newsletters) zeigt, wie dies bei ihnen funktioniert inklusive Sub-Contractors.
Kompliziertere Angaben gibt es auch von Microsoft (auch hier und sogar auf Deutsch) und von Sales Force zum Thema sowie deren Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
[/su_box]
Grundsätzlich verfolgt die DSGVO gemäß Art. 32 Abs.1 b), ob Vertraulichkeit, Integrität und die Verfügbarkeit der verarbeitenden Systeme und Dienste sicher gestellt sind.
Checken Sie bitte genau, aber weder WhatsApp noch weitere Applikationen können einfach so genutzt werden.

#MCLago Veranstaltung zur General Data Protection Regulation GDPR - volles und engagiertes Haus beim Südkurier.

#MCLago Veranstaltung zur General Data Protection Regulation GDPR – volles und engagiertes Haus beim Südkurier.

3b.Schnelltest Google Analytics: Setzen wir dieses Tool DSGVO compliant ein?

Auch Nutzer von Google Analytics auf Firmenwebseiten müssen gewisse Vorkehrungen treffen, um compliant zu sein. Einen 4-Punkte Check finden sie in der Tabelle unten.
[su_box title=“Schnelltest und Ratgeber Google Analytics: 4-Punkte Check “ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]
A. Nutzung Google Analytics. Wenn das Unternehmen oder die Bloggerin Google Analytics nach den Vorgaben der Datenschützer nutzen will, muss ein schriftlicher Vertrag von 18 Seiten Umfang mit Google abgeschlossen werden. Dies betrifft die „Auftragsverarbeitung“ nach § 13 BDSG.
Den von Google und den Datenschützern entwickelten Mustervertrag zur Auftragsdatenverabeitung können Sie hier herunter laden und nutzen:
www.google.com/analytics/terms/de.pdf
Der Vertrag umfasst

  1. Anlage: Regelungen zur Auftragsdatenverarbeitung
  2. Anlage: Technische und organisatorische Massnahmen

Der Vertrag muss schriftlich abgeschlossen werden und mittels rückfrankiertem Umschlag per Post an Google gesendet werden. Die Adresse ist:
Contract Administration Department, Google Ireland Ltd,
Gordon House Barrow Street, Dublin 4, Irland
Nach einigen Wochen erhalten Sie ein gegengezeichnetes Exemplar zurück. Auch für Google Universal Analytics sollten Webseitenbetreiber einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung mit Google abschließen. Dieser wurde bisher allerdings noch nicht auf Universal Analytics angepasst.
B. Google Analytics and Cookies. Die Cookie Herausforderung ist so, dass der Betreiber einer Webseite einen Link schalten muss zum Browser PlugIn, sodass die Speicherung der Daten unterbunden wird und das Opt-out Cookie gesetzt ist.

Google Analytics Schnelltest – sind Punkte A & B oben richtig umgesetzt.

Sie überprüfen dabei im Unternehmen, ob Google Analytics rechtssicher genutzt wird. Sie kontrollieren die folgenden 4 Dinge:

  1. Wurde der Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung abgeschlossen (Punkt 5)?
  2. Ist die IP Anonymisierung eingebunden worden?
  3. Wurde die Datenschutzerklärung aktualisiert, d.h. darauf hingewiesen, was man tun kann als Nutzer, um ein Tracking seinerseits zu vermeiden?
  4. Hat das Unternehmen ein Link zum Browser PlugIn gesetzt (siehe Punkt 6).

[/su_box]
Hier gibt es Datenschutz 2018 Ressourcen inklusive Checklisten
[su_slider source=“media: 8903,8896,8897,8898,8900,8931,8902″]

4. Was ist Ihre Meinung

Die neue  EU Datenschutz Grundverordnung (EU DS-GVO oder DSGVO) wie auch die ePrivacy-Verordnung stellen neue Anforderungen an die Compliance.
Unsere Frage im Titel, ob ein Bewerber für eine Stelle drogensüchtig ist, kann relativ akkurat mit Facebook Likes beantwortet werden.
Sehr befremdend ist jedoch, dass Facebook Werbung schaltet, welche auf personenspezifischen Daten basieren, welche für solche Zwecke gemäss DSGVO nicht rechtens sind.
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde, wäre Ihre Meinung:

  • Haben Sie schon überprüft, wie gut Ihre Organisation vorbereitet ist?
  • Bei welchen Applikationen oder Social Networks gibt es für Sie noch Klärungsbedarf in Sachen DSGVO?

Fotos bei Corina Rieflin, Dominik Birk und Urs E. Gattiker

Offfenlegung: Der Autor / Blogger weist darauf hin, dass einige der erwähnten Unternehmen Kunden von CyTRAP Labs GmbH sind und / oder DrKPI® Services und Produkte abonniert haben / beziehen.
Download die Slides von Markus Neff und Dominique Emerich beim #MCLago #DMV #DMT18:  8 MB PDF Datei

Download die Slides von der DrKPI® Präsentation beim #MCLago #DMV: 15 MB, PDF Datei – siehe unten zum anschauen

[embeddoc url=“http://blog.drkpi.de/wp-content/files//2018-03-DrKPI-GDPR-MCLago.pdf“ width=“100%“ viewer=“google“]

Ralf Strauss eröffnet den Deutschen Marketing Tag 2017 in Frankfurt.

