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Wie sprechen wir junge Talente an. Funktioniert unsere Strategie im Rekrutierungsbereich? | Urheber: Eugenio Marongiu | Fotolia #95011937

In Kürze: Helfen Webinhalte die Marke zu stärken?
Wie verbessern wir das Personalmarketing?
Unser Faktencheck bringt Licht ins Dunkel.
Update 2017-06-21 DrKPI BlogRank: Die Besten Corporate HR-Blogs

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Weiterer brisanter Lesestoff:

Warum Ziele keine Strategie ausmachen

Im täglichen Sprachgebrauch nutzen wir das Wort Strategie sehr oft.  Von der Preisstrategie über die Content Strategie im Marketing oder aber die Verkaufsstrategie.
Doch Michael Porter – ein Fachmann für Strategie – findet das wir in den meisten Fällen eigentlich von Planung und nicht Strategie reden. Er hat dabei viele Beispiele welche er in Büchern braucht, bei seinen vielen Auftritten oder an einer seiner Vorlesungen an der Harvard Business School.
Zum Beispiel, die Idee das beste Produkt X herzustellen ist sicherlich ein guter Plan. Doch laut Michael Porter hat dies wenig mit einer Strategie zu tun.
Im Prinzip befasst sich eine Strategie mit den Alleinstellungsmerkmalen oder Unique Selling Propositions (USPs). Hier einige Beispiele der USPs die unsere Ausbildung für Schüler auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz attraktiv machen können:

      • 98% unserer Auszubildenden bestehen die Abschlussprüfung, UND
      • 87% von unseren Absolventen bestehen die Schlussprüfung mit der Note „sehr gut“.

Dies könnten 2 USPs sein die aufzeigen, dass wir bei uns die Ausbildung sehr ernst nehmen. Dabei kann, z.B. die Webseite Inhalte bringen, die dies auf praktische Weise illustrieren für die Zielgruppe – Schüler die einen Ausbildungsplatz suchen. Alpiq Intec macht dies z.B. hier:

      1. Endspurt für die Lehrabschlussprüfung 2016
      2. Zwischenprüfung bei Alpiq InTec (das bringt den Lernenden sehr viel…)

Solche Beiträge machen es für Interessenten einfacher, solche wichtigen Informationen zur Ausbildung, dem Praktikum, usw. in unserem Unternehmen zu finden.
Ebenfalls muss dem Team klar sein, inwiefern diese Aktivitäten helfen, unsere einzigartigen Vorteile (unique advantages) zu stärken oder vor unserer Konkurrenz zu schützen.
Z.B. wie kann Content Marketing helfen, noch mehr gute qualifizierte und motivierte Bewerbungen zu erhalten?
Dabei müssen wir klar ausformulieren, wie Inhalte auf der Webseite oder Updates auf Social Media helfen diese Vorteile besser rüber zu bringen.

Beispiel: Employer Branding bringt was, aber nur dann, wenn … ?

Die Vorgabe aus der Führungsetage lautet, den Umsatz für die nächsten 3 Jahre um jährlich 5% zu erhöhen. Das hatte in diesem Falle zu Folge, dass Ausbildungsplätze und Praktikumsplätze  um rund 7% im Jahr ansteigen würden. Ebenfalls sollte die Übernahmequote der Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss von 82% auf 87% erhöht werden.
Konkret müssen die Inhalte auf Webseiten und Aktivitäten im Social Media Bereich wie folgt überprüft werden:

      1. Wie können unsere Erfolge in der Ausbildung noch besser an die Zielgruppe kommuniziert werden, sodass die Bekanntheit der Marke als Ausbildner überregional gestärkt wird.
      2. Wie kann Content Marketing helfen die Anzahl von qualifizierten Schülern / Studenten eingereichten Bewerbungen zu steigern?
      3. Wie können wir dank effektiverer Online Kommunikation, die Akzeptanz der von uns an Bewerber offerierten Ausbildungsverträge, oder Übernahmeangebote nach Lehrabschluss, erhöhen?

Der Azubi oder Trainee Blog oder die Webseite Karriere muss helfen, die für uns gesteckten Ziele schnell zu erreichen. Ganz spezifisch geht es darum,  inwiefern Content Marketing hilft, unsere Leistungen zu verbessern. Das diese in Verbindung zu den Unternehmenszielen (z.B. Verkauf) gebraucht werden müssen versteht sich.
Wie Volker Mayer in seinem Blogeintrag gut aufzeigt, und mir in einem Kommentar erklärt gibt es sicherlich 2 grosse Herausforderungen denen wir uns stellen müssen:

…von der Erstansprache potenzieller Berufseinsteiger bis zur vollwertigen Ausfüllung eines Arbeitsplatzes können ca. fünf Jahre vergehen.
… Korrelationen beschränken sich daher – wenn überhaupt möglich – auf ausbildungs-interne Überlegungen; die notwendige Verbindung mit Finanzdaten bleibt aus; der Beitrag der Berufsausbildung zum unternehmerischen Erfolg damit auch!

Den Beitrag der Berufsausbildung nicht mit dem unternehmerischen Erfolg zu verbinden, dass macht es schwierig zu demonstrieren, wieviel solche Leistungen zum Erfolg des Unternehmens beitragen.  Dies umso mehr, da Ausbildung eine langfristige Investition ist welche geplant werden muss.

Markenimage & Markenstaerke müssen wir im Recruiting nutzen. | Urheber DrKPI® und peshkov | DrKPI 92836831

Markenimage & Markenstaerke müssen wir im Recruiting nutzen. | Urheber DrKPI® und peshkov | DrKPI 92836831


[su_box title=“4 Punkte Checkliste: Definition unser Strategie in der Ausbildung – Employer Branding und Recruiting“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]

1. Welches ist unsere Zielgruppe?

Wen will ich ansprechen (Alter, Geschlecht, Sprache, Region, Interessen / Beruf, usw.).
Repräsentieren meine Auszubildenden diese Zielgruppe?
Tipp:  Ein Polymechaniker hat oft andere Interessen und persönliche Charakteristiken als eine Physiklaborantin oder eine Lastwagenfahrerin. Das muss beim Recruiting berücksichtigt werden, falls wir solche unterschiedliche Zielgruppen ausbilden.

2. Was sind unsere Alleinstellungsmerkmale (Unique Selling Propositions oder USPs) in der Ausbildung?

Energielieferant X ermöglicht es Schülern einen attraktiven Ausbildungsplatz in abgelegenen Gebieten zu erhalten (z.B. Bergregion, Nordseeinsel, usw.).
Tipp:  In abgelegenen Gebieten kann oftmals ein Teil der Ausbildung in der Filiale gemacht werden. Der Rest in einer grösseren Filiale oder am Hauptsitz – inklusive Unterbringung im Lehrlingsheim.
Diese zukünftigen Fachkräfte stellen ein Pool der oft dringend benötigten Arbeitskräfte für die Filiale in der Randregion dar.

3.  Welche Ressourcen nutzen wir zur effektiven Umsetzung der Alleinstellungsmerkmale (USPs)?

Ikea stellt weder Einzelstücke noch Kleinserien für seine Produkte her. Die attraktiven „Economies of Scale“ ermöglichen es Ikea, Produkte zu attraktive Preisen anzubieten
PS. Im Geschäftsjahr 2015/2016 hatte Ikea weltweit 34.2 Mrd. € Umsatz.  Davon 4.75 Mrd. € auf seinem grössten Einzelmarkt, DE. Der Gewinn weltweit war 4.2 Mrd. €.
Im Ausbildungsbereich heisst dies, bilden wir auf zu vielen Berufen aus, können wir kaum ein „Economies of Scale“ erreichen. Wenn wir uns auf ein paar konzentrieren in denen wir ausbilden, kann sich dies positiv auf die Qualität der Ausbildung auswirken.
Tipp:  Ausbildner müssen die notwendigen Ressourcen erhalten. Neben didaktischen Schlüsselqualifikationen braucht ein Ausbildner oder Ausbildnerin auch Zeit, um Lehrlinge betreuen zu können. Ohne die richtigen Werkzeuge, kann weder ein Chirurg noch eine Fachfrau/Fachmann Gesundheit die Arbeit fachgerecht ausführen.

4. Wie schützen oder verteidigen wir diese Vorteile, ja bauen diese vielleicht sogar aus?

Hier sind einige Möglichkeiten:

  • Ausbildner didaktisch noch besser schulen;
  • Ausbildner mindestens 2 Std. anstatt 1 Std. je Woche mit dem ihnen zugeteilten Lehrling arbeiten
  • Arbeit der Ausbildnerin in deren halbjährlichen Mitarbeitergespräch einfliessen, d.h. mit bewertet werden. Z.B. wie erfolgreich waren die dem Ausbildner zugeteilten Auszubildenden in der Schule, beim Lehrabschluss, usw.
    Das steigert die Karriereaussichten der Lehrlinge und macht eine Ausbildung beim Unternehmen noch attraktiver.

Die obigen Punkte zeigen aber auch der Ausbildnerin, dass ihre Leistung geschätzt wird.
Die Gefahr besteht leider, dass wir zwar Ausbildner wollen und brauchen, aber neben Herzblut von solchen Fachkräften viel zusätzlich nicht honorierten Einsatz erwarten.
Deren Wertschätzung bleibt dabei oft auf der Strecke.
Tipp:  Die Resultate unserer Ausbildung müssen auf der Webseite kommuniziert werden. Unsere Vorteile müssen gestärkt werden. Dabei ist die einfache und schnelle Auffindung dieser Webinhalte über Suchmaschinen Pflicht.  [/su_box]

4 Schritte zur besseren Kommunikation auf der Karriere Webseite | Urheber: DrKPI®

4 Schritte zur besseren Kommunikation auf der Karriere Webseite | Urheber: DrKPI®

Steter Tropfen höhlt den Stein

Manchmal hilft es auch wenn wir mehrere Einträge zu einem Thema machen. Zum Beispiel Tipps zum Thema Prüfungsvorbereitung. Diese sind immer wieder hochaktuell, denn jedes Jahr finden Prüfungen statt.
Manchmal muss jemand aus der Zielgruppe auch mehrmals etwas zum Thema lesen, bevor er oder sie von etwas überzeugt ist.
Aus der Forschung wissen wir, dass Menschen auf mehrmalige Exposure positiv reagieren. Dass heisst:

  • mehr „exposure“ = desto mehr wir etwas sehen, desto eher denken wir es ist ein schönes Bild, gutes Produkt, usw.

Zajonc, Robert (1968).  Attitudinal effects of mere exposure, Journal of Personality and Social Psychology, 9, S. 1-27.
Da hilft es natürlich auch wenn wir ein Thema aus dem Ausbildungsbereich mehrmals diskutieren. Ein gutes Beispiel is wie man sich auf eine Prüfung vorbereitet. Tipps zu diesem Thema sind sicherlich jedes Jahr populär.
Ebenfalls kann der Beschrieb wie der Betrieb eine Zwischenprüfung nutzt um zu überprüfen ob Auszubildende das notwendige Leistungsniveau erreicht hat. Die Resultate sagen aber auch dem Ausbildner, wo die Person im Ausbildungsprogramm vielleicht noch spezielle Betreuung braucht um die erforderlichen Ziele zu erreichen.
Es ist auch bekannt, dass wenn man öfters Mitteilungen über eine Firma und deren Ausbildungsprogramme liest, wir das Unternehmen und seine Marke eher positiv beurteilen. Das heisst, Schüler sehen diese Firmen eher als möglicher Ort für eine Ausbildung.
Karl K. Szpunar, E. Glenn Schellenberg, and Patricia Plinar, “Liking and Memory for Musical Stimuli as a Function of Exposure,” Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition, 30 (2004), 370-381. 12
Wahrnehmung (Awareness) der Marke, d.h. kennen wir die Marke. Dies ist auch vom Brand Buzz (d.h. haben die Leute schon was gehört über diesen Brand oder diesen Club) abhängig.
Die Einstellung und Wahrnehmung entwickelt sich am ehesten positiv, wenn man die Dinge nicht zu oft sieht oder nicht zu oft einen Werbespot serviert bekommt.
Overexposure ist natürlich nicht zu empfehlen (erklärt Cutting James sehr eloquent).

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: HR-Blogs: Ohne Strategie klappt es nicht
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

    1. Wie nutzen Sie Personalmarketing im Online Bereich? Schaffen Sie es #BrandBuzz zu kreieren?
    2. Wie nutzen Sie Hashtags in ihrem Marketing (z.B. #Azubi #Ausbildung #MINT #skills)?
    3. Welches sind die USPs Ihres Betriebes für Schüler welche einen Ausbildungsplatz suchen?
    4. Wie messen Sie die Erfolge mit Ihrem Content Marketing im Recruiting Bereich?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werden.

Tabelle 1: 3 SEO Fehler die Profis nicht machen

===>   siehe auch Tabelle 2 (ab 20 Juni, 2017)

Problematik Resultat
1.1  Die Einstellung wurde so gesetzt, dass Webseite von Suchmaschinen nicht indexiert werden darf.
PS. Robots.txt Datei richtig aufgesetzt.
Diese Einstellung ermöglicht es der Suchmaschine nicht, die Einträge nach Datum, Fachgebiet, etc. einzuordnen.
Das verhindert das Auftauchen der Einträge in den organischen Suchresultaten (z.B. IxQuick) der NutzerInnen von einer Suchmaschine.
Auch der #DrKPI #BlogRank kann diese Einträge nicht erfassen.
1.2  Texteinträge auf der Webseite oder dem Blog sind nicht mit einem Datum versehen. Suchmaschinen können die News nicht nach Datum einordnen.
Da die neueren Einträge in Suchresultaten besser platziert sind als alte, geniessen unsere neuen Einträge diesen Vorteil nicht bei z.B. DuckDuckGo.
1.3  Die Webseite ist hinter Java-Script versteckt oder viel Java Script wird genutzt um die Webseite zu zeigen. 1. Google schreibt, viel Java oder Ajax Script auf einer Webseite macht es für seine Crawler nicht einfach, die Seite vollständig und korrekt zu indexieren.
2. Besucher via Smartphone bekommen eine relative langsame Webseite da das CPU der Geräte stärker beansprucht wird als bei z.B. CSS Code.
Grosse CPU Beanspruchung steigert den Stromverbrauch und verkürzt die Nutzungsdauer der Batterie.

Suche auf Google – Einträge zu DrKPI vom letzten Monat – Einstellungsbeispiel – check it out !

Kosten – Nutzen Analyse

Hier noch einige interessante Daten, wieviel auszubildende Betriebe aus der Ausbildung von Lehrlingen (beruflichen Grundbildung) im Schnitt realisieren – Nettoerträge.
Quelle für die Grafik links im Image unten: Berufsbildung in der Schweiz, Fakten und Zahlen 2017, S. 17
Quelle Grafik unten rechts im Image: Strupler und Wolter (2012, S. 56) / sowie Die Volkswirtschaft, 2014, Nr 9, S. 9

Linke Grafik: Nettoerträge für Betriebe über die gesamte Zeit der Ausbildung zur Fachkraft. Ebenfalls aufgeführt die gesparten Rekrutierungs- und Einarbeitungskosten bei Übernahme des Lehrlings nach Abschluss.

Linke Grafik: Nettoerträge für Betriebe über die gesamte Zeit der Ausbildung zur Fachkraft. Ebenfalls aufgeführt die gesparten Rekrutierungs- und Einarbeitungskosten bei Übernahme des Lehrlings nach Abschluss.

EU Datenschutz 2018 e-privacy - Was bedeutet das für Werber und Marketing Experten? | Urheber: akoppo1 | Fotolia #118430415

In Kürze. Sind die neuen europäischen Normen ein administrativer GAU?
Wie vermeiden wir Fehler, welche rigorose Strafen und Bussen zu Folge haben können?
Welche Vorteile bringt diese weitere Regulierung der Digitalisierung?
Der nachfolgende Beitrag aus unserer Reihe zum neuen Bundesdatenschutzgesetz zeigt auf, welche Dinge Marketing Fachleute berücksichtigen müssen.

Update gefällig?

Tragen Sie sich in unseren Verteiler ein, bleiben Sie auf dem Laufenden und erhalten jeweils eine Reminder-Mail, sobald ein neues Thema zum EU Datenschutz, Marketing und Compliance veröffentlicht wird.
[su_box title=“Weitere wichtige News zum EU Datenschutz“ box_color=“#86bac5″ radius=“9″ class=“alignlcenter max-width: 700px“]
2018 EU Datenschutz:  Marketing aufgepasst (sie sind hier)
2018 EU Datenschutz:  Personalrekrutierung oder kostenlose Pizza gefällig?
2018 EU Datenschutz: KMU, was nun?
2018 EU Datenschutz Ratgeber: Facebook Likes und DSGVO: Ist der Bewerber drogensüchtig?
2018 EU Datenschutz Compliance mit Google Analytics 
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing – September 2017
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Marketing Trends – März 2018
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Compliance Ressource Seite – Tools, Checklisten (April 2018 regelmässige Updates)
MC Stuttgart-Heilbronn – DSGVO: Tipps
#MCLago 2018 EU Datenschutz: Workshop für Marketing Fachleute – 8. März 2018
Download White Paper:  Gattiker, Urs E., Temmen, Taina, & Sinistra, Patrizia (2017-11). EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO): Was ist Sache für Marketing Manager, Geschäftsleitung und Vorstand? White Paper Serie. Düsseldorf: Deutscher Marketing Verband e.V. (DMV). Aufgerufen am 2017-12-01 auf http://MCLago.com/download/13/
[/su_box]
Am 4. Mai 2016 wurde die Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung) kundgemacht.
Die Verordnung ist in der deutschen Fassung 88 Seiten lang und hat 173 Erwägungsgründe und 99 Artikel.

