Grafik zu Intent Marketing mit der Aussage Intent is action not a file.

LinkedIn: Was wir 2026 besser machen

Happy New Year! Ja, LinkedIn Marketing KMU erfordert 2026 mehr als regelmässige Posts. Dieser Beitrag zeigt, warum Impressions keine Wirkung garantieren und wie KMU 2026 ihre LinkedIn-Strategie optimieren können.

Einleitung: Von Beta-Tester zu kritischem Beobachter

LinkedIn gibt es seit 2002, als Menschen wie ich (ich bin einer der ersten 60.000 Nutzer) begannen, die Plattform als Beta-Version zu nutzen. Wegen ihres Erfolges wurde LinkedIn später beispielsweise in Deutschland von Xing kopiert.

Anfangs versuchten die Leute, über einen ihrer Kontakte mit anderen in Verbindung zu treten. Wenn beispielsweise mein Freund mit Ihnen verbunden war, bat ich meinen Freund, mich Ihnen vorzustellen. Jeder versuchte, nur mit Personen in Kontakt zu treten, die er persönlich kannte. Andernfalls fragte man jemanden, mit dem man direkt verbunden war, um mit einer Person in Verbindung zu treten, die zwei oder drei Ecken von ihm entfernt war.

LinkedIn startete in Deutschland 2009 und eröffnete sein erstes Büro für die DACH-Region 2011 in München.

In diesem Beitrag geht es um LinkedIn Marketing für KMU: Auf welche Dinge man aufpassen muss und weshalb Likes und Impressions noch keine Downloads oder Verkäufe generieren werden. LinkedIn ist ein ideales Forum, um sich ins richtige Licht zu setzen. Ob dies jedoch eine optimale Einsetzung meiner limitierten Zeit ist, kann und muss hinterfragt werden.

LinkedIn Marketing KMU bedeutet: Messbare Ergebnisse statt Vanity Metrics. Impressions täuschen, echte Conversions zählen.

Meine lange persönliche Geschichte mit LinkedIn und LinkedIn-Gruppen

Die öffentliche LinkedIn-Gruppe „AI & Social & Digital Media for Lawyers and Legal Marketers with Nancy Myrland“ wurde im November 2009 gegründet. Ursprünglich unter dem Namen „Social Media for Lawyers“ gestartet, wurde sie von Gründer und Besitzer Nils Victor Montan verantwortet. Kurz nach dem Launch wurde Urs E. Gattiker als Compliance, Social Media und KPI Experte hinzugezogen. 2011 hatte die Gruppe 3.327 Mitglieder

Nancy Myrland begann ihre Rolle als Co-Moderatorin um 2013 und trägt heute die alleinige Verantwortung. Die Gruppe zählt heute 3.082 Mitglieder.

Weder Nils Victor Montan noch Urs E. Gattiker sind seit 2016 in die Gruppe eingebunden.

Die Entwicklung zeigt: LinkedIn Marketing KMU braucht klare Ziele und kontinuierliche Moderation, sonst verkommt Engagement zur reinen Selbstvermarktung.

LinkedIn Gruppe für Anwälte und Legal Marketing seit 2009 - über 3000 Mitglieder

Seit 2009 eine der frühesten und aktivsten LinkedIn-Gruppen für Juristen und Legal Marketers

Vom Fachaustausch zur Selbstvermarktung

In der Anfangsphase standen juristische Fragestellungen und der fachliche Austausch im Vordergrund. Die Gruppe setzte auf qualitative Diskussionen ohne Vorabgenehmigung von Beiträgen, moderierte jedoch konsequent bei Verstossen gegen Fokus und Prinzipien.

Ab etwa 2016 bis 2018, nachdem Nils Victor Montan und Urs E. Gattiker die Gruppe verlassen hatten, verlagerte sich der Schwerpunkt zunehmend von Fachfragen in Sachen Rechtssprechung und Social Media auf allgemeine Social-Media-Themen. Dies betraff Dinge wie die Nutzung von LinkedIn durch Anwältinnen und Anwälte.

Heute dient die Gruppe primär der Vermarktung der Dienstleistungen von Nancy Myrland, ohne erkennbare Moderation, Diskussionstiefe oder systematische Beantwortung von Fragen.

Der damit verbundene Zeit- und Ressourcenaufwand von Plattformarbeit wurde bereits 2020 kritisch eingeordnet: LinkedIn ROI Check – Plattform braucht viel Zeit (Juli 2020).

Mehr Einträge auf dem DrKPI Blog zu LinkedIn

LinkedIn Marketing für KMU: Impressions und ihre Tücken

LinkedIn hat sich in knapp 25 Jahren von einer Beta-Plattform zu einem etablierten Social-Media-System entwickelt. Gleichzeitig ist der frühe Diskussionsgeist vieler Gruppen weitgehend verschwunden. Viele Firmen haben auch deren Gruppen geschlossen wie z.B. Unilever, Johnson & Johnson, General Electric…

Social Media Beiträge verfassen, kommentieren und sichtbar bleiben erfordert heute erheblichen Zeitaufwand. Das melden auch KMU (wir berichteten) Viele Nutzer agieren deshalb ergebnisorientierter als früher.

Auch Recruiter mussten umdenken, insbesondere im Umgang mit der Generation Z, die LinkedIn häufig kritisch bewertet und als usability-schwach einordnet (was Generation Z Recruitern auf LinkedIn nicht verzeiht).

Gleichzeitig versucht LinkedIn, Aufmerksamkeit durch Reichweitenhinweise zu binden. Dabei werden Impressions implizit als Views interpretiert, eine Gleichsetzung, die weder in den Nutzerinformationen zu Linkedin so präsentiert wird noch analytisch haltbar ist.

Das Impressions-Paradox: 25.295 Einblendungen ≠ 28 Profilansichten

LinkedIn suggeriert durch hohe Impression-Zahlen Erfolg. Die Realität sieht anders aus: Sichtbarkeit im Feed bedeutet nicht automatisch Interesse oder Engagement.

25.295 Impressions – aber nur 28 Profilansichten.

LinkedIn zeigt: Einblendung ist nicht Wirkung. Entscheidend sind echte Visits, Engagement und relevante KPIs.

LinkedIn Marketing KMU Analytics: 25295 Impressions vs 28 Profilansichten

Viele Impressions, wenige echte Profilansichten – ein typisches LinkedIn-Muster.