Fazit: Der Deutsche Marketing Tag 2017 war mit 1,500 Teilnehmern der bis jetzt grösste organisierte Event vom Deutschen Marketing Verband.
Download – Agiles Management – Slides
Viele interessante Keynotes, Breakout Sessions und inspirierende Gespräche.
Meine Eindrücke mit einigen Fotos.

Das war mein zweiter Deutscher Marketing Tag vom Deutschen Marketing Verband (DMV).
Drei Dinge fielen mir dabei auf:

    1. Die Organisation (Programm Ralf Strauss, Organisation Deutscher Marketing Verband – Büro Düsseldorf das ganz Team! und Management Forum) hat sich nochmals im Vergleich zu 2016 überboten.
      Für mich als Teilnehmer lief alles perfekt ab und die Frankfurter Messe tat das ihre inklusive Catering. Chapeau! Merci!
    2. Der #DMT17 war mit mehr als 1,500 Teilnehmern nochmals um einige hundert Teilnehmer grösser als der 43. Deutsche Marketing Tag in Leipzig.
    3. Dieses Jahr waren meine Kolleginnen, Kollegen und ich das 1. Mal als Mitglieder vom #MCLago dabei.

Natürlich waren auch einige Dinge für mich persönlich ganz anders als 2016. Letztes Jahr hatte ich das Privileg mit Mark Leinemann den DMT16 besuchen zu können (auch er heute Mitglied beim #MCLago). Wir verbrachten den Nachmittag zusammen beim Stadtbummel in Leipzig – eine schöne wie auch interessante Stadt.
In Frankfurt habe ich einige der Leute, die ich im letzten Jahr traf, auch hier wieder angetroffen. Das macht eine Veranstaltung immer noch besser. Ich durfte viele neue und sehr interessante Menschen kennen lernen.
Hier meine Synopsis. Diese erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Deep Dive

2017 begann der Deutsche Marketing Tag schon am Vortage, d.h. Mittwochs um 17:30 Uhr. Mehrere Deep Dive Sessions waren auf dem Programm.
Ich hatte die Ehre, eine Deep Dive Session moderieren zu dürfen – siehe Fotos unten.
[su_slider source=“media: 8510,8499,8500,8504″]
Agile Organisation … von der strategischen Sichtweise zur erfolgreichen Umsetzung.[/su_slider]
Taina Temmen und Steffen Köster waren meine Referenten. Super interessant, wie sich Agilität in Sachen Marketing und Innovation auf verschiedenen Ebenen abspielen kann.
Hier gibt es meine Slides… Einführung und Zusammenfassung – Session Agiles Marketing.

Ryanair grüsst Lufthansa

Ralf Strauss, der Präsident vom Deutschen Marketing Verband (DMV) eröffnete den Kongress auf der grossen Bühne. Nach seiner eloquenten Einführung ging es dann gleich los im Programm.
Im Vortrag von Matthias Wenk (Ryanair), wurde mit einigen Mythen aufgeräumt.
Ein tolles Beispiel dafür war, dass Ryanair den digitalen Plattformen abgeschworen hat. Ryanair nutzt weder Google AdWords noch Plattformen wie Booking.com
Das Unternehmen ist der Meinung, dass die Nutzung solcher Instrumente die Gewinnmarge unnötigerweise schmälert.
Ebenfalls besteht z.B. bei Booking.com die Gefahr, dass der Ryanair Kunde die Webseite der Airline meidet. Dies ist weder für das Loyalty Marketing noch das Branding, welches Ryanair anstrebt, hilfreich.
[su_slider source=“media: 8503,8501″]
Ryanair … Google ist eine Steuer die es nicht braucht. Nutzen alle Google AdWords, verteuert sich das Produkt und die Marge verringert sich. [/su_slider]
Ryanair sieht Google AdWords wie auch Booking.com als eine Art Verbrauchssteuer, welche weder Kunden schätzen. Noch Ryanair. Ryanair steigert die Marge lieber und lässt Kunden von niedrigeren Preisen profitieren.