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Fragen unten einfach anklicken und Sie können sogleich die Antwort lesen.

Am 10 Januar, 2017 wurde die finale Version der geplanten ePrivacy-Verordnung als offizieller Vorschlag der EU Kommission veröffentlicht. Die neue Verordnung soll die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) flankieren, die zum 25. Mai 2018 in Kraft tritt.
Als EU Verordnung ist die DS-GVO wie auch die ePrivacy-Verordnung in jedem EU-Mitgliedstaat grundsätzlich unmittelbar anwendbar. Weil sie allerdings zahlreiche Öffnungsklauseln hat, ermöglicht z.B. die DS-GVO dem nationalen Gesetzgeber gewisse Spielräume.
Deshalb ist damit zu rechnen, dass es auch noch eine Änderung der nationalen Gesetze geben wird.Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) muss bis zum 5 Mai 2018 in die jeweilige nationale Gesetzgebung einfliessen. Das DS-GVO tritt dann am 25. Mai 2018 in Kraft.

1. Grundsätzliches in der EU DS-GVO

Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO oder DSGVO) auch unter der englischen Bezeichnung General Data Protection Regulation (GDPR) bekannt kann man als das Schneidern am Datenschutz-Schirm bezeichnen.
Was einem sofort auffällt ist Artikel 6, und weitere im EU DS-GVO.
Rechtmäßigkeit der Verarbeitung. Hier eine Liste der Dinge die wir berücksichtigen müssen.
(1) Die Verarbeitung ist nur rechtmäßig, wenn mindestens eine der nachstehenden Bedingungen erfüllt ist:

a) Die betroffene Person hat ihre Einwilligung zu der Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten für einen oder mehrere bestimmte Zwecke gegeben (Artikel 7);

b) die Verarbeitung ist für die Erfüllung eines Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich, die auf Anfrage der betroffenen Person erfolgen;

c) die Verarbeitung ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich, der der Verantwortliche unterliegt;

d) die Verarbeitung ist erforderlich, um lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person zu schützen;

e) die Verarbeitung ist für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde;

f) die Verarbeitung ist zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich, sofern nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person, die den Schutz personenbezogener Daten erfordern, überwiegen, insbesondere dann, wenn es sich bei der betroffenen Person um ein Kind handelt.

Unterabsatz 1 Buchstabe f gilt nicht für die von Behörden in Erfüllung ihrer Aufgaben vorgenommene Verarbeitung.

2.  Grundsätzliches in der EU ePrivacy Verordnung

Ein Cookie (engl. für Plätzchen) ist eine winzige Textdatei. Diese ermöglicht es einer Webseite den Nutzer nach dem ersten Besuch wieder zu erkennen.
Cookies werden auf der Festplatte in einer Textdatei gespeichert. Wenn ich dann das nächste mal meinen PC und den Browser starte, wird diese Textdatei wieder aufgerufen.
Diese Cookie-Dateien sind ein wenig wie ein Gedächtnis, sodass eine Webseite mich wieder erkennt wenn ich diese besuche.
Die neue E-Privacy Verordnung von Jan 2017, sollte mit derEU-DS-GVO am 25 Mai 2018 in Kraft treten. Die neue E-Privacy Verordnung soll die bisher geltende „Cookie-Richtlinie“ ersetzen.
Künftig sollen Nutzer den Einsatz von Cookies generell über die Privatsphäre-Einstellungen ihres Webbrowsers regeln können. Der bekannte Cookie-Warn-Banner, soll mit der neuen e-Privacy Verordnung der Vergangenheit angehören.
Doch ist nicht alles so einfach wie es einem auf den ersten Blick erscheint (siehe Factsheet des Bundesverbandes der Digitalen Wirtschaft BVDW).
Die E-Privacy-Verordnung soll grundsätzlich zur Anwendung gelangen, wenn Daten von Bürgern mit Wohnsitz in der EU bearbeitet werden. Das heisst, die Verordnung ist deshalb auch für Schweizer oder USA Unternehmen von Bedeutung.
Regelmässige Updates zur ePrivacy Verordnung gibt es beim BVDW

Wohin wird uns die EU Datenschutz Veordnung und ePrivacy Verordnung führen | Urheber: Mark Lamontagne Virginia | Death To Stock Photo

Wohin wird uns die EU Datenschutz Veordnung und ePrivacy Verordnung führen | Urheber: Mark Lamontagne Virginia | Death To Stock Photo


[su_box title=“3. Checkliste EU Datenschutz 2018: 3 Punkte die es zu berücksichtigen gilt“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]

1. Nachweisbares Datenschutzmanagement: Accountability Prinzip

Wer ist zuständig für was. Wir müssen somit unsere Abläufe noch genauer dokumentieren als heute. Das heisst Prüfungs- und Protokollierung-Software wird hier eingesetzt werden müssen.
Wie das bei innovativen Marketing Anwendungen geschehen soll, wissen wir bis Mai 2018 wohl kaum im Detail.

2. Meldepflicht und Compliance: Fast alle Pannenlecks müssen gemeldet werden

In der Praxis war bis heute die Regel, dass Pannenlecks im Bereich Marketing nicht gemeldet werden mussten. Grund war, dass diese Daten gewöhnlich nicht verarbeitet wurden wie z.B. bei Banken.
Ab 2018, egal welche Kategorie von Daten wir nutzen (z.b. für das Direct Marketing), die Panne muss bei der zuständigen Datenschutzbehörde gemeldet werden !

3. Auslegung der Regelung: Zentralisierter und langsamer

Datenschutzrechtliche Fragen werden in Zukunft nicht mehr definitiv von der Landesdatenschutzbehörde behandelt.
Mit Inkrafttreten der Verordnung im Jahre 2018 wird zu solchen Fragen zukünftig nur in Brüssel abschliessend Stellung genommen.
Dieses internationale Gremium, d.h. der Europäische Datenschutzausschuss oder kurz EDSA soll dann ab 25. Mai 2018 zu Fragen eines Datenschutzbeauftragten – welche heute direkt an die Landesdatenschutzbehörde gestellt werden – abschliessend behandeln und Stellung nehmen.
Das dies mehr Zeit braucht und die Dinge komplizierter und bürokratischer machen könnte als diese heute der Fall ist, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten.
PS. Kritik gibt es auch daran, dass die Bundesbeauftragte für den Datenschutz alleinige Vertreterin für alle deutschen Datenschutzbehörden im Europäischen Datenschutzausschuss (EDSA sein soll.[/su_box]

4. Ändert sich auch die nationale Gesetzgebung in der Schweiz?

Der Schweizer Bundesrat hat der Übernahme der neuen EU-Richtlinie bereits am 31. August 2016 zugestimmt und das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) beauftragt, die zur Umsetzung der Richtlinie erforderlichen Änderungen in die Totalrevision des DSG (aus 1993) aufzunehmen.
Der Vorschlag für das revidierte schweizerische Datenschutzgesetz (DSG) wurde Ende 2016 präsentiert. Das „Motto“ ist auch hier mehr Transparenz und stärkere Kontrolle über die eigenen Daten.
Der aktuelle Entwurf ist insbesondere darauf ausgerichtet, die schweizerische Gesetzgebung der Verordnung (EU) 2016/679 anzunähern. Die Totalrevision des DSG wird folglich auch eine umfassende Revision bestimmter Bundesgesetze zur Folge haben.
Die Datenschutzgrundverordnung (EU-DS-GVO)  wie auch die e-Privacy Regulierung werden im Mai 2018  in Kraft treten. Diese ist nach Einschätzung der economiesuisse ein „Musterbeispiel für eine praxisferne und unausgegorene Regulierung“.
Die schweizerische Lobbyisten Organisation für Grossunternehmen sind der Meinung, das neue Gesetz bringe Rechtsunsicherheit und einen erheblichen administrativen Mehraufwand. Frage ist natürlich,  in wie weit der Schutz der Privatsphäre überhaupt gestärkt wird.
Zur Zeit ist noch nicht genau ersichtlich, inwiefern der schweizerische Gesetzgeber einen praktikablen Zwischenweg finden wird.
Lesenswert: Keller, Claudia & Tschudin, Miachael (2017-04). Datenschutzrecht – Wo geht es hin? CH-D Wirtschaft 1/2017. Aufgerufen 2017-05-12 auf

4. Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: 2018 EU Datenschutz: Marketing
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Wie managen Sie Datenschutz im Marketing?
  • Wie haben Sie sich auf die neue Verordnung vorbereitet?
  • Welche Checklisten und Tools nutzen Sie bei dieser Arbeit?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werde.

Lesenswert

Planen wir diese Dinge genau oder machen wir dies ohne Plan?| Urheber: Foster & Asher |auf Death to Stock Photo

In Kürze: Inwiefern hilft die Marke Amazon und Zalando deren Verkäufe zu steigern?
Wir zeigen ein paar Beispiele, welche Unternehmen in Sachen Markenaufbau die Dinge clever angehen.
Unser Faktencheck bringt Licht ins Dunkel UND zeigt welche Lektionen KMUs für sich rausziehen können.

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Gerade neulich las ich, dass der Online-Kleiderhändler Zalando zweistellig wächst – 23% – und im letzten Vierteljahr knapp 980 Mio. € umgesetzt hat. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wurde zu Jahresbeginn auf ca 20 Mio. € geschätzt, was einer Marge von 2% entspricht.
Doch die Jagd nach neuen Kunden geht weiter und in den meisten Kleiderläden pfeift ein kalter Wind. Yendi musste diesen Monat die Bilanz beim Konkursverwalter deponieren.
Der Trend zeigt, dass es immer bessere Argumente braucht wie gute Beratung, vorteilhaftes Preis-Leistungs-Verhältnis, usw. um Einkäufer in Läden zu locken. Denn immer mehr lieben es von der Couch aus über das Internet zu shoppen.

1. Beispiel Coop und Migros

Diesem Trend haben sich auch Coop und Migros in der Schweiz nicht verschliessen können. Will heissen, die beiden Grossverteiler bieten immer weitere Plattformen, Produkte und Dienstleistungen über das Internet an.
Mit all diesen Produkten ist natürlich die richtige Namensgebung ebenfalls sehr wichtig. Immer mehr Produkte brauchen immer noch griffigere oder einprägsamere Namen. Ansonsten erhalten sie keine Aufmerksamkeit vom Kunden und sind dann sehr schnell dem „Tode“ geweiht.
Natürlich gibt es hier eine bewährte Strategie. Zum Beispiel kann ich eine ganz Palette von ähnlichen Namen kreieren. Nestlé hat dies vorgemacht, Beispiel einer Familie von Brands: Nescafe, Nespresso, usw.  Aber auch hier gibt es wie bei Volkswagen weitere Marken die wenig wie nichts mit den anderen verbindet.
Migros versucht sich hier ebenfalls, Beispiel: Platform Migipedia oder die neue Kochplattform Migusto.
Dabei wollen Hersteller wie auch Grossverteiler die möglichen neuen Trends nicht verschlafen.
Beispiele sind diese 2 Kochplattformen von 2 Grossverteilern, welche in der Schweiz online gegangen sind. All dies geschah im Februar 2o17, innerhalb von 2 Tagen:

In Tabelle 1 habe ich 3 wichtige Dinge aufgelistet. Diese müssen beim Branding und Aufbau einer Marke wie Migusto oder Fooby berücksichtigt werden.
[su_box title=“Tabelle 1: Was Marketing Expertinnen zu schätzen wissen“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]

1.1 Guter Name macht den Unterschied

Ein guter einprägsamer Name, der sich sogar vielleicht noch in mehreren Ländern nutzen lässt ist der richtige Ansatz (zu.B. Red Bull). Doch zeigt sich auch hier, dass dies nicht so einfach ist.
Mit anderen Worten, auch wir haben Lehrgeld bezahlt.
1.1.1 Bsp.  Unser Firmennamen: CyTRAP – Cyber Threat Reduction and Prevention – Abkürzung ruft bestimmte Assoziationen hervor (z.B. Hacking, Phishing, Bots).  Ist aber im Bereich Social Media oder Marketing nicht gerade ein hilfreicher Name :-)

1.2. Ist die Internet-Domaine frei?

Wenn eine Domaine (z.B. .com) nicht frei ist im eigenen Lande oder einem wichtigen Markt (z.B. DE), dann sollte man es sich genau überlegen, ob nicht ein anderer Name genutzt werden sollte. Ansonsten muss dieser wohl gekauft werden (z.B. Lumendi.fr).
1.2.1 DiLumen ist z.B. ein Produkt wo die Internet Domaine .com nicht frei war.
Vielleicht hätte man dies vorher abchecken müssen oder aber besser eine andere Variation des Firmennamen Lumendi genutzt?

1.3. Kann der Markenname geschützt werden?

Manchmal kann man zwar die Domaine für den Namen erhalten, aber die Marke lässt sich nicht schützen.
Es kann auch passieren, dass der Name leicht zu Verwechslungen führt.
1.3.1 Bsp. Commetrics konnten wir in der Schweiz schützen aber nicht in den USA
1.3.2 Bsp. Fooby von Coop Basel, habe ich schon falsch eingetippt als Foody und Foodie …. und in einigen Ländern wird diese Marke von einem Fashion Label genutzt.
[/su_box]

2.  Amazon macht viele Dinge sehr gut

1994 hat Jeff Bezos Amazon gegründet. Im ersten Aktionärsbrief in 1997 wies er darauf hin

… Amazon.com passed many milestones in 1997: by year-end, we had served more than 1.5 million customers, yielding 838% revenue growth to $147.8 million, and extended our market leadership despite aggressive competitive entry.
But this is Day 1 for the Internet and, if we execute well, for Amazon.com.

Das zeigt, das Amazon wohl etwas riskierte aber vielleicht auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort war. Heute glaubt die Credit Suisse, dass z.B. in diesem Jahr in den USA rund 8’640 Läden die Tore schliessen dürften.
Amazon Web Services (AWS) hat 2006 angefangen und ist heute eine Division welche $12 Milliarden jährlich umsetzt – mit einer Wachstumsrate von gut 50% jährlich. Tendenz steigend.
Auch die neue Amazon Logistics bäckt zur Zeit, wie in 2006 die AWS, noch kleine Kuchen. Aber wie auch bei AWS wurde der Amazon Logistics+ Service (für kleine Firmen in China – egal ob diese über die Amazon Plattform verkaufen oder nicht) zuerst für Amazon selber genutzt. Im November 2016 hat der Service angefangen zwischen 10 bis 13 Container pro Woche mit Ware von Kunden von China in die USA zu bringen. Amazon selber nutzt diesen Service für 350 Container die Woche.
Der neueste Service ist der Amazon Trade Counter welche in den USA, UK und Deutschland zur Zeit expandiert. Hier versucht die Plattform Firmen anzusprechen, den B2B Bereich.
400,000 amerikanische Firmen haben sich zum Einkaufen auf dieser Plattform schon im ersten Jahr registriert. In Deutschland haben sich seit Dezember 2016 (Launch) bis April 2017 schon mehr als 10,000 Firmen eingetragen. Da entwickelt sich ein gewaltiger virtueller Markt im B2B Bereich.
Amazon hat ebenfalls einen Lieferservice Amazon Pantry in Deutschland genannt Amazon Prime Pantry in den USA.  Dieser soll vielleicht 2017 auch in die Schweiz kommen. Da könnte Amazon ja vielleicht noch von Coop at Home oder Le Shop von Migros lernen. Wer weiss.
PS. Pantry bedeutet ein kleiner Raum oder Küchenschrank wo man Esswaren und / oder  Besteck, aufbewahrt. Hier hat der Name eine Bedeutung in der englischen Sprache.

Fooby Webseite Domaine .com gesichert aber Umleitung nicht richtig eingestellt. Fehler für Anfänger?

Fooby Webseite Domaine .com gesichert aber Umleitung nicht richtig eingestellt. Fehler für Anfänger?

3.  Marketing Trend: Digitale Kopfschmerzen

Was Amazon klar demonstriert ist, dass ein früher Markteintritt – wenn nicht zu früh – es einem einfacher macht den Markt zu erobern. Das hat relativ wenig mit Marketing zu tun…aber nur auf den ersten Blick, denn ein gutes Branding macht Amazon alleweil.
Beispielsweise hat Amazon immer den Firmennamen vorne angestellt. Produktnamen beginnen also immer mit dem Wort Amazon.
1 bis 3 weiteren Wörter, welches das Produkt beschreiben wie z.B. Amazon Web Services, werden hinten angestellt.
Migros versucht eine ähnliche Strategie mit migusto.migros.ch or migipedia.migros.ch
Apple macht es mit dem kleinen i das by iPhone, iTunes, usw. vorne ansteht.
Was Social Media wie Instagram oder Twitter betrifft, ist Amazon fast gleich wie Apple, Funkstille. Anstatt es selber zu tun oder Influencers einzustellen, lässt man diese aus Eigeninitiative über die Firma und deren Produkte schreiben. Das tun diese sowieso. Somit hat man die Werbung oder auch Aufmerksamkeit gesichert, ohne dafür zu bezahlen.
Trotzdem spielt Branding auch bei diesen grossen Firmen eine Rolle. Dabei sind laut A. Aaker 3 Dinge wichtig:

  1. Wahrnehmung (Awareness) der Marke, d.h. kennen wir die Marke, auch vom Brand Buzz (d.h. haben die Leute schon was gehört über diesen Brand oder diesen Club) abhängig.
  2. Assoziation und Glauben (z.B. über das Produkt oder die Marke).
  3. Einstellung zur Marke (positiv, negative oder keine Meinung).