Zum Jahresende teilt das DrKPI Team einige Learnings aus Social-Media-Aktivitäten:

💡 Harvard-Post: 30.000+ Impressions – Insights zur Grade Inflation: Hier lesen

🇨🇭 Schweizer Armee: 40.000 Impressions – Kommunikation & Outreach: Hier lesen

⚠️ Jugendschutz & KI-Chatbots: Nur 300 Impressions – aber hohe Relevanz: Hier lesen

LinkedIn Hinweis: Häufig angesehenes Profil – trotz niedriger Profilaufrufe

Warum LinkedIns Mitteilung nicht zu meinen tatsächlichen Impressionen passt.

Was LinkedIn Impressions wirklich bedeuten

Impressionen messen lediglich, wie oft ein Beitrag im Feed erscheint – auch wenn Nutzer nur vorbeiscrollen. Sichtbarkeit ist kein Interesse.

Auf LinkedIn entstehen viele Diskussionen aus Unwissen, Flüchtigkeit oder dem Wunsch nach Aufmerksamkeit. Beispiel: Prompting als neue Disziplin?

💭 „Prompting ist kein IT-Thema. Es ist eine komplett neue Disziplin.“

Eine echte Disziplin wie Psychologie oder Informatik verfügt über Theorien, Modelle und ein gemeinsames Vokabular. Prompting ist eher eine Fähigkeit – vergleichbar mit Software-Know-how oder präziser Recherche.

Die wichtigsten Learnings für LinkedIn Marketing

Die Learnings zeigen: Reichweite allein zählt wenig. Entscheidend sind Engagement, echte Visits und die Qualität der Interaktionen.

LinkedIn bringt Sichtbarkeit – aber selten nachhaltige Ergebnisse. Inbound (Newsletter, Blog, persönliche Gespräche) bleibt stärker als Outbound.

👉 2026 wollen wir klarer, fokussierter und persönlicher kommunizieren.

Social Media Insight: Kommentare, Shares und Likes überschneiden sich, wirken aber unterschiedlich auf Engagement.

📚 Quelle: Tenenboim (2022). Comments, Shares, or Likes – What Makes News Posts Engaging? PDF

PS: Philosophie-Analyse zu Likes von Dr. Lucy McDonald

„Likes sind Pseudo-Engagement – ein Minimum an Verbindung ohne echte Reaktion.“

Best Practice: New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani

3 Schritte für erfolgreiche Social-Media-Strategien

New Yorks neuer Bürgermeister Zohran Mamdani gewann mit traditionellem Klassenkampf die Wahlen in New York. Hier sind die Empfehlungen seines Teams, wie man Social Media effektiver in der Politik oder Business einsetzt.

Gabriella Zutrau, Digitalberaterin aus dem Wahlkampfteam von Mamdani erklärt, dass es 3 Schritte braucht, um Social Media in der Politik oder Business erfolgreich einzusetzen:

  1. Keep it simple (and) stupid: Mache die Dinge einfach und halte den Ball flach.
  2. Besuche Kundin, Wählerin, Patientin oder Interessengruppe: Gewinne deren Vertrauen vor Ort oder an einer Konferenz. Sei zugänglich und authentisch.
  3. Bring Menschen vom Social Media ins reale Leben: Ein Like ist nur der Anfang. Mamdanis Team nutzte Chatbots, die Personen nach einer Social-Media-Interaktion automatisch kontaktierten und um ihre E-Mail-Adresse baten. So konnten sie Menschen zu Events einladen und ein Netzwerk von 40.000 Freiwilligen aufbauen. Entscheidend war nicht die Reichweite, sondern das Handeln ausserhalb der Plattformen.

📰 NZZ berichtete darüber

Wie man Reichweite auf LinkedIn verliert (und gewinnt)

LinkedIns Algorithmus entscheidet über Sichtbarkeit – oft intransparent und unberechenbar. Reichweite kann über Nacht verschwinden, Konten werden ohne klare Begründung eingeschränkt. Was steckt dahinter?

Der LinkedIn Algorithmus schlägt zu

Wie man Impressions auf LinkedIn vernichten kann, erklärt Eva Kräling humorvoll: „🥴 Von 11.403 auf 285 Impressions – in nur 7 Tagen.

LinkedIn als Walled Garden

Dass LinkedIn ein eingezäunter Garten ist, in dem seine Regeln gelten, beschreibt Claudia Conradi auf LinkedIn präzise. Ihr Konto wurde temporär eingeschränkt. Die Begründung lautete:

„Nutzung von Software zur Automatisierung von Aktivitäten festgestellt.“

LinkedIn gab jedoch keinerlei Hinweise, welche konkreten Aktivitäten angeblich automatisiert waren. Die Nutzerin erhielt keine nachvollziehbare Erklärung. KI-Modelle treffen heute schwer nachvollziehbare Entscheidungen ohne Erklärungen, und genau das zeigt dieser Fall exemplarisch.

Claudia erinnert zudem an eine alte Wahrheit: Wir pflegen Inhalte auf gemietetem Grund. Eigene Assets wie eine Website sind notwendig, weil man dort die Regeln selbst festlegt.

LinkedIn startete im Herbst 2002. Ich war unter den ersten 60.000 Beta-Testern, bevor die Plattform im Mai 2003 geöffnet wurde. Schon damals war klar: Das ist ihr Garten. Sie entscheiden. Der Einfluss der Nutzer bleibt gering.

Heute im Jahre 2026 ist nur eines anders als 2002: KI-Algorithmen fällen Entscheidungen, während menschliche Bewerter weitgehend verschwunden sind.

Gefahr durch Fake-Accounts: Wenn Hacker LinkedIn imitieren

Neben algorithmischen Einschränkungen droht eine weitere Gefahr: Professionelle Phishing-Angriffe direkt auf LinkedIn. Hacker erstellen gefälschte „LinkedIn Security“-Accounts und drohen mit Kontosperrung innerhalb von 24 Stunden.

Ein aktueller Fall zeigt die Vorgehensweise: Ein manipulierter Kommentar unter einem Post fordert zur Eingabe von Wiederherstellungsdaten auf – mit emotionalem Zeitdruck und professionellem Auftreten.