McKinsey: Axa oder Aral – es macht keinen Unterschied

Der erste Moderator auf der grossen DMT17 Bühne war Jesko Perrey. Er stellte die einzige Teilnehmerin in dieser Gruppe als Marketingchefin von Axa vor. Sandra Schwimbersky wies ihn charmant auf diesen Faux-pas hin. Er schien dies mit dem Hinweis relativieren zu wollen, dass Axa und Aral ja beide im Commodity Business tätig seien.
Unter den Zuhörern ging dabei ein Raunen durch die Runde. Wir waren verwundert.
Auch ein Moderator muss sich gut vorbereiten, d.h. Einzelheiten, Werdegang, Steckenpferde, usw. der Referenten oder Diskussionsteilnehmer verstehen. Dies hatte bei diesem McKinsey Consultant, dem viel beschäftigten Moderator wohl aus zeitlichen Gründen nicht geklappt.
Doch eines schien er gut zu verstehen, wie man den eigenen Kunden – sprich Telekom – in Szene setzen kann. Schade, wenn der Kunde scheinbar nicht fähig ist, von diesen Chancen mit Hilfe von Fakten Vorteile zu gewinnen (siehe ganz links auf dem Foto).
[su_slider source=“media: 8514,8505″]Deutscher Marketing Tag – Eindrücke, Faux-Pas und Kreativität sind immer nahe beinander [/su_slider]
Auch der Repräsentant der E.ON Energie war blass.
Die Selbstgefälligkeit der 3-er Gruppe von Männern wurde aber durch Sandra auf intelligente, witzige und auf charmante Weise durchbrochen. Dabei setzte sie Nägel mit Köpfen ein. Sie demonstrierte dabei auch ihre Kenntnisse über das Commodity Business.
Glücklicherweise war dies die einzige Session, wo die männlichen Referenten kläglich von der Qualität der Referentin in den Schatten gestellt wurden. Ansonsten war ich mit der Qualität der Referenten und Moderatoren in den von mir besuchten Sessions sehr zufrieden.

Content Marketing: Vorleben der Strategie ist die Devise

Natürlich wollte ich mir auch den Vortrag von Ralf Geiger von VAUDE Sport, seines Zeichens Beirat des MCLago, anhören.
2 Wochen vor seinem Auftritt haben wir mit ihm zum Thema seines #DMT17 Vortrages ein lesenswertes Interview auf dem MCLago Blog veröffentlicht.
Die Unternehmensphilosophie von VAUDE Sport und deren CEO Antje von Dewitz wurde auch in der brand eins Ausgabe vom November 2017 im Beitrag – „Ausser Konkurrenz“ – beschrieben. Ein lesenswerter Artikel von Daniela Schröder mit Fotos von Jens Schwarz.
Ralf Geiger hat das an diesem Event nochmals mit klaren Worten erklärt. Beispiel, warum trotz Amazon und deren immer grösserem Engagement im Activewear Bereich, VAUDE Sport weiterhin auf Erfolgskurs ist.
[su_slider source=“media: 8512,8511,8507,8506″]
Marketing Club Lago Beirat Ralf Geiger (VAUDE Sport), im vollgepackten Vortragssaal zum Thema Vision[/su_slider]
Die interessierten Versammelten hatten dann das Vergnügen, Patrick Dinger von DS Automobiles zuhören zu dürfen. Er erläuterte die Herausforderung, eine neue Automarke im Premium Segment lancieren zu dürfen.
Auf interessante Weise erklärte er, wie z.B. DS Automobiles Influencers einsetzt, um die Marke einem grösseren Publikum bekannt zu machen.
Inwiefern hier der Brand-Influencer-Fit zufriedenstellend sein kann, ist nicht ganz offensichtlich. Lassen sich erfolgreiche Marketer in der Zuschauermenge am Deutschen Marketing Tag von einem 42 jährigen „something“ Fotomodell beeinflussen?
PS: wir dachten alle kann ja nicht sein, die Haut oder Photoshop? 26 max.
Vielleicht ja. Doch scheint mir, in dieser Altersgruppe von 35 bis 50 jährigen erfolgreichen Managers (d.h. die Zielgruppe welche DS Automobiles versucht zu erreichen) hat keiner die Zeit, noch die Lust den Blog der Selbstdarstellerin Alexandra Lapp zu lesen.
Unsere Daten (siehe DrKPI Benchmark Overview, Image unten) zeigen z.B. wie das Engagement Level, ein wichtiger Indikator für ein erfolgreiches Content Marketing, von Alexandra Lapp verbessert werden kann.

DS Automobiles nutzt Influencers zum Marken Launch: Wie gut ist der Brand-Influencer Fit aber wirklich?

DS Automobiles nutzt Influencers zum Marken Launch: Wie gut ist der Brand-Influencer Fit aber wirklich (z.B. Altersgruppe)?

PS: Bis Anfangs 2016 hiess der Blog noch „stylesandwich.de“. Doch dann hat Alexandra auf persönliches Branding gesetzt und die Webpage auf Alexandralapp.com umgetauft.