Man kann dies sicherlich sehr gut mit digitalem Content lösen. Doch auch die Migros, Tchibo oder Coop sind Webhinhalte immer wichtiger. D.h. diese müssen von der Zielgruppe angeguckt werden und diesen Mehrwert bieten (siehe auch Tabelle 2).
[su_box title=“Was ist ein Blog“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]
Definieren können wir dies wie folgt:

  1. Regelmässige Publikation neuer Inhalte: Blogger schreiben regelmässig Text zu einem Thema (z.B. Essen, Kochen, Fashion, Technologie oder Gaming).
  2. Texte mit Substanz: Die Texte sind pro Blogeintrag fast immer mehr als 400 Worte lang und haben auch Fotos oder Grafiken um die Sache visuell attraktiv zu machen.
  3. Kommentar- / Dialogfunktion aufgeschaltet: Der Blog gibt Leser nicht nur die Möglichkeiten Inhalte einfach auf Social Networks zu teilen. Viel wichtiger ist, das Leserinnen Kommentare zu einem Beitrag schreiben können.

Man kann auch sehr schnell rausfinden ob ein Blog die obigen Kriterien erfüllt oder nicht. Ein Blog ohne Dialogfunktion oder Kommentarfunktion ist ist kein Blog (siehe diesen Kommentar zum Thema was ist ein Blog).
Siehe auch Definition in meinem Buch: Social Media Audit. Achieving deep impact…  S. 5
[/su_box]
Es ist klar, dass es ganz verschiedene Blogger gibt. Man bloggt zum Spass  (z.B. Sabine Gimm). Andere auch um dank dem Blog ein wenig Geld Geld zu verdienen (z.B. gesponserte Posts, Einladungen zu Events, Reisen, usw.)
Manche versuchen sich als Influencer zu etablieren (z.B. Fanny Frey tolle Fotos, klassisches Broadcasting – null Dialog).
Anderen ist es egal ob sie Influencer sind oder nicht. Doch dank deren authentischen Stil sind sie zu 150% Stars auf ihrem Gebiete  (z.B. Michèle Krüsi oder Petra Drissen – ganz verschieden aber 100% authentisch und interessant).

3.1  Influencer richtig auswählen

Was vielen Firmen Probleme bereitet ist die besten Markenbotschafter zu finden und dann auch auszuwählen. Wenn weder bei Coop noch Migros die Verantwortlichen genau verstehen,  was ein Blog ist (siehe hier für Beispiele und oben), wird es schwierig.
Coop-Marketingchef Thomas Schwetje versteht es die Foodbloggerin in den Mittelpunkt zu rücken.
Doch sollte es nicht die Geschichte und die „interviewte“ Person sein welche wir im Blogeintrag in Mittelpunkt setzen sollten?

Sprechen solche Inhalte das Zielpublikum an? Noch wichtiger ist dann auch ob diese angesprochenen Kunden dann die dazugehörigen Coop Produkte kaufen?
Hier hätte man wohl mit der richtigen Methode systematisch vorgehen sollen, und nicht 2 Bloggerinnen auswählen welche:

  • Im gleichen Alter sind.
  • Beide Personen sind weiblich;
    ===> d.h. Männer und ihre Kochkünste sollen nicht angesprochen werden? Kaufen die keine Coop Produkte?
    Wohl kaum der Tatsache entsprechend, also warum diese Gruppe ausschliessen?
  • Den Bloggerinnen wird nicht erlaubt im Coop Fooby Blog authentisch rüber zu kommen, im Gegensatz zu deren privaten Blogs –Fanny Frey und  Nadia Damaso!

Influencer auswählen bringt was. Doch primär als Auswahlfaktor Schönheit oder Alter zu nutzen, dass kann es ja wohl nicht sein? | Urheber: Foster & Asher |auf Death to Stock Photo

Influencer auswählen bringt was. Doch primär als Auswahlfaktor Schönheit oder Alter zu nutzen, dass kann es ja wohl nicht sein? | Urheber: Foster & Asher |auf Death to Stock Photo


Die obigen Beispiele zeigen, auch wenn wir einen Trend nicht verpassen wollen, sollten wir dies systematisch, langfristig und sorgfältig angehen. Eine Auswahl von einem Influencer basierend auf z.B. Instagram Followers ist der falsche.
Im weiteren ist es bei der Zusammenarbeit auch wichtig, dass man einen #Hashtag plant und diesen gut einsetzt.  Das gilt auch für nicht kommerzielle Organisation wie ein Verein wie der #MCLago
Wenn niemand über Dich redet in der digitalen Welt, wie hilft dies dann dein Produkt zu verkaufen? Wie oben erwähnt, Wahrnehmung, Glauben über die Marke und Einstellung sind wichtig. Doch um wahrgenommen zu werden braucht es gute Arbeit.

Der Hashtag Check für Fooby

Wenn diese Dinge nicht richtig funktionieren, können sie auch nicht die wichtigen Kennzahlen wie Umsatz und Ertrag positiv beeinflussen. So einfach ist das und doch wiederum so schwierig :-)  Viel Erfolg wünscht Ihr DrKPI.

4. Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: Was haben Amazon, Migros und Coop gemeinsam
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Welche Marke ist für Sie ein tolles Beispiel wie man es richtig macht?
  • Wie haben Sie Produktenamen ausgesucht und aufgebaut?
  • Was würden Sie vielleicht heute anders angehen basierend auf Ihren Erfahrungen?
  • Wie nutzen Sie digitale Kanäle oder auch Influencer zur Stärkung der Marke?

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werde.

Lesenswert

Offenlegung: Der Autor gibt an, dass einige der hier genannten Brands seine Kunden sind. Jedoch ergeben sich hier keine Interessenkonflikt hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 

5.  Authentizität Quo Vadis: Beispiele aus der Praxis

  1.   Migipedia Blog – Dialog ist bescheiden, Werbung ist Trumpf
  2.   A1 Corporate Blog – Blogbeiträge geschrieben von Freelancern, nicht Miarbeitern: Schafft das Vertrauen?
  3.   Philips – Da läuft was schief, gesehen?
  4.   Coop muss hier die Schulbank drücken   – Fooby Wenn weder der Auftraggeber noch der „Influencer“ / Blogger verstehen um was es geht – Coop rückt die Bloggerin statt den Gast in den Mittelpunkt der Fotos und der Story … spricht man so die Zielgruppe an?
Piazza San Carlo, hier spielte sich das politische Leben von Piemont ab. PS: das 1842 eröffnete Café San Carlo war das erste Lokal mit Gasbeleuchtung in Italien.

In Kürze: IWas hat Markenstärke mit der Gründung eines Club zu tun?
Name und Internet Domaine spielen eine wichtige Rolle.
Unser Faktencheck bringt Licht ins Dunkel.

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Wie A. Aaker schon immer sagte, zur Visualisierung von Branding sollten wir uns einen kleinen Sekretär im Kopfe des Konsumenten vorstellen. Diese Kommode hat 3 Schubladen:

  1. Wahrnehmung (Awareness) der Marke, d.h. kennen wir die Marke, auch vom Brand Buzz (d.h. haben die Leute schon was gehört über diesen Brand oder diesen Club) abhängig.
  2. Assoziation und Glauben (Beliefs über den Club).
  3. Einstellung zur Marke (positiv, negative oder keine Meinung).

Wenn uns der Konsument nicht kennt oder beine positiven Assoziationen mit unserem Club hat, wird es schwierig beim Gespräch zur Mitgliederrekrutierung.
In diesem Beitrag geht es um die Gründung vom Marketing Club Lago e.V. Dieser ist Teil des Deutschen Marketing Verbandes oder DMV und deckt die Region Bodensee ab. Obwohl dieser seinen offiziellen und steuerlichen Sitz in Konstanz hat, rekrutieren sich die Mitglieder aus mehreren Ländern – den Anrainerstaaten.
Ich versuche hier einige unserer Erfahrungen im Vorstand aufzuschreiben. Hier fokussiere ich mich speziell was Branding, Markenstärke und Markenimage mit dem Ganzen zu tun hat.

1.  Namensfindung für Produkt oder Verein

Manchmal kann man sich einen Namen wählen welchen man einfach aus einem Hut zieht. Da wir aber dem Deutschen Marketing Verband beitreten wollten, war der Einbau der 2 Worte „Marketing Club“ schon fast gegeben.
Das hiess, irgendwie würde der Name Marketing Club  …. e.V. sein.
Hier sind einige zusätzliche Namen die wir im Visier hatten, wie z.B.:

  • Lago
  • Region Bodensee
  • Bodensee
  • usw.

Offensichtlich ist ein Name wie Marketing Club Region Bodensee e.V. etwas lang im heutigen Zeitalter von Twitter.
Am Ende nutzten wir Marketing Club Lago oder MC Lago in der Kurzform. Lago wurde ja auch schon früher gebraucht zur Bezeichnung vom Bodensee, wie z.B. Lago di Constanza (siehe Wikipedia Eintrag)

2.  Internet  Domaine sichern

Wenn man einen Namen berücksichtigt, ist es wie mit einem Produkt oder einem Start-up, muss natürlich die Internet Domaine frei sein.
Zum Beispiel ist der Name MCBodensee wie auch MC-Bodensee besetzt. Leider ist dieser Name auch schon relativ lang mit 10 Buchstaben.  Unsere Mitglieder bevorzugen kürzere Namen beim Eintippen in das Browser Window auf ihrem Handy.
Aus diesem Grunde war MC Lago für uns interessant. Dies um so mehr, da die Domaine damals noch frei war und wir diese nutzen konnten. Deshalb haben wir uns gleich einmal verschiedene Namen gesichert wie z.B.

  • MCLago.com
  • MCLago.at
  • MCLago.ch
  • MCLago.de
  • MCLago.li

Das war für uns äusserst wichtig, da ein effektives Internet Marketing ohne die dazugehörige Domaine für die Webseite nicht praktikabel ist.

Der Mefistofele - der Teufel von einem Auto - wurde von Sir Ernest Eldridge entworfen. Er baute diesen mit Hilfe eines Chassis von einem 1904 Fiat SB4. Auf einer gesperrten öffentlichen Strasse stellte Eldrigdge am 12. Juli 1924 mit dem Mefistofele mit 234.98 km/h den Landgeschwindigkeitsrekord auf.

Der Mefistofele – der Teufel von einem Auto – wurde von Sir Ernest Eldridge entworfen. Er baute diesen mit Hilfe eines Chassis von einem 1904 Fiat SB4. Ein frühes Beispiel der THEMATIK – Branding is Everything.

3. Hashtag / Schlagwort nutzen:  #MCLago

Aus der Forschung wissen wir, dass Menschen auf mehrmalige Exposure positiv reagieren. Dass heisst:

  • mehr „exposure“ = desto mehr wir etwas sehen, desto eher denken wir es ist ein schönes Bild, gutes Produkt, usw.

Zajonc, Robert (1968).  Attitudinal effects of mere exposure, Journal of Personality and Social Psychology, 9, S. 1-27.
Heute gibt es ebenfalls Forschungsresultate die zeigen, dass wir z.B. Musik eher positiv beurteilen, wenn diese uns bekannt ist und wir sie in einem Laden hören.
Karl K. Szpunar, E. Glenn Schellenberg, and Patricia Plinar, “Liking and Memory for Musical Stimuli as a Function of Exposure,” Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition, 30 (2004), 370-381. 12
Die Einstellung und Wahrnehmung entwickelt sich am ehesten positiv, wenn man die Dinge nicht zu oft sieht oder nicht zu oft eine Werbung sieht.
Overexposure ist natürlich nicht zu empfehlen (Cutting James).
Aus diesem Grunde wollen wir zwar auf unseren Club aufmerksam machen, aber niemand ärgern. Aber mit dem Hashtag #MCLago erhoffen wir uns bessere Platzierung unserer Arbeit in den organischen Suchresultaten. Beispiele sind FacebookGoogle+Twitter oder auf Suchmaschinen wie z.B. Google oder Qwant (hier klappt es z.B. noch nicht).

Doch die Wahrnehmung unseres Produktes oder Vereins kann auch mit Hilfe eines Hashtags in Blogs und auf Webseiten verbessert werden, wie auf:

angezeigt. Erwähnung des Hashtag #MCLago auf möglichst vielen Webseiten und Blogs hilft uns ebenfalls den Club noch bekannter zu machen.

Packen wir es an.

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: MCLago – Warum Brand Equity bei einer Vereinsgründung wichtig ist 
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

Ich freue mich auf Ihren Kommentar, den ich natürlich beantworten werden.

Lesenswert

Offenlegung: Der Autor gibt an, dass er Präsident des Marketing Club Lago ist. Jedoch ergeben sich hier keine Interessenkonflikt hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 
Die interessanten Themen fallen bei den Teilnehmern auf hohes Interesse. | Urheber: Sandra Blaser Photography

In Kürze: Wie meistern die Medien die digitalen Herausforderungen?
Medienschaffende diskutierten am Medien #Barcamp SRF MAZ die Trends.
Content Strategie von Spiegel Online, FAZ oder Tages Anzeiger mit Mehrwert für zahlende Leser?
2018-01-27 Update:  Das MedienBC 2018 findet statt – unsere Eindrücke zum #MedienBC 2018 gibt es dann am am 4.März in diesem Blog. Am besten gleich den Newsletter hier abonnieren, dann verpassen Sie es nicht

5. 2017-02-10 Update – Fake News und NZZ anklicken

Lesenswert

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Barcamps sind immer wieder ganz tolle Orte. Ich treffe alte Bekannte, Freunde und neue sehr interessante wie auch kreative Teilnehmer.
Die Vorträge oder Workshops sind lehrreich. Da hört man keine Vorträge die versuchen einem ein Produkt schmackhaft zu machen.Hier geht es um das „sharen“ und lernen von anderen Teilnehmern.
Okay, manchmal überschätzen die Teilnehmer sich vielleicht etwas und reden über ein Thema, über welches sie vielleicht nicht allzu viel verstehen.
Doch dann gibt es ja noch die „Zuhörer“ die ihr geballtes Wissen einbringen im Workshop, der Diskussionsrunde, usw. Diese durfte ich auch selber in meiner Session (siehe Punkt 4 unten) erfahren, das war wirklich eine Bereicherung für mich und die Teilnehmenden.
In der Zwischenzeit habe ich schon gar nicht mehr gezählt, wieviele Barcamps ich besucht habe seit etwa 2008. 10 waren es schon.

PS. Warum die Domaine medienbarcamp.ch dann auf eveni.to/Medienbarcamp verweist, ist mir schleierhaft. Da dieses Barcamp nächstes Jahr auch wieder stattfindet, sollte man aus SEO und Gründen des Branding wohl dies schleunigst rückgängig machen.
Will heissen, die Domain führt auf die eigene Webseite :-)  Und wenn das nicht geht, technisch lösen oder Tool schnellstens durch ein Zusatztool ersetzen.

#SRFmazMeBa das SRF maz Medien Barcamp - das Programm. Sehr interessant und lehreich. DrKPI Gold, Leser, Print, Digital: Wieso brauchen Medienhäuser Blogs? | Urheber: Sandra Blaser Photography

#SRFmazMeBa das SRF maz Medien Barcamp – das Programm. Sehr interessant und lehreich. DrKPI Gold, Leser, Print, Digital: Wieso brauchen Medienhäuser Blogs? | Urheber: Sandra Blaser Photography

Was bewegt die Medienschaffenden?

Gestern morgen wurden wiederum eine Vielzahl von interessanten Themen vorgeschlagen. Die meisten ergatterten sich ein Zeitfenster.
In diesem Beitrag diskutieren auf die interessanten Sessions die ich besuchen konnte (leider viel zu wenig).

1. Besseres „One Shot“ Video

Kai Rüsberg gabe eine Einführung zum one shot Video.

Kai Rüsberg erklärt, was es mit dem #OneShot Video mit sich hat. Interessanter Trend. | Urheber: Sandra Blaser Photography

Kai Rüsberg erklärt, was es mit dem #OneShot Video mit sich hat. Interessanter Trend. | Urheber: Sandra Blaser Photography


Was mich natürlich faszinierte waren die Angaben in Sachen wie man Videos besser machen kann.  Hier zeigte er uns anhand einiger Beispiele (Geräte) ein paar Tricks. Auch illustrierte er seine Angaben anhand praktischer Beispiele, d.h. Videos :-)
Übrigens seinen Blog kannte ich nicht. Da gibt es viele interessante Dinge zu lesen und zu sehen wie z.B.:

2. Fake News – Health News

In dieser Session mit Cornelia Caviglia ging es um Gesundheitsinformationen und Themen wie Patient Empowerment.
Dabei wies Cornelia geschickt auf die Problematik der Qualitätsüberprüfung der Informationen hin.
Wie weiss der Kunde das diese Angaben stimmen?
Transparenz wie auch die Freilegung von Interessenskonflikten war hier ein Thema.  Dabei kamen mir die Blogger in den Sinn – 10 Tipps – Compliance Stolpersteine für Blogger.

Cornelia Cavaglia erklärt die Stolpersteine - wie überprüft der Konsument / Patient die Validität einer Studie? Nich einfach... | Urheber: Sandra Blaser Photography

Cornelia Cavaglia erklärt die Stolpersteine – wie überprüft der Konsument / Patient die Validität einer Studie? Nich einfach… | Urheber: Sandra Blaser Photography


Natürlich wurde auch der Careum Blog (unser Kunde) erwähnt. Für Leser bietet dieser anhand der vielen Verlinkungen auf weitere Ressourcen Mehrwert. Dabei werden die Interessen von Forschern wie auch Patienten. Zum Beispiel, ein Erfahrungsbericht über Brustkrebs, beschreibt interessante Dinge und verweist auf weitere Ressourcen für Ärzte aber auch Patienten. Patient empowerment puur.
Die Diskussion zeigten ebenfalls auf, dass Journalisten natürlich andere Möglichkeiten besitzen als Patienten um sich Informationen zu beschaffen.
Für mich interessant war auch die Frage:

„Wie repräsentativ“ sind die Stichproben in medizinischen Studien?

