Definition: Was ist eine Digital Marketing Strategie?

FAQ: Was ist Digital Marketing Strategie?

In diesem Beitrag geht es um die Kurzdefinition von der Digital Marketing Strategie.
Digital Marketing Strategie ist ein Teil der Corporate Strategie.

Es geht dabei weder um Ziele, Taktiken noch Planung. Im Fokus sind die Entscheidungen was zu tun ist und was nicht, ebenso welche Alleinstellungsmerkmale wir mit unserer Digital Marketing Strategie stärken müssen.

Beispiele von Läderach, Illy, Starbucks, JetztLehrstelle /Bouygues E&S usw. illustrieren, wie man diese Herausforderungen erfolgreich meistert.

Was Strategie nicht ist

Ein Content Marketing Plan ist keine Strategie (siehe John G. Singer MIT Sloan Management Review), auch wenn einige „Gurus“ dies fälschlicherweise behaupten (SemRush). Der Content Plan reflektiert im Idealfall, mit welchen Inhalten wir es schaffen wollen, die Umsetzung der Digital Marketing Strategie zu realisieren.

Bei einer Strategie geht es darum, Entscheidungen zu treffen über das „Wer, was, wie“:

  • Wer ist unser ausgewählter Kunde,
  • was werden wir verkaufen und
  • wie werden wir dieses Wertversprechen liefern?
LinkedIn Guide: Return to Growth 2021 A marketer's guide to the year ahead
LinkedIn Guide: Return to Growth 2021, A marketer’s guide to the year ahead

2021 Guide 6 Taktiken für besseres Customer Engagement als Strategien von LinkedIn zeigt uns, wie wir mit Hilfe von Taktiken besseres Customer Engagement erreichen – eins der gesteckten Ziele.

Doch auch wenn LinkedIn uns weiss macht, dass der LinkedIn Guide (siehe oben) was mit Strategie zu tun hat, wissen es unsere Leser besser. Taktiken helfen vielleicht dabei, die Strategie umzusetzen, sie sind aber in sich selbst kein Teil der Strategie.

Was ist Digital Marketing Strategie?

Wichtige Strategiearbeit ist Entscheidungen darüber zu treffen, was man tun will und was nicht.

Wir definieren Digital Marketing Strategie hier mit weniger als 50 Worten nach dem KISS – Keep it short and simple – Prinzip:

Digital Marketing Strategie legt dar, welche Aktivitäten wir ausführen, welche nicht und mit welchen Alleinstellungsmerkmalen (Unique Selling Proposition – USP) wir uns differenzieren.

Wir entscheiden dabei ebenfalls, ob wir ähnliche Dienstleistungen oder Produkte auf unterschiedliche Art und Weise im Netz verkaufen und wie wir darüber kommunizieren.  

Urs E. Gattiker – drkpi PageTracker Team

Läderach – ein Schweizer Schokoladen Produzent – hat sich entschlossen, seine 38 Läden in den USA aus der Schweiz zu beliefern. Eine strategische Entscheidung war hier, auf die Kostenvorteile, die sich durch eine Produktion in den USA ergeben würden, zu verzichten. Dafür kann das Unternehmen die Bezeichnung „Made in Switzerland“ nutzen, was bei Kunden gut ankommt (Branding, USPs, Tages-Anzeiger).

What I learned from Steve Jobs: Marketing boils down to providing unique value - best user experience 2 x 2 matrix price and value/user experience.
What I learned from Steve Jobs: Marketing boils down to providing unique value – best user experience 2 x 2 matrix price and value/user experience.

Strategische Entscheide beinhalten die Punkte, die vorgeben, was zu tun und was nicht zu tun ist. Ebenfalls können wir gleiche Aktivitäten auf unterschiedliche Art und Weise anbieten. Ein Beispiel ist Kaffee. In Italien besuchen Kunden die Kaffeebar nur kurz, um den Espresso von Illy im Stehen zu geniessen. In einem Starbucks soll der Kunde verweilen. Dabei gibt es auch Tische, die zum Arbeiten einladen.

Beispiel Digital Marketing Strategie

Die Digital Marketing Strategie legt beispielsweise fest, welche Zielgruppen wir über welche Kanäle erreichen möchten. Dabei entscheiden wir ebenfalls, welche Social Network Plattformen wir nicht bespielen werden.

Erstellen wir ein Bewegtbild / Video, gilt es zu entscheiden, welche Art von Video 13-15 jährige Schüler ansprechen könnte. Dabei erzielen klassische Image-Videos oft nicht die gewünschte Resonanz. Ziel ist es ja, dass mit der Ansicht von einem Video der Kunde / Schüler einen weiteren Schritt zur Entscheidung macht, zu kaufen oder in diesem Falle sich für einen Ausbildungsplatz zu bewerben.