DOWNLOAD: FAQ zur Kennzeichnung von INFLUENCER MARKETING – Werbung VON DEN Medienanstalten Deutschlands, November 2017
Alexandra hat über die DS Automobiles gebloggt. Interessanterweise ist der Blogeintrag nicht als Werbung, wie in Deutschland gemäss Gesetz Pflicht, prominent am Anfang gezeichnet.
Das Beispiel zeigt deshalb auch, Sponsoren müssen von Agenturen und deren vermittelten Influencers verlangen, dass die Compliance der Gesetze sichergestellt wird.
Komplex wird es wenn der Hersteller nicht direkt die Bloggerin bezahlt. Doch hat er hier einen Vertrag mit dem Verlag und der Zeitung… Wenn der Verlag / Magazin dann wieder die Bloggerin finanziert oder ihr kostenlose „goodies“ gibt…. muss der Blogeintrag als Werbung (oben – prominent platziert) deklariert sein.
Vertrauen heisst, dass solche Dinge klar deklariert werden. Dies wie auch vom Gesetz verlangt. Verstösse auf Social Media und in Blogs in Sachen unlautere Werbung führen immer mehr zu Abmahnungen von Sponsoren und Influencers. Das kommt nicht nur teuer, es schadet auch der Reputation des Unternehmens.
Im vollgepackten Raum sassen einige Repräsentanten aus der Zielgruppe der DS Automobiles und somit potentielle Käufer. Leider waren keine Kopien vom Markenmagazin Divine von DS Automobiles – Content Marketing der feinsten Art in Papierform –  vorhanden.
Patrick hat mir aber versprochen, mir baldmöglichst eine Kopie zukommen zu lassen. Auf diese Lektüre bin ich sehr gespannt!
Den Abschluss machte Heiko Klauer von IKEA Deutschland mit einer kurzen Präsentation über das Marketing bei seinem Arbeitgeber. Hier waren die Zuschauer vielleicht ein wenig überrascht, dass es auch mit 50 Marketing Spezialisten viel Arbeit ist, genau den Content zu produzieren, welche für die Zielgruppe wirklich relevant ist.
Obwohl Artificial Intelligence und Big Data helfen können, müssen auch Kundenverständnis und Kreativität richtig ineinander greifen, um den gewünschten Content erstellen zu können.

Fazit – Ihre Meinung ist gefragt

Eine ausgezeichnete Veranstaltung mit aufschlussreichen und überraschenden Beiträgen und noch interessanteren persönlichen Gesprächen mit Referenten und Teilnehmern. Doch was mich interessiert ist Ihre Meinung.

  1. Was war Ihre letzte Konferenz? Was hat Ihnen dabei am meisten Eindruck gemacht?
  2. Wie bereiten Sie sich als Moderator oder Referent gut auf einen Auftritt vor?
  3. Was waren die wichtigsten „Take-Aways“, welche Sie von Ihrer zuletzt besuchten Konferenz / Messe mit nach Hause genommen haben?
  4. Und was nervt Sie bei solchen Veranstaltungen am meisten?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar den ich natürlich beantworten werde.
PS. Das White Paper zur DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) vom DMV Competence Circle Digital Marketplaces wurde ebenfalls am Deutschen Marketing Tag lanciert: Check it out!
PPS. Besonders interessant fand ich auch als Detlef Braun (seines Zeichens Geschäftsführer der Messe Frankfurt) die Teilnehmer bei der Begrüssung darauf hinwies, dass die Messe Frankfurt seit dem 11. Juli 1240 mit einem Messeprivileg versehen ist.
Das heisst, Bürger durften während der Herbstmesse auch Reisende und Händler (d.h. Fremde) zu Hause beherbergen (Airbnb is calling), was sonst nicht erlaubt war.

Datenschutz wird immer wichtiger - EU DSGVO | Urheber iStock

In Kürze: Wie plant ein KMU jetzt und trifft rechtzeitige Vorkehrungen für den 25. Mai 2018, wenn die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft tritt?
Die Anpassungen sind für Deutsche, Österreichische und Schweizer KMU kompliziert und kostenaufwendig.
Dieser Beitrag zeigt auf, wo die Probleme liegen.
Nutzen Sie unsere Checkliste und machen Sie den Fitness Test.
Der nachfolgende Beitrag aus unserer Reihe zur neuen Datenschutzgrundverordnung kurz DSGVO oder auf englisch General Data Protection Regulation (GDPR) zeigt auf, welche Dinge Marketing-, Personalfachleute und Manager berücksichtigen müssen.
[su_box title=“Weitere wichtige News zum EU Datenschutz“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
2018 EU Datenschutz:  Marketing aufgepasst
2018 EU Datenschutz:  Personalrekrutierung oder kostenlose Pizza gefällig?
2018 EU Datenschutz: KMU, was nun? (sie sind hier)
2018 EU Datenschutz Ratgeber: Facebook Likes und DSGVO: Ist der Bewerber drogensüchtig?
2018 EU Datenschutz Compliance mit Google Analytics 
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing – September 2017
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing Trends – März 2018
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Compliance Ressource Seite – Tools, Checklisten (April 2018 regelmässige Updates)
MC Stuttgart-Heilbronn – DSGVO: Tipps
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Workshop für Marketing Fachleute – 8. März 2018
Download White Paper:  Gattiker, Urs E., Temmen, Taina, & Sinistra, Patrizia (2017-11). EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO): Was ist Sache für Marketing Manager, Geschäftsleitung und Vorstand? White Paper Serie. Düsseldorf: Deutscher Marketing Verband e.V. (DMV). Aufgerufen am 2017-12-01 auf http://MCLago.com/download/13/
[/su_box]
Am 4. Mai 2016 wurde die Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung) kundgemacht.
Fragen einfach anklicken und Sie kommen sofort zur Antwort weiter unten.

Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Dinge, die sie wissen sollten.

1. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Kleinstunternehmen definiert die Kommission (siehe 6. Mai 2003/361/EC) anhand von drei Kennzahlen:

– Anzahl Angestellte (Vollzeitäquivalenz),
– Bilanzsumme, und
– Umsatz

Ein KMU beschäftigt weniger als 250 Personen Vollzeit und erziehlt höchstens einen Jahresumsatz von 50 Mio. oder deren Jahresbilanzsumme beläuft sich auf höchstens 43 Mio. Euro.
Das Kleinstunternehmen hat weniger als 10 Personen in Vollzeit eingestellt und der Jahresumsatz / Jahresbilanz überschreitet keine 2 Mio. Euro.

Definition von: COMMISSION RECOMMENDATION of 6 May 2003 concerning the definition of micro, small and medium-sized enterprises [notified under document number C(2003) 1422] (Text with EEA relevance) (2003/361/EC) (May 20, 2003).

Ein Vollzeitäquivalent  (Abkürzung: VZÄ, englisch: Full-Time Equivalent – FTE) ist eine wichtige Kennzahl, welche die relative Anzahl an Personen beschreibt, die ein 100% Pensum in der Firma arbeiten.

Teilzeitkräfte, Saisonniers und andere Nicht-Vollzeit-Kräfte werden dabei addiert, um das Vollzeitäquivalent für alle Arbeitsplätze zu erhalten.

2. Wie werden KMU von der DSGVO tangiert?

Ungefähr 99% aller 23 Mio Unternehmen in der EU sind Micro, Kleine und mittlere Unternehmen.

Sie beschäftigen fast zwei Drittel aller Arbeitnehmer, d.h. sie sind laut EU Commission für mehr als 75 Mio. Arbeitsplätze verantwortlich.

In einigen Sektoren wie z.B. Textil, Bau und Möbel sind rund 80% aller Arbeitskräfte in Micro, Kleinen und Mittleren Unternehmen beschäftigt.  

Siehe auch: International Finance Corporation: Micro, Small, and Medium Enterprises: A Collection of Published Data (MS Excel file, 17 May 2005).
Doch inwiefern werden KMU von der neuen Datenschutz Grundverordnung in Europa tangiert?
Stärker als man denkt.
Zuerst einmal müssen wir die Dokumentation auf Vordermann bringen, was Datenschutz und Datensicherheit betrifft. Nur dann können die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Englisch General Data Protection Regulation (GDPR) sowie die e-Privacy Verordnung eingehalten werden.
Im weiteren ist dies auch mit Kosten verbunden. Die Abläufe müssen klar strukturiert sein. Doch auch die Dokumentation zum Thema muss fast in allen Fällen verbessert werden.
Diese Dinge sollten ebenfalls helfen, um das Sicherheitsdispositiv zu verbessern.
Das Alles hat seinen Preis.

Sicherheit und Datenschutz ist Pflicht - EU DSGVO | Urheber iStock

Sicherheit und Datenschutz ist Pflicht – EU DSGVO | Urheber iStock

3. Umsetzung des DSGVO im KMU: Fitness Checkliste

Kürzlich war ich in einem Unternehmen, um mich mit dem Experten und den Aufsichtsratsmitgliedern zu treffen. Unser Thema war, wie die DSGVO das Direktmarketing, Mailings, aber auch das Nutzen von Cookies beeinträchtigen könnte. Mit schrecken stellten die Teilnehmer fest, dass das Unternehmen noch nicht fit war, um DSGVO-compliant zu sein.
Aus diesem Grunde sah ich mich gezwungen, eine Checkliste mit Fragen auszuarbeiten. Diese machte ich dem Team schmackhaft, indem ich sie daran erinnerte, es wie einen Fitness Test zu sehen.  Es würde uns aufzeigen:

  1. wo wir Schwächen hätten,
  2. ob es aber auch Stärken geben würde, durch die wir weit über dem Durchschnitt seien, was die DSGVO-Fitness betrifft und
  3. welche „low hanging fruit“ (Projekte, die mit wenig Aufwand grosse Wirkung generieren) zuerst realisiert werden sollten.

Hier ist unsere Checkliste mit 12 Fragen, die Ihnen weiterhelfen wird.
Wenn Sie die Antworten schriftlich ausarbeiten, haben Sie einen ersten wichtigen Schritt unternommen, um vor dem 25 Mai 2018 DSGVO Compliance sicher stellen zu können.
Das heisst, die Antworten sind wie das Resultat Ihres Inventars des Weinkellers. Wo sind wir gut versorgt und wo müssen wir nachbestellen – in diesem Fall nachbessern, um ein akzeptables Niveau für den Datenschutz zu erreichen.
[su_box title=“Checkliste: Ist unser Unternehmen fit für die DSGVO? “ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]
Versuchen Sie diese Antworten schriftlich zu erstellen. Dabei ist es immer wichtig, dass sie auch dokumentieren, warum sie mit bestimmten Dinge noch nicht fertig sind. Erklären Sie dabei bitte auch, wieso eine Lösung X vorgenommen wurde und nicht eine andere.
Nur somit können Sie nachher genau feststellen, welche kritischen Dinge als nächstes umgesetzt werden müssen.
1. Wie viele personenbezogene Daten, die Sie in Ihrem Unternehmen sammeln, speichern und nutzen, können Sie derzeit mit eigenen Mitteln ausfindig machen? Haben Sie dies vielleicht bereits dokumentiert?
2. Können Sie erkennen und wurde dokumentiert, wer personenbezogene Daten einsehen oder bearbeiten kann? Auch wer welche Bearbeitungen vorgenommen hat zu welchem Zeitpunkt muss dokumentiert sein.
3. In Sachen personenbezogene Daten können Sie bereits:

  • dokumentieren, wer welche Daten im Unternehmen verwaltet?,
  • den Zeitpunkt und Art des Austausches von Daten aufzeigen/ermitteln?
  • Zeitpunkt und Form des Austausches mit Dritten aufzeigen (d.h. Sie haben eine Übersicht über die Auftragsverarbeiter von Ihren Daten, wie z.B. Buchhaltung und Computing in der Cloud)?

4. Ist dies in den vielen Fällen, in denen die Verarbeitung von personenspezifischen Daten auf die Einwilligung des Betroffenen beruht, ebenfalls dokumentiert (liegt z.B. die Einwilligung vor wie beim Double Opt-In beim Marketing Newsletter des Unternehmen)?
5. Haben Sie abgeklärt ob Sie einen Datenschutzbeauftragten benötigen?
Grundlegend ist wenigstens in DE, dass wenn 10 oder mehr Personen mit einem mobilen Endgerät oder PC arbeiten, muss in der Regel ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter bestellt werden.
Öffentliche Stellen sind in DE verpflichtet, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen.
Dieser Datenschutzbeauftragte kann auch ein externer Dienstleister sein.
6. Sind für Aktivitäten mit personenbezogenen Daten Datenschutz- und Sicherheitsmechanismen eingebaut?
Das heisst z.B., dass dank speziell eingesetzter Technologie die Datenschutz- und Sicherheitsmechanismen gestärkt werden.
Mindestens jährlich werden Penetration Tests durchgeführt. Die Einspielung von Sicherheitsupdates für Software und Systeme werden gemäss Wichtigkeit zeitgemäss (z.B. innerhalb 24 Std. auch an langen Wochenenden) veranlasst und schriftlich dokumentiert.
7. Haben Sie, wie im DSGVO vorgeschlagen, eine Verschlüsselung sensibler Personendaten von z.B. Kunden oder Mitarbeitern vorgenommen?
8. Nach der DSGVO müssen personenbezogene Daten gelöscht werden, wenn sie für den ursprünglichen Zweck nicht mehr benötigt werden und keine gesetzliche Pflicht zur Aufbewahrung besteht. Setzen Sie diese Anforderungen bereits um?
9. Die DSGVO sieht vor, dass Ihr Unternehmen geeignete Technologien und/oder Prozesse einsetzt, um personenbezogene Daten zu sichern und gegen Angriffe zu verteidigen. Wenn Sie einen Vorfall identifizieren, müssen Sie nicht nur die entsprechenden Regulierungsbehörden, sondern auch die betroffenen Personen benachrichtigen. Für welche dieser Pflichten haben Sie bereits Prozesse etabliert?
10. Haben Sie eine geeignete Risikomethode, um die Datenschutz-Folgeabschätzung vorzunehmen und wurde der Prozess für die Datenschutz-Folgeabschätzung schon einmal getestet?
11. Haben Sie eine Kosten-Nutzen Analyse durchgeführt und auch die „Implementierungskosten“ als Abwägungskriterium berücksichtigt?
PS. Da der Schutz der Betroffenen im Vordergrund steht (siehe Punkt 10), sind wohl ausser bei existentiellen Bedrohungen die wirtschaftlichen Erwägungen zur Lockerung des Schutzstandards als Rechtfertigung kaum zulässig.
12. Haben Sie ein Inventar der Social Media Konten und Nutzer dieser Firmenkonten?
Sind Sie sich den Verpflichtungen im Bereich des Schutzes personenbezogener Daten auf diesen Plattformen bewusst? Welche Vorkehrungen haben Sie getroffen?
PS. Am 24.10.2017 hat der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) seine Schlussanträge in der Rechtssache C‑210/16 vorgelegt. Falls der EuGH den Schlussanträgen folgt, ist das Unternehmen, welches eine Facebook Seite betreibt

… für die in der Erhebung von personenbezogenen Daten durch Facebook bestehende Phase der Verarbeitung gemeinsam mit Facebook verantwortlich.