Auch dort ergibt sich die Problematik der Kosten. Stichproben welche dieses Wort verdienen sind oft teuer. Zur Illustration, das österreichische Bundesamt für Statistik zeigt dies immer wieder gut auf. In den Studien und Pressemitteilungen wird die Methodik sehr genau beschrieben, siehe z.B. für die Gesundheitsstudie in Österreich (Allergien, Bluthochdruck, etc.).
Um eine gute Stichprobe zu erhalten (nach Alter, Geschlecht… usw. wo jeder die gleich Chance hat reinzukommen, von Wien bis zur weniger besiedelten Randregion), braucht es gut 15,700 Telefoninterviews.  Natürlich, in anderen Ländern kann es weniger oder mehr sein, das hängt von vielen Faktoren ab.  Klar ist, dass solche Studien sehr teuer sind !
Da wäre ich als Patient schon froh, wenn deren Berichte usw, einfacher am Web einsehbar sein würden. Vor allem höher platziert wären in den organischen Suchresultaten.

3. Lunch – Möglichkeit für vertiefende Gespräche

Nach dieser sehr lehrreichen Session war es dann Zeit für den Lunch Break.
Die Möglichkeiten sich während des Tages zu verköstigen war sehr gut.  Frisch, kalt, heiss, gesund und etwas weniger gesund war alles möglich.
Wer die Wahl hat, hatte die Qual an diesem Event. Danke.

Fuer tolles Essen war gesorgt, vom Frühstück bis zu den Snacks. | Urheber: Sandra Blaser Photography

Fuer tolles Essen war gesorgt, vom Frühstück bis zu den Snacks. | Urheber: Sandra Blaser Photography


Älplermagronen gab es zum Mittagessen, vielleicht nicht gerade nach dem Tiptopf Rezept auf S. 243 gekocht, doch eine interessante Variation die regen Zuspruch bei den Teilnehmern fand. Am Ende war nichts mehr übrig.

4. Print und Online Blogs der Medienhäuser: Faktencheck

Das war meine eigene Session. Ich versuchte mich ein wenig auf dieses für mich wichtige Barcamp vorzubereiten. Also habe ich nach weiteren Fakten recherchiert.
Das Problem ist ja nicht neu. Zum Beispiel hat erst kürzlich der Verleger Mark Thompson der New York Times, Mark Thompson (ehemaliger Chef der BBC) sich ein Ziel gesetzt:

Doch wie die Daten unten von der Rheinzeitung aufzeigen, ist dies nicht gerade einfach. Die Preise für die Werbung auf digitalen Kanälen sind im Keller und viele der Leser sind nicht willens, für Inhalte zu bezahlen.

Bsp. Rhein-Zeitung: es ist nicht einfach mit digitalen Inhalten die Einkünfte zu erhöhen.

Bsp. Rhein-Zeitung: es ist nicht einfach mit digitalen Inhalten die Einkünfte zu erhöhen.


Hartes Pay Gate: Rhein-Zeitung.de im Herbst 2016

4.1 Klare Strategie – Beispiel The Guardian

Einige Zeitung bauen auf ihre Alleinstellungsmerkmale (Unique Selling Propositions) wie z.B. der Guardian welcher von einer Stiftung geleitet/teilweise finanziert wird.
Dabei baut man auf das eigene Image, welches das Produkt als neutral und mit Qualität portraitiert.
Die USPs zu verteidigen versucht man, indem man im Falle des Guardian auf die Leserwünsche eingeht. Es werden deshalb auch lokale Themen mit mehrteiligen und längeren Reportagen abdeckt. Beispielsweise, warum wählt ein Wahlbezirk 2 x Obama und dann plötzlich Trump, Bsp. Pennsylvania).
Der Screenshot unten zeigt dabei, wie The Guardian seine Strategie im Marketing und Verkauf umsetzt. Er verkauft nicht Abonnements, sondern bittet seine Leser um Support.

The Guardian bittet seine Leser um eine Spende - Dieser Aufruf war der erfolgreichste in einer Testbatterie. Die Anzahl der bezahlten digitalen Abos ist stark gestiegen.

The Guardian bittet seine Leser um eine Spende – Dieser Aufruf war der erfolgreichste in einer Testbatterie. Die Anzahl der bezahlten digitalen Abos ist stark gestiegen.


Mehr Infos zu den Einnahmen des Guardian im digitalen Bereich

4.2 Unklare Strategie:  NZZ

Die NZZ hat eine lange Geschichte von Versuchen und Flops in Sachen Social Media. Im Juli 2016 wurden z.B. die Blogs abgeschaltet (siehe Slides unten). Die Begründung war, dass dies für die Leser besser sein sollte. Heute kann man die Blogs kaum mehr finden. Die Kolumnen sind wiederum nicht für den Online Konsum auf dem Handy richtig aufbereitet.
Gestern (d.h. auf dem Wege zum Barcamp) las ich dann in meiner NZZ Ausgabe Print, dass es nur noch 2 bis 3 Artikel geben würde pro Tag welche die Kommentarfunktion eingeschaltet haben werden.
Natürlich weiss hier die NZZ und ihr Social Media Chef Oliver Fuchs einfach mehr als die NYT, The Guardian, Financial Times, The Economist, Le Monde, usw. Denn diese haben seit Jahren entweder für alle Inhalte die Kommentarfunktion eingeschaltet (z.B. Financial Times) oder aber für gut 70% der Artikel (z.B. NYT). Mit Erfolg, wie deren Verleger anhand der publizierten Ertragszahlen im digitalen Bereich den Aktionären immer wieder vor führen.
Bei der NZZ ist das alles anders. Ich bin gespannt, aber die Ertragszahlen stimmen mich nicht unbedingt optimistisch wenn man immer dem Trend hinterher rennt ohne klare Konzepte und einer klaren Strategie.
PS. NZZ am Sonntag hat ca 121’000 in Print, mit 450’000 Lesern davon 32’000 digitale Version, wie sieht dies wohl ertragsmässig aus?
[embeddoc url=“http://blog.drkpi.de/wp-content/files/Medien-Blogs-Strategie-Quo-Vadis.pdf“ width=“100%“ viewer=“google“]

Download der Slides – PDF Datei – 8.8 MB wegen den Grafiken

Interessant war das die Diskussion so lange ging, dass der nachfolgenden Workshop Leiterin mit ihren 5 Teilnehmern nur noch 5 Minuten blieben um sich vorzubereiten. Für diesen Faux-Pas meinerseits möchte ich mich bei  Frau Dr. Barbara B. Peter nochmals entschuldigen. Natürlich tat ich dies auch schon vor Ort.
Was mich jedoch erstaunte ist wie sich manche Menschen verhalten (z.B. Kaffee aus dem Automaten rauslassen während jemand anderes noch präsentiert und Zwischenruf – knallhart. C’est le ton qui fait la musique… oder wie man seinen eigenen Brand zerstören kann, super Beispiel).

4.3 Wie balanciert man die Qualität? Tages Anzeiger

Wie die NZZ haben wir auch den Tages Anzeiger abonniert. Der Tages Anzeiger ist recht erfolgreich in Sachen Blogs unterwegs (siehe Performance Charts in der Präsentation oben).
Doch was mich erstaunt sind die wenigen Kommentare und Diskussionen die auf den Blogs stattfinden. In den Diskussion während der Session wurde ich natürlich darauf aufmerksam gemacht, das z.B. der Mamablog sehr bekannt sei und viele Leser anziehe.
Dem musste ich natürlich zustimmen.  Doch warum dessen Inhalte oft als „stream of consciousness“ (Bewusstseinsstrom) rüberkommt und dann auf S. 2 in einer Ausgabe (Auslandsbund) publiziert wird, ist mir als zahlender Leser der Print Ausgabe ein Rätsel.

Wisst ihr vielleicht warum?
Daten zum Mamablog vom Tages Anzeiger

5. Was Journalisten von Bloggern lernen können

Eric Mächler war hier wieder in seinem Element. Er schaffte es die Zuhörer abzuholen mit diesem brisanten Thema. Wobei er natürlich auch versuchte, uns alle auf clevere Art und Weise zu provozieren.

Koennen Journalisten was von Bloggern lernen? Ja, auf Leser eingehen und sich auch mal entschuldigen wenn man einen Fehler macht. | Urheber: Sandra Blaser Photography

Koennen Journalisten was von Bloggern lernen? Ja, auf Leser eingehen und sich auch mal entschuldigen wenn man einen Fehler macht. | Urheber: Sandra Blaser Photography


Das interessante in dieser Session war natürlich wie fast immer beim Eric die hitzigen Debatten.
Das ging zwischen den Teilnehmern selber, aber auch zwischen diesen und Eric. Diese Argumente, Erklärungen und Fakten welche von den Teilnehmenden geteilt wurden waren für mich sehr aufschlussreich. Interessant bis zur letzten Minute.

6. Wie finde ich meine Zielgruppe

Diese Session war für mich sehr interessant. Neben Tools wurden auch Methoden kurz angesprochen. Dabei zeigte sich anhand der Kommentare der Teilnehmer, dass wir alle mit dieser Herausforderung konfrontiert sind.
Die Zielgruppe zu finden ist ein nimmer endender Prozess. Auch neue Kundengruppen anzusprechen ist nicht einfach.

Jimmy Sauter und Janosch Troehler führen die Diskussion: Wie erreiche ich die Zielgruppe: Definition, Aktivierung... Tools, Stolpersteine | Urheber: Sandra Blaser Photography

Vicenzo Tremonte und Janosch Troehler führen die Diskussion: Wie erreiche ich die Zielgruppe: Definition, Aktivierung… Tools, Stolpersteine | Urheber: Sandra Blaser Photography

7. Autorin im Rampenlicht

Ich dachte ja, dass ich zu dieser eher späteren Stunde an einem Samstag nicht mehr fähig sein würde, was zu lernen.
Doch Claudia Imfeld stellte sicher, das mir das Gegenteil in ihrer Session passierte.

Claudia Imfeld diskutiert und notiert die Insights der Teilnehmer in ihrem Workshop am SRF maz Medien Barcamp #SRFmazMeBa | Urheber: Sandra Blaser Photography

Claudia Imfeld diskutiert und notiert die Insights der Teilnehmer in ihrem Workshop am SRF maz Medien Barcamp #SRFmazMeBa | Urheber: Sandra Blaser Photography


Dabei stellte ich fest, dass auch bei mir ein Foto und Kurzbiographie über den Journalisten auf Interesse stossen.
Etwas mehr über einen Journalisten zu wissen, ohne dass eine solche Information zu einer Selbstinzenierung des Journalisten werden könnte, ist bei vielen Lesern von Interesse.
Auch wie Stories zustande kommen interessiert. Oder ein Link zu Daten, Studien und Fakten welche die Journalistin zu Rate gezogen hat beim schreiben des Artikels wäre von Interesse. Machen aber in der Schweiz zur Zeit die wenigsten Zeitungen oder Zeitschriften wenn überhaupt.

4. Schlussfolgerungen: Digitalisierung 4.0

Es gab noch einige interessante Sessions die ich einfach nicht gleichzeitig besuchen konnte. Wie z.B.  Influencer Marketing von Stefanie Holenweg und Kevin Kyburz (auch der Kevin hat einen tollen Blog), Virtual Reality und sogar eine Lesung war im Programm von Clemens Schuster. Er traute sich aus Platons Politea zu lesen, auf der Bühne: Die Entstehung der Tyrannei aus der Demokratie. Oder das ich Andreas von Gunten’s Session ebenfalls verpasste.
Ebenfalls tut es mir leid, den Beitrag von Marie-Christine Schindler über den Newsroom verpasst zu haben.
Aber den Organisatoren – ein tolles Team – müssen wir hier ein Kränzchen winden. Alles lief sehr gut und für die Organisatoren dieses Corporate Barcamp, d.h. SRF und maz war es eine Meisterleistung. Sie demonstrierten wie man unaufdringlich seine Marke beim Zielpublikum auf coole Art und Weise einbringen kann. Dabei offeriert man diesen noch echten Mehrwert. Chapeau !

Übrigens, die SRF soll nicht mehr cool sein bei jungen Journalisten.

Deshalb muss sich diese auch vermehrt bei den Jungen besseres Branding machen, haben mich 2 SRG Mitarbeiter aufgeklärt. Das ging inklusive von Beispielen. Ich bin echt erschrocken. Ich liebe und hasse die SRG (typischer Schweizer) zugleich. Aber die Liebe überwiegt bei weitem und ich will diese auf keinen Falle missen.

Wieviel Einfluss hat dieser Blog? Antwort gleich hier:

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: #SRFmazMeBa Das SRF maz Medien Barcamp 2017 – freue mich schon auf 2018
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Was fandest Du am #SRFmazMeBa eine tolle Session?
  • Was sind die 2 wichtigsten Dinge welche du an deinem letzten Barcamp gelernt hast?
  • Wie erreichen Sie Gelegenheitskäufer effektiv im digitalen Raum?

Offenlegung: Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 

Übrigens

Wir treffen uns beim Blogger Point am 18. März in Düsseldorf.  Ich freue mich auf Ihren Besuch an unserem Stand.
PS. ich bin übrigens nie so müde wie nach einem tollen Barcamp. Ich lerne fortwährend von allen Teilnehmern und gehe mit einem weinenden und lachenden Auge nach Hause.  Weinend weil es vorbei ist, lachend weil ich mich auf mein Bett freue, total kaputt, ausgepumpt aber sehr zufrieden.

Links

Hier werde ich dann noch Links zu weiteren Blogbeiträgen posten.
Ich freue mich auf möglichst viele Links ?

  1. Eric Mächler – Rückblick Mediencamp 2017 vom Chefblogger
  2. Oliver Lutz – Beitrag auf Linkedin – das Medien Barcamp 2016
  3. Martin Steiger – Bilder in den Medien: Legal oder illegal?
  4. dd

5. 2017-02-10 Update – Fake News und NZZ

2017-09-02 las ich „Ein wahrer Kampf gegen Fake News“ in der NZZ.
Als Print Leser fand ich es schade, das die NZZ in der gedruckten Ausgabe nicht darüber informiert, dass es auf der digitalen Version noch zusätzliche Informationen gibt. Dieser Artikel hat z.B. viele Verlinkungen zu sehr interessanten weiteren Ressourcen zum Thema. Auf diese bin ich als Print Leser nur per Zufall gestossen.
Beim Studium der verlinkten Forschungsarbeiten stellte ich jedoch fest, dass einige der von Anne-Sophie Galli (gga) gemacht Interpretationen sich nicht anhand der verlinkten Studien ergeben.
Z.B.die im Artikel erwähnte Studie welche in den PNAS publiziert wurde zeigt auf, dass wir News tendenziell weiterreichen, wenn uns das Thema stark interessiert. Primär werden diese News im Netz auch in sozial homogenen Gruppen, d.h. von Leuten mit ähnlichen Interessen, geteilt oder weitergereicht (Del Vicario und weitere Autoren, Jan. 2016, S. 558).
Dies bedeutet aber nicht unbedingt, dass sich Fake Nes deshalb schnell verbreiten, weil Nutzer nur Artikel anklicken welche ihrem Weltbild entsprechen. Zu diesem Schluss kommen die Autoren nicht. Ihre Daten würden dies auch nicht zulassen.
Auch die Angaben zur “Universität Stanford” Studie (Sam Wineberg und weitere Autoren, Education Week, Nov. 30, 2016) stimmt nur teilweise. Sicherlich haben Schüler in den USA Schwierigkeiten schlecht recherchierte News von gut recherchierten News im Netz zu unterschieden: D.h. die Mehrheit der Schüler kann redaktionelle News, verifiziertes Facebook Konto, usw. nicht von gesponserten Geschichten, nicht verifizierten Facebook Seiten, wie auch Falschmeldungen unterscheiden.
Aber diese Resultate lassen mich kaum zur Schlussfolgerung kommen: “Eine wachsende Minderheit traut demnach auch etablierten Medien nicht mehr…”. Das zeigen uns die Ergebnisse nun wirklich nicht. Auch daraus zu folgern, dass sich Verschwörungsgeschichten “oft schneller als Artikel von etablierten Medien…” verbreiten, erscheint mir sehr weit her geholt zu sein.
Diese Interpretation des Schreibers mag unserem Gefühl entsprechen. Es kann sogar in einzelnen Fällen zutreffen (z.B. Foto von Angela Merkel mit Flüchtling… oder Terrorist). Aber solche, zum Glück noch Einzelfälle, sollten uns nicht zu Verallgemeinerungen verleiten. Die im Artikel erwähnten beiden Studien haben dies weder getestet, noch würden die Autoren diese Rückschlüsse aus ihren Ergebnissen ziehen.
Natürlich, vielleicht bekam die Journalistin nicht all den Platz welche sie gebraucht hätte. Einige Schlüsse könnte sie auch aus Gesprächen mit Experten gezogen haben. Doch um die Glaubwürdigkeit der Arbeit zu sichern muss hier vorsichtig vorgegangen werden. Das ich als informierter Leser der sich auch die Mühe macht alle Studien nachzulesen verwirrt wurde, hilft nicht. Da hätte ich mir bessere Arbeit in der Schlussredaktion gewünscht. Im Zeitalter der immer beschränkteren Ressourcen nicht einfach.

