Softwarekosten senken — Übersicht Lizenzkosten KMU 2026

Softwarekosten senken: Was KMU 2026 wissen müssen | DrKPI

🇨🇭 🇩🇪 🇦🇹 Softwarekosten steigen leise, aber kontinuierlich. Das Universitätsspital Zürich plant CHF 94,8 Mio. für Epic über 10 Jahre. Das Inselspital Bern sah seine prognostizierten IT-Kosten für die Einführung und Nutzung von Epic von CHF 83 auf CHF 227 Mio. steigen. Roche wechselte 2012 von Microsoft zu Google und kehrt 2027 zurück. Jeder Wechsel kostet Millionen.

Das sind keine Ausreisser. Laut Zylo (2026) nutzen Unternehmen mit bis zu 500 Angestellten durchschnittlich 162 Softwareanwendungen. Die jährlichen SaaS-Kosten betragen USD 9,8 Mio. Für ein KMU mit 500 Angestellten sind das USD 19.600 pro Mitarbeiter und Jahr.1

KMU tragen die höchste Last pro Kopf. Sie haben am wenigsten Verhandlungsmacht.

Dieser Blogpost zeigt, wo du Softwarekosten senken kannst. Du findest konkrete Zahlen, Schweizer Beispiele und eine 10-Punkte-Checkliste zum Download.

1 Berechnung: USD 9,8 Mio. ÷ 500 Angestellte (maximale Grössenklasse). Reale Kosten pro Kopf bei kleineren KMU sind entsprechend höher. Quelle: Zylo (2026).

🟡 MC Lago Event — 16. April 2026
Teile dieses Blogbeitrags basieren auf der Präsentation von Urs E. Gattiker, Ph.D., DrKPI® am MC Lago Open Source Tools Workshop Bodensee (16. April 2026).

Checkliste im Überblick

Nutze die folgenden Abschnitte als Schritt-für-Schritt-Anleitung, um versteckte Softwarekosten in deinem KMU zu finden und zu senken.

  1. Softwarekosten im internationalen Vergleich
  2. Schweizer Beispiele: USZ, Inselspital, Stadt Zürich
  3. Roche: Vendor Lock-in in der Praxis
  4. Schatten-IT und Preisfallen
  5. Open Source: So kannst du Softwarekosten senken
  6. FAQ: Softwarekosten senken

📥 10-Punkte-Checkliste: Softwarekosten senken
Kostenlos. Direkt nutzbar. Für KMU in der DACH-Region.

1. Softwarekosten im internationalen Vergleich

Die Unterschiede bei den Ausgaben für Software pro Erwerbstätigen zeigen erhebliche strukturelle Divergenzen zwischen 🇺🇸 USA, 🇨🇭 Schweiz, 🇩🇪 Deutschland und 🇨🇳 China.

Tabelle 1. Ausgaben für Software pro Erwerbstätigen im Vergleich: USA, Schweiz, Deutschland und China (2024)

LandAusgaben Software 2024 (USD)Erwerbs­tätige (2024)Ausgaben pro Erwerbs­tätiger (USD)
🇺🇸 USA368.520.000.0001161.400.00022.283
🇨🇭 Schweiz6.116.105.54415.340.00031.145
🇩🇪 Deutschland22.225.332.085145.982.0004483
🇨🇳 China61.800.000.0001734.400.000584

Notiz: Die Daten stammen aus offiziellen Statistikämtern und dem WIPO Global Innovation Index 2025. Chinesische Unternehmen geben pro Erwerbstätigen USD 84 aus — 27-mal weniger als in den USA (USD 2.283) und 13-mal weniger als in der Schweiz (USD 1.145).

1 WIPO (2025-06-02). Global software spending 2024.   2 U.S. Bureau of Labor Statistics (2025-01-29). Employment level 2024.   3 Bundesamt für Statistik (2025-05-22). Erwerbstätige Schweiz 2024.   4 Destatis (2026-01-02). Erwerbstätige Deutschland 2025.   5 National Bureau of Statistics of China (2025-02-28). Employment data 2024.