Ausgelöst hatte den Rechtsstreit eine Anordnung des Schleswig-Holsteinischen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) im Jahr 2011. Dieses verlangte von der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein (WAK) die Deaktivierung von deren Fanpage aufgrund datenschutzrechtlicher Verstösse.
PPS. Auswirkungen kann dieser Rechtsstreit auch auf ein derzeit vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf verhandelten Verfahren haben. Dort geht es um den Facebook Like-Button und die Frage, ob der Betreiber eines solchen Buttons mitverantwortlich ist für etwaige Datenschutzverstösse.
[/su_box]
Grundsätzlich verfolgt die DSGVO gemäß Art. 32 Abs.1 b), ob Vertraulichkeit, Integrität und die Verfügbarkeit der verarbeitenden Systeme und Dienste sicher gestellt sind.
Der Artikel 32 DSGVO verlangt auch die Gewährleistung der „Belastbarkeit“ der Systeme und Dienste. Dies bedeutet, dass die Dienste und System gegen ungewollte und gewollte, zufällige und geplante Störungen abgesichert sind (siehe auch Punkt 11 oben).
Punkt 12 zeigt ebenfalls auf, dass wenn der EuGH den Schlussanträgen vom Generalanwalt folgt, das Unternehmen für eventuelle Datenschutzverstösse von Facebook hinter der Fanpage verantwortlich ist. Nach DSGVO macht dies Sinn, denn Facebook könnte hier auch als Auftragsverarbeiter eingestuft werden. Damit würde die Verantwortung wiederum beim Unternehmen liegt.

Sicherheit und Datenschutz ist Pflicht - doch für KMU ist es nicht einfach - EU DSGVO | Urheber iStock

Sicherheit und Datenschutz ist Pflicht – doch für KMU ist es nicht einfach – EU DSGVO | Urheber iStock

4. Ressourcen für KMU

Hier noch ein paar Ressourcen, welche Ihnen helfen sollten, sich auf den 25. Mai 2018 vorzubereiten. Es lohnt sich hier ca 4 Stunden zu investieren und sich schlau zu machen. Das hilft auch dem Marketing Spezialisten, Ihre Standpunkte im Zusammenhang mit der DSGVO besser zu kommunizieren.
[su_box title=“EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Ressourcen für KMU“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“aligncenter max-width: 700px“]
1. Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gilt ab 25. Mai 2018 unmittelbar. Der Text ist im Amtsblatt der EU veröffentlicht: http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX%3A32016R0679
2. Die Seite der Wirtschaftskammer Österreich. Klar formuliert und verständlich: https://www.wko.at/service/wirtschaftsrecht-gewerberecht/EU-Datenschutz-Grundverordnung:-Der-Datenschutzbeauftragt.html/
3. Die Position des Datenschutzbeauftragten und wie dessen Unabhängigkeit gesichert wird vom Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB):
4. Gut erklärt, mit Checklisten von der Bayrischen Datenschutzbehörde: https://www.lda.bayern.de/de/datenschutz_eu.html
5. EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO; englisch: General Data Protection Regulation, GDPR): Tipps für Mittelständler im e-Book von Microsoft (auch sehr hilfreich): https://info.microsoft.com/DE-SCRTY-CNTNT-FY18-10Oct-06-SohaltderMittelstanddieEU-MGC0001185_01Registration-ForminBody.html

Dokumente der Artikel-29-Gruppe (künftig: EU-DS-Ausschuss) zur DSGVO

6. Leitlinien zum Recht auf Datenübertragbarkeit (deutsche Vorversion)
7. Leitlinien zum Recht auf Datenübertragbarkeit (deutsche Vorversion)
Zur Zeit werden die Informationen der Artikel-29-Gruppe (die Datenschutzbeauftragten der Mitgliedsländer der EU), welche sich bald EU-DS-Auschuss nennt) auf einer neuen Webseite integriert.
http://ec.europa.eu/newsroom/just/item-detail.cfm?item_id=50083 (sollte man bald über diesen Link bekommen)
8. Verständliche und transparente Datenschutzhinweise: 1-Pager vom Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz – IT-Gipfel 2015  – Der 1-Pager 
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Wenn Sie weitere Ressourcen benötigen, nutzen Sie die Liste der weiteren Beiträge zum Thema Datenschutz ganz oben in diesem Beitrag.

5. #Trends2Watch

Wir möchten hier auf 2 #Trends2Watch hinweisen.

  1. Datenschutzrechtliche Informationspflichten auf Facebook (Skype, WhatsApp, Instagram, Xing, etc.) nachzukommen, ist unmöglich:  Im Regelfall haben Unternehmen keine Kenntnis darüber, welche Daten Facebook, für welche Zwecke für eine Fanpage verarbeitet.
    Doch das Unternehmen ist in Sachen Datenschutz mitverantwortlich für Daten seiner Fans und wie diese von Facebook verarbeitet werden (siehe Checkliste, Punkt 12).
    Facebook wird diese Informationen kaum offenlegen wollen, da diese ein Teil ihres Geschäftsmodells repräsentieren.
  2. Administrativer wie auch finanzieller Mehraufwand ist signifikant: Kunden profitieren vom DSGVO, was gut ist.
    Das Verarbeiten von personenspezifischen Daten wird markant teurer für Unternehmen.
    Prozesse müssen verbessert werden und diese wichtige Arbeit muss genauestens dokumentiert sein.
    Skalierungen oder „economies of scale“ reduzieren diese Kosten pro Kunden für Konzerne.
    Damit wird die immer wichtiger werdende Nutzung von Algorithmen und grossen Datensätzen für Innovation, Marktbearbeitung, usw. sehr viel teurer für KMU mit z.B. weniger als 50 Vollzeit Arbeitsplätzen.
    Das erschwert den Markteinstieg von Start-Ups und die Konkurrenzfähigkeit der KMU. Dies fördert damit auch die weitere Marktkonzentration, was Konsumenten nicht freuen dürfte.