Screenshot eines gefälschten LinkedIn-Security-Kommentars, der mit Kontosperre droht und zu einem externen Link auffordert

Fake LinkedIn Security: Hacker versuchen Kontoubernahme per Kommentar – So funktionieren aktuelle Phishing-Angriffe direkt unter LinkedIn-Posts

Warnzeichen erkennen:

  • 🚨 0 Follower bei angeblichen offiziellen Accounts
  • 🚨 Externe Links statt offizieller LinkedIn-Support-Wege
  • 🚨 Zeitdruck („24 Stunden bis zur Sperrung“)
  • 🚨 Emotionale Eskalation und Drohkulisse

So schützen Sie sich:

  1. Innehalten statt sofort reagieren – Panik ist der beste Freund von Hackern
  2. Niemals Login-Daten über Links eingeben – immer direkt auf linkedin.com einloggen
  3. Offiziellen Support kontaktieren – per E-Mail oder über die offizielle LinkedIn-Hilfe
  4. Screenshots sichern – dokumentieren Sie verdächtige Aktivitäten

Der Fall verdeutlicht: LinkedIn bietet nicht nur algorithmische Unsicherheit, sondern auch reale Sicherheitsrisiken. Social-Engineering-Angriffe werden professioneller – gerade auf Business-Plattformen, wo Nutzer ihre digitale Identität aufbauen.

Mehr dazu im Erfahrungsbericht von Selina Hehl: „Deshalb hätte ich gestern fast meinen LinkedIn Account verloren“ – Gefahr durch Fake-Accounts

LinkedIn nutzt Ihre Daten für KI-Training

LinkedIn nutzt laut aktueller Mitteilung nutzergenerierte Inhalte zur Verbesserung generativer KI. Ihre Posts, Kommentare und Interaktionen fliessen standardmässig ins KI-Training – es sei denn, Sie deaktivieren dies manuell.

Die Einstellung ist tief in den Datenschutzoptionen versteckt und standardmässig auf „Ein“ gesetzt. Wer seine Inhalte nicht für LinkedIn’s KI-Modelle zur Verfügung stellen möchte, muss aktiv widersprechen.

Screenshot der LinkedIn-Datenschutzeinstellungen: Links ist „Datenschutz

LinkedIn: Daten zur Verbesserung generativer KI deaktivieren – So verhindern Sie, dass LinkedIn Ihre Posts für KI-Training nutzt

So deaktivieren Sie die KI-Datennutzung:

  1. Gehen Sie zu „Einstellungen“ → „Datenschutz“
  2. Klicken Sie auf „So verwendet LinkedIn Ihre Daten“
  3. Scrollen Sie zu „Daten zur Verbesserung generativer KI“
  4. Stellen Sie den Schalter auf „Aus“

Auch hier zeigt sich: LinkedIn ist gemietetes Land. Ihre Inhalte gehören nicht Ihnen, sondern werden zur Monetarisierung und Produktentwicklung genutzt – es sei denn, Sie widersprechen aktiv.

Der Unterschied zwischen Impressions und Views

Selbst erfahrene Marketing-Profis verwechseln LinkedIn Impressions mit tatsächlichen Aufrufen. Ein Beispiel zeigt, wie verbreitet dieses Missverständnis ist.

Impressions auf LinkedIn werden oft fälschlicherweise als Ansichten interpretiert. Das passiert selbst erfahrenen Personen 😏

So auch Isabel Berwick, Expertin für Arbeitsplatz, Führung und neue Arbeitsformen, Leiterin der Marke FT Working It und Autorin von The Future-Proof Career – siehe ihr Profil: Isabel Berwick auf LinkedIn

Sie schreibt, ihr erfolgreichster LinkedIn-Beitrag 2025 sei ein spontan aufgenommenes Video gewesen, gefilmt mit dem Handy im Damenwaschraum ihres Büros 🚻📱

Das Resultat: 150.000 Impressions, die sie selbst als Aufrufe bezeichnet:

Zum LinkedIn-Beitrag mit angeblichen „150.000 Aufrufen“

Die harte Wahrheit über Impressions

Ironie der Geschichte: Gerade als Expertin sollte man wissen, dass Impressions keine Views sind 🤷‍♂️

Eine Impression bedeutet Sichtbarkeit im Feed – nicht, dass jemand das Video gesehen, geschweige denn verstanden hat.

Reichweite ist noch keine Wirkung. Aufmerksamkeit ist noch kein Intent.

Oder anders gesagt: LinkedIn zählt Kontakte – nicht Erkenntnisse.

Und dann gibt es noch den Vorwurf gegen LinkedIn wegen Gender-Bias.

LinkedIn Premium: Sichtbarkeit als Geschäftsmodell

LinkedIn blendet im Feed regelmässig Hinweise ein wie: „Sie wurden diese Woche in 9, 15 oder 90 Suchen gefunden“ – kombiniert mit dem Call-to-Action, eine Premium-Mitgliedschaft zu testen.

Die implizite Botschaft ist klar: Sichtbarkeit ist käuflich.

Aus Mess- und Governance-Perspektive ist das problematisch, denn Reichweite wird so nicht neutral verteilt, sondern monetarisiert verstärkt.

Kommentarbild mit LinkedIn-Mitteilung zu Premium-Mitgliedschaft, Suchsichtbarkeit und eingeschränkter Messbarkeit von Reichweite und Fairness im Feed

Wenn Sichtbarkeit käuflich wird, verliert Messung ihre Aussagekraft

Das Problem mit der Messbarkeit

Impressions und Likes sind dabei keine belastbaren Wirkungskennzahlen. Sie sagen nichts über Downloads, Conversions oder realen Impact aus. Gleichzeitig fehlen transparente Audits, externe Benchmarks und geschlechtsspezifisch aufgeschlüsselte Reichweitendaten.

Solange diese Daten nicht offenliegen, bleibt die Debatte über algorithmische Fairness eine Behauptung gegen eine Gegenbehauptung. Siehe auch die Diskussion auf LinkedIn: Algorithmische Transparenz und Reichweite auf LinkedIn.

Nicht die Intention ist die fehlende Variable, sondern die Transparenz.

🔥 Hot Take: LinkedIn-Newsletter sind tot

Ja, wir haben darauf hingewiesen, dass Outbound-Marketing wie Newsletter eine gute Möglichkeit sind, Ihre Kunden regelmässig zu erreichen. Das bedeutet jedoch nicht, dass es sinnvoll ist, Inhalte für einen Newsletter auf LinkedIn zu erstellen.