China und USA: Unterschiedliche KI-Strategien

Chinesische Unternehmen geben pro Erwerbstätigen nur USD 84 für Software aus. Das ist 27-mal weniger als US-Firmen (WIPO, 2025; Tabelle 1). Ihre KI-Strategie lautet: Effizienz statt Kapital.

US-Startups beschaffen riesige Investitionsbeträge und verschieben Grenzen. Chinesische Startups optimieren die Leistungen mit weniger Kapital und unter Einschränkungen.

Das Ergebnis: Zhipu AI kostet USD 3 pro Monat, ChatGPT USD 20. Von 800 Millionen ChatGPT-Nutzern zahlen laut Financial Times nur ~5% ein Abo (Tangermann, 2025-10-16).

Offene vs. geschlossene KI-Modelle

Geschlossene Modelle (OpenAI, Anthropic, Google) verarbeiten 80% aller KI-Tokens. Sie kosten aber USD 1,86 pro Million Tokens. Offene Modelle (Meta, DeepSeek, Mistral) kosten nur USD 0,23.

Laut Nagl & Yue (2025) erreichen offene Modelle 90% der Leistung geschlossener Modelle. Sie holen die Lücke in 13 Wochen auf. Eine optimale Umverteilung dürfte KI-Kosten um 40% senken.

2. Schweizer Beispiele: USZ, Inselspital, Stadt Zürich

🇨🇭 Was kosten Softwarelizenzen in der Praxis? 3 Schweizer Beispiele zeigen es.

Das Universitätsspital Zürich Kanton Zürich (USZ) beschaffte im Februar 2026 SAP-Lizenzen für bis zu CHF 14,6 Mio. Vergeben wurde freihändig, direkt an SAP Schweiz.

Bereits 2023 waren es CHF 6,9 Mio. Rechnung: CHF 6,9 Mio. ÷ 9.400 Mitarbeitende ÷ 5 Jahre = ca. CHF 240 pro Mitarbeiterin und Jahr. Nur für SAP-Lizenzen (Anz, 2026-02-20).

Dazu kommt Epic: Das USZ plant CHF 94,8 Mio. über 10 Jahre. Das Kinderspital Zürich Kanton Zürich (Kispi) weitere CHF 51,2 Mio. Zusammen: CHF 146 Mio. für 2 Institutionen, 1 Softwaresystem.

Das Berner Inselspital zeigt, wohin das führen kann. Die geplanten Epic-Kosten explodierten von CHF 83 auf CHF 227 Mio. Faktor 2,7. Sechs Kantonsratsparteien forderten daraufhin volle Kostentransparenz für Zürich (Tages-Anzeiger, 2026-02-25).

Bemerkenswerterweise wählten USZ und Kispi Epic statt des günstigeren Schweizer Systems Kisim der Zürcher Firma Cistec. Kisim kostet CHF 17 Mio. Epic kostete das Kispi CHF 51 Mio. Faktor 3 (Schneebeli, 2024-01-29).

Rechnet man SAP, Epic und Microsoft zusammen, kommt das USZ auf ca. CHF 5.000 pro Mitarbeiterin und Jahr. Nicht eingerechnet: Personalkosten für IT-Betrieb, Migration und 2 bis 4 Wochen Einführungsaufwand pro neuer Mitarbeiterin.

📷 Foto: USZ-Gebäude Zürich oder Inselspital Bern (Aussenaufnahme), lizenzfrei. Alt-Text: «Universitätsspital Zürich — Softwarekosten senken durch bessere Lizenzkontrolle». Caption: «Das USZ plant CHF 94,8 Mio. für Epic — Softwarekosten senken wäre möglich gewesen» — Bild wird vom Autor eingefügt.