Hier ein Beispiel von der Bouygues E&S InTec Schweiz AG – Website #JetztLehrstelle. Die Strategie war, auf der Webseite, Instagram, YouTube aber auch Twitter und Facebook primär Schülerinnen, aber auch Eltern und Lehrpersonen zu erreichen.

Digital Marketing Strategie Entscheide: Statt Image-Video eines mit Mehrwert für Zielgruppe – auf YouTube anstatt TikTok

Schlussfolgerungen

Schokolade in der Schweiz zu produzieren, hilft z.B. bei amerikanischen Kunden, mit dem „Made in Switzerland“-Label zu punkten. Dabei können wir uns beim Kunden Markenvorteile sichern. Will sich Läderach als Schweizer Schokoladenproduzent differenzieren, ist die Produktion in der Schweiz Pflichtprogramm.

Ob ich TikTok für meine Rekrutierungsvideos nutze oder es bei YouTube belasse, ist eine strategische Entscheidung. Die Entscheidung reflektiert meine Digital Marketing Strategie. Es zeigt, wo und für was ich Social Media zur Kommunikation nutze und wie ich die Organisationskultur und Markenwerte an zukünftige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kommuniziere.

PS. Der USP eines Produktes oder dessen Alleinstellungsmerkmale sind wichtig.
Steve Jobs war überzeugt, dass, wenn für den Kunden ein USP wie Schlagfestigkeit einer Uhr kein wichtiger Wert darstellt, dieser nicht bereit ist für dieses Alleinstellungsmerkmal zu bezahlen. Die Wichtigkeit eines USP’s unseres Produktes hängt davon ab, wie sehr der Kunde dieses Merkmal schätzt und möchte. Desto mehr er sich unseren USP in einem Produkt wünscht, desto eher ist er bereit, dafür einen höheren Preis für unser Produkt oder unsere Dienstleistung zu bezahlen.

Weitere Definitionen zum Thema Marketing und dem drkpi PageTracker sind in Bearbeitung:

  • Was ist Marketing Analytics?
  • Was ist Content Marketing Analytics?
  • Was ist Business Intelligence?
  • Was ist Digital Marketing Strategie? (Sie sind hier)
  • Was ist der Unterschied zwischen KPIs und Metrics?
  • Was ist Content Marketing ROI?
  • Was ist Farbenblindheit?
  • Was ist Zuverlässigkeit bei Daten?
  • Was ist Gültigkeit bei Daten?

Stay tuned oder noch besser, lassen Sie sich diese Dinge nicht entgehen, abonnieren Sie unseren Newsletter um diese Dinge automatisch zu erhalten. Sehen Sie bei Interesse das Archiv vom drkpi Newsletter ein.

Für welche Fachausdrücke hätten Sie gerne eine Kurzdefinition zur Hand?
Lassen Sie es uns unten in einem Kommentar wissen. Wir gehen gerne darauf ein.

10 Metriken zur Erfolgskontrolle von Newsletter-Inhalten
10 Metriken zur Erfolgskontrolle von Newsletter-Inhalten

PS. Öfters wird der Ausdruck Strategie missverstanden. So auch von John Boitnott auf Linkedin für Digital Public Relations. Seine Versuche die Sache zu definieren, scheiterte kläglich:

„Digital PR is an online marketing strategy that all types of businesses (B2B and B2C) use to enhance their online presence.“ (Digitale PR ist eine Online-Marketing-Strategie, die alle Arten von Unternehmen (B2B und B2C) nutzen, um ihre Online-Präsenz zu verbessern.)

Im obigen Beispiel von John Boitnott wird eine Aktivität kurzum zur Strategie. Nicht hilfreich für Marketing Manager und Unternehmerinnen. Überprüfen Sie deshalb Ihre Digital Marketing Srategie noch heute, denn solche Fehler wie derjenige von John Boitnott kosten Geld und Marktanteile.

.

Beitrag teilen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on print
Share on email

3 Antworten

  1. Lieber Urs

    Cool, ist schon frustrierend wie oft uns Strategie als Planung, Aktivitäten oder was Ähnliches verkauft wird.
    Ich freue mich auf die weiteren Definitionen wie oben aufgelistet.
    PS. Steve Jobs Beispiel finde ich cool.

    1. Lieber John
      Vielen Dank für den Kommentar.
      Gut ist wenn es was hilft :-)

      DAs Steve Jobs Beispiel ist für uns mit #drkpiPageTracker sehr relevant, da wir ja

      1. Angebotsstrategie definieren: Wer ist unser Zielpublikum – Influencers, Brands, KMUs und/oder Konzerne?
      2. Welche Daten bieten wir nicht an, da es unsere Server Kapazitäten sprengt und unsere Kunden nicht unbedingt interessiert (80 vs 20%)?
      3. Welche USPs aus unseren Daten sind für die Kunden von grossem Wert (klar beeinflusst was wir tun zu welchem Preis)?

      Wir sind fleissig an der Umsetzung. Schönes Wochenende wünsche ich.
      Urs

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Erhalten Sie jetzt unseren Newsletter!