Obwohl die DSGVO gute Dinge bringt, resultiert es für alle Unternehmen in einem grossen Mehraufwand. Die Kosten für das Sammeln, Verarbeiten und Nutzen von Big Data geht signifikant in die Höhe. Prozesse müssen verbessert werden und diese müssen genauestens dokumentiert sein. Skalierungen oder „economies of scale“ reduzieren diese Kosten pro Kunden für Konzerne. Doch für KMU wird es viel teurer.

6. Was ist Ihre Meinung

Die obigen Ausführungen zeigen, dass Compliance in Sachen Datenschutz für KMU kein Zuckerschlecken ist.  Die neue  EU Datenschutz Grundverordnung (EU DS-GVO oder DSGVO) wie auch die ePrivacy-Verordnung stellen neue Anforderungen an die Compliance.
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde, wäre Ihre Meinung:

  • Ist Ihre Organisation für die DSGVO bereit?
  • Wie haben Sie mit der Umsetzung für die DSGVO begonnen?
  • Welche Checklisten und Tools nutzen Sie bei dieser Arbeit?

Events

Bitte teilen Sie den Link für diesen Event – URL ist https://drkpi.com/?p=13339

Vier Fragen mit denen sich Banker und Investoren beschäftigen müssen und die wir im Credit Suisse Brilliant Circle erörtern werden:

  • Welche Blockchain können wir im Finanzwesen nutzen?
  • Wie optimieren wir Geschäftsprozesse mit Hilfe der Blockchain?
  • Was sind die zwei wichtigsten Blockchain Trends?
  • Wie nutzen wir KI und eine Blockchain um Fälschungen aus der Lieferkette zu eliminieren?

Blogeintrag zum Event

Referenten

  • Urs E. Gattiker ist CEO und Mitgründer vom Marketing- und Softwarespezialisten drkpi® CyTRAP Labs in Zurich. Zuvor war er als Professor an mehreren Universitäten wie Stanford, Melbourne und der Bundeswehr tätig. Businesserfahrung bringt er aus seiner Arbeit im Technologie/Konsumgüterbereich mit, wo er für die Entwicklung und Markteinführung innovativer Produkte in den USA und Denmark verantwortlich war.Beim Deutschen Marketing Verband ist er stellv. Beirat Region Südwest, Co-Leiter Competence Circle Technologie, Innovation & Management #ccTIM und Präsident vom Marketing Club Lago am wunderschönen Bodensee.

In Kürze

Eine Blockchain ist eine kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen, Blöcke genannt, die mittels kryptografischer Verfahren miteinander verkettet sind. Jeder Block enthält dabei typischerweise einen kryptografisch sicheren Streuwert des vorhergehenden Blocks. Eine der ersten Anwendungen von Blockchain ist die Kryptowährung Bitcoin.

Blockchain Technologie auch Distributed Ledger Technologie genannt sind manipulationssichere und manipulationsgeschützte digitale Ledger. Diese werden ohne zentrale Datenbank und in der Regel ohne zentrale Behörde (d.h. Regierung oder auch Bank) implementiert. Auf ihrer grundlegenden Ebene ermöglichen sie es einer Gemeinschaft von Benutzern, Transaktionen in einem gemeinsamen Ledger innerhalb dieser Gemeinschaft zu erfassen, so dass unter normalem Betrieb des Blockchain-Netzwerks keine Transaktion nach ihrer Veröffentlichung geändert werden kann.

Ablauf

  • 17:30-18.00 Uhr Eintreffen der Gäste
  • 18:00  – Begrüssung (Claude Lüthi, Leiter Region Zürich-Nord)
  • 19:15 Uhr – Fragen und Antworten der Teilnehmer an Urs E. Gattiker
  • ab 19.30 Uhr Nachtessen und Netzwerken

Datenschutz

Mit Ihrer Anmeldung für den Event willigen Sie ein, dass von Credit Suisse oder Teilnehmern während des Events gemachte Fotografien und Aufnahmen zeitlich, örtlich und inhaltlich unbegrenzt verwendet werden können.

Sie erklären sich mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung damit einverstanden und verzichten auf die Geltendmachung Ihres “Rechts am eigenen Bild”.

Über die Credit Suisse Schweiz AG

Credit Suisse Schweiz AG (gegr. 2015), ist eine hundertprozentigen Tochter der Credit Suisse AG, die wiederum eine hundertprozentige Tochter der Credit Suisse Group AG ist.  Die von Alfred Escher gegründete Schweizerische Kreditanstalt (SKA), die Vorgängerin der heutigen Credit Suisse, nimmt am 16. Juli 1856 ihre Tätigkeit auf. Alfred Escher leitet die SKA als erster Präsident des Verwaltungsrates von 1856-1877 und von 1880-1882.