Tabelle 2. Softwarekosten USZ im Überblick (Schätzung)

SoftwareKostenZeitraumPro Mitarbeiterin/Jahr
SAP (Lizenzen)CHF 6,9 Mio.5 Jahre~CHF 2401
EpicCHF 94,8 Mio.10 Jahre~CHF 1.0092
Microsoft 365~CHF 360pro Jahr~CHF 3603
Weitere Software~CHF 360pro Jahr~CHF 3603
Total~CHF 5.000

Notiz: Die Angaben stammen aus Medienberichten und Herstellerpreislisten. Gemäss der Erfahrung des Inselspitals Bern ist zu erwarten, dass die Epic-Kosten mindestens verdoppelt, wenn nicht vervierfacht werden.

1 Anz (2026-02-20). inside-it.ch.   2 Tages-Anzeiger (2026-02-25).   3 Schätzung Autor.   4 Maron (2026-02-10). inside-it.ch.   5 Schneebeli (2024-01-29). Tages-Anzeiger.


3. Roche: Vendor Lock-in in der Praxis

🇨🇭 2012 traf Roche einen klaren Entscheid: weg von Microsoft, hin zu Google Workspace. CFO & CIO Dr. Alan Hippe begründete den Wechsel mit besserer Zusammenarbeit und strategischem Vorteil. Die Google Customer Story ist bis heute online.

2026 folgte die Kehrtwende. Laut inside-it.ch plant Roche, 2027 seine Arbeitsplätze wieder auf Microsoft-Basis zu stellen. Der Konzern bestätigte dies auf Anfrage zumindest teilweise (Maron, 2026-02-10).

15 Jahre. 2 Plattformwechsel. Kosten: nicht publiziert, aber in der Grössenordnung von Hunderten Millionen Franken. Datenmigration, Schulungen, Lizenzen, IT-Personal; bei einem Konzern mit weltweit über 100.000 Mitarbeitenden.

📥 Google Workspace Customer Story: The Roche Group (PDF, Backup-Kopie)

Hippe, A. (n.d.). The Roche Group. Google Workspace Customer Story. Retrieved 2026-03-01.

Dabei ist Outlook als Datenschutzproblem bekannt. Wir haben das im Januar 2026 im DrKPI Blog analysiert. Microsoft Outlook sammelt systematisch Nutzerdaten; auch in der Cloud-Version (Gattiker, 2026-01-12).

Die eigentliche Frage ist nicht ob Google oder Microsoft besser ist. Die Frage ist: Wer trägt die Verantwortung für eine Entscheidung, die Hunderte Millionen kostet? Wer zieht die Konsequenzen?

Wenn ein Blinder einen Blinden führt, fallen beide in die Grube (Matthäus 15,14). Bei Roche bedeutet das: Wenn Unwissende Unwissende führen, kostet das Aktionäre Millionen. Bei den Mitarbeitenden führt es zu Konsternierung.

4. Schatten-IT und Preisfallen

Laut Zylo (2026) nutzen Unternehmen mit bis zu 500 Angestellten durchschnittlich 162 Softwareanwendungen. Die IT-Abteilung kennt davon einen Teil; den Rest nicht.

Das nennt man Schatten-IT. Für KMU sind die SaaS Kosten oft der grösste versteckte Posten.

Stell dir vor: Eine Marketingmitarbeiterin findet ein Tutorial. Sie registriert sich bei Zapier mit ihrer Firmen-E-Mail. Sie verbindet das Firmen-Outlook mit einer Google Tabelle. Der Prozess läuft. Effizient. Produktiv.

Aber was ist gerade passiert? Firmen-E-Mails fliessen über externe Server. Ein Drittanbieter erhält Zugriff auf Outlook. Die IT-Abteilung weiss nichts davon. Die Datenschutzbeauftragte ist nicht informiert. Wird der Drittanbieter gehackt, ist das Postfach potenziell offen.

Schatten-IT entsteht nicht aus böser Absicht. Sie entsteht, wenn offizielle Lösungen zu kompliziert sind.

Dazu kommt das Abo-Modell-Problem: Schon in den späten 90er Jahren erkannten Antiviren-Hersteller wie Symantec und Sophos das Potenzial von Jahresabos. Ab 2006 gab es Microsoft Office nicht mehr zum einmaligen Preis. Nur noch im Abo.