Erfolgreiches Controlling mit Hilfe von Kennzahlen setzt ein gewisses Grundwissen voraus um es richtig anzuwenden. | Urheber lassedesignen| Fotolia #1084691147

In Kürze: Ist jemand mit vielen Followers auf Instagram ein Influencer?
Steigert die Reichweite meiner Influencers die Anzahl Verkäufe?
Unser Faktencheck bringt Licht ins Dunkel.

Lesenswert

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Kürzlich wollte eine Agentur eine Liste von den Besten Style Bloggers. Die Frage hiess so in etwa:

Können Sie uns regelmässig die besten Style Bloggers vermitteln? Wir brauchen dazu deren Reichweite, Followers, usw.

Was ist ein gute Kennzahl?

Eine Kennzahl ist für mich nützlich, wenn ich diese verstehe. Dies bedeutet, die Definition muss ich lesen können. Dann weiss ich mehr über die Definition. Wenn diese für mich ein Buch mit 7 Siegeln ist, traue ich der Kennzahl nicht.  Gute Kennzahlen entwickeln verlangt viel Arbeit wie auch Zeit. Deshalb ist das Entwickeln von guten Kennzahlen und Rankings auch teuer  – Bsp. FT Global MBA Ranking 2017.
In diesem Beitrag diskutieren wir die folgenden 3 Punkte.

  1. 1.  Was sagt mir die Kennzahl?
  2. 2. Stimmen die Fakten = FaktenCheck
  3. 3. Hilft die Kennzahl oder ist diese nur Nabelschau in Sachen Reichweite?
  4. 4. Schlussfolgerung – Definition von Reichweite im Digital Marketing?

1. Hinterfrage alle Kennzahlen

Mit Kennzahlen kann ich viel erreichen. Doch wenn ich nicht verstehe wie diese berechnet werden, ist es schwierig diesen zu trauen. Validität (misst das Instrument was es sollte) und Reliabiliät (z.B. kann jemand dieses Ergebnis mit einer neuen Studie bestätigen) sind wichtig.
Google offeriert mir z.B. jede Woche Daten in Sachen Werbung auf YouTube, Smartphones, etc. Doch ist immer unklar, wie Google diese Daten erhoben hat. So stellen sich dem informierten Leser Fragen wie z.B.:

  • Waren dies USA Nutzer oder solche aus Deutschland?
  • Wieviele Leute wurden befragt (d.h. Grösse der Stichprobe)?
  • Welche Fragen wurden gestellt (d.h. wo kann ich die Liste der gestellten Fragen einsehen)?
  • Wurden diese Fragen Online, via Telefon oder aber in Face-to-Face Interviews den Teilnehmern gestellt?
WAS IST Validität der Daten und Räresentativität dieser Stichprobe. Kann ich Rückschlüsse auf mein Business ziehen? Wie setze ich die Erkenntnisse um?

WAS IST Validität der Daten und Räpresentativität dieser Stichprobe. Kann ich Rückschlüsse auf mein Business ziehen? Wie setze ich die Erkenntnisse um?

2. FactCheck

Die 2 Problematik ist, das wir nicht allen Zahlen oder Fakten trauen können. Ein Problem sind z.B. die gefälschten Online Besprechungen von Produkten.
Ein australischer Geschäftsmann wollte hierzu den Beweis antreten und hat ein Instagram und Twitter Konto für ein Catering Geschäft eröffnet, welches es nicht gibt. Unten ein Screenshot vom Twitter Konto welches es nicht mehr gibt.

Social Bites won awards and was feted by social media ‘influencers’ but it was a fake

Social Bites won awards and was feted by social media ‘influencers’ but it was a fake


Er hat dabei einige schöne Fotos von Essen eingekauft auf Stockphoto. Diese toll angeschrieben mit Sprüchen (Was wir mit gefälschenten Online Bewertungen erreichen können -auf Englisch).
Falsche Produktbesprechungen oder Empfehlungen von Hotels, Büchern, Veranstaltern sind wirklich ein Problem.
Deshalb hat die UK Competition and Markets Authority (CMA) eine Untersuchung gemacht. Anhand dieser Daten weist der Regulator auf verschiedene Missstände hin (lies den Report auf UK Competition and Markets Authority (CMA) takes enforcement action against fake online reviews).
What do you need to do if you are a business whose products are being reviewed?

What do you need to do if you are a business whose products are being reviewed?


Konsumenten sollten sich hier immer die Mühe machen zu überprüfen wer was geschrieben hat basierend auf welchen Fakten. Das gleiche gilt auch für Unternehmen. Ansonsten ist man vor bösen Überraschungen nicht gefeit.

3. Reichweite & Influence: Magie oder Mogelpackung?

Die Reichweiten können verschiedenartig definiert werden. Prinzipiell sind jedoch 2 sicherlich wichtig in der Werbebranche.

  1. Qualitative Reichweite: zeigt ob, z.B. die Zeitung, die Instagram Follower / Facebook Fans, d.h. der Werbeträger den gewünschten Personenkreis erreicht (z.B. Leute welche Schminke kaufen oder Jeans).
  2. Quantitative Reichweite: Dies zeigt uns, wie viele Personen z.B. über das Wochenende mit der NZZ am Sonntag – Stil Beilageheft, dem Werbeträger, in Kontakt kommen.

Zur Diskussion steht natürlich immer die Brutto Reichweite, d.h. die Einzel Reichweiten der verschiedenen Kanäle wie z.B. Twitter oder Pinterest. Z.B. Nick hat im Image unten 813 018 Followers auf den verschiedenen Kanälen.
Doch diese wird reduziert auf die Netto-Reichweite, wobei Reichweitenüberschneidungen eliminiert werden. Das heisst, es folgt mir jemand auf Twitter und Instagram, wird dies nur 1 x gezählt.
Wieviel das beim Nick ausmacht wissen wir nicht genau. Nach ersten  Überprüfungen sind dies ca. 25 – 35%.  Damit verbleibt aber immer noch gut 500’000 – 600’000. Dies ist immer noch eine hohe Zahl im Vergleich mit der NZZ am Sonntag (ca 121’000 Ausgaben mit 450’000 Lesern davon 32’000 digitale Version).
Dabei spiel der LpC (Leser per Content) wie Zeitungsartikel/Seite, Blogeintrag, Tweet, Facebook Update  oder VpC (Viewer per Content) wie z.B. Instagram Foto eine Rolle.
Reichweiten sind wichtig, doch nicht unbedingt effektive Kennzahlen. Will heissen, wir bekommen heute eine Unzahl von bezahlten und kostenlosen Medien mit News und Inhalten. Einige sind besser, einige sind schlechter recherchiert. Doch alles was wir erhalten z.B. in der Tages-Zeitung oder aber über den Social Feed wird sicherlich nicht gelesen.
Dies ist eine Erklärung warum auch Falschmeldungen immer grössere Kreise ziehen können in Social Networks. Ein Grund  ist, dass Leute die Nachrichten im Social Feed nicht zuerst genau lesen und überprüfen, bevor sie diese weiter verbreiten.

3.1  Wie wirkungsvoll sind Influencer

Prinzipiell will ich natürlich einen „Influencer“ oder Werbeträger, der das Werbemittel (d.h. mein Produkt) dank meinen Ressourcen (Werbebudget) am wirkungsvollsten an mein Zielpublikum heranträgt.
Kürzlich las ich einen Bericht von einem meiner Lieblings Journalisten der Modebranche, Jeroen van Rooijen (2017-01-29) Mode, NZZ am Sonntag, Stil, S. 18 & 19 wo er unter anderem schrieb:

Nick Wooster, 56, ist Modeberater und hat 687 000 Follower auf Instagram… einer der Stars und Mega-Influencer der Branche…

Fohrcard behauptet ein Influencer zu sein ist ein Lifestyle. Das kann sein. Doch als Brand frage ich mich was ist Reichweite und Influence, verkauft das Produkt?

Fohrcard behauptet ein Influencer zu sein ist ein Lifestyle. Das kann sein. Doch als Brand frage ich mich: WAS IST REICHWEITE & INFLUENCE? VERKAUFT das Produkt?

Die meisten Tweets oder Re-Tweets verweisen auf Instagram. Wenn Nick Wooster einen Tweet zu seinen 47,000 Followers Retweetet, dann klicken vielleicht 0.0169% auf diesen URL wie z.B. diese Bit.ly Angaben zu den Clicks aufzeigen.

Das heisst, vielleicht 100 bis 200 der 600’000 Fans/Follower (Netto Reichweite) von Nick sehen und reagieren auf seinen Post auf Instagram, Twitter, usw.? Vielleicht sind es auch 1,000 die Kommentieren.

Beim Foto welches die Tasche mit dem Supreme Brand zeigt sind es fast 300 „Kommentare“ einige davon sind jedoch unter der Gürtellinie

Helfen Instagram "Influencers" wirklich das Image der Marke zu stärken? - Problem = z.B. obszöne oder diskriminierende Sprache.

Helfen Instagram „Influencers“ wirklich das Image der Marke zu stärken? – Problem = z.B. obszöne oder diskriminierende Sprache.


Das Foto oben von Nick ist eines mit „hohem“ Engagement gemäss Instagram. Aber 2.57 % der Followers klicken auf Like für einen Post. Ist eine solche Engagement Rate zufriedenstellend?
Wenn man noch berücksichtig das viele der Instagram Konten inaktiv sind….

4. Schlussfolgerungen: Reichweite

Rein grundsätzlich wissen wir oder sollten wenigstens die folgenden Dinge hinterfragen.
[su_box title=“Fakten überprüfen, der Wahrheit ins Auge sehen“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]

Was bedeuten diese Instagram Kennzahlen? Entweder Likes oder Kommentare beides gibt es nur für ....

Was bedeuten diese Instagram Kennzahlen? Entweder Likes oder Kommentare beides gibt es nur für ….

4.1  Reichweite, was heisst das?

Sind dies die möglichen Leser (die Welt)?
Ist mir wichtiger ob ich Likes oder Kommentare bekommen auf Instagram, warum?
Brutto Reichweiten, etc. sind Zahlenspielereien und „navel gazing metrics“. Sie bringen wenig Licht in das dunkle Wasser der Kennzahlen.

4.2  Steigert der Influencer die Bekanntheit meiner Marke / Nobelmarke?

Es kann sein das Brand Equity, Markenstärke und Markenimage mit einem Star oder Sternchen verbessert wird.
Aber wie lassen sich diese Zahlen in Beziehung zu meinem Deckungsbeitrag, Verkäufen, usw. bringen?

4.3  Bekannt wie ein bunter Hund: Wo ist das Geld für die Miete?

Bekanntheit hilft meiner Marke.
Doch wenn zu wenig Leute  in meinem Online Shop oder im Laden im Zentrum einkaufen, was dann?
Weder Miete noch Gehälter können bezahlt werden (siehe z.B. American Apparel).
Vielleicht sind viele „kleine“ oder weniger bekannte Influencer bessere Partner. Sie helfen sicherlich ebenfalls die Bekanntheit meiner Marke zu steigern.
Kleine Influencer wie Blogger kreieren die positiven Assoziationen mit meinem Produkt. Dank deren Tests, Besprechungen und Evaluationen hören viele Nutzer – hoffentlich sehr gute Dinge – über mein Produkt :-)
[/su_box]
Diese Beispiele zeigen, dass wir die Dinge

  • definieren was eine Kennzahl bedeutet, UND
  • die Methodik wie die Kennzahl erhoben wurde verständlich dargelegt werden kann.

Diese beiden Dinge minimieren das Risiko für Missverständnisse. Dies ist auch speziell von Interesse, wenn es um das Influencer Marketing geht: DrKPI Wissen: Was ist Influencer Marketing?.

Wieviel Einfluss hat dieser Blog? Antwort gleich hier:

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit

Quelle: DrKPI Wissen – Nobelmarken und Marketing: Wird Influencer Reichweite überschätzt?
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Spielt Reichweite eine Rolle für Sie?
  • Wie entscheiden Sie sich welche Plattformen für Ihren Brand am besten funktionieren?
  • Wie erreichen Sie Gelegenheitskäufer effektiv im digitalen Raum?

Offenlegung: Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 

Lesenswert

Übrigens

Wir treffen uns beim Blogger Point am 18. März in Düsseldorf.  Ich freue mich auf Ihren Besuch an unserem Stand.

Wir alle sind Influencers ... und vor allem Selbstdarsteller. Aber hilft das unserem Brand ? | Urheber Jenner | Fotolia #65923442

In Kürze: Bsp. Daimler, L’Oréal, BaloiseJobs… Die Frage warum das Unternehmen eine bestimmte Plattform und Influencer nutzt, können Marketing Experten oft nicht genau beantworten. Das verursacht unnötige Verwirrung und Kosten.

Lesenswert

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Kürzlich hat mich ein Brand Manager mit der Frage konfrontiert:

Kümmert es uns ob der Influencer einen Blog, Vlog oder Instagram Konto hat?

Bevor wir diese Frage beantworten, müssen wir einige Dinge klarstellen.

1. Blogger 2017

Ich fing ca. 1999 mit dem Bloggen an. Dazu nutzte ich ein von uns programmiertes Newsboard oder Bulletin Board zur Kommunikation. Mein Themenbereich war damals InfoSec,  Technologie & Innovation, Strategie und Risiko Management.
Blogspot und WordPress begannen sich um 2003 rum rasch zu verbreiten. Ein wichtiger Grund war deren Nutzerfreundlichkeit im Vergleich zum klassischen Newsboard. 2009/2010 zeigt eine Studie, dass schon damals 23% der Fortune 500 Unternehmen Blogs nutzten.
2016 waren es 181 Firmen (36%) der Fortune 500, welche Corporate Blogs für das Content Marketing nutzten (UMass Center für Marketing Research).
Heute werden neben Videos auch Präsentationen und PDF Dateien im Blog eingebettet. Diese Dateien sind oft auch als kostenloser Download erhältlich.
Unten haben wir einige Kategorien von Blogs und Sub-Kategorien aufgeführt.

1.1 Der Blog als Hobby

1.1.1  Kein Einkommen: Die Bloggerin schreibt was sie möchte z.B. über ein Hobby wie Stil oder Gartenarbeit.

Auch wenn ich einen Blog in meiner Freizeit schreibe, heisst dies natürlich nicht, dass ich mir nicht auch monetäre und andere Vorteile – wie Einladungen an Events oder Spesenerstattung –  verschaffen kann.

1.1.2  Blog generiert Einkommen:  Dies geschieht z.B. über Ads auf dem Blog oder aber Affiliate Links (d.h. wenn Leser dann was kauft auf z.B. Amazon, kriegt der Blogger eine kleine Kommission). Dies können auch gesponserte Beiträge / Werbung sein.

Ein sehr professionelles Beispiel ist der Blog von Olivia Palermo. Die Kontaktseite hat mehrere Adressen, aufgeteilt nach Art der Zusammenarbeit, wie z.B. Sponsoring oder Auftritt an einer Vernissage. Wenn dies versucht, kann sich die Bloggerin somit verschiedene Einnahmequellen erschliessen.

1.2 Der Blog ist Teil der Corporate Communication

Im Oktober 2016 haben 181 Firmen (36%) der Fortune 500 Corporate Blogs für das Content Marketing genutzt (UMass Center für Marketing Research). Einige der verschiedenen Szenarien sind unten aufgelistet.

1.2.1 Einzelfirma: Der Blogger arbeitet als Freiberufler, Selbstständiger oder Kleingewerbetreibende Person. In den meisten Ländern hat er oder sie deshalb eine Umsatzsteuer-Nummer.

Ziel ist mit Hilfe vom Blog ein Produkt zu vermarkten. Beispiele sind Kurse, Handwerksarbeiten oder Consulting.

1.2.2 Kleinstunternehmen (weniger als 10 Vollzeit-Mitarbeiter): Kann ein kleines Unternehmen sein wie z.B. die Chriselle Corporation   (blogger of the year – BlogLovin). Ihre Firma verkauft über den „eigenen Shop“ der auf z.B. net-a-Porter verlinkt … d.h. die Chriselle Corporation kriegt für jeden Verkauf über einen dieser Link eine Provision.

1.2.3 Kleinstbetrieb mit e-Shop: Hier werden z.B. die eigene Modelinie oder Designs dem Blogleser angeboten, wie  z.B. Helena Bordon. Sie verkauft über den Shop eine eigene Linie von Sonnenbrillen.
Bei e-Shops ist die Webseite / Blog primär dazu, da jetzige und potentielle Kunden zu informieren und zum Kauf zu animieren.

1.2.4 Corporate Blog / Firmenblog: Wie der Daimler , Opel oder BaloiseJobs Blog.

Der Corporate Blog dient nicht zum generieren von Einkommen. Anstatt gilt es das Branding zu verbessern. Ebenfalls interessiert hier der effiziente Aufbau von einer Beziehung mit Kunden.

Oft verkommen Blogs aber zu einer reinen Werbeplattform. Das Resultat ist eine sinkende Resonanz bei Lesern. Der Daimler wie auch der BaloiseJobs Blog sind gute Beispiele für dieses Problem.

Hier muss das Ziel sein, die richtige Balance zwischen Corporate Communication („was machen wir, warum sind wir gut“) und Inhalte mit Mehrwert für die Zielgruppen zu finden.

Unser Firmenblog im Vergleich: DrKPI® BlogRank

PS. Den DrKPI Newsletter zum Blog abonnieren.