LinkedIn-Newsletter erscheinen oft sinnlos. Warum?

  • 🚫 Keine Kontrolle über Ihre Zielgruppe: LinkedIn entscheidet, wer Ihren Newsletter sieht
  • 🚫 Keine E-Mail-Funktionen: Kein A/B-Testing, keine Segmentierung, keine Personalisierung
  • 🚫 Begrenzte Abonnentendaten: Sie kennen Ihre Leser kaum
  • 🚫 Schwierigkeiten bei externen Geschäftsergebnissen: Conversions ausserhalb LinkedIn bleiben schwach
  • 🚫 Gemietetes Land: Ihre mühsam aufgebaute Liste gehört LinkedIn, nicht Ihnen

LinkedIn-Newsletter bestehen den Portabilitätstest nicht: Ihre Liste kann nicht auf eine Plattform übertragen werden, die Sie kontrollieren. Das Engagement bleibt oft hinter dediziertem E-Mail-Marketing zurück.

Die nervige Realität: Engagement durch Spam erzwingen

Viele LinkedIn-Nutzer versuchen, die schwache organische Reichweite durch aggressives Outreach zu kompensieren:

  • 📢 Massen-Tagging: Viele ihrer Freunde werden im Beitrag oder einem Kommentar darunter erwähnt
  • 💬 DM-Spam: Neu gepostete Inhalte per Direktnachricht auf LinkedIn verschicken
  • 📱 WhatsApp-Bombardement: Newsletter-Links über private Kanäle verteilen
  • Comment-Betteln: „Bitte kommentiere innerhalb 1 Stunde, damit der Algorithmus mich pusht!“

Das Problem: Leute schicken Newsletter-URLs oder Beitragslinks mit der Bitte um Kommentare innerhalb von 1 Stunde. Nur so wird der Beitrag vom LinkedIn-Algorithmus von möglichst vielen Menschen gesehen.

Wenn es zu viel wird, nervt es nur noch. Echtes Engagement entsteht nicht durch Druck, sondern durch relevanten Content.

Fazit: LinkedIn-Newsletter als Marketing-Asset

LinkedIn-Newsletter eignen sich hervorragend für Sichtbarkeit innerhalb von LinkedIn. Als echtes Marketing-Asset für Kreative und Unternehmen, die direkte Verbindung und Monetarisierung anstreben? Ungeeignet.

Besser: Eigener Newsletter auf eigenem Grund – mit voller Kontrolle, messbaren Ergebnissen und portabler Liste. Ohne Spam-Taktiken, ohne Algorithmus-Abhängigkeit.

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Was wir 2026 besser machen müssen

Die Analyse zeigt: LinkedIn erfordert kritische Auseinandersetzung mit Metriken und Zeitinvestition. Für KMU bedeutet das, Prioritäten neu zu setzen und messbare Ergebnisse in den Fokus zu rücken.

Strategische Prioritäten für KMU

  1. Weniger Zeit auf LinkedIn und anderen Social Media Plattformen verwenden, wenn du Geld verdienen musst – stattdessen fokussiere dich auf Kanäle mit messbarem ROI
  2. Eigene Plattformen aufbauen: Website, Blog, Newsletter – Inhalte auf eigenem Grund, nicht auf gemietetem
  3. Intent-basiertes Marketing statt Vanity Metrics: Fokus auf echte Kaufsignale statt Likes und Impressions
  4. Transparenz einfordern: Von Plattformen wie LinkedIn verlangen, dass sie ihre Algorithmen und Reichweitenverteilung offenlegen
  5. Qualität vor Quantität: Wenige, aber tiefgehende Interaktionen sind wertvoller als tausende oberflächliche Impressions

Quick Wins für 2026

Konkrete Massnahmen helfen beim LinkedIn Marketing KMU. Diese fünf Quick Wins liefern sofort umsetzbare Ansätze.

1. Intent Marketing praktizieren

Ein Marketing Qualified Lead (MQL) gilt als interessierter Kunde. Er hat auf Marketingaktionen reagiert – etwa ein Whitepaper heruntergeladen. Doch oft bleiben die Signale leer. Echte Kaufabsicht zeigt sich durch Handeln, nicht durch Klicks oder Likes.

Fokus: Nutzer, die konkrete Schritte unternehmen (Demo buchen, Preise anfragen, Kontakt aufnehmen) statt nur Content konsumieren.

2. Walled Gardens mit Vorsicht nutzen

Ob Google Maps, Instagram, TikTok, YouTube oder LinkedIn – sie alle haben Regeln und wollen Geld verdienen. Unser Content kann deshalb entfernt oder von der Plattform für andere Zwecke wie Eigenwerbung genutzt werden.

Lösung: Immer parallele eigene Kanäle aufbauen (Website, E-Mail-Liste, eigene Community).

3. Inbound vor Outbound

Newsletter, Blog und persönliche Gespräche generieren nachhaltigere Ergebnisse als Social-Media-Posts. Menschen, die aktiv nach Lösungen suchen und auf deine Inhalte stossen, sind qualifiziertere Leads.

Strategie: 70% der Zeit in Inbound-Kanäle investieren, 30% in Social Media für Sichtbarkeit und Netzwerk.

4. Messbare KPIs definieren

Impressions und Likes sind keine Erfolgsmetriken. Definiere klare KPIs:

  • Website-Traffic von LinkedIn
  • Generierte Leads mit Kontaktdaten
  • Gebuchte Gespräche/Demos
  • Tatsächliche Conversions/Verkäufe

Tool-Tipp: UTM-Parameter für alle LinkedIn-Links verwenden, um Traffic nachzuverfolgen wie z.B. https://drkpi.com/de/?p=39518/?utm_source=linkedin.com

5. Zeit-Budget für Social Media festlegen

Setze dir klare Zeitlimits (z.B. 30 Minuten pro Tag) und tracke, welche Aktivitäten tatsächlich zu Ergebnissen führen.

Faustregel: Wenn eine Plattform mehr als 2 Stunden pro Woche kostet, muss sie messbare Geschäftsergebnisse liefern. Ansonsten ist es eine Freizeitbeschäftigung, was natürlich auch okay ist.