Heute ist das Standard. Softwareunternehmen verkaufen auf «Pro-Arbeitsplatz»-Basis. Sobald ein Nutzer aktiviert ist, wird er selten deaktiviert. Laut Financial Times könnten diese stabilen SaaS-Einnahmen bald zu einer vom Aussterben bedrohten Spezies werden. KI-Agenten übernehmen Aufgaben und werden pro erledigter Aufgabe abgerechnet; nicht mehr pro Nutzer (Lex, 2026-02-17). Das kann kostengünstiger sein. Teilzeit- und Vollzeitmitarbeitende brauchen dann keine separate Jahreslizenz mehr.

Für KMU bedeutet das: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, alle Abonnements zu überprüfen.


Nasa Artemis-II Mission mit Ausfall von Microsoft Outlook: zwei defekte Outlook-Instanzen, rund eine Stunde Support durch NASA-Mission-Control nötig für Behebung vom Problem.

Outlook funktioniert nicht bei der NASA Mission Artemis II: Ein NASA-Vertreter erklärte an einer Medienkonferenz, dass solche Probleme mit Outlook und Microsoft-Software keineswegs selten seien.

Die Softwarekosten gehen weit über monatliche Lizenzgebühren hinaus, wie selbst die NASA Mission Artemis II eindrücklich zeigte: Kommandant Reid Wiseman meldete der Bodenstation am 1. April 2026, dass zwei geöffnete Instanzen von Microsoft Outlook nicht funktionierten.

Laut einem NASA Vertreter dauerte es mehr als eine Stunde und den Einsatz von mehr als einer Expertin, um das Problem zu beheben (Voice File #1 und #2 zum Outlook Faux-pas).

Besonders brisant ist dabei, dass ein NASA Repräsentant später in einer Medienkonferenz auf die Frage eines Journalisten erklärte, solche Störungen träten mit Microsoft Produkten und insbesondere mit Outlook bei der NASA häufiger auf.

Der Vorfall zeigt exemplarisch, dass die wahren Kosten von Software nicht bei den Lizenzen enden, sondern auch Supportaufwand, Zeitverlust, operative Risiken und potenzielle Reputationsschäden umfassen.

5. Open Source: So kannst du Softwarekosten senken

Softwarekosten senken heisst nicht zwingend alles wegwerfen und neu anfangen. Es heisst: bewusst wählen.

Die Stadt Zürich zahlte 2019 noch CHF 220 pro Mitarbeiterin und Jahr für Microsoft. 2026 sind es CHF 938. Faktor 4,3 (Häne & Huber, 2026-01-23). Wer keine Alternative prüft, zahlt diesen Preis automatisch weiter.

Tabelle 3. Softwarekosten pro Mitarbeiterin und Jahr — Schätzung KMU (2026)

Kategorie🇨🇭 CHF🇩🇪 EUR🇦🇹 EURKostenlos1Open Source2
Microsoft360–1.0003[?][?]Google Workspace (bis 10 MA)LibreOffice, Thunderbird
SAP / ERP~3564[?][?]Odoo (self-hosted)
SaaS~3605[?][?]Mailchimp (bis 2.000 Abos)Mautic, SuiteCRM
Kommunikation~406[?][?]Google Meet, JitsiJitsi Meet (self-hosted) oder auf Infomaniak kMeet gehosted
Cybersecurity~8.507[?][?]OnyX (Mac)10ClamAV
Cloudn/a8n/a8n/a8Google Drive (15 GB)Nextcloud (self-hosted)
CMS / WebsiteWordPress (GPLv2)9
TOTAL~1.124–2.124+[?][?]

Notiz: 🇩🇪 🇦🇹 DE/AT-Zahlen fehlen noch. Hast du Daten für Deutschland oder Österreich? Hinterlasse einen Kommentar — wir ergänzen die Tabelle.