2. Der Beauty oder Stil Vlog

Wikipedia erklärt das Jahre 2,000 als dasjenige, in dem Vlogs „das Leben erblickten.“ Angefangen haben Vlogs indem Blog Software wie z.B. Textpattern genutzt wurde.  Autoren luden ihr z.B. ein Video hoch. Danach wurde noch Text eingefügt um die Dinge genauer zu erklärem.
Da hat sich seither jedoch viel getan. Heute wird im deutschsprachigen Raum eher die Definition genutzt:

Was der Blogger textbasiert erstellt, erstellt der Vlogger videobasiert.

Ein Vlog oder Video Blog ist ein Blog (auch Weblog genannt) in welchem Videos der primäre Inhalt oder Content sind. Wie ein Ratgeber im Blog, kann ich auch einen Ratgeber in einem Erklärungsvideo publizieren.
Vloggers publizieren  ihre Videos auf YouTube, Vimeo usw.
Doch manchmal ist der Mehrwert solcher Videos nicht einfach ersichtlich. Bei Zoella entpuppt sich das ganze als Werbekanal, für welchen verschiedene Sponsoren teures Geld bezahlen.
PS. Auch bei den Vlogs können Kategorie-Unterschiede gemacht werden. Einzelfirmen wie auch Konzerne nutzen diese Plattformen. Mit Hilfe von Werbung oder Unterhaltung wird im Video auf ein Produkt aufmerksam gemacht (siehe Daimler Video unten).
PPS. Den DrKPI YouTube Kanal abonnieren

3. Micro-Blog

Twitter ist ein Microblog Beispiel. Es gibt aber noch viele weitere we WeChat, Tencent und Line.
Einzelpersonen, CEOs und Unternehmen können Twitter nutzen. Der neue USA Präsidenten Donald Trump welcher am Freitag 2017-01-20 sein Amt antritt, hat Twitter während und nach der Kampagne sehr erfolgreich genutzt.
Aber auch Nachrichtenorganisationen und deren Journalisten lieben Twitter zur Verbreitung von News.
Beispiele: Social CRM: Kundenservice mit Twitter
PS. Einzelne Sendungen im Fernsehen oder aber Serien haben heute eigene Hashtags wie z.B. #SRFrundschau. Diese machen es dem Nutzer einfacher, Inhalte welche diesen Hashtags nutzen auf verschiedenen Plattformen (z.B. Instagram) und Suchmaschinen zu finden.
PPS. Dem DrKPIde auf Twitter folgen, oder aber auf Facebook wie auch auf Google+

4. Nano-Blog

Ein Nano-Blogger ist eine Person welche z.B. auf Instagram ein Foto publiziert.
Der Nutzer kann bis zu 30 Hashtags an ein Foto hinzufügen.
In den meisten Fällen wird zu einer Foto noch 2 oder 3 Hashtags hinzugefügt (d.h. Schlagworte mit dem Gartenhag davor gestellt wie z.B. #DrKPI). Auch einige Worte als Text können hinzugefügt werden.
Ein Nano-Blog mit neuen Inhalten zu bestücken braucht noch weniger Zeit als ein neuen Eintrag auf Facebook, Google+ oder Twitter zu erstellen.
EnjoyPhoenix hat 3.6 Mio Followers. Doch diese sind keine Garantie für Engagement und Einfluss. Wie und ob dies die Brand Equity oder Markenstärke verbessert ist ebenfalls fraglich.
Interessant scheint uns ebenfalls, dass Instagram für die Publikation von Informationen für Nutzer ebenfalls einen Weblog nutzt.
DrKPI® Tipp: Die meisten Tools wie z.B. Buffer können einem daran erinnern, dass es Zeit ist auf Instagram zu posten.
Plany.io kann viel mehr. Dieses Tool arbeitet im Browser, d.h. nichts wird auf dem PC oder Mac installiert. Mit Hilfe des Tools kann man planen, wann welche Fotos auf Instagram publiziert werden sollen.
PS. Instagram von DrKPI abonnieren.

5. Definitionen vermindern das Risiko für Fehler und Konflikte

. Der heutige Blogpost auf Instagram über Plany.io gepostet am Mac schaut so aus.
Das Zeichen einer etablierten Disziplin war und ist noch immer deren Wortschatz. Das heisst, in einer fest etablierten Disziplin wie Physik, verstehen alle das Gleiche unter Schwerkraft / Gravitationskraft.
Doch in einer jungen Disziplin wie Social Media ist nicht alles so klar. Zum Beispiel, manche nutzen Facebook und werden als Blogger bezeichnet.
Zur Illustration. Auch das Migros Magazin und die Coop Zeitung haben Probleme das Label Blogger korrekt zu verwenden.

Kleine Fehler vermeiden. Das verhindert grosse Missverständnisse. Zum Beispiel, eine Webseite mit Blogger-Software erstellt heisst noch nicht man ist eine Bloggerin.

Kleine Fehler vermeiden. Das verhindert grosse Missverständnisse.


Facebook Einträge schreiben macht mich noch nicht zum Blogger – Bsp. Yonni Meyer.
Auch wenn der NZZ-Journalist Jeroen Van Rooijen im Bellvue Blog ein Foto mit Instagram Nano-Bloggerin als Bloggerin bezeichnet, trifft dies nicht zu.
Wir hoffen, dass die Definitionen wie oben aufgeführt, uns allen helfen,  diese Dinge ein wenig besser in den Griff zu bekommen :-)

Schlussfolgerungen

All diese Beispiele zeigen, dass wir die Dinge genau definieren sollten. Dies minimiert das Risiko für Missverständnisse. Dies ist auch speziell von Interesse, wenn es um das Influencer Marketing geht DrKPI Wissen: Was ist Influencer Marketing?.
Brand Strength hat mit 3 Dingen zu tun:

  1. Wahrnehmung (Awareness) der Marke, d.h. kennen wir die Marke.
  2. Assoziation und Glauben (Beliefs) über die Marke.
  3. Einstellung zur Marke (positiv, negative oder keine Meinung).

In diesem Zusammenhang sind Blogger wie auch bekannte Instagram Nutzer nicht unbedeutend. Die Wahrnehmung unser Marke, den Glauben darüber wie auch die Einstellung zu unserem Produkt, soll mit Hilfe der Influencerin verbessert werden.
Doch auch hier ist viel Verwirrung im Trend, z.B.:

This is really about creating greater content and experiences, greater formats for our consumers — especially in an age where ad-blocking is going mainstream. (Lubomira Rochet, L’Oréal’s chief digital officer, im Financial Times Interview)

Vielleicht kann Frau Rochet diese Fragen kurz beantworten:
  1. Wie messen wir den Einfluss eines Bloggers oder YouTubers (wir fragten DrKPI)?
  2. L’Oréal Brand Ambassador Maybelline Videos: Warum offerieren diese Videos gute = „rewarding“ Unterhaltung?
  3. L’Oréal Markenbotschafterin: Welchen Mehrwert bieten die Instagram Fotos der Zielgruppe Millenials?
  4. L’Oréal Produkt und der Narzissmus der Markenbotschafterin: Animiert dies einen Millenial zum Kauf?

Wenn wir diese Fragen nicht kurz und einfach beantworten können, verschwenden wir sehr wahrscheinlich unnötig Ressourcen. Dies gilt es zu vermeiden. Deshalb testen sie z.B. Ihren Blog gleich jetzt:

Ihre Meinung?

Quelle: DrKPI Wissen – Influencer Marketing: YouTube, Instagram oder Blog?
Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre Meinung:

  • Wie wählen Sie Influencer aus – Bauchgefühl und / oder mit welchen schlüsselrelevante Kennzahlen?
  • Wie entscheiden Sie sich welche Plattformen für Ihren Brand am besten funktionieren?
  • Welche Methode hat sich für Sie bestens bewährt für die Steigerung der Wahrnehmung Ihrer Marke?
  • Wie erreichen Sie Gelegenheitskäufer effektiv im digitalen Raum?

Offenlegung: Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. 

Lesenswert

Übrigens

Wir treffen uns beim Blogger Point am 18. März in Düsseldorf.  Ich freue mich auf Ihren Besuch an unserem Stand.
EnjoyPhoenix hat Ihren Blog eingestellt. Zu viel Arbeit, so scheint. Die Leserkommentare wurden sowieso nie beantwortet.

Markenstärke der Region beim Zielpublikum verbessern: Rémy Bétrix, der Postauto-Fahrer als Brand Ambassadeur.

In Kürze: Tourismus wird für Randregionen als Wirtschaftszweig immer wichtiger.
Wie kann die Markenstärke und das Image einer Region verbessert werden?
Aufgezeigt am Jura – die Fallstudie oder wie man #BrandBuzz generiert.

Für Bergregionen wie z.B. das Isenthal in Uri ist die Abwanderung eine Bedrohung. Da kommt ein nationaler Preis der Stiftung Landschaftsschutz gerade richtig. Die Auszeichnung der Isenthalter Wildheuer hilft die Marke der Region zu stärken (siehe auch der im Juli 2016 eröffnete Mundartweg, der erste seiner Art in der Schweiz).
Doch neben solchen Sehenswürdigkeiten, Attraktionen wie auch kulturellen Eigenheiten, sind die Menschen der Region ebenfalls wichtige Tourismus Botschafter.  Wie wichtig dies ist, zeigt unser Beispiel in diesem Beitrag.

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Den ersten Kontakt mit der Region hatten wir mit Stéphanie Bavaresco und Tiana Conlon vom Tourismusbüro La Chaux-de-Fonds (Neuchâtel Tourismus) via Telefon, eMail und anhand der guten alten Post.  Dieser ersten Eindrücke, die allesamt sehr gut waren, bestärkten uns dann einige Tage unserer Sommerferien in der Region zu verbringen.

1. Es geht fast immer was schief

Marketing Professionals wissen, dass es viel Arbeit braucht um die Markenstärke zu verbessern. Auch wenn wir die Dinge planen, läuft es oft nicht ganz nach Plan. Hier kann die Marke beschädigt oder aber die Reputation gestärkt werden.
Jeff Bezos weist darauf hin, dass der Ruf von Amazon beim Kunden z.B. stark davon abhängt wie schnell die Firma die richtige Ware unbeschädigt liefert. Im Tourismus ist es wichtig das Probleme wie Zimmer Überbuchungen im Hotel gut gelöst werden.
Unser Beispiel ist ein wenig anders aber ebenso wichtig. Jeden letzten Samstag im Monat offeriert die Werkstatt „Les apprentis du Temps“ in Kollaboration mit Tourisme Neuchâtel die Möglichkeit eine mechanische Armbanduhr zusammen zu bauen. Doch war die Lieferung der notwendigen Teile zur Zusammensetzung der Uhr problematisch, da fast alle Lieferanten im Sommer dank der obligaten Betriebsferien nicht liefern können.
Was nun?

Probleme gibt es immer. Die Herausforderung ist dieses für den Kunden zu lösen. Das schafft Tourismus Neuenburg in La Chaux-de-Fonds mit viel Laufarbeit und Bravour! Chapeau! Markenaufbau in der Praxis.


Probleme gibt es immer. Die Herausforderung ist dieses für den Kunden zu lösen. Das schafft Tourismus Neuenburg in La Chaux-de-Fonds mit viel Laufarbeit und Bravour! Chapeau!


Uns hat dann im Hotel in La Brévine der Anruf erreicht, dass es vielleicht nicht klappen würde mit dem Workshop in 5 Tagen. Doch das Team im Tourismus Büro in La Chaux-de-Fonds hat alle Hebel in Bewegung gesetzt. Beim Besuch vor Ort haben wir dann doch noch eine für uns akzeptable Lösung gefunden.
Ein Service solcher Art verstärkte unsere positiven Eindrücke zur Region. Es kann als Beispiel aufgeführt werden, wie die positive Wahrnehmen der „Marke Jura Ferien“ bei uns verstärkt wurde!

Fakt 1

Wie löst man den möglichen Konflikt zwischen Betriebsferien und der Hochsaison? Dies ist auch die Jahreszeit in welcher Touristen das Angebot in Sachen Uhrenmacherei verstärkt wahrnehmen wollen.
Wohl nur wenn in Zukunft mehrere Teile im einem „Sommerlager“ bereit gehalten werden. Dies gibt dann Touristen die Möglichkeit, während der Sommerferien die Uhr mit den gewünschten Teilchen im Workshop zusammen setzen zu können.

2. Service hilft die Dinge möglich zu machen

Während den Schulferien fahren die Buslinien der Post und TransN weniger oft.
Diese hätte am Samstag dann bedeutet, dass wir ohne Früstück sehr früh mit dem Postbus von La Brévine nach Le Locle begeben hätten. Von langen Wartezeiten in Le Locle beim Umsteigen ganz zu schweigen.
Der Plan unten zeigt, dass sich die von uns besuchte Werkstatt etwas ausserhalb von Le Locle befindet – Time Explorer – die Lehrlinge der Zeit Le Locle.
[embeddoc url=“http://blog.drkpi.de/wp-content/files/Uebersichtsplan-Timeexplorer-Urmacherei-Workshop-Le-Locle.pdf“ width=“100%“ viewer=“google“]

Download der Karte – PDF Datei – 1.1MB

Doch auch dies war ein Problem, welches für uns gelöst wurde.
Unser Hotelier vom Auberge au Loop Blanc fuhr uns im Privatauto um 7:30 Uhr hin. Somit waren bereits um 7:50 Uhr am Eingang vom Atélier in Le Locle.

Der Workshop beim "Atelier Les apprentis du Temps" am Samstag beginnt um 8 Uhr früh. Kein Problem, Jean-Daniel Oppliger von der Auberge au Loup Blanc fährt uns mit dem Auto nach Le Locle. Das ist Service - Reputations-Management.

Der Workshop beim „Atelier Les apprentis du Temps“ am Samstag beginnt um 8 Uhr früh. Kein Problem, Jean-Daniel Oppliger von der Auberge Au Loup Blanc fährt uns mit dem Auto nach Le Locle.  Bestes Reputations-Management für Hotel und die Region.


Somit hatten wir genügend Zeit im Hotel noch zu frühstücken.
Ein zweites Frühstück gab es dann beim Workshop. Da wartete Kaffee und Gipfeli auf uns.
Beim Workshop waren wir zweit (bis zu 6 Personen können es sein). Dabei wurden von Dominique Russo in die Uhrenmacherei eingeführt.
Ich hatte meine liebe Mühe die kleinen Federn, Schrauben, Zeiger, usw. richtig einzufügen.
Das Foto unten zeigt wie ich mir zwar Mühe gebe all die kniffligen Schritte durchzuführen. Trotzdem hatte ich mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen.
Urs E. Gattiker bei der Arbeit am Samstag morgen in der Werkstatt "Les apprentis du Temps" in Le Locle. Das Zusammenbauen einer mechanischen Uhr ist sehr interessant.

Urs E. Gattiker bei der Arbeit am Samstag morgen in der Werkstatt „Les apprentis du Temps“ in Le Locle. Das Zusammenbauen einer mechanischen Uhr ist sehr interessant.


Natürlich, ein solcher Workshop konnte uns nur einen kleinen Überblick und kurze Einführung in die wichtig Arbeit eines Uhrenmacher vermitteln.
Wir führten einige wenige und sicherlich insgesamt einfachen Arbeiten an der Uhr aus. Zudem kann ich sagen, dass ich wohl an einigen Arbeiten fast gescheitert bin.
Dank der tatkräftigen Unterstützung von Dominique habe ich es dann aber doch noch geschafft. Merci!
Weitere interessante Blogeinträge – Jahresübersicht – gibt es hier

Fakt 2

Emotionalität von Marken – im Betrieb, Tourismus, Forschung – schaffen wir mit Hilfe unserer MitarbeiterInnen.
Was immer unsere Marke sein sollte, die Menschen und deren Verhalten sind der Schlüssel zum Erfolg. Deshalb dürfen wir nicht vergessen, dass die Präsentation und der Umgang mit Kunden den Unterschied ausmacht.

3. Tipps von den Chauffeuren der Post

Einige der Ausflüge haben wir nur dank der Hinweise vonPostfahrern unternommen.  Beispiel ist hier z.B. die Fahrt von Couvet nach Mauborget mit dem Postbus. Diese Linie fährt nur Samstags und Sonntags im Sommer – siehe unter Punkt d mit diesem Link.
Wie die Foto unten zeigt, das Panorama bei der Endstation in Mauborget ist sehenswert. Die Hinfahrt von Couvet nach Mauborget und zurück lohnt sich wirklich.

Von Mauborget hat man eine wunderbare Aussicht - hier Richtung Lac Leman / Genfersee.

Von Mauborget hat man eine wunderbare Aussicht – hier Richtung Lac Leman / Genfersee.

Fakt 3

Inwieweit die Postbus Chauffeure von der Post als Marken-Botschafter ausgebildet sind wissen wir nicht.
Doch sind sie allesamt sehr gute Beispiele, wie persönlicher und fachkundige Auskunft und Tipps das Ferienerlebnis für uns markant verbessert hat.
Dabei tun die Postbus Chauffeure sehr viel für das Image der Marke Jura. Ihre Arbeit verbessert die Positionierung  der Marke Jura als populäre Tourismus Destination.

Creux du Van: Ausflug voller Überraschungen

Die Tour auf den Creux du Van war wirklich anstrengend.
Der Aufstieg von Noiraigue, Rundgang oben und Abstieg über Pré au Favre und Ferme Robert zurück nach Noiraigue ging gut 6.45 Stunden mit Pausen.

Creux-du-van-Tour von Noiraigue aus Aufstieg ueber Les-Oeuillons nach Le-Solidat ueber Pré au Favre runter nach La Ferme Robert zurueck nach Noiraigue gut 6 Std. mit Rasten.