📘 Praxiswissen zu KI, Produktivität und Strategie

🔵 DrKPI: KI-Weiterbildung, Consulting & Engineering
Wir unterstützen Sie dabei, Arbeitsprozesse KI-fit zu machen – von der Kompetenzprüfung über Weiterbildung bis hin zur technischen Umsetzung und Engineering.

Fazit: LinkedIn als Teil einer ausgewogenen Strategie

LinkedIn Marketing kann für KMU ein nützliches Werkzeug sein – aber nur als Teil einer umfassenden Strategie, nicht als Hauptkanal.

Die wichtigsten Erkenntnisse für 2026:

  • 🔎 Impressions ≠ Wirkung – Fokus auf echte Interaktionen
  • 🔎 Inbound > Outbound – Eigene Kanäle aufbauen
  • 🔎 Transparenz einfordern – Algorithmen hinterfragen
  • 🔎 Zeit begrenzen – ROI messbar machen
  • 🔎 Intent statt Vanity – Echte Kaufsignale erkennen

LinkedIn ist gemieteter Grund. Investiere in dein eigenes Fundament.


📜 DrKPI CyTRAP AI-Verantwortlichkeitserklärung: Beitrag mit KI-Unterstützung angepasst; Inhalte wurden geprüft und verantwortet.

Hashtags: #LinkedInMarketing #KMUMarketing #SocialMediaROI #LinkedInStrategie #ContentMarketing #IntentMarketing #MarketingAnalytics #B2BMarketing #DrKPI

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23 Antworten

  1. Danke für diesen informationsreichen Beitrag, Urs. Du sprichst einen wichtigen Punkt an: LinkedIn und unsere Selbstdarstellung dort.

    Im Kern ist LinkedIn für mich nach wie vor das, was es schon 2005 war – ein digitales Rolodex. Eine Visitenkartensammlung, nur eben online. An dieser grundlegenden Funktion hat sich wenig geändert.
    Der Rest?

    Größtenteils Unterhaltung und Selbstinszenierung.

    Wir geben uns gegenseitig Reichweite und Bestätigung, aber der echte geschäftliche Mehrwert bleibt oft aus. Vielleicht sollten wir uns das öfter bewusst machen, statt uns von der Plattform-Dynamik mitreißen zu lassen.

    Sepp

    1. Antwort 1
      Danke Sepp für deinen Kommentar und Happy New Year! 🎉

      Du erwähnst, dass LinkedIn für dich ein digitales Rolodex ist. Ja, das ist vermutlich seine wichtigste Funktion! 👥 Menschen aktualisieren ihre E-Mail-Adressen und wichtige Informationen auf LinkedIn (früher auch auf Xing), oft bevor wir überhaupt mitbekommen, dass sie den Arbeitgeber gewechselt haben. Als Adressbuch funktioniert die Plattform hervorragend.

      Was mich allerdings massiv nervt, ist die miserable #Usability der Plattform 😤. Ein Beispiel: Im eigenen Feed sind Posts, die älter als 12 Monate sind, nicht mehr auffindbar. Ohne direkten Link zur Story ist der Inhalt praktisch verloren.

      Für eine Plattform, die sich als professionelles Netzwerk positioniert, ist das inakzeptabel – so geht wertvolles Wissen einfach verloren 📉.

      LinkedIn könnte so viel mehr sein als ein digitales Rolodex, wenn die Plattform endlich ihre Archivierungs- und Suchfunktionen ernst nehmen würde. Bis dahin bleibt es bei: Visitenkarten sammeln gut ✅, Wissensmanagement mangelhaft ❌.

      Urs

      #LinkedIn #SocialMedia #BusinessNetworking #PlatformUsability #DigitalMarketing #KnowledgeManagement #DrKPI

      1. Antwort 2

        Sepp, ja LinkedIn ist oft mehr Show als Substanz. Aber manchmal findet man echte Perlen 💎

        Beispiel DeepSeek: Chinesische KI nutzt einen fast 60 Jahre alten Algorithmus (Sinkhorn-Knopp, 1967) und löst damit ein fundamentales Problem tiefer neuronaler Netze – hier die Details auf LinkedIn von Noah Karrer.

        Das Problem: Wenn man viele Netzwerkschichten stapelt, explodieren oder verschwinden Signale (Verstärkung bis 3000x). Training wird unmöglich.

        Die Lösung: Statt Workarounds (Gradient Clipping etc.) wendet DeepSeek reine lineare Algebra an. Resultat: Signalverstärkung von 3000x auf 1,6x reduziert – mathematisch garantiert stabil.

        Hier das Forschungspapier mit Referenz zum Original dem Sinkhorn-Knopp-Algorithmus

        Urs

        #LinkedIn #SocialMedia #BusinessNetworking #DigitalMarketing #DrKPI

        1. Antwort 3

          LinkedIn als Rolodex? Ja. Aber solche Insights rechtfertigen zumindest gelegentliches Scrollen 😉 wie der Eintrag von Noah Karrer

          Hier gibt es noch eine Erklärung zum Sinkhorn-Knopp Algorithmus der zeigt das man auch im AI Rennen von heute sehr gut daran tut, die Leistungen der Forschung aus der Vergangenheit nicht zu vergessen. Der Sinhorn-Knopp Algorithmus hilft dabei #DeepSeek:

          – Signalverstärkung von 3000x auf 1,6x zu reduzieren,
          – Spektralnorm ≤ 1 garantiert mathematisch, dass Signale nie explodieren,
          – 6,7% zusätzlicher Trainingsaufwand ist das DeepSeek KI Modell „lean-and-mean“ im Vergleich zu ChatGPT, Google Gemini, usw.

          On the Convergence of the Sinkhorn-Knopp Algorithm with Sparse Cost Matrices https://arxiv.org/html/2405.20528v3

  2. Genau, Urs!
    Und wie Selina Hehl oben erwähnt: Seriosität hilft nicht, die Reichweite zu verbessern – scroll nach unten und lies.

    Je weniger Substanz, desto mehr Reichweite – das ist die LinkedIn-Realität.

    Beispiel: Der Post von Karin Lausch (Leadership-Expertin) über „Alle sollen KI nutzen, aber niemand will dafür bezahlen“. Nichts wirklich Neues darin, nur seichte Materie. Trotzdem: X Likes, Reposts usw.