1 Kostenlos (kommerziell) = von einem Unternehmen angeboten, kostenlos nutzbar (mit Einschränkungen), proprietärer Code.  
2 Open Source = quelloffener Code, frei nutzbar, veränderbar.  
3 Microsoft CHF 360–1.000/MA: M365 Business Standard ab Juli 2026 (USD 14/Monat). Obergrenze: Stadt Zürich 2026 = CHF 938/MA. Quellen: Häne & Huber (2026-01-23) / Gattiker (2025-12-12).  
4 SAP ~CHF 356/MA: CHF 14,6 Mio. ÷ 5 Jahre ÷ 8.200 MA. Quelle: Anz (2026-02-20).  
5 SaaS ~CHF 360/MA: Schätzung Autor. HubSpot Professional ab EUR 2.566/MA/Jahr. Quelle: HubSpot Pricing.  
6 Kommunikation ~CHF 40/MA: Zoom Pro ÷ 10 MA. Quelle: zoom.us/pricing.  
7 Cybersecurity ~CHF 8.50/MA: ESET Essential, 10 Geräte = USD 94.99 ÷ 10. Quellen: security.org / OnyX.  
8 Cloud n/a: keine verlässlichen Kostendaten. 🇩🇪 54%, 🇦🇹 52% Cloud-Nutzung 2025. Quellen: Destatis (2025-11-24) / Statistik Austria (2025-10-16).  
9 WordPress (GPLv2): 59,9% aller CMS-Installationen weltweit März 2026. Quelle: W3Techs (2026-03). 10 Seit 2003 ist Onyx eine Donation Software (Freeware) von Titanium Software aus Frankreich.

❓ Frage von DrKPI an 🇦🇹 🇩🇪 🇨🇭 KMU-Entscheider:

Welche Softwarekosten zahlt dein Unternehmen pro Mitarbeiterin? Hinterlasse einen Kommentar — wir ergänzen die Tabelle.

Open Source spart Lizenzkosten. Nicht jedoch zwingend Personal-, Training- und Instandhaltungskosten. Einplanen: mindestens EUR 60 pro Mitarbeiterin und Monat für IT-Betreuung, Setup und Maintenance. Komplexe Systeme wie Epic benötigen 2 bis 4 Wochen Vollzeit-Einweisung pro neue Mitarbeiterin.

Tabelle 4. DSGVO-konforme Open-Source-Alternativen für KMU (2026)

KategorieToolKostenDSGVOPlattform
BrowserLibreWolfGratis✔︎🍎 🪟 🐧 📱
BrowserFirefoxGratis✔︎🍎 🪟 🐧 📱 🌐
Office SuiteLibreOfficeGratis✔︎🍎 🪟 🐧
Office SuiteOnlyOffice ⚠️Gratis / kostenpflichtig✔︎🍎 🪟 🐧 🌐
E-MailThunderbirdGratis✔︎🍎 🪟 🐧
Cloud / SpeicherNextcloudab ~5 EUR/MA✔︎🍎 🪟 🐧 📱 🌐
VideokonferenzJitsi MeetGratis✔︎🍎 🪟 🐧 📱 🌐
BildbearbeitungGIMPGratis✔︎🍎 🪟 🐧
Notizen / WissenLogseq ⚠️Gratis✔︎🍎 🪟 🐧 📱 🌐
Notizen / WissenObsidian ⚠️ab USD 50/Jahr✔︎ (lokal)🍎 🪟 🐧 📱
Projekt­managementOpenProjectab ~7 EUR/MA✔︎🌐
ERP / Buch­haltungOdooab ~8 EUR/MA✔︎🌐
Buch­haltung CHGNU CashGratis✔︎🍎 🪟 🐧
Buch­haltung CHBexio ⚠️ab CHF 29/Monat✔︎ 🇨🇭🌐

Notiz: ⚠️ OnlyOffice: Russland-Kontext kritisch prüfen. ⚠️ Obsidian: proprietär, aber lokal und datenschutzfreundlich. ⚠️ Bexio: proprietär, Schweizer Server, DSGVO-konform.
Legende: 🍎 macOS | 🪟 Windows | 🐧 Linux | 📱 iOS/Android | 🌐 Web/selbst hostbar

❓ Frage von DrKPI an 🇨🇭 KMU:

Welche wichtige Softwarekategorie fehlt in unserer Tabelle? Das USZ nutzt für Inkasso bereits tilbago — ein Schweizer Cloud-Anbieter (Mersetzky, 2025-01-01). Was nutzt dein Unternehmen?