Creux du Van Tour von Noiraigue aus Aufstieg ueber Les-Oeuillons nach Le-Solidat ueber Pré au Favre, Abstieg nach La Ferme Robert. Dann zurueck nach Noiraigue. Gut 6.45 Std. mit einigen Pausen.

Fakt 4

Den Angaben von Google sollte man nicht immer trauen. Google Maps budgetierte gut 1.1 Std. zum Wandern am Creux du Van inklusive Aufstieg von Noiraigue.
Doch die Wanderung dauert mindestens 5.5 Std. hin und zurück – ohne Pausen. Die Angaben von Schweiz Tourismus sind besser aber immer noch ungenau was Varianten und Zeitaufwand betrifft.
PS. Wir waren zu dritt. Vom 13 jährigen Fussballer (keine Konditionsprobleme) bis zum Frührentner der es auch ohne Probleme schaffte.

Fazit

Bei unseren Ferien gab es eigentlich nur gute Erlebnisse.
Was uns sehr gefiel:

All diese schönen Erfahrungen und tollen Erlebnisse, inklusive der Empfehlungen der Bewohner bewogen uns einen Besuch im Winter für diese Gegend einzuplanen.
Wir planen, im Februar 2017 nochmals ein paar Tage Ferien in La Brévine verbringen. Wir hoffen dann vielleicht mit Führer/in unter anderem die folgenden Dinge zu unternehmen:

  1. Schneeschuhlaufen – Touren, usw.
  2. Langlauf – es gibt ja viele Loipen

PS. Wenn Sie Vorschläge haben, bitte unten als Kommentar hinterlassen.
Natürlich, auch den obligaten Fragebogen zur Messung der Kundenzufriedenheit haben wir  von Tourismus Neuenburg erhalten.  Uebrigens, Forscher haben anhand von Evaluationen auf Trip Advisor rausgefunden, dass Bewertungen besser ausfallen, wenn man diese später als 1 Monat nach Besuch eines Restaurants, Hotels oder Bergregion ausfüllt.
Trotzdem, meine Bewertung ist positiv ausgefallen. Auch die Arbeit von Tourism Neuchâtelois – Montagne in La Chaux-de-Fonds war ausgezeichnet (d.h. freundlich, effizient, zuvorkommend). Dies können Sie unten in meiner Bewertung nachlesen.
[embeddoc url=“http://blog.drkpi.de/wp-content/files/Evaluation-Time-Explorer-Uhrmacherei-Workshop-Le-Locle.pdf“ width=“100%“ viewer=“google“]

Download des kurzen Fragebogens – PDF Datei – 670 KB

Ihre Meinung?

Aber was uns natürlich brennend interessieren würde wäre Ihre oder Deine Meinung:

  • Was hat sie in ihren letzten Ferien in Sachen Service beeindruckt oder verärgert?
  • Haben Sie ein Beispiel wie eine Region deren Reputation oder Markenstärke verbessert hat?
  • Was war ihr bestes Erlebnis in Sachen Service in den diesjährigen Sommerferien?

Offenlegung: Der Autor / Blogger gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation. Alle Kosten wie z.B. Reise, Hotel, usw. hat er selbst übernommen.

Leben der Ilayda retten - Geld gleich jetzt spenden - #helpilayda

Need this in English
Update 2016-04-05 – 10 kostenlose Tools für das Monitoring einer Crowdfunding Kampagne
Update 2016-03-15
#helpilayda Total gesammelter Funds ist auf über €420,000 angewachsen– wir sammeln bis €800’000 ==> denn je nachdem wo die Behandlung in den USA stattfindet… kostet es mehr oder weniger.
Update 2016-03-14
#helpilayda Total gesammelter Funds ist auf über €300,000 angewachsen
Update 2016-03-13
#helpilayda hat bis heute mehr als €200,000 eingenommen –
Ein ‚First‘ in der D-A-CH Region – Social Media kann was bewegen…
Update 2016-03-08
Crowdfunding campaign: Save Ilayda
Update 2016-03-07
Kann Novartis helfen?
Wer hat einen Kontakt?

Ilyadas Blog
Facebook Seite
GELD spenden – jetzt


Bei 20% der Leukämie Patienten wie Ilayda Yildiz hilft Chemotherapie nicht. Es wird geschätzt, dass rund:

6’000 Menschen in den USA (National Cancer Institute),
1’500 in Deutschland, und
150 Menschen in der Schweiz jährlich von dieser gegenüber Chemotherapie resistenten Leukämie befallen werden.

92% dieser Patienten gelangen dank einer neuen Therapie zur vollständigen Genesung.
Doch heute wird diese Behandlung von Krankenkassen noch nicht übernommen. Was zum Tode dieser Patienten – meistens Kinder – führt.
Doch wenn die Behandlung hier gemacht und bezahlt würde:

Jährlich könnten bis zu 1350 von 1500 in Deutschland oder 130 von 150 in der Schweiz lebende Patienten überleben.

Deshalb sammeln wir Geld um das Leben von Ilayda Yildiz zu retten – die #helpilayda #crowdfunding #campaign.
Vor gut 14 Tagen schrieb ich zum Thema Ausschaffung krimineller Ausländer (Durchsetzungsinitiative) welche am 28. Feb in der Schweiz abgelehnt wurde. Bei dieser Abstimmung wurde auch Die Aktion «Dringender Aufruf» des Publizisten Peter Studer hat im Internet überall erwähnt die einen Spendenrekord aufgestellt hat. Deshalb stellte sich für uns die Frage:

Können wir von solchen Aktionen lernen, um die notwendigen Geldmittel für ein todkrankes Kind aufzutreiben?

Kinder und junge Erwachsene die unter Leukämie leiden, welche also Chemotherapie-resistent bezeichnet wird (ca. 20%), haben schlechte Aussichten für die vollständige Genesung.
Doch in den USA wird schon eine erfolgreiche Therapie eingesetzt. Hier folgt die Geschichte der Ilayda Yildiz. Ohne diese Therapie stirbt sie unweigerlich.

helpilayda-ilayda-yildiz2

1.  Krankheitsverlauf

Ilayda Yildiz, wurde am 17.12.2005 in Singen geboren. Am 27.2.2012 erhielten Ilayda Yildiz’s Eltern die Vordiagnose, dass ihre Tocher Leukämie hätte.
Nach einigen weiteren Diagnosen stellten die Ärzte fest, dass Ilayda under der akuten lymphatische Leukämie  (auch akute lymphoblastische Leukämie, kurz ALL genannt) litt. Dies ist eine akute Leukämie, die von bösartig entarteten Vorläuferzellen der Lymphozyten ausgeht.

1.1  ALL ist die meist diagnostizierte Art von Krebs bei Kindern.

Ungefähr 75% aller Fälle von Kinderleukämie wird ALL zugeordnet siehe New York Times – Leukemia In-Depth Report (sehr gut strukturiert, Fakten, Zahlen, Diagramme).
Nach langer Behandlung bestand 2013 noch die Hoffnung, dass wenn Ilayda die nächsten Jahre in Remission (leukämiefrei) bleiben könnte, hätte sie beste Chancen auf vollständige Heilung. Leider war es jedoch so, dass Ilayda auf die Standardtherapie nicht mehr ansprach (refraktär) und die Erkrankung nach einigen Behandlungserfolgen wieder ausbrach (rezidiv) (siehe auch rezidivierende Leukämie).
Mitte 2015 erfuhr die Yildiz Familie, dass die Ärzte eine „minimal residual disease“ (MRD) oder Minimale Resterkrankung by Ilayda feststellen mussten.

1.2  Ende Februar 2016 nach der Antikörpertherapie

wurde Ende 2015 bei der Krankenkasse eingefordert- siehe PDF (der Vater von Ilayda hat uns diese Unterlagen zur Verfügung gestellt).
Die Antikörpertherapie konnte die Leukämie nicht stoppen.
Leider ist die Leukämie wieder komplett zurückgekehrt. Am 23.02.2016 wurde nach der Knochenmarkpunktion ein Blastenanteil von ca. 80% im Knochenmark und 3% im Blut diagnostiziert. Dies bedeutet, dass die Antikörper Therapie mit dem Mittel Blinatumomab gescheitert ist.
Eine weitere Chemotherapie (3 Tage) wurde vorgenommen um die Leukämiezellen zurückzudrängen.
Obwohl Ilayda alle Therapien und stärkste Chemotherpaie durchgemacht hat, sind die Tübinger Ärzte am Ende ihres Lateins.
Ein weiterer Schicksalsschlag ist eingetreten. Seit 2 Tagen erhält nun auch die Oma von Ilayda eine Chemotherapie. Sie ist ebenfalls an Leukämie erkrankt.

2.  Chimeric Antigen Receptor (CAR) T-Cell Therapie

Das Tübinger Ärzteteam hat die Famile Yildiz darauf aufmerksam gemacht, dass es für Ilayda noch eine Möglichkeit gibt mit sehr guten Chancen zur vollen Genesung. Doch wird diese Behandlung zur Zeit weder von deutschen noch schweizerischen Krankenkassen anerkannt und bezahlt.
Genmanipulation kann genutzt werden um dem Patienten seine eigenen T Zellen soweit zu bringen, dass diese eine Zelle welche ein gesuchtes Protein beinhalten identifizieren und zerstören können. Das CD 19 Protein welches an der Oberfläche fast aller Zellen des Tpy B gefunden wird (normale und krebsartige) kann für diese Art der Theraphie genutzt werden.
Dazu werden dem Patienten T Zellen entnommen. Diese werden dann im Labor modifiziert. Danach sind die Zellen in der Lage andere welche an der Oberfläche CD 19 enthalten zu erkennen und anzugreifen.
Diese modifizierten T Zellen werden in der Fachsprache „CD19-chimeric antigen receptor T cells“ oder kurz „CD19-CAR T cells“ genannt (mehr Information zum Thema vom USA National Cancer Institute). Sie werden wieder dem Blut des Patienten beigegeben.
Die „CAR T-cell therapy“ hat in verschiedenen Tests gezeigt, dass sie Patienten welche unter der „acute lymphoblastic leukemia (ALL)“ leiden helfen kann (siehe ASH 2014, Zusammenfassung der Studie 382).
Die Behandlung wird in den USA schon seit einigen Jahren erfolgreich getestet. Das Children’s Hospital of Philadelphia hat sich dabei einen guten Ruf als erfolgreicher Vorreiter und Test-Spital für die FDA (Federal Drug Administration) auf dem Gebiete der CAR T-Cell Therapie hervorgetan.

92% von 39 Kindern mit der CAR T-Cell Therapie behandelt, zeigten 1 Monat nach Beginn der Behandlung keine Anzeichen mehr von Krebs (Children’s Hospital of Philadelphia)

[embeddoc url=“http://blog.drkpi.de/wp-content/files/Spendenkampagne-Plakat-A4-helpilayda.pdf“ viewer=“google“]

Download von Plakat Spendekampagne #helpilayda 745 KB PDF Datei: Zum Ausdrucken und Sharen

3. Wir brauchen CHF 823’471

Leute für wohltätige Organisationen zu finden um als Freiwillige oder Spender mitzumachen ist harte Arbeit.
Anja Beckmann veranstaltet z.B. ein Blogger Treffen – Was Gutes tun zusammen mit einer Agentur.  Dies tut sie in der Hoffnung, für caritative Arbeiten kreative und einsatzwillige Helfer unter den teilnehmenden Bloggern zu finden.
Ein anderer Ansatz ist, dass wir bei einer Organisation freiwilligen Arbeit leisten (z.B. Caritas Zuerich). Wichtig ist natürlich (siehe Grafik unten), dass wir mehr Solidarität zeigen und Geld spenden.
Ein Ansatz ist Crowdfunding (siehe unten) kann für mehrere Dinge genutzt werden. Z.B. hat Rotauf versucht mit Swiss Made Crowdfunding Campaign 2 genügend Geld zu bekommen um mehr Produkt produzieren zu können. Dies gelang der Firma ausgezeichnet. Um so mehr, als jeder Spende je nach der Höhe dem Spender auch noch ein Produkt bescherte.
Doch was tun wenn es um die Rettung eines Menschenlebens geht. Was können wir den Spendern anbieten. Ein gutes Gefühl, oder was genau?
[su_custom_gallery source=“media: 5159″ limit=“7″ link=“image“ target=“blank“ width=“770px“ height=“591px“ Title=“Crowdsourcing: Investition oder Spende – unterschiedliche Kampagne“ alt=“Crowdsourcing: Investition oder Spende – unterschiedliche Kampagne“]

3.1  Fundraising die Mutter von Crowdfunding

Fundraising ermöglicht es uns regelmässig über Jahre hinweg wohltätige Organisation (z.B. Caritas Zuerich) und deren Projekte zu unterstützen. Auch Universitäten versuchen gezielte Gruppen wie Ehemalige anzusprechen um Spenden zu erhalten für Dinge wie die Bibliothek oder Stellen für Professoren und Assistenten. Dabei können Fundraising Kampagnen für z.B. ein neues Opernhaus Jahre dauern.
Crowdfunding ist ein Teil des Fundraising.
Crowdfunding ist jedoch zeitlich befristet und fokussiert auf ein Projekt.
Für das #helpilayda Projekt geht es darum das notwendige Geld zu erhalten, sodass Ilayda die lebensrettende CAR T-Cell Therapie erhält.
Die obige Grafik (gelb gefärbter Teil) zeigt unter – Spenden (d.h. Fundraising oder Crowdfunding) – das Ilayda beides braucht, Ressourcen und Geld.
Ressourcen um z.B. Flug nach Amerika für sich und ihre Eltern sowie ihre Schwester, welche sie zur Behandlung in die USA begleiten zu bezahlen.
Aber ganz viel Geld ist nötig um die Laborarbeiten der Forscher zur Erstellung der“CD19-chimeric antigen receptor T cells“ oder kurz „CD19-CAR T cells“ zu bezahlen.
Auch der Eingriff selber, die medizinische Betreuung und das Geld für den Spitalaufenthalt kostet.
Bis jetzt hat die Familie €90.650 (2016-02-03) gesammelt und ist dabei über die jahrelange Therapie ans Limit der eigenen finanziellen Ressourcen gelangt.
Ja Likes auf der Facebook Seite sind schön. Ebenfalls die Nutzung des Hashtags #helpilayda. Aber was wir brauchen ist Geld.
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=9QQ9EvQ4PIo[/youtube]
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=pTQuZ2hWa-0[/youtube]

Grüsse von Christiano Ronaldo (Real Madrid)
an Ilayda Yildiz. Er wünscht ihr viel Erfolg.

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=fLT_oMcVN_k[/youtube]

Ihre Spende hilft das Leben von Ilayda zu retten

[su_box title=“Tabelle – So können Sie der todkranken Ilayda Yildiz noch heute helfen “ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]1. Geld ist notwendig
Wir brauchen Geld wie Luft um Ilayda die Operation bezahlen zu können. Jede 100 Euro / Franken Note hilft, selbstverständlich, ein Bündel von 500 Noten oder 1’000 Noten (je nach Währung möglich) ist ein Traum.

Bitte spenden Sie gleich jetzt

2. Wie kriegen wir Ressourcen wie Flugtickets, usw.
Wie kriegen wir Hilfe von der Fluggesellschaft oder weiteren Firmen um Flüge, Hotels, usw. sicherzustellen. Die Eltern und auch ihre Schwester müssen natürlich mit. Sie begleiten Ilayda nach Philadelphia und unterstützen sie dort auch tatkräftig.
3. Klappt Crowdfunding oder ist es ein Pipedream?
Wir sind nicht sicher ob unser Spendenaufruf vom Erfolg gekrönt sein wird. Doch wir brauchen Hilfe von Dir, Ihnen und allen Organisationen die uns tatkräftig unterstützen können. Ein Like ist dabei leider erst der erste kleine Schritt, doch Bargeld ist was hier zählt zusätzlich zur Empathie.
[/su_box]

4. Was können sie zur Rettung beitragen? Mitdiskutieren!

– Wie können Sie oder Du uns helfen?
–  Wir haben €90.650 (3016-02-03) gesammelt, es bleiben noch gut €709’350 die wir benötigen.

5. Interessante Informationen zum Thema

Dieser Beitrag publizieren wir im Zusammenhang mit dem der BarCamp / Session welche ich am Campaigning Summit Switzerland 2016 halten werde:  Campaigns: 10 Schlüsselelemente für den durchschlagenden Erfolg
Weitere Blogeinträge zum Barcamp sind:

1.  Erfolgreiche Kampagnen: Politik und Marketing – Firmen, Parteien und NGOs
2.  Abstimmung => Zur Durchsetzung der Ausschaffung krimineller Ausländer (Durchsetzungsinitiative)
3.  Crowdfunding Kampagnen für die todkranke Ilayda Yildiz (sie sind hier)
4.  Campaigning: Quo Vadis
5.  Weiteres Thema

Auch auf unserem kanadischen Blog haben wir das Thema Kampagnen aufgegriffen mit einer Serie von Einträgen. Der erste ist: Yes Virginia, pollsters really are wrong

Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht hinsichtlich dem Inhalt in diesem Beitrag und dessen Publikation.