    Viel Sturm im Wasserglas 🌊

    Sabine

    1. Liebe Sabine,

      Merci für deinen Kommentar! Habe beim Post von Karin Lausch auch geschmunzelt 😊

      Ja, wie Selina Hehl erklärt: Wenn man wiederholt, was im Zeit-Artikel steht – und der Artikel selbst schon nichts Neues bringt und die Substanz vermissen lässt – und dann ein wenig Glück hat :-) dann fährt der Post ab. Der Algorithmus sorgt dann dafür, dass was los ist.

      Inwiefern dies Frau Lausch neue Kunden bringt – ausser der Aufmerksamkeit vieler Selbstständiger, die ebenfalls hoffen, bei LinkedIn dank grösserer Sichtbarkeit Aufträge zu bekommen – darf jedoch hinterfragt werden.

      Verlorene Zeit…. Und wie die Philosophin Dr. Lucy McDonald sagt: Das Like zeigt Pseudo-Engagement mit dem Beitrag auf LinkedIn – so etwa: „Ich habe es gesehen, aber noch lange nicht gelesen.“ 👀

      Urs

      #LinkedIn #SocialMedia #BusinessNetworking #DigitalMarketing #DrKPI

  3. Lieber Urs,

    WOW, was für ein umfangreicher und informativer Beitrag, der neben den Sonnenseiten auch Schattenseiten für KMU im Umgang mit LinkedIn auf den Punkt bringt. Gratulation!

    Ich selbst bin seit vielen Jahren sehr aktiv auf LinkedIn und sehe und spüre die Stärken und Schwächen dieser Plattform. Viele Schwächen, die du auch beschreibst, sind sicherlich dem Wachstum und der Userentwicklung mit geänderten Ansprüchen geschuldet. Damit meine ich die Entwicklung von der ursprünglichen Nutzung als „Berufliche Plattform/Recruiting-Plattform“ hin zu einer Social Media Plattform, die u.a. für KMU eine Plattform der Sichtbarkeit ist – und ich würde noch weiter gehen – der Leadgenerierung.

    Dass es für LinkedIn-Unternehmensprofile immer schwieriger wird, hat Richard van der Bloom in einem Beitrag Ende 2025 beschrieben. Er und sein Team haben zahlreiche Daten zum Thema Unternehmensprofile ausgewertet.

    Unternehmensprofile können in meinen Augen auf LinkedIn nur bestehen und gewinnen durch guten Content, der auf die Zielgruppe zugeschnitten ist und einen Mehrwert bietet. Auch die Gewinnung von Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen als „Markenbotschafter“ kann ein guter Weg in 2026 sein.

    Ich stimme dir zu: LinkedIn kann für KMU erfolgreich sein, wenn man die Plattform als Teil einer ausgewogenen Strategie betrachtet und nicht als Hauptkanal.

    Deine Aussage für 2026: klarer, fokussierter und persönlicher kommunizieren – würde ich so unterschreiben – auch für KMU-Content.

    Viele Grüße und ein erfolgreiches 2026
    Silvia

    1. Antwort 1

      Liebe Silvia

      Vielen Dank für deinen interessanten Kommentar. Da wird das Antworten meinerseits schwierig :-)

      Du schreibst:
      „„Berufliche Plattform/Recruiting-Plattform“ hin zu einer Social Media Plattform, die u.a. für KMU eine Plattform der Sichtbarkeit ist – und ich würde noch weiter gehen – der Leadgenerierung.“

      In der Theorie ermöglich Social Media (Soziale Medien) Nutzern Inhalte zu erstellen, zu teilen und miteinander zu kommunizieren, sich zu vernetzen und auszutauschen. Das würde eingentlich hinweisen, das eine Dialog-Kommunikation statt Einweg-Kommunikation stattfinden kann.

      Doch wie auch von Dr. Lucy McDonald erwähnt: Das Like zeigt Pseudo-Engagement mit dem Beitrag auf LinkedIn – so etwa: „Ich habe es gesehen, aber noch lange nicht gelesen.“ 👀

      Dank der EU und deren Digital Services Act wissen wir ein wenig mehr was so auf LinkedIn passiert als in der Vergangenheit:

      LinkedIn – EU Digital Transparency Report August 2025

      Weitere Angaben gibt es von LinkedIn auf dieser Seite: LinkedIn: Offenlegung nach dem Gesetz über digitale Dienste

      Urs
      #LinkedInMarketing #KMUMarketing #SocialMediaROI #LinkedInStrategie #B2BMarketing #DrKPI

      1. Sehr gerne Urs.

        Stimmt, es geht auch um die Kommunikation, das Interagieren. Für mich ein wichtiger Punkt. Danke nochmal, dass du darauf hinweist.

        Ich habe bereits in 2025 angefangen mehr Kommentare zu schreiben und mich an Diskussionen zu beteiligen. Dies werde ich auch in diesem Jahr machen.

        1. Liebe Silvia

          Danke für deine Rückmeldung. Kommentare sind tatsächlich wertvoller als Likes – sie schaffen echten Austausch zwischen Autor:innen und Leser:innen.
          Seit 2,5 Jahren beschränke ich meine LinkedIn-Zeit bewusst und werde das auch beibehalten. Ab und zu schaue ich zwar neugierig in die „Echo-Kammer“, aber politische Diskussionen meide ich konsequent. Dafür gibt’s bessere Orte – etwa persönliche Gespräche am Tisch.

          Grüessli
          Urs

    2. Antwort 2 – LinkedIn – wo Daten Mangelware und Impressions Wunschdenken sind

      Liebe Silvia,

      Dein Kommentar hat mich auch nachdenklich gestimmt.

      Ja, das Unternehmensprofile auf LinkedIn einen harten Stand haben, ist kein Geheimnis – selbst ohne Richard van der Blooms Expertise. Doch das eigentliche Problem?

      ==> Datenmangel. LinkedIn hütet seine Zahlen wie ein Drache seinen Schatz – und gibt nur etwas preis, wenn die EU mit dem Digital Services Act (DSA) droht. Transparenz? Fehlanzeige. Nachvollziehbarkeit? Eher ein Glaubensbekenntnis.

      Trotzdem werden uns weiterhin Märchen erzählt:

      „Impressions = Views“ (Spoiler: Nein.)
      „77.000 Newsletter-Abonnenten = mehr Maschinen- oder Zahnpastaverkäufe für KMUs“ (Spoiler: Eher nicht.)