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6. FAQ: Softwarekosten senken

Was ist der Unterschied zwischen IaaS, PaaS und SaaS?

IaaS (Infrastructure as a Service) liefert Server-Infrastruktur über Internet; z.B. AWS EC2 oder Azure Virtual Machines. PaaS (Platform as a Service) verwaltet Betriebssystem und Tools; z.B. Google App Engine. SaaS (Software as a Service) sind fertige Anwendungen über Browser; z.B. Microsoft 365, Zoom, Salesforce. Wer Outlook nutzt, nutzt bereits SaaS — auch wenn die Firma angibt, «keine Cloud zu nutzen».

Wie verhindere ich Schatten-IT in meinem KMU?

Durch 3 Massnahmen: klare IT-Nutzungsrichtlinie, Registrierungspflicht für neue Tools und einen schnellen internen Genehmigungsprozess. Schatten-IT entsteht nicht aus böser Absicht — sie entsteht, wenn offizielle Lösungen zu kompliziert sind.

Hätten alle Zürcher Kliniken Kisim gewählt — was wäre anders?

Kisim der Zürcher Firma Cistec läuft bereits in USZ, Stadtspital Zürich sowie Kinderkliniken Basel und St. Gallen. Die Kosten: CHF 17 Mio. statt CHF 51 Mio. für das Kispi allein. Faktor 3 ohne Mehrwert (Schneebeli, 2024-01-29). Patientenüberweisungen würden statt Stunden nur Minuten dauern.

Kennen Sie Ihre tatsächlichen Softwarekosten pro Mitarbeiterin?

Die meisten KMU unterschätzen sie. Microsoft 365 verrechnet pro Lizenz — egal ob 20% oder 100% Pensum. Dazu kommen SAP, CRM, Videokonferenz, Cybersecurity und Backup. Wer nicht misst, kann Softwarekosten nicht senken. Unsere 10-Punkte-Checkliste hilft dir, versteckte Kosten systematisch zu finden.

Haben Sie eine Exit-Strategie gegen Vendor Lock-in?

Vendor Lock-in kostet doppelt — beim Wechsel und beim Bleiben. Die Stadt Zürich zahlte 2019 CHF 220 pro Mitarbeiterin für Microsoft; 2026 sind es CHF 938. Faktor 4,3. Wer keine Alternative kennt, verhandelt nicht (Häne & Huber, 2026-01-23).

Fazit

Softwarekosten senken beginnt nicht mit einem neuen Tool. Es beginnt mit einer Frage: Wissen wir überhaupt was wir zahlen?

Das USZ zahlt ca. CHF 5.000 pro Mitarbeiterin und Jahr; nur für Lizenzen. Das Kispi wählte Epic für CHF 51 Mio., obwohl Kisim für CHF 17 Mio. verfügbar war. Vendor Lock-in kostet — bei Roche über 15 Jahre und 2 Plattformwechsel in die Hunderte Millionen.

Für KMU gilt dasselbe Prinzip; nur kleiner. Jede ungekündigte Lizenz, jede Doppelspurigkeit, jede verpasste Verhandlung kostet.

«Software die niemand misst, managt niemand — und niemand spart dabei Geld.»

Urs E. Gattiker, Ph.D., DrKPI®

❓ Frage von DrKPI an KMU-Entscheider:

Welche versteckten Softwarekosten haben Sie in Ihrem Unternehmen entdeckt? Hinterlasse einen Kommentar — wir freuen uns auf den Austausch.

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🔵 Zahlen Sie zu viel für Software? Versteckte Kosten finden wir gemeinsam.