Update 2014-03-07 DrKPI – #helpilayda – CyTRAP Labs GmbH  hat €750 gespendet – Helfen auch Sie mit das Leben der Ilayda Yildiz zu retten

[su_custom_gallery source=“media: 5543″ limit=“7″ link=“image“ target=“blank“ class=“alignleft“ width=“780px“ margin=“2px“ height=“407px“ Title=“#helpilayda Crowdfunding Kampagne – rettet ein Menschenleben“ alt=“#helpilayda Crowdfunding Kampagne – rettet ein Menschenleben“]

6.  Weitere Informationen zur CAR T-Cell Therapie

Ilaydas Tagebuch
NIH – USA National Cancer Institute – CAR T-Cell Therapy: Engineering Patients’ Immune Cells to Treat Their Cancers
Brower, Vicki (1. April 2015). The CAR T-Cell Race (Das CAR T-Cell Rennen). Aufgerufen am 2. März, 2016 auf http://www.the-scientist.com/?articles.view/articleNo/42462/title/The-CAR-T-Cell-Race/
President Obama’s “Moonshot” to Cure Cancer
Orphanhealthcare – Stiftung für seltene Krankeiten

Leben retten: Spenden Sie gleich JETZT für Ilayda (Treuhandkonto)

Bitte ihren Arbeitgeber fragen, ob die Geldspende nicht verdoppelt werden könnte, durch einen Firmenbeitrag.

Die Autoren erklären hiermit, dass sie keinen möglichen Interessenkonflikt sehen, der wegen Publikation, Inhalt und ihrer Autorschaft für diesen Beitrag entstanden sein könnte.

Kürzlich erhielt ich die Zeitschrift Go! von Switzerland Global Enterprise in der mir im Editorial der CEO – Herr Daniel Küng – mitteilt, dass dies die letzte gedruckte Version sei.
Dies hat mein Interesse geweckt. Ich begann über diese Dinge im Allgemeinen und die Efforts von Switzerland Global Enterprise im Speziellen nachzudenken.

Was ist die beste Strategie, muss ich mich zwischen Digital oder Print entscheiden?

Ich erlaube mir einige meiner Erkenntnisse aus diesen Gedankengängen und Tests unten zu erläutern.
Fragen unten einfach anklicken und Sie können sogleich meine Antwort lesen:

1. Definition: Was ist eine Strategie?

Brauchen wir eine App für unsere Kunden?  Ist Print oder Digital für unsere Zeitschrift der beste Weg?
Wollen wir unsere Inhalte auf einer Plattform publizieren, welche ihre eigenen Regeln aufstellt und unser Urheberrecht tangiert wie LinkedIn dies tut? D.h. wie Facebook kann LinkedIn meine auf der Plattform publizierte Inhalte für eigene Zwecke, wie z.B. Werbung, nutzen.
Wo publizieren wir welche Inhalte – Synopsis auf LinkedIn, das Ganze auf der eigenen Webseite?
[su_box title=“4 Dinge welche die Strategie ausmachen“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ] Strategie ist nicht ein Plan wie wir von A nach B kommen. Strategie beinhaltet ebenfalls keine solche markanten Sprüche wie „Wir wollen Cost Leader in unserer Niche sein.“
Hier 4 Punkte welche uns helfen eine Strategie zu definieren !
1.  In welchen Märkten (z.B. Produkte und Länder) sind wir aktiv? Welches ist unsere primäre / sekundäre Kundengruppe?
2. Welche Alleinstellungsmerkmale (oder Unique Selling Proposition USP) streben wir an?
Was macht unser Produkt oder Content Marketing besser als dasjenige der Konkurrenz?
3. Welche Ressourcen nutzen wir zur effektiven Umsetzung der Alleinstellungsmerkmale (USPs)?
Haben wir das notwendige Know-How (z.B. Bereich Digital / Print, Recht / Finanzen und Deutsch / Englisch)?
Können wir für verschiedene Märkte die Kundenwünsche mit kulturell angepasster Werbung und / oder mit besserem Content Marketing ansprechen?
4. Wie schützen wir diese Vorteile und Qualitäten, in einem sich schnell wandelnden Umfeld?

Aufgepasst

Natürlich ist es auch wichtig kurz aufzuzeigen, was man nicht tun will, weil es nicht zur eigenen Strategie passt. Zum Beispiel für Ikea ist die Berücksichtigung der individuellen Kundenwünsche nicht Teil deren Strategie.
Ebenfalls müssen wir messbare Ziele setzen. Dank dem nachfolgenden Audit können wir überprüfen ob diese Ziele erreicht wurden: d.h. wir kontrollieren ob und wie wir die steuerungsrelevanten Kennzahlen erfüllt haben.

Content Strategie gibt es nicht – der Content Plan ist umso wichtiger

Der Content Plan ist ein Teil der Massnahmen / Taktiken, welche dem Unternehmen helfen die Strategie umzusetzen, oder die Wettbewerbsvorteile („Competitive Advantages“) weiterhin zu sichern.
[/su_box]
Hier ein kurzes aber sehr gutes Video über – Was ist Strategie? – Warum Planung und Taktik keine Strategie sein können – von Michael Porter
[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=NY4myVa5Wkw[/youtube]

2. Wir wissen: Planung ist keine Strategie

Als Switzerland Global Enterprise können wir definieren was wir im Export, Import und Invest Sektor erreichen möchten. Doch was sind unsere Alleinstellungsmerkmale? Diese zeigen unseren Kunden / Mitgliedern auf, welche Dinge das Mitglied nur bei uns bekommt.
Weder die mir vorliegenden Unterlagen zur Mitglieder Rekrutierung, noch die Webseite geben dazu für mich klare Auskunft. Auch bei Switzerland Global Enterprise will mir jemand Taktik oder Planung für Strategie verkaufen.
Zum Beispiel: Auf der Learning Plattform von Switzerland Global Enterprise hat die PWC ein Video welches die Taktik in der Werbung als Strategie anpreist.Aber Datteln sind keine Äpfel wie jederKMU (Definition – Anzahl Mitarbeiter KMU CH und EU) Manager weiss.
Die Art von Werbung welche wir nutzen ist keine Strategie. Sie ist eine mögliche Taktik, welche wir mit einem Plan versuchen erfolgreich umzusetzen (siehe auch das interessante Buch zum Thema von Freedman, Lawrence (2013) Strategy: A History. Oxford, UK: Oxford University Press.
Ob Print oder Digital Strategie, der Bezug zur Strategie des Unternehmens muss für alle Mitarbeiter klar ersichtlich sein. Nur dann kann eine effektive Umsetzung stattfinden.

3. Umsetzung der Strategie: Viel Arbeit

Viele Firmen dachten schon for 5 Jahren sie würden eine App brauchen. Meistens wurde die Idee schnell und nicht allzu teuer umgesetzt. Zum Beispiel die STRIMgroup – ein KMU – hat seit 2012 für das iPhone eine App. Doch:

–  Wie wichtig ist eine App für den Erfolg unserer Strategie?

–  Was ist das Alleinstellungsmerkmal unser App um in der Masse der Angebote bestehen zu können?

[su_custom_gallery source=“media: 4571″ limit=“7″ link=“image“ target=“blank“ class=“alignleft“ width=“780px“ margin=“2px“ height=“500px“ Title=“Print Magazin eingestellt, S-GE-App, Newsletter Export.news und LinkedIn Member Community auf Ebene Geschaeftsleitung – bringt die Umsetzung dieser Strategie Erfolg?“ alt=“Print Magazin eingestellt, S-GE-App, Newsletter Export.news und LinkedIn Member Community aufm Ebene Geschaeftsleitung – bringt die Umsetzung dieser Strategie Erfolg?“]
Die obigen Erklärungen im Image zeigen auf, dass egal ob App oder Webseite, jeder Kanal offeriert die gleichen Inhalte.
[su_box title=“Brauchen wir eine App? 3 Dinge die es zu berücksichtigen gilt“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]1  Nutzt unser Zielpublikum Apps von Firmen oder Vereinen?
Als News-Junkie möchte ich vielleicht die App der öffentlich rechtlichen Anstalt wie ARD / SRF auf dem Handy nutzen.
Die Bayer Career App interessiert mich nur dann, wenn ich bei Bayer in Deutschland arbeiten möchte.
2. Was sind die Kosten?
Nicht nur die Programmierung der App kostet. Regelmässige und technische Updates sind ebenfalls notwendig.
Wir Nutzer öffnen eine App nur dann, wenn diese neue Inhalte offeriert. Das herstellen der Inhalte braucht Zeit und Fachpersonal. Es gilt abzuklären wie oft unsere Zielgruppe solche News bekomment möchte wie 1 x die Woche oder 5 x?
3. Wie wichtig ist unsere App für die Zielgruppe?Wenn das Sicherheits-Zertifikat nicht funktioniert Switzerland Global Enterprise App - frisst enorm viele Daten noch dazu - VERTRAUEN, Qualitaet, Mehrwert?
Es gibt Apps wie Sand am Meer. Studien zeigen, dass Nutzer ca. 200 Minuten täglich Apps nutzen.
Doch von dieser Zeit wird ca. 30 – 55% mit einer App verbracht (z.B. Facebook, Smartchat, WhatsApp eMail, Browser, oder… siehe Presentation in diesem DrKPI verlinkten Beitrag mit den Daten)?
Der Smartphone Screen ist ein hart umkämpfter Platz. Alleinstellungsmerkmale sind wichtig. Aber gewusst wie ist hier die Herausforderung.

Fazit

Was bleibt da noch für unsere App? Ist die Investition gerechtfertigt, wenn 100 Leute die App ca. 1 Mal in der Woche nutzen?
PS. Wenn die App von Switzerland Global Enterprise (S-GE) dann noch 43MB gross ist, und Zugriff auf meine Fotos, Bluetooth wie auch Daten zur Wireless-Nutzung haben will, werden mögliche Nutzer misstrauisch (z.B. Datenschutz / Privacy Quo Vadis?).
Das Sicherheits-Zertifikat müsste richtig eingestellt sein (siehe Screenshot rechts von der S-GE-App). Ansonsten haben wir bei Otto Normalverbraucher gleich unseren Vertrauenskredit verspielt.
Die 10 populärsten Apps Ende 2015 in den USA – basiert auf Nutzungsdaten von 9,000 Studien Teilnehmern – Nielsen
[/su_box]

4. Print oder Digital? Falsche Frage

Weder digitale Inhalte über die App anbieten, noch Musikvideos, sind heute revolutionär.
Die Frage ist wie der Leser die Information erhalten soll. Dabei ist Print schon fast wieder modern.
Die gedruckte Firmenzeitung fällt auf und wird z.B. bei uns von mehreren Mitgliedern des Haushaltes oder im Büro gelesen.
Print Produkte gibt es immer weniger, die guten müssen da einfach auffallen!
[embeddoc url=“http://blog.drkpi.de/wp-content/files/GO-Dezember-2015-DE-wir-stellen-um-auf-LinkedIn-und-Digital.pdf“ viewer=“google“]
DOWNLOAD Letzte Ausgabe des Switzerland Global Enterprise GO! Magazin als pdf Datei, 1.4MB
[su_box title=“Ist das gedruckte Magazin noch zeitgemäss? 3 Fragen die es mit Vorsicht zu beantworten gilt“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]1  Wie bekomme ich die Aufmerksamkeit meines Wunschlesers?
Der CEO will Inhalte mit Mehrwert. Dieser muss sofort klar ersichtlich sein.
Nebenbei ist unsere Zeit für das Studium der Beiträge über eine App oder Webseite beschränkt.
2. Können Beiträge zum Thema in die Tiefe gehen?
Artikel mit Tiefgang auf dem Handy zu lesen ist schwierig. Studien in Norwegen und Grossbritannien zeigen, dass Texte auf Papier besser verstanden werden als solche auf dem Tablet oder Smartphone. Dies würde wiederum für Print sprechen.
Lesenswert: Mangen, Anne, Walgermo, Bente R., & Brønnick, Kohlbjørn (2013). Reading linear texts on paper versus computer screen: Effects on reading comprehension. International Journal of Educational Research, Vol. 58, pp. 61-68. Eingesehen am 4 Januar, 2016 kostenlos auf Academia.edu oder http://dx.doi.org/10.1016/j.ijer.2012.12.002
Mangen, Anne, & Kuiken, Don (2014). Lost in the iPad: Narrative engagement on paper and tablet.Scientific Study of Literature, 4(2), 150-177. DOI: 10.1075/ssol.4.2.02man oder kostenlos auf Academia.edu
3. Schafft meine App Mehrwert für den Nutzer
Bringe ich Inhalte (z.B. auch News aus Zeitungen) welcher der Nutzer schon anderswo findet – z.B. in einer News App?
Was ist der Mehrwert meiner App für den Nutzer. Warum soll er diese installieren und dann auch täglich nutzen?
Nur neue Inhalte oder Funktionen auf meiner App welche für die Zielgruppe Mehrwert bieten helfen mir im harten Apps Markt zu bestehen.
[/su_box]

5. Content Marketing: Wohin mit den besten Inhalten?

Switzerland Global Enterprise (S-GE) hat auf LinkedIn eine geschlossene Member Community gegründet: Darin finden Sie Inhalte und Angebote rund um die Internationalisierung von und für eine exklusiven Teilnehmerkreis auf C-Level

Zitat von Seite 9 in der Zeitschrift – siehe oben.
[su_custom_gallery source=“media: 4578″ limit=“7″ link=“image“ target=“blank“ class=“alignleft“ width=“780px“ margin=“2px“ height=“414px“ Title=“ LinkedIn Member Community auf Geschaeftsebene – bringt die Umsetzung dieser Strategie Erfolg?“ alt=“LinkedIn Member Community auf Geschaeftsebene – bringt die Umsetzung dieser Strategie Erfolg?“]
Siehe LinkedIn Seite 
[su_box title=“Content Marketing – Wo publizieren wir die besten Inhalte? 3 Dinge die es zu berücksichtigen gilt“ box_color=“#86bac5″ title_color=“#ffffff“ radius=“5″ width=“px 700″ ]1. Wo publizieren?
Das Beste gehört auf die Webseite des Unternehmens. Diskussionen, Einträge usw. können auch anderswo gemacht werden um so ein weiteres Publikum auf die Webseite zu bringen.
„Exklusiver Teilnehmerkreis auf LinkedIn auf C-Level“ ist schwierig umzusetzen. Prinzipiell kann jedes LinkedIn Mitglied in unsere Gruppe beitreten. Da ist die Mehrheit nicht dem C-Level zuzuordnen.
2. Welche Inhalte sind von Interesse?
Inhalte „… rund um die Internationalisierung“ ist hier relativ weit gefasst. Der Markt ist heute soweit fortgeschritten, dass Nutzer genau auf sie zugeschnittene Inhalte konsumieren möchten.
Da ist auch ein Eintrag der zu einem Zeitungsartikel verlinkt nich unbedingt Mehrwert.
3. Wie oft muss publiziert werden
Festtage resultieren darin, dass für fast 2 Wochen (diese Weihnachten und Neujahr) nichts relevantes publiziert wird. Dies bedeutet totale Funkstille.
Ob das die Zielgruppe in Asien versteht?  Noch schlimmer ist wenn für 6 Monate nichts Neues publiziert wird (siehe Image unten). Soll ich diese App noch nutzen?
[/su_box]

Mehr zum erfolgreichen Content Marketing

[su_custom_gallery source=“media: 4619″ limit=“7″ link=“image“ target=“blank“ class=“alignleft“ width=“780px“ margin=“2px“ height=“420px“ Title=“Den letzten Beitrag in der News APP VOM JULI 2015 – 7 Monate keine neuen Inhalte – machen wir vielleicht einige Dinge falsch?“ alt=“Den letzten Beitrag in der News APP VOM JULI 2015 – 7 Monate keine neuen Inhalte – machen wir vielleicht einige Dinge falsch?“]

Mitdiskutieren – was ist Ihre Meinung?

– Können Sie die Firmenstrategie in 3 bis 10 Sätzen in eigenen Worten zusammenfassen?
– Finden Sie, dass gedruckte Magazine von Unternehmen noch Zukunft haben (z.B. Personalmagazin Luzerner Kantonsspital (Impuls – nicht Online), Panorama (Das Kundenmagazin der Raiffeisenbanken)?
– Welches sind die Apps welche Sie am Meisten nutzen?

6. Schlussfolgerungen

Es gibt viele Möglichkeiten die Zielgruppe zu erreichen. Doch gerade dies macht es auch immer schwieriger, da die Zielgruppe zwischen X-Möglichkeiten auswählen kann.
Dank der Strategie können wir besser abklären, warum eine App, Print Magazin und / oder  Gruppe auf LinkedIn von Vorteil sein können. Doch leider kann es auch passieren, dass wir dank einer schlechten oder nicht klar definierten Strategie kostbare Ressourcen unnötig verschwenden.
Unklare Zielvorgaben und Nicht-Messung der steuerungsrelevanten Kennzahlen helfen hier nicht.
Bei der Fernsehserie muss das Drehbuch angepasst werden, wenn z.B. ein wichtiger Schauspieler seinen Charakter in der Serie nicht mehr spielen will.

Die Strategie eines Unternehmens ist ein Drehbuch. Es ist hilfreich. Aber wir müssen bereit sein, es den sich ändernden Umständen anzupassen. #DrKPI

Die Aufwertung des CHF  illustriert wie ein Alleinstellungsmerkmal – Qualität zum attraktiven Preis – vernichtet werden kann. Dies bedingt eine schnelle Änderung / Anpassung der Strategie.
Oft ist eine Kombination von Print und Digital die beste Lösung um das Zielpublikum zu erreichen. Keine News über 6 Monate hinweg macht jedoch die beste Planung für das Content-Marketing zunichte. Die App wird de-installiert …
Wenn dann noch der Mehrwert der Inhalte für Manager nicht klar ersichtlich ist, dann weiss der gewiefte Stratege:

Etwas ist faul im Staate Dänemark.