      Man reisst sich fast die Harre aus bei solchen „Erfolgsmetriken“ – doch solange LinkedIn die Karten nah an der Brust hält, bleibt uns nur eins: kritisch hinterfragen und ab und zu bei der EU und ihrem Gesetz zu den digitalen Diensten vorbeischauen.

      Bleibt die Frage: Wenn schon die Daten fehlen – warum glauben wir dann den Erfolgsgeschichten?

      Beste Grüsse,
      Urs

      PS. Hier noch wie wir uns z.B. bei LinkedIn beschwehren können dank EU Gesetz zu den digitalen Diensten.

      #LinkedInMarketing #KMUMarketing #SocialMediaROI #LinkedInStrategie #B2BMarketing #DrKPI

    3. Antwort 3 – LinkedIns Faktencheck: Analytics auf LinkedIn bleiben ein Buch mit sieben Siegeln.

      Liebe Silvia,

      1. „Mehr Follower = mehr Umsatz“

        Mythos: „10.000+ Follower garantieren B2B-Erfolg!“

        Realität: Nur 3 % der Follower interagieren tatsächlich (Quelle: HubSpot Metrics 2025).

        KMUs mit 1.000 engagierten Kontakten generieren mehr Leads als Accounts mit 50.000 „Ghost-Followern“.
      2. „Algorithmus belohnt häufiges Posten“

        Mythos: „Täglich posten = bessere Sichtbarkeit!“

        Realität: In der DACH-Region besuchen weniger als 34 % der registrierten Nutzer LinkedIn monatlich (EU Transparency Report August 2025).

        Ein tiefgründiger Post pro Woche performt besser als fünf oberflächliche.
      3. „Newsletter-Abonnenten = qualifizierte Leads“

        Mythos: „50.000 Newsletter-Abos = verkaufsbereite Kunden!“

        Realität: Nur 22 % Öffnungsrate (Mailchimp 2024).

        Bei 10.000 Abos erreichen oft nur 50–100 die Zielgruppe.

      „Networking misst man nicht in Visitenkarten, sondern in Resultaten.“

      Diese Fakten zeigen: viel Aufwand, wenig Ertrag – das ist LinkedIn 2026.

      Grüessli
      Urs

      PS: Ohne dich, Silvia, hätte ich diese EU- und LinkedIn-Analytics nie so genau angeschaut. Merci, merci – du hast mir geholfen, die Dinge besser zu verstehen.

      #LinkedInMarketing #KMUMarketing #SocialMediaROI #LinkedInStrategie #B2BMarketing #DrKPI

  4. Interessant!
    Gemietete Platzformen haben schon immer erhebliche Kosten verursacht.

    Die Auseinandersetzung damit, wie sich solche Themen effizienter und zeitgemässer lösen lassen, ist m.E. in der CH (und je nach Branche) im internationalen Vergleich noch deutlich unterentwickelt.

    1. Lieber Rolf,

      vielen Dank für dein Feedback. Vielleicht sind wir in der Schweiz bzw. im DACH‑Raum etwas langsamer als Nordamerika oder die Niederlande – die in der EU bereits digital voraus sind.

      Die Fakten bleiben jedoch unverändert:

      2025 war das Jahr des Newsletters. Marken, Journalist*innen,Comedians und sogar Pop‑Stars setzten verstärkt auf Direktvertrieb via Substack oder Beehiiv. Die Zahlen sprechen für sich:

      • Substack verzeichnete + 67 % bei kostenpflichtigen Abonnements.
      • Beehiiv verdoppelte den Umsatz auf 28 Mio. USD.

      Nachzulesen gibt es dies im:

      Wall Street Journal (01.01.2026) – “Why the newsletter is the hottest media channel…”
      Falls versteckt hinter Paywall diesen Link anklicken.

      Während 2024 das Podcast‑Jahr war, dominierten 2025 die Newsletter – die persönlichste Form der Content‑Distribution.

      Für 2026 / 2027 wird dieser Trend auch in der Schweiz und in Deutschland Realität werden.

      Grüessli
      Urs

  5. Urs, dein langer Beitrag liefert spannende Fakten, Daten und klare Wahrheiten – hier zählen nicht Gefühle, sondern messbare Metrics.

    Ein weiteres Problem: Wenn jemand auf LinkedIn einen Kommentar hinterlässt und der Autor den Beitrag löscht, verschwindet die gesamte soziale Interaktion. Das signalisiert, dass manche LinkedIn‑Expert:innen ihre eigene Sicht vermarkten und kritische Stimmen lieber entfernen – so ist es mir am 31.12.2025 erfahren.

    Ein transparenter Umgang mit allen Kommentaren würde die Glaubwürdigkeit erhöhen und die Diskussionen lebendiger machen.

    Happy New Year from Canada!

    1. Antwort 1

      Peter
      Danke für diesen Kommentar. Da habe ich auch Erfahrungen gemacht. Ich habe z.B. einen Kommentar heute hinterlassen bei einem LinkedIn Post, speziell wegen dieses Eintrages über LinkedIn. Hier kurz der Text:

      Sehr interessant! 👍 @Steffen Wetzel.

      Mich würde interessieren, inwiefern LinkedIn-Daten diese Annahmen stützen.

      Der LinkedIn Digital Transparency Report sowie weitere LinkedIn-Kennzahlen bestätigen aus meiner Sicht nicht eindeutig diese Schlussfolgerungen. 📊🔍

      Meine Analyse zeigt ein anderes Bild:
      ➡️ https://drkpi.com/de/linkedin-marketing-kmu-2026-was-wir-besser-machen/#comment-5474

      Wie siehst du das anhand deiner Daten?

      Natürlich gab der Autor mir eine Antwort, …. siehe unten

      #LinkedIn #SocialMedia #BusinessNetworking #DigitalMarketing #DrKPI

    2. Antwort 2

      Der Kommentar von mir hat der Autor beantwortet. Dabei nahm er einen Screenshot der aufzeigte die Zahl der Impressions und wieviele Mitglieder es möglicherweise sahen.