Literatur & Quellen

Blogposts:

Gattiker, U. E. (2026-01-12). Microsoft Outlook: Datenkrake in der Cloud. DrKPI Blog. ↑ Zum Abschnitt: Roche

Studien & Berichte:

Anz, P. (2026-02-20). Unispital Zürich kauft SAP-Lizenzen für bis zu 14,6 Millionen Franken. inside-it.ch. ↑ Zum Abschnitt: USZ

Bundesamt für Statistik. (2025-05-22). Erwerbstätige Schweiz 2024. ↑ Zum Abschnitt: Internationaler Vergleich

Destatis. (2025-11-24). Unternehmen mit Cloud-Computing-Nutzung 2025. ↑ Zum Abschnitt: Open Source

Destatis. (2026-01-02). Erwerbstätige Deutschland 2025. ↑ Zum Abschnitt: Internationaler Vergleich

Häne, S. & Huber, M. (2026-01-23). Teure Abhängigkeit: Stadt Zürich will sich von US-Techkonzernen befreien. Tages-Anzeiger. ↑ Zum Abschnitt: Open Source

Hippe, A. (n.d.). The Roche Group. Google Workspace Customer Story. Retrieved 2026-03-01. ↑ Zum Abschnitt: Roche

Lex. (2026-02-17). Software isn’t dead, but its cosy business model may be. Financial Times, p. 22. ↑ Zum Abschnitt: Schatten-IT

Maron, H. J. (2026-02-10). Exklusiv: Roche wechselt von Google zurück auf Microsoft. inside-it.ch. ↑ Zum Abschnitt: Roche

Mersetzky, M. (2025-01-01). USZ nutzt neu Inkasso-Software von tilbago. Switzerland Global Enterprise. ↑ Zum Abschnitt: Open Source

Nagl, F. & Yue, D. (2025). AI open models have benefits — so why aren’t they more widely used? MIT Sloan Management Review. ↑ Zum Abschnitt: KI-Modelle

National Bureau of Statistics of China. (2025-02-28). Employment data 2024. ↑ Zum Abschnitt: Internationaler Vergleich

Schneebeli, D. (2024-01-29). Kinderspital zahlt dreimal mehr für US-Software als für lokale Lösung. Tages-Anzeiger. ↑ Zum Abschnitt: USZ

Statistik Austria. (2025-10-16). IKT-Einsatz in Unternehmen 2025. ↑ Zum Abschnitt: Open Source

Tages-Anzeiger. (2026-02-25). Vorstoss fordert Kostentransparenz bei neuer Zürcher Spitalsoftware. ↑ Zum Abschnitt: USZ

Tangermann, V. (2025-10-16). We’re bankrolling OpenAI. Yahoo Finance. ↑ Zum Abschnitt: KI-Strategien

U.S. Bureau of Labor Statistics. (2025-01-29). Employment level 2024. ↑ Zum Abschnitt: Internationaler Vergleich

W3Techs. (2026-03). Web technology surveys — CMS market share. ↑ Zum Abschnitt: Open Source

WIPO. (2025-06-02). Global software spending 2024. Global Innovation Index Blog. ↑ Zum Abschnitt: Internationaler Vergleich

Wood, N. (2026-02-26). 5 industry experts weigh in on the 2026 SaaS management index. Zylo Blog. ↑ Zum Abschnitt: Schatten-IT

Yoon, S. (2026-01). China AI pricing strategy. Financial Times. ↑ Zum Abschnitt: KI-Strategien

Zhao, P. (2026-02-13). China and the US are running different AI experiments. AI Frontiers Media. ↑ Zum Abschnitt: KI-Strategien

MC Lago Events:

MCLago. (2026-04-16). Open Source Tools Workshop Bodensee. ↑ Zum Abschnitt: MC Lago Event

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Alle Kernideen, die kreative Ausrichtung und der intellektuelle Inhalt stammen vom Autor. KI-Tools wurden ausschliesslich zur Unterstützung bei Grammatik, Verständlichkeit und struktureller Überarbeitung eingesetzt. Jedes Element des endgültigen Werkes wurde von Urs E. Gattiker, Ph.D., DrKPI®, geprüft und genehmigt.

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