      Aber wie oben angedeutet in meinem Blogeintrag, Impressions sind keine Views, Interesse ist keine Aktion, wie z.B. der Kauf eines Produktes.
      Ich versuchte dann nochmals zu antworten:

      Impressions sind keine Views – sie zeigen lediglich, dass ein Beitrag im Feed angezeigt wurde. Da LinkedIn selbst kaum tiefgehende, verifizierbare Kennzahlen liefert, beruhen viele Aussagen dort eher auf “Hearsay” als auf harten Fakten.

      Genau hier kommt die Forschung ins Spiel: Sie stellt Werkzeuge, Methoden und einen systematischen Ansatz bereit, um objektiv zu prüfen, was wirklich wahr ist. ‼️ Erfahrungen oder Selbsteinschätzungen allein sind nicht zuverlässig. ⚠️

      Durch fundierte Forschung können wir einen vertrauenswürdigen Wissensschatz aufbauen, der über die oberflächlichen LinkedIn‑Metriken hinausgeht.

      Genau habe ich das Material nicht mehr, da der Autor diesen Kommentar entfernte, d.h. das gesamte Engagement oder die Konversation meinerseits mit dem Autor wurde von ihm gelöscht. Komische Art des Verständnisses wie Interaktion geht.

      #LinkedIn #SocialMedia #BusinessNetworking #DigitalMarketing #DrKPI

    3. Einige der selbsternannten LinkedIn Experten wie @Steffen Wetzel ertragen es nicht, wenn man Ihnen mit Hilfe von Analytics und Fakten widerspricht.
      Antwort 3

      Hier ein Screenshot von LinkedIn, der die Meinungen des Autors zeigt, welche er als Fakten präsentiert. Sie basieren jedoch wahrscheinlich nicht auf echten Daten, da LinkedIn diese nicht bereitstellt.

      Screenshot eines LinkedIn-Posts von Steffen Wetzel über LinkedIn Engagement 2026. Meine Kommentare und Diskussion mit dem Autor über Impressions vs. echte Views wurden gelöscht.

      Solange wir den Algorithmus nicht mit einem Audit überprüfen, sind Aussagen wie die neun wichtigsten Engagement-Arten für LinkedIn 2026, inklusive:

      • Kommentare zählen am meisten – Qualität schlägt Länge
      • Reaktionen mit Emojis wie 💡 oder 👏 haben mehr Gewicht als der Standard-Like

      nur auf Erfahrungen oder Selbsteinschätzungen basiert.

      ⚠️ Solche Angaben als Fakten zu akzeptieren, wäre irreführend und vergleichbar mit Fake News.

      #LinkedIn #SocialMedia #BusinessNetworking #DigitalMarketing #DrKPI

  6. Yes—and this is exactly where LinkedIn becomes part of the problem.

    When LinkedIn employees give talks or publish recommendations based on metrics they neither disclose nor allow independent verification of, we are no longer talking about data-driven guidance, but about narrative-driven advice.

    Statements such as “we consistently see” or “our members tell us” sound authoritative, yet they remain non-falsifiable without access to underlying data, definitions, or methodologies.

    That is particularly relevant in posts like this one by
    Gyanda Sachdeva,
    VP of Product Management at LinkedIn.

    The advice itself may be sensible—but without transparent analytics, it remains opinion framed as insight. For a platform that positions itself as data- and performance-driven, that gap matters.

    Impressions are not views.
    Engagement signals are not outcomes.
    And experience—even internal experience—is not a substitute for evidence.

    If LinkedIn wants its recommendations to be taken seriously, it needs to open the black box, or clearly label such guidance for what it is: perspective, not proof.

    1. Antwort 1

      Sehr interessant dieser Kommentar Rajandra

      Problematisch wird es dort, wo Erfahrungen von selbsternannten „LinkedIn-Experten“ ungeprüft weiterverbreitet werden – etwa hier von Felix Beilharz.

      Er übernimmt Aussagen von Gyanda Sachdeva und präsentiert sie als Leistungs-Tipps, obwohl keine überprüfbaren Daten oder Methoden von Gyanda offengelegt werden.

      Grüessli
      Urs

      #LinkedIn #SocialMedia #BusinessNetworking #DigitalMarketing #DrKPI

    2. Antwort 2

      Gerade in seinem Newsletter-Beitrag „LinkedIn gibt Tipps für mehr Reichweite“ scheint viel Selbstvermarktung durch. Doch konkrete Daten, verifizierbare Analysen oder nachvollziehbare Metriken fehlen.

      Punkte wie:

      „Gyanda empfiehlt authentischen Content und echte Expertise…“

      klingen sinnvoll – aber ohne transparente Zahlen und Methodik bleiben sie Aussagen ohne überprüfbaren Nachweis.

      Meinung ist wichtig, aber Fakten wären entscheidend.

      Gruss
      Urs

      #LinkedIn #SocialMedia #BusinessNetworking #DigitalMarketing #DrKPI

  7. Und genau dann entstehen LinkedIn-Beiträge, die offensichtlich nach generischen ChatGPT-Prompt-Mustern formuliert sind – inhaltlich oberflächlich und ohne Einordnung. Beim Lesen fragt man sich, welchen Erkenntnisgewinn das liefern soll.

    Fabian Stelzer – Ich helfe dir, den Sprung von einfachen ChatGPT-Fragen hin zu echten KI-Systemen zu schaffen

    Gleichzeitig generieren solche Posts 70+ Kommentare. Die eigentliche Frage ist daher nicht die Qualität des Inhalts, sondern: Was sagt dieses Engagement über den Algorithmus und unser Diskussionsverhalten aus?

    1. Antwort 1

      Danke für den Kommentar Herr oder Frau Pfälzer

      Der Kernpunkt ist richtig: KI darf keine Verantwortung übernehmen, die beim Menschen liegt. Als Werkzeug ist sie stark, als Ersatz für Denken gefährlich.

      Was mir an solchen Thesen jedoch fehlt, ist Differenzierung. ChatGPT „zerstört“ keine Unternehmen – schlechte Entscheidungen tun das. KI bestätigt nicht automatisch alles, sie reagiert auf das, was man ihr vorgibt. Unkritische Nutzung ist kein Technologieproblem, sondern ein Führungs- und Kompetenzthema.

      Die eigentliche Frage ist daher weniger ob KI eingesetzt wird, sondern wie: mit klaren Zielen, belastbaren Daten, Widerspruch und menschlicher Verantwortung.

      Grüessli
      Urs

      #LinkedIn #MetricsThatMatter #DigitalMarketing #DrKPI

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